jungen Männer wieder herein in den <ä
Cürassier lächelnd, der Husar strahlend,
die junge Gräfin nun den nächsten Tanz
sem tanzte, da flüsterte er ihr zu: ,p
das vergesse ich Dir nie, so lange ich
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filmt
Itzehoe, 2. Juli. Auf dem außerordent
lichen Bezirksturntag Hierselbst, welcher von
26 Vereinen beschickt war, wurde auf Antrag
des Flensburger Abgeordneten einstimmig be
schlossen: „Die zweijährigen Zinsen der schles
wigholsteinischen Gelder für die Verschönerung
des Turnerdenkmals bei Flensburg zu ver
wenden".
Itzehoe, 30. Juni. Dem Arbeiter Schröder
wird noch ein fernerer Mord zur Last gelegt.
Bekanntlich wurde im Jahre 1868 in Hois
büttel bei Ahrensburg eine alte Abnahmefrau
ermordet und als der That verdächtig ein
Ehepaar inhaftirt, jedoch nach einigen Wochen,
weil schuldlos, wieder auf freien Fuß gesetzt.
Da der Mord in derselben Weise wie die von
Schröder verübten Verbrechen ausgeführt ist,
hegt man die Vermuthung, daß letzterer auch
die Hoisbüttlei That begangen hat.
Kiel, 1. Juli. Der Capitain Boyton hat
bekanntlich vor wenigen Tagen in der Alster
bei Hamburg Schwimmversuche mit seinem
Rettungsapparate gemacht. Derselbe beabsich
tigt auch im hiesigen Hafen eine Vorstellung
zu geben.
Der Hauptverein der Gustav-Adolph-Stif
tung hielt in den Tagen des 28. und 29. Juni
seine Hauptversammlung in Lütjenburg ab.
Oldesloe, 28. Juni. Die hiesige Papier
fabrik, von Hamburg durch eine Aktiengesell
schaft gegründet, schließt mit dem erheblichen
Verlust von 1,948,739 M. für 3 Geschäftsjahre ab.
tr—Altona, 3. Juli. Gestern, Nachmittag
4è Uhr entstand Feuer in einem Holzlager in
der Friedrichsbader Str. Dasselbe griff so rasch
um sich, daß ein daneben stehendes Wohnhaus
bereits von den Flammen ergriffen war, als
die Feuerwehr eben zum Platze kam. Auch die
Hamburger Feuerwehr stand auf der Grenze
zur Hülfe bereit. —Wäre das Feuer zur Nacht
zeit ausgebrochen und stärkerer Wind gewesen,
so wäre wohl ein noch größerer Schaden ent
standen. Die Dampfspritze verließ um ca.
6ZUhr den Platz. Das meiste Holz ist verkohlt.
* Rendsburg. Ueber den Verlauf derCor-
rectionsarbeiten in der Aubeneider, die bekannt
lich im Juli v. I. in Angriff genommen wurden
und von deren glücklichem Gelingen zunächst
es abhängig gemacht wird, ob das Projekt
eines die Nord- mit der Ostsee verbindenden
Canals zur Ausführung gelangt, bringt die
im Verlage von Weber in Leipzig erscheinende
„Jllustr. Ztg." einen Bericht aus sachkundiger
Feder, dem wir Folgendes entnehmen:
„Zunächst wurden auf Grund vorhandener
und demnächst berichtigter Karten und Peilun
gen zwei große und zwei kleine Wattendurch
brüche durch Längsreihen von Senkfaschinen
abgebaut, um dem hin- und herbewegten Saud
einen festeren Halt zu gewähren; Abbruchstel
len, bei welchem festeres Vorland in Gefahr
war, vom Wasser verschlungen zu werden,
sicherte man durch festere, zusammenhängende
Faschineubauten; zugleich wurden die dem Fahr
wasser zunächst gelegenen Watten vermessen,
damit im darauf folgenden Jahre die durch
die Coupirung herbeigeführten Veränderungen
durch abermalige Vermessungen genau festge
stellt werden können. So bauend, versuchend
und vergleichend will man an den Resultaten
die Stromwirkung studiren. Leider konnten
verschiedener Ursachen wegen die Versuchsbau
ten erst Ende Juli beginnen und mußten Ende
(September der Stürme wegen abgebrochen
werden; es haben sich jedoch schon, wenn auch
nicht bedeutende, so doch immerhin ernt un
tern de Resultate in der Entsandung der
Durchbrüche bemerklich gemacht. So ist das
Fahrwasser, welches an einer Stelle eine ziem
lich bedeutende Krümmung mit schmaler Rinne
zeigte, grade gelegt und zunächst für kleinere
Fahrzeuge abgetonnt worden, ein Resultat,
wie es in einer so kurzen Zeit kaum zu er.
warten war. Hauptsächlich war man bei den
Bauten bestrebt, die Wasser, welche in einer
Menge von Rinnsalen, sogenannten Prielen,
bei eingetretener Ebbe von den Watten ab
fließen sich zum Theil in Seitengewässer er
gießen, abzufangen und in die Fahrwaffer-
strömung zu leiten, um durch Verstärkung der
selben ein Tieferreiben der Fahrwasserrinnen
herbeizuführen. In diesem Jahre wird nun
eine Kratzmaschiue, wie sie sich im Missisippi
bereits bewährt hat, die Vertiefung der Rin
nen durch Dampfkraft bewirken. Diese Ma
schine besteht aus einem Holzgerüst, dessen Hin
teransicht eine dreieckige Form zeigt, an dessen
unterm Theil eine zusammenhängende Reihe
Pflugschaaren angebracht ist, welche durch Rol
len und das Eigengewicht des Gerüstes 8—9
Zoll in den Sand gedrückt wird und letzteren,
wenn die Maschine am Grund entlang schleppt,
hochhebt und der Strömung übergiebt. DaS
Gerüst selbst ist senkrecht an einem „Schnigg-
schiff" befestigt, das durch einen Dampfer ge
schleppt wird. Der gesammte Arbeitsapparat
besteht aus einem Casernenschiff, einem wie
derausgebauten norwegischen Wrack, welches
in der Eider nahe der Arbeitsstelle gestrandet
war, und auf welchem die Ingenieure und
Stackarbeiter, sowie der Capitän Unterkommen
finden, 6 Arbeitsfahrzeugen, welche mit einem
provisorischen Deck versehen sind, auf welchem
die Senkfaschinen in einer Stärke von 0,8 Me
ter und einer Länge von 5 Meter gebunden
werden, um an der Arbeitsstelle versenkt zu
werden, 3 Transportschiffen, welche Steine
und Faschinen von Tönning herbeiführen, so
wie aus dem zu diesem Zweck gecharterten
Hamburger Dampfer „Remorqueur Etna", wel
cher die Arbeitsschiffe zur Arbeitsstelle schleppt.
Es ist abzuwarten ob innerhalb der 3 Jahre
sich Resultate herbeiführen lassen, welche die
Correction der Eidermündung in der Weise
hoffen lassen, daß den größten Schiffen das
Einsegeln ermöglicht wird. Im schlimmsten
Fall, also wenn diese Möglichkeit nicht nach
zuweisen ist, bleibt es immer von Werth, daß
durch diese Versuchsarbeiten eine wenn auch
beschränkte Correction der Eidermündung her
beigeführt wird, da an letzterer bisher gar
nichts geschehen war, während dem in der
Nähe liegenden Hasen Husum und dessen Zu-
führungsstronr Hever bedeutende Geldmittel
zugewendet worden sind." Hoffen wir, daß
es der Energie und der Einsicht der baulei
tenden Männer gelingen werde, die Vorarbei
ten für ein großes Werk zu gedeihlichem Ende
zu führen.
** Rendsburg, 1. Juli. Unsern durch
den Schluß des Blattes unterbrochenen Thier
schaubericht in voriger Nummer erlauben wir
uns in Folgendem fortzuführen: Auch am Nach
mittage erfreute sich die Thierschau eines
guten Besuchs und einer dem entsprechen
den Einnahme. Von 3 Uhr an fanden Volks
belustigungen (Stangenklettern, Wettlaufen,
Stiefelsuchen rc.) statt und folgte gegen 7 Uhr
das Wettreiten und Wettfahreu. Letztere, vom
Publikum mit großem Interesse erwartet, fand
jedoch nur geringe Betheiligung, denn eS wa
ren zu beiden nur zwei Concurreuten vorhan
den, (ein Paar Einspänner trafen zu spät ein).
Beim Reiten trabte ein kleines Pferd dem
gröberen entschieden den Vorrang ab, beim
Fahren jedoch war der Unterschied äußerst ge
ring, (ca. 2 Schritt) beide Theilnehmer hatten
ihre Pferde sehr gut geschult. Die Verloosung
(ca. 5000 Loose) bildete den Schluß der Fest
lichkeit.
Verbunden mit der Thierschau fand auf dem
Wege von der Stadt bis zur Festkoppel eine
Ausstellung von Blinden, Lahmen, Dürren, mit
und ohne Gesang und Orgelkasten-Musik statt.
Der Weg war förmlich mit BarmherzigkeitS-
erregeru übersäet. Ob auch für Anbetteln
Prämien ausgeschrieben waren? Es ist keines
wegs Absicht die Leiden der Unglücklichen zu
verhöhnen, wohl aber die Frage in Anrege zu
bringen, ob sich diese Belästigung des Publi
kums durch fortwährendes Anbetteln nicht durch
anderweitige Unterstützung dieser Unglücklichen
beseitigen ließe.
Beim Festessen wurden bei sehr zahlreicher
Betheiligung u. A. folgende Toaste ausgebracht
resp. Ansprachen gehalten: der Herr Kammerherr
Landrath v. WillemoeS-Suhm sprach über die
Förderung landwirthschaftlicher Interessen und
brachte das erste Hoch Sr. Maj. dem Kaiser
und Könige; der Vorsitzende des landwirlh-
schaftlichen Vereins an der Obereider, Herr
Clemens Raade sprach über die in diesem
Jahre vom Obereidervereine arrangirtc erste
Thierschau und toastete auf die Stadt Rends
burg; Herr Stadtrath Wille erwiderte den
Toast des Vorredners und brachte sein Glas
dem Gedeihen des Obereider-Vereins; Herr
Winters von hier besprach die Landwirlhschast
im Allgemeinen und forderte die Landleute aus,
dem Vereine beizutreten; der Secretair des
Obereiüer - Vereins, Herr Lehrer Mehrens—
Raade, brachte den Preisrichtern ein Hoch;
Herr Dohrn—Kronsburg toastete auf den Vor
stand des Vereins; Herr W. Wolff von hier
auf die fremden Gäste; Herr Generalsecretair
Hach in Erwiderung auf das vom Herrn Lehrer
Mehrens gebrachte Hoch auf die Aussteller;
Herr Mylord auf die anwesenden Damen, und
endlich Herr Pauls—Eiderstedt auf die Sie
ger bei der Ausstellung.
Unserer Liste der Prämiirten in vor. Num
mer haben wir noch nachzutragen: Hr. Uhr
macher Johannsen von hier erhielt Anerkennug
für ein ausgestelltes, für Landwirthe sehr prak
tisches Nivellir-Jnstrument.
Türkei.
Der Krieg zwischen der Türkei und Ser
bien nebst Montenegro ist erklärt; letztere haben
ihre Kriegsmaniseste schon erlassen und ist es
an der Grenze zu kleinen Scharmützeln gekom
men. Frankreich sendet eine zweite Flotte nach
dem Mittelmeere und wird bereits die Frage
ventilirt, ob Landungstruppen abzusenden seien.
Das Vorgehen und die Rüstungen Serbiens
übten ihren Rückschlag auch auf Bulgarien. Dort
hat bereits im westl. Theile der Balkan, nächst
der serbischen Grenze, nach einer Mittheilung
der „Presse", eine Erhebung stattgefunden. In
der Nähe von Nisch und Widdin kam es zu
heftigen Kämpfen zwischen Bulgaren und Tür
ken. Im östlichen Balkan herrscht gleichfalls
große Gährung wegen der Schandthaten der
Türken; bas Land ist vollständig dort ver
wüstet, 150 Dörfer eingeäschert, in tausenden
von Familien die Frauen entehrt und zu Skla
ven gemacht, und 200 Priester und Lehrer
gefangen und niedergemetzelt. Trostlosigkeit und
Verzweiflung herrscht irn ganzen Sandjack —
so meldet die „Ag. Russe". Nach der Ver
sicherung einer türkischen Autorität sind nur
18,000 Menschen, Männer, Weiber und Kin
der, in Bulgarien umgebracht. Bulgaren taxi-
ren die Zahl auf 30,000.
— Auf außerordentlichem Wege erhält das
„Wiener Abendblatt" Nachrichten über den be
vorstehenden Anschluß der Herzegowina an
Montenegro und Bosniens an Serbien.
her im Original gesehen zu haben. Als die
„neuen Erwerbungen" nach Berlin kamen, stşş
es sich heraus, daß sie zum größten Theile
gefälscht sind.
— Für die internationale Hundeausstellung,
welche in Hamburg am 6. Juli eröffnet şş,
sind in Summa 530 Hunde (gegen 120 aul
der letzten continentalen Hunde-Exhibition A
Dresden) angemeldet, darunter von H^
John Douglas allein 65 Exemplare aus Eng
land, die fast sämmtlich bereits prümiirt wol'
den sind. Die Herren Major von ArniK
(Hamburg), Thiermaler Beckmann (Düsseldorf
Arthur Donner (Altona), Oberförster Eru>>
(Holstein), Gustav Lang (Stuttgart), Barov
Charles Schröder (Holstein), Baron Willis
Schröder (England), Oberförster WallmaB
(von der Göhrde), Hauptmann von Warden'
burg (Hamburg) und Peter Wetzel (Hamburg)
sind zu Preisrichtern gewühlt worden und
werden je drei dieser Herren für jede einzelne
Classe der Ausstellung das Richteramt ausbeN-
— Eine richtige Meineidsbande w
in Berlin entdeckt, vor das Stadt-Schwur-'
gericht gestellt, überführt und gehörig ver
donnert worden. ES ivaren der Handelsmann
Maleika, der Schankwirth Stoof und der Fuhr-
Herr Stolle, die sich zu Meineiden förinM
verabredet und verbunden und ihr furchtbar^
Handwerk jahrelang mit Erfolg betrieben 1#
ten. Ihre Manipulation war sehr einfach,
Lcniiischte Rstizeii
— Das k. Museum in Berlin ist, nach der
„Post", vor einigen Wochen das Opfer einer
großartigen Fälschung geworden, welche der
Staatskasse vie enorme Summe von70,000FrcS.
— ca. 18,600 Thlr. — kostet. Vor einiger
Zeit wurde deni Director des Antiquariums,
Herrir Professor Eurtius, auf Veranlassung
eines römischen Archäologen, dessen Name
gleichfalls bekannt ist, eine Sammlung von
antiken Goldsachen und geschnittenen Steinen
angeboten, die angeblich in Etrurien gefunden
worden wären. Prof. Curtius nahm die Offerte
an und kaufte die „Alterthümer" für die
oben angegebene Summe, wie man mittheilt,
ohne Vorwissen des Generaldirectors Grafen
Usedom, wie ohne die betr. Gegenstände vor-
eê wieder voll lauter Schalkheit und Neckerei. —
Sie biß sich auf die Lippe», um nicht laut aufzu.
lachen. Sie lehnte sich langsam, den Fächer vor
den Mund haltend, als wolle sie ein leises Gähnen
unterdrücken, etwas rückwärts, wobei ihre Augen
pfeilschnell an dem Rücken deö Husaren herab fuh
ren. Wie das kam? — —
In dem Fächer war nämlich ein kleiner Spiegel
und durch diesen hatte die Cousine bemerkt, wie
der Husar neben ihr mit der größeste» Vorsicht
seine Hand abermals langsam um sich selbst suchend
herumgleiten ließ.
Wie der Blitz schoß ihr da eine Vermuthung
durch den Kopf und nun hatte sic cS deutlich ge
sehen, richtig die breite Borde von Silber, welche
quer über den mittleren Menschen deS Husa
ren fortlief, sie war gerissen und hing von dem
Tuche abgelöst naseweis herab. — Sie begriff so
fort Alles. Die ganze furchtbare Lage des Aerm-
sten war ihr klar. Sie erstickte beinahe vor Lachen,
aber heldenmüthig rang sie, verbiß sie es, um Co»-
stanz nicht tödtlich zu verletzen.
Ja, sie hätte lachen und weinen mögen, vor
Allem aber wollte sie ihm helfen, sie liebte ihn
ja so sehr! - Und nun sann sie nur darauf, wie
cs möglich wäre, den geliebten Menschen auf eine
schickliche Weise aus seiner verzweifelten Lage zu
reißen, seiner tödtliche» Verlegenheit ein Ende zu
machen — ihn wieder froh und glücklich zu sehen.
Sic zwang sich ganz, ganz ernst zu sein.
„Constanz," sprach sie leise, „lieber Constanz,
Sie sagten vorhin, daß der Gedanke daran, daß
wir uns trennen müssen, morgen oder übermorgen
schon, Ihnen wehe thäte."
Der Husar machte ein gar seltsames Gesicht.
Er hatte seinen ersten großen Schrecken nun über
wunden, er begann seine Lage kaltblütiger zu be
urtheile». Wenn sic nur nichts merkte und Cajc-
tan käme, dann konnte ja Alles »och gut werden.
— Das war sein einziger Gedanke.
Er konnte aber nicht anders als innerlich erglühe»
trotz der verzweifelten Situation, so herzig, so lieb
sah daS Mädchen ihn an, so weich und zu Herzen
gehend war der Ton ihrer Stimme.
Langsam, vorsichtig zog er seine Hand wieder
nach vorn.
„O theure Valcsca!" murmelte er mit einem
ganz verschämten Blicke.
„Wenn ich Ihnen nun sagte, Constanz, daß mir
dieser Gedanke ebenso wehe thut und wenn ich Ih
nen sage, daß ich mich sehr, sehr nach dem Augen
blicke gesehnt habe, eS Ihnen zu sagen."
Unter dem fascinireuden, schimmernden Blicke
deS geliebten Mädchens erglühten allmälig die
Augen deS Husaren wieder heißer, seine Brust
hob sich und seine Lippen konnten beinahe wieder
lächeln.
„ValeSca!" sprach er zitteruk, „Valcsca, nicht
wahr, Sie treiben keinen Spott mit mir! — O,
eS wäre gransam! — Wenn Sie wüßten, was
augenblicklich in mir vorgeht, was mich so na-
menlos — — in welcher Situation ich mich be
finde!" —
„Still, Constanz, still, ich weiß Alles," flüsterte
sie schalkhaft.
„O Gott — welch eine Lage! — Süße, holde
Valcsca, haben Sie Mitleid mit mir!
Mißverstehen Sie mich nicht! — O Valcsca, ich
liebe Dich ja mit meiner ganzen Seele, — mehr
als Alles auf der Welt, mehr als mich selbst! O
liebes, theures Mädchen, wenn Du mich so ansiehst,
ich weiß ja gar nicht mehr wie ich dann leben kann
ohne Dich, wie ich's ertragen soll so fern von Dir
trauen? Wir waren doch immer so gute Freunde!
O ja, ja — Du vertrauest mir — o sage es mir,
liebe, süße Valcsca!"
„Ich vertraue Dir, Constanz."
„Und liebst mich — nur ei» ganz ein klein wenig,
Lesca? O sprich, sprich schnell!"
„Ich liebe Dich von ganzem Herzen, Constanz
— Tu lieber armer Schelm, mehr als mein Leben!"
Sie war ganz weich geworden, die kleine Gräfin,
und die Thränen traten ihr jetzt in die Augen,
trotzdem aber mußte sie lächeln durch diese Thrä
nen, sic konnte nicht anders, denn der Husar saß
gar so steif und komisch da und wagte sich nicht
zu rühren.
„O Gott — wie glücklich bin ich! — Lesca!
meine Lesca!! O Gott!" — und wieder krachte
eS und der Husar wurde mitten in seinem Jubel
wieder aschenbleich, brach plötzlich ab und warf
wahrhaft Mitleid erregende Blicke umher.
^Schatz — lieber Schatz!" sprach Valcsca
schmeichelnd.
„O, cS ist entsetzlich — wenn Du wüßtest!"
— rief er.
„Still, still. Du närrischer lieber Mensch — ich
weiß ja Alles!" sprach sie mit einer ganz besonde
ren Betonung und tastete mit der Hand an ihrem
Gürtelbande herum.
„So sieh mich doch nur an, — so höre doch
nur. Du närrischer Mensch! — Wenn aller Schaden
so leicht rcparirt wäre, Herz. als wie der, den Du
und ich meinen," flüsterte sic ihm in's Ohr, „dann
wär's schon gut auf der Welt, denn dazu würden
vielleicht diese zwei Stecknadeln hier gerade aus
reichen." Damit legte sie besagte zwei Stecknadeln
verstohlen »eben ihn auf die Bank.
„Lesca!" rief Constanz ganz erschrocken blaß und
werdend, — „Lesca, — liebe Lesca!"
kommst Du hübsch zu u»S — daS Andere
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z. B. folgende. Maleika blieb seine Haus
miethe schuldig und wurde verklagt. Da drķ
er vor Gericht den Spieß um und erklärte-
sein Hausherr sei ihm 2000 Thaler schuld^
Der Hausherr lachte dem Lügner ins Gesiş
aber Maleika ließ seine Forderung durch so 11 '
Spießgesellen Stoof und Stolle als Zeulffv
beschwören und der Hausherr wurde verusi
theilt. — So klagte immer der Eine und b ,e
Andern schworen. Die Zahl ihrer Opfer ivK
groß. Vor dem Schwurgerichte gelang'S dê>>>
Staatsanwalt, ihre Schurkerei in vielen W'
len klar nachzuweisen, so daß über alle şş
Schuldig ausgesprochen und jeder — gleķ
Brüder gleiche Kappen — zu 15 Jahren
Haus verurtheilt werden konnte. — Wem"
Eigenthum, fragte der Präsident, wessen Ehre-
wessen Freiheit ist noch sicher, wenn der erst-
Beste an der Hand zweier Zeugen vor GeriA
erscheint, erfundene Thatsachen von diesen be
schwören läßt und damit den Gegner, der vol
der Sache keine Ahnung hat, vernichtet -
Gegen deu Dieb kann man sich schütze)!-
gegen den Mörder wehren, schutzlos aber ü
Jeder gegen eine Bande von Meineidigen.
— Ueber die Luftheizung in Sch"Z
localen ist im Laufe der letzten Jahre vü
debattirt worden und sind wohl eben so v>e
Klagen als Lobsprüche über diese Heizunâ^
Methode laut geworden. Kürzlich hat NUN, d ^
Berliner medici nisch - p ädagos^-
Verein darüber verhandelt und die
gende Petition an den Magistrat, die Stab'
verordnetenversammlung und das Reichsgest"'
heitsamt beschlossen: „Seit Einführung
Luftheizung haben sich die Klagen der Lehre
und Schüler über verschiedene gesundheit-ķ
sührliche Nebelstände, wie Kopfschmerz, Ueber
keit, die sich bis zum Erbrechen steigert. Ft»",
mern vor den Auge», Trockenheit und Breuns
im Halse, Heiserkeit und Athmungsbeschşş,
den rc. in beunruhigender Weise vermehrt. A>>>
Grund dieser Klagen hat der medicinisch-prşş
gogische Verein sich eingehend mit der Fraģ,
der Lustheizungseinrichtung beschäftigt, und e
sind ihm aus vielen Punkten, wie Münchs
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Nürnberg, Chemnitz, Paris und besonders oPj
aus Berlin selbst viele Mittheilungen über <
Wirkungen der Luftheizung, sowie lechiŞ,
und wissenschaftliche Gutachten zugegarş'
auch sind von den zu de» Sitzungen hinà
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stände nicht in Abrede gestellt, sondern nur
bis jetzt noch unvollkommenen Einrichtung
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„Schweig, schweig, um Gotteswillen!" - ^
diese nun aber aus voller Seele, ohne im Sto"
zu sein, ihren Gefühlen länger Einhalt zu
so komisch war der Ucbcrgang vom Schrecken Sj!
Ausdrücke seligsten Entzückens bei dem
re». — „Schweig, Du Indiskreter, waS ffb '
den» halt die Leute von mir denken, wenn şi'' $
fahren — daß — daß — ich bin ein ehrb«>
Mädchen, Schelm Du! — Dieser FreundschK 4
dienst bleibt ganz unter uns, hörst Du, sonst fr'
gleich zu Anfang eine Gardinenpredigt! Und oi
au revoir, — ich schicke Dir jetzt den Caff^,,
und wenn Du wieder zurechtgemacht bist, ta it j
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, ìk»d n
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ti ta, i
g'»nder
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sich dann finden, und mach' halt ja nicht zu
Sie drohte schalkhaft mit dem Finger '
schwebte davon.
„Sie ist ein Engel!" rief eS in dem
herzen ihr nach, „wahrhaftig, wenn du die " y
glücklich machst, dann bist du ein Schel"'-
Süße LeSca!" ^it
„Nun, was hat'S denn gegeben?" si"ü
neckisch Cajetan, über die Lehne seines Stuhls
beugt; dann gab eS ein Tuscheln und
Begucken und dann hörte man den lange»
sier flüstern: „Ei schau — das ist ja so 9" ,/
gar nichts, nur der Silberstreifen ist loêgega'w
und dann gingen beide hinaus zur Garderobe- ^
bei der junge Graf dem Husaren abernte 1
Rücken deckte.
DaS Lindere ist denn bald erzählt.
Nach kaum zehn Minuten kamen dw „ ( f
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