.
>.à>Ņx —
Ht. 22
Zweites Sinti
Die Lage der Volksbühne.
In der letzten Sitzung des Vorstandes
gab der Vorsitzende, Stnd.-Rat Petersen, ei-
nen Geschäftsbericht über die erste Hälfte der
Spielzeit. Danach haben sich die Maßnahmen,
°ie zu Anfang des Winters ergriffen wurden,
um den Ausfall des stttdt. Zuschusses zu dek-
ķcn, günstig ausgewirkt. Die auswärtigen
Wuhnen, die zu Gastspielen herangezogen wer
den, haben notgedrungen in eine Herabsetzung
"ec Pauschale gewilligt, die pro Vorstellung
Etwa 100 RM. beträgt. Die geringe Erhöhung
"er Platzpreise und die Heraufsetzung des Pro-
şşrammpreises von 0,10 auf 0,20 RM. erbringt
wrtlaufenö höhere Einnahmen, da der Besuch
der Veranstaltungen nach wie vor gut ist.
pur zwei Vorstellungen haben bisher einen
Unterschuß gebracht: Nathan der Weise 70
mM., die Oper „Undine" etwa 200 RM.
Besonders günstige Kassenergebnisse zei
gen die Sonntagsvorstellungen zu kleinen
Preisen, die fortgesetzt werden und besonders
leichtere, aber gute Unterhaltung bieten svl-
Ien.> Für Sonntag, den 2. Februar, ist ein
Abschluß mit der Berliner Spieloper (früher
Dr. Erich Fischers musikalische Komödie) zu-
standegekommen, die mit Kammerorchester ein
Singspiel in 3 Akten „Sonne, Lenz und Liebe",
Hüt den schönsten Liedern, Duetten und Tän-
»cn von Franz Schubert aufführen wird.
. _ Die Platzpreise werden auf 0,70—2,00 RM.
festgesetzt. Tic Schulden des Vereins bei der
Sparkasse, die zu Anfang der Spielzeit über
-000 RM. betrugen, haben sich heute auf etwa
500 RM. ermäßigt.
Der Spielplan wird weiterhin so zu ge
halten sein, daß das künstlerische Niveau der
Veranstaltungen nach Möglichkeit gewahrt
bleibt, ohne daß ihre Anziehungskraft auch
şlir ein größeres Publikum nachläßt. Die
schon vorliegenden Abschlüsse für Fevruar-
Ä-ärz sind in der 'Hinsicht außerordentlich
glücklich: B. G. Shaw, Der Arzt am Scheide
wege (Nordmarklandestheatcr), Mokiere, Der
Geizige (Kieler Stadttheater), Leo Fall, Der
liebe Augustin (Flensburger Stadttheater),
Mozart, Figaros Hochzeit (Kieler Stadtthea
ter).
In der ans den Geschäftsbericht folgenden
Aussprache wurde von den Unterkassierern
darauf hingewiesen, daß einem Teil der Mit
glieder die Bezahlung der höheren Karten-
Preisc sehr schwer wird und die Volksbühne
ihre Bestimmung, nur wertvolle Kunst zu er
schwinglichen Preisen zu bieten, die auch der
wirtschaftlich Schwache aufbringen. kann, fer-
Uer gerückt sei. Der Vorsitzende fügte dem
hinzu, daß cs für ihn eine peinliche Aufgabe
gewesen sei, die hier gastierenden Bühnen in
der Pauschale zu drücken: das Kieler Stadt-
lheater stehe heute vor der Schließung und
werde möglicherweise an einen Unternehmer
verpachtet. Aber solange die Stadt Rends
burg für das Theater keine Mittel hergeben
könne, müsse versucht werden, auf dem jetzt
beschrittenen Wege weiter zu kommen.
* rir
* In Schutzhast genommen werden mußte
Ein I8jähriger sogen. Halbstarker, der seinen
Stiefvater wiederholt ernsthaft bedroht hat
bud der ihn am Sonnabend totschlagen wollte.
* Wichtige Entscheidung des Reichsver-
şicherungsamtes für Hinterbliebene von Ver
sicherten ans der Invalidenversicherung. Amt
lich wird mitgeteilt: Das Gesetz über Leistun
gEU in der Invalidenversicherung vom 12.
uuli gewährt vom 1. Oktober 1922 ab einen
Anspruch ans Hinterbliebenenfürsorge auch
pit bisher hiervon ausgeschlossenen Hinter
bliebenen solcher Versicherten, die vor dem
l- Januar 1912 verstorben sind. Es war bis-
pr zweifelhaft,, ob diesen Hinterbliebenen
"er Anspruch auf Fürsorge auch dann zusteht,
'Venn ihnen ans Grund der früheren Bersiche-
Aurgsgesetze die Hälfte der für den Bersicher-
pU entrichteten Beiträge erstattet worden ist.
Das Reichsversicherungsamt hat in einer Re-
visionsentscheidnng vom 20. Jan. 1930 (Ila
"0(9/299) die Frage grundsätzlich dahin ent-
.chiedcn, daß durch die Erstattung der Beiträge
pr Anspruch auf Hinterbliebenenfürsorge
Ocht ausgeschlossen wird.
- wk. Von der Neichswehrbcschrmpfung zum
^sutschlandlied. Diese Aeußerung machte an einem
Rendsburg, den 27. Januar 1930.
SonŞbcà-Absnd im April v. I. in angetrunke
nem Zustande der 24jährige Arbeiter Heinrich N.
in Rendsburg. Er kam durch die Kirchsnstraße,
«po ein mit Dung beladener Wagen der 2. Fahrs'
abteilung (früher Train) hielt. R. trat vor die
Pferde und gab dem einen Pferd einen Faust-
schlag vor den Kops. Als der Fahrer F. ihn zur
Rede stellen wollte, rief der Angetrunkene: „Was
willst Du, Du Noske-BluthU'nd?" Diese Aeuße
rung wiederholte er mehrere Male. Auch forderte
er den Soldaten auf, doch sein Seitengewehr zu
ziehen. Als der 28jährige Versorgungsanwär-ter
P. ihn beruhigen wollte, versetzte er diesem einen
Schlag ins Gesicht. Dann ergriff er eine auf dem
Wagen liegende Forke und brüllte, daß er nicht
eher weggehen werde, bis er den Fahrer, den
Passanten inzwischen in ein Haus gedrängt hat
ten, damit weitere Zusammenstöße vermieden wür
den. kalt gemacht habe. Inzwischen war die Po
lizei benachrichtigt, und nach kurzem Widerstand
wurde N. an die Kette genommen und abgeführt.
Nun sang er aus voller Brust das Deutschland-
Lied, worüber sich die zahlreichen Zuschauer des
Vorfalles natürlich sehr belustigten. N. hielt es
dann für geraten, aus Rendsburg zu verschwin-
den, und nach vielen Nachforschungen konnte er
vor kurzem in Eckernförde ermittelt werden, wor
aus er nun zur Aburteilung vor dem Kieler
Schöffengericht stand. Er erklärte, von den Vor
fällen nichts zu wissen. Er sei von einem Fest
. gekommen, habe dann noch einige Wirtschaften
sucht und sei erst wieder zu sich gekommen, als er
von der Polizeiwache entlassen wurde. Der Staats
anwalt war der Ansicht, daß eine recht gröbliche
Ausschreitung vorliege, besonders durch die Be
schimpfung der Wehrmacht. Er beantragte des
halb gegen R. insgesamt 2 Wochen und 3 Tage
Gefängnis, sowie 50 RM. Geldbuße. Mit Rück
sicht darauf, daß es sich um eine ganz betrunkene
Geschickte gehandelt hat, ließ das Gericht es bei
einer Buße von 60 RM. bewenden.
' *
bö- Büdelsdorf, 25. Jan. Ortsausschuß
fur Jugendpflege. In öer letzten Vorstaiiös-
sitzung wurden Beschwerden über die Staub-
entwicklung in öer Turnhalle vorgebracht. Es
soll versucht werden, die Staubentwicklung
durch häufigeres Oelen zu hemmen. In regel
mäßigen Abständen sollen besondere Reini
gungen durchgeführt werden. Mit allen Mit-
telil ist darailf zu halten, daß die Turnhalle
nur mit Turnschuhen betreten wird. Die Schu
len sollen gebeten werden, ihren Benutznngs-
plan für die Turnhalle mitzuteilen. Die Är-
beiter-Radfahrer beantragen die Benutznngs-
berechtigung für die Turnhalle an einem Nach
mittag. Der Antrag wird befürwortet. Die
Satzungen des Kreisausschusscs für Jugend
pflege sind nunmehr ergangen und wurden
mitgeteilt. Die Arbeitsgemeinschaft der Kin-
öerfreunöe hatte gebeten, in den Ortsausschuß
aufgenommen zu iveröen. Dem Antrag konn
te nicht entsprochen werden, werk nach den Sat
zungen nur schulentlassene Jugendliche im
Alte? von 14 bis 21 Jahren Aufnahme finden.
Auf die Verzeichnisse des Heimatdienstes über
Bücher und Lichtbildreihen sowie auf die Ver
anstaltungen wurde empfehlend hingewiesen.
Die geistige Jugendpflege soll in erhöhtem
Maße durch Vorträge gefördert werden.» Bei
der Volksbücherei ist die unentgeltliche Ueber-
lassung der Jugendliteratur an Jugendliche
zu beantragen. Der Spiel- und Sportverein
„Glück Auf" führt Beschwerde darüber, daß er
bei der Verteilung der staatlichen Mittel und
der Kreisjugendpflegemittel nicht berücksich
tigt worden ist. „Glück Auf" regt ferner an, die
Sportplatzordnung in Bezug auf die Mindest-
gebühr zu ändern. Veranstaltungen, die we
niger als 25 RM. Eintritt bringen, sollen
frei sein. Zu den Vollsitzungen des Ortsaus
schusses soll in Zukunft auch die Lehrerin Frl.
Möller als Mitglied des Bezirksausschusses
für Jugendpflege eingeladen werden. Von den
Radfahrern wird angeregt, die Radfahrbahn
ans dem Eiöersportplatz zu befestigen. —
Ueber Rundfmrkstörungen hatten kürzlich eine
größere Anzahl von Rundfunkempfängern in
der Chausseestraße zu klagen. Stets in den
Abendstunden wurde der Empfang durch knat
ternde Geräusche gestört. Den vereinten Be
mühungen der Rundfunkempfänger und eines
Vertreters des Postamts ist es gelungen, fest
zustellen, daß die Störungen durch die Inbe
triebnahme eines Heilapparates verursacht
wurden. Das Postamt hat nun dafür gesorgt,
daß diese Störungen aufhören.
Briefkasten der Schriftleitung,
x. in L. Der stellvertretende Gemeindevorsteher
ist bei Beschlußfassungen in Gemeindevertreter
sitzungen auch dann stimmberechtigt, wenn er nicht
aus der Zahl der gewählten Gemeindevertreter von
der Gemeindevertretung gewählt ist.
MMMMŞMWM
bn MMeާn SeàrgMM.
Mittwoch, 29. Januar. 16.15: Was gibt's Altes? Plau
dereien von Carl Minor. 1. Warum „Altes"? 16.80: Zeit
genössische Komponisten. 17.30: Adolf Eoetz liest aus feinen
Werken. 18.40: Eherechtsreform. Vortrag von Dr. jur. Nie.
Darboven. 19.00: Probleme der niederdeutschen Bühnen-
sprache. 2. Vortrag von Pros. Dr. Eonr. Borchling. 19.25:
Erziehungsftink: Sinn, und Zeitgemäßheit der höheren Schi:,
len. Bortrag von Prof. Dr. Benno Dicderich. 20.00: Ueber,
tragung auf den Deutschlandsender: Internationale Marsch
musik. Ausgeführt vom Trompeterkorps der 6., (prcutj.)
Nachrichtenabteilung (Hannover). 21.00: Marschgesäuge.
Donnerstag, 30. Januar. 16.15: Heitere Stunde. 17.00?
Wunderkinder. Bortrag von Hans Tasiemka. 17.25: Mit dem
Reichsforschungsdampfcr „Poseidon" nach dem BarentsMccr
und nach Spitzbergen. Vortrag von Professor Dr. B. Schulz.
1925: Klagen und Beschwerden des Schulkindes. Vortrag v.
Kinderarzt Prof. Dr. K. Blühdorn. 20.00: Oekumcnische Zu.
sammenarbeit.. Bortr. von Erzbischof Nathan Söderblom.
20.30: Wagner-Liszt-Abend.
Freitag, 31. Januar. 16.15: Variationen für zwei Kl«,
viere. 17.15: Märchenstunde. 18.30: Englisch für Fortge
schrittene. 19.00: Die Voraussetzungen des UnterstiitzUNgS-
auspruches. Zwiegespräch mit Reg.-Rat Dr. Lehrmann, Altona.
19.25: Stunde der Werktätigen: Bersicherungseinrichtnngen al,
berufsständisch« Selbsthilfe. Vortrag von Erich Feger, M. d
B. 20.00: Plattdeutscher Abend. 21.00: Musikalische Volks-
szenen.
Sonnabend, 1. Februar. 16.30: Konzcrtwalzer. 17.30:
Klarinettenkonzert. 19.00: Operetten-Fantasien. ' 20.00: Der
schwarze Kater. Aus der Glanzzeit des Kabaretts.
Vereins-Anzeiger
Tm-«. SMmkin „SlN-Aiisi e. Ņ.
Büdelsdorf
Dienstag. 28. Jan., abends 8V* Uhr in d- „Weintraube"
Miidmz der Mi! Hemn-MÄ«
1672) Ser Xnrrrit
Brrnd für Vogelschutz
Ortsgruppe Rendsburg
General-Versammlung
im Hotel „Stadt Kiel"
1706) am Dienstag, den 28. Januar, 8>- Ubr
Schleswig-Holstein.
Aus ö§m Ķàls
Schmersr EiKbLuchsdieLstahl in
Bredenbek.
Vredenbek, 25. Jan. Ein schwerer Ein-
brnchsdiebstahl wurde in dem Manilfaktnr-
und Kolonialwarengeschäft von I. begangen.
Die Täter haben unter Verwendung grüner
Seise Scheiben eingedrückt und sind durch das
Wohnstubenfenster ungehört eingestiegen. Die
Diebe packten im Laden alles ein, was für sie
Wert hatte. Um in den Besitz von Anzügen
zu kommen, die sie von der Erde ans nicht
erreichen konnten, holten sie sich aus dem
Wohnzimmer einen Klavierbock. Ten Ein
brechern sind Anzüge, Lodenjoppen, Unter
wäsche, Fußzeuge und Zigarren in die Hände
gefallen. Diese Sachen haben sie sämtlich
durch das Wohnzimmer und an dem schlafen
den Besitzer vorbei ins Freie schaffen müs
sen. Man fand später in dem Uebernachtiings-
ramn des Ortes für Handwerksburschen einen
Teil der Beute und eine halbe Wegstunde
vom Ort in einem Graben eine Kinderjoppe,
die ebenfalls aus diesem Raubzug herrührt.
Die Diebe haben sich mit rund 1509 Mark
Waren aus dem Staube gemacht und sind un
erkannt entkommen.
aa. Timmaspe, 26. Jan. Elektriziiätsver-
trag. Die Gemeinden Junten, Büken, Min
zen, Bargfeld, Homfeld, Gnutz, Timmaspe,
Briefe KR die SchrWlsiimU.
Äle Echriftlettung steük bit Benutzung vieler Rubrik, s«.
»Mli es der Raum zuläßt, den Lesern zur Besprechung von
Angelegenheiten allgemeinen öffentlichen Interesse» zur Ver»
kitgung, verwahrt sich aber ausdrücklich dagegen, mit dem In.
hall identifiziert zu werden und übernimmt dafür keinerlei
Verantwortung. Eie behält sich vor, bei Einsendungen, dl«
nach ihrer Ansicht über da» Maß des Sachlichen hinausgehen,
ķļorrrktureņ bezw. Streichungen vorzunehmen»
Eine öffentliche Bitte.
Sämtliche Büroräume der hiesigen Aemter, oh
städtischer oder für den Kreis bestimmter, werden
von Frauen aus Rendsburg reingemacht. Rur d>as
Arbeitsamt nicht. Dieses wird von einer Frau aus
Büdelsdorf reingemacht. Es herrschte darüber schon
mehrfach große Erbitterung unter den Frauen der
städt. Unterstützungsempfänger. Die Notlage dieser
ist wohl überall bekannt. So manches Kind sitzt von
8—1 Uhr in der Schule ohne ein Stück Brot, nichts
um und nichts an. Geht man zur Fürsorge und
schildert die Not: „Kein Geld da." Können die Her
ren der Fürsorge nun nicht daraus dringen, daß das
Reinemachen des Arbeitsamtes an eine Rcndsbur-
ger Frau vergeben wird? Die Arbeit kann jeder
zeit sogar von einer Frau mit mehreren schulpflich
tigen Kindern gemacht werden, weil sie höchstens
zwei Stunden dauert. Es werden hierfür 35 RM.
inonatlich bezahlt. Diese Familie wird bestimmt
nicht der Stadt Extraausgaben verursachen, sondern
denjenigen dankbar sein, die die Arbeit vermittelt
haben. Der Fürsorge blieben immerhin 400 RM.
jährlich erspart, die für andere verwendet werden
könnten. Mehrere städt. Unterstützungsempfänger.
*
Das Arbeitsamt teilt hierzu mit: Es liegt keine
Veranlassung vor, einer Fron, die diese Arbeiten be
reits seit Jahren zur vollsten Zufriedenheit ausge
führt hat, dieselben zu nehmen, um sie dann einer
Fürsorgeempfängerin zu übertragen. Hierdurch
würde auch in sozialer Hinsicht nichts gewonnen
sein, da dann die bisherige Neinmachefrau voraus
sichtlich der Fürsorge in Büdelsdorf anheimfallen
würde.
Krogaspe, Schülp, Loop, Dätgen und Schönbck,
die durch das Elektrizitätswerk Jnnien elet-
trischen Licht- und Kraftstrom von Neumünster
bezogen, haben jetzt mit der Stadt Neumün-
ster direkt einen Vertrag abgeschlossen zur
Lieferung von elektr. Energie. Der Vertrag
ist ähnlich abgeschlossen wie die Verträge des
Schleswig-Holsteinischen Elektrizitätsverban-
des mit den Gemeinden sind.
R. Nortorf, 25. Jan. Diebstahl. Ein hiesiger
Bote ließ seine Aktentasche mit Papieren und 45
Rckl Bargeld versehentlich auf einem Tisch »ebe>i
den hiesigen Bahnhofsschaltern liegen. Zn seiner
Arbeitsstätte einer hiesigen Fabrik wieder ange
langt, entdeckte er sofort den Verlust seiner Akten
tasche, dis er denn auch, wie vermutet, auf dem
Bahnhof liegen gelassen hatte. Die Tasche lag auch
noch da, aber der Barbetrag von 45 R.<( war her
ausgenommen.
Um OLUà
Tödlicher Sinrz mit einem
Schornstein.
Kiel, 23. Jan. Auf dem Neubau des
Kühlhauses einer Schlachterfirma im Schleu
sengelände von Holtenau hat sich am Sonii-
abendvormittag ein schwerer Unglückssall zu
getragen. Der 16 Jahre alte Manrerlehr-
ling Heinrich Schröder ans Felm bei Geliorf
lehnte sich an den erst Freitag fertiggestellten
Schornstein. Dieser gab plötzlich nach, dabei
stürzte Sch. mit dem zusammenbrechenden
Schornstein ans nicht allzu beträchtlicher Höhe
vom Dach ans die Erde. Sch. war sofort tot.
* * *
Neuer Promrrzialîwrşitzetàr der
Deutschen Bolkspartr;.
x. Neumünster, 26. Jan. Eine Provinzial-
Ausschußsitzung der Deutschen Volkspartei
(Landesverband Schleswig-Holstein) faiisi
heute im hiesigen Bahnhofshotel statt. Der
größte Teil der von etwa 90 Mitgliedern be
suchten Tagung wurde ausgefüllt mit der
Wahl des ersten Verbandsvorsitzenden. Illach
DàķmtMKchnng.
AmDonuersta«,. den 36. J««vae 1830. nackmittags
2 3 /-t Hfir findet durch «nieten Fprsor-earzt Med.-Rut
Dr. Stocking. Rendsburg, io der Bolksichul« zu
1708
Hoheumsstedt
eêņe SffMiche SilWliflg§-VeMWll?Wtze
statt. Rendsburg.
dJ<4s
U«£»
Gslensburg
ş« < €, êk i
^andabuvg