112 1l. Materia medica und Toxikulogie,
seiner fast specifischen Wirkung gegen Zungeuverhärtung das
grösste Lob spenden. Er hat es zu 1—} Gran mit 1 Gran
Pulv, carb. Tiliae äusserlich auf die Verhärtung früh und
Abends eiareiben lassen, ‚auch dabei innerlich zu 4 Gran früh
und Abends gegeben und zwar mit dem herrlichsten Erfolze.
In 2 Fällen, wo man nur kleine verhärtete Stellen in der Zunge
sah, wurden die Kranken wunderbar schnell geheilt. Im, drit-
ten Falle, wo die Verhärtung viel bedeutender war und den
grössten Theil der Zunge einnahm, war der Erfolg zwar eben
so gut, trat aber viel langsamer ein und eine kleine, harte
Stelle blieb noch in der Zunge deshalb zurück, weil die sich
wiederhergestellt fühlende Kranke dem Reste der Cur sich nicht
unterzog. [v. Gräfe’'s u. v. Walther’s Journ. d, Chir, u. Au-
genheilk. Bd. 26. Hft. 1.]
184. Ueber die innerliche Anwendung des
Stannum murziaticum oxydatum (Murias stanni);
von Dr. SCHLESINGER in Stettin, Wie Vogt angiebt, Ist das
Stannum murtaticum oxydatum noch nie, weder äusserlich,
noch innerlich gegeben worden, auch eignet es sich nach ihm,
wofür er jedoch keinen Grund angiebt, nicht zum innerlichen
Gebrauch; Gewiss hat dieser Ausspruch dazu beigetragen , dass
bis jetzt keine Versuche damit gemacht worden sind. Gleich«
wohl schien dem Verf, die Verbindung der Salzsäure mit die-
sem Metalle ein wirksames Mittel hoffen zu lassen, da wirk»=
lich fast alle Verbindungen der Metalle mit Salzsäure wichtixe
Präparate liefern. Dass die Alten die Zinnmittel für grosse
Nervenmittel hielten, ist bekannt und wohl mit Unrecht ist selbst
das Stannum oxydulatum s. Magisterium stanni vergessen
worden. MNach den Erfahrungen des Verfs. verdient das salz-
saure Zinn in krampfhaften Krankheiten, besonders in Epilep-
sie und in Krankheiten der äussern Haut grosse Aufmerksam-
keit. Ja die Wirksamkeit desselben ist in gewissen krampf-
haften Krankheiten, namentlich wenn diese in primärer Ver-
stimmung der Nerven, des Hirns oder des Gangliensystems be-
ruhen, so gross, dass es gewiss zu den wichtigsten Mitteln für
diese Uebel gehört. Sind letztere von organischen Fehlern ent-
standen, oder durch sie bedingt, so lässt sich freilich ein weni-
ger günstiger Erlolg hoffen, gleichwohl kam dem Verf. doch ein
Fall vor, wo dasselbe bei Fehlern der Metamorphose sehr
wirksam war, Sehr wichtig ist nach den Beobachtungen des
Verfs, seine besondere Wirkung auf die äussere Haut und auf
krankhafte Metamorphose derselben und schr hülfreich erwies
sich ihm dieses Präparat bei erpes furfuraceus miliaris und
e.redens. Im Allgemeinen kann man daher vom salzsauren
Zinn behaupten, dass es seine Stelle unter den krampfstillenden
Mittelo einnimmt und dass es zugleich besondere Heilkraft ge-
gen gewisse Dyscrasieen, besonders gegen solche besitzt, wel-
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