MM
ver liberalen Freiheit. Er fordert eine neue, na
türliche Eesetzmähigķeit, er beseitigt den Rationa
lismus und entdeckt mit tiefer Freude das Vor
handensein irrationaler Werte. Und weil der
Sozialismus so ist, sd kann er nie in Verbindung
mit demokratischen, pazifistischen, internationalen
Gedankengängen verwirklicht werden, sondern er
kann nur da Gestalt gewinnen, wo er seine Bin
dung an Blut und Vode» erkennt, nationalen Cha
rakter bekommt. Nicht die Internationale des
Proletariats ist das Kanrpffeld, das die sozial!
stische Bewegung zum sozialen Ziele führen wird,
das Kampfseid ist der Staat, in dem der Sozialis
mus um seine Wertung zu ringen hat, weil er als
Teil des Reifeprozesses eines Volkes im Rahmen
dieses Volkes sich vollziehen mutz, weil er erst im
Rahmen dieses Volkes Sinn und Formen erhalten
kann. Tenn wäre nicht die Nation, für was sollte
dann der Sozialismus sein?
Datz dieser Weg im Gegensatz zur internati
onalen Anschauung der Sozialdemokiatrie nicht
nur der mögliche, sondern auch der erfolgreiche ist,
sollte gerade den Kommunisten mit dem Experi
ment Sowjctrußland klar geworden sein. Aber
die Einstellung des Kommunismus zum Sozialis
mus hat in anderen Punkten eine Bruchstelle. Der
Kommunismus hat sich festgerannt in seiner mar
xistischen Eigentumstheorie. Er ist stolz darauf,
eben nicht sozialistisch, sondern marxistisch zu sein.
Er hat sich festgerannt in einer programmatischen
Forderung und statt dem Leben, statt dem ringen
den Leben der Proletarierklasse zu dienen, setzt er
sich ein für den Sieg einer blassen theoretischen
Formulierung, die an der Wahrheit des Lebens
zerbrechen mutz. So ist das Experiment Rußland
— wenn auch im gegenwärtigen Moment schon
an verschiedenen Stellen heftige Abstriche gemacht
werden — in das Gegenteil dessen umgeschlagen,
was man wollte. Man ist unter der Fahne des
Sozialismus einmarschiert in das Haus des
Staatskapitalismus, und der russische Proletarier,
der heute 10 und 12 Stunden Arbeit zu machen
hat, der in Wettbewerben der verschiedenen ./sozi
alisierten Betriebe" der schlimmsten Akkordaus
beutung verfällt, hat zwar formell die Herrschaft
über den Staat gewonnen, aber es ist ihm nicht
gelungen, diesem Staat auch das Gesicht eines
neuen sozialistisch befreiten Staatswesens zu geben.
Ein Beispiel für den einzig wahren und einzig
möglichen Sozialismus ist heute noch nirgends ge
geben. Es nürd gerade die Aufgabe der schaffen
den Stände Deutschlands sein, die neue Wirtschafts
ordnung zu gestalten und damit die gefunden
Kräfte der Ration zur politischen Befreiung reif
zu machen. Wie der Sozialismus im Einzelnen
durchgejährt wird, ist eine Frage, um die noch zu
ringen ist. Gewiß ist zunächst das eine, daß es
von vornherein verworfen werden mutz, irgend
eine theoretisch bindende Formulierung dafür sin
ken zu wollen. Eben so gewiß ist aber auch das
andere, daß das privatkapitalistische System zer
trümmert werden mutz. Oberstes Gesetz des neuen
Staates wird das Wohl der Volksgemeinschaft.
Für die Sicherung dieser Forderung stehen die
m innig faltigsten Wege offen. Die innere Glie
derung dieses Staates wird und mutz so erfolgen,
daß die gesunden, die lebensfähigen, die fordern
de,^ Schichten dieses Staates auch die Macht der
Führung bekommen. Sozialismus bedeutet durch
aus nicht Gewinnbeteiligung allein, auch Füh
rung und Besitz werden nach Maßgabe der Lei
stungsfähigkeit geordnet werden.
Form gebilligt. Sie werden jedoch noch die Stel
lungnahme ihrer Fraktionen zu diesen Fragen
einholen müssen. In der Saarsrage wurde, wie
weiter verlautet, festgestellt, datz die Verhandlun
gen befriedigend verlaufen, so datz sie der An
nahme des Poungplanes nicht mehr im Wege
stehen. Hingegen ist entgegen den ursprünglichen
Erwartungen über das Finanzprogramm der Re
gierung nicht gesprochen worden. Zur Besprechung
der damit zusammenhängenden Fragen soll in den
nächsten Tagen eine weitere Beratung mit den
Parteiführern angesetzt werden.
Mschieh m ZrêNMhWên.
Harter Urbarmachung in Brasilien entgegen.
WTV. Bremen, 3. Febr. Der erste Trans
port der deutsch-russischen Auswanderer, der gestern
nachmittag in Bremen eintraf, ist heute nachmit
tag nach Bremerhaven weitergefahren, von wo die ! men und brüderlich behandelt habe.
Auswanderer an Bord des Lloyd-Dampfers > Wünsche gipfelten in dem einen Wort: Deutschland
„Werra" die Reise nach Brasilien antreten wer- * über alles!
den. Vor der Abfahrt von Bremen hielt Reichs-
kommisfar Stückten eine Ansprache, in der er er
klärte, daß die Unterbringung in Deutschland an
gesichts von zwei Millionen Arbeitslosen nicht
möglich gewesen sei. Darum habe, man sich an
Brasilien gewandt und der Hanseatischen Kolo-,
nisations-Gesellschaft „Hansa" die Ansiedlung
übertragen. Eeheimrat Slimming vom Nord
deutschen Lloyd wies in seiner Eigenschaft all
Aufsichtsratsvarsitzender der Hanseatischen Kolo
nisations-Gesellschaft „Hansa" darauf hin, daß die
Berhältnisie in Brasilien zwar schwierig seien und
der Urwald harte, kräftige Hände verlange, datz
aber der Boden gut sei. Er hoffe, datz die Au;
wandernden treue Bürger ihrer neuen Heimat
werden würden, ohne die alte zu vergeben.
Im Namen seiner Reisegenbssen dankte dar
aus bewegt einer der Auswanderer für die Herz
lichkeit, mit der man sie in Deutschland aufgenoni-
Jhrer aller
In wenigen Zeilen.
Politische Streif Hehler zu
Schobers Reife noch Rom.
Nortfstzrmg von dsr !. Ssits.
tergegangenos Handwerk und für eine unterdrückte
Landwirtschaft sein.
Neue Steuern bedeuten nichts anderes als neue
Verschwendung öffentlicher Mittel! Nicht durch neue
Verschwendung, sondern durch eiserne Sparsamkeit
lollte der Etat ins Gleichgewicht gebracht werden,
durch Sparsamkeit auch im Kleinsten. Wenn dm
führenden Männer Deutschlands nur den Willen
haben, zu sparen, werden sie auch die Möglichkeiten
dazu finden. Sie selbst sollten aber mit gutem Bei
spiel vorangehen, denn anders haben sie kein Recht,
auch von den Untergebenen Einschränkungen zu for
dern.
Monatelang ist nun über Steuerermäßigung
diskutiert worden mit dem Erfolg, daß der Reichs-
sinanzminifter vor leeren Kaffen steht und sie nun
durch neue Enteignungen füllen muß — wenn er
nicht den Weg des Sparens beschreiten will. Wenn
die Wirtschaft, der Mittelstand, die Landwirtschaft
sich schon damit abfinden müssen, daß die von dem
tüchtigen Finanzminister Hilserding versprochenen
Steuererleichterungen ausbleiben, so werden aber
all« Steuererhöhungen den Steuerzahlern, ein
Schlag ins Gesicht bedeuten. Das Ergebnis wird
ftin, daß noch mehr Existenzen zugrunde gehen,
haß die Wirtschaft immer mehr ausgehöhlt wird und
daß schließlich das Reich alle Steuerquellen selbst
verstopft.
Oesterreichs Bundeskanzler Schober hat die
Reise nach Rom angetreten. In seiner Gesell
schaft befindet sich der italienische Gesandte in
Wien mit mehreren Herren der Gesandt
schaft. Den Bundeskanzler Schober beglei
ten einige Herren des Bundeskanzleramts.
Die Romreise des Bundeskanzlers bezeichnen
die Wiener Blätter als eine Folge der Ent
spannung der österreichisch-italienischen Be
ziehungen, welche Tatsache auch eine nach
außen hin wirkende Kundgebung erfordere.
Italien war der letzte Staat, der Oesterreich
bei der Fundierung seiner Relief-Kredite
Schwierigkeiten machte. Die sog. Relief-
chnlden Oesterreichs datieren aus der Zeit
der Belieferung mit Lebensmitteln nach dem
Kriege, und Italien hat noch Anspruch auf
einen diesbezüglichen Guthabenüberschnß. Die
Blätter berichten, daß Schober dem König von
Ftalieu den großen Stern des Ehrenzeichens
für Verdienste um die Republik Oesterreich,
dem Ministerpräsidenten Mussolini das große
goldene Ehrenzeichen am Bande überreichen
werde. Als besonderen Grund der Romreise
nennt man den wahrscheinlichen Abschluß
eines österreichisch - italienischen Schiedsgc-
richtsvertrages.
Auf jeden Fall besitzt Schobers Reise nach
Rom eine hochpolitische Note, selbst wenn diese
überwiegend in einer Wertung als Stim-
mnngszeichen bestehen sollte. Freilich dürste
die österreichisch-italienische Annäherung in
gewissem Sinne auf Kosten eines national
kulturellen Anßeupostens Oesterreichs gehen:
des deutschen Volkstums in Südtirol, insofern
als Italien gegen wirtschaftlich-finanzielle
Zusagen Oesterreichs gewiß zur Pflicht ma
chen dürfte, seinerseits Ruhe um Südtirol —
wo selbst für englisches und neutrales Gefühl
die Jtalienisierung Unterdrückung bedeutet —
o« harren. Was weiter in Rom über die öster
reichisch-deutsche Anschlußfrage gesprochen wer
den wird, entzieht sich der Kenntnis. Auf
längere Sicht und in den großen interna
tionalen Zusammenhängen gesehen — man
denke z. B. an den italienisch-französischen Ge
gensatz — scheint eine.Aenderung des früher
unbedingt ablehnenden italienischen Stand
punktes nicht ganz ausgeschlossen. Es kommt
ja wohl auch nicht ganz von ungefähr, daß
Schober seiner Romreise eine Fahrt nach Ber
lin, und zwar noch diesen Monat, folgen läßt.
Italien hat, so schreibt uns ein Mit
arbeiter zur Romreise Schobers, während der
Haager Konferenz durch seine Ansgleichsbe-
mühnngen in der Frage der Ostreparationen
u. a. dazu beigetragen, die Freistellung Oester
reichs von Reparatiousverpslichtuttgen, Pfand
rechten usw. durchzusetzen. Damit ist Oester
reich der Weg zu einer Anleihe für die Förde
rung seiner Wirtschaft freigemacht worden. Dcir
Dank für diese Unterstützung abzustatten, be
gibt sich Schober wohl vornehmlich jetzt nach
Rom. Etwaige Abmachungen tragen nicht den
Charakter weitreichender politischer Bcrein-
barungen oder gar Bindungen, und sie haben
in jedem Falle keine wie immer geartete Spitze
gegen Deutschland. Die italienische Presse be
tont sogar in diesem Zusammenhang, daß die
ostentative Beilegung alter italienisch-öster
reichischer Gegensätze durch einen solchen
Freundschaftsbesuch des Bundeskanzlers den
Weg für die Ausgestaltung der deutsch-italie
nischen Beziehungen freimachen würde.
Es ist gänzlich abwegig, wenn von be
stimmten politischen Kreisen innerhalb oder
außerhalb Oesterreichs an den Rombesuch die
Erwartung geknüpft wird, parteipolitische
Ziele gefördert zu sehen. (Vermutlich wird hier
angespielt ans die angebliche Lieblingsidee ge
wisser diktaturfrenndlicher Kreise, einen
staatspolitlsch angeglichenen Block Italien-
Ungarn—-Oesterreich zu bilden. Schriftl.) Die
finanzielle Freiheit und Entwicklungsmöglich-
keit Oesterreichs ist das Ziel, das während der
Haager Verhandlungen als ein wichtiges Teil
stück der Gesamtliquidation des Krieges ver
folgt wurde, und auf dieser Linie allein, mit
allem, was davon für die Konsolidierung des
ftaatswesens abhängt, bewegen sich die bisher
fruchtbringenden Bemühungen des Bundes
kanzlers, dessen persönliches Ansehen nach sei
nen jüngsten Erfolgen ein internationales ge
worden ist.
Bîïisr Butter»««ïtïl
vom 4. Februar 1930. .
1. Klasse 1,55, 2. Klasse 1.40, abfallende 1.24 JJ
Tendenz stetig. Preise ab Erzeugerstaison, Hins
kommen Fracht, Umsatzsteuer und Vermîttlungsş
bühren.
Alton», lien 4 Februar
5>>-m krönen 18 ,
SêEMeNMSņlisi'LsiPsLV'-
tObne Gewährt
ttü'rbe nemU! für 50 kg Lebcndgew'şU: -
a) Fķckwestî- .78—78 ‘
bi Mütellcbwere Mare . * ........ 77—77 <
c' Witte leichte Mare 76 -77 »
cÜ ©«rindere Ware 70—74 »
e) Sauen 64—69 «
Aullriebi 5451
SSanbel: mittelmäßig
KWeri»UeriSt» ttÄSSS«*
(Ohne Gewähr)
E? wurde gezahlt jilr 50 kg Lebendgewicht:
a) Doppellender —
b) beste Mêälber . 84—90
c) mittlere Ware 68—78
d> geringe Ware 58—67
e) geringste 43—48
k) Fresser 25-35
Austrieb! 1175
Handel: ruhig
Hamburg, den 4. Februar 1930
sOhne Gewähr) Viehhos Sternfchanze
Schwemm- und KWersrarät
BMm Me Mch Bedim
TU. Wien, 3. Febr. Wie nunmehr fest
steht, wird Bundeskanzler Dr. Schober am 21.
Februar abends die Reise nach Berlin antre
ten und dort bis zum 24. Februar verbleiben.
..BkksŞŞttŞt" ill LîiSêL.
SksriMk «sd KoßlellllddSWAk«
Besprechung des Nerckskabinetts mit den
Parteiführern.
TU. Berlin, 3. Febr. Die Besprechung des
Reichskabinetts mit den Parteiführern war gegen
11 Uhr beendet. Wie verlautet, ist in diesen Ver
handlungen eine Einigung zwischen der Negierung
und den Parteiführern über die Saarsrage und
die Kohlenabkommen erzielt worden. Der Reichs-
autzenminister Eurtius referierte über beide Fra
gen und gab insbesondere auch über die Minder
heitenfragen, die mit dem deutsch-polnischen Liqui
dationsabkommen in Zusammenhang stehen, die
.erwünschten Auskünfte. Dem Vernehmen nach
haben die Vertreter der Regierungsparteien, ins
besondere des Zentrums und der Deutschen Volks-
Partei dis Minderheiten-Abreden in ihrer neuen
Das strittige Mandat und der Widerruf des Wort
führers der Bürgerschaft.
Eine für Montagabend einberufene Bürger
schaftssitzung in Lübeck wurde gleich nach der Er
öffnung durch den Wortführer auf unbestimmte
Zeit vertagt.
Die Vorgänge, die zu dieser überraschenden
Vertagung führten, sind folgende: In der neu
gewählten Bürgerschaft wurde von den Demokra
ten die Zuteilung eines Mandats an den Vertre
ter einer kleinen Hausbesitzergruppe, Oberpost
sekretär a. D. Dietrich, angefochten, da er bei wei
tem nicht die erforderliche Teilungszahl erreichte.
Den Anspruch auf diesen Sitz erhob die demokra
tische Fraktion, die damit drei Vürgerschaftssitze
erhalten hätte. Der zuständige Wahlprüfungs
ausschutz beschloß mit Mehrheit, das strittige Man
dat der demokratischen Fraktion zuzusprechen, wor
auf der Wortführer der Bürgerschaft in öffent
licher Bekanntmachung am 20. Dezember den drit
ten demokratischen Kandidaten, den Geschäftsfüh
rer des E. D. A., Schmidtke, zum Bürgerschafts-
Mitglied erklärte. Seit der Zeit erfolgte kein wei
terer offizieller Schritt. Es sickerte aber durch,
daß der Senat auf dem Standpunkt stehe, datz der
Wortführer seine Kompetenzen überschritten
habe, indem er Schmidtke zum Bürqerschaftsmit-
glied erklärte, da die Erklärung zum Bürgerschafts-
Mitglied nach Ansichtz des Senats gllein dem
Wahlleiter, in diesem Falle dem Direktor des Sta
tistischen Amts in Lübeck, zustehe. Dieser hatte
aber nichts unternommen, Ueberraschenderweise
erfolgte am Sonnabendabend ein Widerruf des
Wortführers, indem er Schmidtke brieflich auf
forderte. sein ihm eben zuerkanntes Mandat wie
der zur Verfügung zu stellen. Die Rechtslage blieb
also unsicher. Sofort nach Beginn der gestrigen
Vürgerschaftssitzilng zog der Wortführer daraus
die Konsequenzen und erklärte, da die Bürgerschaft
nicht verfassungsmäßig zusammengesetzt sei, muffe
er die Sitzung vertagen. Dieser Beschluß ries in
der Bürgerschaft selbst und auf den vollbesetzten
Tribünen die größte Ileberraschung hervor.
%nîkm MUM HsàkMls?
Die „Kieler Ztg." will wissen, daß gegen die
Teilnehmer an dem von den Kommunisten pro
pagierten. aber mißglückten Marsch nach Hamburg
^voraussichtlich die Anklage wegen Hochverrats er
folgen werde. Es sei nämlich beabsichtigt gewesen,
in Hamburg eine neue Regierung auszurufen.
Bericht der Hamburger Notierungskommisston-
tAmtlichcr Bericht)
Es wurde gezahlt für 50 kg'Lebendgewicht:
a) Beste Fettschweine 77—78 :
b) MiNelschwereWore.. 77—77.50
c) Gute leichte Ware 76—77
d) Geringere Ware .. 6t -74
Sj Sauen 64—69
Austrieb: 5451
Handel: mittelmäßig
Es wurde gezahlt für 50 kg Lebendgewicht:
a) Doppellender — •
b) Beste MastKälber 84-90
c) Mittlere Ware 73-78
d) Geringe Ware 60—67'
e) Geringste 43-48
I) Fresser —
Auftrieb: 1175
Handel: ruhig
Berlin, den 4. Februar l0-30
Sorter« m Mim SMWbhp
(Frilhnotiz) «Ohne Gewähr)
Mitgeteilt von der Pominerschen Mehverwertung^
Gesellschaft Berliii-Zcntralviehhof.
Es wurde gezahlt sür 50 kg Lebendgewicht:
Preise: Austrieb: DerlaR
Rinder 20 59 1520 ruhig
Kälber 45 82 2900
Schafe 40—68 2513
Schafe direkt zugeführt 373
Schweine 10844
Schweine zum Schlachthof direkt 2216
Anslandsschweine 2218
Klasse A - Klasse C 79- 80 Klasse
, B 79-81 „ D 77-79
Sauen 68—69
glatt
ruhig
E 74
F
ĻĢ MiMWM W1Jimm-WB
Hambura, den 4. Febuar 1930
Getreide (Presse in Rttt per 1060 Kg.),
Großes Bfofljflft unset ehemMgm
ZsrmsWerm?
London, 3. Febr. Reuter berichtet aus Riga:
Aus Sowjeirußland kommt die Nachricht, Yfļ die
G. P. U. die Maffenhtnrichtung aller vormaligen
Offiziere durchgeführt habe, d. h. all derer, die nicht
in den Flottendienst eingetreten und trotzdem in
Rußland zurückgeblieben waren. Volle Einzelheiten
sind noch nicht,eingegangen, aber mehrere Hundert
Namen sind unter den Opfern befindlich gemeldet
worden, und Verwandte in Rußland haben sich an
ihre Glaubensgenossen im Ausland mit der Bitte
gewandt, dort Gedächtnisgottesdienste abzuhalten,
weil sie dies auf Sowjetgebiet nicht tun dürfen.
Die orthodoxen Russen in Riga organisieren eine
Requiem-Feier.
(Wir geben diese haarsträubende Meldung mit
Vorbehalt wieder.)
* * sc
E'i Wiêo-mm Msķ şich hslsiêîņķ.
WTV. Dessau, 3. Febr. Der Eeschästsord-
nungsausschutz des anbaltischen Landtages beschloß
heute mit 4 aegen 2 Stimmen bei 1 Stimmenthal
tung die Aushebung der Immunität des national
sozialistischen Führers im anhaltischen Landtag.
Abg. Loeper. der das Ministerium der „schlimm
sten Korruption" beschuldigt hatte.
Weizen franko Hambura 75*76 kg
Weizen ab inland. Station---.
Roggen franko Hamburg 70-71 kg....
Ragaen ab inland. Station
Winter erste ab inland. Station ......
Sommergerste ab iniänd. Station-.--,
DonauäerNe. wgfr Hamburg, loko---.
Kanada Weitern III - Gerste prompt -
Haier franko Hamburg---..
Hafer ab inland. Station ....
La Plata Mais
Futtermittel (Vreiie in R-tt per
254 00—25"'
240.00—242-
164.00—100-nO
150.00—15s-
152.00—15^
170.00—19^
158.00—160™
160.00-162J
146.00—l„rß
128.00—430™
Weizenkleie.iniänd.
Weizenkl., int. mgr.
Roggenkleie, inl. ..
Braiil-o.LäPlatgkl.
Brai.-o LaPl.-Poll.
Chile-Kleie
Ehile-Pollards...
4.30
4.30
4.35
5.90
5.75
Palmk. Harb.-Wilhü.
Kokoskucb.
Ravskuck. „
Erdnukkuch...
Leinkuchen ..
iRcisfu.-9JIc6I24'28%
Soya-Schrot
M e b 1 (Preise in Rttt per 10g Kg.)
Auszugmehl hies. Mühlen
Bäckermehl hies. Mühlen .....>
70°/o Rogoenmehl liiei. Mühlen
Roggengrobmehl hies. Mühlen
43-50
27.50—2=j$
20.75—f
Tendķn»: (Setreibc ruhig, Fultermittel ruhig, Mehl rU ^f
Berliner ĢKtreîÄefrÄhnmrlrt
vom 4. Februar 193»
Tendenz: Schwacher
llmigh! —
Weizen ... .239.00-242.01
Aoggen.... 158.00-162.00
Gerste 139.00—149.(0
Hafer...... 126.00—
â— . < . t V»«-» En^ö''.a
Weizenkleie.. 82.50-^0
Roggknkleik.. 80.00-°-"
Die Mehrheit der Lübecker Bürgerst.
trägt sich mit öem Gedanken, die GcsandsaM
in Berlin aufzuheben. Die dadurch ersM,
Summe beträgt etwa 60 000 bis 70 000 SW
jährlich. j
„Ali" sitzt. Der wegen des Anschlags am
den nationalsozialistisch. Studenten Wessel i
Berlin gesuchte A. Höhler, der den Spitzname
„Ali" hat, ist festgenommen worden. Aus Hşş
lers Geständnis geht hervor, daß es sich Ķ
einen politischen Racheakt handelte.
In Paris wurde die Unterzeichnung ein ^
französisch-türkischen FreundschastS- lllt
Schiedsgerichts-Abkommens vorgenommen
Das Abkommen ist von Bedeutung für 511
Beziehungen Frankreichs zur Türkei.
NelleäLtichl.
Wettervorhersage für den 5. Fehruar
Für das mittlere Norddeutschland: trübe, mit
gung zu leichten. Schnoesällen, Temperaturen ^
Null schwankend