Full text: Newspaper volume (1930, Bd. 1)

■ifSiS?, 
à. 29 
Zweites Blatt 
pfonstag« 
4. Fehruar 
ķas sollen die SchulļmLer essen? 
Rendsburg, den 4. Februar 1930. 
Von Dr. Emil Goe I, 
c Wandert man um tiefe Jahreszeit in den nebli- 
hiiorgenstunden durch d'e Dörfer fo sieht man 
iŗr.ļ’S das an eine Leiter angebundene frisch ge- 
'Oajtctc Schwein hängen, und später vernimmt 
L 11 ļ^blichc Düfte aus den Räucherkammern, in 
Ņ-s" die Schinken und Würste für den späteren 
brauch konserviert werden. 
Dem Rohköstler und Vegetarier wird dies ein 
iD^^ķfnnmener Anblick sein, doch den meisten Mcn- 
^ s" lälist schon im Gedanken an saftigen Braten 
ş. Schinken das Wasser im Munde zusammen. Das 
^şLiich wirklich kein sündhaftes Begehren, denn noch 
^ņein Menschen hat das Fleisch geschadet, wenn 
J111 mäßigen Mengen genossen wird, 
î, Ģine für die Gesundheit im allgemeinen weni- 
begrüßenswerte Folge des Schlachtfestes und der 
^ urch erhaltenen Wurstvorräte liegt aber darin, 
^şi auch solche Mütter, die in der Sommerzeit ihrem 
fccii 
‘^Itiig einen Apfel mit in die Schule gegeben ha- 
^ ,ņun die viel bequemere Verabreichung von 
>t bevorzugen. 
lilt "mļ Frisch und Wurst im Hause ist, dann 
Ģ "Os Obst leider wieder als Luxus. Wenn man 
die Schulkinder in der Pause auf dem Schul- 
beobachtet, so sieht man oft, mit welchem Neid 
I " Schulkamerad betrachtet wird, der auch im Win- 
j /fruchte zum Frühstück neben einem Butterbrot 
Nw* Frühstückstasche hat. Und fragt man ein- 
^ die Lehrer, welches denn die frischesten und 
Merksamsten Kinder in der Klasse sind, so wird 
mit Erstaunen hören, daß oft jene Kinder den 
di- Eueren und frischeren Eindruck machen, denen 
^ voriorgliche Mutter tagaus tagein frisches Obst 
»Ut 
ui die Schule gibt, 
ist ® 0 !? diese Erfahrung gar nicht so merkwürdig 
wie sie klingt, sondern nur unbewußt einem Na- 
g^Oeşctz Geltung verschafft, zeigt das Verhalten der 
^ Mlcr und Schülerinnen in einer kleinen englischen 
,i?dt. Dort beobachtete man, daß die Kinder plötz- 
3 ffiic umgewandelt waren. Aufmerksamkeit und 
^MUngen, ja sogar der durchschnittliche Gesund- 
Ķ- Abstand ließen plötzlich zu wünschen übrig. Die 
' mder waren selbst zum Spielen unlustig. Lange 
^ .^ach man sich den Kopf, was wohl die Ursache zu 
Iirf ,Ct Ļeistungsoerschlechteruug sein könne. Schließ- 
á dekam der Schularzt heraus, daß ein kleines 
fl imefchäft, in welchem die Kinder von ihrem Ta- 
ş Angeld sich in den Pausen Apfesinen gekauft hat- 
) ' Uoc längerer Zeit in ein anderes Stadtviertel 
j)ļ 9^ worden war. Der Arzt erkannte, daß der 
an O-Vitamin bei den Kindern skorbul- 
uitzģî Ķrankheitserscheinungen hervorgerufen hatte 
§ u ^reichte in ganz kurzer Zeit durch entsprechende 
dirs Apfelsinen zu der täglichen Kost, daß 
' şe ernsthafte Störung beseitigt wurde. 
Dieses Beispiel von unbewußtem Vitaminman- 
F, !°Ute eigentlich zeigen, bah nicht ausgerechnet 
Frühstückstasche gehört, sondern daß 
Vitaminbedarf der Kinder durch ein vitamin 
şches Schulfrühstück Rechnung getragen werden 
*v 
Ion Ņort vitaminreich kommt es an: man 
cw ņîrht wahllos alle möglichen Früchte verabfol- 
Art'/oņbern sich überlegen, welche besonders gecig- 
şiņd. Es sind im Frühsommer vor allem die 
.D beeren, im Hochsommer Himbeeren und Johan- 
* v lMl •y vu /l UHl,UV4 ' ^IWWÏUIU UUU 
Vit es 1011 ' Spätsommer die frisch geernteten frir- 
bijsi s^tstel, und da diese besonders schnell ihr Dita- 
q u - verlieren, kommt cs im Spätherbst und Winter 
&ic Südfrüchte hinaus. Welches Kind äße nichr 
eine Apfelsine oder eine Banane? Und für 
i Cļļ iüemg Geld kann man diese bescheidene Freude 
^rst Ķiņd bereiten. Besonders bei schwächlichen und 
Es, .^btcn Kindern wirken Früchte oft Wunder. Der 
h't "ä^bungslehrer weiß auch genau, warum dies 'o 
Organismus wird durch die Verdauungs- 
beb. 
r ÖC ; f s . f ö- 
Peŗ \ 1,03 vitaminhaltigen Obstes eine viel gerin- 
Arbeit zugemutet als durch diejenige der ka- 
Lşl^ņrcichen Flei>'chnahrung. Wie immer miede 
werden muß, gehören die Kalorien in 
•Ulna- „...s. nrr.--!.. 
' tQ ßs= und Abendmahlzeit, nämlich in eine Ta- 
Äjişi dem Körper und dem Geist keine großen 
Mengungen nn.hr zugemutet werden, damit sich 
, gstnismus nun in oller Ruhe auf die Äuf- 
nie , der Kalorien umstellen kann. Wird aber 
t eine Tätigkeit verlangt, so helfen die Früchte. 
-ì^^ņders, den Hunger zu bekämpfen, den sie nicht 
">cht ermüden, sondern sogar erfrischen. 
„Sonne, Lenz und Liede". 
Atrien unterhaltsamen Abend bereitete uns 
tp.iel Berliner Spieloper mit dem Sing 
st a ^ "Sonne, Lenz und Liebe" von H. N e u - 
beit''' Schubertsche Lieder und Tänze in: Origi- 
^ìldeten die Musik für das Spiel. Leider 
rh 2"' Musik im Bezug auf das Tempo sehr 
angetan, doch mutzten hier anschoinend 
ider^àtsşe an die Bühnenwirksamkeit gemacht 
dich) ^botz dieser Zugeständnisse aber war es 
Ciņş.,ssņņter möglich, Text und Musik zu einer 
bochj ' zusammen zu schweißen. Der Text war 
T ; Ģltsamr und mit viel Humor gewürzt 
. Pt ’ e J stuf_ der Bühne wurde von Herbert 
^bsien, ìm frischen Tempo gehalten. Alle vier 
îikh- ’? r o«igten im guten Zusammenspiel beacht- 
9Hstngliche und schauspielerische Leistungen 
und wußten sich rasch die Gunst des Publikums 
zu erringen. Man lachte gern und kargte nicht 
mit Beifall. Einzelne Soloszenen mutzten sogar 
wiederholt werden. Der Pianist des Emşcmibles 
wurde durch Rendsburger Künstler, so u. a Fabio 
Dorigo und W. Riedel, wirkungsvoll unterstützt. 
Das Zusammenispiel des kleinen 'Kammerorchesters 
war trotz der kurzen Vorprobe bis auf einige 
Stellen recht gut. T r a u g 0 t t Fick hatte wie 
der hübsche Bühnenbilder geschaffen. Das red}i 
zahlreich erschienene Publikum nahm das Sing 
spiel sehr beifällig auf und gab bett wohlverdien 
ten Beifall gerne und anhaltend. ^ 
* Zanuarwetter. Der verflossene Monat hat 
in diesem Jahre seinem Namen „Wintermonat" 
keine Ehre gemacht; denn die Temperatur war 
durchaus milde. Nur an sieben Tagen hatten 
wir gelinden Nachtfrost, während uns der Januar 
des Vorjahres an 25 Tagen Frost mit Tempera 
turen his zu minus 10 Grad brachte. Auch Schnee 
haben wir in diesem Januar nur an einem Tage 
in ganz geringer Menge gehabt. Im vorigen Win 
ter fielen im Januar 24,9 Millimeter Niederschlag 
als Schnee und die Schneelage dauerte damals 
19 Tage. Der Cesamtniederfchlstg betrug im letz 
ten Monat 43 9 Millimeter und fiel als Regen 
an 7 Tagen. Die größte Regenmenge brachte der 
I Januar mit 14,4 Millimeter. Stürmische Tage 
waren der 12. und 13. Januar und starken Nebel 
brachten uns 13 Tage des Aļonats, Ein beson 
deres Gewicht pflegt man im Vo>tke folgenden 
Bauernregeln ş für den Februar beizulegen: 
„Scheint zu Lichtmeß di« Sonne heiß, giebts noch 
sehr àl Schnee und Eis." — „Wenn im Körnung 
bte Macken schwärmen, muß man int März die 
Ohren wärmen." — Heftige Nordwinde im Fe 
bruar vermelden ein fruchtbares Jahr." „Wenn 
ter Nordwind im Februar nicht will, so kommt 
er sicher im April," — „Viele Nebel im Februar 
met Regen das ganze Jahr." — „Singt iie Lerche 
Iqtt Ichon hell, gohts dem Landmann an das Fell" 
* Tic Leichenschau des erstochenen Ztgcn- 
ncrs hat ergeben, bast durch den Dolchstich bas 
.ycrz getroffen ist. 
* FahrradÄieSstahl. Am Sonnabend 
wurde ein vor einem Hanse in der Krotiprin- 
zenstraste stehendes altes Herrenfahrrad ent- 
wendet. Das Rad hat graire Bereifung sdie 
hintere Bereifung ist neu), schwarzen ' Rah 
men, schwarze Felgen, braunen Sattel. Frei- 
lnnf mit Rücktritt. Der linke Cellnloiöhand- 
griff und die Klingel fehlen. 
* Prüfungsternrine in Schleswig-Hol 
stein 1930. Folgende Prüfungsterminc sind 
von der Regierung in Schleswig, Abteilung 
für Kirchen- und Schulwesen, angesetzt wor 
den: Lehrer an Mittelschulen in Kiel am 28. 
tüpril und 20. Oktobers der Lehrer für weib 
liche Handarbeiten in Altona am 17. Februar, 
in Kiel ant 3. März,' der Lehrerinnen der 
Hanswirtschaftskunde in Altona am 17. Febr., 
iit Kiel am 3. März,' der Turnlehrer in Altona 
am 17. Februar, tu Kiel am 24. Februar und 
3. März,' für orthopädisches Turnen in Altona 
Mn 17. Februar, in Kiel an: 3. März,' der 
Schwimmeister am 29. Jnlt, Schwimmeistertn- 
nen am 29. Jnli, der Schwimmlehrer am 29. 
Juli, sämtlich in Kiel,' der Schwimmlehrerin- 
nen in Altona am 17. Februar, in Kie! am I. 
März und 29. Julis der Rnderlehrer und Ril- 
üerlehrerinncn in Kiel am 30. Juli,' der Lehrer 
und Lehrerinnen an Hilfsschulen in Kiel am 
11. November und Ergänzungsprüftrngen für 
Volksschullehrer in Schleswig am 25. April 
irnd 22. September. 
"öl. Şr-Bersammluņg. Die Regintentsan- 
gehörigen des vor den: Kriege hier in Rendsburg 
mit ber 1. Abteilung in Garnison gestandenen 
Fekdlstrtilleri^e-Regimenits Nr. 45 hielten am Sonn 
tag, 2. Februar im früheren Artilleristenlokal 
„Colofseuiit" ihre Jahresversammlung ab. Der 
Bund, zu dem sich die ehent. 45er zusammenge 
schlossen haben, zahlt gegenwärtig ca. 700 Mit 
glieder. Der Saal war vollbe^setzt, als der Vor 
sitzende um 3 'A Uhr nachm, die Verfammluitg er- 
öffnot-e. Aus der ganzen Provinz waren die Ka 
meraden mit ihren Damen herbeigeeilt, um einige 
Stunden alte Erinnerungen auszutauschen, die 
Kameradschaft zu stärken und neue Freundschasten 
zu schließen. Die satzungsgentäß -ausscheideirden 
VorstandS'Mitylieder Kameraden I. 2stitt als 1. 
Vorsitzender, Carsten Schlotfeldt als 1. Kassierer 
und August Hagen ah als 2. Schriftführer wurden 
ein-stimntig wiedergewählt. Der günstige Kaffen- 
bestand hatte es erlaubt, int Jahre 1929 keine 
Beitrage zu erheben. Für das Jahr 1930 wird 
wieder ein Mftgliedsbeitrag von 2 Mark jährlich 
erhoben. Beschlossen wurde, im Jahre 193k wie 
der in Rendsburg einen R-eginrentstag abzuhal 
ten, verbunden mit dem allgemeinen Ariilleristen- 
Appell der Artillerie-vereine der Provinz. Die 
Offizier-V-creinigung war durch den Vorsitzenden 
Oberstleutnant a, D, Mahler, der 45er Verein in 
Altona durch den engeren Vorstand vertreten. 
Rach Schluß des geschäftlichen Teils blieben die 
Versammelten in n-usgezeichnet-er Eintracht noch 
einige Stunden zusammen, bis dis Züge die aus 
wärtigen Kameraden ihrer Heimat wieder zu 
führten. 
* Volksbühne. Das bereits angekündigte 
Stück von Shaw, „Der Arzt am Scheidewege", 
wirst wegen Erkrankung im Personal des 
Nvrömarklandestheaters vom Spielplan wie 
der abgesetzt werden. Dagegen wird das neueste 
Werk von Bernard Shaw, „Der Kaiser von 
Amerika", voraussichtlich am 16. März hier 
aufgeführt (Gruppe A.s. Im Februar wird für 
Gruppe 2l. „Der Kaufmann von Venedig", 
Lustspiel in 5 3Xftett von W. Shakespeare mit 
Erich Hell als Shylock gespielt (Montag, den 
10. Febr.), für Gruppe B. „Der Geizige" vvit 
Moliere und „Scapins Schelmenstreiche" 
(Freitag, den 21. Febr.). 
* Elcctrola-Konzert. Wie aus der heirtigen 
Anzeige hervorgeht, findet am Mittwoch, den 
5. Februar, abends im Conventgarten ein 
Elcctrola-Konzert statt. Der große Erfolg, den 
diese Konzerte in allen grösteren Städten auf- 
znweisen hatte, hat Beranlassimg gegeben, auch 
die Einwohner unserer Stadt mit den Vorzü 
gen der Electrola-Musikinstrimrente bekannt 
zu machen. Die Vorführung geschieht auf Ver 
anlassung der hiesigen autorisierten Eleetrola- 
Vcrkaufsstellen nrrd wird von einem Vertreter 
der Berliner Konzertleitnng durchgeführt. 
Electrola-Musikinstrumente sind als die besten 
der Welt anerkannt. Electrola-Omatität ist der 
Welt-Standard für die Qualität von Musiknr- 
strnmenten, „Es gibt nichts Besseres", so lau 
ten die Kritiken der gesamten Presse. Man 
komme und überzeuge sich selbst. — Ein Preis- 
ausschreiben gibt dem Besucher die Möglich 
keit, unentgeltlich in den Besitz eines erstttas- 
sigen Sprechapparates und Schallplatten zu 
gelangen. 
bd. Büdelsdorf, 29. Jan. Dis Freiw. Feuer 
wehr hielt nn Jahre 1929 eine Geräteprüfung, 8 
Uebungen und am 1. Septbr. eine Hauptübung ab. 
Mit den Uebungen waren zum Teil Vrandmanöver 
verbunden. Die Brandwehr mußte 5 Mal zu Ue 
bungen antreten. Brandfülle, in denen die Feuer 
wehr antreten mußte, sind im verflossenen Jahre in 
der Gemeinde nicht vorgekommen. Die Löschgeräte 
wurden wesentlich ergänzt. Don der Gemeinde 
wurde eine Automobil- und eins kleine Motorspritze 
stitgeichafft. Don der Landesbranükasse wurden ein 
Minimaxapparat und 2 Schaumlöscher zur Verfü 
gung geitellt. Ferner wurden Mannschaftshelme 
ergänzt und das Schlauchmaterial mit Storzkoppe- 
lungen versehen. 
bd. Büdelsdorf, 3. Febr. Eine plattdeutsche 
Feierstunde veranstaltete die Sozialistische Ar 
beiterjugend am Sonnabendabend in der 
Turnhalle. Sic konnte sich etueö guten Be 
suches erfreuen. Das Programm war recht 
reichhaltig. Ansprache, Gedichtvorträge, Bor- 
lesnngen, Lieder zilr Laute und Volkstänze 
wurden durch Musikdarbietungen wirknngS- 
voll umrahmt. Die Veranstaltung fand vol 
len Beifall,' sie bewies, daß auch in der gei 
stigen Jugendpflege allerlei geleistet werden 
kann, wenn der Wille dazu besteht. Nach 
einem gemeinsamen Schlußlied kehrten die 
Besucher befriedigt heim. — Spende der Gc- 
mcindesparkasse. Wie wir hören, hat die Gc- 
mcindesparkasse für die hiesige Schulzahnpflege 
erstmalig 250 Zahnbürsten zur Verfügung ge 
stellt, die zur Verteilung an die Schulrckrnteu 
bestimmt sind. Diese Maßnahme soll dazu 
beitragen, die Schnlgcsundhcitspflcgc zu för 
dern. — 
ÜÄto Hinweise. 
(Ohne Veiwntwcniunc, der Redakiioii} 
Tic ordentliche Gcncralveriommluna der 
Landsniauinchast der Nordickîlcswiļtcr findet laut 
Anzeige unter Bereinönack,richten nur Fretlaa, de» 
7. Februar im Bercinslokal Eolofseiim statt. Nack, 
der Oicneralversammluna wird ein Familienabend 
abqehalten. Teslialb muß die 0>cueralnerfamm- 
liinq vüuktlich itm.8 Uhr beginnen. Für die nord- 
icblesivigsche .Qaifcctafct iit Gebäck mitzubringen. 
Neue Biitglicder werden an diesem Abend aiisge- 
nommen. Tie Niitglieder der Landsmannschaft 
werde» gebeten, sich mit ibren Angehörigen zalil- 
reich zu beteiligen. Einführung guter Bekamüer 
gestattet. 
Bolksbni'd Teutsche KricaSgräbersürsorgc, 
Ortsgruppe Rendsburg. Wir weisen auf die beute 
abend 8'X Uhr im Evang. OKmeindehaus staltsin- 
dende Jahreshauptversammlung nochmals hin. 
Der Rendsburger Kanuklub veranstaltet am ä. d. 
Mt-s., abends Uhr. in der Eid-erhalle einen Lichi- 
bi-ldervorlrag üb-cr den Kanusport. (3. Anz.) 
Vereins-Anzeiger 
tÄmds&aiaec 3tcmu:Ciu& e. 1}. 
BMB^BEM3^SB8Mmsaa 
Am Viittn, 0 ch. dem 5. Februar 1939. 
20 Nbr. findet in der ..EiderbaUc" ein 
ficAlMdecvaäcag) 
Der Vertrag wird von Herrn Polizeioberleutnant 
Eckmann. Hamburg, vom Nieder - Elbe - Kreis im 
Deutschen Kanu-Verband, gebalten. Erscheinen aller 
Atitglieder ist Pflicht. Gäste willkommen! Eintritt frei. 
22WI Der Vorstand. 
Reifisäarggr Liedertafel 
(Sängcrchor) 
Hesse kein Singen! 
2204) 
Der Vorstand. 
AMeMen - Strein RenSsbnrg. 
MmM-BecssņlW 
r?i98> 
D»sr Vsrktand. 
ÄMSOBilfiÜOft Sn AŞkWW 
c. W 
SrSeņtîiâe GMràrsSMlssģ 
am Freitaa. den 7. Februar, abends 8 Uhr 
im Aereinslokal „Coloüeum". 
Die Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt 
gegeben. (2182) Der BocNa„r>. 
Schleswig-Holstein. 
Sie Wchleņ pm fresl^isiro! 
ail VezirSssnsschüß anpISüs. 
N9î. Kiel, 3. Febr. Wie berichtet, haben in 
der Provinzialansschußsitzung vom 30. Jan. 
die Wahlen zum Provinzialrat der Provinz 
Schleswig-Holstein und bei der Regierung in 
Schleswig stattgefuirden. Zu den Gewählten 
gehören in beiden Fällen als zweiter Stellver 
treter der Landrat Dr. Hübner ans Olden 
burg. Tic Wahlen müssen aus folgenden 
Gründen als ungültig angesehen werden: 
8 10 des Preußischen Landesverwaltungsgc- 
sctzes bestimmt, daß von der Wählbarkeit zum 
Prvvinzialrat der Oberpräsident, die Regie 
rungspräsidenten, die Vorsteher staatlicher 
Polizeibehörden, die Landräte und die Beam 
ten der Provinzialverwaltung attsgenommen 
sind. Der Landrat des Kreises Oldenburg 
dürfte demnach nicht in den Provinzialrat ge 
wählt werden. Das gleiche gilt für den Be 
zirksausschuß ans Grund des 8 28 des Preu 
ßischen Verwaltnngsgesctzes. Die Wahl zum 
Bezirksausschuß ist aber auch noch ans einem 
anderen Grunde ungültig. Landrat Hübner 
ist in beide Körperschaften gewählt worden. 
Demgegenüber bestimmt das Lanüesverwal- 
tungsgesetz in 8 28, daß Mitglieder des Pro- 
vinzialrates nicht Mitglieder des Bezirksaus 
schusses werden können. Das ist verständlich, 
da der Provinzialrat in Beschwerdefällen über 
die Beschlüsse des Bezirksausschusses zu ent 
scheiden hat, und es nicht gut angeht, daß ein 
und dieselbe Person an den Entscheidungen 
der ersten und zweiten Instanz beteiligt ist. 
Dieser Ungültigkeitsgrund wäre allerdings 
dadurch zu beseitigen, daß der Gewählte das 
eine Zlmt nicht annimmt oder daß er cs nie 
derlegt. Ta die Wahlen nach dem Berwal- 
tnugswahlensostem vorgenommen sind, die 
Gewählten also arts Wahlvorschlägen hervvr- 
aegangen sind, die zum Teil den gesetzlichen 
Bestimmungen widevsorachen. muß damit ge 
rechnet werden, daß die ganze Wahl zu wie 
derholen sein wird. ' 
Arrs ösm fövtifc NeKösbrZrg. 
R. Nortorf, 1. Febr. Hohes Alter. Eine alt 
bekannte Nortorfer Persönlichkeit, der frühere 
Schneidermeister Setter, feierte iit diesen Ta 
gen bei guter Gesundheit seinen 87. Geburts 
tag. Er verbringt seinen Lebensabend bei 
seinen Verwandten hiersclbst. 
Tod auf den Schienen. 
Elmshorn, 3. Febr. Unweit des Bahlchoss 
PriSdors wurde der 65jährige Hausdiener und 
frühere Eisenbahner EordeS ans Tornesch tot 
ans den Schienen aufgefunden. Tie Leiche ivies 
Verletzungen, so daß man annehmen darf, daß 
C. versucht hat, aus dem fahrenden Zuge zu 
springen. 
SchäLlmqsLskKMNkrnF mit Kreis- 
üeihilfe. 
Bad Brarnstcdk, 3. Febr. Im letzten Jahre 
ist im ganzen Kreise eine wirksame Schäd- 
lingsbckämpsnng durchgeführt worden. Der 
Kreis verfügt jetzt über 43 Spritzen,' insgesamt 
sind rund 24 000 Kg. Karbolincurn verbraucht 
worden. Ter Kreis gab zu je 100 Kg. einen Zir- 
ichuß von 15 R./ft so daß der Verbraucher für 
190 Kg. nur 25 R.// zu zahlen hatte. Tic Vc- 
lämpfung hat sich als sehr wirksam erwiesen: 
die Bäume zeigen gesunde Belaubung, kräftige * 
Knospenbildnng, algenfreie Stämme und gute, 
glatte Früchte. 
Schwerer AutoMfärmmerrftotz 
Lei SchlKmersLorşş. 
Wakcndorf I, 3. Febr. Ein folgenschweres 
Autounglück, dem die Gesundheit blühender 
Jugenķ zum Opfer fiel, ereignete sich auf der 
Landstraße zwischen Bad Oldesloe und Bad 
Segeberg bei Schlamersdorf. Vier iunge Leute 
aus Bad Oldesloe, die an einer Vereinsfest 
lichkeit in Wakendorf I teilnehmen wollten, 
stießen in ihrem Mietauto bei Schlamersdorf 
mit einem Lastauto zusammen. Am schwersten 
' '
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.