■ifSiS?,
à. 29
Zweites Blatt
pfonstag«
4. Fehruar
ķas sollen die SchulļmLer essen?
Rendsburg, den 4. Februar 1930.
Von Dr. Emil Goe I,
c Wandert man um tiefe Jahreszeit in den nebli-
hiiorgenstunden durch d'e Dörfer fo sieht man
iŗr.ļ’S das an eine Leiter angebundene frisch ge-
'Oajtctc Schwein hängen, und später vernimmt
L 11 ļ^blichc Düfte aus den Räucherkammern, in
Ņ-s" die Schinken und Würste für den späteren
brauch konserviert werden.
Dem Rohköstler und Vegetarier wird dies ein
iD^^ķfnnmener Anblick sein, doch den meisten Mcn-
^ s" lälist schon im Gedanken an saftigen Braten
ş. Schinken das Wasser im Munde zusammen. Das
^şLiich wirklich kein sündhaftes Begehren, denn noch
^ņein Menschen hat das Fleisch geschadet, wenn
J111 mäßigen Mengen genossen wird,
î, Ģine für die Gesundheit im allgemeinen weni-
begrüßenswerte Folge des Schlachtfestes und der
^ urch erhaltenen Wurstvorräte liegt aber darin,
^şi auch solche Mütter, die in der Sommerzeit ihrem
fccii
‘^Itiig einen Apfel mit in die Schule gegeben ha-
^ ,ņun die viel bequemere Verabreichung von
>t bevorzugen.
lilt "mļ Frisch und Wurst im Hause ist, dann
Ģ "Os Obst leider wieder als Luxus. Wenn man
die Schulkinder in der Pause auf dem Schul-
beobachtet, so sieht man oft, mit welchem Neid
I " Schulkamerad betrachtet wird, der auch im Win-
j /fruchte zum Frühstück neben einem Butterbrot
Nw* Frühstückstasche hat. Und fragt man ein-
^ die Lehrer, welches denn die frischesten und
Merksamsten Kinder in der Klasse sind, so wird
mit Erstaunen hören, daß oft jene Kinder den
di- Eueren und frischeren Eindruck machen, denen
^ voriorgliche Mutter tagaus tagein frisches Obst
»Ut
ui die Schule gibt,
ist ® 0 !? diese Erfahrung gar nicht so merkwürdig
wie sie klingt, sondern nur unbewußt einem Na-
g^Oeşctz Geltung verschafft, zeigt das Verhalten der
^ Mlcr und Schülerinnen in einer kleinen englischen
,i?dt. Dort beobachtete man, daß die Kinder plötz-
3 ffiic umgewandelt waren. Aufmerksamkeit und
^MUngen, ja sogar der durchschnittliche Gesund-
Ķ- Abstand ließen plötzlich zu wünschen übrig. Die
' mder waren selbst zum Spielen unlustig. Lange
^ .^ach man sich den Kopf, was wohl die Ursache zu
Iirf ,Ct Ļeistungsoerschlechteruug sein könne. Schließ-
á dekam der Schularzt heraus, daß ein kleines
fl imefchäft, in welchem die Kinder von ihrem Ta-
ş Angeld sich in den Pausen Apfesinen gekauft hat-
) ' Uoc längerer Zeit in ein anderes Stadtviertel
j)ļ 9^ worden war. Der Arzt erkannte, daß der
an O-Vitamin bei den Kindern skorbul-
uitzģî Ķrankheitserscheinungen hervorgerufen hatte
§ u ^reichte in ganz kurzer Zeit durch entsprechende
dirs Apfelsinen zu der täglichen Kost, daß
' şe ernsthafte Störung beseitigt wurde.
Dieses Beispiel von unbewußtem Vitaminman-
F, !°Ute eigentlich zeigen, bah nicht ausgerechnet
Frühstückstasche gehört, sondern daß
Vitaminbedarf der Kinder durch ein vitamin
şches Schulfrühstück Rechnung getragen werden
*v
Ion Ņort vitaminreich kommt es an: man
cw ņîrht wahllos alle möglichen Früchte verabfol-
Art'/oņbern sich überlegen, welche besonders gecig-
şiņd. Es sind im Frühsommer vor allem die
.D beeren, im Hochsommer Himbeeren und Johan-
* v lMl •y vu /l UHl,UV4 ' ^IWWÏUIU UUU
Vit es 1011 ' Spätsommer die frisch geernteten frir-
bijsi s^tstel, und da diese besonders schnell ihr Dita-
q u - verlieren, kommt cs im Spätherbst und Winter
&ic Südfrüchte hinaus. Welches Kind äße nichr
eine Apfelsine oder eine Banane? Und für
i Cļļ iüemg Geld kann man diese bescheidene Freude
^rst Ķiņd bereiten. Besonders bei schwächlichen und
Es, .^btcn Kindern wirken Früchte oft Wunder. Der
h't "ä^bungslehrer weiß auch genau, warum dies 'o
Organismus wird durch die Verdauungs-
beb.
r ÖC ; f s . f ö-
Peŗ \ 1,03 vitaminhaltigen Obstes eine viel gerin-
Arbeit zugemutet als durch diejenige der ka-
Lşl^ņrcichen Flei>'chnahrung. Wie immer miede
werden muß, gehören die Kalorien in
•Ulna- „...s. nrr.--!..
' tQ ßs= und Abendmahlzeit, nämlich in eine Ta-
Äjişi dem Körper und dem Geist keine großen
Mengungen nn.hr zugemutet werden, damit sich
, gstnismus nun in oller Ruhe auf die Äuf-
nie , der Kalorien umstellen kann. Wird aber
t eine Tätigkeit verlangt, so helfen die Früchte.
-ì^^ņders, den Hunger zu bekämpfen, den sie nicht
">cht ermüden, sondern sogar erfrischen.
„Sonne, Lenz und Liede".
Atrien unterhaltsamen Abend bereitete uns
tp.iel Berliner Spieloper mit dem Sing
st a ^ "Sonne, Lenz und Liebe" von H. N e u -
beit''' Schubertsche Lieder und Tänze in: Origi-
^ìldeten die Musik für das Spiel. Leider
rh 2"' Musik im Bezug auf das Tempo sehr
angetan, doch mutzten hier anschoinend
ider^àtsşe an die Bühnenwirksamkeit gemacht
dich) ^botz dieser Zugeständnisse aber war es
Ciņş.,ssņņter möglich, Text und Musik zu einer
bochj ' zusammen zu schweißen. Der Text war
T ; Ģltsamr und mit viel Humor gewürzt
. Pt ’ e J stuf_ der Bühne wurde von Herbert
^bsien, ìm frischen Tempo gehalten. Alle vier
îikh- ’? r o«igten im guten Zusammenspiel beacht-
9Hstngliche und schauspielerische Leistungen
und wußten sich rasch die Gunst des Publikums
zu erringen. Man lachte gern und kargte nicht
mit Beifall. Einzelne Soloszenen mutzten sogar
wiederholt werden. Der Pianist des Emşcmibles
wurde durch Rendsburger Künstler, so u. a Fabio
Dorigo und W. Riedel, wirkungsvoll unterstützt.
Das Zusammenispiel des kleinen 'Kammerorchesters
war trotz der kurzen Vorprobe bis auf einige
Stellen recht gut. T r a u g 0 t t Fick hatte wie
der hübsche Bühnenbilder geschaffen. Das red}i
zahlreich erschienene Publikum nahm das Sing
spiel sehr beifällig auf und gab bett wohlverdien
ten Beifall gerne und anhaltend. ^
* Zanuarwetter. Der verflossene Monat hat
in diesem Jahre seinem Namen „Wintermonat"
keine Ehre gemacht; denn die Temperatur war
durchaus milde. Nur an sieben Tagen hatten
wir gelinden Nachtfrost, während uns der Januar
des Vorjahres an 25 Tagen Frost mit Tempera
turen his zu minus 10 Grad brachte. Auch Schnee
haben wir in diesem Januar nur an einem Tage
in ganz geringer Menge gehabt. Im vorigen Win
ter fielen im Januar 24,9 Millimeter Niederschlag
als Schnee und die Schneelage dauerte damals
19 Tage. Der Cesamtniederfchlstg betrug im letz
ten Monat 43 9 Millimeter und fiel als Regen
an 7 Tagen. Die größte Regenmenge brachte der
I Januar mit 14,4 Millimeter. Stürmische Tage
waren der 12. und 13. Januar und starken Nebel
brachten uns 13 Tage des Aļonats, Ein beson
deres Gewicht pflegt man im Vo>tke folgenden
Bauernregeln ş für den Februar beizulegen:
„Scheint zu Lichtmeß di« Sonne heiß, giebts noch
sehr àl Schnee und Eis." — „Wenn im Körnung
bte Macken schwärmen, muß man int März die
Ohren wärmen." — Heftige Nordwinde im Fe
bruar vermelden ein fruchtbares Jahr." „Wenn
ter Nordwind im Februar nicht will, so kommt
er sicher im April," — „Viele Nebel im Februar
met Regen das ganze Jahr." — „Singt iie Lerche
Iqtt Ichon hell, gohts dem Landmann an das Fell"
* Tic Leichenschau des erstochenen Ztgcn-
ncrs hat ergeben, bast durch den Dolchstich bas
.ycrz getroffen ist.
* FahrradÄieSstahl. Am Sonnabend
wurde ein vor einem Hanse in der Krotiprin-
zenstraste stehendes altes Herrenfahrrad ent-
wendet. Das Rad hat graire Bereifung sdie
hintere Bereifung ist neu), schwarzen ' Rah
men, schwarze Felgen, braunen Sattel. Frei-
lnnf mit Rücktritt. Der linke Cellnloiöhand-
griff und die Klingel fehlen.
* Prüfungsternrine in Schleswig-Hol
stein 1930. Folgende Prüfungsterminc sind
von der Regierung in Schleswig, Abteilung
für Kirchen- und Schulwesen, angesetzt wor
den: Lehrer an Mittelschulen in Kiel am 28.
tüpril und 20. Oktobers der Lehrer für weib
liche Handarbeiten in Altona am 17. Februar,
in Kiel ant 3. März,' der Lehrerinnen der
Hanswirtschaftskunde in Altona am 17. Febr.,
iit Kiel am 3. März,' der Turnlehrer in Altona
am 17. Februar, tu Kiel am 24. Februar und
3. März,' für orthopädisches Turnen in Altona
Mn 17. Februar, in Kiel an: 3. März,' der
Schwimmeister am 29. Jnlt, Schwimmeistertn-
nen am 29. Jnli, der Schwimmlehrer am 29.
Juli, sämtlich in Kiel,' der Schwimmlehrerin-
nen in Altona am 17. Februar, in Kie! am I.
März und 29. Julis der Rnderlehrer und Ril-
üerlehrerinncn in Kiel am 30. Juli,' der Lehrer
und Lehrerinnen an Hilfsschulen in Kiel am
11. November und Ergänzungsprüftrngen für
Volksschullehrer in Schleswig am 25. April
irnd 22. September.
"öl. Şr-Bersammluņg. Die Regintentsan-
gehörigen des vor den: Kriege hier in Rendsburg
mit ber 1. Abteilung in Garnison gestandenen
Fekdlstrtilleri^e-Regimenits Nr. 45 hielten am Sonn
tag, 2. Februar im früheren Artilleristenlokal
„Colofseuiit" ihre Jahresversammlung ab. Der
Bund, zu dem sich die ehent. 45er zusammenge
schlossen haben, zahlt gegenwärtig ca. 700 Mit
glieder. Der Saal war vollbe^setzt, als der Vor
sitzende um 3 'A Uhr nachm, die Verfammluitg er-
öffnot-e. Aus der ganzen Provinz waren die Ka
meraden mit ihren Damen herbeigeeilt, um einige
Stunden alte Erinnerungen auszutauschen, die
Kameradschaft zu stärken und neue Freundschasten
zu schließen. Die satzungsgentäß -ausscheideirden
VorstandS'Mitylieder Kameraden I. 2stitt als 1.
Vorsitzender, Carsten Schlotfeldt als 1. Kassierer
und August Hagen ah als 2. Schriftführer wurden
ein-stimntig wiedergewählt. Der günstige Kaffen-
bestand hatte es erlaubt, int Jahre 1929 keine
Beitrage zu erheben. Für das Jahr 1930 wird
wieder ein Mftgliedsbeitrag von 2 Mark jährlich
erhoben. Beschlossen wurde, im Jahre 193k wie
der in Rendsburg einen R-eginrentstag abzuhal
ten, verbunden mit dem allgemeinen Ariilleristen-
Appell der Artillerie-vereine der Provinz. Die
Offizier-V-creinigung war durch den Vorsitzenden
Oberstleutnant a, D, Mahler, der 45er Verein in
Altona durch den engeren Vorstand vertreten.
Rach Schluß des geschäftlichen Teils blieben die
Versammelten in n-usgezeichnet-er Eintracht noch
einige Stunden zusammen, bis dis Züge die aus
wärtigen Kameraden ihrer Heimat wieder zu
führten.
* Volksbühne. Das bereits angekündigte
Stück von Shaw, „Der Arzt am Scheidewege",
wirst wegen Erkrankung im Personal des
Nvrömarklandestheaters vom Spielplan wie
der abgesetzt werden. Dagegen wird das neueste
Werk von Bernard Shaw, „Der Kaiser von
Amerika", voraussichtlich am 16. März hier
aufgeführt (Gruppe A.s. Im Februar wird für
Gruppe 2l. „Der Kaufmann von Venedig",
Lustspiel in 5 3Xftett von W. Shakespeare mit
Erich Hell als Shylock gespielt (Montag, den
10. Febr.), für Gruppe B. „Der Geizige" vvit
Moliere und „Scapins Schelmenstreiche"
(Freitag, den 21. Febr.).
* Elcctrola-Konzert. Wie aus der heirtigen
Anzeige hervorgeht, findet am Mittwoch, den
5. Februar, abends im Conventgarten ein
Elcctrola-Konzert statt. Der große Erfolg, den
diese Konzerte in allen grösteren Städten auf-
znweisen hatte, hat Beranlassimg gegeben, auch
die Einwohner unserer Stadt mit den Vorzü
gen der Electrola-Musikinstrimrente bekannt
zu machen. Die Vorführung geschieht auf Ver
anlassung der hiesigen autorisierten Eleetrola-
Vcrkaufsstellen nrrd wird von einem Vertreter
der Berliner Konzertleitnng durchgeführt.
Electrola-Musikinstrumente sind als die besten
der Welt anerkannt. Electrola-Omatität ist der
Welt-Standard für die Qualität von Musiknr-
strnmenten, „Es gibt nichts Besseres", so lau
ten die Kritiken der gesamten Presse. Man
komme und überzeuge sich selbst. — Ein Preis-
ausschreiben gibt dem Besucher die Möglich
keit, unentgeltlich in den Besitz eines erstttas-
sigen Sprechapparates und Schallplatten zu
gelangen.
bd. Büdelsdorf, 29. Jan. Dis Freiw. Feuer
wehr hielt nn Jahre 1929 eine Geräteprüfung, 8
Uebungen und am 1. Septbr. eine Hauptübung ab.
Mit den Uebungen waren zum Teil Vrandmanöver
verbunden. Die Brandwehr mußte 5 Mal zu Ue
bungen antreten. Brandfülle, in denen die Feuer
wehr antreten mußte, sind im verflossenen Jahre in
der Gemeinde nicht vorgekommen. Die Löschgeräte
wurden wesentlich ergänzt. Don der Gemeinde
wurde eine Automobil- und eins kleine Motorspritze
stitgeichafft. Don der Landesbranükasse wurden ein
Minimaxapparat und 2 Schaumlöscher zur Verfü
gung geitellt. Ferner wurden Mannschaftshelme
ergänzt und das Schlauchmaterial mit Storzkoppe-
lungen versehen.
bd. Büdelsdorf, 3. Febr. Eine plattdeutsche
Feierstunde veranstaltete die Sozialistische Ar
beiterjugend am Sonnabendabend in der
Turnhalle. Sic konnte sich etueö guten Be
suches erfreuen. Das Programm war recht
reichhaltig. Ansprache, Gedichtvorträge, Bor-
lesnngen, Lieder zilr Laute und Volkstänze
wurden durch Musikdarbietungen wirknngS-
voll umrahmt. Die Veranstaltung fand vol
len Beifall,' sie bewies, daß auch in der gei
stigen Jugendpflege allerlei geleistet werden
kann, wenn der Wille dazu besteht. Nach
einem gemeinsamen Schlußlied kehrten die
Besucher befriedigt heim. — Spende der Gc-
mcindesparkasse. Wie wir hören, hat die Gc-
mcindesparkasse für die hiesige Schulzahnpflege
erstmalig 250 Zahnbürsten zur Verfügung ge
stellt, die zur Verteilung an die Schulrckrnteu
bestimmt sind. Diese Maßnahme soll dazu
beitragen, die Schnlgcsundhcitspflcgc zu för
dern. —
ÜÄto Hinweise.
(Ohne Veiwntwcniunc, der Redakiioii}
Tic ordentliche Gcncralveriommluna der
Landsniauinchast der Nordickîlcswiļtcr findet laut
Anzeige unter Bereinönack,richten nur Fretlaa, de»
7. Februar im Bercinslokal Eolofseiim statt. Nack,
der Oicneralversammluna wird ein Familienabend
abqehalten. Teslialb muß die 0>cueralnerfamm-
liinq vüuktlich itm.8 Uhr beginnen. Für die nord-
icblesivigsche .Qaifcctafct iit Gebäck mitzubringen.
Neue Biitglicder werden an diesem Abend aiisge-
nommen. Tie Niitglieder der Landsmannschaft
werde» gebeten, sich mit ibren Angehörigen zalil-
reich zu beteiligen. Einführung guter Bekamüer
gestattet.
Bolksbni'd Teutsche KricaSgräbersürsorgc,
Ortsgruppe Rendsburg. Wir weisen auf die beute
abend 8'X Uhr im Evang. OKmeindehaus staltsin-
dende Jahreshauptversammlung nochmals hin.
Der Rendsburger Kanuklub veranstaltet am ä. d.
Mt-s., abends Uhr. in der Eid-erhalle einen Lichi-
bi-ldervorlrag üb-cr den Kanusport. (3. Anz.)
Vereins-Anzeiger
tÄmds&aiaec 3tcmu:Ciu& e. 1}.
BMB^BEM3^SB8Mmsaa
Am Viittn, 0 ch. dem 5. Februar 1939.
20 Nbr. findet in der ..EiderbaUc" ein
ficAlMdecvaäcag)
Der Vertrag wird von Herrn Polizeioberleutnant
Eckmann. Hamburg, vom Nieder - Elbe - Kreis im
Deutschen Kanu-Verband, gebalten. Erscheinen aller
Atitglieder ist Pflicht. Gäste willkommen! Eintritt frei.
22WI Der Vorstand.
Reifisäarggr Liedertafel
(Sängcrchor)
Hesse kein Singen!
2204)
Der Vorstand.
AMeMen - Strein RenSsbnrg.
MmM-BecssņlW
r?i98>
D»sr Vsrktand.
ÄMSOBilfiÜOft Sn AŞkWW
c. W
SrSeņtîiâe GMràrsSMlssģ
am Freitaa. den 7. Februar, abends 8 Uhr
im Aereinslokal „Coloüeum".
Die Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt
gegeben. (2182) Der BocNa„r>.
Schleswig-Holstein.
Sie Wchleņ pm fresl^isiro!
ail VezirSssnsschüß anpISüs.
N9î. Kiel, 3. Febr. Wie berichtet, haben in
der Provinzialansschußsitzung vom 30. Jan.
die Wahlen zum Provinzialrat der Provinz
Schleswig-Holstein und bei der Regierung in
Schleswig stattgefuirden. Zu den Gewählten
gehören in beiden Fällen als zweiter Stellver
treter der Landrat Dr. Hübner ans Olden
burg. Tic Wahlen müssen aus folgenden
Gründen als ungültig angesehen werden:
8 10 des Preußischen Landesverwaltungsgc-
sctzes bestimmt, daß von der Wählbarkeit zum
Prvvinzialrat der Oberpräsident, die Regie
rungspräsidenten, die Vorsteher staatlicher
Polizeibehörden, die Landräte und die Beam
ten der Provinzialverwaltung attsgenommen
sind. Der Landrat des Kreises Oldenburg
dürfte demnach nicht in den Provinzialrat ge
wählt werden. Das gleiche gilt für den Be
zirksausschuß ans Grund des 8 28 des Preu
ßischen Verwaltnngsgesctzes. Die Wahl zum
Bezirksausschuß ist aber auch noch ans einem
anderen Grunde ungültig. Landrat Hübner
ist in beide Körperschaften gewählt worden.
Demgegenüber bestimmt das Lanüesverwal-
tungsgesetz in 8 28, daß Mitglieder des Pro-
vinzialrates nicht Mitglieder des Bezirksaus
schusses werden können. Das ist verständlich,
da der Provinzialrat in Beschwerdefällen über
die Beschlüsse des Bezirksausschusses zu ent
scheiden hat, und es nicht gut angeht, daß ein
und dieselbe Person an den Entscheidungen
der ersten und zweiten Instanz beteiligt ist.
Dieser Ungültigkeitsgrund wäre allerdings
dadurch zu beseitigen, daß der Gewählte das
eine Zlmt nicht annimmt oder daß er cs nie
derlegt. Ta die Wahlen nach dem Berwal-
tnugswahlensostem vorgenommen sind, die
Gewählten also arts Wahlvorschlägen hervvr-
aegangen sind, die zum Teil den gesetzlichen
Bestimmungen widevsorachen. muß damit ge
rechnet werden, daß die ganze Wahl zu wie
derholen sein wird. '
Arrs ösm fövtifc NeKösbrZrg.
R. Nortorf, 1. Febr. Hohes Alter. Eine alt
bekannte Nortorfer Persönlichkeit, der frühere
Schneidermeister Setter, feierte iit diesen Ta
gen bei guter Gesundheit seinen 87. Geburts
tag. Er verbringt seinen Lebensabend bei
seinen Verwandten hiersclbst.
Tod auf den Schienen.
Elmshorn, 3. Febr. Unweit des Bahlchoss
PriSdors wurde der 65jährige Hausdiener und
frühere Eisenbahner EordeS ans Tornesch tot
ans den Schienen aufgefunden. Tie Leiche ivies
Verletzungen, so daß man annehmen darf, daß
C. versucht hat, aus dem fahrenden Zuge zu
springen.
SchäLlmqsLskKMNkrnF mit Kreis-
üeihilfe.
Bad Brarnstcdk, 3. Febr. Im letzten Jahre
ist im ganzen Kreise eine wirksame Schäd-
lingsbckämpsnng durchgeführt worden. Der
Kreis verfügt jetzt über 43 Spritzen,' insgesamt
sind rund 24 000 Kg. Karbolincurn verbraucht
worden. Ter Kreis gab zu je 100 Kg. einen Zir-
ichuß von 15 R./ft so daß der Verbraucher für
190 Kg. nur 25 R.// zu zahlen hatte. Tic Vc-
lämpfung hat sich als sehr wirksam erwiesen:
die Bäume zeigen gesunde Belaubung, kräftige *
Knospenbildnng, algenfreie Stämme und gute,
glatte Früchte.
Schwerer AutoMfärmmerrftotz
Lei SchlKmersLorşş.
Wakcndorf I, 3. Febr. Ein folgenschweres
Autounglück, dem die Gesundheit blühender
Jugenķ zum Opfer fiel, ereignete sich auf der
Landstraße zwischen Bad Oldesloe und Bad
Segeberg bei Schlamersdorf. Vier iunge Leute
aus Bad Oldesloe, die an einer Vereinsfest
lichkeit in Wakendorf I teilnehmen wollten,
stießen in ihrem Mietauto bei Schlamersdorf
mit einem Lastauto zusammen. Am schwersten
' '