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vom sportlichen Gehen.
à'ş'
wmk
»Beim Wettglchen muß immer ein Fuß den
Tàn berühren. Solange der Fuß den Bodeàc-
riihrt. muß das Bein im Knie durchgedrückt sein!"
— so lautet die DSB.-Vorschrift. In dem ersten
Coß iit der grundsätzliche Unterschied zwischen Lau
fen und Gossen zum Ausdruck gebracht: denn beim
Laufen foiumen vorübergehend beide Deine gleich-
'ze'tkg vom Boden ob.
In Geherkreisen wird vielfach von einem deut
schen und einem englischen Gehstil gesprochen, ohne
daß ober über die Eigenart der beiden Klarheit
herrscht. Der Name sagt hier auch gar nichts. Diel
zweckmäßiger erscheint mir die Bezeichnung tiefer
und hoher Gehstil.
Der tiefe — und weitaus häufigere — ist
gekennzeichnet durch hartes Aufsetzen der Ferse und
Verdrehen der Schultern zu den Hüften. Der Geher
ist leicht zurückgelegt, um das tiefe Durchziehen des
Schwungbeines zu erleichtern. Die Vorwärtsbewe
gung wird deshalb nur durch Vorziehen bzw.
«-drücken des .Körpers durch das Standbein erzeugt.
Die stark ausgeprägte Hüftarbeit unterstützt diese.
Infolge des Verdrehens der Hüfte reichen die Arme
zur Gleichgewichtserhaltung -nicht mehr aus: die
große Masse der Schultern wird mit herangezogen.
Das Dein selbst wird kurz vor dem Aufsetzen mit
Kraft im Knie durchgedrückt und ebenso — um ein
Aussetzen der Ferse zu erreichen — der Vordcrfuß
auswärts gebogen.
Im Gegensatz dazu erspart sich der hohe Stil —
so genannt, weil der abdrückende Fuß den Körper
hebt — die Arbeit des, Kniedurchdrückens. Dies
wird automatisch durch das Aufsetzen des Beines
besorgt. Das Bein ist vom Knie abwärts ganz
Locker und schwingt noch dem Abdrücken nach vorn,
mm in eben dem Moment aufgesetzt zu werden, wo
>das Knie gestreckt ist. Der Fuß setzt so auf, wie er
lucker im Kiwchelgelenķ hängt: meist mit der ganzen
Sohle gleichzeitig, niemals zuerst mit dem Ballen.
Diese Arbeit läßt den Stil weich erscheinen, ein flüs
siges Durchziehen des Standbeines ohne jeden Stoß.
Die größere Schnelligkeit der Bewegung — möglich
durch die Arbeitsersparnis beim Aufsetzen, verbie
tet eine Drehbewegung der Hüften und Schultern
von selbst: Arme und Schultern bewegen sich nun
vor- bzw. aufwärts. Der in sich gestreckte Körper ist
leicht vorgeneigt und die Vorwärtsbewegung w>r2
durch ein Heranziehen des Körpers durch das Stand
bein und durch Vorfallen betätigt. Zu diesem Zweck
muß der Körper erst gehoben werden, und das ge
schieht durch viel stärkeres Abdrücken nach oben wie
beim tiefen Gehstil.
Ein leidiges Kapitel ist im Gehsport die Beur
teilung der reinen Gangart. Der Geher wird im
Wettkampf, da er die Schrittlänge nicht über ein be
stimmtes Maß (1—1,10 Meter) hinaus steigern kaun,
die Schnelligkeit der Bewegungen möglichst erhöhen.
Do die Dauer eines Schrittes annähernd 'A—'Á Se
kunde betrügt, so kann die Zeit der gleichzeitigen ‘
Berührung beider Beine mit dem Boden nur einen
Bruchteil dieter Zeit ausmachen, also zirka Se
kunde. Das Auge kann also gar nicht feststellen, ob
beide Füße für diese kurze Zeit gleichzeitig den Bo
den berühren oder nicht! Auf keinen Fall von der
Seite, wo die Füße sich in 1 Mir. Abstand befinden.
Eine Beurteilung kann höchstens dann möglich sein,
wenn das Auge des Kampfrichters tief am Boden
vor oder hinter dem Geher ist. Verfehlt ist cs,
wenn der Kampfrichter von der Mitte des Platzes
Die Kieler Studenten Hochschulmcistcr i« Handball.
Ķál verteidigte in Greifswald am Sonnabend feinen
Titel erfolgreich. Die Kieler- führte« ein schneidiges Spie!
vor und siegten verdient 8:5 (0:0). Den Kielern gehörten
etwa 45 Minuten der Spielzeit. In der schwachen Viertel
stunde erzielten die Greifswalder Studenten ihre fünf Treffer.
Schacht-Audorfer Turn- u. Spielvercin von 1911 2 gegen
Glück Aus 3 10:2 (3:1).
Sic 3. Mannschaft von Glück Auf Büdelsdorf trug am
Sonntag ein Gesellschaftsspiel gegen die 2. Mannschaft des
SATuS. in Andorf aus. Gluck Auf war wieder einmal nicht
roll angetreten und mußte sich daher eine zweistellige Niedcr-
iagc gefallen lassen. Die Audorfcr führten ein schnelles Spiel
vor und bedrängten stets das gegnerische Tor.
RMTV. 2 gegen Gut Heil 2 Ncumünstcr, Punktspiel, 2:7 (1:2)
Die 2. Mannschaft des MTB. war zu einem Bezirksfpicl
nach Ncumünstcr gefahren. Gut Heil hat die stärkste Mann
schaft im Bezirk, so daß.mit einer evtl. Niederlage zu rechnen
war. Die Hintermannschaft des RMTV. konnte gefallen. Sie
hatte bei dem durchschlagskräftigen gegnerischen Sturm einen
schweren Stand. Durch ihr aufopferndes Spiel verhütete sie
eine größere Niederlage. Im Sturm fehlt immer noch das
planmäßige Zuşammenspicl. Die Gut Heiler Maimschaft war
auf allen Plätzen gut besetzt. Besonders konnte der Sturm
durch fein schnelles und fchußsichcres Spiel gefallen. Beide
Mannschaften zeigten ein flottes Spiel. Bis Halbzeit war
das Spiel ausgeglichen. Nach Seitenwechsel zeigte sich die
Ucbcrlcgenheit der Gut-Heiler.
Glück Auf 2 gegen RRV. 2 3:0 (1:0).
Glück Auf tritt nur mit 0 Mann an. Daher drängen die
Ruderer stark und spielen ziemlich überlegen. Der Büdels-
dorfer Sturm muß sich mit gelegentlichen schnellen Durchbrü
chen begnügen, von denen zwei zu Toren führen. Der Ruder-
verein kann sich trotz überlegenen Fcldspicls gegen die gcg
ncrifche Verteidigung nicht durchsetzen.
Glück Auf 1 gegen RMTV. 1 3:1 (1:0).
Anschließend standen sich die beiden ersten Mannschaften der
Ortsrivalen in einem Gesellschaftsspiel gegenüber. Rends
burg tritt nur mit 9 Mang an, aber auch Glück Auf hat
mehrere Ersatzleute einstellen müssen. Das Spiel war sehr
hart und. leider nicht immer fair. Beide Mannschaften führ
ten ein sehr schnelles Spiel vor, das Glück Auf durch seinen
besseren Sturm gewann.
KSL. 1 gegen Löhner Sportverein 1 14:0.
Nachdem die erste Begegnung« dieser Mannschaften mit
einen unentschiedenen 3:3 endete, gelang es dem KSB. dies,
mal, einen eindrucksvollen Sieg zu erringe». — Die KSB.-
Schüler schlugen den RMTV. 2. Jgd. 9:1.
Weitere Handballspiele: RSV. Damen gegen Holstein-Kiel
Damen 0:4 (0:2). Das Spiel wurde von den Kieler Damen
überlegen durchgeführt und dank größerer Spielerfahrung ge
wonnen. — 1. Kieler Handballklub gegen GBB. 0:0. — Kilia
gegen Olympia 7:0. — KMTB. gegen Städtcmannschaft Reu-
münstcr 7:1.
In Rendsburg spielte der Audcrvcrein mit Ersatz gegen
eine Eskadron-Mannschaft, die auch zwei Ersatzleute einstellen
müßte ,ünd erzielte nach einem interessanten 8pieE dar ge
rechte Unentschieden 9:9. —
Mnļersyorl
Eishockey Wcltmcisterschaştsspicle.
Deutschland in der Schlußrunde.
urteilen möchte und endlich muß ein Kampfrich
ter sich neben seinen Augen auch auf sein Gefühl
verlassen können, er muß den Stil des zu Beurtei
lenden nachfühlen können — er muß selbst Geher
sein.
6mtötia0
Zn dem Vorschlußrundenspiel um die Europameisterschaft
am Sonntag blieb Deutschland sicher mit 3:1 (1:1, 2:0, 0:0)
über Polen siegreich. Die. Schweiz schlug nach ausgeglichenem
Spiel Oesterreich knapp mit 2:1 (0:0, 1:1, 1:0). Am Montag
treten Deutschland mid die Schweiz zum Kampf um die
Europameisterschaft an und am folgenden Tage hat der neue
Sieger mit Kanada um die Weltmeisterschaft zu spielen.
Die Eisschnelläufe in Oslo
konnten Sonntag beendet werden. Staksrnd, der Tags zuvor
Ballangrud über 5000 Mtr. geschlagen hatte, siegte auch dies-
mal über seinen großen Landsmann über 1500 Meter in
2:24,09 und über 10 000 Meter.in 17:24,3. Von den Aus
ländern war wiederum der Holländer v. d. Scheer der Beste.
ZŞŞsrļ
Spiele in Schleswig-Holstein.
Rorddcutschland gegen Schleswig-Holstein 7:5 (3:4).
Im Flensburger Stadion spielte die Auswahlelf des
RSB. gegen eine Mannschaft der schleswig-holsteinischen Ver
eine. De« zahlreichen Zuschauern wurde ein interessanter
Kampf vorgeführt. Die Provinzler machten ih^em Gegner den
Sieg nicht leicht. Man ist sogar der Ansicht, daß ein Unent
schieden dem Spiele gerechter geworden wäre. — Der Torwart
der Dezirksmannschaft muß gleich fleißig arbeite». Er ist in
der Abwehr sehr geschickt und hält die schärfsten Bälle. Dann
macht sich die Bezirksmannschaft frei. Von den: Mittelstür
mer Duck dirigiert, werden seine Angriffe vorgetragen. Rach
ei 'iin Straswurf gibt Duck zu Iscrmann und dieser zu 'Mee-^
1(:, der geschickt einschicßt. Die RSB.-Vcrtrcter finden sich
jetzt und erzielen kurz danach den Gleichstand 1:1. Ja, es
gelingt den" Norddeutschen sogar, 3:1 in Führung zu gehen,
während die Schleswig-Holsteiner sich vergeblich abmühen.
M-czer überragt seine Mitspieler und stellt bald das 3:3 her.
Ein unendlicber Jubel geht über den Platz, als Duck die Füh
rung 3:4 aufstellt. —
Rach der Pause verhijft die gute Seite den Schleswig-
Holsteinern zu ekner leichten Ueberlegenheit. ' Besonders die
roc'.-te Sturmseite versteht sich ausgezeichnet, und als Isermann
noch einmal Bockmühl besiegt, steht cs 5:3 für Echleswig-
Kolstem. Norddeutschlands Vertreter gehen jetzt ganz aus
sich heraus. Druse, der weitaus beste Stürmer, ist nicht zu
halten, und ein Bombenwurf und ein verwandelter Stras»
wuri schaffen den abermalige» Ausgleich. 5:5. Das Spiel
woal auf und ab. Beide. Torhüter müssen gleich viel eili
ge iķen. Der linke Verteidiger der Bczirksmannfchaft begeht
cti'.ca Deämiasiehler, und Witt nutzt das geschickt zum sechsten
Tcr ans. Mit einem siebenten Treffer von Waaler ist das
Etz-.el --ndgültia entschieden, obwohl der Gegner stark drängt.
siandball-Pokalsplel zwischen Nord- und Mittel-
de.. 'l - 1 findet nun bestimmt am 9. März statt, an dem
Tag. also, an welchem Norddcntschland gegen Berlin in
Altona um den Fußballpokal kämpft.
In der Oberliga interessiert in erster Linie der Kampf
um den zweiten Platz, nachdem Holstein seine Spitzenstellung
schon. am vorigen Sonntag gesichert hatte. Es stehen noch
. eine ganze Anzahl von Mannschaften an aussichtsreicher
Stelle: Borussia, Kilia und Olympia-Rcumünster. Die Mann
schaft, die den Tabcllcnzweiteti macht, kämpft dann mit um
die Norddeutsche Meisterschaft. —
Borussia schlug Kilia 3:l, verschoß dazu noch einen Elf
meter und steht jetzt vorläufig an zweiter Stelle. Das Spiel
wl/rde äußerst hart durchgeführt. Der Schiedsrichter hätt«
vieles verhindern können, wenn er energischer durchgcgriffen
hätte. —
Husnm 1918 schlug den EBV. 5:4! Husum spielt zwei
Klassen tiefer und zeigte wieder, daß der GBB. in der
Oberliga einen Platz einnimmt, wohin er niemals gehört. —
Union-Teutonia konnte in Flensburg gegen Eintracht
nicht antreten, weil in Flensburg des Handballspieles wegen
Spiclverbot bestand.
In der Bczirksliga gab es viele Kämpfe und große Ueber,
caschungen. Eintracht-Kiel unterlag dem Rasensport Schles
wig-mit 1:2. Schleswig war eifriger und mit den Plntzver-
hältniffcn vertraut. Bei Eintracht war der Stürm zu flau. —
Gelb-Blau gewann 2:1 über Brunswik. Die technisch
gute Hintermannschaft der Borussen konnte nichts ausrichten,
da der Sturm völlig versagte. Die. jungen Postsportler leg
ten in den letzten Minuten mächtig log und gewannen ver
dient. — . '
Schleswig 00 spielte gegen den BsL. Heide 4:1; dieses
Ergebnis ist eine der größten Ucberraschungen. Schleswig
iämxftc einige Monate kämpfend und protestierend um den
Aufstieg und zeigt immer wieder, daß sie die Manschast ist,,
die berechtigt ist, den Ligatitel zu führen. Die Mannschaft
vollbringt Wunderdinge. Heide spielte zerfahren und wurde
ein Opfer des Tempos. —
Der VfB. Rendsburg ließ sich von Fortuna-Glückstadt 0:1
schlagen, obgleich das Spiel der zweiten Hälfte in der Spiel
feldhälfte der Platzeigncr lag. Der VfB. führt nach wie vor
und behauptet den Platz des Tabellenersten. —
In der Kreisliga besiegte Heikendorf die Suchsdorfer 6:1,
Schwcntinemündc den Rasensport Laboe 5:0, während der
RSB. und Hertha-Renmiinster durch das 2:2°Spiel eine Tei
lung der Punkte vornahmen. —
Fortuna-Glückstodt gegen VfB. Rendsburg 1:0 (1:0).
Für beide Mannschaften war es wohl das schwerste Spiel
der Saison, bei dem die Rendsburger durch die unglücklichen
Glückstädter Platzverhältnisse besonders in Mitleidenschaft ge-
zogen wurden. Abgesehen von den Abmessungen war auch
dieses Mal der Platz nur auf der einen Seite spielfähig.
Trotzdem fand sich die VfB.-Mannschaft auffallend gut
mit den Verhältnissen ab. Wenn der Zufall gegen Rendsburg
entschied, so ist das insofern bedauerlich, als der VfB. unter
Aufbietung aller Kräfte eine Gesamtleistung bot, die die
der Elückstädter übertraf. Während zwei Drittel der Spiel
zeit hatte der VfB. das Heft in der Hand, während Fortuna
anfänglich und dann zum Schluß, als der VfB. nur noch
mit 10 Mann spielte, überlegen war. Schwach waren im VfB.
nur die beiden Außenläufer, obwohl auch sie besser als in
letzter Zeit spielten. Bei Fortuna war der Sturm völlig
abgemeldet. Der VfB. hatte im Sturm seine beste Waffe, bei
Fortuna war es das Schlußdreieck, das hervorragende Arbeit
leistete. —
Wenn man glaubt, daß das Spiel dem Resultat nach
nicht interessant war, so irrt man sich. Es war ein schnelles
Spiel. Sehr große Schnelligkeit und Ausnutzung jeder Schuß-
möglichkeit drückten dem Spiel den Stempel auf. Das einzige
Tor des Tages fiel bei Glückstadt durch den Halblinken. Ein
scharfer, flacher Schuß, den der sonst recht gute BfB.-Tor-
wächter nicht rechtzeitig sah, weil ein Rendsburger Spieler
durch schnelles Kreuzen der Schußrichtung die Sicht verdeckte.
Der BfB.-Sturm trug in der ersten Halbzeit schnelle An
griffe- bei gutem Stellungsspicl auf das Fortuna-Tor vor.
Schüsse aus günstigen Situationen gingen in voller Fahrt
drüber hinweg oder sehr scharf daneben. Ein ziemlich schar
fer Schuß schrammte die untere Außenkante des Torpfostens.
Auch bei allen anderen Schüssen batte der Sturm viel Pech.
Die vielen Eckbällc konnten nicht ausgenutzt werden.
Wenn der Punktverlust unter diesen Umständen für den
VfB. auch recht schmerzlich ist, so wurden die Punkte doch
einem befreundeten Verein gelassen, der die gleichen Inter
essen vertritt und im gleichen Sinne strebt wie der VfB.
Trotzdem dürfte der ViB. bei einem guten Willen aller Spie
ler die größten Chancen haben.
Sechstagerennen auf Motorrädern.
Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club hat in f«« E#
Bestrebungen, immer neue Wege für die Wciterentwicklwig
und Vervollkommnung des Kraftfahrzeugs zu suchen, ein« 1
Plan aufgegriffen, der geeignet ist, das Interesse der Motor-
m r - r —~ ’ - — 9ns*
' > O M ' I 11/ UUa H t C i, V. | | V- V l-
radsportier in hohem Maße zu wecken uui> wertvolle
Sin
schlösse in technischer und anderer.Beziehung zu liefern.
Stelle der geplanten internationalen Ländcrfahrt für Krķ
rädcr wird der ADAE. im April dieses Jahres gemeinst«'
mit der deutschen Motorrad-Industrie ans dem Nürburg«»?
eine 144-Stunden-Ohiiehaltfahrt für Krafträder mit und ķ
Seitenwagen zur Durchführung bringen. Die hauptsächlichst"
Bedingungen der Ausschreibung, die demnächst erscheinen »»i*
besagen, daß sämtliche Fahrzeuge latalogmäßig hergestellt st'«
muffen; die Räder werden vom ADAE. dein Fabrik- bz»'
Vcrtvcterlagor entnommen. Fahrcrwcchscl ist gestattet.
Allerlei
G-orge Carpciitier verlor bekanntlich seinen entscheid-"!
den Kampf um die Schwcrgewichtsmeisterschaft gegen ş'
Dempsey offiziell in der vierten Runde durch k. o. In Wirk
lichkcit aber bereits in der zweiten. Als er nämlich "in di«,st
osi
y—UUUIU in -
Runde jenen entsetzlichen rechten Haken, hinter den er,
seine Kraft gesetzt hatte und der einen Bullen umgeworşi"
hätte, landete und Dempsey ihn nicht nur wie sc!bstvcrstä»t'
iich einsteckte, sondern den Franzosen sogar nocki . . angrîiķ-
sank jede Hoffnung in ihm und Dempsey hatte von ^ ""
leichtes Spiel.
VfB. Reserve gegen Boastedt 1:2.
Dir BfB.-Resorve mußte mit Ersatz antreten. Im Feld-
spiel waren beide Mannschaften sich ziemlich gleich. Der Sturm
der Reserve war lange nicht durchschlagskräftig genug. Es
gingen somit leider wieder zwei Punkte verloren.
1. VfB.-Iugend gegen Olympia 1. Jugend 1:4.
Die Jugend von Olympia zeigte ein besseres gusammen-
spicl und gewann somit verdient.
REV. 1 gegen Hcrtha-Neumünster 2:2 (1:2).
Auf dem REB.-Platz wurde ein harter Kampf zwischen
diesen beiden Mannschaften ausgetragen. Der Schiedsrichter
mußte wiederholt eingreifen, um das Spiel nicht ausarten
zu lassen. Verstöße lagen auf beiden Seiten. Der RSV.
hatte während der ganzen Zeit mehr vom Spiel, verpaßte wie
immer einige sichere Torgelegenheiten, weil im Sturm eigent
lich nur der Linkslnnen befriedigend arbeitete. Die Hinter
mannschaft war gut. Der Mittelläufer ist immer noch zu
langsam. In der Hertha-Mannschaft arbeiteten der Innen-
sturm und der rechte Verteidiger befriedigend. — Obgleich
Rendsburg stark drängt, erzielt Hertha kurz hintereinander
zwei Tore, von denen das erste im Anschluß an eine Ecke und
das andere dadurch erzielt wird, daß der Torwart den ge
fangenen Ball fallen läßt. Rendsburg kann vor der Pause
noch ein Tor und nach der Pause den Ausgleich erzielen. Das
Unentschieden wird nicht umgestoßen, obgleich beide Mann
schaften genügend Gelegenheiten dazu haben. —
RSV. 2 gegen TV. 05 Rcumünster 5:0.
Das Spiel wurde kampflos gewonnen. —
RSB. 1. Jgd. gegen BfR. 1910 Rcumünster 1:9 (0:5).
Die Neumünftergner zeigten wieder ihre Spielstärk« mra
üegic» verdient in. dieser Höhe. Den Reumünsteranern kommt
ihre Größe recht zunutze. —
Frank Orfatti, der ausgezeichnete Baseballspieler der &•
.Louis Cardinals, hat sich neuerdings von diesem Beruf ä'“’
rückgezogen. Ihm wurde nämlich aufgrund seiner außer«-"
deutlichen Aehnlichkeit mit dem berühmten Filmfchauspi-Vj
Buster Keaton von dessen Firma ein doppeltes Gehalt fllä
„Double" des Künstlers angeboten.
Nach Lage der Dinge dürfte jedoch kaum die umgekehrt
Möglichkeit bestehen, daß Orfatti im kommenden Se-nnst'«
ausschließlich an Stelle Lusters filmt, während dieser im Ä*'
ßenfeld der Cardinals als Baseballspieler tätig istl
Die Sportprofessionals pflegen vielfach eigene Method-"
zur Erheiterung des Publikums zu verwenden. Wie der W‘
ländische Boxer Ioop Lict Nach jedem Kampf eine sti-mnuûķ
volle Arie als „Zugabe" zu geben pflegte, so legte der Reg««'
boxer Jack Taylor jeweils einen schwungvollen Ehcwleston aV 1
die Bretter dos Ringes, Der Ringer Renato Gardine ist dşş
sein unmenschliches Stöhnen und schreckliche Grimassen
tonnt und sein deutscher Widersacher Hans Steinle dodul-ft'
daß er nach jedem siegreich beendeten - Kampf sich mit ei»*«*
Hochsprung über die höchste Stelle des Seiles verabschiedet.
Bekanntlich erreichen Dauerfahrer hinter Motoren
Schnelligkeit mit Hilfe des luftverdünnten Raumes, der so"'
tcr ihrem Schrittmacher entsteht, und der sie gewissermaßf"
mit sich fortzieht. Bor einigen Jahren stopften sich deshalb
die Schrittmacher ihre Lederanzüge voll Zeitungen und zog^f
ein halbes Dutzend Sweaters übereinander an, irrn „breite*
zu werden und dadurch den luftverdünnten Rann: noch na"
Möglichkeit zu vergrößern. Später wurde dies jedoch 9* 1 '
boten.
§Mtticher Hinweis.
Der Deutsche Fußball-Kairuder 1930
ist einer der besten Spartkalender des Jahres 1930 m>d
Johs. C. Huber in Diesscii vor München verlegt. Da-.
3)1$
RSB. Schüler gegen VfB. Schüler 2:1 (2:1).
Beide Mannschaften zeigten ein flottes Spiel. Die
RSV.cr waren schußfreudiger und siegten durch besseres Zu°
sammcnspiel. —
Sie- RSV.-Kiiabcn verloren gegen die körperlich stärkere
Mannschaft von Olympia-Neumünster 0:4. —
Weitere Spiolergebnissc: Der HSV. machte den Oberliga-
Meister durch den 5:2-Sieg über Unitas. — Union besiegte
Altona 93„mit 5:1. —
umfaßt 183 Seiten und enthält neben einem große« Woch*"'
kalender sehr viele interessante Sportbilder, die zum größt*"
Teil von Graeber-München hergestellt sind. Der Verlag W
mit dieser Erscheinung ein Buch herausgebracht, das o'*"
als Nachschlagewerk die Zufriedenheit aller Fußball-sveuyt*
erweckt. Es sind sämtliche Meisterschaftsspiele von 1902
mit sämtlichen Runde» angeführt. Eine Statistik zeigt bi*
Namen der Meisterschaftsvereine der einzelnen Landesv«*'
bände seit Bestehen der Meisterschaftsspiel« (1897) an. Ģ-0*
andere Liste zeigt die Fußballmeister von 21 Nationen.
die Kalender-Ausstellung der Ortsgruppe Iîendsburg im
dungsvcrband der Deutschen Buchdrucker besucht hat, o-'«-
auch dieses Buch dort vorgefunden und schon beim bloß'-^
Durchsehen Gefallen daran gefunden haben.
Zeyîsche Tumeàâfļ
Das Krcisturnfest in Kiel vom 4.—0. Juli.
In der Zeit vom 4.-6. Juli d. I. veranstaltet der 4.
Turnkrciz „Norden", der die Gebiete Schleswig-Holstein, Meck
lenburg, Hamburg und Lübeck umschließt, sein 19. Kreisturn,
fest in Kiel. Der Gauturnrat des Kieler Gaues hat die er
forderlichen Vorbereitungsarbeiten bereits energisch aufge
griffen. In einer öffentlichen, von dem Oberbürgermeister
Kiels, Dr. Lucken, geleiteten Versammlung im Kollegiensaal
des Rathauses wurden die einzelnen Ausschüsse zusammen
gestellt und festgelegt, und ihnen die jeweiligen Arbeits
gebiete zugeteilt.
Der 1. Festtag, Freitag, der 4. Juli, sieht an turnerischen
Veranstaltungen lediglich die Schwimmwettkämpfe in der
Garnisonschwimmaustakt vor. Am Abend findet eine Be-
grüßungs. und Eröffnungsfeier, die von einem Fahncnan-
und -abmarsch umrahmt wird, in der großen Messehalle statt.
Der Sonnabend ist fast ausschließlich den turnerischen Wett
kämpfen, den leichtathletischen Uebungen und den Spielen
vorbehalten. Für diejenigen Fcstteilnehmer jedoch, die sich an
diesen Wettkämpfen nicht beteiligen, werden Hafenrundfahr
ten mit Besichtigung des neuen Marine-Ehrenmahls in La
boe, der Schleusen und der Kriegsschiffe veranstaltet. Um
9 Uhr abends ist ein großer Fackelzug durch die Stadt und
am iönfe» entlang geplant. Die Förde und die Fördenscr
werden illuminiert, die Kriegsschiffe führen Scheinwerfer-
spiele vor und die Segel-, Ätndcr- und ikanuvcrcine tragen
durch eine Lampionfahrt das ihrige zur Verschönerung oes
Abends bei. Den Höhepunkt des Kreisturnfestes bilden am
Sonntagnachmittag der Festzug sämtlicher Teilnehmer und
das sich an diesen anschließeirde große Schauturnen auf dem
Messegolände. Eine Sieger- und Schliißfeier, bei der vor-
austzchtlich der neue 1. Vorsitzende der Deutichen Turnerschaft,
Staatsministcr a. D. Dominicns, di« Rede hallen wird,
beendet den offiziellen Teil des Kreistupnfestes. Am Montag
werden mehrere Turnfahrten in di« nähere und weitere Um
gebung Kiels und u. a. eine zweitägige Fahrt nach Kopen
hagen veranstaltet.' G. H.
Das Jahrbuch der Turnkunst 1930,
erschien im 24. Jahrgang. Herausgeber ist der Preffewart d-*
Deutschen Turnerschaft, F. P. Wiedemann. Es zeichnet I'"'
wie seine Vorgänger, durch feinen vielseitigen Inhalt a»"
der einen Einblick gewährt in die Arbeit und in die Gedank«"'
weit der DT. Es berichtet über die turnerische« Eroßv«*'
anftaltungen des Jahres 1929-, über die verbandspolitische
staltung der DT. im Jahre 1829, über d. Zukunftsarbeit 19 S °’
ferner gibt es eine» Einblick in die unendliche volkserzirß*'
rische Arbeit, die van der DT., ihxen Kreisen und Gau*"
geleistet wird. Man erfährt aus ihm, was der Millioll«"'
verband erstrebt, und wie er auf neuzeitlichen Wegen üil
vielseitiger Grundlage seine auf die Ertüchtigung des b? 11 ’
schon Volkes gerichteten Ziel« zu erreichen sucht.
Weiterhin enthält das Jahrbuch die gesamte Glioderunk
der DT., die wichtigsten Anschriften der Turnerführer u>^
der Ausschüsse sowie der 18 deutschen Turnkreise u. 271 Ģa"*'
die zur Zeit in der DT. bestehen. Damit wird das Iahrbuss
auch zum wichtigsten Hand- und Nachschlagebuch nicht nur f* 1 *
die Turner selbst, sondern auch für amtliche Stellen
staatliche und städtische Behörden. ,
Es ist schwer, den gesamten Inhalt des Jahrbuchs ausfiiß«
lich zu beschreiben. Bemerkt sei, daß auch der Bildschpj'j
fr
außerordentlich vielseitig ist und Bezug nimmt auf die
tigstcn turnerischen Ereignisse des Jahres 1929. Auch er §-
einen Einblick in die Vielseitigkeit der in der DT. gepflegj*"
Betriebsformen, denn nicht nur das Geräteturnen der
ner und Frauen, sondern auch der Volkstanz, das Turn-
Sportspiel, die Uebungen des Laufs, Sprungs und aBurf"
das Fechten, dos Schwimmen usw., werden berücksichtigt.
Das Buch kostet, trotzdem es 240 Seiten stark ist- 9"
1,50 RM. und ist erschienen im Wilhelm Limpert-DerldH'
Dresden-A. 1, Marienstr. 16. Es sollt« weiteste VerbreitU"^
finden!
VaZ MMchŞt mchļ MNß!
Das „deutsche Derby" blickt bekanntlich auf eine ft"*,,
ltche Reihe von Jahren guter Tradition zurück. Es
seinen Vorläufer in dom ersten in Deutschland mit „§«^9
bezeichneten Nennen, das 1814 als „Braunschweigor Der^'l
Rennen" gelaufen wurde, aber schon 1844 einging.
Im Boxsport alter Zeiten war man nicht immer so«d«"
üch sportlich eingestellt. Ein Beispiel hierfür bietet
di*
Austragung der Weltmeisterschaft im Schwergewicht des 5*?-
res 1880 in lkollins Point. Hier siegte ht einem über
lôlorfîsoïï
Im Boxsport alter Zeiten war man wicht immer
lich sportlich eingestellt! Ein Beispiel hierfür bietet dîe^ ^ ti
$it**
MEC.-Willterprüfungsfahrt 1930.
tragung der Weltmeisterschaft im Schwergewicht des 3^**,
1880 in Collins Point. Hier siegte in einem über — 86 P9-
Dcr MSE. Hamburg veranstaltet am 16. Februar von
Hamburg aus ein« Wintcrprüfungsfahrt über 275 Klm. mit
sehr leichten Bedingungen. Die Strecke führt über Eegcberg,
Ahrensbök, Neustadt, Grömitz, Cismar, Lensahn, Lätjenburg,
Plön, Ncumünstcr, Bramstedt, Schneise» nach Hamburg zurück
Rennbercchtigt sind-alle Fahrer, die in Hamburg, Schleswig-
Holstein und Mecklenburg und in der Provinz Hannover ihren
Wohnsitz haben und im Besitze der internationalen Bewerber-
lizenz 1930 sind. Die Wagen starten in vier Klaffen und haben
stündlich 40—55 Klm. zurückzulegen. Die Fahrzeuge dürfen
5 Minuten vor der festgesetzten Zeit die Kontrollen passieren
ohne Strafpunkte zu erhalten. Jeder Fahrer erhält ein
Etreckenverzeichnis, das ihm Strecke, Kontrollen und Zeiten
bekanntgibt. —
ajiri«'
den führenden Kampf der Engländer Joe Goß über den -
rikaner Paddy Rhan. Trotz der Niederlage erklärte»,
smarten Pankces ihren Mann zum Schwergewichts-A"
meister!
* *
Das größte Torverhältnis, das England in einem 2^,;{
spiel erzielte, kam in dem Kampf 1882 gegen Irland
13:0 zustande.
C*.«4!-!* <**«•*#'*< «* werden nur dann veröff-9'
licht, wenn sie
abend um 6 IXfit in der Redaktion sind — Ansmr ^
Sport-Redaktion der Landoszeit
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