Full text: Newspaper volume (1930, Bd. 1)

t,mg des am Dienstag vom Reichstag verab 
schiedeten Republikschutzgesetzes das im De 
zember erlassene Verbot der Demonstrationen 
und Versammlungen unter freiem Himmel 
aufheben. 
Wsudskls şgàemr Wcheu gegLR 
ds§ Parlsmenl". 
In den Warschauer Blättern erscheint em m 
überaus scharfen Worten gehaltener Artikel des 
Marschalls Pilfudski, in welchem er die Gründe dar 
legt, die ihn bewogen haben, die ihm durch den 
Staatspräsidenten angebotene Regierungsbildung 
abzulehnen. Der Marschall stellt neuerdings fest, 
daß er von einer angeborenen Abscheu gegen das 
Parlament und seine sogenannten Arbeitsmethoden 
erfüllt sei, und äußert sich in überaus abfälliger 
Weise über die Abgeordneten, die, wie er sagt, die 
Leute wie Lumpenhunde überfielen und das Wort 
„Ehre" aus ihrem Wörterbuch gestrichen härten. 
Seinerzeit hätten ihn, so erzählt der Marschall, 
Leute gebeten, Trompczyki und noch einige andere 
Herren erschießen zu dürfen. Als er ihnen dies 
verbot, hätten mehrere von ihnen Selbstmord ver 
übt. Zum Schluß erklärte Pilfudski, er habe dem 
Staatspräsidenten geantwortet, daß er nur für den 
äußerste» Fall bereit fei, sich ihm zur Verfügung zu 
stellen. 
Szymanski mit der Kabinettsbildung betraut. 
Der polnische Staatspräsident hat den dem 
Regiernngsblock angehörenden Senatsmar 
schall Dr. Szymanski mit der Kabinettsbil- 
dnng betraut. Szymanski hat den Auftrag 
angenommen. Er ist Augenarzt und Professor 
an der Universität Wilna. Seinem politischen 
Bekenntnis nach gehört er zn den überzeug 
ten Pildudsikisten und steht der Obersten 
gruppe nahe. 
Bayerns Ministerpräsident bestreitet. 
Tendenziöse ZmchlZrsMMg? 
Zu den von einem Berliner Blatt gebrachten 
angeblichen Aeußerungen des bayrischen Minister 
präsidenten Held über die Annahme der Poung- 
gesetzo und im Zusammenhang damit über die 
Finanzwirtschaft des Reiches, wegen derer die 
Reichsregierung in München einen Schritt unter 
nahm, teilt der bayrische Ministerpräsident mit, 
daß seine Aeußerungen in dem Berliner Blatt 
entstellt wiedergegeben seien, und daß er mit Ent 
rüstung ablehne, derartige Worte gebraucht zu 
haben. 
Die Stelle, um die es sich handelt, besagte in 
der Darstellung des Berliner Blattes: „Er — 
Held — sei der Ueber-,ugung, daß auch fernerhin 
die Finanzschlamprrei in der deutschen Reichsre- 
gierung nicht aufhören werde. Privatrechtlich be 
trachtet, sei ein Verfahren, in so leichtfertiger 
Weiss einen Schuldvertrag zu unterzeichnen, wie 
es die deutsche Reichsregierung mit dem Poung- 
plan getan habe, mit Gefängnis als Betrugsver 
such bedroht, denn es sei ausgeschlossen, und das 
müsis die Reichsregierung wissen, daß dieser Trc- 
butplan jemals erfüllt werden könnte." 
Tie „Bayerische Staatszeitnng" schreibt 
in der Sache noch, es sei eine offenbare Un 
wahrheit, daß Ministerpräsident Dr. Held die 
Haltung der Reichsregierung zum Uoungplan 
mit den stärksten Ausdrücken kritisiert habe. 
Er habe in der von Berlin scheinbar bean 
standeten Stelle seiner Rede überhaupt nicht 
von der Reichsregierung gesprochen. Seine 
Rede habe keine Tendenz gegen die Reichs- 
regierung gehabt. Wenn diese den tenden 
ziösen Bericht eines Berliner rechtsradikalen 
Straßenblattes dazu benützt habe, in Mün 
chen um Aufklärung zu ersuchen, so könne 
man in diesen Vorgängen nur ein Anzeichen 
für stark überreizte Nerven an gewissen Ber 
liner Stellen erblicken. 
Emhruchsversnch h§i Ui Wchsmhr 
in 
Vom Posten erschossen. 
In der Nacht zum 18. Mürz wurde in das 
Kammergebände der Infanterie-Kaserne Hal 
berstadt ein Einbruch versucht. Der Versuch 
blieb ergebnislos. Drei Täter, die vom Po 
sten beschossen wurden, sind unerkannt ent 
kommen. 
Die oerhĢen H§ich§KàWerA 
nach Berlin gebrachî. 
Die kürzlich auf Anordnung des Oberreichsan 
walts wegen angeblicher Vorbereitung eines hoch 
verräterischen Unternehmens in Ulm verhafteten 
Reichswehroffiziere, Oberleutnant a. D. Wendt und 
Leutnant Scheringer, sind am Dienstag unter star 
ker Bedeckung nach Berlin gebracht und im Krimi 
nalgericht eingeliefert worden. Die Vorunter 
suchung gegen sie führt ein vom Reichsgericht er 
nannter Untersuchungsrichter, der einstweilen in 
Berlin amtiert. 
20 liioMti für hm Vesten. 
Im Nachtragshaushalt 1929 und im Haus 
halt 1930 beabsichtigt, wie Reichsminister Dr. 
Wirth mitteilt, die Reichsregierung, zur He 
bung der notleidenden Gebiete des Westens 
einen Gesamtbetrag von 20 Millionen dem 
Reichstag vorzuschlagen. 
AnzuftiedM Mi „Grch-Berlin' 
Berlin, 18. März. In der heutigen Stadtver 
ordnetenversammlung wurde der gemeinsame An 
trag der Sozialdemokratischen Partei und sämtlicher 
Mittelparteien, soweit er sich gegen den neuen Ent 
wurf „Groß-Berlin" bezieht und diesen Entwurf 
ablehnt, einstimmig angenommen. Die übrigen Teile 
des Antrages, der Einspruch gegen die Einbringung 
ohne Anhörung der städtischen Körperschaften, die 
Ablehnung eines Sondergesetzes für Berlin zur 
Einführung einer allgemeinen neuen Selbstverwal 
tung für die preußischen Städte, wurde mit großer 
Mehrheit angenommen. Dieselbe große Mehrheit 
fand der Absatz, daß die Stadtverordnetenversamm 
lung selbst Vorschläge machen würde zur Verbesse 
rung des bestehenden Gesetzes. 
ÎWtn&ewiet MfM. 
Die Mehrheit des Stadtrats von Nürnberg hat 
einen Antrag der Reichsleiiung der Nationalsozia 
listischen Deutschen Arbeiterpartei auf Ueberlassung 
der Schulen und des Stadions für die Abhaltung 
eines Parteitages im August d. I. abgelehnt. Die 
Ablehnung wird begründet mit Zwischenfüllen, dst 
sich bei dem Parteitag 1929 in Nürnberg ereignet 
hatten. Damals waren verschiedene Personen schwer 
verletzt und eine Frau und ein junger Mann getötet 
worden. ■ 
Der ewige mm Umfing. 
Der Kriegszustand zwischen Pen, Gouverneur 
der Provinz Schaust, und der isiankingregierung 
ist, wie aus Peking gemeldet wird, nun offiziell 
zur Tatsache geworden. Beamte und Offiziere 
Pens haben, teilweise unter Gewaltanwendung, 
sämtliche Eisenbahnlinien, Postämter und Tele- 
graphenbüros Nordchinas übernommen und kon 
trollieren nun sämtliche Verbindungen zwischen 
den nördlichen Provinzen und dem Sitz der Natio- 
nalregierung. Die Beamten der Nankingregierung 
suchten in den fremden Konzessionen Zuflucht. All 
gemein herrscht die Ueberzeugung, daß dieser feind 
liche Akt Pens den Ausbruch eines neuen Bürger 
krieges unvermeidlich macht. 
26Ş0 Mensche« non chinesischen Säubern 
màîMMchelļ. 
Wie Associated Preß aus Schanghai meldet, be 
sagen chinesische Berichte, die dort mit einiger Ver 
spätung eingetroffen stud, daß eine kommunistische 
Räuberbande zu Anfang dieses Monats den Ort 
Fuan in der Nähe von Kianfu in der Provinz 
Klangst überfallen, die ganze Ortschaft ausgeplün 
dert und alle Beamte sowie 2090 Männer, Frauen 
und Kinder niedergemetzelt hat. 
Die UnLer.eichnung des döutsch-po'mfchen Handelsvertrags. 
Links der deutsche Gesandte Ulrich Rauscher, rechts der frühere polnische Minister Dr. I. 
v. Twardowfki bei der Unke rzeichnung des Vertrages. 
Vor einigen Wochen waren drei finnische 
Missionarinnen von chinesischen Räubern entführt 
worden. Jetzt traf in Helsingfors die Bestätigung 
dem Meldung ein, daß alle drei ermordet worden 
sind. Am grausamsten ist der Tod von Fräulein 
Zngman, einer Verwandten des früheren finni 
schen Ministerpräsidenten Jngmann; sie ist lebend 
verbrannt worden. 
Sowjelrussische Eisendühner in deutschen 
Vertreter des Volkskommissariats für 
Verkehrswesen der Sowjetunion in Berlin 
haben sich an die Deutsche Reichsbahngesell 
schaft mit der Bitte gewandt, für die beabsich 
tigte Umstellung von 5 russischen Eisenbahn 
werkstätten zwei erfahrene höhere Beamte des 
verkehrstechnischen Dienstes der Reichsbahn 
für die Dauer der Umstellungsarbeiten nach 
Rußland z» beurlauben. Auch wurde der 
Wunsch ausgesprochen, daß einer größeren 
Anzahl von russischen Eisenbahnbediensteteu 
Gelegenheit zur Ausbildung in de» Ausbessc- 
rungswerkstätten der Reichsbahn gegeben 
werden möchte. Eine Entscheidung der Reichs 
bahn über diese Wünsche ist noch nicht getrof 
fen. 
hmauZKürse bei der K. Ķ D. 
Die Bezirksleitung Wasserkante der K. P. D. 
hat die Parteigenossen Hugo Vogel und Fritz Bock 
„wegen schweren Verstoßes gegen die Parteidiszi 
plin" aus der Partei ausgeschlossen. Wie die 
„Hamburger Dolkszeitung" mitteilt, haben die Aus 
geschlossenen in ihrem Betrieb, entgegen den Be 
schlüssen der Partei, eine eigene opportunistische 
Betriebsratsliste aufgestellt. 
Zfriäi 
Entfernung von Kranzschleifen 
durch die Polizei. 
TU. Gladbach-Rheydt. 19. März. sEig. 
Funkmeldung.) Von den vom Stahlhelm 
und Jungstaylhclm anläßlich des Volks 
trauertages auf dem hiesigen Ehrenfriedhos 
niedergelegten Kränzen wurden von der Po 
lizei die Schleifen entfernt, weil sie die Auf 
schriften dieser Verbände trugen. 
Ter däPsche Kronprinz in Tokio. 
TU. Tokio. 19. März. (Eig. Funkmeldg.) 
Am Dienstag traf hier, aus China kommend, 
der Kronprinz von Dänemark mit Begleitung 
ein. Tie Gäste wurden feierlich empfangen. 
Ter Kaiser von Japan ließ dem Kronprinzen 
die höchste japanische Auszeichnung, den Chry 
santhemum-Orden, überreichen. 
In wenigen Zeilen 
Ernst Bernhard, der letzte Herzog von Sach- 
sen-Altenburg, der sich in Geldverlegenheiten be 
findet, ist an die thüringische Regierung herange 
treten mit dem Ersuchen, ihm eine neue Abfindung 
zu gewähren. Bei Gewährung wird er auf die 
Anfechtungsklage gegen dis erste Abfindung ver 
zichten. 
Das erste französische Mittelmeergeschwader 
ist zur Abhaltung einer Uebung aus Toulon aus 
gelaufen. 
Die liberale Parlamentspartei des Unter 
hauses hat beschlossen, bei der Abstimmung über 
den Gesetzentwurf zum Kohlenabkommen nicht ge 
gen die Regierung zu stimmen. Dadurch ist eine 
Niederlage in dieser für die Regierung wichtigen 
Frage nicht mehr möglich. 
In der russischen Nationalkirche in Rom 
wurde aus Anlaß der Kirchenverfolgung in der 
Sowjetunion eine feierliche Sühneandacht abge 
halten. Der Papst hat in der Peterskirche eine 
Messe für dis verfolgten Christen gelesen, 
Eine Versammlung Münchener Katholiken 
hat sich in einer Entschließung ebenfalls gegen die 
Christenverfolgungen in Rußland gewandt. 
Mit einer Schaufel blutig geschlagen. 
Der frühere kommunistische und jetzige 
sozialdemokratische Abgeordnete Karl Rehbeiu 
wurde auf dem Friedhof in Hanau von einem 
Arbeiter beschimpft. Als er den Täter feststel 
len wollte, schlug ihn dieser mit einer Schaufel 
blutig. Der Verletzte mußte ins Krankenhaus 
gebracht werden. Die Tat soll politische Gründe 
haben. Rehbein wurde von der kcmmunisti- 
schen Partei ausgeschlossen und trat zur Sozi 
aldemokratie über. Der kommunistischen Auf- 
foröerung, sein Landtagsmandat niederzule 
gen. leistete er keine Folge. 
Ein Japaner zahlt 44 Millionen Erbschafts 
steuer. 
TU. Tokio. 19. März. (Eig. Funkmeldg.) 
Eine phantastische Summe an Erbschafts 
steuern wurde dieser Tage in Tokio von dem 
Baron Sumitomo, dem drittreichsten Japa 
ner an die Steuerbehörde gezahlt. Der Steuer 
betrag belief sich auf die ungewöhnlich hohe 
Summe von 44 Millionen Mark. Sein Ver 
mögen wird auf 500 Millionen Mark geschätzt. 
Mordanschlag einer verzweifelten Mntter 
auf einen Arzt. 
Paris, 18. März. Heute nachmittag verübte 
eine Mutter, Frau Calloni, auf einer der 
Hauptstraßen von Monte Carlo eine Verzweif 
lungstat. Sie hegte gegen einen Arzt, Dr. Gi- 
belli, einen Groll, weil dessen Behandlung es 
nicht gelungen war, ihren zwanzigjährigen 
Sohn vom Tode zu retten. In einem Prozeß, 
den sie gegen den Arzt angestrengt hatte, war 
ihre Klage abgewiesen worden. Als Frau Cal 
loni heute nachmittag Dr. Gibelli bemerkte» 
der gerade sein Automobil in die Garage ge 
fahren hatte, gab sie aus unmittelbarer Nähe 
fünf Revolverschüsse ans ihn ab und wars dann 
die Waffe gegen ihr Opfer. Glücklicherweise 
haben die Kugeln dem Arzt nur geringfügige 
Verletzungen beigebracht. 
Wettervoraussage für den 20 März 1930: 
Für das mittlere Norddeutschland: veränder 
lich mit einzelnen leichten Niederschlägen, wei 
ter sinkende Temperaturen. Für das übrige 
Deutschland: im Westen und Mitteldeutsch 
land veränderlich, mit weiterer Abkühlung 
und häufigen Schauern, im Osten wechselnd 
bewölkt, bei wenig geänderten Temperaturen- 
hamburger LuNermMl. 
Hamburg. 19. März. Vorläufiger Bericht. Markt 
verlauf bis auf eine Stunde vor Schluß der Auktion 
der Meiereir-erbände für Schleswig-Holstein Es wur 
den bezahlt für Nichtmarkenbutter 140—145 50 RM, 
?ür Markenbutter 117—ISO RM für je SO Kg. Hin- 
;u kommen für Käufer am der Auktion S Prozent 
Kavelingsgeld und die Kosten der Verpackung. 
letzte 
.fSrtmtiur*. de» 'S. Mürz IķŞ 
Getreide kVreise in R^t per 1000 Kg.Z 
Astizen franko Hamburg 75/76 kff •••• 
"Mei-en ab inland. Station 
Roggen franko Hamburg 7071 ksŗ - 
bannen ab inland. Station . 
Minier erbe ab inland. Station 
Sommergerste ab inland. Station-.- 
istnanaer'st. wa?r Hamburg. loko--> 
Kanada Mellern ITT - Gerste prompt • 
Haler franko Hamburg 
Hafer ab inland. Station 
La Plata Mais - 
Futtermittel OBretTe in R4l per 
148.00—250.00 
734.00—236.00 
156.00—158.00 
142.00—144.00 
134.00—136.00 
150.00—170.00 
154.00-156.00 
4.20 
Memenkleie.inländ. 
Meizenkl.. inl mgr. 
Rogaenkleie. inl. -- 
Brasil-o.LaPlatakl. 
Bral.-o LaPl.-Poll. 
Chile-Kleis 
Cbile-Pollgrds •••• 
Mehl (Preise in R,4l per 100 Kg.Z 
145.00-147.00 
131.00-133.00 
117.00—119.00 
50 Kg. prpt^ 
6glmk. Sard.-Wilbb. 
«kokoskuck. » 
Ravskuch. „ 
Erdnußkuck- 
"einkuckrn „ 
Reisfu..Mehl24l28«' 
Sona-Schrot 
Auszugmehl hieļ. Mühlen 
Bäckermebl hiei. Mühlen ■ 
70% Roggenmehl fites. Mühlen 
Roggengrobmehl hies. Mühlen 
Tendenz: Getreide stetig. Iunermiit»! stetig, Mehl fest. 
Berliner GeLreidefrühmarkt 
vom 19. Mär, 193V 
Tendenz: Unentwickelt 
Umsatz: — 
Weizen....238.00-241.00 
Roggen.... 145.00—l 50.00 
Gerste 160.00—170.00 
Lür 1000 ks 
j. Schleswig. 19 März. Pferdemarkt. Der Handel 
war langsam Es kosteten beste P'erde 050—750 JL 
gute Arbeitsp'evde 300—500 Jl oerinoer« 200—300 41, 
dreijährige 550—650 Jl. »eis ährt ge 350—500 Jl, ein- 
üifirtAic 250—350 Jl. Ponys 100—250 Jl. 
Hamb. Butt. 
Bon den Viehmörkten. 
Der Au'tr'eb an Schlachtvieh zu den ersten Märk 
ten in dieser Woche war gegenüber der Vorwoche in 
KäĢern. Schafen und Schweinen auf den mellten 
Märkten höher, m Rindern meist niedriger. Der Han 
del verlief allgemein ldnastw vereinzelt mittelmäßig. 
Der Preisrückgang Gr Schweine war wieder erheblich, 
auch in den übrie>en Gattungen wurden auf den mei 
sten Märkten nicht ganz Vorvreist erzielt 
Weiterer Preisrückgang für Eier. 
Der für die Erzeuger katallrm'bale Preissturz letzt 
sich ln-e-rcr kort. So konnte in der letzten Woche stir 
die Klasse A lOO—65 Er.s des deutschen Frischeis in 
Hamburg nur 7 5 ^ errielt werden, was nach Abzug 
der Berkaufsf-nesen von iVt 4 und des Sammellohnes 
von V2 4 einen Er-euoervreis von etwa 5.5 4 F iir 
das 60 Gramm sàcre Ei ergibt. Fm Marktbericht 
wird darauf bin-aewiestii. daß das Am-land stbr drin 
gend anbietet und zu erheblichen Breiskon-zMoneN 
bereit ist Danach ist auf eine baldige BSstrin-g des 
auoenblirkl'K Gr die Eroen>g>er verlustbringenden Preis 
standes nicht zu rechnen und es muß gesondert werden, 
daß d'e Regierung das jbr von der Grünen Front 
unterbreitete Sofortprogramm in seinem gguwn Um 
fange schnellstens zur Dinķûbri'nia kommen läßt. 
Berliner Hä"teverste>gerung. 
Fm weiteren Verlauf der Versteigerung hielt die 
matte Tendenz für Kalbfelle an. Schastelle. schst'i'ches 
Provinz,gefalle, wurden weaen zu niedriger Gebote 
meist zurückgezogen. Am zweiten Tae>e war der Be 
such wieder mäßig Die Kanşştimmuna weiter vor- 
stchtig. Bei dem schlesischen Gefaste erzielten Ochsen- 
häute nicht oanz letzte Preist, Bullenbäute konnten 
sich teils im Preist behaupten teils wurde eine Klei- 
niakeif mehr erüelt. KiŞäute waren veri'achläRgt 
und verloren teils 5—10 Prozent be zw. ein Teil Lost 
wurde zurückgenommen. 
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Weizenkleie.. 82.50—Site, 
Roggenkleie.. 80.00—82.5^ 
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