Full text: Newspaper volume (1926, Bd. 2)

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llnterausschuîses für die Zunglehrerf-age. Es ist die 
Erhöhung der einmaligen Ausgaben von 3,8 Millio 
nen vorgeschlagen worden. Ferner soll der ikuckgrin 
auf Etatspositioncn sämtlicher Ressorts, insbesondere 
auch auf die Mittel für die positive Erwerbslosen 
fürsorge. die Ueberleitung stellenloser Junglehrer in 
geeignete Berufe planmäßig und unverzüglich vorge 
nommen werden. Der Kultusminister sagte zu, stch 
beim Kabinett iür die Erhöhung aus 5 Millionen 
einsetzen zu wollen. 
Die Anträge des Unterausschusses für die Junglehrer- 
fragen 
wurden darauf einstimmig angenommen. Annahnre 
fand ferner eine Reihe weiterer Anträge. Au? die 
Kommunalverwaltungcn soll eingewirkt werden, dag 
alle Junglehrer, insbesondere die Kriegsteilnehmer 
und die Zunglehrerinnen, zur Anstellung gebracht 
werden, dir 7 Jahre und länger in öffentlichen Schul- 
biensten stehen. Anf die Reichsregierung soll einge 
wirkt werden, dah die beschlossenen Maßnahmen zur 
beschleunigten Unterbringung der stellungslosen Jung 
lehrer auch in anderen Ländern durchgeführt werden. 
In der 
Schulgeldsrage 
fst der Unterausschuß nicht zu einem Ergebnis gekom 
men. Die Koalitionsparteien haben folgenden An 
trag vorgelegt: 
Das Staatsministerium wird ersucht, von der« 
Schulgeldaufkommen für höhere Schulen bis zu 
30% für Freistellen und Schulgeldermätzigungen 
zur Verfügung zu stellen und dabei besondere 
Rücksichtnahme auf kinderreiche Familien und 
aus begabte Schüler und Schülerinnen zu.neh 
men." 
Eeheimrat Dr. du Mesnil vom Finanzministerium 
erklärte, wenn unter Beibehaltung des finanziellen 
Erfolges der neuen SchUlgcldsätze im Innern ein Aus 
gleich unter stärkerer Betonung der sozialen Mm: «nte 
möglich sein sollte, so werde die Staatsregierung jeder 
Anregung gerne folgen,' denn auch sie habe den Wunsch, 
den Aufstieg begabter und würdiger Kinder der min 
derbemittelten Schichten nach Möglichkeit zu fördern. 
Der Antrag der Koalitionsparteien wurde ange 
nommen. 
Der Ausschuß begann sodann die Beratung des 
Abschnittes über das höhere Schulwesen und der 
Provinzialschulkollegien. 
Kultusminister Becker erklärte, die Klagen der 
Hochschulen über ungenügende Vorbildung der Abi 
turienten werfe die Frage einer Verständigung zwi 
schen Universitäten und höheren Schulen auf. Es 
werde an einem Zusammenwirken gearbeitet. 
Ministerialdirektor Jahnke führte aus. unbeschäf 
tigte Studienassessoren seien nicht vorhanden. Eine 
Neuordnung für die Reifeprüfung sei in Vorbereitung. 
Staatssekretär Langers bemerkte, in der Ausbil 
dung der Turnlehrer- und -lehrerinnen litten wir un 
ter großem Personalmangel. 
Dann vertagte sich der Ausschuß. 
kommen hieß. Es wurde darauf begonnen, Gas 
nachzufüllen. Der Weiterflug nach Leningrad wird 
voraussichtlich erst im Laufe der Nacht erfolgen. 
Das Luftschiff wird über Stockholm und Helsing 
fors nach Leningrad fliegen. Die Fahrt wird 
wahrscheinlich 23 Stunden dauern. 
Weiter wird gemeldet: Das Polarluftschif? 
„Norge" hat Mittwochabend Oslo verlassen. 
Amundsens Luftschiff hat auf der Fahrt von 
England nach Oslo Schleswig-Holstein nicht be 
rührt. sondern ist mit nördlicherem Kurs gefahren. 
Von Lemvig an der jütländischen Westküste Däne 
marks flog es nordwärts die dänische Küste ent 
lang, um sich dann Norwegen z-uzuwenüen. 
Mit einer Zwischenlandung des Luftschiffes 
in Pommern wird jetzt nicht mehr gerechnet. 
Dwsi fmn^östf-che MEliKrfUeger 
gststöt. 
WTB. Paris. 15. April. (Eig. Drahtber.) 
Kach einer L-avasmeldung aus Tasa ist ein fran 
zösisches Militärflugzeug in der Nähe von Rosches 
abgestürzt. Die beiden Flieger wurden getötet. 
Kopenhagen, 14. April. Ein Freund der Kriegs 
gefangenen gestorben. Im Alter von 68 Jahren 
ist der Konsul Erik Henius gestorben, der als 
Finanz-verwalter des Dänischen Roteri Kreuzes 
während des Krieges in der deutschen Hriegdaefan- 
genenfürsorge eine hervorragende Nolle gespielt 
hat. Nach einer Inspektionsreise bez-tzschnete er in, 
einem Bericht die Behandlung russischer Kriegsge 
fangener in Deutschland als mustergültig. Dem 
Deutschen Frauendienst leistete ev große Dienste. 
Auch zur Erleichterung des Loses bet deutschen und 
der österreichischen Soldaten in Dem Kriegsgefan 
genenlager in HaD bei Wiborg 'trug er in hervor 
ragender Weise bei. 
WTB. Paris, 1ö. Aprih. (Eig. Drahtber.) 
Nach einer Havasmeldung au-k Melilla ist ein däni 
scher Dampfer, der auf der H-ihe von der Wed Lau- 
Mündung kreuzte und verd/schtig erschien, von den 
beiden Kanonenbooten „C/rnovas" und „Laya" 
aufgebracht und in den H7.sen geleitet worden. 
«aeisa!is!ixmiiaD!/aM 
Alt-Nio vdschteswig. 
Dsr angebliche DsnsrnfW nach 
Kopenhagen. 
H Cornelius Petersen erklärte eineml Vertre 
ter des „Hejmdal", der ihn wegen des angeblich 
von Cornelius Petersen geplanten Bauern^lges 
nach Kopenhagen befragte, er wünsche sich nicht- zu 
äußern, aber so viel könne er sagen, daß das, VMS 
in der „Nationaltidende" stehe, schon zu phantast'e- 
voll sei. Man sollte glauben, daß es ein 16jähr^- 
ger Bursche gewesen sei, der dies geschrieben habe. 
Auf die Frage des Journalisten, ob er das 
Gerücht nicht förmlich zu dementieren wünsche, 
antwortete Petersen mit Nein und fuhr fort: 
„Sie können sagen — und dabei machte er eine 
kräftige Armbewegung —, daß jetzt der Kampf 
gegen den Parlamentarismus aufgenommen ist, 
und er wird von Grund auf durchgeführt werden." 
Abburr an den Aemtern in Kord- 
fchlssmig. 
Wie jetzt offiziell mitgeteilt wird, werden die 
Aemter der Amtsassessoren in Nordschleswig am 
1. Juli eingehen. Alls vier Amtsassessoren werden 
in andere Stellen berufen werden. Amtsafsessor 
Karberg soll Amtmann in Ringköbing werden, 
Amtsassessor Stemann in Tondern wird ins Mi 
nisterium versetzt werden. Amtsassessor Bang in 
Apenrade ist eine Stelle am Südlichen Landgericht 
in Sonderburg übertragen und Amtsassessor Smith 
in Hadersleben wird an anderer Stelle in der Ver 
waltung beschäftigt werden. 
Schleswig-Holstein. 
Inland. 
3)95 ErWersk 
Mil 600009 WŞWêîî. 
WTB. Berlin, 14. April. In der Borstands 
sitzung des Deutschen Städtctages wurde erneut 
mit allem Nachdruck darauf hingewiesen, daß die 
Maßnahmen zur Beseitigung der Wohnungsnot 
künftig noch energischer und umfasseàr, sowie 
schneller als bisher gefördert werden müssen. Min 
destens 600 OÖO Wohnungen müßten in Deutschland 
in kurzer Frist gebaut werden, wenn der drin 
gendste Fehlbedars aus der Vergangenheit einiger 
maßen ausgeglichen werden solle. Die Städte be 
dürften zur Bewältigung dieser Ausgabe weitge 
hender Mitwirkung von Reich und Ländern. Mit 
allem Nachdruck müsse auf die Beseitigung des 
Mißverhältnisses zwischen der Baukostenverteue- 
rung und dem allgemeinen Preisindex hingewirkt 
werden. Durch weitgehende Steuererleichterungen 
müsse der Wohnungsbau angeregt werden. Vor 
aussetzung für die Durchführung eines ausreichen 
den WohnungsprŞamms sei die Lösung der Fi- 
nangierungsfrage. Die kurzfristige Kredithilfe des 
Reiches sei zu begrüßen, soweit sie ein stärkeres 
Jntereffe für den Wohnungsbau hervorzurufen ge 
eignet sei. Dringend notwendig sei eine Verein 
fachung der Bestimmungen über die Verwendung 
der Hauszinssteuer für den Wohnungsbau. Von 
ausschlaggebender Bedeutung aber sei eine den so 
zialen Erfordernissen entsprechende endgültige Um 
wandlung der Hauszinssteuer, die zugleich die 
Erundlage für die Aufstellung eines Wohnungs 
bauprogramms auf lange Sicht abgebe. 
Ausland- 
Das xuftfchifs „Marge" in Oslo 
eingetroffen. 
WTB. Oslo, 14. April. Das Luftschiff 
,Norge" traf heute mittag hier um 1)25 Uhr ein. 
Schwierige Landung. 
WTB. Oslo, 15. April. (Eig. Drahtber.) 
Das Luftschiff „Norge" hatte bei der Landung 
einige Schwierigkeiten, weil es in der Nähe des 
Ankermastes aus seinem Kurs getrieben wurde 
und genötigt war, das Landungsmanöve« zu wie 
derholen. Kurz nach der Landung erschien der 
König auf dem Platze. Der Wehrminister hielt 
«ine kurze Ansprache, in der er die Flieger will- 
Sergent-NoneL Sieger im 
KeMneL 6-Sagerennen. 
TU. Berlin, 16. April, Im Berliner 6-Tage- 
rennen hat die französische Mannschaft Eergent- 
Louet gesiegzi. u : i; 
Schmlftreik in MenkölLn. 
Neukölln, 14. April. . In der Doppelschule in 
der Weserstraße verweigerten heute nachmittag 
360 Kinder cms Veranlassung ihrer Eltern den 
Schulbesuch, wceil sie von jetzt ab eine etwa 15 Mi 
nuten entfernt: liegende Schule besuchen sollen. Die 
Verlegung det' Schulklasse war infolge Raum- 
schwierigkeiten notwendig geworden, die durch die 
Vergrößerung des städtischen Handelsschulbetriebes 
eingetreten waten. Die Eltern erklären, daß die 
den Kindern zugewiesene Schule zu weit entfernt 
liege und einigt: der Klassenräuin>e ungenügendes 
Tageslicht empfi ngen. 
GntfchirdigrmgskLage eines 
NttfchttLdrg RernrterlLen. 
MTV. Brei Kau, 14. April. Im Jahre 1912 
verurteilte das Schwurgericht in Elatz den Fleischer 
Trailtmann am; Neuhof bei Münsterberg wegen 
Totschlages an,'der unverehelichten Sander zu 12 
Jahren Zuchthaus. Nach der Verbüßung wurde 
Trautmann im Wiederaufnahmeverfahren freige 
sprochen. Der Täte» ist vermutlich der MUnster- 
berger Menschenschlächter Denke, der bekannilich 
durch Selbstmord endete. Trautmann hat jetzt ge 
gen den Fiskus eine Zivilklage eingereicht, da die 
ser die als Entschädigung für. die unverschuldet ver 
büßte Strafe beanspruchten 39 000 Mark als zu 
hoch bezeichnet. 
Die KorrupLronsprņcsse. 
Berlin, 14. April. Im Kutisker-Prozeß wurde 
Holzmann vernommen. Er gab an, er sei bei der 
Besetzung der Ukraine ist Kiew gewesen und habe 
sich mit Len deutschen Truppen sehr gut gestanden. 
Der Vorsitzende wies darauf hin, daß Holzmann 
später Heeresgut nach Rumänien verschoben haben 
solle. Holzmann bestritt das. Während der Ver 
nehmung Holzmanns wurde festgestellt, daß der 
Körperzustand Kutiskers eine Weiterverhandlung 
nicht mehr zulasse. Die Sitzung wurde daher auf 
Freitag vertagt. 
Im Spritweber-Prozeß stellte der Angeklagte 
Hermann Weber unter Beweis, daß die Monopol 
verwaltung selbst in den Jahren 1922 und 1923 
unter Verletzung des Monopolgesetzes 96prozenti- 
gen Branntwein in den freien Handel gebracht 
habe und daß sie Millionen von Litern aus dem 
Ruhrgebiet hereingelassen habe. 
Misdroy, 14. April. Ein weiblicher Kurdirek 
tor. Die hiesige Kurdirektiou wählte zum Kur- 
direktor für die kommende Saison Fräul. Elfriede 
Schulz, die Schwester der Besitzerin des Hotels Sse- 
blick. 
KrLîsĶSfchLrfîsrtzttng 
des Kreises SchLsswig. 
Schleswig, 15. April. Am Sonnabend, dem 
10. d. M., war der Kreisausschutz zu einer über 
sechsstündigen Sitzung im Kreishauss versammelt. 
Außer einigen Konzessionsangelegenheiten und der 
Genehmigung von Gemeindebeschlüssen sowie der 
Erledigung von Einsprüchen gegen die Veran 
lagung zur Erunderwerbssteuer und Inventar 
steuer wurden folgende Angelegenheiten verhan 
delt. 
Dem Vezirksverein Angeln wurde zur Be 
schickung der am 16. Juli d. I. in Sörup stattfin 
denden Bezirkstierschau eine Beihilfe gewährt. 
Der Volkshochschule in Mohrkirch-Ofterholz soll zur 
Erweiterung des Gebäudes für die Einrichtung 
einer Turnhalle und einer Küche für dis Einfüh 
rung des Kochuntsrrichts ein Darlehen in Aussicht 
gestellt werden. Die Beihilfe für die höhere Lehr 
anstalt für praktische Landwirte in Schleswig für 
1925 wurde auf 1500 Ji festgesetzt. In den Seuchen- 
ausschutz zur Bekämpfung der BienenfaulSrul wur. 
den der Kunstmaler Hampke-Schleswig und Leh 
rer Friedrich-Oberselk gewählt. Die Verteilung 
der Hauszinssteuerhypotheken wurde vorb-caten. 
Festgestellt wurde gleichzeitig, daß im Iahìe 1924 
41 Wohnungen vom Kreise mit 125 500 JL Zuschuß, 
im Durchschnitt mit 3 070 JC pro Wohnung unter 
stützt worden sind. Für 1925 sind 31 Wohnungen 
mit 107 000 Ji aus der Hauszinssteuer, mithin im 
Durchschnitt mit 3 451 Jl pro Wohnung, unter- 
stützt und für 21 Wohnungen 88 500 Jl vom Re 
gierungs-Präsidenten aus dem Ausgleichsfonds be 
willigt, mithin im Durchschnitt 4 214 Jl pro Woh 
nung. Außerdem sind aus dem Landarbeiterfonds 
durch die Heimstätte Beihilfen für 22 Wohnungen 
bewilligt, so daß im Jahre 1925 im ganzen 74 Woh 
nungen beschafft sind. Für 1926 stellt der Kreis 
aus der Hauszinssteuer 100 000 bis 120 000 M, und 
aus seinem Ausgleichsfonds etwa 20 000 Jl zur 
Verfügung. Weiter wird damit gerechnet, daß vom 
Regierungs-Präsidenten aus den ihm zur Verfü 
gung stehenden Fonds 60 000 Ji zur Verfügung 
gestellt werden. Auch eine Vorbesprechung ver 
Kreisetats fand statt, bei der vom Kreisausschuß 
im Hinblick aus die ungünstige Wirtschaftslage, die 
sehr wahrscheinlich das Jahre 1926 noch andauern 
wird, verlangt wurde, daß von einer Erhöhung der 
Kreissteuern abgesehen werde. Dia Erhöhung der 
Provinzialsteuern um etwa 25 000 Jl gegen den 
vorjährigen Etat und der Rückgang der Ueberwei- 
sungen aus der Reichseinkommensteuer und des 
Aufkommens aus der Erunderwerbssteuer wird 
wahrscheinlich die Inanspruchnahme des Aus- 
gleichsfonds bedingen, wenn der Etat balanzieren 
soll Der vom Verkehrsausschuß vorberatene und 
vorgeschlagene Sommerfahrplan für die Kreisbah 
nen und Schiffe wurde vom Kreisausschuß gebilligt. 
Nach den vorliegenden Betriebsergebnissen der 
Kreisbahnen bis zum Monat Januar 1926 steht 
ein günstiger Abschluß zu erwarten, so daß Zu 
schüsse des Kreises, auch für die Neuanschaffung für 
die Kreisbahnen nicht angefordert zu werden 
brauchen. Für den abzuhaltenden Kursus für Un 
terweisung der Lehrerschaft in der Heilmethode für 
Sprachgebrechen wurden bis zu 400 Jl bewilligt. 
Schließlich wurden auf Mtrag des Finanzamtes 
noch Ausschüsse für die Festsetzung des Grundwertes 
und für das Gewerbe gewillt. 
Neueste Nachrichten. 
ALaliens KoLschafLer wegen 
der Warskkasrage bei Kriand. 
T.-U. Paris, 15. April. (Eig. Funkmeldung.) 
Der italienische Botschafter in Paris, Baron Aoe< 
fkana, hatte gestern nachmittag eine Unterredung 
mit Vriand. Man nimmt an, daß sich diese Unter« 
redung auf die marokkanischen Angelegenhesir" 
bezog, da Italien ein besonderes Znteresie für dit 
Entwickelung in Marokko bekundet. 
. WaffenMLlftand in Mirrokks. 
TU. Paris. 15. April. (Eig. Funkmeldung.) 
N^ch Nachrichten aus Marokko bestätigt es stch, 
M.del Krim seinen Truppen den Befehl gegebr" 
hatt die Feindseligkeiten an der französischen Fro»> 
einzustellen. Die Bewegungen unter den Riftrķ 
pen hätten jedoch ebenso wie bei den französische" 
Truppet,r an. um Stellungen für den Fall vor)»' 
bereiten, haß die Friedensverhandlungen nicht z" 
dem erwarteten Ergebnis führen. 
Die ZujstvmMLNsts^e mit demon« 
str-erenAsrr Keamten in Daris. 
TU. Paris, -15. April. (Eig. Funkmeldung.) 
Wie die Blätter melden, sind bei den Kundgcbķ 
sen der Beamten i> Paris insgesamt 453 Person^ 
verhaftet worden. ^ Polizeibeamte wurden »e' 
den Zufainmenstößen perletzt, davon 6 schwer. 
Tschsng Ķált einen rufftsch- 
japanifchen Kr.^g für möglich.. 
London, 14. April. W>e die „Evening News 
aus Mukden berichten, hat Marschall Tschang er 
klärt. daß er seine Truppen änlich des großen Wa> 
Its nach der Einnahme von Pekings zurückziehe" 
werde und sich nur noch mal?d?churrschen Ļ!ng 
iegenheiten widmen wolle. Die Möglichkeit ein- 
russisch-japanischen Krieges hält Ttchang nicht i * 
ausgeschlossen. Auf alle Fäll-, so erklärt er. 
man den Bolschewismus in Ser Mandschurei nw 
dulden. 
Das Ringen um Chinas 
Hauptstadt. 
T.-U. Paris, 15. April. (Eig. Funkmeldung.) 
Wie aus Peking gemeldet wird. dauert das 
bardement der Stadt seit 48 Stunden mit ļuş 
Anterbrechunģen an. Der gesamte Verkehr 
chen Peking und Tientsin ist unterbrochen, ş 
nimmt an, Laß der Ausgang der Operationen 
Wupeifu anhängt. Der Ministerpräsident W™ 
bemüht sich. den Frķà herbeizuführen, und Y 
erklärt, die nationale Armee fei bere.t, Peking z 
räumen, wenn ein Waffenstillstand Zustande kom 
und eine neutrale Zone um Pekrng herzest 
werde. . . „ 
Die Verluste beider Parteien m der vor Pķ 
stattfindenden Schlacht me-ven aus ungeiabr ^ 
Mann ^schätzt. Die europäischen Militärattaches 
die das Schlachtfeld in der Gegend von Huangtfun ^ 
sichttsten, glamben, datz trotz des anL-auernDen ArtlU 
wtarofe die Verluste ungewöhnlich serins sind. : ļ 
Paris, 14. April. Di« beiden Spione arbei 
ten für den ttalienischen Nachrichtendienst. Piin! 
Abendblätter behaupten, daß sensationelle E 
hüllungen tevorständen. 
: MMtdeM 
der Landwirtschafts-Kammer fNr Schleswļg.Holstei"' 
(Ohne Gewähr.) . 
Altona, den iS. April 
A. Ochsen ant» Dürfen. 5iir 11 q zS 
1. Vollst hĢ. ş-ch1achtwķtt, ° 0, 5 ? 
2 sonst, vollslelschlg« 0,4» 
3 - Ģ-â. 
0>2- 4, 
0,35"°' 
4. gering Mährte 
_ B. Dullen. V . 
1. vollst, höchst. Echlachtwert«. 0,4» ^ 
2. sonst, vollfleischig« 0,46 ^ 
3. fleischige . / ■ WO J)* 
4. gering genährte. ■ • • °- 34 
c. Kllhe. 0 j)ii 
Î. Vollst, höchst. Schlachtwerte . 0.48^ 
2. sonst, vollflktlchige..... 0,33 «5? 
3. gering genährte. . 0,28 ^ 
4. geringste Sorte (Wurst.Kiihe) 0,l6- 
D. Schafe. .«ģĢ , A oft 
1. Weidemast 1. Qual .‘.V. . 0,60 ft jj 
I - 3. • 
Zufuhr: 686'deutsche. 638 dänische, zusawAg 
1324 Rinder; darunter 210 Ochsen, 83 FäĢ"' 
Kühe, 76 Bullen und 849 Schafe. 
Handel bei geringem Auftrieb rege. 
LeW Wierümen uont Dollnerstsg 
Mehl, (amtlich) Hamburg, IS. Apritt 
Weizenmehl hiesiger Mühlen 
Bäckermehl „ » 
Roggenmehl „ „ 
Roggengrobm. „ „ 
Mark 
48,25 
41.75 
29.75— 31.75 
24.75— 25.00 
i. ApriU 
Mark 
Welzen, inländischer 
Roggen, neu, „ 
kraier. . , » . 
Gerste, ausl., frei Kanvaggon 
Mais, loko, „ » 
282.00-256.00 
l8I.V0—184.00 
198.00-206.00 
178.00—180 00 
176.00-180,00 
& 
' 10 0 
' 100 
' şş 
Tendenz 
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