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I Aus nordwestdeutschew Hgudwerk MNL ŞeWSVb§° î
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Die Dauiütigkeit dee Nachkriegszeit.
Dor dem Kriege gab es weder im Reich noch in
,„ n Bundesstaaten eine allgemein« Statistik der Bau-
^'8keit. Eine Anzahl größerer Städte — als erste
arankiurt (Dkain) 1824 — veranstaltete periodische
?şiî>ungen über die Wohnungsverhältniffe: es folz-
." die Statistiichen Landesämter von Baden. Sach-
r 1 u ’ib Württemberg. Vom Statistischen Reichsamt
Mt>e eis, 1603 eine jährliche Berichterstattung über
V e Bautätigkeit eingeführt, di« schließlich 58 Gemein-
îì, darunter 40 Großstädte, erfaßte. Rach dem Krie-
. ßfiartg es dem Statistischen Reichsamt, «ine Ein»
^ļichķeit der Erhebungen zu erreichen und alle 88
finden über 50 000 Einwohner in di« Statistik ein-
^ezieheu, die jetzt monatlich durchgeiührt sind,
v Infolge der ständig wachsenden Wohnungsnot nach
^ Krieg« wurde eine Erfassung der gesamten Bau-
^'ìģkeit im Reich erforderlich, die vom Statistischen
Häamt Ansang 1923 in die Wege geleitet wurde
^ sich auch auf die Jahre 1919—1922 erstreckte,
t» î>ie Ergebnisse dieser Erhebungen für di« Jahre
1fr—1024 liegen nunmehr vor und sind in einer um»
, ^reichen statistischen Darstellung in den Viertel-
ashesten zur Statistik des Deutschen Reiches ver-
Ņilichj.
beider ist ein sicherer Vergleich mit der Vorkriegs»
Seit
H
ttus den eingangs angeführten Gründen nicht mög-
Rach Schätzungen auf Grund des vorhandenen
^t-ilals sind vor dem Kriege ungefähr 200 000 neue
^ ^düngen pro Jahr erbaut worden: über die Zahl
o 1 bergest«lllen Wohngebäude liegen vergleichbare
°vlen überhaupt nicht vor.
^ der Nachkriegszeit stellt sich der Zugang an
"hptzebäuden und Wohnungen wie folgt:
<W hiervon
2?»r: Wobnaebäud«: Aleinbäiiser:
18 792
ISA)
1821
182z
1823
1821
^ninda:
Wohngebäude:
21 405
48 411
68 786
74 693
54 824
54 377
815 556
88 506
59 570
65 835
45 233
46 185
274 121
Wohnungen:
60 861
108 307
141 498
154 970
125 940
115 370
706 952
,1 Gegenüber dem Friedensdurchschnitt zeigt sich also
fc* außerordentliche Verminderung der Bautätigkeit.
, einem Zugang von etwa 200 000 Wohnungen pro
fy.j 1 wären in dem Zeitraum von 1919—1924 ca. 1,2
s^ìanen Wohnungen hergestellt worden gegenüber
^ °80, di« tatsächlich erbaut wurden. Dazu kommt
bj’ şrhr groß« Ausfall in den Kriegsjahren infolge
H* Darnieder lie gen« der Bautätigkeit. Dies« Mo»
^"ļe, verbunden mit der gesteigerten Gründung von
Abhaltungen nach dem Krieg« und dem vermehrten
nach dem Deutschen Reiche mußten zu einer ka»
'bphalen Wohnungsnot führen.
Ņî, Ein besonders tnteressanies Ergebnis der Stati-
t' 'şi di« außerordentliche Bevorzugung des Baues
g,, Ķleinhäusein, d. h. von Gebäuden mit 1—2 Wohn-
J^en. Während 1919 auf jedes n«u erbaute Haus
J^Bttsisßäffläaaaßaöss
durchschnittlich 8 Wohnungen entfielen, kamen 1924
nur noch 2,2 Wohnungen auf ein Gebäude.
Ein zweites charakteristisches Zeichen der Nach
kriegszeit ist der große Anteil der durch Umbauten ge
wonnenen Wohnungen an der Gesamtheit des Woh
nungszuganges. Bon den 1919—1924 insgesamt neu
hergestellten 706 952 Wohnungen waren durch Neubau
539 601, durch Umbauten, Aufstockungen etc. 167 851
Wohnungen gewonnen. Der Anteil der Umbauten am
gesamten Wohnungszugang ist jedoch in starker Ab
nahme begriffen: während er 1919 41,5 Prozent be
trug, sank er in den nächsten Jahren auf 29,9 Prozent,
23,8, 19,8, 29,3 und 17,8 Prozent.
Ein Vergleich mit der Vorkriegszeit war nur für
nachstehende 19 Großstädte möglich. Hierbei ergab sich
folgendes:
Setzt man den Reinzugang an Wohnungen, be
rechnet auf 1000 der Bevölkerung, in den Jahren 1909°
1924 — 10O, so beträgt der Reinzugang für die Jahre
1920-1924: Aachen 72,7, Aliona 28,0, Augsburg 42.6,
Barmen 35,3, Bremen 56,6, Chemnitz 9,3, Dresden
39,4, Duisburg 48,5, Düsseldorf 18,7, Essen 28,1, Frank
furt (Main) 35,8, Halle 40,0, Hamburg 19,6, Kiel
22,7, Köln 65,8, Leipzig 23,5, Magdeburg 17,3, Mün
chen 26,2, Nürnberg 29,6. Nur in drei Städten (Aachen,
Köln, Bremen) hat alfo die Bautätigkeit mehr als die
Hälfte der Wohnungsherstellung der Vorkriegszeit er
reicht.
Nach den im Herbst 1925 getroffenen Feststellungen
fehlen im Deutschen Reich mindestens 600 000 Wohnun
gen, und der jährliche Neubedarf beträgt etwa 150 000
WohnunMN. Wollte man also in 6 Jahren die Woh
nungsnot beheben, fo müßten etwa 250 000 Wohnun
gen jährlich erstellt werden, d. h. etwa 25 Prozent mehr
als in Friedens,ahren.
Diesen gewaltigen Zahlen gegenüber ist es mit
besonderer Freude zu begrüßen, daß die Reichsregie
rung sich nunmehr zu einer großzügigen Förderung der
Wohnnngsbautäligkeit entschlossen hat. Zur Durchfüh
rung il)#es Programms stehen 650 Millionen Mark zur
Verfügung: ferner ist ein Zwischenkredit von 200 Mil
lionen Mark i.n Aussicht genommen. Es ist somit zu
erwarten, daß bereits 1926 eine wesentliche Erleich
terung eintreten wird, zumal das zwischen den zentra
len Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden des
Baugewerbes getroffene Abkommen die Hoffnung
gibt, daß die Bautätigkeit in diesem Jahr nicht wieder
durch Streiks und Aussperrungen schwere Störungen
erleiden wird. Dr. Flechtner.
Alte Zunftgeräte.
Vom Landeskonservator für die Provinz Schles
wig-Holstein, Dr. Sauermann in Kiel, wird die Hand
werkskammer zu Flensburg gebeten, ihm ein Verzeich
nis sämtlicher noch außerhalb der Museen vorhandenen
alten Zunstgeräte zuzusenden. Leider konnte die Beob
achtung gemacht werden, daß viele Zunftgeräte aus
dem Besitz der Innung in die Hände von Privatleu
ten und bedauerlicherweise ins Ausland geraten sind.
Bei der Auflösung der alten Zünfte im vorigen Jahr
hundert wurden diese Gegenstände oft entweder ver
kauft, verschenkt oder blieben auch in Händen von Jn-
nungsmitgliedern. Nach dem Tode der damaligen Be
sitzer gerieten sie häufig an Personen, die den Wert
der Zunftgeräte nicht zu schätzen wußten und die in
keiner Verbindung mit dem Handwerk standen. Da es
sich um Gegensätze von hohem geschichtlichen, wissen
schaftlichem und Kunstwort handelt, müssen diese im
Interesse der Erhaltung der Tradition des handwerk
lichen Verufsstandes dem Handwerk oder der Oeffent-
lichkeit wieder zugeführt werden. Die Handwerkskam
mer zu Flensburg bittet daher, ihr mitzuteilen, wo sich
derartige Gegenstände wie Jnnungsladen, Fahnen,
Willkommbecher, Urkunden, Akten, Zunftrollen und
dcrgl. in Privathand befinden, und falls st« nicht bei
den Innungen in würdiger und sicherer Aufbewahrung
befinden, sie der Handwerkskammer gänzlich oder als
Leihgabe zu überlasten. Für eine sichere und fach
gemäße Aufbewahrung der Zunstgeräte wird dann ge-
iorgt werden, so daß sie der Allgemeinheit zugänglich
gemacht werden und dem Handwerk erhalten bleiben.
*
Aus dem KreishandrNerkertmnd
Psrrdsvurg.
Ortsgruppe Hamdorf. Am Sonntag, dem 11.
April fand hier in Anwesenheit des Kreisgeschäfts-
fllhrers eine Ortsgruppenverfammlung statt, in der in
erster Linie über die Reforinbestrebungen in der heu
tigen Steuergesetzgebung gesprochen wurde.
Maler-Innung. Am Montag, dem 12. April hielt
die Rcndsburger Maler-Zwangsinnung unter Leitung
des Obermeisters H. Blunck ihre Quartalsverfammliing
ab. zu der die Kreisgeschäftsstelle eingeladen und durch
den Kreisgefchäftsführer und W. Rathjen vertreten
war. Es wurden verschiedene fachliche Fragen erle
digt. Für den Derbandstag in Wismar wurde Ma
lermeister I. Blunck als Delegicrier gewählt. Dr. Fed-
derfen hielt ein Steuerreferat. Des weiteren fand eine
Aussprache statt über die Fachschule im Malergewerbe.
Ortsgruppe Jevenstedt. Am Dienstag, dem 13.
April hielt die Ortsgruppe Jevenstedt eine Versamm
lung ab zwecks Stellungnahme und endgültiger Fest
legung des Kreishandwerkertages. Im Einvernehmen
mit der Kreisgeschästsstelle wurde beschlossen, den
Kreishandwerkertag nunmehr endgültig am Sonntag,
dem 13. Juni abzuhalten.
Müller-Innung. Am Mittwoch, dem 14. April
hielt die Müller-Zwangsinnung für den Kreis Rends
burg unter Leitung ihres Obermeisters Burmeister-
Wakendorf ihr« ordentlich« Generalversammlung ab
Nachdem verschiedene wirtschaftliche und fachliche Fra
gen erledigt und einige Lehrlinge in den Gefellenstand
erhoben waren, hielt Dr. Feddersen ein Referat über
die wirtschaftspolitisch« Bedeutung der berufsftändi-
fchen Organisation. Nach dem Vortrag wurde beschlos
sen, auf der nächsten Eeneralversarpmlung den korpo
rativen Anschluß an den KreUshanchwerkerbund zu be«.
schließen.
Friseur-Innung. Am Mittwoch, dem 14. AiprKI
fand in der Harmonie .unter Leitung des Obermeisters
Hoffmann die ordentlkche Quarhalsversammlung der
Friseur-Zwangsinnung statt, aus der Dr. Feddersen
ein Referat über die heutige wstctschaftliche Lage und
Uber die berufsständische Organi/sation hielt.
Im Rahmen des Kreishanîswerkerbundes Rends
burg oder unter Mitwirkung demselben fanden folgende
Versammlungen statt:
26. März 1926 Ortsgruppe Legan. Er/fchiencn
waren von der Kreisgeschästästelle Rendsburg Dr.
Feddersen und W. Rathjen. Hauptinhalt des Abends
war die Stellungnahme zu dein VesteuerunHsmöglich-
keiten des Handwerks und Eewtrvbes, sowie zu Fragen
der Krankenkassen und der VetzsicherungsaSteilung.
1. April 1926 Schmiede-Zwq ngsinnung Rendsburg,
linier Hinweis auf die heutigem wirtschaftspolstischen
Verhältnisse und die letzten Vorgänge in der Gesetz
gebung hielt der KieisgeschäfU>führer einen Vortrag
über die Sleueigrenzen im Schmiede-Handwerk. Es
wurde beschlossen, dem Handwurkerbund Richtlinien
und Nutzensätze zur Versügung zu stellen. Fernerhin
beschloß man, sich am Kreishaudweikertag recht rege
zu beteiligen.
1. April 1926 Ortsgruppe Hohenwestcdt. Die
Ortsgruppe nahm Stellung zu dien heutigen Besteue
rungsmöglichkeiten im Handwerk und Gewerbe und
faßte eine dementsprechende Resolution an das Finanz
amt. Des weiteren wurde eine lebhafte Aussprache
über die Handwerkerorganisation geführt. Auch beriet
man über die evtl. Veranstaltung einer Eewerbeschau
unter Beteiligung des Handwerks anläßlich einer be
vorstehenden Tierschau und landwirtschaftlichen Ma
schinenausstellung.
3. April 1926 Stellmachcr-Zwangsinnung für Kreis
Rendsburg. Dr. Feddersen hielt einen Vortrag über
den bedeutungsvollen berufsständischen Kampf des
Handwerks und über die Auswirkung in der heutigen
wirtfchaftspolttifchen Log« und Steuergesetzgebung.
6. April 1926 Vaugewerks-Innung Nortorf. Unter
Leitung des Obermeisters H. H. Ereve fand eine theo
retische Lehrlings-Prüfung statt. Des weiteren hielt
der Kreisgeschäftsführer einen längeren Vortrag üLer
Stcuerfragen. Die Aussprache war außerordentlich
anregend und führte zu dem Beschluß, auf einer dem
nächst einzuberufenden Generalversammlung den kor
porativen Anschluß an den Kretshandwerkevbund her
beizuführen.
6. April 1926 Ortsgruppe Nortorf. Die Ortsgrup
penversammlung befchästigte sich in der Hauptsache mit
den heutigen Verhältnissen im Handwerk und Ge
werbe und betonte im lebhaften Meinungsaustausch
di« Notwendigkeit der Stärkung der berufsständijchen
Front. Der anwesende Kr«iszzeschästsführer machte
hierzu weiter« Ausführungen.
DarSovens Kaffee
BsaasiiSGiasi
Jahren oon mir geführt, erfreut
nch immer größerer Beliebtheit.
I, „
*fie« Schokoladen und Zuckerwaren ^
§ Büdelsdorf, Thauffeestr. 38. £
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Frtedh eingetroffen:
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4 » - ^* r oöhanüiung.
th!ï 'fcrûcke„-SlraäSa 5.
in AustE^erftrigsrmrg.
bes berrn With. Slender
Ņoril r ^ŗde ich am Sonntag.
àgchE ì°chm. 4 Uhr, bei seinem
'iâe “Oentiirf, "^Wanderung folgende
s'^blung ß ''r?^bletend omii sofor-
1,®°!«, -^steigern:
Iv a^lchrank'"? ^'. ? Küchentisch, i
svn>7^°ļ>le, 2 1 Kommode,
' b-»--« »»»
irm
LeeH i. 'E 5-Ners,
" -iter Anltionrtor.
Oberşôrsterei Rendsburg vergibt zur so
fortigen Ausführung Einrichtung einer
àiLrKKķWS
Schleswigerstr. 15. Näheres daselbst. An-
gevote bis 25. April einzureichen.
Freiw. Versteigerung
von Kerren-, Damen- und
Kinder-KonfekLion.
Im freiwilligen Auftrag« für Rechnung
deffen, wen es angeht, bringe ich nachstehend
aufgeführte Sachen am Soiķnabend, dem 17.
Avril d. ß„ vormittags 16 Uhr, in den din
ieren Räumen des „Holstenhaufes", Hobe
Straße, öffentlich meistbierend zur Berstei«
gerung. Di« Sachen sind neu und können
zwei Stunden vorbei besichtigt werden.
31 Stück Damen-Kleiderröcke, 7 Stück
Damenkleider, 8 Stück berren-Winter-
Javven, 9 Stück Damenmänlei. 2 Stück
Kindermänlel, 8 Stück Kinderkleidck>en,
15 Stück Damenblujen, 22 Stück gestr.
Damenwesten. 28 Stück gestr. Kinder-
weften, 35 Paar Damen-, Herren- und
Kinderstiefel, versch. Größen, 16 Paar
Kinder-Kamelßaarschnh«, 10 Paar Da
men- und Herien-Kamelbaarschuhe.
Peter Martens,
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