Full text: Newspaper volume (1926, Bd. 2)

ie mis »n* 
at ion an?«* 
res dons 
vielen AitPl, 
‘eiten txtnlev 
t und Frau, 
ndo-k bei 
tdeiibek. 
l» I «MMUl 
rfügung! 
nken beglich ^ 
erwiffenen! 
amkeilen zur, 
ition. 
vers a. Fra« 
e Sievern, 
hwaiie. 
-!i!I liiiļMMMņ 
Nr. 79 
Zweites Blatt 
Sonntag', 
4. April; 
miiiitimiiiiinnii 
faguttg. 
roìcļene Anf 
eilen anläirļ 
îonfirmaifort 
vir herzlich. 
Röhl und 
Magdalene, 
iiimmimiiiimi!! 
miimiiiiiimitiB 
rwiefenen sj 
(fitmatiioa D 
insert wir g 
Frau, § 
nmmnmmm« 
fmerîļam* = 
eres Sob- s 
u, Seeth. §§ 
IltllllllllllllWMIIIIlUä 
KsamKciten Z 
:r Wlebke J 
inlgsbach. J 
iioiiiiHiiiniiwiiiiiil 
die 
ihre 
ilen 
: in 
2 55 
148 
2 55 
Î 48 
8^ 
140 
-130 
160 
3 30 
OSO 
12 
95 
H' 
ķMMK' 
Schleswig-Holstein. 
Zuchtfchweineausftellung 
in îlltsna. 
Die erste Provinzial-Schweineschau der Land- 
wirtschastskammer für die Provinz Schleswig-Hol 
stein wird am 15. und 16. Mai d. I. auf dem Zücht 
end Nutzviehhof in Altona, Hauffstr. 18, stattfin 
den. Die Anmeldungen zu dieser Schau sind äußerst 
zahlreich eingegangen. Ganz besonders stark wird 
die Zucht des veredelten Landschweines vertreten 
kein. Es werden ungefähr ZOO Tiere dieses Schla- 
8es zur Ausstellung gelangen. Den Rest bilden 
die weißen deutschen Edelschweine und die Berklhi- 
reschineine, so daß mit einer Gesamtbeteiligung von 
îund 380 Schweinen gerechnet werden kann. Das 
Landwirtschaftsministerimn, die Landwirtschafts- 
»ainmer und sonstige Körperschaften sowie Einzel 
personen haben Ehren- und Geldpreise in ausrei 
sender Weise zur Verfügung gestellt, so daß ein 
^rregetrder Wettbewerb stattfinden kann. Zur 
Aburteilung der ausgestellten Tiere werden 10 
Preisrichter tätig fein, die außerhalb Schleswig- 
Dolsteins ihren Wohnsitz haben und als hervor 
ragende Züchter bekannt sind. Das von auswärts 
eingeführte Zuchtmaterial wird in einer besonde 
rst Klasse gesichtet werden. Von den weiblichen 
Tieren werden etwa 20 Zuchtsauen mit rund 200 
Saugferkeln ausgestellt werden. Während der 
Ausstellung wird sich voraussichtlich ein lebhafter 
Handel mit Zuchtmaterial entwickeln, so daß den 
beteiligten Kreisen der Besuch der Schau empfohlen 
werden kann. 
Helgoland. 2. April. Hundertjahrfeier Hel 
golands. Wie die Badeverwaltung bekannt gibt, 
^ für die Hundertjahrfeier Helgolands als Ba- 
öer 0- und 10. August d. I. endgültig fest- 
Ein historischer Festzug und die Enthül- 
ņ"-S eines Gedenksteins für Jakob Andrefen Sie- 
ş.?ņģ>, den Begründer des Bades Helgoland, find 
>ur diese Zeit geplant. 
.. yu. Mölln, 2. 
'chwindclt. 
April. Pferd und Wagen er- 
Jn raffinierter Weise wurde gestern 
vmann A. Seeger in Kulpin um Pferd 
Km^^en beschwindelt. Unter der Angabe, als 
à S*. SßtXIi Krohn Arbeit zu suchen, hatte sich 
Stell 'brooch bei Seeger ein 25jähriger Fremder 
dz '^"'3 verschafft. Gestern morgen spannte er 
wertvolle braune hannoversche Stute vor den 
?*"> um angeblich seinen Koffer von der Bahn 
o-u polen. Er kehrte aber nicht zurück. Die poli- 
zei.îioen Ermittelungen ergaben, daß der Gauner 
tnu dem Gefährt nach Hamburg entkommen war. 
hs Horst, 3. April. Einen großen Schaden 
erleidet der Hofbesitzer A. von Leesen-Schönmoor 
Unter seinem ca. 400 Stück großen Schweinebe- 
stande ist die Seuche ausgebrochen. 100 Ferkel 
haben geschlachtet werden müssen. 
os. Bad Bramstedt. 2. April. Das Stadtver- 
ordnctenkollegium stellte in seiner letzten Sitzung 
mit . ushaltsplanes für das Rechnungsjahr 1926 
und Endsumme von 134 800 Jl in Einnahme 
- Ausgabe fest. An Steuereinnahmen find vor- 
n leyen rund 100 000 Jl, davon Anteil an der 
s^îchseinkommensteu'er 18 000 Jl, 300 Proz. Zu- 
Vstg zu 15 300 je Erundvermögensfteuer 45 900 
2i n ^00 Proz. von 4200 Jl Eewerbeertragssteuer 
*2~°°0 Jl. Außerhalb des Haushaltsplanes steht 
J*® Elektrizitätswerk mit einem Etat von.46 000 
Die Rechnung des Vorjahres schloß mit 
M ub. Der günstige Vermögensstand ge- 
es, von einer Erhöhung des Schulgeldes 
şi, so daß dieses niedriger ist als die staat 
tun ^ Şätze. Der Vorsitzende wies mit Genüg 
st- "2 "^ŗauf hin, haß die Stadt der Schule ein- 
r umig eine Beihilfe von 3000 Jl bewilligt habe, 
,-^nb diese Beihilfe in ftüheren Zeiten immer 
^ beiß umstrittener Punkt gewesen sei. 
Ng.Eiad Scgeberg, 1. April. Förderung des 
SeZ^^ņgsnenbaues. Die neugegründete Bad 
tigş .^^ger Wohnungsbaugesellschaft hat ihre Tä- 
50 °şIenommen. Der Magistrat hat bereits 
Ci» 0 Mark als Darlehen gegen hypothekarische 
ļeih^^ņg hergegeben, die Aufnahme einer An- 
Teii ^0 000 Mark beschlossen und einen großen 
wig Summen auch schon beschafft. Damit 
AZoh^ņ gesunde und zweckmäßig eingerichtete 
Hafşxņņ^ņ den minderbemittelten Familien 
Arbeits's ^d außerdem hofft man, hierdurch die 
f-i* ^stökeit mit einem Schlage zu beheben. 
Die 2. April. Städtische Kollegien. 
!sta„d ^îischen Kollegien beschlossen den Fortbe- 
Mind»,s4 r Volksküche für den Monat April, falls 
250 Portionen Essen täglich abge- 
h^nhn 1 werden und die Literportion mit 10 
wird. 
J> Qn J p J '^âs, 2. April. Verbandstag. Der Ver- 
Cļhlss-,,^ st0eidigten Versteigerer für die Provinz 
şonrmluna ^Holstein hielt in Hbide seine Jahresver- 
fucht ° '-L.. e aus allen Teilen der Provinz be 
ider " a ì Tie ausscheidenden Vorstandsmitglie- 
ŗņ-Pinneberg. Niemann-Heide. Saß- 
nese I lrt ’ Maack-Varmstedt und Wrage-Blanke- 
Aussvr»» wiedergewählt. Eine umfangreiche 
şn erfolgte über Standesinteressen, 
haus^d-'de. 2. April. Ausstellung. Im Rat- 
Heide wurde eine Ausstellung des 
^ertrekn Ņachmann aus Heide eröffnet. Stell- 
^sstelln ei Ņàgermeister Schmidt übergab die 
^er wit. einigen anerkennenden Worten 
wilder Die im Saals ausgestellten 
lhaiten Landschaften und Skizzen aw» der 
Weitere provinzielle Nachrichten 
stehe 4. Blatt 
engeren Heimat, Heide-, Moor- und Dünenbilder 
von hohem künstlerischen Wert. Auch auf dem Ge 
biete der Porträtnralerei ist Vachtnann ein Meiste 
der Farbe. Die neueste Schöpfung des Künstlers 
ein Bildnis des bekannten Professors Hansen in 
Oldesloe, ist mit ausgestellt. 
fp. Wesselburen, 2. April. Städtische Kölle 
gien. Die Sradtvertretung in Wesselburen nahm 
nach dreistündiger Beratung den Haushaltsplan 
der in Einnahme und Ausgabe mit 304 250 R-ü 
abschließt, an. Die Steuern brauchen nicht erhöht 
zu werden. 
np. Niebüll-Deezbüll, 2. April. Feuer. Heute 
morgen kurz vor 8 Uhr brannte in Braderup der 
Besitz des Hofbesitzers Holt. Unsere freiwillige 
Feuerwehr war um Hilfe angerufen worden, könn 
te aber trotz sofortigen Abrückens nicht mehr ein 
greifen. Die Feuerwehren von Braderup und der 
Nachbardörfer waren schnell zur Stelle gewesen, 
konnten aber eine Einäscherung der großen Wirt- 
schaftsgebäude mit Ausnahme einer Scheune nicht 
verhindern. Leider find auch drei Stück Vieh mit 
in den Flammen umgekommen. Der Besitzer er 
leidet einen recht empfindlichen Schaden. Ueber 
die Entstehnngsursache verlautet nichts bestimmtes 
ut. Srlberstedt. 3. April. Landparzellierung. 
Am Mittwoch wurde der frühere El. Frahmsch 
Besitz öffentlich parzelliert. Es hatten sich viele 
Kaufliebhaber eingefunden. Die einzelnen Par 
zellen wurden zu einem Durchschnittspreis von 800 
bis 900 Jl je Hektar verkauft. Die Stammstelle 
mit reichlich 20 Hektar erwarb der Landmann R. 
Rathfe von hier. 
p. Schenefeld, 1. April. Die Gemeindevertre 
tung behandelte in ihrer gestrigen Sitzung den 
Voranschlag für das Rechnungsjahr 1926, welcher 
in Einnahme und Ausgabe mit 54 500 Jl ab= 
schließt. Die Gemeindevertretung genehmigte ihn 
einstimmig. Es wurde beschlossen, daß die Ver 
fügung von Beträgen über 300 Jl der Gemeinde 
vertretung vorbehalten bleibt. Bei der Beschluß^ 
fassung über die Steuerverteilung wurden folgende 
Zuschläge festgesetzt: Zuschläge zur Gswerbesteuer 
600 Proz., Zuschläge zur Grundvermögenssteuer 
600 Proz., soweit die Grundstücke der Hauszins- 
steuer nicht unterliegen.: desgleichen 4W Proz., so 
weit die Grundstücke zur Hauszinssteuer herange 
zogen werden. Dieser Beschluß wurde mit 10 gegen 
2 Stimmen gefaßt. Sodann erfolgte die Abnahme 
der Sparkafsenrechnung für die Jahre 1924 und 
1925. Die Rechnung 1924 wurde nachträglich ge 
nehmigt und dem Sparkafsenvorstand Entlastung 
erteilt. Bezüglich der Rechnung für das Jahr 
1925 gab der Vorsitzende des Sparkassenvorstandes 
einige wichtige Aufklärungen. Die Spareinlagen 
betragen reichlich 40 000 Jl, die Einlagen im Kon 
tokorrentverkehr 69 470 Jl, die Ausleihungen 
81240 Jl, flüssige Gelder stehen etwa 26 000 Jl zur 
Verfügung. Insbesondere hat sich in der Spar 
tätigkeit ein wesentlicher Aufschwung gezeigt. Die 
Sparkonten sin-d von 43 auf 134, die Spareinlagen 
von 11 700 stuf 40 300 Jl gestiegen. Der Umsatz 
im allg-emeinen hat sich verdoppelt. Die Eemeiir- 
devertretung erkamrte einmütig die vom Vorstand 
und insbesondere von den Sparkassenbeamten ge 
leistete Arbeit an und sprach seinen Dank ans. Der 
Sparkassenvorstand hatte eine neue Mustersatzung 
zur Genehmigung vorgelegt. Diese wurde an 
genommen. Beschlossen wurde die Eintragung 
einer Hauszinssteuerhypothek auf das Gemeinde- 
grundstück in der Sandkuhle. Der Genteindevor- 
steher wurde mit der weiteren Erledigung beauf 
tragt. 
au. Hohenweftedt, 1. April. Gesellenprüfun 
gen. Heute hielten hier 3 Innungen ihre Gesellen 
prüfung in der Harmonie ab. Die Maurer- und 
Zimmerer-Innung hatte 7 Prüflinge, 2 Maurer, 
Kühl-Schcnefeld und Röschmann-Jnnien, und 5 
Zimmerer, Sievers-Ctafstedt, Dau-Heidkathen, 
Wunsch-Puls, Rohwer-Heidkathen und Wieck-Tap- 
pendorf. Sämtliche Prüflinge erhielten im Ge 
samtergebnis der Leistungen das Prädikat „zu 
frieden". Die - Schmiede- und Schlosser-Innung 
hatte über 6 Prüflinge, 2 Schmiede- und 4 Schlos 
ser zu befinden. Im Gesamtresultat erreichten 
Hans Seemann, Friedr. Begler, Ernst Belgenroth, 
Bernhard Meier und Hans Ratjen des Zeugnis. 
„Gut", Joh. Atatzen „Genügend". Die Innung 
der Tischler hatte 6 ihrer Zunft zu prüfen. Das 
Gefamtrefultllt erbrachte für Hermann Krüger 
des Prädikat „Gut", die übrigen 5, Herwig Peter 
sen, Hermann Homfeldt, Hans Rohwer in Hohen- 
westedt, Wilhelm Sievers und Hans Mohr in 
Hütten erreichten das Prädikat „Genügend". Die 
Tischler-Innung hat bei dieser Prüfung die prak 
tische Arbeit speziell nach Zeit beurteilt. Dadurch 
wurde bei den meisten Prüflingen das Prädikat 
im Eesamtresultat etwas herabgedrücki. 
lk. Nortorf, 2. April. Eine Sitzung der Stadtver 
ordnetenversammlung fand gestern abend in der Aula 
der Mittelschule statt. Bor Eintritt in die Tagesord 
nung machte der Vorsitzende, Bürgermeister Beyer, 
einige geschäftliche Mitteilungen. Es gelangte ein von 
8 Stadtverordneten unterzeichnetes Schreiben zur Ver 
lesung, in welchem beantragt wird, auf die Tagesord 
nung einer der nächsten Stadtverordnetensitzungen zu 
setzen: Antrag auf Aushebung des Beschlusses Nr. 6 
vom 5. März 1926. Der Antrag wird damit begrün 
det, daß ein Teil der Stadtverordneten sich in einem 
wesentlichen Irrtum befunden habe. Der Beschluß 
vom 5. März d. J. lautet« Der Antrag der Freien 
Turnerschast aus Gewährung einer Beihilfe zum Turn- 
Hallenbau wird insoweit genehmigt, als 2500 jl zum 
1. Juni 1927 unter der Voraussetzung zur Verfügung 
gestellt werden, daß Staat und Kreis gleichfalls eine 
Beihilfe gewähren. Der Bürgermeister äußerte seine 
Bedenken gegen den Antrag, der zu unc«ahnten Kon 
seguenzen führen könne. — Gegen den Haushaltsplan, 
der kürzlich öffentlich ausgelegen hat, sind Einwen 
dungen nicht erhoben worden. Die Zuschläge zur Go 
werbesteuer werden erhöht werden. Die Erhöhung 
stelle aber keine Mehrbelastung des einzelnen Ge 
werbetreibenden dar, sie sei nur durch die Herabsetzung 
der Steuergrundbeträge notwendig. Zur Tagesord 
nung übergehend folgte Festsetzung des Mittelschul 
geldes. Entsprechend dem Beschlusse des Mittelschul- 
kuratoriums vom 19. März 1926 wurde beschlossen, das 
Mittelschulgeld von Ostern 1926 festzusetzen: für Ein 
heimische auf 12 Jl, für Auswärtige auf 18 Jl monat 
lich. Der Punkt: Veränderung von Lehrstellen an der 
Mittelschule brachte eine lebhafte Debatte. Es han 
delte sich um die Anstellung einer Haushaltungs 
lehrerin. Das Kollegium beschloß, die Beschlußfassung 
über die Einführung des Haushaltungsunterrichis 
auszusetzen. Es soll zunächst festgestellt werden, wie 
viel Kinder an diesem Unterricht, der nicht obligato 
risch ist, teilzunehmen beabsichtigen. Punkt 4: Bau 
einer Markthalle. Durch die Bereinigung und Ver 
legung der Viehmärkte nach dem städtischen Sportplatz 
hat es sich als notwendig erwiesen, für die Händler 
einen Unterkunftsraum zu schaffen. Vorweg gibt der 
Vorsitzende Kenntnis von einer Eingabe der Wirtin 
vom „Schützenhof", die beantragt, den Markt, der feit 
ca. 30 Jahren auf dem Pferdemarkt vor ihrer Wirt 
schaft abgehalten worden ist, auch fernerhin dort zu 
belassen und stellt ihr Parkgrundstllck dazu zur Ver» 
sügung. Der Vorsitzende bemerkt hierzu, daß die Ver 
legung des Marktes ohne Zweifel für den Schützenhof 
eine große Härte bedeute. Der Vorsitzende gab einen 
Bericht über die Entwicklung der Märkte in den letzten 
10 Jahren. Aus diesem Bericht ergibt sich, daß der 
Auftrieb von Vieh besonders im Jahre 1925 ganz er 
heblich sich gesteigert chabe. Stadtv. Dr. Fokuhl hebt 
hervor, daß für den Schützenhofwirt ein Rechtsanspruch 
für das Verbleiben des Marktes am Pferdemarkt nicht 
bestehe, daß aber, nachdem der Markt ca. 30 Jahre 
dort abgehalten sei, der Wirtschaftsbetrieb ganz danach 
eingestellt ist und somit ein moralisches Recht nicht 
bestritten werden könne. Es wurde beschlossen, die 
vereinigten Viehmärkte bis auf weiteres auf der 
Sportkoppel abzuhalten, ferner eine Markthalle nach 
dem Entwurf des Stadtverordneten Stieper zu er 
bauen. Die Kosten der Unterhaltung des Schülpci- 
weiges werden nach Fertigstellung übernommen. 
B. Büdelsdorf, 2. April. Gemäß Verordnung 
des Wohlfahrtsministers vom 26. März d. I. be- 
trägt die gesetzliche Miete vom 1. April ab bis auf 
weiteres 94 v. H. der reinen Friedensmiete. Die 
Miete für Büdelsdorf stellt sich demnach vorläufig 
wie folgt: für April 94 Prozent. Wenn der 
Mieter die Schönheitsreparatmren übernommen 
hat, ist die Miete 90 Prozent. Hierzu kommen 
'ür unsere Gemeinde die Umlange der Steuer mit 
6 Proz., so daß 96 resp. 100 Proz. bei der Erhe 
bung der Miete in Frage kommt. Es ist jedoch 
nicht ausgeschlossen, daß nach Beendigung der 
Etatberechnung durch abermalige Erhöhung der 
Hauszinsstesteuer sich der Zuschlag von 6 auf 10 
Proz. erhöhen wird. 
Gerichtliches. 
pu. Schleswig, 31. März. Wegen tätlicher Be 
leidigung wurde der Gefreite der Reichswehr Paul 
Friedrich P. aus Schleswig, der vom Lazarett von 
Mürwik zurückkehrte und nach Holstein fuhr, unter 
wegs aber einen Abstecher nach Schleswig machte, 
zu 7 Monaten Gefängnis vom Schöffengericht des 
Landgerichts zu Flensburg verurteilt. P. besuchte 
in Schleswig den Jahrmarkt und geriet in ange 
trunkenem Zustande an einen Vorgesetzten, einen 
Unteroffizier, den er tätlich beleidigte. 
pu. Flensburg, 2. April. Verurteilte Ein 
brecher und Hehler. Wegen des großen Einbruchs- 
diebstahks in dem Kurhaus zu Glücksburg, bei dem 
etwa 60 vollständige Betten, etwa 81/2 Ztr. Kroll- 
haarmatratzen und eine große Menge Wäsche im 
Werte von über 5000 Jl gestohlen wurden, hatte 
ich vor dem Schöffengericht des Landgerichts zu 
Flensburg der Sattlermeister E. F. S. aus Elücks- 
burg zu verantworten. Der Angeklagte war oft 
im Kurhaus mit tätig und daher mit den örtlichen 
Verhältnissen des Hotels, das nur von dem Haus- 
diener beaufsichtigt wurde, genau vertraut. Der 
detzki und ein schon abgeurteilter, mit Zuchthaus 
bestrafter Komplize aus. Beide Verbrecher ver 
übten auch die Einbruchsdiebstähle in zwei leeren 
Villen in Meierwik und entwendeten hier Kleider, 
Anzüge, ein Prismenglas, einen Kompaß, Wäsche 
und andere wertvolle Sachen. Unter der Diebes 
beute muß auch sogar eine Mahagoni-Stehuhr, die 
bislang nicht wiedergefunden wurde, gewesen sein. 
Als W. und sein Genosse in einem Walde festge 
nommen wurden, fand der Oberlandjäger bei W. 
auch eine gestohlene, mit 6 Kugeln geladene Pi 
stole. Beide Festgenommenen wurden ins Ee- 
richtsgefängnis zu Flensburg eingeliefert. Am 
6. Januar d. Js. brach W. nachts aus, wurde aber 
in Hamburg wieder festgenommen und zurückge 
bracht. Er wurde durch zahlreiche Zeugen völlig 
überführt und zu einer Gesamtstrafe von 2 Jahren 
6^ Monaten Zuchthaus wegen schwerer Einbruchs 
diebstähle, Sachbeschädigung im Gefängnis und 
Diebstahls der Gefangenenkleidung verurteilt. 
Kleine Provimch?orrik. 
Das Höchstgebot bei der Verpachtung der Un- 
tereider-Voorde-Schnlensee gab der Kieler Schmie, 
demeifter Hermann mit 280 Jl ab. Die Obereidcr- 
Strecke: Schmalsteder-Mühle—Voorder Schleuse 
wurde an den früheren Pächter, den Kieler Ang- 
lerklub „Früh-aus" für 150 Jl jährlich auf die 
Dauer von 12 Jahren verpachtet. — Kreisaus- 
schußoberinspektvr Plath in Schleswig konnte sein 
25jähriges Dienstjubiläum feiern. — Am Don 
nerstag wurde in Schleswig ein vor einem Ge 
schäft hingestelltes Fahrad mit gelben Felgen und 
gelben Schutzblechen gestohlen. — Durch Anbohren 
eines Fensters verschafften sich Einbrecher Zugang 
zur Werkstelle des Malermeisters Koch in Sieth 
wende und entwendeten ein fast neues Damenrad. 
Die übrigen dort stehenden 4 älteren Fahrräder 
blieben unberührt. — Am 1. April d. I. begeht 
Rektor Lenfch in Niebüll sein 25jähriges Amts 
jubiläum. In Niebüll ist Lenfch als Rektor der 
Bürgerschule seit 1912 tätig. — Nachdem der 
Triebwagenverkehr auf der Strecke Husum—Sü- 
derlügum eingestellt war, verkehren ab 1. Avril 
wieder die Züge 1917, 1924, 1907 und 1906 als 
Triebwagenzüge. 
Familienjubiläen. 
Das seltene Fest der Diamantenen Hochzeit be 
gehen am 6. April die Eheleute Mathias Togen in 
Seeth-Eckholt. Der Jubilar ist 85 und die Frau 86 
Jahre alt. Beide sind verhältnismäßig noch sehr 
rüstig. Der Mann, der noch nie krank gewesen ist, 
hilft noch jetzt seinem Schwiegersohn bei landwirt 
schaftlichen Arbeiten. — Am 7. April feiern die 
Eheleute Hinrich Schlichting und Frau in Stein, 
sieken das Fest der goldenen Hochzeit. 
Serrchen-Uachrichterr. 
Die Maul- und Klauenseuche greift im Kreise 
Rendsburg immer weiter um sich. Neu ausgebro- 
chen ist unter den Viehbeständen der Landwirte 
Albert Wesselmann in Hohenwestedt, Butcnschön- 
Jnnien, R. Behrens, Martin Lahann in Böken, 
-txinrich Soll in Ostenfeld, Hans Sckmepel und 
Claus Ott in Daale, Kniep in Rühleben bei Lang 
wedel, W. Rathjen. Detlef Rathjen u. Joh. Rath- 
ien, H. Törper, Ww. Rehder und Jargstorff in 
Bargfeld, Staben, Fürst und Röpke in Krogaspe 
und des Gutes Westensee. 
bislang völlig unbescholtene S. will aus Not ge- \ 
handelt haben. S. hatte zuletzt kaum das Brot für 
feine Familie. Er will nur eàva 14—1500 Jl 
als Erlös gehabt haben. Das Geld brauchte er, 
um seine Schulden abzuzahlen und für den Haus 
stand. S. hat sich außerdem wegen einfachen Dieb 
stahls von 4 Mistbeetfenstern für den befreundeten 
Nachbarn Gärtner W. und wegen Unterschlagung 
einer Sofadecke zu verantworten. Anker Zubilli 
gung mildernder Umstände verurteilte ihn das 
Gericht wegen der genannten drei Straftaten zu 
10 Monaten Gefängnis, wovon 6 Wochen für die 
Untersuchung abgeben. Tie wegen Hehlerei bezw. 
Begünstigung Mitangeklagten Eheleute Gärtner 
und Händler Alfons W. und Frau aus Elücksburg 
worden trotz lebhaften Bestreitens ebenfalls als 
schuldig erachtet und W. zu derselben Strafe wie 
S. und die Ehefrau W. zu 50 Jl Geldstrafe bezw. 
10 Tagen Haft verurteilt. 
pu. Dollerupholz (Angeln), 1. April. Ver 
urteilter Ein- und Ausbrecher. In der Nacht des 
5. Dezemkers v. Js. wurde bei der Frau Thomsen- 
Dollerupholz -eingebrochen und zahlreiche Klei 
dungsstücke , und andere Sachen gestohlen. Den 
Diebstahl führte der schon vielfach vorbestrafte, 
1901 in Böhmen geborene und als Fürsorgezög- 
ling aufgewachsene Krastwagenfüürer Karl Wi- 
KUTRUftä. o«â?nioì-S<>vske«»i>Ķvļeecki.»i*oii>i^ 
«Bîdedw. »Regen, *5t f inte.'»«0unsï, » Rev«!. îlfi«wirre£ 
ûOraupfln, t noqel. {Ş StHl*. sehr WicM. v-oWOfc 
'“~0 sffiÄdch.»-onaiii(ļ >*-0 fn5ïh,™-0 shirk.*“»<> sreJf, ., 
®*-o sJiifrnijctì, mi >-o »oìîer Srurni Oif Pfade stlegtfi mtt 
dem Winds Du eingereicpneķ lim*n jìsoBeren) «jtôid- 
der. tfit Orr» mir gleichem Luftdruck Du neuen den Ortei» 
shztienden Zahlen gehen cio Lnfrirmpcrdfur an 
Witterunpsüüersicht. 
Freitag, den 2. April 1S25. 
Die Hochdrucklage über Rord-Mirreleuropa bat 
jich verstärkt, so daß das gute sommerliche warme Wet 
ter mit trockenen östlichen Minden anhält. Dem Hock 
von 776 Mm. Druck im Norden liegt- nur ein flaches 
Twf auf dem Ozean südwestlich Irland gegenüber, 
wayrend sonst über Mitteleuropa der Luftdruck über 
>65 Mm. ist. Die Temperaturen liegen in West- 
deutichlan'd mittags über 20 Grad. nur 'in Pommern 
und Ostpreußen ist es noch kühl, kaum 0 Grad. 
Vorhersage für den 3. und 4. April 1928 
- Mäßige, zunächst östliche Winde, warm, heiter dis 
wolkig, trocken. , • ; 
.áas Ktrafsmehi undQebäek
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.