Full text: Newspaper volume (1926, Bd. 2)

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Viertes Blatt 
Sonntag, 
4. April 
Schleswig-Holstein. 
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sternstieg 
AordfchLeswrgfahrt 
der MrnLnsr Pslkshochlchüler 
ans Rendsburg. 
(Schluß.-, 
Bau Gravenitein, wo an einem geselligen Abend 
ķin Kärntner über die Lage des Deutschtums in seiner 
Heimat sprach und wo die Kärntner ihre frischen Volks 
lieder in mehrstimmigem Satz sangen, zogen wir nach 
Sonderburg und nach Alfen. Wir waren zuerst in der 
Süderharde bei deutschen Bauern untergebracht. Hier 
lernten wir nordschleswigsche Landwirtschaft kennen, 
intensive, auf hoher Kultur stehende Besitze mit ihrem 
^lzen Viehbestand, erfuhren Genaueres von der Ex 
porteinstellung des Landes und seiner Angewiesenheit 
-^or allem aus England. Dänemark und mit ihm Nord- 
schleswi.g ist ja die Butter- und Şpeàsts vieler bri- 
^icher Städte. Auffallend ist die absolute Kleinheit 
^ Höfe und die verhältnismäßige große Wohlhaben- 
Ņt der Besitzer. In dieser Zeit leiden sie natürlich 
Unfalls sehr unter der Absatzkrise, in der sich die dä- 
p'sche Volkswirtschaft befindet, in noch höherem Matz 
als die deutsche, weil ihr die Aufnahmefähig 
st eines starken Binnenmarktes fehlt und der hohe 
btand der Krone die Absatzfähigkeit des Landes 
schmältzxj. Wir hörten sehr viele Klagen über die 
mißliche, ja verzweifelte Wirtschaftslage und oft die 
Meinung, daß ein Verbleiben Nordschleswigs hei 
Deutschland einen solchen Ruin der Landwirtschaft 
nicht möglich gemacht hätte. Sehr vielen ehemals dä 
nisch gesinnten Nordschleswigern habe gerade dieser 
Punkt viel zu denken gegeben. Deutsche und Dänen 
leiden in gleicher Weise unter dieser Wirtschaftsnot. 
Fi-r das Deutschtum dort oben aber kann sie sehr ge- 
labrlich werden, wenn die Besitze nicht mehr gehalten 
Gerdau können. Man hörte oft, daß weitsichtige reichs- 
-?^fche Politik hier wach fein und beizeiten für eine 
^.Festigung des deutschen Eigentums sorgen und es 
da î ^ selchen für das Deutschtum auf das tiefste bc- 
EUernswerten und kläglichen Landverkäufen an Dä- 
ņņ' ^îe die der letzten Zeit kommen lassen sollte. Das 
D » Ş^r, die nicht mehr wettgemacht werden können. 
I waren die Deutschen auf Alfen guten Mutes. 
0 * Erlebten das sowohl in ihren Häusern als auch 
AuSemeinfamen Festen, die wir hatten. In 
war x^ņàrg, mo wir alte Alfener Volkstänze sahen, 
!en Ein«, dann zwei in Sonderburg und am letz- 
Gindr îir Roàrg. Sonderburg hat einen tiefen 
ütf au î uns gemacht. Hier wurden wir sehr gut 
jedewverbrachten zwei Tage und waren an 
ten ödende int Kreise der Deutschen. Wir wa- 
Ģäste der rührigen Ortsgruppe der Kieler 
ş niversitatsgesellschaft. Am ersten Abend sprach von 
»en Rendsburgern Dr. Laack über den „Sinn der 
!, SrT! ‘ ® S trat ^ in aIs Forderung klar 
,«,1,. 4-age, »atz aus einem wieder belebten Volkstum 
die^ kulturelle Einheit aller Deutschen neu erstehen 
muffe. Gegenüber den zerstörenden Kräften der heu- 
Ugen Wirtschaft, gegenüber dem liberal-nationalen 
Staatsgedanken der Vorkriegszeit muffe man sich auf 
?„* ^el-schen und geistigen Kräfte besinnen, die un 
ti-^âļļstum ausmachen, und auf ihnen als den na- 
Grundl'llMn einer Entwicklung den neuen 
Ņ aufbauen, Voraussetzung hierfür sei eine neue 
^ ^ îonalerziehung, die bei jedem Einzelnen anzufan- 
- EN hptze und besonders bei jedem jungen, ins Leben 
J?“ in den Beruf tretenden Menschen nötig sei. Der 
,^nn der Dolkstumsarbeit ist die Aufwerfung neuer 
:. e * ewig alten — Grundlagen, die in der Verbum- 
rnE^it Menschen miteinander in einem Volk 
und ihre Auswirkung in einem sroßdeutfchen 
Von den Nordschleswigern zeigte Dr. Wullen- 
noraàîĢ interessante Lichtbilder mit Aufnahmen 
so Erl" ?^Ģr Steindenkmäler Alsens und gab uns 
gar àş ŞîUNgLn zu vielem, was wir im Sanderbur- 
üns, ^ "Ķuseum hatten sehen können. Er verschaffte 
von J* 5 n °^ ^en seltenen Genuß, den schönen Klang 
uon alten frühgeschichtlichen Musikinstru- 
deroa^ dem KopenhŞner Museum, durch Wie- 
"st e auf dem Grammophon zu hören. 
r uàre Abend war ein geselliger, an dem 
den ^îuen Vortrag von Dr. Hellerich, Kiel, über 
tax st ernenhimmel hörte und gemütlich in angereg- 
u °rhaltung und bei Tanz zusammcnsatz. 
wir -Zs Elches freundliches Beisammensein fanden 
dex ^.2^ ìn Nordschlcswig. Die Festlichkeit und 
tten < ! tftlt ^ Sr bic Semütlichc Ausgestaltung von Fe° 
und stì tIen Orten ist uns besonders aufgefallen 
os mit Uns 'Ķreut, das hat uns gezeigt, daß wir 
wir win.^E" deutschen Menschen zu tun hatten, denen 
şuhlen ^Mcn waren. Wir wollen uns verpflichtet 
Sag, W ’^ tten mit unserem Eintraten für die deutsche 
für sie zu danken. 
dewuk^ 'ņ Rorburg fanden wir einen geschlossenen, 
Mitt à Kreis Deutscher. Als wir sie am Nach- 
tterp« 8 » U Einer musikalischen Andacht in die Kirche 
Plat-' ??^en sie und füllten sie bis auf den letzten 
gut 3 ŗ r am Ņend beim „Deutschen Abend" kamen 
Das Ö Leut«, wie man angenommen hatte. 
Abend J ^oße Freude, die uns auch half, den 
Aach 9«? e , m lchönsten der ganzen Reise zu machen. 
sangen wir so viele alte Volks- 
knz>-ln und im Choigesang, daß es schnell spät 
wurde, und wir alle, unsere Gastgeber und wir, gar 
nicht des Zusammenseins müde wurden. Ein seltener 
Einklang war zwischen jung und alt, zwischen Deut 
schen von hüben und drüben, der uns unsere Aufgabe 
im Grenzgebiet mit Stolz empfinden ließ. 
Am anderen Dag fuhren wir mit dem Dampfer 
bei stürmischem Wetter nach Apenrade. Hier erlebten 
wir Rendsburger den letzten Abend unserer Reis- 
Die Jugendbünde spielten uns ein Märchenspiel in 
selten geschmackvoller Ausstattung, wir hörten moder 
ne Kammermusik von deutschen Künstlern aus Apen- 
rade und erlebten hier zum letzten Mal auf der Reise 
einen schönen Zusammenklang von deutschen Seelen. 
Am Tag.darauf gings mit dem Auto nach Flens 
burg und dann weiter nach Rendsburg. 
Wir sind der Eindrücke von der Nordschleswig- 
Reise voll.^ Sie war sehr schön, wir haben eine um 
ihr Deutschtum ringende Bevölkerung kennen gelernt 
und hoffen, ihr durch unseren Besuch die emeute Ver 
sicherung gegeben zu haben, daß wir treu zu ihr hal 
ten, sie in ihrem zähen stillen Kampf verstehen und 
ihr helfen werden. 
Wir waren auch in Broacker und sahen dort in 
eifriger Arbeit die deutschen Lehrerinnen in ihrer 
Schule. Hier bekamen wir wohl am stärksten einen 
Eindruck von der Schwere des Kampfes. Die Schule, 
für die Rendsburg übrigens die Patenschaft über 
nommen hat —' ist zerfallen, es regnet durch das alte 
Strohdach des ehemaligen Wirtshauses durch, die 
Räume sind nicht eingerichtet, es fehlt an allem, vor 
allem an Geld. Es fällt schwer, unter solchen Umstän 
den deutsche Kulturarbeit zu leisten. Aber daß sie auch 
dort gemacht wird, hat uns die Unverwüstlichkeit 
des Deutschen und seine Zähigkeit gezeigt. Es war 
uns danach um des Deutschtums jenseits der Grenze 
nicht bange. Fritz Lasck. 
übrige Unterricht wird von den hiesigen Lehrkräfien 
erteilt. Die Mehrkosten sind auf 600—700 Jl veran 
schlagt. — Arg geschädigt wurden drei hiesige Einwoh 
ner. die einem Fremden je ein Fahrrad abkauften. 
Es hat sich herausgestellt, daß die Räder erschwindelt 
waren. Sie sind von der Polizei beschlagnahmt wor 
den, und die Käufer sind das dafür gezahlte Geld los. 
kk. Glückstadt, ZI. März. Das Stadtverord- 
nctenkollegiuin genehmigte in seiner Sitzung den 
Antrag des Stadtverordneten Kaufmann Ludwig 
Dirks auf Niederlegung seines Stadtverordneten 
mandats infolge Verzugs nach Hamburg und nahm 
die Wahl des Wahlvorstandes für die Präsentation 
des Beigeordneten vor. In der anschließenden ge 
meinsamen Sitzung der beiden Städtischen Kolle 
gien beschloß man u. a., das neueröffnete Museum 
der Elbmarschen nach dem Gründer desselben, 
Eymnasii-aldireltor Geheimart Dr. Detlefen, „Det- 
leffen-Musum" zu nennen. Seitens des hiesigen 
Dauoereins wird beabsichtigt. 20 Wohnungen neu 
zu bauen. Die Kosten dieses Bauvorhabens sind 
auf 180 000 Ji veranschlagt und zwar wird die 
Eisenbahn-Pensionskasse hierfür 40 000 Jl und die 
Reichseisenbahn 80 000 Jl bereitstellen. Die noch 
fehlenden 80 000 Ji werden nun vom Bauverein 
aus Mitteln der städtischen Hauszinssteuern bean 
tragt. Die Kollegien bewilligten diese Summe, in 
dem sie für 6 Wohnungen je 3000 Jl hergaben. 
Gegen die Stimmen der bürgerlichen Vertreter 
beschloß man dem Bauverein entsprechendes Bau 
gelände an der neuausgelegten Bismarckstraße 
oder nach freier Wahl zur Verfügung zu stellen. 
Zur Verhandlung stand darauf der neue Haus- 
halt'ungsplan. Nach längerer allgemeiner 'Aus 
sprache wurde beschlossen, den Haushaltsplan zu 
nächst der Kämmereikommission zur lleberprüfung 
zu überweisen. 
iltlyssSM Si© nicht, 
das „Auffusseln"derWäsche Ist das erste 
) Zeichen der beginnenden Zerstörung. 
. * Nidit durch den Gebrauch «ird die 
Wäsche vorzeitig verniet !, sondern 
durch Verwendung minderwertiger 
scharfer Waschmittel. „Dr. Thompson» 
Seifenpulver" reinigt schnei! und doch 
sdionend die Wäsche;gebleicht wird sie 
mit „Seifix”. Beide zusammen 45 Pf 
MWH 
r. Eutin, 1. April. Die Stadt»eroîdncten be 
schlossen den Erlaß einer Polizeiverordnung für 
die Stadt Eutin über Fuhrwerk und Kraftfahr 
zeuge, die öffentlich zum Gebrauch aufgestellt wer 
den. Danach bedarf jeder Einwohner, der solche 
Fahrzeuge öffentlich bereitstellen will, einer Er 
laubnis des Magistrats und für jedes einzelne 
Fahrzeug emer polizeilichen Erlaubnis. — Die 
vom Schulvorstand beantragte Aenderung der 
Schulgeldsätze für das Lyzeuni (Erhöhung des 
Schulgeldes für Eutiner und Ermäßigung für 
Auswärtige) wurde abgelehnt. — Die endgültige 
Anstellung des seit einem Jahre als Leiter des 
städtischşLn Bau- und Verkehrsamtes tätigen Dip 
lom-Ingenieurs Wilhelm als Stadtbauineiftsr 
wurde beschlossen. Die Arbeiten am Sportplatz 
sollen nunmehr wieder aufgenommen und durch 
Erwerbslose zu Ende geführt werden. Die dafür 
noch erforderlichen 21000 Jl sollen angeliehen 
werden. 
xa. Bad Segeberg, 1. April. Stadtkollegien- 
sttzung. Die Jahresrechnung der Stadtkaffe für das 
Rechnungsjahr 1924 wurde vorgelegt. Die Rech 
nung wurde festgestellt in Einnahme auf 374 219,82 
9ÎJI., in Ausgabe auf 356199,40 R-tt., mithin 
bleibt ein Bestand von 18 020,42 31 Jl. Dem Stadt 
rentmeister wurde Entlastung erteilt. Alsdann 
wurde die Erhöhung des Schulgeldes für die Re 
alschule und die Höhere Mädchenschule beschlossen. 
Es sollen erhoben werden: Für einheimische Schü 
ler 200 $Ul, für auswärtige Schüler 280 R-tt., 
für Ausländer 500 RM. jährlich. Auf Antrag 
wurde dem Abfuhrunternehmer Sager in Klein- 
Rönnau die Entschädigung für Abfuhr der Müll- 
und Abortkübel ab 1. April auf 750 R-K. jährlich 
erhöht. Die Gebühren für die Abfuhr wurden wie 
folgt festgesetzt: Für einmalige wöchentliche Ab 
fuhr 5 R-st., für zweimalige wöchentliche Abfuhr 
10 R-K. je Kübel jährlich. Sodann wurde be 
schlossen, die städtischen Grundstücke auf dem Wein 
hof an die Segeberger Kleinwohnungsgesellschaft 
als Bauland für den Preis von 1,50 31JI. für 
1 qm zu veräußern. Die Unkosten für die Unter 
haltung der Pflichtberufsschule sollen in der Weise 
gedeckt werden, daß für jeden Schüler eine Umlage 
von 10 Rftt. erhoben wird. Der Rest soll durch 
die Gewerbetreibenden und sonst Verpflichteten 
gedeckt werden. Die für das Rechnungsjahr 1925 
notwendig gewordenen Nachbewilligungen wurden 
genehmigt. Es handelt sich größtenteils um ge 
ringere Beträge. Zum Schluß wurden die vom 
Bezirksausschuß vorgeschlagenen Aenderungen zur 
Ortssatzung über die Anlegung und Veränderung 
von Straßen und Plätzen angenommen. 
os. Bad Bramstcdt, 31. März. Eine grundlegende 
Aenderung in der Orgmiifati-m der hiesigen Berufs 
schule tritt mit Beginn des neuen Schuljahres ein. 
Es sind drei Lehrer von der Berufsschule in Neumün 
ster gewonnen, die je vier Stunden im Fachzeichnen 
und fachlichen Rechnen unterrichten werden. Die 
Schüler werden zu dem Zwecke in drei Klassen einge 
teilt, von denen die eine die Bauhandwerker und 
Tischler, die zweite die Metallarbeiter, die dritte die 
das Freihandzeichnen pflegenden Gewerbe umfaßt; der 
Meldorf, 31. März. Dir Siadtvertretung bs- 
chlotz, den Betrieb der Volksküche mit dem 1. April 
einzustellen. Im vergangenen Vierteljahr wurden 
16 600 Portionen Essen ausgegeben und dafür 
2600 Ji verausgabt, Das Gesuch des Turnvereins 
um Errichtung eines Schwimmbades in der Wafch- 
aue, das 10 000 Jl kosten soll, wurde abgelehnt. 
Zur Beschaffung eines Ankleide- und Eer'ätehau- 
es auf dem städtischen Sportplatz wurden zu den 
2000 Jl betragenden Unkosten 500 Jl, dem Logen 
hausverein, in dessen Heim die Jugendherberge 
untergebracht ist, werden zur Hausausbesserung 
200 Jl bewilligt. Der Geschäftsbericht und Jah 
resabschluß der städtischen Sparkasse für das Jahr 
1925 wurde bekanntgegeben. Der Bestand der 
Spareinlagen mit monatlicher und längerer Kün 
digungsfrist betrug am Schluffe des Geschäfts 
jahres 371 288,73 Jl auf 595 Büchern gegenüber 
einem Bestände von 143 073,60 Jl Ende 1924 auf 
242 Büchern. Nach Abzug der Unkosten verbleibt 
ein Reingewinn von 25 000 Ji. 
pu. Mittelrücken, 30. März. Der Hagelver- 
fichrtmgsvsrein für den MittelrLcksn, der zu den 
ältesten Vereinen hiesiger Gegend, die auf Gegen 
seitigkeit beruhen, gehört, umfaßt nicht weniger 
als 39 Bezirke. Unter Vorsitz des stelln. Direktors 
Landmann, I. Carstensen-Lster-Ohrstedt fand die 
ser Tage die diesjährige Hauptversammlung statt. 
Rach dem von Lehrer i. R. C. P. Christiansen^ 
Ahrenviöl erstatteten Jahresbericht war das letzte 
Geschäftsjahr sehr günstig. keine Schäden int 
zweiten Bezirk zu verzeichnen waren, was als 
eine besondere Seltenheit angesehen werden kann. 
Der Jahresbeitrag dl°r Mitglieder konnte dem 
entsprechend niedrig mit 1 F für den versicherten 
Zentner festgesetzt werden. Die Umlage für das 
kommende Geschäftsjahr richtete sich nach der 
Größe der entstehenden Schadsnfälle. Die aus 
scheidenden Vorstandsmitglieder C. Clausen und 
P. Eloe-Treia wurden wi>edergowählt. 
wt. Nortorf, 1. April . Nordschleswig-Bücher- 
fpende. Die von unserer Ortsgruppe des Schieswig- 
Holsteiner-Vundes eingeleitete Sammlung von Bü 
chern für die Nordmark hat bereits ein erfreuliches 
Resultat erzielt. Von mehreren Damen und Herren 
wurden etwa S0 Bände bei Oberpostmeister Michelsen 
abgegeben, der sie der Bundesgeschäftsstelle in Flens 
burg übermittelt. Die Sammlung wird am 1. Mai 
geschloffen. 
dk. Hanera«, 31. März. Plötzlicher Tod. 
Amtsvorsteher Hebbeln aus Lütjenwestedt wollte 
in Kiel die Heimreise antreten. Bevor er jedoch 
den Zug bestieg, fiel er, vom Schlage gerührt, tot 
auf dem Bahnsteig nieder. 
MersmMlien. 
Kantor Hauschildt in Süderstapel ist vor 25 
Jahren am 4. April in den Organistendienst und 
am 10. April in den Schuldienst hierfelbst einge 
führt. Das Jubiläum kann daher am 10. April 
gefeiert werden. — Der langjährige Gemeinde 
vorsteher Nie. Hansen in Rüde hat sein Amt als 
Gemeindevorsteher niedergelegt. An seiner Stelle 
ist der Hofbesitzer Johs. Heldt gewählt worden. 
Hauptlehrer und Organist Johannsen in 
Leezen, der hier sechs Jahre wirkte, wurde zum 
Konrektor ernannt und nach Niebüll versetzt. — 
Pastor Kobold in Osterhever hält am 18? April 
seine Abschiedspredigt und geht nach Eisleben. 
Die Lehrerin Fräulein Meta Festersen in 
Havetoft, die dort in ihrem Heimatsort Havetoft 
längere Jahre an der Unterklasse der dreiklassigen 
Schule tätig war, wird zum 1. April d. I. auf 
Wartegeld gefetzt. — Pastor Pohlmann in Heili- 
genstedten ist zum Nachfolger des Studiendirektors 
am Preetzer Seminar und Klosterpredigers Profes 
sors Lic. Rendtorff, der einen Lehrstuhl ander Uni 
versität von Kiel als ordentlicher Professor über 
nimmt, ernannt worden. Der neue Studiendirek 
tor ist als Herausgeber der ..Landeskirche" in 
weiteren Kreisen bekannt. Er wird seine Aemter 
Ende April übernehmen. Seit 1919 war er zwei 
ter Pastor in Heiligenstedten bei Itzehoe. 
Lehrer Volkers in Vaalermoor wird zum 1. April 
nach Hem,siebt.(Dithm.) versetzt. — Zum Amtsvor 
steher des Amtsbezirks Niebüll ist der ncugewählte 
Gemeindevorsteher Kuhs vorgeschlagen. Die Gemein 
devertretung ist mit der Uebertragung der Amtsge-- 
schäfte auf Kuhs einverstanden. 
^ Der Geschäftsführer der Spar- und Darlehns- 
kasşe Böklund, Christian Erichsen, wurde zum 
Oberbrandmeister für den Amtsbezirk Fahrcn- 
stedt ernannt. — Lehrer Wilhelm Rave, Sohn des 
Hotelbesitzers Johs. Rave in Kappeln, der feit 
1920 in Friedrfchstadt amtierte, ist zum 1. April 
an die Schule im Kirchspiel Tönning versetzt. 
DLsttzVeränderurrgett. 
Der East- und Landwirt Jacob Bielfeld in Ersdc 
verpachtete seine Gastwirtschaft „Zur Börse" dort 
selbst an den Landmonn Otto Harders von Albers- 
dorferfeld in Dithm. vom 1. April 1926 bis 1. 
April 1932. Bielfeld kaufte sich ein Haus am 
Bahnhof von dem jetzigen Pächter der Gastwirt 
schaft Johannes Gösau. Der Antritt ist erfolgt. 
Der Landmann Otto Harders von Albersdorfer- 
feld hat seine ca. 44 Morg. große Landstelle ohne 
Inventar an einen Herrn aus Bad Oeynhausen 
auf 5 Jahre verpachtet. Der Antritt ist erfolgt. 
- Der Landmann Peter Lorenz von Vcsdorfcr- 
feld verkaufte seine ca. 66 Morg. große Landstelle 
mit dem vorhandenen lebenden und toten Inven 
tar an einen Herrn aus Cuxhaven. Der Antritt 
'soll zum 15. April erfolgen. Lorenz pachtete sich 
eine Landstslle in Cleve bei Wilstcr wieder. 
Der Landmann Otto Tredc-Ncmmcls ver 
kaufte feine als Ziegelei benutzten Gebäude mit 
Lewa 1 Tonne Land an Schuchardt in Erfde für 
angeblich 2700 R-1i. — Tie Gastwirtschaft „Sand- 
k-Ug' in Itzstedt wurde im Zwangsverkauf an 
einen Landmann aus Westfalen verkauft. 
Der Schneidermeister Johs. Boock, Loit-Mufchau. 
verkaufte fein Wohnhaus an den Maurer Jessen 
aus Dollrottholz mit Antritt zum 15. April? Der 
Kaufpreis beträgt 2500 Jl. Boock kaufte wiederum 
ein Wohnhaus in Havetoftloit bei Satrup. 
Der Arbeiter Kl. Hartung aus Holstcnniendorf 
erwarb einen 10 Tonnen großen Besitz in Hach- 
donn. — Das in der Holftenstraße in Hademar- 
fchen belegene früher Maackfche Haus wurde von 
der jetzigen Besitzerin, Frau Wagner aus Reumün- 
ster, an einen Käufer in Neumünster verkauft. 
Kaufpreis nicht genannt. — Struckmann, Flens 
burgs hat fein Zweiggeschäft am Kirchensteig in 
Niebüll an Fräulein Inge Nommensen, bisherige 
Leiterin der hresigen Filiale Methmann, verkauft. 
— Eroßkaufmann I. C. Möller in Flensburg ver 
kaufte laut „Flensborg Avis" feine Villa Wran- 
gelstraße 14 an die „Dänische Kirche im Ausland" 
und hat danach die Villa Wrangelstraße 15 des 
verstorbenen Buchhändlers Westphalen gekauft. — 
Lehrer Elaufen in Albersdorf hal sich neben dem 
Gewese des Bäckermeisters O. Timm einen Bauplatz 
gekau-st, auf dem er sich in. allernächster Zeit ein Haus 
errichten lassen wird. Die von der Bahnhofstraße 
nach den Gütergleisen am Papenbusch entlangfüh 
rende Zufahrtstraßo wird im Frühjahr um 2 Mir. 
verbreitert werden, und zwar nach dem Gehölz hin. 
Der bisherige Pächter der Gastwirtschaft von 
Heinrich Christiansen-Goldelund, Thomas Hansen, 
kaufte die Bahnhofswirtschaft von Wilhelm Clau- 
sen-Cchtvaöstedt für 18 000 Jl. Die Gastwirtschaft 
in Eoldelund übernimmt der Besitzer Heinr. Ehri- 
stianscn wieder. 
Familienjubiläen. 
Die Eheleute Andreas Paulsen-Rardstrund 
feierten ihre goldene Hochzeit. Vom Kriegerverein 
dessen Mitglied Paulsen ist, wurde dem Jubel- 
pctüie eint ißoxctljcttb ettt bcitgebrocfyi. 
Rauch, Geruch 
\m jSchhacIce chm 
Höhe hlzizhraG alihzwährH 
'Sauhe?, hîlkķ, aJIhz^chrf-r* 
rdvön
	        
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