Full text: Newspaper volume (1926, Bd. 2)

it. Hufe 
un® des 
iklichkeit 
gestalten, 
otzaugen 
«der ge- 
rmlichen 
rgt nicht 
irr lichen 
:n Nach- 
enn ms' 
feie sat 
in, feaitrt 
md und 
»ere ver- 
nfe wird 
t-eri aber 
hwing« 
itt schau- 
iber dos 
rar àr 
it anten 
Es sindj 
sicht feer 
tefeen sie 
llen aui 
feer feem 
von fe i et 
119. Jahrgang, 
wig-ßolfteinifd)e Landsszsîlung 
Dszrtgspreis: Monatlich 1,78 EoldmarK ausschließlich Bestellgeld frei ins Haus. 
EiņzŗloerKaufspreis 1V Goldpfennige. 
Schristleitung und Geschäftsstelle: Rendsburg. Mühlenstraße 18. 
Fernsprecher 15 und 112. — Telegramm-Anschrift: Tageblatt. 
Barist-Konten: Spar- u. Leih-Kafle. Bankverein für Schleswig-Holstein. Aktien-Sesellschast. 
Westholsteinische Bank. Schleswig-Holsteinische Bank und Gemeinde-Sparkasse Lüdelsdors. 
BoWchcck-Konto: Hamburg 16278. Erfüllungsort: Rendsburg. 
119. Jahrgang, 
Im Falle höherer Gewalt, 
Krieg oder sonstiger irgendwelcher Störung des Be 
triebes der Zeitung, der Lieferanten oder der Be- 
förderungseinrichtungeu, hat der Bezieher keinen 
Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung der 
Zeitung oder auf Aückzahlrmg des Bezugspreises. 
Anzeigenpreis: 
Die lOgespaltene Kolonelzeile 25 Goldpsennig. Rekla 
me!, 125 Goldpfennig. Zahlungsziel 14 Tage. 
Mittwoch, Äen 7. April 
Dinge schnell in Ordnung, beschaffte Lebensmittel, 
Rücktritt der jugoslawischen 
Regierung. 
Belgrad, 4. April. Heute mittag unterbreitete 
Ministerpräsident Nintschiffch feem König feie D«. 
mission fees Kabinetts. 
Die Kabinettskrise in Serbien ist entstanden, 
weil Rafeitsch verlangte, daß eine Interpellation 
über feie Korruptionsasfären fees Sohnes Nicola 
von Paschitfch vor feem Parlament zur Verhanfe. 
lung kommen sollte. Der voraussichtliche Nachfolger 
Paschitfch wird wahrscheinlich Jwanowitsch sein. 
Man nimmt an, daß sich feie Kroaten unter Füh 
rung von Rafeitsch an Jwanowitsch anschließen 
werden. ' 4/3, 
I Die Friedensverhmrdlungen 
in Marokko. 
T.-U. Madrid, 6. April. (Gig. Funkmeldung.) 
ş Die offiziöse Zeitung „Rotiviero" veröffentlicht 
! Betrachtungen über die durch die Friefeensbereit- 
schaft Abdel Krims geschaffene Lage. Es wird da 
rauf hingewiesen, daß fei« französische und die spa 
nische Auffassung eigentlich nie über feen Zeitpunkt 
und feie Art fees Vorgehens bei feen Friedensver- 
hanfelungen au s ei na nfee rginge n. Da aber beide 
Regierungen das gleich« Ziel verfolgten, werde 
eine Einigung sicher bald möglich sein. 
Die Schwierigkeit feer einleitenden Bespre 
chungen liegt an feem Fernhalten' feer spanischen 
Regierung an feen Vorverhandlungen. Trotz feer 
Geheimnisse, mit denen feie Konferenzen und Be 
sprechungen, feie tat Quai d'Orsay und in Rabai 
parallel stattfinden, umgeben werden, ist ersichtlich, 
daß die französische Regierung für einen baldigen 
Friedensschluß das größte Interesse an den Taa 
legt. 
' 
Uach der Annahme des Finanz- 
programms. 
2.8 Milliarden ungedecktes Defizit. 
T.-U. Paris, 5. April. Die französische Presse 
ueß dre Rädelsführer des Straßenauflaufs hin- 
rtchten — aber die eine Folge dieser Dinge war 
nicht mehr rückgängig zu machen: Der Schah er 
klärte, er käme nicht. 
Das brachte mit einem Schlage die Meiming 
des gesamten Volles gegen ihn auf. Daß ein Kö 
nig die Leiden mit seinem Volke nicht teilen woll 
te und in Paris blieb, obgleich ihn alle erwarte 
ten, das war mehr, als feine persönlich ja immer 
hin schwache Popularität vertragen konnte: Alle 
waren sie für seine Absetzung. Resa geriet damit 
in eine für ihn keineswegs angenehme Lage. Hatte 
er durch feine Einladung an feen Schah schon die 
Demokraten verstimmt, so hätte er setzt, wenn er 
trotzdem an seiner Auffassung festgehalten hätte, 
die ganzen konservativen Elemente gegen sich ge 
habt. ^ Er mußte also wählen — und wählte die 
Her von 
mancher 
m Rach- 
eln u nd 
lagenfeen 
he durch 
mer 
weinen 
Wie und 
ingkraut 
inet gib 
bracht«. 
Me Forst 
Durch 
llltreiher 
rchornatn 
chraubs» 
ngessriit' 
Deutschlands Stellung jnr Mor- 
fassungsandernng des Uölker- 
bundes 
Französische Pressestimmen. 
T.-ll. Paris, 6. April. (Eig. Funkmeldung.) 
Das Wiederaufleben der diplomatischen Verhand 
lungen zwischen Deutschland, Frankreich und Eng 
land wird im Zusammenhang mit feem Nichterfolg 
von Genf heute morgen von einem Teil feer Pa- 
riser grosse eingehend kommentiert. Man glaubt 
zu wissen, Vrianfe werde im Laufe feer Woche feie 
Besprechungen mit London und Berlin wieder auf 
nehmen, um im Rahmen fees Möglichen feie ver 
hängnisvollen Folgen des Genfer Richterfolges zu 
beseitigen, feer feie ganze Locavnopolitik in Frage 
stelle. Es scheint, daß Deutschland nur wenig ge 
neigt sei, sein Aufnahmegesuch zur nächsten Sitzung 
zu erneuern. Deutschland wolle bereits im voraus 
über die möglichen Reformen unterrichtet werden, 
feie man im Völkerbundsrat vornehmen wolle, 
ebenso Wer feie Haltung Frankreichs und Englands 
zu den Kandidaturen Spaniens und Brasiliens. 
Falls feie Reformen und feie Folgen feer Kanfeifea- 
tu.reii nicht feie von feer deutschen Regierung ge 
wünschte Erledigung fänden, so werde sich das 
Reich fei« volle Freiheit vorbehalten, fein Auf 
nahmegesuch unbefristet zurückzuziehen. Diese Hal 
tung feer deutschen Regierung sei durch innere und 
äußere Vorgänge bedingt. Es sei Tatsache, daß in 
der letzten Zeit eine starke Propaganda in Süd- 
unfe Nordamerika und in gewissen europäischen 
Staaten betrieben worden sei, die sich gegen den , 
Völkerbund richte. Der „Avenir" glaubt, feie! 
Geistlichkeit und feie Krone. Richt Resa setzte die 
Kafesaren ab, sondern das Parlament wählte ihn 
zum König. 
Damit hat einejfeer merkwürdigsten Laufbah- 
ei'ne entsprechende 
r " ' „ wenn 
man ihn steht, ein König unter seinem Volke. Ob- 
nen der persischen Geschichte 
Würdigung gefunden. Resa ist wirklich, 
r ■ - 
wohl nur von mittlerer Statur und etwas unter- 
fetzt, wirken feie Selbstaerstänfelichkeit und Schnel 
ligkeit, mit der er seine Anweisungen gibt,' die 
Uöberlegenheit, mit der er sich, obwohl nur von 
mäßiger Schulbildung, in alle, au chdie fremfeesien 
Dinge hineinfindet nnfe feie Zuverlässigkeit seines 
Charakters imponieret. Es gibt keinen Europä 
er der .nicht begeistert von seiner Liebenswürdig 
keit und sei«r Intelligenz spricht. Dabei besitzt er 
noch einige andere Eigenschaften, die uns schon in 
er bekannten altpersischen Literatur als königliche 
^lgenşchasten entgegentreten: Umsicht, Mut und 
Beharrlichkeit, Dinge, feie leider unter der stäfeti- 
ihreM 
r glint' 
eHenfe# 
Meiste^ 
vorren«n 
Rügest 
Dürrast 
zitternd 
meistens 
Pracht» 
in fee" 
her und 
■gen und 
bringt in ihren Ostersonntags-Ausgaben ausführ 
liche Aufstellungen feer neuen Steuer- und Tarif 
erhöhungen. In vielen Blättern wird gleichzeitig 
darauf hingewiesen, daß neue Einnahmequellen 
gesucht werden müssen. Die Andeutungen fees Fi- 
nangministers in feen Rachtsitzungen in Kammer 
und Senat werden dahin ergänzt, daß im Laufe 
fees Jahres 1926 eine Rate feer französischen aus 
wärtigen Handelsschuld in Höhe von 1.7 Milliard. 
Franken fällig wird, für die bisher eine Deckung 
nicht vorhanden ist. Außerdem sind feie für fei'» 
Amortisierung der Vorschüsse der Bank von Frank 
reich au den Staat erforderlichen Beträge nicht 
vorhanden, sodass im ganzen ein ungedecktes Defi 
zit von etwa 2,6 Milliarden Franken verbleibt. 
eutJür£ n ķn nur feie spärlichen Berichte feer 
dann über Persien gelesen hat, und 
komnii Ņch Jahren hierher nach Teheran 
»U* TAnlftY ri”* nian ’ wie viel sich verändert und 
"uch dieses orientalische Land mit 
europäisch^ Anstrich versehen hat Televbon 
elektrisches Licht, Wasserleitung und Kana^ 
sind zum Teil bereits fertiggestellt, mnt 
Tsll geptant. Deutsche Ingenieure sind damit be- 
chafttgt gewesen, während des Winters neue und 
zwar diesmal unterirdische Kabelleitungen zu l-. 
lT im Ģlrfe bekannt, daß feie deutsche 
tct ° Flugzeuggcsellschaft endgültig feie Kon- 
Deil geplant. Deutsche Ingenieure sind damit'be- 
-igi gewesen, während des Winters neue, und 
mtfe soeben wird bekannt, daß feie deutsche 
relsin» ^ļŞuggesellschast endgültig die Kon. 
Perü». . persischen Fluglinien erhalten hat. 
Ştaát Ģ sicher ebenso modern, wie es ander« 
ben ietl ’ ^ şich erst vor kurzem europäisiert ha« 
b ' ^Uch sind, und Mar. nicht nur in diesen Aeu» 
xy^lchkeiten, sondern auch in vielen alten Ange- 
ha^heiten, feie unausrottbar schienen. Persien 
j e st 'ne Armee, feie sich sehen lassen kann, das gan- 
erscheint wie von einem neuen Geist er- 
von ņicht davon soll tote Rede sein, sondern 
scher Şchah, Pählawe, feem erkorenen Herr- 
stür-t^es neuen Landes, feer die Kadjarenfeynastie 
cheg ş .und nun selber feie Krone des alten Rei- 
er st "ägt. Was ist er für ein Mann, wo kommt 
finļ r ’ was macht er für einen Eindruck? Das 
siK Eulitz die Fragen, feie in Europa alle Welt 
üntr z als feas — auch hier unerwartete — 
û ïfi>r unli) Kafejaren abgesetzt wurden. Denn 
»n jz nglich hat Resa. nicht die Absicht gehabt, sich 
di« svrrl Ştelle zu setzen. Resa hatte urşsprnnglich 
beg^'ächt, sich mit einer viel geringeren Rolle zu 
Sand ti'en. Nachdem feie republikanische Propa- 
! deNeieS- 
>os° Nur»- 
voslls-- 
no- ' 
an oer usm nur ein ttiltcö tn der Kett« eines 
Korruptionsskandals, wie er sich in diesem Um 
fange in Deutschland bis jetzt noch nicht ereignet 
hat. Fölsing hatte vor seinem Verzwciflungs- 
fchritt ein Teilgcständnis abgelegt. Es kann kaum 
ein Zweifel bestehen, daß Beamte der Reichsbahn- 
direktion Osten sich gemeinsam mit dem Bauunter 
nehmer Schmidt-Rosengarten, der den Auftrag 
zur Herstellung des Baues des ErcnzSahnhofes 
Neu-Bcntschen, zur Errichtung einer umfang 
reichen Veamtcnsiedlnng in der Nähe des Greni- 
bahnhofes und zum Umbau des Hauptbahnhofei 
Frankfurt an der Oder erhalten hatte, zufammen- 
getan und die Reichsbahn um außerordentliche 
Summen geschädigt haben. Eine Reihe weiterer 
desmal absolut Herr feer Lage sein und bereits im 
voraus den westlichen Mächten die Hände binden. 
Daher verlange es vor einer prinzipiellen Antwort 
offizielle AufKärungen. Berlin verlange, daß 
unter der Frage der Erweiterung auch die Ein 
stimmigkeit geprüft w>erfeen solle. 
Scharfe Lttmrrsche Uote an 
den MöLkerdnnd. • 
T.-U. London, 6. April. (Eig. Funkmeldung.) 
Der Generalsekretär des Völkerbundes hat von der 
litauischen Regierung eine für die Mitglieder fees 
VNkerbunfesrateg bestimmte Mitteilung erhalten, 
die nach Meinung de» diplomatischen Korrespon 
denten des „Daily Telegraph« wahrscheinlich die 
sĢrfste diplomatische Note ist, die dem Völker. 
Sundsrat jeweils von einem Mitglied zngega,lg«n 
ist. In der Note beschwert sich Litauen darüber, 
daß polnische Truppen immer noch einen litauischen 
Gebietsstreifm besetzt halten, obwohl Polen vom 
Völkerbundsrat aufgefordert sei, den Status quo 
wieder herzustellen. Litauen habe die sofortige 
Einberufung einer Untersnchungskommission ver 
wirft sogar einen Ueberfchutz ab, aber «s genügt 
eben zur Durchführung all feer großartigen Pläne 
nicht. Die Feste feer letzten Tage haben große 
Summen verschlungen und böswillige Zungen 
munkeln bereits etwas von einer Leere in den 
Kaffen . . . Aber feas wird woU Lberwunfeen 
werden. Denn zunächst einmal sunktionieren Post 
und Telegraph, Post und Verwaltung in einer 
Weise, wie man das wühl seit Jahrm hier nicht 
mehr gesehen hat. 
Die allgemeine Stimmung ist daher eine all- 
gemein optimistische. Die Straßen sind ja stcher, 
die Währung stabil und man kann als Europäer 
jetzt friedlich in Gegenden reisen, feie man vor 
zwei Jahren nur unter Einsetzung seines Lebens 
aufsuchen konnte. Allerdings ist davor zu warnîen, 
allzuviel auf einmal zu hoffen. Persien ist eben 
ein armes Laufe, ohne allzuviÄ natürliche Hilfs 
mittel, und von heute auf morgen wird auch hier 
niemand die Lehmhütten der Armen in steinerne 
Paläste mit Felsreliefs verwanfeeln. 
von Staatsanwälten, Berliner Kriminalbeamten 
auswärtigen Eisenbahn- und Buchsachverständi 
gen arbeitet in fünf eigens eingerichteten Zim 
mern feer Frankfurter Staatsanwaltschaft. 
Schmidt-Nosengarteņ wurde im Verlaufe des Er- 
mittelungsverfchrens gegen Kaution aus der 
Haft entlassen. Erst am 36. März war feas Ver 
fahren soweit gediehen, daß die Verfeachtsgründe 
gegen einen der am meisten genannten Beamten 
Rcrchsbahnrat Fölstng, zu dessen Verhaftung aus 
reichten. Fölsing hatte sich über die Herkunft 
großer Summen feines auf drei Bankkonten an 
gelegten Vermögens auszuweisen und gab für 
Teile fees Vermögens an, daß sie zinslose Dar 
lehen des Bauunternehmers seien. Die Herkunft 
emes bedeutenden^ weiteren Betrages vermochte 
er nicht zu begründen. Die aufsehenerregende 
Selbsttötung hat zunächst keine weiteren Folgen 
fur feen Gang der Untersuchung, als daß Fölsings 
schuld der Bestechung als erwiesen gelten kann 
Ob und wieviele weitere Beamte der Rerchsbahn- 
direttion Osten noch betroffen find, kan:.- sich erst 
Ş den «eiteren Ermtttelunsen «rgeļen. Jefe^ņ» 
Kombenavwurfs auf Peking 
WTB. Peking, 4. April. 
Gestern vormittag 
überflogen Bäbenlslugzeuge der verbündeten 
Tvuppm Peking mit dem öffenbaren Ziel, das 
Hauptquattier feer Kuominffchun-Armee anzugrei 
fen. Mer öüpfflnfeige Bomben fielen auf das' Ge 
lände fees Winterpalastes in .feer Nähe feer franzö 
sischen Mission an feer Kalheferale Paitang niefeer. 
Es wurfee niemand verletzt. 
W''àķSAş àûââĢ 4 i-t y.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.