Volltext : Zeitungsband (1926, Bd. 2)

Das  sollte  von  allen  billig  Denkenden  anerkannt  werden, ­
  und  es  sollten  nicht  Männer,  die  das  Finanzamt
in  dein  Bestreben,  in  dem  geschilderten  Sinne  gerecht
zu  verfahren,  unterstützen,  verfolgt  werden.
Selbstverständlich  können  bei  der  Einschätzung  auch
Irrtümer  unterlaufen.  Aus  diesem  Grunde  werden  die
Schätzungen,  soweit  sie  von  den  eigenen  Angaben  des
Steuerpflichtigen  abweichen  vor  der  Neranlagung  ihm
mitgeteilt,  damit  er  Gelegenheit  erhält,  seine  begründeten ­
  Einwendungen  darzulegen.  Sind  diese  überzeugend ­
  ind  klar,  hat  der  Steuerpflichtige  insbesondere
über  seinen  Umsatz,  wie  es  das  Gesetz  vorschreibt  und
wie  es  in  seinem  eigensten  Interesse  liegt,  fortlaufende,
nicht  zu  beanstandende  Aufzeichnungen  gemacht,  dann
dringt  er  auch  durch.

MroduKlsnMärKte.
6erIIn,  25.  Mai  1926  (Goldmark  für  1000kg)
Futtermittel

Amtlich«  Währungskurs«.

Die  Stillegungen
^  westfälischen  Industriegebiet.
,j  Hagen,  26.  Mai.  (Erg.  Drahtbericht.)  Auf
^  r)elegiertentagun!g  des  Gewerkvereins  deutscher
Ollarbeiter  erwiderte  Regierungspräsident  König-^sberg
  zu  den  Stillegungen  im  Industriegebiet,
.Höhepunkt  der  Stillegungsaktion  sei  noch  nicht  er-J.,’
  es  lägen  ihm  eine  große  Zahl  von  Stillegungs-^
 a ßen  vor.  Größere  Werke  beabsichtigen  Stillegung
ģşàŗkî  Abbaumaßnahmen,  da  die  Produktion  im
^ialischîn  Industriegebiet  wegen  der  Höhe  der
1  ?bportkosten  zu  teuer  geworden  sei.  Sie  müßten
s  en  Ņhein  heran,  um  billiger  verfrachten  zu  können.
bchluß  fordert  der  Redner  gesetzliche  Maßnahmen
en  Unberechtigte  Werkstillegungen.
àrzu  wird  weiter  gemeldet:
Große  Erregung  in  weiten  Kreisen.
,  Aor  kurzem  haben  sich  bekanntlich  die  großen  west-!chen
  Eisen-  und  Stahlwerke  Rheinland-Westfalens
Trust,  zur  Vereinigten  Stahlwerke  A.-G.  zusam-^KeschiŞn.
  Soweit  wirtschaftliche  Gesichtspunkte
von  den  betreffenden  Firmen  zu  beachten  waren,
vian  an  alles  gedacht.  Leider  vermißt  man  eine
j  Rücksichtnahme  gegenüber  den  Angestellten,  die
ņ  l>en  ehemaligen  Einzelunternehmungen  beschäftigt
"den.
Kurzerhand  ist  dieser  Tage  sämtlichen,  d.  h.  10  600
^stellten,  die  Stellung  zum  nächst  zulässigen  Termin
Endigt  und  dackit  eine  ungeheure  Erregung  in  die
'Offenen  Kreise  hineingetragen  worden.  Die  Erreist
  um  so  begreiflicher,  als  wiederholte  Versuche
^  Deutschnationalen  Handlungsgehilfen-Verbandes,
^  tier  Vereinigten  Stahlwerke  A.-E.  nähere  Mit-,.^vgen
  über  die  mit  den  Kündigungen  verbundenen
Achten  zn  erhalten,  bislang  erfolglos  waren.
^  Die  von  der  „Kölnischen  Zeitung"  vom  19.  Mai
n““  (Nr.  367)  gebrachte  Mitteilung,  daß  den  Kündi-^
  nur  eine  formale  Bedeutung  beizumessen  sei,
"ìcht  geeignet,  die  Angestellten  zu  beruhigen,
i.  DZ  muß  vielmehr  erwartet  werden,  daß  die  Ver-^
  >Äen  Stahlwerke  A.-E.  als  solche  sofort  verbindliche
j  jungen  darüber  abgeben,  daß  sie  sämtliche  geküne
  oder  entlassene  Angestellte  übernimmt.
^.Ņi»n  fragt  sich  überhaupt:  Wozu  erst  die  Beunder
  Angestellten?  Warum  hat  man  sich  nicht
ņ  ^hnen  oder  mit  ihren  Betriebsvertretungen  vorher
^.^"bindung  gesetzt?  Wirtschaftliche  Umstellungen
ì>er  Art  der  Vereinigten  Stahlwerke  A.-E.  mögen
^^virtschastlich  W  begrüßen  sein.  Nur  sollten  dabei
ì'ie  notwendigen  sozialen  Rücksichten  nicht  außer
^lassen  werden.

1  Dollar.  .  .
100  dän.  Kr.  .
00  frz.  Frank

Berliner  und  Hamburger  Börse  vom  25.  Mai.
Die  Börse  verkehrte  nach  den  Festtagen  wieder  in
überwiegend  fester  Haltung,  besonderes  Interesse  fanden ­
  Montanwerte,  die  Kursbesserungen  gingen  aber
kaum  über  2—3  Proz.  hinaus.  Sehr  fest  war  daneben
auch  der  Schiffahrtsmarkt.

Häutemarkt.
Am  Rohhäutemarkt  hält  die  ruhige  Stimmung
weiter  an.  Besonders  sind  es  Kalbfelle,  die  nnr  schwer
zu  verkaufen  sind.  Auch  Großviehhäute  wurden  meist
mit  weiteren  Abstrichen  zugeschlagen.  Nur  für  Schaffelle ­
  zeigte  sich  etwas  mehr  Interesse  und  demzufolge
zogen  auch  die  Preise  teilweise  etwas  an.
Am  Ledermarkt  war  man  mit  den  Umsätzen  ebenfalls ­
  nicht  zufrieden.  Die  Käufer  sind  auch  hier  im
Einkauf  recht  vorsichtig,  da  letzten  Endes  die  nun  seit
vielen  Wochen  anhaltende  Schwäche  des  Rohhäutemarktes ­
  sich  schließlich  auf  die  Lederpreise  auswirken
muh.
Auch  in  der  Schuhindustrie  ist  es  in  einzelnen  Produktionsgegenden ­
  wieder  ruhiger  geworden,  da  ein
Rückgang  der  Aufträge  zu  verzeichnen  ist.
Durchschnittspreise  für  Häute  in  Hamburg  für
April  1926:  Rotzhäute  220  Ztm.  11  M  pro  Stück,  200
bis  219  Ztm.  10  50  Jl  pro  Stück,  199  Ztm.  7  M.  pro
Slück,  Fohlenfelle  1,35  Jl  pro  Stück,  Rindhäute  32  L
pro  Pfund,  Fresserselle  10  iļ  pro  Pfund,  Kalbfelle  52.S
pro  Pfund,  Schaf-  und  Lammfelle  32  pro  Pfund,
Ziegenfelle  trocken  2  Jl  pro  Stück,  Zickelfelle  trocken
35  -.Z  pro  Stück.

Denn  auch  davon  mögen
Steuerpflichtigen  überzeugt  sein,
Finanzamt  das  Bestreben  hat,  gerecht  zu  verfahren;  es
kann  aber  auf  der  anderen  Seite  es  nicht  zulassen,  daß
gesetzliche  Vorschriften  außer  acht  gelassen  werden.
Diese  Zeilen  sind  in  der  Absicht  geschrieben,  aufklärend ­
  und  damit  zugleich  versöhnend  zu  wirken.  Sie
werden,  so  hofft  das  Finanzamt  zuversichtlich,  die  Angriffe ­
  von  den  Männern  ablenken,  die  nur  das  Veste
für  alle  wollen  und  ihre  Kräfte  in  den  Dienst  der  Allgemeinheit ­
  stellen.  Jedenfalls  hält  das  Finanzamt  es
für  feine  Ehrenpflicht,  sich  vor  diese  Persönlichkeiten  zu
stellen,  und  bittet  dringend  darum,  von  ihrer  Verfolgung ­
  abzulassen,  und  wenn  doch  einmal  dem  bedrängten ­
  Herzen  Luft  geschaffen  werden  muß,  alle  Angriffe
gegen  das  Finanzamt  selbst  zu  richten.  Sollte  diese
Bitte  wirkungslos  verhallen,  sollte  also  bei  der  zu  befürchtenden ­
  Schädigung  an  Hab  und  Gut  niemandem
mehr  zugemutet  weiden  können,  dem  Finanzamt  in  der
Durchführung  seiner  pflichtmäßigen  Aufgaben  zu  helfen, ­
  so  müßte  das  Finanzamt,  so  bedauerlich  es  ist,  in
Zukunft  ohne  Hilfe  aus  den  Kreisen  der  Steuerpflichtigen ­
  die  Ermittlungen  vornehmen.  Diese  Maßnahmen
würden  den  einzelnen  Steuerpflichtigen  erheblich  mehr
als  jetzt  belästigen  und  würden  voraussichtlich  die  Einstellung ­
  weiterer  Arbeitskräfte  erforderlich  machen,  die
in  letzter  Linie  doch  durch  Aufbringung  der  Steuern
bezahlt  werden  müssen.  Denn  auch  das  muß  einmal
gesagt  werden,  daß  die  Beamten  der  Finanzverwaltung,
  die  gerade  jetzt  mal  wieder  bis  an  die  Grenze
ihrer  Leistungsfähigkeit  mit  Arbeit  überlastet  sind,
außerordentlich  viele  Arbeit  nur  deshalb  bewältigen
müssen,  weil  den  steuerlichen  Verpflichtungen  nicht  immer ­
  in  der  im  Interesse  der  Allgemeinheit  wohlerwogenen ­
  Absicht  des  Gesetzgebers  nachgekommen  wird.
Auch  dürfte  es  einleuchten,  daß,  wenn  jeder  ganz  genau
und  gewissenhaft  feinen  Umsatz  versteuern  würde,  er
damit  eine  Vorbedingung  für  eine  weitere  Senkung
des  Steuersatzes  schaffen  könnte.  Auch  aus  diesem
Grunde  hat  der  ehrliche  Steuerzahler  das  allergrößte
Interesse  daran,  daß  auch  derjenige,  der  es  mit  seinen
steuerlichen  Verpflichtungen  nicht  so  genau  nimmt,
richtig  besteuert  wird.

daß  auch  hier  da

Marktberichte.
Itzehoe,  25.  Mai.  Dem  heutigen  Fcrkelmarkt  waren ­
  411  Stück  Ferkel  und  Jungschweine  zugeführt  gegen
302  Stück  in  der  Vorwoche.  Der  Handel  verlief  langsam ­
  und  der  Markt  wurde  fast  geräumt.  Gezahlt  wurde
für  1—6  Wochen  alte  Tiere  30—35  Jl,  6—8  Wochen
alte  35—44  Jl,  8—13  Wochen  alte  14—61  Jl.  %ad>
Gewicht  kosteten  die  Ferkel  je  nach  Qualität  1,60  bis
1,90  Jl  pro  Pfund.  Allerbeste  Ware  wurde  über  Notiz
bezahlt.  Läufer  kosteten  1,10—1,30  Jl  pro  Pfund.  Fette
Schweine  kosteten  hier  70—74  Jl  pro  100  Pfund  Lebendgewicht. ­
  Der  Handel  mit  fetten  Schweinen  war  in
letzter  Woche  etwas  besser,  auf  dem  hiesigen  Bahnhof
wurden  243  Stück  verladen.
Leck,  25.  Mai.  Viehmarkt.  Dem  heutigen  Viehmarkt ­
  waren  100  Rinder,  675  Schafe  und  Lämmer  und
135  Ferkel  zugeführt.  Der  Rinderhandel  war  drückend,
die  vorwöchigen  Preise  konnten  sich  nicht  behaupten/
Es  verbleibt  ein  Teil  der  Zutrift  unverkauft.  Auf
dem  Schafmarkt  verlief  der  Handel  lebhaft.  Leblämmer
  ko-steten  je  nach  Qualität  20—30  Jl  das  Stück,  fette
Lämmer  50  das  Pfund  Lebendgewicht,  einjährige
Schafe  mit  Wolle  wurden  mit  50—56  Jl,  ohne  Wolle
mit  45—50  Jl  das  Stück  bezahlt.  Am  Ferkelmarkt  war
der  Handel  sehr  flott.  Vierwöchige  Ferkel  kosteten  35
bis  45  Jl.  Der  Markt  wurde  geräumt.  Eänsekllcken
waren  noch  nicht  in  größerer  Zahl  am  Markt.  Bezahlt
wurde  3,50—4,50  Jl  das  Stück.

csten.Pf«»
ei  Eşş  ļ(
ilienfei^s
legenen  ^
ifort  tot'
Krankes,
lrückzusU^
im  Anlck

KuttermKrkie.
Berlin,  25.  Mai.  Vutiermarkt.  Der  Markt  liegt
unverändert  ruhig  und  ist  die  Nachfrage  trotz  der  ermäßigten ­
  Preise  und  wie  es  schließlich  nach  dem  Fest
nicht  anders  zu  erwarten  war,  ungenügend.  Die  Kommission ­
  notierte  heute  im  Engroshandel  je  Pfund  für
1.  Sorte  1,58,  2.  Sorte  1,40,  Bauernbutter  1,20.

x  Mahnwort  des  Finanzamts.
^rkommnisse  wenig  erfreulicher  Art  in  einzelnen
lasten  des  Kreises  Rendsburg  geben  dem  Finanz-Nendsburg

  Anlaß  zu  den  folgenden  Ausführungen:
'tfif  3  Şņl  jeder  Veranlagung  muß  sein,  eine  ge-^te
  und  gleichmäßig«  Besteuerung  durchzuführen,  na-^tstch
  muß  dieses  Ziel  Lei  der  jetzigen  Veranlagung
j  werden,  die  den  Abschluß  bilden  soll  der  nach
L*  Inflation  zur  Erlangung  und  Erhaltung  der  Sta-'şieruņg
  erforderlich  gewordenen  Besteuerung  nach
Maßstäben.  Um  dieses  Ziel  in  einer  für  den
li^n  Steuerpflichtigen  tunlichst  entgegenkommen--^
  zu  erreichen,  war  von  dem  Finanzamt  mit  den
^^ständischen  Vertretungen  vereinbart  worden,  daß
Vorige  der  einzelnen  Beruşsgweige  und  ortskunì
  Persönlichkeiten  zu  den  Vorarbeiten  sür  die  Verherangezogen
  werden  sollten.  Diese  hatten
>>iz  ^şgabe,  das  Finanzamt  Lei  den  Vorarbeiten  für
.kanlagung  zur  Einkommen-  und  Umsatzsteuer  zu
Götzen,  indem  sie  aus  ihrer  Kenntnis  der  ört-N?
  Ņerhältnisse  heraus  halfen,  eine  zutreffende  Ein-He
 n  n ®  der  Steuerpflichtigen  vorzunehmen.  Sie  kön-Sei^illriich
  den  Umsatz  und  das  Einkommen  des  ein-Furcht
  genau  angeben,  sind  in  vielen  Fällen  auch
>»,  (J n  der  Lage,  annähernd  zu  schätzen,  aber  sie  sind
isig  Gemeinen  sehr  wohl  dazu  imstande,  das  Verhält-§t
 eļļ  bestimmen,  in  dem  das  Einkommen  eines
8a^^.!ļîchtigen,  der  keine  näheren  nachprüfbaren  An-^
 er  Einkommen  und  Umsatz  gemacht  hat,  zu
H>tt n w n, 'Ş îtt  solcher  Steuerpflichtiger  steht,  die  in  einer
  Ķ'd  offener  Weise  ihren  Umsatz  und  ihr
angegeben  haben.  Anstatt  daß  nun  diesen
'UjHj.  "chkeiten  für  die  Dienste,  die  sie  nicht  zum  we-^
  richtig  verstandenen  Interesse  aller  Steuert
  geleistet  haben,  Anerkennung  gezollt  wird  für
ihnen  Zeit  und  Mühe  kostende  Arbeit,
şi e  verfolgt.  Sie  werden  verunglimpft,  und  es
Ä  ttļļ  ihnen  geschäftliche  Schädigungen  angedroht.
Vļļ  vollkommen  Unbeteiligte  werden  bedrängt,  so
'ņìt  denen  das  Finanzamt  noch  nie  das  Ge-5
 »it  f 0  iun  gehabt  hat,  in  ihrer  Not  zum  Finanz-(iv
  und  um  Schutz  bitten,
fcn  3; e . e  derartige  Einstellung,  die  bedauerlicher  Weife
y 1  Äst  X  "rich  in  Kreis«»  gefunden  wird,  denen  sicher

OsàLêiS  Sciiiacftfoiehmärkfe.
(Kammernotierung  Berlin  am  Markttage.  Notierung  1.  und  2.  Qualität.)
Preise  für  1  Pfund  Lebendgewicht  in  Goldpfennig.  —  Die  Notierungen  bleiben  bis  zum  nächsten  Markttage  s  ehee

Neueste  Mrrlfchuftsnurhrîchlen.
Das  deutsch-österreichische  Wirtschaftsabkommen.
In  Berlin  wurde  ein  Zusatzantilllg  zu  dem  geltenden ­
  deutsch-österreichischen  Wirtschaftsabkommen  unterzeichnet. ­
  Von  österreichischer  Seite  wurden  ermäßigte
Sätze  zugestand-en  insbesondere  für  deutsche  Schaumweine, ­
  verschiedene  Käsesorten  und  Fischsorten,  baumwollene ­
  Handschuhe,  Täschnerwaren,  Holzbearbeitungsmaschinen, ­
  Christbaumschmuck  aus  Glas  und  Bleckspieiwaren.
  Leunasalpeter  kann  künftig  zollfrei  nach  Oesterreich ­
  eingeführt  werden.  In  den  bisherigen  Vertragsätzen
  ergeben  sich  u.  a.  Aenderungen  bei  Strümpfen,

iiltkao

Plauen

Otiemniti

Antrieb  und  Hendel  eu(  den  Märkten

Datum

Preis

Plauen

1.  Ochsen

Bullen

I.  Kälber

1.  Schafe

1.  Schweine

Der  deutsch-schwedische  Handelsvertrag
wurde  bereits  Sonnabend  von  den  beiden  Kammern
des  schwedischen  Reichstages  genehmigt.

I.  Sauen

Ein  konservativer ­
  Redner  erklärte,  daß  die  Zollfreiheit  für  schwedische ­
  Pflastersteine  indirekt  eigentlich  deutschem  Kapital ­
  zu  gute  kommt,  weil  sich  die  schwedische  Steinindustrie ­
  in  großem  Umfange  in  den  Händen  deutsche:
Kapitalisten  befinde.

Aus  schleswig-holsteinischer  Land-  u.  Volkswirtschaft
ArrşĶ'îàSrî  UNÄ  Zweck  wertvoll  ausgewirkt  daß  in  kurzer  Zeit  die  dä-.
  J  I'll*  .j- fc f4.-.i* A ******rtt.»*  Nische  Butter  auf  den  wichtigsten  deutschen  Märkten  im
Preise  geschlacien  werden  konnte.  Die  Gewinne,  die
Von  Dr.  Karl  Grosch,  Kiel.  allein  hierbei  zu  erzielen  sind,  wiegen  die  Kammerum-(Schluß)
  lag«  um  ein  Mehrfaches  auf.  Gerade  dem  kleinsten
Landwirt  ist  zu  raten,  sich  in  seinen  Sorgen  in  land-Hat
  nun  der  einzelne  Landwirt,  besonders  der  wirtschaftlichen  Fragen  vertrauensvoll  von  der  Kam-Kleinste,
  praktischen  Nutzen  von  den  Arbeiten  der  Kam-  mer  Rat  und  Auskunft  zu  holen.  Die  wesentliche  Unmer?
  Auch  diese  Frage  läßt  sich  an  dieser  Stelle  nur  terstützung  der  Landwirte  durch  die  Buchführungsstelle
in  großen  Zügen  beantworten.  Ueberblicken  wir  das  und  bei  der  Bearbeitung  von  Steucrfragen  sei  in  dieweite
  Gebiet  der  Tierzucht,  das  ja  in  unserer  tierzüch-  sem  Zusammenhang  nicht  vergessen,
terisch  hochentwickelten  Provinz  von  hervorragender  Vornehmste  Aufgabe  der  Kammer  ist  die  Pflege
Bedeutung  ist.  In  Zusammenarbeit  mit  den  Zucht-  der  Ausbildungsmüglichkeiten  für  den  landwirischastverüänden
  wirkt  die  Kammer  u.  a.  mit  bei  der  Heran-  lichen  Nachwuchs,  besonders  wiederum  der  kleineren
züchtung  leistungsfähiger  Rassen  durch  Körungen,  durch  Betriebe.  Das  niedere  Fachschulwesen,  die  deutsche
mündliche  und  schriftliche  Beratung  in  allen  die  Vieh-  Schule  Berghof,  die  höhere  Lehranstalt  in  Schleswig
wirtschaft  und  Zucht  betreffenden  Fragen,  insbesondere  und  für  die  weibliche  Jugend  die  Haushaltungsschulen
auch  dem  wichtigen  Gebiete  der  Fütterungslehre,  durch  und  die  neuerdings  eingerichteten  TLchterlchrgänge  an
-Nachweis  männlicher  und  weiblicher  Zuchttiere,  Bear-  den  landwirtschaftlichen  Schulen  stehen  in  Verwaltung
Leitung  der  Zuchtbücher  Prämiierung  von  Schauen,  der  Kammer.  Das  anerkanntermaßen  gutgeleitete
Beschaffung  von  Ankaussbeihilsen  und  Erhaltungsprä-  Amtsblatt  der  Kammer,  das  „Landwirtschastliche  Womien.
  Die  Pflege  des  Acker-  und  Gartenbaues  sowie  chenblatt",  kann  jedem  Landwirt  für  seinen  Betrieb
die  Forstwirtschaft  ist  eine  Aufgabe  von  besonderer  wertvolle  Anregungen  geben.
Wichtigkeit.  Die  Beratung  in  allen  Fragen  des  Acker-  Hat  der  einzelne  Landwirt  auch  Einfluß  auf  die
Laues  und  Pflanzenbaues,  Düngung,  Fruchtfolge,  Ren-  Arbeiten  der  Kammer?  Er  wählt  seine  Bertrauenstabilitätsberechnungeii,
  Förderung  der  Saatzucht  und  manner  in  die  Hauptversammlung  die  ihrerseits  den
des  Saatenanerkennungswesens,  Einrichtung  von  Ver-  Vorstand  zur  Leitung  der  Geschäfte  wählt.  Der  Borsuchsfeldern ­
  und  Deispielswirtschaften,  die  Beratung  in  sitzende  bezw.  Vorstand  bestellt  die  Beamtenschaft,
kulturtechnischen  Fragen,  die  Anregung  und  Aussüh-  Ueberblickt  man  alle  Organe  der  Kammer,  so  kann  man
rung  von  Versuchen  seien  nur  aus  ihrem  Arbeitspro-  unumwunden  erklären,  daß  sie  entsprechend  den  schlesgranim
  genannt.  wig-holsteinischen  Betriebsverhältnissen  eine  Bauern-Eine
  der  letzten  Maßnahmen  auf  dem  Gebiete  der  kammer  ist,  da  in  ihr  das  bäuerliche  Element  weit
Milchwirtschaft,  die  Einführung  der  Markenbutter,  hat  überwiegt.

Die  ersten  Wirkungen  des  Kredits  an  Rußland.
Aus  Moskau  wird  gemeldet:  Als  ersten  Auftrag ­
  aus  dem  deutschen  300-Millionen-Kredit  bestellte ­
  der  Donkohlentrust  bei  der  A.  E.  E.  drei
Turbinen  zu  5000  und  6000  Kilowatt  gegen  drei
Monate  Kredit.  Weitere  Aufträge  beabsichtigt  der

Trust  an  Frankreich  zu  vergeben,  da  Frankreich  30
Prozent  billiger  und  angeblich  ebenfalls  kreditbereit ­
  ist.  Thyssen  erhielt  einen  Auftrag  auf  Errichtung ­
  dreier  Schachtanlagen.

^tU.  ^aufstieg  der  deutschen  Vaterlandes  und  der
!ļ în sw  Wirtschaft  am  Herzen  liegt,  ist  umso  beklaals
  dadurch  das  Ziel,  nach  dem  wir  alle

nämlich  zunächst  erst  mal  wieder  zur
^sundung  zu  gelangen,  aufs  höchste  gefährdet
^  Steuern  belasten  auch  nach  den  eingetre-^°erungen
  bei  der  schweren  Not  der  Zeit  den
ņoch  sehr.  Sie  müssen  aber  aufgebracht
"T  die  staatliche  Genieinschaft  nicht  gleich  zuund
  das  Chaos  unvermeidbar  werden,
^  ttein.de  sich  zu  Nutze  machen  würden,  um  die

Notierungen  in  R.-M.  für  100  Mb.  Nennwert.
(Schlußkurs«.)
Lübeck.Büchener  î  1t4,—  {  l:
Hbz.  Hochbahn  |  82,12  |  f
Industr  -Aktien  25.  5.  21
Allg.  Elektr.-G.  11(^5  Ti
Dtsch.  Luxemb.  108,—  1(
Harp.  Brrgb.'G.  12',2  11
Phönix-A.-G.  83,-  f
Schuckert-Clektr.  103,-  K
Elbschl.-Br.  113,5  11
HolsleN'Br.  142,—  H
Howaldt2  Werke
Mannes,nann  --Seloe
  A.-G.  32.—  !
AlseN'Cem.  160,-  1.'
Breitend.  Etfbr.  99,—  {
Lh.  Dänperf.  ,R.  67.50
Karstadt  Äud.  108,-  1C
Calmon  Asbest  39,50  i

Banken
Darmst.  Dank
Deutsche  Dank
Diskonto-Ges.
Dresdner  Bank
Kieler  Dank
Vereinsbank
Westholst.  Dank

p  diktieren,  sondern  auch  selbst  bei-^
  î'.  ^îe  Aufbringung  der  Steuern  wird  aber
j,^teili>ņ  "âdļven  nur  dann  tragbar  sein,  wenn  bei  der
]'  ì  w s  “ er  Steuerlast  gerecht  vorgegangen  wird,

Verkehrs-Aktien

Dtsch.  Ostasr.
Flensb.  D.-Eo.
Flensb.  Da.  69
Hbg.  Südacker.
Nordd.  Llopd
Noland'Linie
Woermann-Linie

aem,  wenn  von  dem  Finanzamt  dafür  geaast ­
  der  willige  und  ehrliche  Steuerzahler
Ģŗbûhr  belastet  wird  und  nicht  darunter
°in  anderer  sich  seinen  Michicn  entzieht.

Ware

Berlin
25  Mai

Breslau
25.  Mai

Hamburg
25.  Mai

Frankfurt
25.  Mai

^uttercrbaen

200—250

Peluschken

200  -  2-0

200-220

Ackerbofcnen

220—240

220—240

Wicken

z;  80-310

230  -  260

Lupinen

bl.  120-130
g.  150  165

bl.  120—130
g.  130—150

Serradella,  neu

JSÖ-440

180  -200

Papskuchen

139-140

148-157

Leinkuchen

180-182

195-205

Tsockenßchnltzi

98—102

9.5-100

Soya-Schrot

194-195

210—22.0

Torfmelasse

Kartoffelflockei

170

165  —  175

vlais

Rat

180-190
ihfutter.

1.70-1.75

177

25^Mai

Breslau
25.  Mai

Ha  :r  bürg
21.  Mai

Drahtgepr.  Roggen-  u.  Weizenstroh

l,li  -1  65

1.30

!  30-1.60

Bindfadengepr.  ,  ,,  B

1.20-1.60

0.75

1.70-1.  0

Drahtgepr.  Gersten-  u.  Haferstroh

1.10-1.55

1.40

1.20-1.50

Bindfadengepr.  *  *  „

1.15-1.55

0.85

1.70-1.90

Heu,  handelsüblich

2.80-3.20

„  gutes

3.40-3.90

3.40

3.50-3.70

Kleeheu,  neu,

4,00-4,50

3.90

4,70-4.90

Häcksel
Landw.  Inland

1,75-2,10
s  erzeug

nlsse

Ware

Berlin
25.  Mai

Hamburg
25.  Mai

Breslau
25.  Mai

Stettin
25.  Mai

Frankst.
25.  Mai

Weizen

Mark.
297—239

293  -  296

285

301-305

295  -298

Roggen

Mark.
176-181

183-187

171

183  -184

193

Gerste  (Som.)

1S7—200

186-200

175

186-202

220  240

Gerste  (Futter)

179-182

i  82-188

165

173-185

Hafer

Mark.
197-208

197-205

187

198  -206

215-235

Weizenmehl

3S7—395

370-390

425

418-4.3

Roggenmehl

253-265

255-265

265

280-283

Weizenkleie

1C5-106

105—112

124

95

Roggenkleie

115-117

105-115

122

110-110

Raps

-

-

Leinsaat  1

-

280

Erbsen
(Viktoria)

330—430

280-340

280  -330

280-360

Erbsen
I.  Speise.

250-260

210-230

-
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.