Admirals Cagni, Genua mWe seine im Mittelmeer
SLworüene Vormacht über die Säulen des Herkules
Hinaus ansdehnen lassen. . «SdHi#»
Zur Sozialpolitik
Äußerte Mussolini sich in der Arbeiter-stadt Prato und
Erklärte u. a.: die Stadt Prato mit ihren diszipli-«ierten
Arbeitermassen, ihrer Produktion und ihrem
Export gebe ein Beispiel für die Anwendung des
ķànswichtigen Grundsatzes der Zusammenarbeit der
Klassen. Das gegenteilige Prinzip bedeute lediglich
Zerstörung des Reichtums und Niedergang des ganzen
Volkes. Mussolini sagte: Nur aus der Harmonie der
drei Elemente Kapital, Arbeit und Technik entsprin-®en
die Quellen des Glücks. Er erinnerte an seine
Erklärung in Genua, dag der Faschismus unbesiegbar
And die durch ihn geschaffene Ordnung unerschütterlich
fei. Er fuhr fort: Der Faschismus verfügt nicht nur
über ungeheure Kräfte, wie sie bisher keiner Regierung
zur Verfügung standen, sondern auch über starke
geistige Energien. Durch den Faschismus hat das
italienische Volk den Geist der Unterordnung und der
Verantwortlichkeit errungen und der Faschismus will,
daß diese wertvollen Eigenschaften, welche die Voraussetzung
der jetzigen und künftigen Größe Italiens
bilden, eifersüchtig gehütet werden.
Y *
Annahme des Mißtrauensvotums
gegen Dr. Remnarm.
WTB. Lübeck. 27. Mai. (Eig. Drahtbericht.)
In der gestrigen Sitzung der Lübeckischen Bürgerschaft
wurde der sozialdemokratische Mißtrauensantrag
gegen Bürgermeister Dr. Neumann mit
einfacher Mehrheit und zwar mit 43 gegen 33
Stimmen angenommen. Für das Mißtrauensvotum
hatten die Demokraten mit einer Ausnahme,
die Sozialdemokraten und die Kommunisten
gestimmt. Nach der Lübeckischen Verfaffuna
ist eine nochmalige Abstimmung erforderlich, die
bei einfacher Stirnmenmehrheit endgültig die Annahme
des Antrages ergibt.
Zu Beginn der Sitzung sagte der ständige Se-«atskommissar,
Senator Dr. Vermehren, daß der
Senat den Lübeckischen Gesandten in Berlin beauftragt
habe, heim preußischen Ministerpräsidenten
vorstellig zu werden, weil die Veröffentlichung der
Anschuldigung gegen Bürgermeister Dr. Neumann
ohne vorherige Benachrichtigung des Lübeckischen
Senats erfolgt fei. Zn einer Unterredung des
Ministerpräsidenten Braun mit dem Lübeckischen
Gesandten habe jener erklärt, es tue ihm leid, den
Senat in Lübeck übergangen zu haben. Die Unterlassung
der Benachrichtigung habe sich aus der
Eile, mit der sich die Ereignisse abspielten, ergeben.
Das kirchenpolitische Programm, .
die Aussöhnung mit dem Vatikan und die Nutzbarmachung
des Papsttunis für den römischen JmperrumsgeKanken
hat Mussolini bisher in der Oeffentlichkeit
nicht berührt. Wir haben aber bereits des öfteren
von den Richtlinien Kenntnis gegeben. Zu diesem
Thema bringt nun die „Westminster Gazette" interessante
Einzelheiten, welche u. E. der Wahrheit nahe
kommen werden. Es heißt dazu: „In dem nächsten
päpstlichen Konsistorium wird eine Erklärung zu erwarten
sein über die Beziehungen zwischen dem Vatikan
und dem Staat. .Sehr wahrscheinlich wird eine
neue Aera in der Geschichte des modernen Italiens
eingeleitet. Das sei die Frage eines geheimen Abkommens,
über das Mussolini mit dem Papst verhandle,
mit dem Zweck, ihr beiderseitiges Interesse
an der Ausbreitung des Einflusses der „Jtalianttät"
im Ausland zu fördern. Die Zurückweisung des
Olivenizweiges, den Mussolini dem Vatikan mit seiner
Neuen kirchlichen Reform bot, sei nur ein Manöver
gewesen. Tatsächlich beabsichtige Mussolini, die
„römische Frage" dadurch zu lösen, daß er dem Vatikan
Gebiete auf der Vatikanseite des Tiber zugestehe. Auf
der vatikanischen Seite sei der Hauptförderer der
Allianz mit Mussolini eine mächtige Persönlichkeit
hinter dem Thron des Papstes.
Die besonderen Fragen, auf die sich Mussolinis
Aufmerksamkeit richtet, sind die Frage des Klcrikalis.
mus in Syrien, die zwischen Frankreich und dem Vatikan
böses Blut macht, und die Frage der slawischen
Liturgie in den katholischen Kirchen Jugoslawiens.
Die Mitteilung schließt: Dieses Jahr ist Mussolinis
„napoleonischss Jahr". Das neue italienische
Reich wird proklamiert werden. Die Lösung der römischen
Frage mag später kommen, aber sie wird ganz
gewiß kommen. Die italienischen Offiziere tragen
an ihren Armbanduhren eine Miniaturkarte des „imperialistischen
Italiens", die Nizza und Malta als
italienische Besitzungen zeigt. Das Regierungsblatt
.„Zmpero" erklärt, Frankreich müsse einige seiner
Kolonien an Italien abtreten oder Italien werde
sie sich nehmen. Es wäre verfehlt, solche Dinge zu
ernst zu nehmen; sie zeigen aber die geistige Berfas,
sung, die heute in Italien ermutigt wird.
In Pisa empfing ihn der Klerus mit einem
Tedeum im Dome. Mussolini sprach zu der auf dem
Domplatz versammelten ungeheuren Menge: „Ich will
Euch nicht von den Toten sprechen, sondern von dem,
was lebendig ist, und da sage ich, daß die Zeit der
Opfer für Euch vorüber ist. Heute lebt auch bei Euch
und in ganz Italien der Geist der Macht, und alle
Italiener sind bereit, zu kämpfen, um diese Macht
ohne Grenzn zu verwirklichen.
Die Verteidigungsrede Neumanns.
Im Anschluß an eine Darstellung des unseren
Lesern.bekannten Sachverhalts der Besprechungen
mit Claß führte Bürgermeister Dr. Neumann
aus:
„Ich weiß ganz genau, daß das Ergebnis der
Abstimmung bereits feststeht und daß llederraschungen
ausgeschlossen sind. Wo, wie hier, die
politischen Interessen und nur diese — für die
Entscheidung maßgebend sind, können Gründe nicht
mehr wirken.
Zweierlei bitte ich aus diesem Sachverhalt
nochmals unterstreichen zu dürfen:
einmal: während der ganzen Zeit, über die sich
die Verhandlungen mit Claß erstreckten, habe ich
auch nicht einen AugsnMck geschwankt, sondern
unerschütterlich an meinem von vornherein feststehenden
und erklärten Entschluß festgehalten, auf
seinen Vorschlag nicht einzugehen, und
zum andern: wenn ich mich Herrn Claß gegenüber
bereit erklärt hätte, mich als Reichskanzler in
Vorschlag bringen zu lassen, so würde auch deshalb
niemand berechtigt fein, mir einen Vorwurf
zu machen, da von einer anderen als legalen Kabinettsbildung
in unseren ganzen Verhandlungen
auch nicht mit einer Andeutung dir Rede gewesen
ist.
Was hat nun die Presse aus diesem einfachen
und klaren Tatbestand gemacht? Durch die Veröffentlichung
des Amtlichen Preußischen Pressedienstes
bin ich vor meinen Mitbürgern und vor
ganz Deutschland in unerhörter Weise verdächtigt
worden. Weil angeblich keine Zeile von meiner
Hand bei der Haussuchung in der Wohnung von
Claß aufgefunden worden war, hat man den im
Konzept vorhandenen Brief des Herrn Claß vom
23. 4, der Oeffentlichkeit übergeben, der die ganz
unbegründete Deutung enthielt, dis Herr Claß
meinem voraufgegangenen Briefe zu geben für
richtig hielt.
MZpDÛiişşcheŗ àÄAZà.
(Weiters Nachricht«», siehe 2. Blatt.)
22 WotzrchArfer Lurch Şrotzfruer
îsrstôrt.
WTB. Schönau in Wiesental. 26. Mai. Heute
nachmittag! entstand im Stadtteil Neustadt in
einem alten Bauernhaus Feuer, das innerhalb
ganz kurzer Zeit 26 Wohnhäuser erfaßte. 22
Wohnhäuser wurden vollkommen zerstört» wodurch
37 Familien mit 129 Köpfen obdachlos geworden
find. Menschenleben sind nicht zu Schaden gekommen.
Das Vieh konnte geretct werden, doch ist der
Verlust an totem Inventar außerordentlich hoch.
Der Schaden in Höhe von mehreren 199 889 Jl
trifft größtenteils minderbemittelte Familien.
Eine Ausdehnung des Brandes ist nicht mehr zu
befürchten.
Wenn man auch die Worte Mussolinis nicht
allzu start werten soll, so darf man auch nicht verkennen.
daß die Ziele der Mussolinischen Außenpolitik
weitestgehend, im Sinne der Reden, machtpolitische
sind. Auch in kirchenpolitischer Beziehung
kann man trotz der Enthüllungen der „Westminster
Gazette" noch nicht klar sehen, vor allem scheint
man sich im Vatikan nicht einig zu sein. Zweifellos
wird aber Mussolini versuchen, mit dem Vatikan
zu irgend einem Abkommen zu gelangen, denn
einmal hat Mussolini mehrfach die Bedeutung der
Religion und des Religiösen für die Zukunft eines
Volkes anerkannt, zum andern aber ist Mussolini
zu weitschauen- und zu klug, um nicht zu begreifen,
welch« geistige Macht seinem Imperialismus zur
Seite treten würde, wenn Italien mit dem Vatikan
zum Frieden gelangt. Beide Seiten, sowohl
Italien wie Vatikan, haben ein gemeinsames Interesse,
den Glanz eines neuen Rom wieder herzustellen,
und dieses gemeinsame Interesse bindet.
Schwere neue Erdbeben tm südlichen
Japan.
T.-U. Rewyork, 27. Mai. Nach Funksprüchen
aus Tokio haben in Japan neben dem Vulkanausbruch
auch an anderen Stellen Erdbeben Verheerungen
angerichtet. Zu der Provinz Mita ist das
riesige Majama-Berieselungsbecken zusammengestürzt.
Etwa 89 Häuser sollen von den Fluten mit
fortgerissen sein. Man spricht von 1? Toten und
zahlreichen Verletzten. Nähere Einzelheiten fehlen
noch.
Von den bei dem Ausbruch des Vulkans Tokachi
Umgekommenen wurden bischer 105 Leichen
geborgen, darunter die von 49 Kindern, welche auf
dem Nachhausewege von der Schule den Fluten des
aus seinen Ufern brechenden Bergfees zum Opfer
gefallen sind. Von Kindern liegen weitere 2v im
Hospital, während zahlreiche noch vermißt werden.
Lautsprecher auf der Kanzel.
WTB. Berlin, 27 Mai. (Eig Drahtoer.)
Die altreformierte Gemeinde in Cmden (Ostfriesland)
hat mangels eines Pastors in ihrem
Gotteshaus einen Lautsprecher angebracht, um
die Predigt aus einer benachbarten holländischen
Kirche aufzunehmen. Wie versichert wird, ist der
Versuch gut gelungen.
Die Schuld am Münchener Eisenbahnunglück.
München, 26. Mai. Die Ermittelungen über
die Schuldfrage beim Münchener Eisenbahnunglück
haben ergeben, daß als Schuldiger an der Katastrophe
nur der Führer der Lokomotive des Salzburger
Zuges in Betracht kommt, der nach eigenen
Angaben das iEnfahrtssignal für den vor ihm stehenden,
von ihm aber nicht gesehenen beschleunigen
Sonderzug aus Berchtesgaden als für ihn gegeben
ansah und seinen Irrtum erst bemerkte, als
er die Schlußsignale des auf dem gleichen Gleis
fahrenden Zuges bemerkte. - Weiter haben die Untersuchungen
ergeben, daß es sich bei den zertrümmerten
Wagen nicht um Eisenbahnwagen ältester
Bauart handelt; vielmehr sind es die neuesten Einheitswagen
4. Klasse, die sämtlich ein Srahlgerippe
haben. Aber auch diese feste Konstruktion hat dem
starken Anprall nicht standhalten können.
Verheerendes Unwetter bei Neusatz.
In der vergangenen Nacht ist über Neusatz
bei Belgrad und Umgebung ein heftiger Sturm
mit wolkenbruchartigem Regen niedergegangen.
Durch Windhosen wurde eine Anzahl Häuser zerstört.
Nach den bisherigen Meldungen sind 9 Personen
ums Leben gekommen.
Jazzband als Kirchenmusik.
Im Lande der unbegrenzten Möglichkeiten, in
Amerika, und zwar, genauer gesagt, in Kalifornien,
hat sich jetzt der Pastor Dyer für eine praktische
Modernisierung der Kirchenmusik eingesetzt.
In einer Eingabe an seine vorgesetzte Behörde
führte er aus, daß er seit einiger Zeit seine
Gottesdienste mit Iazzbandbogleitung ausübe, da
die rhythmische Schärfe dieser Musik geeignet sei,
die Aufmerksamkeit der Andächtigen ganz besonders
wachzuhalten. Er habe großen Zulauf zu
seinen Predigten und bitte die Behörde zum höheren
Ruhme Gottes, dis Stimmen der wenigen
Querulanten nicht zu beachten und seine Gottesdienste
in der bisherigen Form ihm weiter zu gestatten.
Dis Antwort der Kirchenbehörde steht
noch aus.
Staupe und Grippe.
Neuere Forschungen von Berliner Gelehrten der
Tierarzneikunde haben festgestellt, daß die Hundestau;
e, mindestens in vielen Fällen, durch Menschen
übertragen wird, wahrend eine direkte Uebertragung
von Hund zu Hund seltener ist. Ein und derselbe
Bazillus, sin einzelliges Lebewesen, bewirkt beim
Hund die Staupe, beim Menschen dagegen die Krippe.
Während eine Infektion des Menschen vom Hunde
bis jetzt nie beobachtet worden ist, scheint der Erreger
der Grippe, insbesondere dann, wenn es sich nm Gehirngrippe
handelt, im Hundekörper eine stärkere
Äuswirkungomöglichkeit zu finden.
Leichensund.
T-U. Hamburg, 27. Mai. (Eig. Drahtber.)
Nach einer telephonischen Mitteilung des Amtsvorstehers
in Rellingen wurde in Bönnigstedt aus
einem Brunnen die Leiche eines dunkelblonden,
völlig unbekleideten dreijährigen Knaben geborgen.
Die Leiche befand sich in einer großen Tasche,
die als Paket verschnürt war. Hände Mid Füße
waren zusammengebunden und mit Steinen beschwert.
Die Kindesleiche dürfte 4—ß Wochen im
Brunnen gelegen haben. Den Umständen nach
durfte wohl kein Zweifel darüber bestehen, daß
Kindesmord vorliegt.
LGik 9i0tiernngcit WA AMkķ
Mehl, (amtlich) Hamburg, 27- Dlai
Weizenmehl hiesiger Mühlen
Bäckermehl „ „
Roggenmehl, „
Noggengrobm. , „
Getreide, (Freiverdehr) Hamburg.
49,
42.
29.
24.
25
75
50—29.75
50—24.75
Mar«
Wo die Gelegenheit es ergab, habe ich immer
meine feste Ueberzeugung ausgesprochen, daß verfassungsAndrige
Machenschaften oder gar Gewalt
— einerlei ob von links oder von rechts — unser
schwer geprüftes Vaterland in feinem Wiederaufstieg
nur zurückwerfen könnten und daher ein
Verbrechen an unserem Wolke seien. Namentlich
bin ich immer der Ansicht gewesen und habe diese
Ansicht ausgesprochen und bestätigt, daß das Gesamtinteresse
unserer Stadt Lübeck unumgänglich
eine Einheitsfront -praktisch-nützlicher Regierungsund
Verwaltungsarbeit erfordert.
Sie haben das verfassungsmäßige Recht, mich
dadurch, daß Sie erklären, ich besitze nicht Ihr Vertrauen,
meines Amtes zu entsetzen. Vertrauen
und Mißtrauen sind subjektive Dinge. Ein objektives
Urteil, ein moralisches Werturteil über
mich und mein Tun zu fällen, sind Sie weder imstande,
noch als politische Körperschaft nach den
Grundsätzen eines freien Rechtsstaates berufen.
Ich werde daher auch Ihre Entscheidung immer
nur als eine rein politische ansehen und ansehen
können."
Weizen, inländischer
Roggen, neu, „
Gerste, anst., frei Kaiwaggon
Maw, lo ko, „ „
Tendenz ruhig. ,
n
295.
183,
200,
169
170,
.00- 296.00
.00-187.00
.00-205.00
.00—171 00
.00-175.00
şş ICOO .
' 1# '
' 1000 ,
" 1, 00 ,
Marktberichte.
ep. Süderstapel, 25. Mai. Dem heullşş
markt waren ca. 35 Ferkel zugeführl, die ve> - 1 M
Handel für 47—52 J( schnellen Absatz
Nachfrage konnte nicht annähernd gedeckt wer»
xa. Bad Segeberg, 26. Mai. Dem b eul, J e <,rt
markt waren insgesamt 231 Ferkel i Ul 8 e ' u Lfrri
Handel ging flau. Etwa 190 Tiere blieben un
Je nach Güte und Qualität wurden folgen» M,
gezahlt: Für 4—6 Wochen alte Tiere 32 ,„ mt#
6—8 Wochen alte Tiere 36—42 RM., 8-1»,77,^1
alte Tiere 42—48 RM. Die Preise sind gegeşş°
Bormarkt im Durchschnitt unverändert. .... şş
Friedrichsfelde-Verlin, 26. Mai. Schwelg ß
Ferkelmarkt. Bericht der Direktion. Austria!• *
Schweine, 406 Ferkel. Handel langsam bei £tl 5/(
drückten Preisen. Es wurden gezahlt im
je Stück in Reichsmark für Läuferschweine 7—°
alt 85—105, do. 5—6 Monate 85—85, do. 3- 4 ,'"V
alt 46—65, Ferkel 9—13 Wochen alt 49-46, w
Wochen alt 36—40.
MMkrW
der Landwirtschafts-Kammer für SchleZwlgè-Deutsche
Berufsschultagung in Hamburg.
Hamburg, 26. Mai. Der deutsche Verufsschultag,
der in den Tagen vom 24. bis 28. Mai in Hamburg
abgehalten wird, vereinigt zum ersten Male die
Lehrerschaft aller Derufsschuilgattungen aus dem
ganzen Reiche. Mit der Tagung sind auch Ausstellungen
von Schllherarbeiten aller Berufsschulen verbunden.
Zirka 1800 Berufsschullehrer find zu der Tagung
in Hamburg versammelt. Auch aus Danzig, ans dem
Saarland und Oesterreich sind Abordnungen eingetroffen.
Der Reichsverband leistet nur berufliche Arbeit,
wirtschaftliche Fragen scheiden aus. In enger Fühlung
mit dem Reicizsverband stehen die früheren Reichsvereine
der Bauschulen und Maschinenbauschulen, die
heute in der Umbildung begriffen find. Aus dem
Programm des Reichsverbandes sind zwei Forderungen
besonders hervorzuheben:
1. die Ausbildung rer Lehrkräfte in Bernfsschulen
mutz den höchsten Anforderungen genügen und sie
-kann — entsprechend der Vielgestaltigkeit des Berufsschulwesens
— nicht gleichartig muß aber
gleichwertig sein.
2. Notwendig ist die Schaffung eines Neichsrahmen«
gefetzes für die Berufsschulen, das zum mindesten
die unteren Grenzen-der Leistungen festlegen soll
und, den einzelnen Ländern Raum lassen mutz,
ihren lebenswichtigen Belangen auch in diesen
Schulen Rechnung zu tragen. Der Reichsverband
fordert, daß er zu diesem Gesetz gehört wird.
Professor Dr. Alois Fischer-München sprach sodann
über das vorgesehene Thema: ,Me Problematik
der Berufserziehung in unserer Zeit."
(Ohne Gewähr.) ,g$
Altona, den 27. ©W ,-x!
A. Ochsen und Färsen.
1. Vollst, höchst. Schlachtwerte JsUj
2. sonst, vollfleischige
3. fleischige WJj?
TtA
0Ì3Û-4.
gering genährte
B. Bullen.
1. vollst, höchst. Schlachtwerte. . .
2. sonst, vollfleischige ......
3. fleischige
4. gering genährte. . .
C. Kühe.
1. Vollst, höchst. Schlachtwerte.
2. sonst, vollfleischige
3. gering genährte. .....
4. geringste Sorte (Wurft-Kllbr) .
0. Schafe.
1. Weidemast 1. Qual
o o
"• f “■ II
3. . Z. . ,
Zufuhr: 433 deutsche. 1368 dänische Lp
men 1801 Rinder: darunter 77 Ochsen, $ŗ
259 Kühe, 59 Bullen, außerdem 255 S# ö ' e '
Handel rege.
, ■ . oAjti
' • 0Ş
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• ; . o,i 5
:::
-eş'
J
Husum, 27. Mai. Dem heutigen Mager».
waren 160 Stück Rindvieh und 525 Schal«
mer sowie 202 Pferde und Füllen zugeführt.
del war langsam. Es kosteten Ijährige D ’ ■
Quien SSO—SCO Jl, Fehrkühe 1. Qualität S, !
2. Qualität 270—320 ^t, Kalbkühe und Qui««
Girre Mühle eingeäschert.
WTB. Stettin, 26. Mai. In Ploewen entstand
in der Windmühle des Müllers Woll ein
Feuer, das in kurzer Zeit die Mühle einäscherte.
Der Müller Woll, der in der Muhle schlief, konnte
nur als Leiche geborgen werden.
550 Jl, Sckafe mit 2 Lämmern 80—100 <4
Lamm 60—75 M, jährige Schafe 50—60 Jfrrfļļ j!
mer 18—27 Jl, beste Pferde 800-1000
bis 800 Jl, ältere 400—600 Jl, einjährige ,ji
— Dem Ferkelinarkt waren 405 Ferkel zrigcMşş^
Handel war ruhig. Für beste Ware wurde S K
bis 50 -X, mittlere Ware 40—46 Jl, geritş i
40 Ji, Iungfchweine 50—60, 60—80 JL
Neueste Nachricht
SU- |oge im englischen 0 t!il
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S-rgva«.
Ï..U, 2«àn. 21. ïïfcii. (Si®. F»«sN, l';
Das von der Regierung gemachte Aüö ^ ”,
weiteren Su'bveniionszahlung in fjÊÊÊ
Millionen Pfund läuft am kommenden
und immer noch sind keine Anzeichen
lungen vorhanden. Der Präsident der^
tergewerkfchaft, Herbert Smith, maķ '^fļ ^
gestrigen Rede keinerlei Andeutungem ^ $
Verg>arbeiter oder die Führer der hâîft,
Ansichten auch nur im Geringsten 0«^
Ganz im Gegenteil war er der Äuffaii^^g« ^
Kampf von langer Dauer sein werde. ,
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1. die unwirtschaftlich arbeitende
geschlossen würden, s, e n
2. die hierdurch arbeitslos werd > ßW
arbeitet Arbeitslofenuntersiuv ^
ten. .. -ps fV
3. ein Komitee gebildet wurde, utt i> zj
Grubenbesitzern, Bergarbei»« hie **
brauchsrn zusammensetzt und .
gäbe habe, die Inlandspreise ßiN^
Smith wiederholte dann die bereits
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Tagen gemachten Vorschläge. Dl«
Arbeitsruhe im Bergbau auf ant *. eï
machen sich bereits sehr fühlbar. „I
aus Grimsby zufolge hat ein beho, yio^M
komilee angeordnet, daß vom nächst .. eWpi
die britischen Fischdampfer keiner ^rtt \t
Kohlen mehr bunkern dürfen. ,* te şş « §
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T.-U. London, 27. Mai
herrscht eine şir diese Zeit ungewo