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1000 Todesopfer beim UuLkanfi
ausbŗuch in Japan.
des Paris, 26. Mai. Nach einer Meldung
ewyorker Herald aus Tokio sollen bei dem
s^, îa»auvbruch des Tokachi im ganzen 1006 Per->[t
ri Um . s Ļeben gekommen sein. Diese Schätzung
^ "er japanischen Zeitung entnommen.
B^îîìtionsopfer in Warschau.
üfftiHT Ļondon, 26. Mai. „Morningpost" ver-"
a» eine Privatnachricht aus Warschau, wo«
ten endgültige Zahl der Verluste bei der letzbejŗg
solution etwa 806 Tote und 2060 Verletzt-Letzte
Prosinznachriihteli.
3«ef* ^ņsekd, 26. Mai. Vom Tode des Ertrinkens
Kn . Ģ'n junger Mann, der allzusehr Pfinghiêrhatte,
fiel in den Herrenteich, der
Kn a- .îîef ist- Dem zufällig des Weges kommen--deni
'.şchendiener Berg gelang es, mit Hilfe eines
Site 5 herbeieilenden Radfahrers, den Verun->
ķten unter eigener Lebensgefahr wieder aufs
l0t£ "e zu bringen.
«nie,,7' Allster. 26. Mai. Die Maul- und Klau-SeÖttr?
C preist in der Wilstermarsch in geradezu
•fo L- nber Weise um sich. Fast alle Rinder, die
D. fl £ Beschickung der Wanderausstellung der
şeûckî' t irt Breslau ausgesucht waren, sind ver-Wm’
0 bct & kei Rindviehzuchtverein die Beilînn
ņg aufgeben must Die Elbmarsch dagegen
^ickt^Ģàn. — Schiffskauf. Schiffer Jobs,
torn .^"selbst, kaufte den 60-To.-Segler „Meltz.
?Ne von Lemburgl-Lägerdorf für 3600 M.
•îilTt °^ ne Wotor sind sehr im Preise gesunken,
Z-j. ,'Şr unverkäuflich, da alles dem Zuge der
î folgt, der den Motor fordert.
Hink Ņ^ier, 26. Mai. Verwaltnngszufammen-Kd
' - ® ie Nordseebäder St. Peter und Ording
de» benachbarten Orten Süderhöft und
TOifi einer Berwaltung unter dem Badedirektor
'"errn von Wechmar zusammengezogen worden.
Amrum, 27. Mai. Der auf der nörd-Spitze
der Insel gelegene Ort Norddorf hat
Hm,,* Rosien Brande im vorigen Jahre ein
vgx. ckes Aussehen bekommen. Neben den schon
ņ^^ņdenen größeren Gebäuden ist eine Reihe
ŗ erstanden, die dem Orte zur Zierde gereichen.
<t n ."""scher Bauweise reiht sich ein neues Gebäude
^ "s andere. Wenn durch den Brand auch große
verloren gegangen sind und es manchem
%) . ber neugeschaffenen Häuser schwer fallen
à' în den nächsten Jahren seine Rechnung zu
^ so darf man doch hoffen, daß die vermehrte
Kz ^"heit zur Unterbringung von Fremden und
ì°Ksere Aussehen Norddorfs zum Segen ge
werden.
Kieme provinfchronrb.
ne stI0e Schlägerei entspann sich in Boel
iiàî" einigen jungen Leuten, die an einer Fest-Mitgenommen
hatten. Ein harmloses Kar-7;.’
eI vor einigen Tagen soll die Ursache des
î»it i! gewesen sein, der trotz der Erbitterung,
% T r er ausgetragen wurde, doch noch glimpflich
Maufen ist. — Ein Fahrrad wurde im ersten
j ş "gsttage anläßlich des im Lokale von Joh. Rat-Tsdenbüttel
stattfindenden Sportvereinsìr
Sohn des Maurers H. Clausen, Otto
V. "sen, gestohlen. Das Rad war nicht abgsgeben.
Kreiskommunalarzt Dr. Willbrandt ver
Heide am 1. Juli nach Eollnow, Prov.
°7^n, um dort eine Stellung in gleicher
zu bekleiden. Seit dem Jahr 1919
Willbrandt im Kreise Norderdithmarschen
"nd hat sich um das hiesige Eesundheits
8e^ .lehr verdient gemacht, so daß man ihn un.
Heiden sieht.
Rerfonaļîen.
Hst P T(t und Organist Martensen in Bargum
Ņîiik^I" 1- Oktober in den Ruhestand, um nach
Hfa.5 überzusiedeln. Die Stelle ist neu aus-'êben.
Aus dsr Skadk.
^ Rendsburg, den 27. Mai 1926.
* ordentliche Kandssfynode
ev.-luth. Landeskirche
^chlesrvig-Kolsteinü»
I.
>1 v-^tc c sHp- Rendsburg, den 26. Mai 1926.
SrLBode wurde durch einen Gottesdienst
^"Kaļ/îstadter St. Marienkirche, wohin sich die
ili°Äti n 'st feierlichem Zuge begeben hatten am
Ä! kr Mtags 12 Uhr eröffnt. Die Predigt
tö Eob°H'sckwf für Schleswig, Volkel. über den
lifcSl 21 - Der Bischof legte seiner
Ä Bitte zu Grunde, daß Gott unserer
W 0 H Äschen schenke, die erfaßt sind vom Geiste
fl-,,?" fye £ wir reich an Gemeinden werden
>,^üarit werden. Den die Volkssii
Hst? kön£? Religion zerstörenden Mächte von
\ die ewigen Kräfte von oben
h\ àrà>^"itesdiestst schloß sich die Eröffnung
Mşşâ""aen. Die Landessynode tagt in
. m Rendsburg. Der Vorsitzende
f!H7>ie Biichof D. Mordhorst eröffn
t) 7Handlungen durch eine Ansprache.
duTs?ŗdhorst zeigte, daß die evangelischen
ķstşşrâ engeren Zusammenschluß innerhalb.
M st Deutschlands, den großen Aufgaben
Kstist stl!ä?££den sucht, die ihr die Gegenwart
slsts ver7""ch der Trennung von Staat und
7»7"zen '?l d,e Kirche nicht darauf, dem
dienen. Weiter gab der Bischof
' 7 5 Uber die IN dieser Tagung der
"k sUbsşâ leistende Arbeit und schloß mit
.ì,> aus den Beratungen dieser Sy-Wà
stststUen für die Landeskirche erwachse.
; ® u 7l Cie U, ten wurde gewählt Geheimer
ļàiuu Rendtorşf-Kiel. Der Gewählte
üieich die Leitung der Verhandlungen
mit Worten des Dankes. Zum 1. Vizepräsidenten
wurde gewählt Geheimrat u. Dr. Wagner-Altona,
zum 2. Vizepräsidenten Rechtsanwalt D. Dr. Ehlers-Kiel.
Nach Erledigung der Wahlen gedachte der Präsident
der Mitglieder der Synode, die durch den Tod
abgerufen sind. Die Synodalen ehrien das Aiidenken
der Verstorbenen durch Erheben von den Sitzen.
Auf Borfchlag des Präsidenten beschloß die Synode
einstimmig, dem Wirklichen Geheimen Oberkonsistori-alrat
D. Dr. Müller, in Würdigung seiner reichen Tätigkeit
herzliche Erüße und Segenswünsche zu übermitteln.
Alsdann begrüßte der Präsident der Synode den Präsidenten
des Landeskirchenamts D. Dr. Freiherr von
Heintze-Kiel und den Vizepräsidenten Simonis.
Als Schriftführer wurden gewählt die Synodalen
Sieveking-Altona. Hecht-Kiel und Möding-Lütjenburg.
Es liegt ein Geschäftsbericht der Kirchenregierung
vor. Zur Beratung gestellt sind 13 Vorlagen.
Unter den Vorlagen sind hervorzuheben:
1. Entwurf eines Kirchengesetzes über Taufe,
Konfirmation und kirchliche Trauung.
2. Die Frage der' Verlegung des Sitzes des Bischofs
für Schleswig nach Schleswig.
3. Der Entwurf für ein neues Gesangbuch für
Ş ch I e s W 6 l n---Ļa u e N'öu rg.
*
Wortlaut der Ansprache des Bischofs v. Mordhorst
zur Eröffnung der Verhandlungen in der Stadthalle.
Nachdem die Kirchenregierung die 2. ordentliche
Landessynode einberufen hat, habe ich zum ersten Mal
die Ehre, die Synode zu eröffnen. Es sind noch nicht
1>£ Jahre verflossen seit dem Schluß der vorigen Tagung,
und doch gibt das Aktenstück 2 Kunde von Veränderungen
in der Zusammensetzung der Mitglieder.
Auch die Kirchenregierung selbst tritt nicht in derselben
Zusammensetzung vor die Synode. Erst vor wenigen
Tagen standen wir am Sarge des hochverehrten Klosterpropstes
von Rumohr. VA Jahre sind eine kurze
spanne Zeit, aber es darf gesagt werden, daß in der
Leitung der Kirche, in der Kirchen regt erung wie im
Landeskirchenamt ernste, und wie ich meine, bedeutsame
Arbeit getan ist. nicht zum wenigsten in der Richtung,
der Kirche den ihr gebührenden Einfluß im öfsentlichen
Leben zu sichern. Gerade in dieser Beziehung
hat sich die Arbeitsgemeinschaft der im Kirchenbund
zusammengeschlossenen deutschen evangelischen Kirchen
in steigendem Maße so notwendig wie fruchtbringend
erwiesen. Daneben haben auch die evangelischen Kirchen
Preußens je länger je mehr miteinander Fühlung
gejucht zur Vertretung gemeinsamer Interessen nach
einheitlichem Plan. Die Not der Zeit und di« Größe
der Ausgaben, welche sonderlich jetzt der Kirche gestellt
sind, erfordern gebieterisch, daß nicht jeder nur auf seinen
Weg Ş sieht, ş sondern daß die Kirchen bei voller
Wahrung ihrer Eigenart doch von einander lernen, mit
einander arbeiten und gemeinsam dafür kämpfen, daß
Gottes Reich auch zu dem Geschlecht unserer Tage
komme. Insofern war auch die Weltkirchenkonferenz
m Stockholm, an der teilnehmen zu dürfen mir eine
whre und nut innerem Gewinn verbundene Freude
war, ein Zeichen der Zeit. Wenn bei dieser einzigiartigen
Veranstaltung auch nichts anderes herausgekommen
wäre, als daß die Kirche als eine Gegenwarts- , , ... ,,, ,
macht auch von solchen wieder anerkannt werden muß- I ivvben Regentages v
te, die in ihr wesentlich nur ein« ehrwürdige Größe der grauscheinenbe Wasser des Fockbeker Sees davor
ivergangenheit »» >»««» «** — ». - i -- ~ — - - -
Herr der Kirche gebe, daß auch aus den Beratungen
und Entschließungen dieser Synode reicher Segen für
unsere Landeskirche erwachse. Mit diesem Gebetswunsch
erkläre ich die zweite ordentliche Landessynode
sur eröffnet.
* . * ■
Im Flug über Rendsburg.
Eine Fahrt im Flugzeug der Bänmer-Aero-Hbg.
Der große rote Vogel hat sich von einem
Fluge wieder auf die Erde gesenkt und ruht einige
Augenblicke in Erwartung neuer Fahrgäste.
Die Lederkappe stülpe ich mir über den Kopf,
die Augen erhalten einen Brillenschutz und dann
klettere ich hinein in das Innere des schmucken
Flugzeuges, mir gegenüber nimmt ein zweiter
Passagier im bequemen Lederpolster Platz.
„Es ist jetzt ziemlich böig geworden!" meint
der Führer nach kurzer Begrüßung. Und schon
rollt der rote Vogel, an den Tragflächen von
hilfsbereiten Händen gehalten, langsam ein Stück
über den Platz, um die richtige Startlage zu erhalten.
Der Motor springt mit lautem Gedröhn auf
volle Tourenzahl und rasch und sanft gleitet unser
schmuckes Fahrzeug über den Rasen, fast ohne jegliche
Erschütterung. Und als ich einen Blick seitwärts
zur Zuschauermenge werfe, sehe ich sie immer
kleiner werden — wir haben uns losgelöst
vom Erdboden, sind frei — fliegen!
Ein wundervolles Gefühl für einen erdgeborenen
Menschen, dem Staub da unten entfliehen zu
können, die reinere Luft zu durcheilen, gleich einem
leichtbeschwingten Vogel.
Währenddessen durchschneidet der Propeller
in schneller Umdrehung die Lust, und immer Mer
gleitet das Flugzeug, kaum merklich. Nur am
Kleinerwerden des Exerzierplatzes merkt man's,
am Zusammenschrumpfen der Menschlein da
unten, die fröhlich dem über ihren Köpftn surrenden
Riesenvogel winken.
Der Kanal wird überflogen, der nur noch
einem Bächlein gleicht, die Straßendrehbrücke sieht
nur noch einem Kinderspielzeug ähnlich. Dort
leuchtet das satte Frühlingsgrün des Gerhardhaines,
eingeengt zwischen Kanal und Eider. Wie
auf einem Präsentierteller liegt die ganze, ausgedehnte
Stadt da unten, mit Plätzen und Anlagen
pşingstgrlln verziert, die Stadtviertel wie aus
einem Steinbaukasten von Kinderhand dahingestellt.
Und dann dort vorn schimmern weiße
Segel vom breiten Obereiderarm herüber, ganz
winzig nur. Ganz links im grauen Dämmer des
trüben Regentages verschwimmend verläuft das
Eckernfövde Cyauffee, Molfltraße. SHkeuskÄ
Hohestraße, Schleismühlenstraße, Wallstraß«, Im p
fernstieg nach dem Paradeplatz zur Kundgebr z
marschiert, wo Oberlaitdesgerichtsrat Dr. Vom. istepen-Kiel
und Polizeioberleuimant Georges-Hamburg
reden werden. An der Kundgebung werdm:
fast 10 verschiedene Ortsgruppen teilnehmen.
Eltern der, , H
Mittelschule)
An dieser Stelle erscheinen in den ;" >
nächsten Tagen die maßgebendenI"
Ausführungen, des beauftragten
; ' Dorstandee
MttàgkS LLS LM MllLîlM.
»tmg titlet Rätst!, fcttselt «i btt Rat
iUÄa.iij .‘vfv* ».»it. iviucti t« ns -j.UE '
Bļîxņchnn- ton Knselegenbdtni aBg-~.
—V-. - zu sehen sich gewöhnt hatten, so wäre
das immerhin schon ein Erfolg. Die Kirche unseres
Herrn Jesu Ehristi steht freilich fest, ob die Menschen
st« anerkennen oder nicht. Aber daß ihr« das ganze
Leben der Einzelnen wie der Völker umfassenden Segen
skr äste aus der Arbeit der Kirche heraus erkannt
werden, muß sonderlich denen, die zur Kirchenleitung
berusen sind, ein heißes Anliegen sein. Wie ein Kirchengebaude
auf dem Markt, so soll die Kirche mit ihrer
Arbeit mitten im Volke stehen. Auch nach der Trennung
von Kirche und Staat verzichtet die Kirche nicht
dem Volksganzen zu dienen. Was das Deryalrnis
der Kirche zum Staat anlangt, so leben wir —
vielleicht darf man es so ausdrücken — noch in einer
Uebergangszeit. Aber es ist durchaus zu hoffen, daß,
w.e d>« Kirche allezeit guten Willens fein muß, dem
Staat« zu dienen mit dem Vesten, was sie hat, mit den
Gaben und Gütern des Reiches Gottes, auch der Staat
Mten Willens sein wird, der Kirche den Schutz und die
Forderung zu gewähren, deren sie zur Durchführuna
ihrer Aufgaben bedarf. *
Die Kirchenregierung legt über ihre Tätigkeit der
Landessynode einen Eeschästsbericht vor. Zwar ent.
««J. , Ļ VIIIVII Vit V ļ U^'U tUJi um, /tiü'UT cni* I < p • —^ Ģ, .
halt die Verfasiungi darüber keine Bestimmung wohl lt ^ f etnen Schornsteinen.
haafwiTf. ... r“'«.tyjst -r
ein grüner Farbklecks, das Fockbeker Wäldchen.
Inzwischen spürt man trotz all der tausend
Herrlichkeiten da unten, daß der Wind sich in der
größeren Höhe versteift hat. Böen lassen das
luftige Fahrzeug ein wenig fallen und heben es
wieder, sie scheinen mit ihm spielen zu wollen. Doch
unbeirrt setzt es seinen Weg fort, wendet sich im
Bogen ein wenig nach Osten, der Audorfer See
kommt in Sicht. Wir überfliegen die Hochbrücke,
das gewaltige Bauwerk, das von hier oben einem
Riefenfpielzeug gleicht, ein winziger Eisenbahnzug
zieht seine ihm durch den stählernen Schienen»
sträng vorgeschrieben« Bahn. Er kann nicht, wie
unser Flugzeug, seinen Weg wählen, er ist ge
bunden. Und dort auf dem grauen Wasser des
Kanals, zieht ein Dampfer fein« Straße, wie eine
Schnecke kommt er vorwärts. Er beneidet uns
gewiß, denn dunkle Rauchwolken entquellen ärger-7)7
Die Rtbaftisit kellt btt ®tsi
ttfattüt, tea Vublikin» ŗnt Bķ!xrech«n« I
»rtnta SRinsfM ,ui Berfügung, »etttwtt sich *6tt äuttttUHM b
»gen, mit dem Inhalt» idnittfiztert >u werden tmb iibernbn«: tofi
!£fnrtfci Berantwsrtimg. Säfc behalten «ns vor, bet Llnlendimg-,
weiche »nlerer «nsicht nach ü.Ser da, S>.ai bei Sachlich« iîimuàdl!
a»iSş!tiwa.«t*. Şķijwill« Mttw^tamb . .'
Eingesandt.
, Mehr HSflŞļtļDKş--Höflichkeit
ist eine Tugend, und die amtkicke.
Stellen wetteifern, sich darin zu überbieten. Di
Eisenbahn behandelt ihre Reisenden zuvorkonr-menl
und die Post hat ihre Beamten angewiesen, das Pubi
kum als Kundschaft zu bàchten. Auch der Ministedes
Innern hat schon vor längerer Zeit die Polizei,
beamten angewiesen, ihren Beamten die größte Höflichkeit
und das größte EntgegenkŞmen zur Pflicht
zu machlen. Es mutz anerkannt werden, daß in vielen,
besonders den graten Städten, die Polizeibeamteii
eine Liebenswürdigkeit und Höflichkeit an den Taa
legen, die außerordenKich angenehm berührt. Leider
hat man in Rendsburg diese erfreuliche Feststellung
noch nicht machen können. Erst ism 1. Pfingsttage
siet wieder das Benehmen von zwei blauen Verkehrspolizisten
auf, die zu den A^perrnngen bei den Flugveranstaltungen
herangezogen waren. In rllckjrchtslofer,
grober Welfe schnauzten sie das Publikum an,
°ls ob sie dumme Jungen vor sich Hätten. Ein junger^
Mann wurde sogar am Arm gepackt und zwei bis
m -L.. 1 ^ ex hjater die vordere Linie des übrigen
PnollkUŞ zurückgestoßen. Uns scheint, daß man mit
Hopuchkeit — und das scheint ja auch die Meinung der
oberen Polizeibehörden zu sein — viel weiter kommt.
? l * am solchen ungerechtfertigten Grobheiten. Den
Wtcfttitkn Polizisten sollte das eindringlich eingeschâm
ķdem Sollte das aber nicht helfest, so müh'
sie rücksichtslos von ihren Posten entfernt werden.
Einige Bürger.
ien
deshalb,nicht, weil di« Kirchenregierung nach 8 istz
der Verfassung^ ein Organ der Landeskirche neben der
Landessynode ist, während früher der Gesamtsynodalausschuß
nur ein Organ der Landessynode war. Aber
die «ynode hatà ein Recht zu erfahren, wie die Kirchenreaierung
die ibr überwiesenen ÄnreMNgen, Wünsche
und Beschluss« behandelt hat. Aus dem Aktenstück 3
werden wie ersehen, daß die Kirchenregierung gewissenhaft
alle Antrüge geprüft nnd behandelt hat, und daß
ihnen, so weit das möglich und erreichbar schien- Folge
gegeben i>t. Wo es nicht geschehen konnte, da ist eine
eingehende Begründung gegeben. Eins darf ich herausgreifen.
Ein Pfarröesetzungsgesetz kann die Kirchenregierung
noch nicht vorlegen. Nur bei Schaffung eines
möglichst einheitlichen Besetzungsverfahrens kann der
auch in der Perfaffung niedergelegte Grundsatz, die
Mitwirkung der Kirchengemeinden bei Besetzung ihrer
Psarrstellen zu erweitern, mit dem namentlich in der
Paistorenschaft vertretenen Wunsch nach Vermehrung
der Ernennungsstellen in Einklang gebracht werden
Aber in der jetzigen Pielgestaltiģit des Besetzungs-Verfahrens,
in Patronats- und Präsentationsrechten
liegen so große Schwierigkeiten, daß ihre Ueberwindung
nur nach gründlichen Vorarbeiten, für welche die
Zeit nicht reichen konnte, möglich eftcheint. Von sich
aus bringt die Kirchenregierung keine Geseßesvorlaqen
die eine Verfassungsänderung bedeuten würden weil
Unser Führer nimmt nun wieder Kurs nach
dem Startplatz, überfliegt nochmals den östlichen
Teil der Hochbrücke, der ganz in fattgrüne Hecken
und Wiesen eingebettet liegt.
Dort unten liegt der große Exerzierplatz, die
2000 schauenden Menschen glaubt man auf 20
schätzen zu können, so winzig sind st« noch.
Da wird das Dröhnen des Motors leiser, und
leicht gleitet unser Flugzeug wieder erdwärts, fast
unmerklich.
Die Menschlein wachsen riesig schnell, das
weiße Landungskreuz kommt in Sicht, plötzlich,
kaum daß man's gedacht, ist der Boden erreicht^
ohne jeden Stoß, sanft setzt das Flugzeug auf,
gleitet noch «in Stück über den Platz und steht
Die wunderschöne Fahrt ist zu Ende — viel
zu rasch zu Ende — und wir entsteigen dem roten
Vogel, noch voll des. Geschauten.
K. Müller
ch
Schochkongreß. Der Niederelbische Schachsie
glaubt, erst auf Grund längerer praktischer Ersah- bund veranstaltete in den Pfingsttagen in Flensruwg
und nach Durcharbeitung der ganzen Verfassung bürg seinen jährlichen Bundestag, bei dem ver-Man^darf^"dd^'8^faslung^nich?zu^schnell
Mid"niĢ ^'"den-, Turniere ausa-ļoâ-« -„w
Jii häufig ändern. Wenn trotzdem ohne Zweifel seyr
beachlenswerte Eingaben auch nach dieser Richtung hin
der Synode zur Beratung unterbreitet werden, so wird
cs eben Sache der Synode sein zu entscheiden, ab im
einzelnen Fall das Gewicht der Anträge eine Berfas-!>'nc,sänderuna
rechtfertigt. ^ Wenn man das Arbeitsagramm
dieser Cyiiode nrit dem der ersten vergleichi
nn scheint, sowohl was die Zahl der Gesetzesvorlaaen
als auch was die Bedeutsamkeit der Entscheidungen
anlangt diĢ Tagung von geringeren Aus,näßen ™
sein. Und doch wird auch diese Synode sehr wichtiae
Beschlüste zu fassen haben. Ich brauche nur hrnMweisen
auf die Entscheidung über den Sitz des Bischofs für
Schleswig. Unter den Eejetzesvorlagen ist der Enlärj..des.
Kirchengesetzes über Tauf«, Konfirmation
und kirchliche Trauung von großer innerkirchlicher Bedeutung.
dasselbe gilt von der Gesangbuchfraae. Die
desbezügliche Vorlage ist das Ergebnis sehr iorafältiger,
fleißiger und fachkundiger Arbeit. Es scheint doch
als ob die Bestrebungen auf die Schaffung eines Einheltsgefanàches
m Deutschland immer weitere Kreise
ziehen. Wer auch hier wird die rechte Entscheiduna m
treffen nicht leicht sein. Die Vorlagen über den Haushaltsplan
für 1827 und 1928 und über den Bnieilunasmahstab
der landeskirchlichen Umlagen erhalten durch
die schwere Wirtschaftslage ein besonderes Gewicht
Schwer ist der rechte Ausgleich zu finden zwischen den
beiden Not-wendigkelten, lebenswichtiģe Aufgaben der
Kirche zu fördern und dabei doch die größte Sparmmkeit
walten zu lassen. So liegt doch eine große wichtige
Arbeit vor Ihnen, hochverehrte Synodale.' Der
fchiedena Turniere ausgefochten wurden. Vom
Rendsburger Schachklub nahmen drei Mitglieder
an den Eruppennebenturnieren B, E und D teil,
nämlich die Herren Finanzinfpektor Jürgenfen,
Studien rat Riedel, Bautechniker Jürgenfen, die
alle drei mit einem ersten Preise nach Hause zurückkehrten.
Ueber das Ergebnis der Meister- und
HauptturN-iere werden wir später berichten.
"'X Eine republikanische Kundgebung veranstaltet
am 29. und 30. Mai die Ortsgruppe Rendsburg
des Reichsbanners Schwarz-Rot-Eold. Als
Auftakt zu der Veranstaltuirg findet am Sonnabend
8.45 Uhr abends im Conventgarten ein
Kommers statt. Die Kieler Reichsbannerkapelle
wird den Abend durch musikalische Darbietungen
verschönern. Am Sonntagmorgen findet um 6 Uhr
ein Wecken statt, um 8 Uhr werden dis auswärtigen
Gäste empfangen. Von 11—12 Uhr wird im
Kindergarten ein Wandelkonzert von der Kieler
Reichsbannerkapelle veranstaltet werden. Um 1,45
Uhr wird zum Festzug angetreten, der um 2 Uhr
zur Fahnenweihe auf dem Schloßplatz marschiert.
Die Weiherede wird Polizeioberleutnant Georges,
Hamburg, halten. Anschließend wird durch die
Torstraße, Eerhardsdamin, Gerhardstraße, Eckernförder
Chaussee, Neue Dorfstraße, Hollingstraße,
Sport.
Rlŗeiterfeft und Fahrturnier in Bargstedt.
24. Mai. Hier fand das diesjähtiqe
IŞ« Ringreiterseft. verbunden mit einem Fahrturnier
sowie einigen interessanten Reiterspielen, statt
Das Reiten nahm um 1 Uhr auf der Festkoppel des
Ģastwìrts I. H. Lensch seinen Anfang. Rach einem
eiàndlgen Reiten erlangte Claus Kuhr. Mohr. die
Konigswurde. Den 2. Preis erhielt Hans Jeß, ckà.
den 3 Preis Detlev Henfen, Mohr, den 4. Preis
Schmidt, Mohr, Trostpreis Elans Bteffeldt
Lehmbek. Um A3 Uhr begann man mit dom SchönheUsfahren
fiir Kaltblut-Zweispänner. Als Preis»
ŗ'î ^-^ŞNen di. Hofbesitzer Han« Kaack-Ham-Hans
Gosch, Damendorf, und Johann Kühl
àtorş Es wurde hier ņfijfa Lichtmaterial
Den 1. Siegerpreis erhielt Jörg. H. Lensch-..Ä
Ņr seine 4- und vjährige Stuten „Olive"
fstd "Marne . L. Pins: Johannes Rachse-.Bovgsier,t»
folde. Anerkennung: Wilhelm Lensch, Diekshof Run
begann das Schönheitosahren für Warmblut-Einspänê
Hier erlangte den 1. Siegerpreis Claus Mel-Lshiubek
fur seinen dreijährigen Blauschimmelt
„Heing. 2. Preis: Hans Jeß. Mohr. Aner-.
W: D«tt«v Henfen-Mohr. Hieran schloß sich das
lschM")krtstahren für Kaltblut-Emspänner; auch hier
wurde eine ganze Reiche ganz erstiklassiger Gespanne
voraesichrt Den 1. Siegerpreis erhielt Wilhelm
Lemch-Diekslhof fiir seine öjährig« Fuchsstute „Paula".
2. Preis: Wilhevm Lensch. Diekshof. 3. Preis: Jürg.
H. Lensch-Borgstedt. 4. Preis: Hans Rathje-Borgstedtfelde.
5. Preis: Franz Lensch-Hütten. 6. Preis:
Haus Rathje-Borgstedtfelde. Anerkennung: Jürg. H.
Lensch Bor " " " ' " '
mftt,
^ņsch Bargstedt. — Lanzenreiten: 1. Preis: Friedrich
Schmidt-Mohr. L Preis: Adolf Koberg-Neu-Dwvenstedt.
3. Preis: Claus KUhr-Mohr. 4. Preis: Johs.
Greve-Holzbunae. Trostpreis: Claus Bieffeldt-LehmvÄ.
— LVasterglasreiten: 1. Preis: Claus Kuhr-Deohr.
2. Preis: Elans Bielfeldt-Lehmbek. L. Preis:
Adolf Koberg-Neu-Duvenstedt. Trostpreis: Hans
eß-Mahr. — Kartoffelreiten: 1. Preis: Claus
sioffeldt-Lehmbek. 2. Preis: Claus Kuhr-Dkohr.
3. Preis: Friedrich Schmidt->Mohr. 4. Preis: Johann
Kühl-Wentorf. Anerkennung: Detlev Hensen, Mohr.
— Leichtes Jagdspringen: 1. Preis: Claus Kuchr-Mohr.
2. Preis: Hans Jetz-Mohr. Anerkennung:
Curt JşMohr. — Geschtcklichkeitoreiten ISck,neNsatteln).
1. Preis: Claus Bielfeldt-Lehmbek. 2. Preis:
Claus Kuhr-Mahr. Anerkennung: Detlev Henfen-Mohr.
— Ponywertreiten: 1. Preis: Johann H.
Lenilch-Borgstedt. 2. Preis: Franz Nie. v. Gyldenfeldt-Schirnau.
3. Preis: Alfred Ereoe-Duoenstedt. 4. Pr.:
Willi Kühr-Windeby.
Rundfunk-Programm.
Freitag, den 28. Mai 1936.
4,15 Uhr: Hannover: Nachmittagskonzert. —-5
Uhr: Hamburg: Hans Friedrich Dlunck lieft aus
eigenen Werken. — 6,50 Uhr: Bilder a. d. deutchen
Theatergeschichte. — 7,16 Uhr: Unsere diesährige
Ernte. Von Dr. Hanne-Hamburg. — 7,35
Ihr Kiel: Nordmark-Wande-rfunk von Theodor
Möller-Kiel: Das Landfchastsbild unserer Heimat.
Vom Sehen und Schauen beim Wandern. — 9,15
Uhr Hamburg: Liederabend Agnes Lenbach. —
10 Uhr: Der Nordmark-Kongreß des nieherelbichen
Schachbundes in Flensburg.
Verlag und Druck: Heinrich Möller Söhne,
Rendsburg, Mühlenstr. 18.
Berlagsleitung: RudolfMöller.
Chefredaktion: Ferd. Möller.
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Möller, für Feuilleton sowie allgemeinen
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