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Nr. 81
Zweites Blatt
N-nnorstag,'
8. April ,
Schleswig-Holstein.
Weiter« »r»viņzîeķle Nachricht«« siebe 1. Blatt 8. Seit«
IttttgtrüuerrrausLaufch Schleswig-
KoLstern-MrnLen.
Am Sonnabeiid in dieser Woche fahren zehn
schleswig-holsteinische Jungbauern und frühere
Rendsburger Volkshochschüler von Hamburg ab
Nach Karten. Dort werden sie an der Landes-
grenze von der Leitung des Kärtner Landeskultur-
rates in Empfang genommen und auf die verschie
denen Gegenden des Landes verteilt, wo sie zu
nächst in der Landwirtschaft beschäftigt werden.
Der Kärntner Landeskulturrat wird es sich ange
legen fein lassen, den jungen Leuten auf alle Weise
öu helfen, damit die Zeit, die sie dort verbringen
werden, für sie zum Nutzen und Segen werden
kann.
Die jungen Kärntner, die hier bei uns wa-
**n, sind inzwischen in der Heimat angekommen,
von den Eindrücken aus Landwirtschaft und
Ņolkàtzen, die hier in dem Jahre ihres Hierseins
sie herangebracht worden sind. Die nächste
Ģrpppe der Kärntner, zwölf an der Zahl, worun-
>er die Söhne Weier Landtagsabgeordneter, ist
Kärnten nach Holstein abgereist. Mit ihrem
Eintreffen ist im Laufe dieser Woche zu rechnen.
Auch ste werden von Rendsburg aus zunächst ver
keilt werden auf verschiedene landwirtschaftliche
Betriebe im Kreise Rendsburg.
Ş Altona. 6. April. Aufhöhung des Jndu,
strregelandes im Stellmger Moor. Der Regie
rungspräsident hat die von der Stadt Altona be
antragte Notstandsarbeit, die Aufhöhung des In-
dustriegeländes im Stellinger Moor inAltona, als
Teeignet zur verstärkten Förderung aus Mitteln
aer produktiven Erwerbslosenfürsorge anerkannt,
benötigten Sandmassen von etwa 200 000 Ku-
llmetern sollen aus den Masten des Winsbergs
ņtnommen werden. Das Bauvorhaben bietet
^egenheit zur Beschäftigung von 180 Personen
$vr Dauer von etwa 160 Arbeitstagen. Die
' asten sind mit etwa 300 000 Mark angenommen.
% Altona, 6. April. Jungmann-Gedächtnisfeier.
Zweiten Osterfeiertage fand am Zungmann-
auf dem Hammer Friedhof an der
^andsbà Chaussee eine Juygmann-Gedächtnis-
Vàştrrtt. Im Namen des Schleswig-Holsteiner-
^ legte Senator Dr. Harbeck-Altona einen
daà^ ! n blau-weiß-roter Schleife nieder und ge-
şi.Me iu einer Ansprache der großen Taten des
von Eckernförde. Neben einer großen
Vf? 1 ‘ ao" Teilnehmern und verschiedener schles-
Vereinigungen war der Verein
geborener Schleswig-Holsteiner zu der Feier er
schienen. "
yu. Schwarzenbek, g. April. Kreisjagdver
pachtung. Der Eigenjagdbezirk Voßberg, groß 466
vektar. bestehend aus dem Forstorte Voßberg, dem
-ankauer See und dem Eeineindebezirk Eneten-
Uiurde von dem Kreisausschuß an den Kunst-
5>öä Bernhard Röhring in Lübeck für sein
^witgebot von 1160 Reichsmark auf sechs Jahre
verpachtet. — Gemeindesachen. Die Eemeinde-
. Nretung in Wentorf, Amt Schwarzenbek, fetzte
î, ņ EemeindLLau.sbaltsolan şûr 1926 în EinnaÄ-
T--K
Ģemeindehaushaltsplan für 1926 in Einnäh
st^ and Ausgabe auf 843 73 Jt fest. Der Eruird-
bàşstufchlag wurde von 100 auf 130 Prozent er-
su.» b^il man den Zuschuß für das Reformreal-
Dafinm auf 13 000 Ji festsetzen mußte. Man
y, ^wß den Ankauf eines Auto-Mannfchafts-
ariy k 5 îņît anhängender Motorspritze für die Feu-
stll' 6000 Reichsmark angeliehen wer-
^attş°^ļborf, 6. April. An der Totenbahre der
stand ^ verstorben. Als man gerade im Begriffe
Hêtlî' ^îe Frau Schölermann im benachbarten
ļànae ^ zu Grabe zu tragen, starb auch der feit
ht Q ® n ter Zeit erblindete und geistesschwache Ehe-
^koâ^Ģendorf, 6. April. Spielende Kinder als
Am 26. März brannte die dem
^cheu Beter Buck in Gronenberg gehörige
100q ļļx vollständig nieder. Die Regierung fetzte
t€lt be te Belohnung für die zur Bestrafung füh-
'^ehr Ermittlung des Brandstifters aus. Nun-
Strîìá.,şestgestellt, daß das Feuer durch ein mit
Ursa^^?äern spielendes vierjähriges Kind ver-
Es wurde ferner ermittelt, daß zwei
^vrai-k;î e in Süsel offene Postkarten erhielten,
in näģ^'îen angekündigt wurde, daß ihre Gehöfte
Bag, ^şîer Zeit iu Flammen aufgehen würden,
ş^rschk m Absender dieser Karten wird eifrig ge-
vAtiiä'vkeld, tz. April. Anstellung eines haupt-
vird v'^ Bürgermeisters. Der Flecken Reinfeld
Meister „ bald einen hauptamtlichen Bürger-
die Anst-n"'à. Nachdem die Fleckensvertretung
durch ^ines besoldeten Bürgermeisters
Reàru^-àfchlusi genehmigt hat soll auch
gestimmt haben^ŗ Anstellung in dieser Form zu-
A'M G - April. Fleischer-Bezirkstagung.
Vereins to ^a, wird hier der Bezirkstag des
Zutsche,, ^êņg-Holstein-Lauenburg-LLbeck im
Mit dem h 'iäwrverbande abgehalten werden,
Dchlachtèrinn!E ^jährige Jub-iläUm der freien
verbnndi'n m-1 5 a BOrt Elückstadt und Umgebung
Haltungen in A, 0. Mai sind festliche Veran-
^0-Mlü Eie î Stammen, während am
ķ -llerbaudlunaeu ftniffinW
Ricklrng, 6. April. Eine Kate eingeäschert.
Eingeäschert wurde gestern abend die dem Land
mann Teegen in Fehrenbötel gehörige, von dem
Händler Schuhmacher bewohnte Kate. Als Schuh
macher gegen 3,80 Uhr nach Hause kam und die Tür
öffnete, schoß plötzlich eine gewaltige Feuersäule
aus dem Dach heraus. Im Augenblick stand das
ganze Haus in hellen Flammen. Es gelang Sch.
gerade noch, seine Frau und die vier kleinen Kin
der mit großer Mühe aus dem brennenden Ge
bäude zu retten, wobei er selbst erhebliche Brand
wunden erlitt. Sämtliches Inventar, ein Hund
sowie das Federvieh wurden ein Raub der
Flammen.
8! Itzehoe, 6. April. In der Generalver
sammlung der hiesigen Mechanischen Netzfabrik
und Weberei A.-G. wurde nach reichlichen Ab
schreibungen die Verteilung einer Dividende von
10 Proz. beschlossen. — Die hiesige Kreditbank
schloß mit einem Umsatz von 33 825 596 Mk. Die
eigenen Mittel sind auf 180 000 Mark gestiegen.
Der Rohgewinn beträgt 65176 Mark, so daß nach
Abschreibung und Abzug der Geschäftsunkosten ein
Reingewinn von 20 082 Mark verbleibt. Nach
Ueberweifungen an die Rücklage und an die Auf
wertungsrücklage konnte eine Dividende von 10
Proz. verteilt werden. Die Mitgliederzahl be
trägt gegen 1500.
wf. Heiligenstedten, 7. April. Kirchliches. Der
zweite Geistliche unserer Gemeinde, Pastor lic.
theol. H. Pohlmann, wird nun voraussichtlich am
18. ds. Mts. seine Abschiedspredigt halten und
Ende ds. Mts. dann nach Preetz übersiedeln, um
daselbst anstelle des zum Professor an unsere Lan-
desunioersität Kiel berufenen Pastors Rendtorff
die Leitung des Predigerseminars und das Amt
eines Klosterpredigers zu übernehmen. Ob dis er
ledigte Pfarrstelle in Zukunft unbesetzt bleiben
wird, wie berichtet wurde, das ilft endgültig noch
nicht entschieden und klar gestellt.
-b Wilster, 7. April. Auhages 78. Geburtstag.
Der Hofbesitzer und Remontezüchter Heinrich Au-
hage in Wilster, eine in Stadt und Provinz be
kannte Persönlichkeit, feierte am 4. April, dem 1.
Osterfeiertag, seinen 70. Geburtstag. Er machte
sich schon im Alter von 19 Jahren in Wilster selbst
ständig, so daß er am 17. Oktober bereits fein 50-
jähriges Geschäftsjubiläum feiern konnte. Vor
dem Kriege war Auhage der größte Remonteliefe-
rant Deutschlands. Er belieferte Preußen, Bayern,
Sachsen und Württemberg mit Pferden, die in
langen Sonderzügen versandt wurden. Um die
Pferdezucht hat Anhage sich mit seiner hervorra
genden Fachkenntnis und seinem weiten Blick ver
dient gemacht. Don den Behörden und Verwal
tungen wurden seine hervorrag,enden Leistungen
und Verdienste längst erkannt. Schon vor langen
Jahren wurde ihm durch den damaligen Landrat
der Kommisstonsrattitel als Auszeichnung angebo
ten, den er aber als schlichter, einfacher Geschäfts
mann ausschlug.
dk. Albersdorf, 6. April. Freiwilliger Tod.
Die Ehefrau des Maurermeisters H. Böttcher in
der Wilhelmstraße schied he,U!te nachmittag infolge
Schwermut, woran sie schon längere Zeit gelitten
hatte, durch Erhängen auf dem Boden freiwillig
aus dem Leben. Neben dem Ehemann trauern
noch zwei Kinder um die unglückliche Mutter.
ku. Meldorf, 6. April. Ein schwerer Unglücks-
fall ereignete sich in Farnewinkel bei Meldorf. Der
Petroleumwagen der Firma Bösch fuhr gegen eine
Gouverneßkarre, daß diese kippte und die drei In
sassen, Frau Wittmaack-Stafstedt, deren Tochter,
Frau Lehrer Jensen aus Meldorf und deren kleine
Tochter herausstürzten. Unglücklicherweise schlug
die junge Frau Lehrer Jensen gegen einen Baum,
erlitt einen schweren Schädelbruch und war beim
Eintreffen des sofort herbeigerufenen Arztes be
reits oerschiàn.
rg. Hedwigenkoog, 6. April. Enttäuschte Hoff
nungen. Die letzten Wochen hatten frohe Hoff
nungen wach werden lassen, nämlich die Hoffnung
auf elektr. Licht für unsere Gemeinde. Die Hof
besitzer haben alle eine eigene Anlage. Nun sollte
vom benachbarten Westerdeichstrich erne Leitung
in den Koog hineingelegt werden. Leider hat die
Uöberlandzentrale den Antrag abgelehnt wegen zu
großer Entfernung. Damit ist die Sache vorläufig
wieder eingeschlafen, da der Bau eines Transfor
matorenhauses die Anlage stark verteuern würde.
am. Neuenkirchen, 5. April. Der hiesige Va
terländische Frauenverein hielt im „Dithmarscher
Hof" seine diesjährige Generalversammlung ab.
Im Jahresbericht hörte man über die Fürsorge für
Kranke und Wöchnerinnen, sowie über die sonstige
Tätigkeit des Vereins. In 240 Fällen wurden
Kranke und Wöchnerinnen mit Essen versorgt.
Für 6 Wöchnerinnen kaufte mau Kinderwäsche.
Der Verein hat ein Säuglingsbett angeschafft, das
int Notfälle ausgeliehen werden wird. Es wurde
ein Samariterkursus abgehalten, an dem 21 Frau
en und junge Mädchen der Gemeinde teilnahmen.
Weihnachten bedachte man 54 Familien mit nütz
lichen Sacheir und Lebensmitteln. Die Einnahmen
des Vereins betrugen im verflossenen Rechnungs
jahr 734,45 Jl, denen eine Ausgabe von 605,43 M
gegenübersteht. Die satzungsgemäß ausscheidenden
Vorstandsmitglieder wurden einstimmig wieder
gewählt. Als Schatzmeisterin wählte man Frau
Pastor Clausen-Neuenkircheit.
fp. Vüsum, 4. April. Hafenbau. Der vor
einigen Jahren in Vüsum begonnene Hafenbau ist
Ķnmebr aani.beendet. .biL.LUm Bau beoötiaten
Einrichtungen sind bis auf einen kleinen Rest be
reits entfernt. Die vor dem Hafen geschaffene
3 Hektar große künstliche Insel, die durch eine
Brücke mit dem Festlande verbunden ist, wurde
für den freien Verkehr freigegeben. Auf dieser
Insel sollen industrielle Unternehmungen entste
hen, wie Fischhalle und Werft. Der Versand der
Krabben und der Fische wird von hier aus direkt
an die Bahn erfolgen. —Das Nordsee-Aquarium
wurde am Oster-Sonntag wieder für das Publi
kum freigegeben. Die 30 großen Seewasserbecken
sind neu eingerichtet und mit Meerestieren aller
Art reichlich besetzt.
fp. Heide, 7. April. Wer nicht hören will.
An beiden Ostertagen kehrten Ausflügler mit Wei
dekätzchen beladen abends in die Stadt zurück. Sie
kämet: mit ihrer Beute nicht weit, die Polizisten
nahmen sie ihnen ab und notierten die Missetäter,
meistens junge Mädchen. Es kann eine Strafe
bis zu 150 R.-..Ü verhängt werden.
nf. Friedrichstadt, 6. April. Die Deiche an der
Eider haben bei dem vor einigen Wochen stattge
habten außergewöhnlichen Hochwasserstand mehr
gelitten, als man anfangs annahm. — Namentlich
in der Gegend der Eiderstraßenbrücke hat der Dra-
ger Deich wesentlich gelitten. — Der städtische
Haushaltsplan für 1928 schließt in Einnahme und
Ausgabe mit 230 000 Jl ab.
zp. Langenhorn, 7. April. Die Sterbe- und
Begräbniskassc beschloß vom Verein aus künftig
keine Särge mehr zu liefern, sondern einen Geld
betrag auszuzahlen. Die Höhe dieses Betrages
richtet sich nach dem Alter des Verstorbenen. Für
Kinder bis zu 5 Jahren werden 15 Jl; für Kinder
von 5 bis 10 Jahren 25 Jl; für Kinder von 10
Jahren bis zur Konfirmation 35 Jl und für er
wachsene Personen 60 Jl ausbezahlt.
S. Kreis SLdtondern, 6. April. Fürsorge
zweckverbände. Der Kreisausschuß hat die Bil
dung folgender Fürsorgezweckverbände beschlossen:
1. Braderup (umfassend die Gemeinden Vraderup,
Uphusum und Holm): 2. Enge (umfassend die
Gemeinden Enge, Engerheide, Holzacker, Sande,
Schardebüll und Soholm); 3. Karlum (umfassend
Karlum, Lexgaard und Tinningstedt),- 4. Keitum
(umfassend Keitum, Archsum, Tinnum, Norddör
fer); 5. Klixbüll (umfassend Klixbüll, Klixbüll-
seid und Karrhardehof); 6. Ladelund (umfassend
Ladelund und Boverstedt); 7. Leck (umfassend Leck,
Büllsbüll und Sprakebüll); 7. Lütjenhorn (umfas
send Knorrburg u. Lütjenhorn); 8. Medeloy (um
fassend Medelby, Holt, Osterby, Jardelund, Böx-
lund, Wecsby); lO.St.Johaunis a.Föhr (umfassend
Oevenum, Midlum, Alkersum, Nieblum, Goting,
Borgsum, Witsum); 11. St. Laurenti a. Föhr (um
fassend Dunsum, Hedeihusum, Oldfum, Klintum,
Süderende, Toftum, bltersum); 12. Stedesandffum-
fassend Stedesand, Wester-Schnatebüll und Störte-
werkerkoog); 13. Süderlügum (umfassend Süder-
lügum, Wimmersbüll, Ellhöst und Böglum).
0 Wyk a. Föhr, 6. April. Ausdehnung der
Zwangsinnung für Schmiede-, Schlosser- und Ma.
schinenbauerhandwerk. Nachdem die Mehrheit
der an der Abstimmung beteiligten Gewerbetrei
benden sich für die Ausdehitung der Zwangs
innung für das Schmiede-, Schlosser- und Maschi
nenbauerhandwerk mit dem Sitz in Wyk a. Föhr
erklärt hat, ist zum 1. Juni d. Js. die Zwangs-
innung auf das Klempner- und Jnstallateurgewer-
be der Inseln Föhr und Amrum ausgedehnt wor
den.
nr. Gemeinde Dordelutn, 6. April. Gemeinde-
abend. Der am gestrigen Abend im Saale des
Gastwirts Ketel Jensen in Sterdebüll durch den
hiesigen Ortsgeistlichen veranstaltete sog. Konfir-
mcmden-Gemeindeabend erfreute sich eines zahl«
reichen Besuches. Es waren annähernd 200 Per
sonen anwesend, die mit tiefer Andacht und gro
ßen! Interesse den vielen Darbietungen folgten.
Pastor Brandt aus dem benachbarten Langenhorn
hielt eine Ansprache. Der langjährige Strafan
staltsgeistliche Pastor Schröder aus Rendsburg
trug in interessanter Weise vor über seine Ein
drücke und Erlebnisse aus seinem reichen, schweren
Wirken in der Anstalt. Das Schlußwort sprach
Pastor Tödt-Bordelum, für den es der letzte von
ihm geleitete Abend in hiesiger Gemeinde war,
da er demnächst nach Neumünster verzieht.. Und
sowohl er, wie seine Gemahlin, denen es beiden
schwer wird, sich von hier, wo sie sich so vorzüglich
eingelebt habxn, zu trennen, nahmen am Schluß
von der großen Versammlung in rührender Weise
Abschied, Auch die ganze Gemeinde sieht die bei
den ungern von hier scheiden. Von Konfirman
den wurden Gedichte vorgetragen/ Das Gebotene
wurde umrahmt durch gesangliche und musikalische
Darbietungen der Geschwister Ketelsen aus Buttje-
büll. Am uächsten Sonntag, den 11. ds. Mts., hält
Pastor Tödt hier seine Abschiedspvedigt.
x. Neumünster, 6. April. Nnem tödlichen Un-
glücksfall ist das 8-jährige Söhnchen Willi des
Landmanns Friedrich Norden im nahe gelegenen
Wasbek zum Opfer gefallen. Auf einem in un
mittelbarer Nähe von seines Vaters Landstelle be«
legen!en Hof geriet der Junge so unglücklich unter
einen Bauwagen, daß ein Hinterrad desselben ihm
über den Kopf ging. Seinen schweren Verletzun
gen ist Willi Norden wenige Stunden später er
legen. — Gegen den Beschluß des Stadtvcrord-
neten-Kollegiums, der bekanntlich die Ungültigkeit
der Wahl des Tuchfabrikanten Wilhelm Bariram
zum unbesoldeten Stadtrat aussprach, ist das Ver-
waltungsstreitversahren beim Bezirksausschuß
Schleswig anhängig gemacht worden.
Schenefeld (Bez. Kiel), 6. April. Unfall.
Als der Landmannssohn Claus Haufchildt im be
nachbarten Looft mit einem Gespann von der dor
tigen Meierei nach Hause fahren wollte, scheute
unterwegs plötzlich das Pferd. Sowohl H. als
auch ein Knecht, der mit auf dem Gefährt faß,
wurden vom Wagen geschleudert. Der Knecht
kam mit geringen Berletzungen davon. H. siel
mit dem Kopf so unglücklich gegen einen Stein-
wall, daß er eine Gehirnerschütterung erlitt.
ur. Znnien» 5. April. Der Kyffhäuserbund
deutscher Jugendkorps, Eiderkreis, hielt in den
Ostertagen ein Kreistreffen in Jnnien ab. Die
Bewohner der Gemeinde Jnnien bewirteten die
jungen Leute, etwa 100 an der Zahl, aufs beste.
Es waren die Korps Rendsburg, Neumünster und
Jnnien anwesend. Für den ersten Osteitag war
u. a. ein Kirchgang vorgesehen, bei dem Pastor
Tramsen in schönen Worten der Jugend gedachte.
Unter Glockengeläute marschierte die Jugend in
den neben der Kirche liegenden Ehrenfriedhof, wo
Lehrer Reimer-Böken der Gefallenen gedachte. Am
Nachmittag fand eine kurze Sanitäisübung statt,
bei der die jugendlichen Sanitäter ihren Mann
standen. Den 1. Ostertag beschlossen in einer
Scheune Vorträge und ähnliche Darbietungen. Der
2. Ostertag brachte ein großes Geländespiel. Nach
mittags fand eine kurze Verpflichtung und die
Schlußfeiler mit Auszeichnungsverteilung statt. Es
erhielten den goldenen Stern Hans Lage, Werner
Schütze aus Rendsburg, von Neumünster Hans
Loft und Otto Kunze, von Junten Ernst Seiffer.
Den silbernen Stern bekamen aus Rendsburg Hans
Frahm, Artur Dtefing, Johannes Eraßmann, von
Neumünster Werner Kalsen, Paul Eropler, von
Jsinien Hans-Friedrich Christiansen und Helmut
Lipp. Nachmittags war der Heimmarsch der Korps.
Neumünster kehrte zu Fuß und Rendsburg mit ei
nem Lastauto von Stafftedt in seine Heimat zurück.
is. Landwehr, 6. April. Stiftungsfest. Der
Turn- und Sportverein Landwehr e. V. beging
Ostern im Gasthause zu Landwehr sein diesjähriges
Stiftungsfest, verbunden mit einem Schauturnen,
das bei dem herrlichen Frühlingswetter etwa 300
Schaulustige, selbst aus abgelegenen Orten herbei
gelockt hatte. Der große, neue Saal war schier be
ängstigend überfüllt. Die turnerischen Leistungen
waren so gute, daß es unbillig wäre, von dem jun
gen Verein mehr zu erwarten.
Kleine Provin^chronik.
Der Sohn des Bahnbeamten Meister in Fried-
richstadt, Schmied Rudolf Meister, bestand vor der
Handwerkskammer in Flensburg die Meisterprü
fung mit dem Prädikat „Gut". — Beim Abfahren
von Preßtorf kam der Schmiedemeister P. Hogrefe,
Witzwört, zu Fall und zog sich eine scheinbar nicht
geringe Verletzung der Hüfte zu. — Eine gefähr
liche Motorradfahrt unternahmen 2 junge Leute
aus Witzwort. Beide waren des Fahrens noch un
kundig. Die verkehrte Straßenseite benutzend, be
gegnete ihnen in der Nähe des Sandkruges das
Postauto Husum—Earding. Beim Ausbiegeu auf
die rechte Straßenseite verlor der „Führer" schein
bar die Gewalt Wer die Maschine und nur durch
die Umsichtigkeit des Autoführers, der den Wagen
sofort zum Stehen brachte, wurde der Zusammen
stoß vermieden. — Zu dem Ziegeleineubau, der
nach Ostern In Hadenrarschen in Betrieb gesetzt wer
den soll, ist mitzuteilen, daß die Anlage "in der Ge
markung Thaden liegt. — / . y).. ,
■K /
ut. Jübek, 6. April. Handwerkerbund. Vor
einigen Tagen fand eine Versammlung des nord-
westdeutschen Handwerkerbundes, Ortsgruppe Jü
bek, statt. Es wurde ein Steuerausschuß gewählt,
der die Einschätzung der Handwerksbetriebe vor
zunehmen hat. Für die Berufsschule wurden in
jedem Vierteljahr 30 Unterrichtsstunden festgesetzt.
Der Unterricht soll zweimal in der Woche statt
finden, im ganzen wöchentlich 9 Stunden. Die
Schultage sollen im Einverständnis mit dem Schul
leiter festgesetzt werden. — Die Gesellenprüfung
für Schmiede im Bezirk der Zwangsinnung für das
Schmiede- utld Schlosserhandwerk Jübek bestanden
die Lehrlinge Peterson-Dörpstedt, Otto Hand-
Treia, Hans Schm'idt-Vollingstedt und Johs.
Schmidt-Treia. Die 3 Letztgenannten erhielten
das Prädikat J5wt“.
Befttzveriinderungen.
Ter bei Einfeld belegene, bekannte „Linden-
Hof" wurde von feinem bisherigen Besitzer Uphof
an Alterbrunstein aus Altona verkauft. Die Ue
bernahme ist bereits erfolgt. — Das bekannte
„Hotel Tondern" iu Tondern wurde an einen Ho-
telbesitzer Nielsen aus Odense für 220 000 Kronen
verkauft. . ... 1 , •fi:
Personalien. M , >
Zum 1. April wurden versetzt: Lehrer H. Wies^
ner aus Schleswig nach Lürfchau, Lehrer Ö. War.
necke aus Lürschau nach Schleswig, Lehrer W. Hum;
berg aus Erödersby nach Kiel, Lehrer H. Soth-
mann aus Kiel nach Grödersby und Lehrerin D.
Locher aus Harrisleefeld nach Jübek.
Familienjubiläen.
Das Fest der goldenen Hochzeit feiern am 9.
ds. Mts. der Rentner Georg Ohlfen und Frau in
Slrenholz. .
Verlag und Druck: Heinrick, Möller Söhne,
Rendsburg, Mühlenstr. 18.
Derlagsleitung: Rudolf Möller.
Chefredaktion: Ferd. Möller.
Verantwortlich für Leitartikel sowie Politik: Ferd.
Möller, für Feuilleton sowie allgemeinen
T«l: Adolf Eregori; für den wirtschaft
lichen Teil: Dr. I o h a n n G s s ch : für den puxi
Mffllen. örtlichen und sportlichen Teil: Karl
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