Full text: Newspaper volume (1926, Bd. 2)

Die merkwürdige Gleichzeitigkeit einer Reihe 
Oel-Explostons-Katastrophen in Amerika läßt 
Zweifel an Blitzschlägen und die Vermutung von 
Brandstiftung aufkommen. 
verhaftet worden. Es hat sich herausgestellt, daß 
Nelson von außen durch einen Gummischlauch mit 
Fleischbrühe und Biomalz ernährt worden ist. 
Der Anschlag ans Len Serlin- 
I Münchener D-Mg,. 
München, 9. April. Den Blättern zufolge soll 
die Lokomotive des D-Zuges in voller Fahrt auf 
die über das Gleis gelegte schwere Schiene aufge 
fahren sein, die sich dann wie ein Radschuh vor 
das rechte Vorderrad der Lokomotive legte, worauf 
die Vorderachse der Lokomotive entgleiste. Der 
Lokomotivführer hat Geistesgegenwart genug be 
sessen, bei der Auffahrt auf das Hindernis sofort 
zu bremsen. Mit welcher Wucht der Anprall auf 
das Hindernis erfolgte, davon legt die vollkom 
men abgesprengte Eisenbahnschiene beredtes Zeug 
nis ab. Die D-Zugmafchine wurde fast garnicht 
beschädigt. Bereits vor einigen Wochen war ein 
Anschlag auf den Berlin—Münchener D-Zug bei 
Hartmannshosen verübt worden. Bei dem neuen 
Anschlag handelt es sich vermutlich um mehrere 
Verbrecher, da eine Person allein die 4 Zentner 
schwere Schiene nicht lockern konnte. Zwanzig 
Minuten vor dem Anschlag auf den Berliner 
D-Zug hatte der Frankfurter D-Zug die Stelle 
, ungefährdet passiert. 
Für die Ergreifung der Täter ist eine Beloh 
nung von 2009 Mark ausgesetzt. 
Der „MMioràMg" Uewyork- 
AAantik Citr? entgleist. 
Rcwyork. 9. April. Der Expreßzng New 
port—Atlantic City, bekannt als „Millionärzug", 
ist in der Nähe von Camden im Staate New- 
Zersey an einer scharfen Kurve entgleist. Nur 
drei Wagen blieben unbeschädigt. Bisher wurden 
vier Tote und 75 Verletzte festgestellt, unter denen 
sich viele Newyorker befinden. Der Lokomotiv 
führer und der Heizer wurden getötet. 
Norderney, 9. April. Ein Flugzeug-Monteur von 
einem Propeller getötet. Ein schweres Unglück hat sich 
hier auf dem Gelände des Seeflugdienstes ereignet. 
Ein Wasserflugzeug sollte eine Fahrt antreten und 
war bereits bis an das Wasser biMbgeglitten, als 
eine Störung unterhalb des Propellers einen jungen 
Monteur veranlaßte, sich unter den Proheller zu beu 
gen, um die Störung zu beseitigen. De« Propeller 
war bereits im Gange, was der Monteur vergehen 
hatte; denn er richtete sich trotzdem hoch, wurde von 
dem Propeller getroffen und getötet. 
Moskau, 9. April. Der Schnellzug Moskau- 
Taschkent ist kurz vor Taschkent von einer Räuber 
bande überfallen worden, wobei die Passagiere 
ausgeraubt wurden. Dem Sekretär der afghani 
schen Gesandtschaft wurde die diplomatische Post 
geraubt. Es ist den Behörden gelungen, einen 
Teil der Räuberbande festzunehmen. Die diplo 
matische Post tonte jedoch nicht wiedergefunden 
werden. Die Sowjetregierung hat der afghani 
schen Regierung ihr Bedauern ausgesprochen. 
Eine ganze Schiffsbesatzung verbrannt. Bei einem 
Zusammenstoß zwischen dem holländischen Tankschiff 
„Silvanus" und einem amerikanischen Tankschiff 
chomas H. Wbeeler", bei dem sich eine Erplosion 
an Bord des „Silvanas" ereignete, ist die gesamte 
Besatzung von 36 Mann des „Silvanus" ums Leben 
gekommen, da das Schiff in wenigen Minuten völlig 
in Flammen stand. 
Neueste Nachrichten- 
Inland. 
EntfchlLestung des Reichs- 
Kabinetts ;ur FnrstLnabfinvmrg. 
Das „Berliner Tageblatt" teilt mit, daß das 
Reichskabinett in der kommenden Woche über die 
Frage der Fürstenabfindung beschließen werde. 
Ueber die Erledigung der beiden Gesetzentwürfe, 
nämlich des KompromitzgefctzenLwurscs und des 
zum Volksentscheid zu stellenden Entwurfes, sollen 
Anfang nächster Woche interfraktionelle Bespre 
chungen zwischen den Regierungsparteien statt 
finden, denen sich Beratungen der Reichsregierung 
mit den Führern dieser Parteien anschließen sollen. 
Die Veröffentlichung des amtlichen Ergebnis 
ses des Volksbegehrens ist für Sonntag zu er 
warten. 
Dis DueUfrage im Dtraf- 
gefstzbnch. 
WTB. Berlin. 9. April. Angesichts der Be 
denken gegen die vom Reichstag und Reichsrat 
angenommene Aenderung des Militärstrasgesetz- 
buches, wonach Offiziere, die sich am Zweikampfe 
beteiligen, aus dem Heere entlassen werden sollen, 
beabsichtigt man, einer Berliner Zeitungskorre 
spondenz zufolge, in Kreisen der Reichsregierung, 
einen neuen Gesetzentwurf vorzulegen, in dem die 
Muß-Borschrift in eine Kann-Vorschrift umgewan 
delt wird und in dem die Beamten und Offiziere 
. gleichgestellt werden. Der Gesetzentwurf wird dem 
Reichstage voraussichtlich bereits bei seinem näch 
sten Zusammentritt vorliegen. 
Einzelheiten dos Attentats 
auf Len russischen Annen- 
kvmmissar. 
Die Somjctregicrung beschließt Geheimhaltung. 
T.-U. Moskau, 9. April. Tie Nachricht über 
das Attentat auf den Innenkommissar Sowsctruß- 
lands, Beloborodow, die weiteren Kreisen Mos 
kaus erst über das Ausland bekannt geworden ist, 
hat hier lebhaftes Aufsehen erregt. Die Sowjet 
regierung hat den Beschluß gefaßt, das Attentat 
vor der Oeffentlichkeit geheimzuhalten. Heute 
früh wurde Beloborodow unter starkem polizei 
lichen Schutz nach dem Krankenhause im Kreml 
gebracht, wo er unter persönlicher Aufsicht des Ee- 
sundheitskommissars Seinafchko behandelt wird. 
Der Täter ist der 25jährige Student Porfini Alexe- 
jew, der Sohn eines Beamten, der vor der Revo 
lution in Zarskoje Selo angestellt war. Alexejew 
absolvierte im Jahre 1921 die Peterschule in Le 
ningrad. Er befindet sich heute im hiesigen Ge 
fängnis der Staatspolizei. 
Röntu-ertagmrg in Kassel. 
In Kassel begann am Freitag die Reichstagung 
des Deutschen Rentnerbundes, zu der Vertreter 
sämtlicher 28 Landesverbände, die 1360 Ortsgrup 
pen mit über 300 000 Mitglieder umfassen, erschie 
nen waren. Rach Begrüßungsworten des Kasseler 
Oberbürgermeisters berichtete ein Vertreter der 
Buttdesleitung über die im vergangenen Jahre ge 
leistete Arbeit. Mit allen Kräften soll versucht 
werden, eine Verbesserung der Aufwertuugsgesetzc 
ş zu erreichen. Ferner erhoffe man vom Reichstag 
die Annahme eines besonderen Rentnerfiirsorge- 
gesctzes. Außerdem sei eine Entschädigungsklage 
gegen das Reich eingereicht worden, die vor dem 
Berliner Landgericht in einer der nächsten Wochen 
zur Verhandlung kommen werde. 
Mn Spisnagspro^e^ irr Altona. 
T.-Il. Hamburg. 10. April. (Eig. Funkmeldg.) 
Vom Altonaer Schöffengericht wurde der Kauf 
mann Wilhelm Daehr zu einem Jahr 8 Monaten 
Gefängnis und Stellung unter Polizeiaufsicht ver 
urteilt, weil er militärische Geheimnisse an eine 
fremde Macht verraten hat. Außerdem wurde we 
gen Paßvergehens auf sechs Wochen Gefängnis er 
kannt, da Vaehr ohne Paß die holländische Grenze 
überschritten hat. 
DerhKftNŞN irr Dàlîn» 
WTB. London, 10. April. (Eig. Drahtbericht.) 
Blättermeldnngen aus Dublin zufolge wurde dort 
heute das Haus des Grafen Plumkett von der Ge 
heimpolizei durchsucht. Die drei Söhne des Grasen 
wurden verhaftet. Der jetzt 75 Jahre alte Graf 
Plumkett, seine Gattin und seine Söhne waren 
seinerzeit in dem Sinnfeiner-Aufstand von 1816 
verwickelt. Einer der Söhne wurde danach hinge 
richtet. Zm Jahre 1923 ist Graf Plumkett von den 
irischen Freistaatstruppen erneut Verhaftet worden. 
EifenÄÄ-MMfM in Uslen. 
Warschau, 9. April. Heute nacht entgleiste in 
folge Loslösung eines Schienenpaares in der Nähe 
von Krakau der Schnellzug Bukarest—Lemburg— 
Wien. Die Lokomotive, der Kohlenwagen und die 
ersten beiden Wagen stürzten vom Eisenbahndamm 
hinab, während die übrigen Wagen aus dem 
Gleise sprangen. Es handelt sich wahrscheinlich um 
einen verbrecherischen Anschlag. Ein Arbeitsloser, 
der Gepäckstücks den Reifenden zu stehlen versuchte, 
wurde unter dem Verdachte der Täterschaft ver 
haftet. Verletzt wurden insgesamt 25 Personen, 
darunter vier schwer; getötet wurde niemand. 
Reichsdeutsche befinden sich nicht unter den Ver 
letzten. 
Unter dem Verdacht der Krand- 
ssiftrmg serhaftet. 
WTB. Berlin, 10. April. (Eig. Trahtber.) 
Die Nachforschungen nach dem Täter des vor eini 
gen Tagen gemêetn Laubrnbrandes in Grünau 
bei Berlin, dem 2 Menschenleben zum Opfer fie 
len, haben dazu geführt, daß der LaubenSesitzer 
Braun unter dringendem Verdacht verhaftet wur 
de. den Brand an seiner Laube selbst angelegt zu 
haben, um sich seiner Frau und Schwiegermutter, 
mit denen er dauernd in Streitigkeiten lebte, zu 
entledigen. 
Dis Münchener Hellseherin 
Verurteilt. 
s, figiimiifi. life 
Die Beschlüsse der englischen 
Lergarberterkonşereņr. 
.WTB. London, 9. April. Die Konferenz der 
Bergarbeiter hat einstimmig eine Entschließung 
angenommen, in welcher den Distrikten, denen, wie 
bereits gemeldet, die Entscheidung der zur Ver 
handlung stehenden Fragen überwiesen worden ist, 
die Annahme folgender Punkte empfohlen: 
1. Einer Verlängerung der Arbeitszeit wird 
nicht zugestimmt. 
. 2. Grundsätzlich bleibt das Lohnabkommen 
nebst den nationalen Minimalzuschlägen aufrecht 
erhalten. 
3. Die Bergarbeiter können einer Herabsetzung 
der Löhne nicht zustimmen. 
Die endgültige Entscheidung soll einer weite 
ren Delegierten-Konferenz vorbehalten bleiben. 
Ausland. 
Die riesigen Geifelderbründe 
irr Kalifornien. 
London, 9. April. Nachdem nun anscheinend 
die Zensurbestimmungen der Lokalbehörden aufge 
hoben sind, erfährt man folgende Einzelheiten über 
die Oelfelderbrände in Kalifornien: Die 30 Meter 
hohen Flammen sind 50 Meilen im Umkreise sicht 
bar, und die Hitze ist so groß, daß man nicht näher 
als 150 Meter an das Flammengebiet herangehen 
kann. Die in Brand befindlichen bezw. explodier 
ten Oelbchälter in San Louis enthielten rund U 
Millionen Fässer. Der Schaden beträgt über 10 
Millionen Mark. Gestern abend sind gleichfalls, 
wie behauptet wird: durch Blitzschlag, zwei große 
Tanks derselben llmon-Petroleum-Gesellschaft in 
Annaheim in Kalifornien in Brand geraten und 
brennen jetzt mit riesiger Flammenentwicklung aus. ļ 
München. 9. April. Vor dem Amtsgericht in der 
Au und zwar vor dem Einzelrichter, fand der mit viel 
Reklame angekündiate HeNseberin-Prozeh gegen die 
36iähnge in Regensburg als Tochter eines Schneider 
meister' geborene frühere Tänzerin Clairs Reichert 
statt. Von vornherein stand fest, daß es keine Sen 
sation geben werde. Es handelte sich lediglich um den 
Einspruch pegen zwei Strafmandate, die aus Grund 
des Bayrischen Polizeistrafgesetzes wegen Eau.eler, d. 
h. fortgesetzten Wahrsagens gegen Entgelt, ergangen 
waren. , . • , . .. 
Die Angeķlagte. eine schmächtige, zarte und open- 
bar seh: sensitive Blondine, machte durch geschicktes 
und bescheidenes Auftreten einen sympathischen Ein 
druck. Sie ist zweifellos von ihrer Begabung und 
ihren Visionen fest überzeugt. Sie erklärte, daß re 
sch/n seit vier Jahren Bisionen gehabt habe. u. a. das 
Ende des Krieges vier Wochen vor dem Zusammen 
bruch. die Revolution und auch die Straßenkämpze rn 
München sowie die Eerßelmorde vorhergesehen habe. 
Seit 1922 sehe sie auch einen furchtbaren Krieg und 
die Verwüstung Deutschlands durch vier Feinde kom 
men. Sie habe trotz ihrer bedrängten Lage — sie muß 
auch für ihre Mutter und einen Sohn sorgen — nie 
mals Geld gefordert. Geldsendungen feien auch für 
sie aus Amerika .eingegangen. In der letzten Zeit 
hätte sie mit Leichtigkeit 100 Mark am Tage verdienen 
können. „ . .. ... . 
Die hierauf vernommenen Zeugen lasten sich >n 
mehrere Gruppen teilen. Sin Teil schwört auf die 
Reichert, so besonders die beiden Amerikanerinnen 
Ray Beveridge, setzt Frau Jäger, und Frau Kühne, 
denen sie u. a. wichtige Familienoreignisse vorausge 
sagt habe Ein junger Naturwissenschaftler will aus 
Grund seiner Beobachtungen die Ueberzeucmng gewon 
nen haben, daß die Reichert wirklich hellseherische 
Qualitäten besitze. „ 
Von einem Teil der Zeugen hat die Angeklagte 
kein Honorar verlangt, von anderen 10 ş Von emi- 
gen hat sie auch eine höhere Bezahlung gefordert. Der 
Sachverständige, Mediziualrat Dr. Hermann, erklärte 
die Ancieklagte sür nicht normal, aber nicht zur geistes 
krank und daher iür voll verantwortlich. Zweifellos 
sei sie von ihrer hellseherischen Begabung überzeugt. 
Der Amtsanwalt beschränkte sich aus die juristische 
Frage, verneinte ebenfalls eine Beiruasabsicht und be 
antragte eine Geldstrafe von ISO M. Der Verteidiger 
beantragte Freisprechung oder eine kleine Geldstrafe. 
Das Urteil lautete auf 100 J( Geldstrafe. 
Fernruf 18 
. empfiehl! 
simlllcise DaÄcMaögs-Matönaten, 
langjährig bewährte 
Hannoversche Püanneea 
Dsflxsirsir-tk'.r'el 
0ibes's€h'.wsnx® 
»achpssp^e 
Tee r u. Klebemasse, 
m 
Ifsfahlhdml Men« 
Montag» den 12. April 
\ 8V Uhr im »iHalstenhaus“. 
SŅķ—ņşş 
v.HiK'TiwasMBgaaiag* itiT— 
Berliner Viehmarkt v. 10.April 1928. 
Borbericht 
Rinder st . 2000 
Kälber ,'.2100 
Schafe . . 6100 
Schweine . 5700 
.Preise 20—54 
.st. . . 45-88 
. . , 35-61 
80-82, 79-81, 77-79, 74-76, —. 
AMttMlM MM 
Mehl, (amtlich) Hamburg, 10. April: 
Weizenmehl hiesiger Mühlen 
Bäckeripenl „ „ 
Roggrnmehl 
Roggengrobm. 
, Mara 
47.50 
41.00 
29.60- 
24.25- 
-31.25 
24.50 
Getreide, (Frewerkehr) Hamburg, 10. April: 
WTB. Leipzig, 9. April. Ein »Hnnger- 
künstler" wegen Betrugs verhaftet. Der „Hunger- 
künstler" Harry Nelson, der seit dem 8. März im 
Leipziger Kristallpalast „hungert", ist heute mit 
seinem Impresario wegen fortgèset" Betrüge 
Weizen, inländischer 
Roggen, neu, „ 
Hafer, 
Gerste, aus!., frei Kalwaggon 
Mais, loko, „ „ 
Tendenz stetig. 
282.00—266.0Ü 
181.CO 184.00 
200 00-208.00 
178.00—179 00 
177.00-179.00 
Aus der Stadt. 
Rendsburg, den 16. April 1926. 
Neue Wege derGesundheitsfürsorge-, 
Don Georg Streiter, 
Mitglied des Reichsgesundheitsrats. "V 
Der Gedanke, dstss Lebensversicherung in in 
neren Zusammenhang ,mit der Gesundheitspflege 
zu bringen, um für den einzelnen ^ein möglichst 
hohes Älter, und zwar in voller Gesundheit und 
Rüstigkeit, zu erreichen, beginnt jetzt in der deut 
schen Lebensversicherung Fußstzu fassen. Er ist zu 
erst in den Vereinigten Staaten von Amerika ver 
wirklicht worden. 
Ein in Newport gegründetes Lebensverlän 
gerungsinstitut verfolgt seit mehr chls zehn Jahren 
die Idee der Hebung der EefundlM und Ver 
längerung des Lebens und verfügt hellte über 8000 
Aerzte als Mitarbeiter. Dieser Aufklärungsarbeit 
und dieses für eine vorbeugende Gesundheits- 
Pflege eintretenden Aerztestamm.es bedient sin 
eine große Anzahl amerikanischer Lebensveasiche- 
rungsgefellschaften für ihre Versicherten mit Erfolg. 
Dem-gleichen Zwecke will künftig u. a. die Ge 
meinnützige Deutsche Lebensversicherung mit ihrem 
auf eine hygienische Aufklärung aufgebauten Sy 
stem dienen. . ^ 
Die Möglichkeit der Verlängerung des 
Lebens hat ein deutscher Arzt, nämlich Dr. Hufe 
land. vor 130 Jahren wissenschaftlich nachgewie 
sen. Daß es sich dabei nicht etwa um ein phan 
tastisches Hirngespinst, sondern um tatsächlich er 
reichbare Möglichkeiten handelt, hat die deutsche 
Reichsstatistik inzwischen auch bestätigt. 
Die mittlerweile bekanntgewordenen amerika 
nischen Ergebnisse unterstützen diesen Beweis und 
gestatten günstige Schlußfolgerungen hinsichtlich der 
weiteren Fortschritte, die sich in Deutschland er 
zielen lassen, wenn die seit alters her gepflegt 
öffentliche Hygiene künftig mehr als bisher dķ 
eine erhöhte persönliche Gesundheitsfürsorge u 
terstützt und ergänzt wird. 
*A Die Geschwindigkeitsprüfung über 2 
für Motorräder und Wagen findet, wie vorch' 
sehen, morgen, Sonntagvormittag auf der Stt^ 
Ollenseld—Audorf statt. Zu der Veranstalt^., 
Ostenfeld—Andorf statt. Zu der Veransta 
ist eine stattliche Anzahl von Nennungen 
gegangen. Es ist dies die erste Veranstaltung ° 
Allgemeinen Deutschen Automobilklus in diel 
Jahre im Reich. Die Zuschauer werden Ö^ete < 
der Rennleitung die Arbeit nicht unnötig zu 
schweren und die Rennstrecke frei zu heuten 
vorbereitende Ausschuß bittet die Burgersch 1 1 
anläßlich der Anwesenheit so vieler auswärtige- 
Gäste die Häuser zu beflaggen. 
*□ Ein Promcnadenkonzert veranstaltet sist 
moraiaen Sonntag bei günstiger Witterung ! 
tags von i/p-y* 1 Uhr auf dem Schloßplatz d 
biestae Reichswehrkapelle unter Leitung von 
sikmeister Rath. . 
*+ Entwendet wurden aus der Ladenlafn 
ņes Geschäfts in der Altstadt etwa 20 M Weşş 
geld. t» 
*8- Sern 25jähriaes Geschäfts- und 
fubiläum feiert ant Montag, dem 12. April, ö 
seur I. Hansen, Schleuskuhle 24 
LS' 
'U Bom Dach gestürzt ist der Dachdecker 
gers in Hollefens Garten. Er brach die Hand ^ 
Heids, 10. April. Ferkelmarkt... Dem heutigen 
Ferkelmarkt waren 1065 Ferkel'zug-eführl- Es 
4—43 Wochen alte Ferkel 26—36 M, 6 8 Wochen alte 
. 87—40 dl, ältere 41—44 -M, Läuferschweine beeangen 
90—95 â dag Pfund. Für fette Schweine wuroen in 
der Umgegend 68—72 M pro Ztr. bezahlt. Der Handel 
war flau, der Markt wurde nicht geräumt. 
das rechte Bein und wurde von der Sanitätsw^, 
im Krankenauto nach dem Krankenhause ' 
portiert, üachdem Dr. Dreßler die erste Hist^ ^ 
leistet hatte. _ _ . „ 
*55 Dienstjvbiläum. Der StrafanstaltsoberN^ 
2ol,, 
iUt“® 
Meister I. Wetzel konnte am 1. April auf eine 2o! 
per 100 Kg 
„ 100 
„ 100 
„ 100 
rige Dienstzeit auf der hiesigen Strafanstalt î 
blicken. . Ak 
*A Versendung von Geld mit der Post. 
der Gewohnheit des Publikums, Geld in 
i lichen Briefen mit der Post zu versenden, mutz ^ 
mer wieder gewarnt werden. Die Post hoşi" 
gewöhnliche Briefe mcht, bei Nichtankunft 
das (Selb also nicht ersetzt. Geld in Einschreiv 
sen zu versenden, ist ebenfalls nicht zu emşi 
da die Post nur bei Verlust der Briefe, ^<9* ^ 
bei Beschädigung (Inhaltsverminderung) 
leistet. Die einz.ia richtige Art, Geld zu ver, f si 
per 1000 Kg 
,. 1000 
. 10 0 
1000 
1080 
leistet. Die einzig richtige Art, Geld zu veri^ i 
ist die mit Postanweisung oder Zählkarte, 
auch, mit Eeldbrief. Für die richtige şş ^ 
dieser Beträge haftet die Post. Die Gebnh ^ 
niedrig. 
Bezirke 
.. Anlc 
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