Sache Kntifkers, für eine anderweitige Deckung zu sor
gen. Da soll er
eine Unmasse von faulen Wechseln
der von ihm aufgekauften oder begründeten Gesellschaf
ten im Betrage von vielen Millionen als Deckung bei
der Staatsbank untergebracht und daraus Millionen
kredite bekommen haben. Schließlich war die Staats
bank innerhalb noch nicht eines Jahres durch Kutisker
am 14 Millionen Mark geschädigt.
Die Angelegenheit des Hanauer Lagers soll sväter
verhandelt werden. Auch hier hat Kutisker mit. Hilfe
von verschiedenen Personen bei der Staatsbank den
Eindruck erweckt, dag dieses Lager, das tatsächlich nur
»inen Wert von 800 060 bis 600 000 Mark hatte, einen
solchen von 10 bis 12 Millionen repräsentiere. Auch
dadurch h«be er grobe Kredite von der Staatsbank er
halten. — Kutisker soll weiter einen Blankowechsel des
Angeklagten Mau, der für eine Summe von etwa
SO 0llO Mark Schulden des Blau frei war, über 475 000
Mark ausgestellt haben.
Die Verhandlungen werden dann durch eine kurze
Pause unterbrochen mit Rücksicht auf das Befinden
Kutiskers.
Angeklagter Kutisker
erklärt nach der Pause, die Anklage berufe auf absolute
falschen Voraussetzungen, und auch über seine Persön
lichkeit seien ganz falsche Darstellungen verbreitet. Er
sei kein Kriegsgewinnler, sondern habe schon 1909 in
Li bau als Fabrikbesitzer eine Stellung eingenommen,
die in Deutschland der eines Kommerzienrates ent
spreche. Er schilderte dann die Entstehung der Bezie
hungen zur Preußischen Seehandlung und seine Be
sprechungen mit Dr. Rühe. Er müsse bestreiten, daß er
Schulden von 11,3 Millionen Reichsmark bei der
Staatsbank habe. Auch faule Wechsel habe er nicht
gegeben. Er habe auf die Erhöhung der deutschen Pa
piermark immer fest gerechnet. Darum habe er an
deren Sturz sehr viel verloren. Auch seine Konizern-
unternehmungen härten durch die Wirtschaftskrise
schwer gelitten. Nach seinen Erklärungen erlitt Ku
tisker wiederum einen Ohnmachisansall.
Der Vorsitzende vertagte deshalb die Verhandlun
gen auf Mittwochoormittllg.
Ausland.
AnmŞņs ^olarîf.fîî^îf? in ErrOnd.
In 30 Stunden von Rom nach Pulham
London, 12. April. Gestern nachmittag ist
das Polarluftschiff „Norge". mit dem Amundsen
zum Nordpol gelangen will, in dem englischen
Luftschiffhafen Pulham eingetroffen. Die Lan
dung des Luftschiffes bereitete außerordentliche
Schwierigkeiten, und erst nach zweieinhalbstündi
gem Manöverieren gelang es um 5 Uhr 50 Min.
das Luftschiff zu verankern. Zum Empfang des
Luftschiffes waren u. a. Sir Samuel .soars, der
Luitminister von England, und Prinz Olaf, der
Kronprinz von Schweden, erschienen. Das Luft
schiff hat etwa 3» Stunden gebraucht, um die 2808
Meilen lange Reise von Rom nach Pulham zurück
zulegen. Das Luftschiff wird in Pulham mit He
liumgas wieder angefüllt werden und von dort
aus über Oslo nach Spitzbergen fliegen, von wo
aus es dann seinen Polarflug antreten wird.
Moskau, 12. April. Leningrad bereitet sich
auf die Ankunft Amundsens und seines lenkbaren
Luftschiffes „Norge" vor, das in den nächsten Ta
gen erwartet wird. Die Luftschifshalle liegt in
Gatschrna, außerhalb von Leningrad; sie wird nach
den Instruktionen von Amundsens Bevollmächtig
ten eingerichtet und mit einer sorgfältig ausgear
beiteten Lichtanlage versehen für den Fall, daß
das lenkbare Luftschiff bei Nacht ankommt. Die
russische Akademie der Wissenschaft in Leningrad,
sowie das geophysikalische Observatorium und an
dere wissenschaftliche Institute haben Pläne für
eine Zusammenarbeit mit Amundsen ausgearbei
tet, auf Grund deren Radioberichte über die at
mosphärischen Verhältnisse im Polargebiet wäh
rend des Fluges übermittelt werden sollen. Die
mathematisch-physikalische Abteilung der Akademie
der Wissenschaften hat einen Plan ausgearbeitet,
wonach das Luftschiff, wenn cs in den Polargc-
bieten einen Unfall erleidet, in destr Stand gesetzt
wird, Bomben zur Explosion zu bringen, deren
Schallwellen von den russischen seismographischen
Stationen aufgefangen werden, wodurch es mög
lich gemacht wird, den annähernden Aufenthalts
ort des Luftschiftes zu bestimmen.
Eine bezeichnende -englische
EharakLerdarstellung.
TU. Loirdon, 12. April. Der „Observer" gibt
Ine ausführliche Charakterschilderung Mussolinis, die
folgende bemerkenswerte Sätze enthält:
„Es gibt in der Welt augenblicklich nur wenig
beachtenswerte Männer. Eigentlich sind es nur zwei
unserer Zeitgenossen, denen große Beachtung gebührt.
Der cine ist der verehrungswürdige Hindenburg, der
von seinen Landsleuten und von der Welt hochgeachtet
wird; der andere ist Mussolini, der nicht nur eine
zeitweilige Erscheinung ist, wie man zuerst glaubte.
Während Hindenburg den Ruhm der Vergangenheit
repräsentiert, versucht Mussolini eine Rolle der Gegen
wart zu spielen."
WTV. Wien, 12. April. (Eig. Drahtber.)
Bei der heutigen Vorstellung der „Hallenrevue"
im Apollotheater kam es» als ein Komiker eine
scherzhafte Bemerkung über Mussolini machte,
zu einer italienischen Demonstration. Ungefähr
15 italienische Studenten auf der Galerie brachen
aus einen Signalpfiff in wüste Lärmszenen aus
und riefen einen tosenden Tumult im ganzen
Hause hervor. Das Publikum wies die Ruhe
störer energisch zurecht, die aus dein Hause entfernt
und auf die Polizeiwache gebracht Milden. Die
«eitere Vorstellung verlief ohne jede Störung.
Inland.
Konfexerr^ der preußischen
Re§îerMîgspräs?deņLeu
M WrNÄLtMWsresorweu.
TU. Berlin. 12. April. Der Amtliche Preußische
Pressedienst meldet: Im Preußischen Ministerium
des Innern fand unter dem Vorsitz des Ministers
Severing eine Konferenz sämtlicher preußischer Ober-
und Regierungspräsidenten statt. Der Zweck der Zu
sammenkunft war eine Aussprache über die Frage der
preußischen Berwaltnngsresorm. In den Ausführun
gen der Referenten kam starker Zweifel an dem Ge
lingen einer großen Verwaltungsreform zum Aus
druck. Aufgabe der Regierung sei es. eine Verein
fachung der Verwaltung durch verwaltungstechnische
Maßnahmen herbeizuführen. Dem in den letzten Jah
ren stark hervorgetretenen Bestreben, die Entscheidun
gen selbst in unwesentlichen Fragen in die Schieds-
behörden zu verlegen, müßte ganz entschieden ent
gegengetreten werden. Mißstände seien dadurch ge
schaffen. daß sehr häufig ein Neben- und Durchein
ander von Reichs- und Landesbehörden festzustellen
sei. Hier müsse und könne vereinfacht werden.
Minister Severing führte aus, er würde es be
grüßen, wenn auch heute schon Klarheit über den
endgültigen Zustand der Polizeiorganisation und der
Polizeibelegung geschaffen werden könnte. Aber das
sei schon aus politischen Gründen heute leider noch
nicht möglich. Nach seiner Ueberzeugung seien wir aus
dem Gröbsten noch nicht heraus. Die starke Arbeits
losigkeit würde auch im Sommer und im nächsten
Herbst noch nicht überwunden sein. Auch Ausschrei
tungen politischer Gruppen müßten in Rechnung ge
stellt werden. Deshalb könne man nicht daran den
ken, aus heute mit Polizei belegten Gefahrengebieten
die Polizei herauszuziehen.
Der- Zrülimkamlpli im KmrpL-
ausfchuß des şindrsges.
VDZ. Berlin, 12. April. Der Hauptaus'schuß des
preußischen Landtages nahm am Montag seine Bera
tungen wieder auf. Vor Eintritt in die Tagesord
nung sprach die Vorsitzende. Abg. Hirsch (Saz.) dem
Kultusminister Dr. Recker die Glückwünsche des Aus
schusses zum 50. Geburtstag aus. Bei seinem lleber-
blick über den Haushalt weist der Berichterstatter
darauf hin. daß auf die ordentlichen Ausgaben ein
Mehrbetrag von 21 Millionen, auf die außerordent
lichen ein solcher von 8 Millionen entfällt.
Abg.Oelze (dm) erklärte, höchst bedenklich sei die
starke Erhöhung des Schulgeldes um 68% Prag.; die
Gehälter seien nicht annähernd so stark gestiegen. Die
Aufhebung der Privatschulen für 1029 führe zu großen
Härten. Der Redner forderte die Entpolitisierung der
Schule.
Staatssekretär Schleusner vom Finanzministerium
äußerte sich zur Finanzlage. Die Ermerbslosensür-
sorge habe zu einer starken Belastung geführt. Die in
den Etat eingestellten 25 Millionen Mark reichten
nicht entfernt aus. Das Reich habe diese Etatspositio
nen hinausgesetzt; Preußen werde folgen müssen. Nach
den Grundsätzen des Reiches müsse Preußen 110
Millionen Mark aufwenden. Im ganzen liege jetzt
ein staatsr »iäßrger Fehlbetrag von 308 Millionen vor.
Höchste Sparsamkeit sei notwendig.
Abg. BLlitz (DV.) bemängelte den Rückgang des
Gesamtanteils des Kultushaushalts an den Staats
ausgaben und die zunehmende Abhängigkeit vom
Finanzminister.
Kultusminister Dr. Becker
führte u. a. aus: Die Finanznot des Staates erfor
dere sicherlich größte Sparsamkeit, doch sei ein schema
tischer Abstrich auf dem Gebiete der Volksbildung
außerordentlich bedenklich. Die Erhöhung des Schul
geldes sei auf Beschluß des Staatsministeriums er
folgt, um der Finanznot des Staates Rechnung zu
tragen. Die Besucherzahl der Dollsschulen sei um
1,2 Millionen gesunken, die Besucherzahl der höheren
Schulen dagegen um etwa 88 Prozent gestiegen. Er
wünsche den baldigen Erlaß eines Reichsschulgesetzes,
das ein Werk aller Weltanschauungsgruppen sein
müsse. Mas seine Personalpolitik anlange, so sei es
nicht richtig, daß die Anhänger irgend einer Partei
übergangen würden. Der Minister gab seiner Freude
darüber Ausdruck, daß die Gründung der neuen päda
gogischen Akademie nunmehr erfolgen könne. Das
Staatsministerium stehe auf dem Standpunkt, daß
gegen die Gründung einer simultanen Akademie keine
verfassungsrechtlichen Bedenken vorliegen. Da aber
Einspruch erhoben worden sei, werde die Entschei
dung des höchsten Gerichtshofes angerufen werden.
Die Not der Junglehrer sei die entscheidendste und
drückendste Frage. Die Lage der nationalen Minder
heiten sei eine Existenzfrage für Preußen. Die Regie
rung wolle bei Anerkennung der Lage in den Grenz
gebieten eine Versöhnung-politik betreiben, um den
Kulturkampf an den Grenzen zu entgiften, unter
Wahrung aller nationalen Interessen. Dasselbe gelte
auch auf dem Gebiete der internationalen geistigen
Zusammenarbeit.
Abg. Prelle (Deutsch-hannoveraner) fordert, daß
Schulbücher historisch wahr seien; die Ilnwahrhaftigkeit
der. früheren Schulbücher sei über jedes Maß hinaus
gegangen. Privatschulen seien ein pädagogisches und
kulturelles Bedürfnis.
Abg. Frau Kulcsza (DVP.) betont, daß die be
wußt evangelischen Kreise allen Grund hätten, an
der Personalpolitik und Geschäftsführung des Mini
steriums Kritik zu üben.
Begabte Kinder seien vom Schulgeld zu
befreien. Die privaten Vorschulen müßten ver
schwinden.
Abg. Hofs (Dem.) wendet sich gegen eine Heraus
setzung des Schulgeldes und fordert für begabte Kin
der minderbemittelter Eltern Freilassung. Der Redner
fragt nach der Regelung der Pslichtstunden der Volks
und Mittelfchullebrer und fordert Auskunft über das
Gesetz betr. Trennung von Kirchen- und Schulamt.
Schleswig-Holstein.
Die §rKFS der ARftzàmg
des dsuşşch-dàffchsn graßtrifutits
Bisher keine Verhandlungen.
Wie das „Hamburger Fremdenblati" von seinem
Vertreter in Kopenhagen erführt, hat das dänische
Außenministerium der deutschen Regierung durch den
Kopenhagener deutschen Gesandten eine Note zugehen
lassen des Inhalts, daß die dänische Negierung bereit
sei, Verhandlungen über die Frage der Aufhebung
des zwischen Deutschland und Dänemark bestehenden
Msumzwangrs zu führen. Die Verhandlungen, die
deutscherseits seit acht Monaten angestrebt werden,
dürften in nächster Zeit zum Abschluß gelangen.
Weiter verlautet in der Sache noch:
Nachdem „Haderslev Stiftstidende" kürzlich eine
Mitteilung gebracht hatte, nach der man annehmen
mußte, daß die Aufhebung des Visumzwanges n’t ^er
deutsch-dänischen Grenze nahe bevorstehe, brin„' jetzt
„Vsrlingske Tidende" eine Mitteilung des d' sischen
Außenministeriums, wonach überhaupt noch keine, die
Materie im einzelnen betreffenden Verhandlungen
zwischen den deutschen und den dänischen Behörden
stattgefunden haben. Die dänische Regierung habe
lediglich auf eine deutsche Anfrage hin sich, prinzipiell
bereit erklärt, einer Reform des Paßverkehrs zuzustim
men, Seitdem sei die dänische Regierung aber durch
interne Verhältnisse daran gehindert worden, die
Sache aufzunehmen.
Dis Notstandskredite für die
Biütiknmsiedler bewilligt.
Wie man uns aus der Siedlung Ridders schreibt,
hat das Kulturamt in Heide den Siedlungsgenoisen-
schaften und Dorfschaftsvereinigungen in den 4 Sied
lungen des Lockstedter Lagers soeben amtlich mitge
teilt, daß die Reichsregierung sich bereit erklärt hat,
den in Lockstedter Lager verbliebenen Soldatensiedlern
Notstandsdarlehen bis zu je 2888 RM. zu gewähren.
Don der Gesamtsumme der bewilligten Darlehen ist
ein Teilbetrag bereits an eine Itzchoer Bank auf das
Konto der Siedlungsdirekiion Lockstedter Lager über
wiesen worden. Dieser Teilbetrag ist so hoch, daß je
dem der Soldatensiedler, die für ein Darlehen in Frage
kommen, rund 800 RM. sofort zur Verfügung stehen.
Diese 800 R.R. sollen zur Frühjahrsbestellung gebraucht
werden. Zweck des Darlehens ist, die notleidenden
Soldatensiedler aus der drückendsten Notlage zu be
freien, ihnen insbesondere die Möglichkeit zu geben,
den für die Frühjahrsbestellung erforderlichen Kunst
dünger, zumal Stickstoff zu kaufen, ihr auf Kredit ge
nommenes Vieh und Gerät oder sonstige Schulden, be
sonders Wechselschulden, zu bezahlen, die sie bisher für
Wirtschaftszwecke schon haben machen müssen.
Die Verteilung der Darlehen erfolgt durch den
Vorsteher des Kulturamtes in Heide, der mit dem zur
Zeit in Lockstedter Lager anwesenden Vertreter des
Landwirtschaftsministeriums Oberregierungsrat Ossip
die näheren Bedingungen, unter denen das Darlehen
gewährt wird, vereinbart. Das Reich verlangt vor
allem eine genaue Prüfung der Kreditbedûrfticàit und
-Würdigkeit der einzelnen Siedler und macht dies zur
Voraussetzung für die Gewährung des Darlehens im
Einzelfall. Cs kommen demnach nur solche Soldaten
siedler für die Gewährung des Notstandsdarlehens in
Frage, die dadurch auf eine wirtschaftlich so sichere
Grundlage gebracht werden, daß sie unter gewöhnlichen
Verhältnissen und bei genügender eigener Anstrengung
auf ihren Stellen voraussichtlich bestehen können,
S. Sch.
Diese Kredite werden selbstverständlich den Sied
lern sehr willkommen sein, um über vie drückendste
Not hinwegzukommen und um die Zinsenlast, zu ver
ringern, aber als eine endgültige Hilfe wird man sie
kaum ansprechen können. Heute haben schon Land
wirte auf allem, gutem Kulturboden viele Mühe, die
schlechten Zeiten zu überstehen, noch viel schwerer ist es
aber für die Siedler, die gänzlich neu aufbauen sollen.
Ihnen kann in erster Linie nur geholfen werden durch
Verminderung der allgemeinen Lasten, soweit es ir
gend möglich ist. Dadurch würde auch ihre Freiheit
und Selbständigkeit gehoben, während durch Gewäh
rung von Krediten, wie immer, so auch hier die wirt
schaftliche Unfreiheit und Unselbständigkeit gefördert
wird. L
Neueste Nachrichten.
Cm Ahgefandtsr Wupeifus
in Peking.
Peking. 13. April. (Eig. Funkmeldung.) Hier
ist ein Abgesandter Wupeifus eingetroffen, um mit
Lutschunglin zu verhandeln.
MinrfterredLN in Kohlen^.
Koblenz, 13. April. (Eig. Funkm.) Zn einer
Generalversammlung des Eewerkschaftsausschufses
für die besetzten Gebiete in Koblenz sprach gestern
Reichsminister Marx über die Lage im besetzten
Gebiet. Marx sagte, man dürfe nicht mit dem "Ge
danken spielen, daß eg vollkommen gewiß sei, daß
die Besatzungsfrist abgekürzt werde. Er trat für
eine weitere Förderung des Einheitsrvillens ein
und sagte, Arbeitnehmer und Arbeitgeber gehörten
nicht allein in den Tagen der Not zusammen. Die
Weltw.rtschafl werde bald zu der Ansicht kommen
müssen, daß die Lasten des Daw-esplanes für
Deutschland untragbar seien. Nach Marx sprach
Severing, der die Gewerkschaften zur Besonnen
heit mahnte. Bei der Regierung in Koblenz fand
eine Besprechung statt, in der dis Wirtschaftsgrup-
pen der besetzten Gebiete ihre Wünsche und Be
schwerden vorbrachten. Severing betonte hierbei,
daß dir Reichs reg ierung ständig das besetzte Ge
biet im Auge behalte und sich immer bewußt bleibe,
daß die zweite und dritte Zone noch der Befreiung
harrten.
Wieder ein schweres Militär- ;
MrgreuD-Mnglirck.
£.41. Paris, 13. April. (Eig. Funkmeldung.)
Wie aus Lima gemeldet wird, sind gestern der Lest
ter des Militärflugwesens zu Peru und 3 Offizier«
beim Absturz eines Militärflugzeuges ums Lebe»
gekommen.
Französischer Protest
gegen dos itattenisch-engUfche
Absstinren-Adkowmen.
TU. Paris. 12, April. Die französische Regie«
rung hat gegen Vas italienisch-britische Abkomme»
über Vie Teilung Abessiniens in eine britische u»d
eine italienische Wirtschaftszone protestiert. Es wir>
darauf hingewiesen, daß dieses Abkommen die fraik
Mischen Interessen am Roten Meere ernstlich bedroht
und stark aus die wirtschaftliche Selbständigkeit eines
Mitgliedsstaates des Völkerbundes wirke. Es be
dürfe daher nach französischer Auffassung erst del
Billigung des Völkerbundes.
Ministerpräsident Dräun in Tirol
T.-U. Innsbruck, 13. April. (Eig. Funkineldg.)
Der preußische Ministerpräsident Braun hat sich
einige Tage in Tirol aufgehalten. Er besichtigt«
die Lungenheilstätte Hochzierl und die Arbeiten et
der Tiroler Wasserkraft-Aktiengesellschaft, sowie
die landwirtschaftliche Schule Rotholz.
Der Fall Aaenecke
vor dem Nöichsdisripiinarhof.
WTV. Berlin. 13. April. (Eig. Drahtberichül
Einer Korrespondenzmeldung zufolge wird da«
Disziplinarverfahren gegen den Schwiegersohn des
verstorbenen Reichspräsidenten Eüert, dem Attache
im Auswärtigen Amt Dr. Wilhelm Iaenecke, dek
von der Disziplinarkammer zu einem Verweis und
IM Mark Geldstrafe verurteilt worden war, nun
mehr an den Reichsdisziplinarhof in Leipzig gehen-
85 Millionen Dollar für den
Marinelnftdienst.
WTB. Washington, 13. April. (Eig. Draht'
bericht.) Die Gesetzesvorlage, die 85 Millionen
Dollar für das 5jährige Bauprogramm für de»
Marineluftschiffdienst vorsieht, wurde heute vo>»
Repräsentantenhaus angenommen und geht NUN'
mehr an den Senat.
Das amerikanische Repräsentantenhaus w
einen Gesetzentwurf angenommen, der den Bau m>ö
288g Flugzeugen und 2 Luftschiffen vorsiehe.
Marktberichte.
Altona, den 13- April 1926.
beim Grünen Jäger IN. „
MkNMwericht te SSS3&35&
(Ohne (Bewähr.)
Es wurde gezahlt für >/, kg Lebendgewicht:
Doppellender
1. Qualität Kälber 0,75-0.85-ş
2. „ „ ....... 0,65—u, 74 ,
3 0,50-0,62 -
4. „ „ nüchterne . . . 0,25-0,40 .
Zufuhr 1606 Kälber.
Wandel rnh ! rt. w
Altona, utii ld. Aprlt lu-w'
!»((
beim Grünen Jäger 18.
SHiMenieMeriSl L
(Ohne Gewähr.)
Er wurde gezahlt >ür '/ 2 kg Lebendgewicht: »
Fettichweine über 300 Pfd 0,72—0,73 ^
aollfleifchige Schweine über 260 Pid. . 0,71— 0.7“ *
_ ' Schweine von 200—260. . 0,70—0,7' *
Schweine unter 200 Pjd. . 0,62-0,6°"
Schwere Sauen Pjd, . . . : 0,60—0,6
Zufuhr 4214 Schweine.
Handel flau.
We MiemWn vM Nienstag'MlKî
Mehl, (amtlich) Hamburg, 13. April:
Weizenmehl hiesiger Mühlen
Bäckermehl „ „
Roggemnehl „ „
Roggengrobm, „ »
Getreide, (Freiverkehr) Hamburg. 13. April:
Mara
47.75
41 75
29,25—31,50
24,50—24,75
per
l0>
100 t
100 t
lOO -
Mark
Weizen, inländischer
Roggen, neu, „
ķiaer,
Gerste, ausl., frei Knwaggo»
ORais, loko, „
282.U0-286.00
181.00—184.00
19800-206 00
177.00—179 00
176.00-180.00
per 1000
1000
U
10 0 '
1000 •
lOOO '
Aus der Stadt.
&-■
Die Tätigkeit von Lehrern
im nichlftaatlichen Schuldienst'^.
Das Preußische Staatsministerium hat ^
Verordnung erlassen und dem Staatsrat
lassen, wonach die ln den einstweiligen 9^
versetzten Leiter und Lehrer von staatlichen ^si
rer- u. Lehrerinnen-Bildungsanstalten bei
des Wartegeldes verpflichtet sind, unter den ^
aussetzungen der §§ 6 und 7 der Verordnung
26. Februar 1919 freie Planstellen an essen 1 *
Volks-, öffentlichen mittleren Schulen und
staatlichen öffentlichen höheren Lehranstaltei ^
übernehmen oder zeitweilig wahrzunehmen. 0
der beigefügten Begründung gibt der
Pressedienst folgendes bekannt: . gfiif
In Kreisen der Lehrerbildner wird die *^1
fassung vertreten, daß sie als Staatsbeam ^
verpflichtet werden könnten, Stellen im
lichen Schuldienst gegen ihren Willen
es bedeute dies erne Verletzung wohler
Rechte, die nur durch ein mit qualifizierte-- ^
heit angenommenes Reichsgesetz angenom»
den könne. Dieser Auffassung kann das ^ v 1
Ministerium nicht beitreten: es ist vier M
-r.mäbntc Gcl^-
Meinuna. dasi das einaanas
şie Unk
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