Ut 295
Zweites Blatt
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Rendsburg, den 4. Dezember 1928.
Das iteiie Gesangbuch von Ler
Landessynode angenommen.
Dis BêsràNg her Geistlichen rmL Lehrer von der
Kirchensteuer künftig aufgehoben.
Die Verhandlungen wurden am Montagnach-^-lttag,
den 3. Dezember, nach einer Andacht des
synodalen Propst Schulze-Neustadt wieder aufkommen.
Zur Beratung stand zunächst die Vor-^3e
wegen Abänderung des Kirchensteuergeseh.es
® C JU 16. März 1906, die vom Rechtsausschutz bereitet
worden war. Der Berichterstatter des
^chtsausschusses, Landgerichtsdirektor Stoltze-^ankenese,
legte das Ergebnis der Beratungen
25 Rechtsausschusses vor. Die Vorlage enthält
o. die Bestimmungen, dass die Kirchengemeinden
»eben der Einkommensteuer außer den Realsteuern
«uch die Neichsvermögenssteuer als Maßstab der
Umlegung benutzen können. Ferner, daß, wenn
Kirchengemeinden von ihrer Befugnis zur
àwnziehung der Realsteuern Gebrauch machen,
1® können sie die Heranziehung aller oder einzelner
è'îser Steuern auch mit einem höheren oder nied-Wren
Hundertsatz als dem der Zuschläge zur
^'dkommensteuer beschließen. Die AbkLndigung
Steuer mutz in Zukunft nicht nur von der
?ì®nzel, sondern auch durch die Tagesblätter und
»ŗch Anschlag erfolgen.
Im Mittelpunkt der Aussprache stand aber
^ Frage der Befreiung der Eeistlichen u. Lehrer
> der Kirchensteuer. Es wurde beschlossen, diese
spNmrtg aufzuheben, jedoch bleibt die Befreiung
ļ gegenwärtig im wohlerworbenen Besitz der
Steuerfreiheit befindlichen Personen von der
ìņchensteuer für die Dauer ihrer Eenutzberechtiļjļ»»8
bestehen. Es sind rechtliche Gründe, sowie
Rücksicht auf die Witwen und Waisen der Kirînbeamten
und Lehrer, die einer sofortigen völ-Aufhebung
entgegenstehen. Synodale Propst
Schwarz-Blankenese gab namens des Pastoren-.
2 ^eins die Erklärung ab, daß die Eeistlichen die
T^rde voll würdigen, die für die Aufhebung des
Privilegiums entschieden haben. Synodale Andresen-Lindholm
gab . für die Lehrerschaft eine
entsprechende Erklärung ab. Die Vorlage wurde
in erster Lesung angenommen.
Es kam dann die Schlutzberatung über das
neue Gesangbuch. Synodale Direktor Msebius-Reumü'nster
erklärt, daß er das neue Gesangbuch
für eine Verbesserung hält und bittet um Heranziehung
von Künstlern und Fachleuten, damit das
neue Gesangbuch schön und billig werde. In der
Schlutzberatung wurde das neue Gesangbuch gegen
9 Stimmen angenommen. Der Präsident der Synode,
Oberregierungs- und Schultrat I). Prall-Kiel,
stellt fest, daß damit eine der wichtigsten Aufgaben
dieser Synode erledigt ist und spricht den
Wunsch aus, daß das neue Gesangbuch helfe, daß
das Gottesreich gebaut und der Glaube gefördert
werde.
Die dauernd» Benutzung des Gesangbuches im
öffentlichen Gottesdienst einer Kirchengemeinde
darf erst dann erfolgen, wenn die Kirchenvertretung
nach öffentlicher Bekanntmachung und Ablauf
einer vierwöchigen Frist Widerspruch gegen
die Einführung nicht erhebt.
Ueber den Inhalt des Anhanges zum Gesangbuch
entsteht eine lebhafte Besprechung. Schließlich
wird die Kirchenregierung beauftragt, einen
Anhang, der u. a. Gebete, wichtige Bibelworte,
Predigttexte enthalten soll, herzustellen und ihn
bei Herausgabe dem neuen Gesangbuch anzuschließen.
Ebenfalls soll ein Kindergesangbuch geschaffen
werden, so daß cs zugleich mit dem neuen
Eemeindegesangbuch erscheinen kann. Es soll einen
Auszug aus dem neuen Gesangbuch erhalten
und eine Anzahl religiöser Kinder- und kindertllmlicher
Volkslieder. Die Sitzung wurde alsdann
vertagt.
10 Jahre Rheinlmrdbesetzung. In einer
l. uen Gedenkstunde gedachte der Bund der Rhein-^oer
uni, Westfalen am Sonntagabend des
Zällertages, an dem vor 10 Jahren das Rhein-,«nd
besetzt wurde. Es wurde folgende Entfchlie-MNg
angenommen: „Wir gedenken Euer in tiefer
Sailer bei der zehnjährigen Wiederkehr der Veşşîtzung
urdeutscher Erde. Eure Rot war und bleibt
Unsere Rot. Wir gedenken Euer mit freudigem
^,iolz über Eure tapfere Abwehr, Eure opferfreudige
Treue gegen Heimat und Volkstum. Wir ge-^enken
Euer mit bitterster Enttäuschung, daß.
^atzdem Genf sich um Befriedung der Welt bemüht,
das unbestreitbare juristische und moralische
^cht Deutschlands auf Räumung deutschen Vo-®Ns
noch nicht verwirklicht ist. Wann endlich begreift
die Welt, daß kein wahrer Friede kommen
ann, solange man deutsche Ehre verletzt und
Rutsches Recht mißachtet! Wir gedenken Euer
feierlichem Gelöbnis, nicht eher ruhen zu wol-^ņ,
bis der letzte fremde Soldat vom rheinischen
Dioden verschwunden ist. Frei werde, deutsch
Aeibe der Rhein!"
. '' Vergiftungsversuch am Grabe der Mutter.
Grabe der Mutter hat sich ein hiesiges 20jähr.
»siges Mädchen mit Lysol vergiftet. Es wurde
/îìk schweren inneren Verbrennungen aufgefunden
»ö durch das Sanitätsauto der hies. Freiwilligen
^ifätsfolonnc vom Roten Kreuz ins städtische
^ŗankenhaus überführt.
y * Der Verein ehem. 85er feierte am Sonnden
1. Dezember 1928, in den Räumen des
ş. 22 ŗnanîahotels fein 26jühriges Bestehen, zu dem
ch die Mitglieder mit ihren Familienangehörigen
®w,e Gäste, Freunde und Gönner des Vereins
^Rreich eingefunden hatten. Die Musik, gestellt
Rumohr-Orchester, eröffnete die Bortrogsfolge,
^ in bunter Reihenfolge Musikstücke, Ansprachen
^ Aufführungen bot. Der 1. Vorsitzende, Kanieg
T b Babst, begrüßte die Anwesenden, besonders das
"Kenmitglied, den ältesten 83er in Rendsburg, den
®Aeraden Hutzfeldt, der trotz seiner 85 Jahre bis-^
regelmäßig an den Vereinsversammlungen sog'
e sonstigen Veranstaltungen teilgenommen 'hat.
î? gedachte der Kameraden, die im großen Kriege
» Leben für das Vaterland in Treue, Pflicht und
»ņîum hingegeben haben. In feinen weiteren
Abführungen ermahnte er die Kameraden, das
t 2 aus der Vergangenheit, den Geist der Mannftfi
f e ’t, der Soldatentugenden und die Kameraddas
wertvollste und unersetzliche Bindeglied
k‘ ec den zersetzenden Einflüssen der Gegenwart
^Aâuhaiteņ und zu pflegen. Seine Ansprache
, »8 aus in ein Hoch auf das Vaterland und unhochverehrten
Reichspräsidenten Generalfeld-^
Ȕchall von Hindenburg. Aus der nunmehr ab-^
-ckeilen Festfolge fanden die Gesangsvortrüge
Frau Heike-Iensen so starken Beifall, daß Die
S^fctfn sich zu mehreren Zugaben verpflichtet
Die Begleitung am Flügel hatte licbenszerin",
die unter der Leitung und Mitwirkung der
Frau Pflug über die Bühne ging, wurde von den
Mitspielern in hervorragender Weise gemeistert, so
daß zeitweise enorme Lachsalven den Saal erfüllten.
Für Verdienste um das Kriegcrvereinswesen wurden
im Laufe des Abends den Kameraden Busing,
Dankert und Gosch das vom Preußischen Landeskricgerverband
verliehene Kriegervereinsehrenkreuz
2. Kl. sowie den Kameraden Jens, Ladewig, Weiske
und Wichmann für 25jährige Zugehörigkeit zum
Verein das „Abzeichen für 25jährige Mitgliedschaft"
vom Vorsitzenden, Kamerad Babst, mit einer ehrenden
Ansprache ausgehändigt und dem Kameraden
Stoll für feine hervorragende Schießleistung beim
Kreiskriegerverbandsschießen am 15. 9**28 (5 Schuß
56 Ringe) der vom Verein gestiftete Schießpreis
überreicht. Der nach Abrollung der Festfolge anschließende
Ball hielt die Teilnehmer noch längere
Zeit zusammen. Mit einem schneidigen Parademarsch
fand das Fest, das allen Teilnehmern sicher
eine schöne Erinnerung bleiben wird, seinen Abschluß.
* Kundgebung der Reisenden und Vertreter im
G. D. A. Am 1. November nahmen die in Rendsburg
und Umg. tätigen, im Gewerkschaftsbund der
Angestellten <G. D. A.) organisierten Reisenden und
Vertreter anläßlich einer außerordentlichen Versammlung
im Hotel Stadt Kiel einen Bericht über
die Reichstagung der Reichsvereinigung der Reisenden
und Vertreter im E. D. A., entgegen. Geschäftsführer
Erwin Krohn-Hamburg, der als Sachbearbeiter
die Interessen der Reisenden und Vertreter
im Hansegau des G. D. A. wahrnimmt und
persönlich an den Tagungen in Leipzig teilgenommen
hat, führte aus, daß die Reichsvereinigung sich
im abgelaufenen Geschäftsjahr hauptsächlich mit den
Fragen der Tariferhöhungen bei der Reichsbahn,
der Aenderung des. § 59 des H. G. B. sowie den
Problemen der Kundenwerbung und der Verkaussmethoden
befaßte. Bedauerlicherweise hat die
Deutsche Reichsbahngesellschaft die berechtigten Forderungen
der Bcrufsreisenden wegen Einführung
von Kilomcterheften erneut abgelehnt. Die Reichsvereinigung
fordert aber nach wie vor, daß den Berufsreisenden
sowohl bei den Personentarifen als
auch bei der Musterkofferbeförderung nach dem Beispiel
anderer Länder Vergünstigungen eingeräumt
werden. Zu dem neu eingeführten Zweiklassensystem
werden die Mitglieder der Reichsvereinigung
ihre Erfahrungen sammeln. Von der Deutschen
Reichspost wird ein Ausbau des Kraftpost- sowie
Berücksichtigung der Bedürfnisse des Berufsreiseverkehrs
verlangt. In den umfangreichen Beratungen
der ArbKtstagung wurde von verschiedenen
Delegierten darüber geklagt, daß das deutsche Unternehmertum
die Tätigkeit des reisenden Kaufmanns
nicht genügend würdige. Gefordert wird
die Gewährung eines auskömmlichen Gehaltes sowie
Provision und Spesen. Durch eine Aenderung
des 8 69 des Handelsgesetzbuches (H. G. B.) soll die
»Rechtsunsicherheit der Provisionsreisenden und
Vertreter beseitigt werden, damit auch diese Arbeitnehmer
des Schutzes aller sozialpolitischen Gesetze
teilhaftig werden und eine Befreiung von der
Zahlung der Gewerbe- und Umsatzsteuer eintritt.
Weiter wurde die Bevorrechtigung von Provisionsforderungen
im Konkursfalle für notwendig erachtet.
Voraussetzung für die Tätigkeit der Reichsvereinigung,
so erklärte Krohn, sei die Mitarbeit
aller als Reisende und Vertreter tätigen Kollegen.
Jedes Mitglied müsse über seine auf der Reise gemachten
Erfahrungen bezüglich des Fremdenmeldcwcfens,
der Bedienung und Preisfestsetzung in Hotels
usw. berichten. Der Redner forderte die versammelten
Mitglieder auf, auch in Zukunft für den
Ausbau der Reichsvereinigung einzutreten.
ol. Der Militäramvärter-Vcreitt Rendsburg
hielt seine Monatsversammlung im November
mit Damen in der Schweizerhalle
AchhM ill YZMMWà
Das Städtcspiel Hamburg-Kopenhagen, das vor 20 000
bis 25 000 Zuschauern in Hamburg zum Austrag kam,
wurde von der dänischen Mannschaft mit 3 : 1 <0 : 0) gewonnen.
Die Gäste waren im Ausnutzen der Torgelegenheiten
besser und glücklicher. In Dr. Dauvens-Köln hatte das
Spiel einen aufmerksamen und korrekten Leiter.
Im Kieler Bezirk gab es die große lokale Begegnung
Holstein-Kilia, die von Holstein mit 3 : 0 (0 : 0) gewonnen
wurde.
N. S. 93. 1 gegen Turnverein v. 1905 Neumlinster 1 : 2 (1 : 2)
Es lag bereits in der Luft, daß der R. S. B. am Sonntag
in Neumünster eine Niederlage erleiden würde, da er
mit vier Ersatzleuten antreten mußte und in der ganzen
Mannschaft kein richtiger Eifer zu finden war, der die
Mannschaft zum Siege führen konnte. Da die Turner das
Führungstor nach wenigen Älinuten erzielten, nahmen sie
sich tüchtig zusammen und ließen nach dem Ausgleich (I : 1)
nicht nach, einen Vorsprung zu erzielen. Als ihnen das nach
etwa 20 Minuten goltingen war, spielten sie mehr aus Vorteidigung
und ließen sich den Sieg 2 : 1 nicht streitig maftdefe
KN Me ScheWMmN.
Äie Schriftlcikung stellt die Benutzung dieser Rubrik, so.
»eit es der Raum zuläßt, den Lesern zur Besprechung von
Angelegenheiten allgemeinen öffentlichen Interesses zur Ver.
fugling, verwahrt'sich aber ausdrücklich dagegen, mit dem In.
halt identifiziert zu werden und übernimmt dafür keinerlei
Verantwortung. Sie behält sich vor, bei Einsendungen, die
nach ihrer Ansicht über das Maß des Sachlichen hinausgehen,
Korrekturen bezw. Streichungen vorzunehmen.
Aust am Mütze!
î’iitb
Begleitung am Flügel hatte
Per Weise der Kamerad Stahl übernommen,
àum Schluß gespielte Posse „Die Traumtün-Anschließend
an das Eingesandt —- Briefe an
die Schriftleitung — in Nr. 292 dieses Blattes,
möchte ich den Bewohnern von Rendsburg und Umgegend
folgendes unterbreiten:
Für alle Bewohner in Rendsburg kann meines
Trachtens nur eins gelten: Kauft am Orte! Es naht
die Weihnachtszeit, das Fest der großen Liebe. Da
will jeder dem andern Liebe erweisen, ihm auch
wohl ein Geschenk überreichen. Will er oder muß
er das Geschenk kaufen, so kann das nur in Rendsburg
sein. Sehen wir die Kaufläden unserer Stadt
an. Die Geschäftsleute rüsten zum Weihnachtstisch.
Kommen wir nicht beim Anblick unserer Geschäftshäuser
zu der Ueberzeugung, daß jeder Kaufmann
tut, was er kann. Warum in die Ferne schweifen,
siehe, auch in Rendsburg ist gut zu kaufen. Darum:
Kaust am Orte! Hat die Geschäftswelt gut zu
tun, fühlt sie sich wirtschaftlich stärker, so werden
wir in Rendsburg schon etwas davon merken. Eine
Gemeinschaft kann nur in sick und durch sich selbst
unter Leitung des Vorsitzenden Babst ab. An
den geschäftlichen Teil, der wegen der Anwesenheit
der Damen sehr kurz gehalten wurde,
schlotz sich ein gemeinsames Eisbeinessen an.
Frau Pflug trug wie immer durch ihre humorvollen
Vorträge viel zur Erheiterung bei. Die
Hauskapelle hatte sich vollzählig kameradschaftlichst
zur Verfügung gestellt. Sie spielte ausgezeichnete
Konzertstücke, insbesondere rief sie
durch die Wiedergabe der früheren Militärmärsche
die Erinnerung an die alte Soldatenzeit
wieder wach. Ein Tanzkränzchen wurde
bis zum Eintritt der Polizeistunde eingelegt,
bd. Vüdelsdorf, 3, Dez. Ein Wohltätigksitskonzert
veranstaltete der „Vüdelsdorfer Gesangverein
von 1874" im Spitzkrug. Es wirkte mit die
Stadtkapelle unter Leitung des Kapellmeisters
Kruse. Der Ertrag ist zum Vesten bedürftiger
Einwohner bestimmt. Ter Abend war sehr gut
besucht und die Darbietungen fanden vollen Beifall.
Neben Musik- und Cesangvorträgen wurden
vom Turn- und Spielverein „Glück-Auf" Volkstänze
und Turnaufführungen geboten. Auch ein
Theaterfpiel „In'n Lindenkrog" haket man eingeübt.
das viel Heiterkeit auslöste. Eine Verlosung
von Gegenständen hatte vollen Erfolg. Ein Kränzchen
beschloß die Veranstaltung.
bd. Vüdelsdorf, 3. Dez. Kirchliche Veranstaltungen.
Nachdem unser kirchliches Gemeindehaus
nunmehr eingeweiht ist, finden auch regelmäßige
Veranstaltungen darin statt. Am 1. Dezbr. war
eine Einweihungsfeier für die Schulen. Am 2.
Dez. folgte ein Adventsgottesdienst. Am 4. Dez.
ist eine Adventsfeier für die Alten und ein Gemeindeabend
vorgesehen. Am 12. Dez. soll eine
Bibelstunde, am 23. Dez. eine Weihnachtsfeier für
den Kindergottesdienst, am 23. Dez. eine Christvesper
und am 31. Dez. eine Silvesterfeier stattfinden.
— Eine Säuglingsrvregestmide hält der
Vaterländische Frauenverein, Zweiggruppe Büdelsdorf,
jeden 1. Freitag im Monat im Versammlungsraum
„Glück-Auf" ab. Mit der Wiegestunde
ist eine Mütterberatung verbunden, die unter Leitung
des Medizinalrats Dr. Stölting steht. Die
Kinder werden gewogen und gemessen und ärztlich
untersucht. Den Müttern werden Verhaltungsmaßregeln
und Belehrungen erteilt. Bisher
wurden in jeder Wiegestunde durchschnittlich 30
Kinder vorgestellt.
existieren. Stockt aber der Umsatz, so legt sich ein
schwerer Faktor lähmend auf uns alle. Wo bleibt
dann die Steuerkraft? Darum nochmals: Kaust am
Orte!
Die Geschäftsleute werden alles tun, um das
kaufende Publikum zu der Ueberzeugung zu bringen,
daß in Rendsburg dieselben Preise gelten als
auswärts. Uebrigens muß ich noch bemerken, daß
auch andere Einwohner — also keine Beamte —
ihren Bedarf auswärts zu decken suchen. Das Verfahren
ist, wie schon bemerkt, zu verurteilen.
Ein Beamter, dem das Wohl und Wehe unserer
guten Stadt Rendsburg am Herzen liegt.
Veranstaltet Bolkskonzerte
zu niedrigem Eintrittspreis.
Wäre es nicht möglich, daß der Musikverein
seine Kirchenkonzerte, wie die Schubert-Feier und
die „Christgeburt" im letzten Jahr, als Volkskonzerte
zu niedrigem Einheitspreis — 1,00 RM. vielleicht—
geben könnte? Daß mancher Musikfreund
sich den Genuß versagen mußte, lag nicht an mangelndem
Sinn für diese edle Musik, sondern an der
Unmöglichkeit, für sich und seine Angehörigen auch
nur zu je 2,00 RM. zu kaufen.
Einer für Viele.
chcn. 3:t der zweiten Spielhälfte wurden auf beiden Sei,
ten keine Glanzleistungen gezeigt. Ein Spiel, das einer ehemaligen
Liga unwürdig ist! Hoffenilich ist man am nächste»
Sonntag besser aufgelegt, im Kampf V. f. B. Liga gegen R
S. V. l.
R. S. V. 2 gegen Osterrönfcld 1 4 : 0 (2 : 0).
Unerwartet siegte die 2. R. S. V.-Mannschaft über Oster
rönfeld 1 Die Mannschaftsaufstellung wollte garnicht be
friedigen. Man sah nicht gerne die alten Herren in de>
Mannschaft, die sich gut eingespielt hatte; man wollte sig
das gute Einvernehmen nicht durch „Gelegenheitsspicier'
nehmen lassen. Mit zehn Mann führte die Mannschaft den
Kampf durch und zeigte gute Paraden. In jeder Halbzeii
wurden zwei Tore erzielt. Der Rendsburger Torwart verließ
oft in leichtsinniger Weife sein Tor. Dank der guter
Abwehrarbeit der Verteidigung konnten brenzliche Gelegen,
hciten immer geklärt werden. Die Osterrönfelder, die dar
letzte Spiel 4 : 3 gewinnen konnten, wollten garnicht gefallen.
Man vermißte bei ihnen den bekannten Eifer. Fluß
war überhaupt nicht in das Spiel zu kriegen. Der Ball
wurde oft planlos zugespielt und von der Verteidigung unsicher
abgewehrt. Der Torwart schien auch keinen guten Tag
gehabt zu haben.
R. S. B. 1. Schüler gegen „Her!ha"-Neumünsier 1. Schüler.
Das Spiel ist ans nächsten Sonntag verlegt, weil i»
Neumünster kein Platz zur Verfügung stand.
B. s. B. komb. — Ellerbek 13:3.
Am letzten Sonntag spielte eine kombinierte
Mannschaft des V. f. B. gcgeil Ellerbek I. Die
V.-f.-B.-Mannschaft konnte sich in der Aufstellung
nicht durchsetzen, was auf mangelhaftes gegenseitiges
Verständnis der Spieler zurückzuführen ivar.
Ellerbek fiel nach der angenehmen Seite auf,
zeigte eine gut ausgeglichene Leistung, in der
Schnelligkeit, Ballsicherheit und eine große Kraft
des Schlages auffiel. Nachdem Ellerbek während
eines großen Teiles des Spiels überlegen gespielt
hatte und der B. s. B. bis kurz vor Schluß mit 3 :2
führte, gelang cs den eifrigen Ellerbekern, den verdienten'Ausgleich
zu erzielen. Einzelne Spieler
aus den Mannschaften des V. f. B. zeigten ansprechende
Leistungen.
Komet !!!, Kiel - B. ?. B. Ill 1 :0.
B. s. B. Fugend — Sportfreunde Jugend komb ' ;t
Nortorf II — Sportsreunde Neumlinster II 2:2.
Die 2. Herrenelf des Nortorfer Sportvereins
weilte am Sonntag in Neumünster, um gegen
Sportfreunde 2 das Bezirksspiel auszuiragen.
Beide Mannschaften traten in stärkster Aufstellung
an und lieferten sich ein abwcchselungsreiches Tressen.
Trotzdem Nortorf in der ersten Hälfte mit
dem Winde im Rücken spielte, konnten die Gegner
mit 2 :0 in Führung gehen. Erst nach dem Wechsel
gelang es Nortorf, den Ausgleich zu erkämpfen und
das Endergebnis auf 2:2 zu stellen. Das Spiel
nahm mitunter sehr scharfe Formen an. In Nortorf
trafen sich die 1. Knaben des N. S. V. und die
2. Knaben von Olympia-Nenmünster. Die kleinen
Nortorfer konnten sich jederzeit sicher gegen die
körperlich stärkeren Gegner durchsetzen- sie ent-