schieben bas Spiel mit 6 :0 zu ihren Gunsten. —
Nortorfs 2. Knaben unterlag gegen Sportfreunde 1
knapp 1:2. Die Spiele litten sehr unter dem
glatten Boden.
Die Tagung des Deutschen Fußball-Bundes in Berlin
genehmigte 18 Lehrspiclc gegen Berufsspielermannschaften,
von denen 8 auf Süddeutschland, 3 auf Mitteldeutschland und
je 2 auf Berlin und Südostdeutschland entfallen. West-,
Norddeutschland und der Balteilverband hatten keine An
träge gestellt. Länderspiele für das Jahr 1929 finden statt
gegen die Schweiz in Mannheim (IO. Februar), Schweden
im Rheinland (23. Inn), Finnland in Altona (Termin un
bestimmt), Italien in Italien (Termin unbestimmt).
HawdbaU.
R. S. D. gegen Schülp 2.
Das auf Sonntagvormittag um ^10 Uhr angesetzte
Spiel der beiden 2. Mannschaften mußte ausfallen, da Schülp
die Spieler nicht zusammenkriegen konnte. Das Spiel wird
an einem der nächsten Sonntage ausgetragen.
R. S. SS. 1 (Damen) gegen „Olympia" 1 (Damen)
Reumünster 2 : 1 (0 : 1).
_ Die Damen des R. S. B. haben die Fehler, die sie im
Spiel am letzten Sonntag gegen die Turnerinnen machten,
vermieden und dadurch verdient gewonnen. Sie zeigten ein
gutes Außeiispiel und eine feine Kombination. Der Platz
war leider nicht in der Verfassung, daß man ihn spielfähig
nennen konnte. Vor dem unteren Torraum befand sich ein
tiefes Loch, aus dem die Würfe auf das Tor erfolgen mußten.
Keiner Mannschaft gelang es, aus diesem losen Eandloch ein
Tor zu erzielen. — Als man sich einen Schiedsrichter besorgt
hatte, fehlte noch lange Zeit die Pfeife. Mit einer größeren
Verspätung begann das Spiel. Die Neumünsteranerinnen
legten sich sogleich am Nendsburger Tor fest und führten ei-
nen äußerst schnellen Kampf vor, dessen Stärke in der Ge.
wandtheit und im sicheren Fangen lag. Gleich nach den ersten
Minuten konnte ein flauer Wurf, den die Rendsburger Tor.
Hüterin hätte halten müssen, die Torlinie überschritten. (0:l).
Slur selten konnten die Rendsburger an das feindliche Tor
kommen. Schüsse, die auf das Tor geworfen wurden, konn
ten in feiner Weise von dem Torwächter gehalten werden.
Die Nendsburger Verteidigung hatte alle Hände voll zu run
und^ stand ihren Mann. — Auf Sturm konnte die Mann-
schüft des R S V erst in der zweiten Halbzeit spielen, als
eine Umstellung vorgenommn hatte, die sich als sehr gut er-
wies und für längere gelt so bleiben dürfte, şiach' einem
guten Durchbruch gelang der Rechtsinnen den Ausgleich durch
einen scharfen Wurf zu erzielen (l : 1). Da es jetzt um die
Wurst ging, nahm das Spiel eine rohe Form an. Bald
schlug man mehr nach den Spielerinnen als nach dem Ball.
Ganz schlimm wurde es, als die R. 6. V.-Mittelstürmerin
tos siegbringende Tor (2 : 1) erzielt hatte Die Neumlln-
Şeranerinnen- drängten dann mächtig und hätten den Aus
gleich errungen, da die Torhütcrin eine zeitlang recht un
sicher arbeitete Zum Schluß suchte der R. S. B. seinen Vor-
sprung zu erhöhen, konnte aber nicht zum Schuß kommen, da
das Gewühl vor dem Tor zu groß wor. — Der Trainer sieht
nach diesem Kampf einen guten Erfolg seiner Arbeit und
wird sicher mit frischer Lust weiterarbeiten.
R. S. V. 1 gegen Schülp 1 12 : 3 (7 : 2).
Auf dem R. S. V.-Platz lieferten sich die beiden Hand-
Emannschaften einen Kampf, der in den ersten Minuten
heiß, spannend und hochiilteressant war, später aber durch
Ileberlegenheit der Rendsburger uninteressant wurde. Die
R. S. V.er zeigten ein ruhiges Spiel, das darauf zugeschnit
ten war, namentlich die Außen stark zu beschäftigen. Sturm
und Läuferreihe arbeitet gut zusammen. Zn der Verteidi-
gung siel der linke Verteidiger durch sein hartes Spiel erst
unangenehm auf und verursachte manchen Strafstoß. Der
Torwart glänzte durch Ruhn, Fangtcchnik und gute Ad-
wehr. Die Schülpcr waren im Stellungs-, Deckung;, und
Zusammenhang dem Gegner nicht gewachsen, Der Tormann
war wohl zeitweise etwas nervös, aber feiner Aufgäbe ge-
wachsen; obgleich er 12 Bälle nicht halten konnte, zeigte er
sonst gutes Können. Die Verteidigung war auf ihrer ion-
stigen Höhe. Die Läuferreihe war überragend. Der Sturm
wollte durchaus nicht gefallen, da zuviel Sologänge unter-
nommen wurden. - Der R. S. B. spielte zuerst auf das nn-
lere Tor und erzielte gleich in der ersten Minute das Füh.
cungstor^ (9 : 1). Der Wiederanwurf brachte die Gäste ins
R. e. V.-Feld und das Ausgleichstor (l : 1). Ein Stras.
mnrf am Rendsburger Tor brachte den Gästen das zweite
Plus (1 : 2). Dann nahm das Spiel rasch eine andere Wen-
dung und blitzschnell wechselten spannende Momente. Der
R. S. B. machte sich ganz frei und erzielte durch system,
volles Zusammenspiel bis zur Halbzeit fünf weitere Tore.
(7 : 2). — Nach der Pause setzte der Kamps wieder flott
eui und in schnellem Tempo ging es auf die Tore. Beide
Torwarte mußten oft ihre Kunst beweisen. Dann befanden
sich die Rendsburger meistens vor dem Schüiper Tor. In-
folge der bestechenden Stur,»arbeit und raffinierten Tön-
strung wurde Erfolg auf Erfolg erzielt. Beim Stande l0 : 2
bricht der Sturm der Gäste noch einmal erfolgreich vor und
erzielt verdient das 3. Tor durch einen forschen Wurf. Zum
Schluß saß der 21. E. V. wieder vor dem 'Gästetor und cr-
zielte in der letzten Minute das 12. Tor. Die R. S. V.-
Mannschaft- erringt Sieg auf Sieg. Hoffentlich gelinot es
bald einmal wieder, eine starke Mannschaft aus der Pro.
viiiz zu verpflichten, mit der zusammen ein Meisterspiel
ausgekämpft werden kann. Die Spiele der letzten Zeit sind
Ki Spieler und Zuschauer nicht interessant genug — Stö.
rend bemerkbar macht sich immer wieder die Tatsache, daß
wenig Spieler die Ziegeln beherrschen und durch ihre guruse
Unstimmigkeiten in das Spiel tragen.
Handball im R. M. T. V.
Der 1. Dezember brachte endlich keinen Siegen, so daß
die angesetzten Spiele restlos durchgeführt werden konnten.
Die Damenmannschaft des R. Ri. T. V. war zu einem Gau-
ipiel nach Reumiinster gefahren.
lli. M. T. V. Damen — M. T. L. 39 Neuniünstcr Damen
(Eauspiel) 0 : 3 (« : 1).
. Das Spiel beginnt recht anregend. Auf beiden Seiten
fe.gt mail ein schnelles Spiel, und die Torleute werden recht
oft zum Eingreifen genötigt. Während anfangs das Spiel
z. .. ausgeglichen ist, zeigt sich bald die Ileberlegenheit des
Baumeisters. Reumünster hatte wieder die alte Mannschaft,
die sich in bester Form zeigte. Ganz hervorragend ist der
Mittelstürmer bei M. T. B. 39. Die Neumünsteraner zeich,
ne.en sich durch gutes Stcllungsspiel, sicheres Zufangen und
guies Abdecken aus. Die Rendsburger Läuferreihe war nicht
stark genug, während Verteidigung, Sturm und besonders der
Torwart gut spielten. Die Angriffe Rendsburgs, die blitz,
schnell durchgeführt wurden, scheiterten an der guten Ad-
wehradrcit der Hintermannschaft. Trotzdem wäre das Ver
hältnis vielleicht etwas anders ausgefallen, wenn die Schuß,
freudigkeit bei den Reiidsburgern etwas größer gewesen
wäre, und wenn man die Außenstürmer mehr berücksichtigt
hätte. Bis kurz vor Halbzeit konnte Neumünster zu keinem
Erfolg kommen, obgleich das Rendsburger Tor stark belagert
wurde. Als dann kurz vor Halbzeit 2 Rendsburger Spieler
füc e,ne kurze Zeit ausschieden, konnte 2!euniünster das 1.
Tor einschießen. Mit 1 : 0 wurde Platzwechsel vorgenom
men. Abgesehen von manchen sehr gut durchgeführten An
griffen, blieb auch in der 2. Hälfte Reumünster überlegen.
Zwei scharfe ^.Schüsse, die nicht zu halten waren, führten zu
dem Torverhältnis 3 : 0. Zusanimeiifasseiid darf man wohl
sagen, daß Rendsburg sich gut gegen die technisch und kör
perlich überlegene Mannschaft von 39 geschlagen hat. Die
Neumünsteraner spielten zeitweilig recht hart. Der Schied-,
richter aus Tungendorf war vollkommen unfähig, ein Hand-
ballspiel zu leiten.
R. M. T. V. Jugend - „Gut Heil" Neumünster Jugend
(Gauspiel) 2 : v (2 : y).
Auf dem Garnisonsportplatz standen sich die oben ge-
nannten Vereine im Eauspiel gegenüber. Beide Mannschaf,
ten hatten unter den Bodenverhältnissen zu leiden. Im all
gemeinen lieferten sich die Mannschaften einen barten
Kampf. Wenn die Jugend des Rendsburger Männerturn-
Vereins auch wirklich nicht zart spielt, so waren ihre Spie
ler, was „hartes" Spiel anbelangt, gegen „Gut Heil" die
reinen Waiseiiknaben. Der Schiedsrichter, der das Spiel
durchaus unparteiisch leitete, hätte manchmal schärfer durch-
greifen müssen. — Gleich der erste Angriff Ilendsburgs
führte zum Tor. In der folgenden Viertelstunde war das
Spiel vollkommen ausgeglichen. Die Mannschaft „Gut
Heils" verfügte über eine sichere Ballbehandlung, die Stür-
uec waren angriffsfrcudig. Nur beging der Sturm de»
Fehler, zu engmaschig zw spielen. Es war der guten Rends-
burger Verteidigung nicht allzu schwer, die Angriffe zu un
terbinden. Die Rendsburger Mannschaft spielte ln der neuen
Zusammensetzung gut. Der neue Rechtsaußen, sowie der
Mittelläufer gefielen durch ihr schnelles Spiel. Durch einen
schnellen Durchbruch des Nendsburger Sturms und richtige
Kombination vor dem Tor errang Rendsburg kurz vor Halb-
zeit das zweite Tor. Nach Halbzeit spielte „Gut Heil" zu
nächst überlegen, flaute aber in der letzten Viertelstunde
wieder ab. Obgleich beide Tore manchmal stark bedrängt
wurden, wurde doch kein Tor erzielt. Zwei Tore, die Rends
burg einsandte, konnten nicht gegeben werden, da der Werfer
beide Male den Torraum betrat. Das Ergebnis lautete 2 : 0
für Rendsburg.
R. NI. T. V. — R. R. V. 8 : 3 (4 : (!)
Im Gesellschaftsspiel traten sich die beiden oben genau»,
ten Ortsvereine gegenüber. Beide Mannschaften spielten mit
größtem Eifer Schon gleich in den ersten Minuten konnte
der M. T. V. bis an die Abseitsiinie durchbrechen. Lin
scharfer Schuß des Mittelstürmers traf die Latte. Ein durch-
bruch der Ruderer scheiterte au der guten Rendsburger Ver
teidigung. Jetzt ging M. T. V. in Führung.' Als sich der
Torwart der Ruderer zu weit hinauswagte, saß das erste
Tor. Nach einem lebhaften FeldsplK brachte 3i. R. V. einige
scharfe Torschüsse an, die aber von dem Torwart des M. T.
V .gut gehalten wurden. Die außerordentlich flink durch-
geführten Angriffe mit sicherer Ballabgabe nach den Außen
spielern führen bis Halbzeit in regelmäßigen Abständen noch
drei weitere Tore für M. T. V. herbei. Stand zur Halbzeit
4 : 0. Wie in der 1. Spielhälfte, so machte Li. R. V. nach
der Pause den Fehler, daß er bei seinen schneidig dnrchge-
führten Durchbrüchen, anstatt die starke Deckung des M. T.
B. durch die Beschäftigung der beiden Flügel auseinanderzu,
ziehen, immer wieder Jnnrnspiel und zwecklose Kombination
auf engem Raum herbeiführte. Gleich nach Halbzeit konnte
M. T. V. zwei weitere Tore einsenden. 6 : 9. Jetzt wurde
M. T. V. gleichgültiger, während die Ruderer eifriger —
besonders der Sturm und der Mittelläufer — drängten. Nach
einem Gewühl vor dem M. T. V.-Tor gelang es dem 2i. N.
V. das erste Tor einzusenden. 6 : 1. Ein Freiwurs des
M. T. B. ergab 7 : 1. Ein Freiwurf des N. R. V. 7 : 2.
Dann konnte M. T. V. wieder ein Tor buchen. 8 : 2. Kurz
vor Schluß erzielten die Ruderer das 3. Tor. 8 : 3. Das
Spiel des Ni. T. B kounts im allgemeinen gefallen, etwas
schwach sind noch die Außenläufer. Die Durchschlagskraft
der Mannschaft würde wahrscheinlich stärker, wenn Thäte als
Mittelläufer und Born und Sievers als Außenläufer einge-
pellt würden. Anerkennenswert war beim Ruderverein der
nie erlahmende Eifer der Stürmer und Läufer. Verteidigung
und Torwart waren nicht auf dem Posten Durch schnelles
Erfassen der Situation hätte manches Tor verhindert wer
den können
R. M. T. V. 2 — Volkshochschule 1 3 ; 5 (v : 2)
Bis Halbzeit spielten die Bolkshochschüler bedeutend
überlegen. Schon die ersten Minuten brachten durch einen
Durchbruch das erste Tor. Wie bei jedem Anfängerspiel, so
wurden auch hier die Außenspieler zu wenig beschäftigt.
Nach einem Gewühl in der Mitte fiel bald darauf für die
Volkshochschule das zweite Tor. Trotz der Ileberlegenheit
der Volkshochschüler konnten sie bis Halbzeit kein Tor mehr
einsenden Oite hatte die Verteidigung meistens allein zu
bestreiten, da Bischof sich stets zu weit von der Abseitslinie
entsernte. Rach Halbzeit nahm der M. T. B. eine Ilm.
stellung vor. Dadurch kam neues Leb»» in die Stürmer-
reihe. Der Linksaußen lief allein vor und konnte, da nicht
abgedeckt, ein Tor einsenden. 2 : 1. Gleich darauf sielen
das 3. und 4. Tor für Volkshochschule. Ein Freiwurs des
M. T. V. wurde von der Volkshochschule gehalten. Nachdem
ein weiterer Freiwurf des M. T. V. das zweite Tor brachte,
fiel kurz vor Schluß von dem Linksaußen das dritte Tor.
Endergebnis 5 : 3 für Volkshochschule. Für die Volkshoch
schule wäre es sicher zum Nutzen, wenn sie nächstens gegen
eine technisch einwandfrei spielende Mannschaft antreten
würde.
Elück-Auf-Biidelsdorf gegen Volkshochschule 2 unentschieden
0 : ».
Am 2. Dezember fand in Büdelsdorf das erste Gesell-
schaftsspiel zwischen den beiden Mannschaften statt. Das Er.
gebnis hätte allerdings anders ausfallen können, wenn der
Spielplatz in besserer Verfassung gewesen wäre. Das Spiel
erlitt eine Verzögerung, da der Schiedsrichter nicht zur
Stelle war. Das Zusammenspiel ließ auf beiden Seiten noch
zu wünschen übrig. Das Gegenspiel wird wahrscheinlich am
kommenden Sonntag stattfinden.
schräg; àMMK jffil
Botfompf 12 :4 Ķ
Der in Stettin vor 3590 Zuschauern und überfülltem
Saale stattgefundene Amateur-Boxkampf Deutschland-Nor-
wegen brachte der deutschen Mannschaft einen überlegenen
Punktsieg von 12 : 4, der also noch günstiger wie der Vor-
kämpf ausgejallen ist, der in Oslo seiner,it 10 : 6 endet«.
Dabei ist zu berücksichtigen, daß der i j gefallende däni
sche Ringrichter im Federgewicht mit der angeblichen Punkt-
Niederlage von Brofazi-Hannover gegen Inavald Bjerke ein
Fehlurteil fällte, das minutenlang Mißfallenskundgebungen
der Zuschauer zur Folge hatte. Bon den 8 Kämpfen siegte
Deutschland in 6, während Norwegen in 2 gewann. Die Ergeb.
Nisse lauten:
Fliegengewicht: Ausbock-Deutschland schlägt Larsen-Nor-
wegen n. P.
Bantamgewicht: Ziglarski-Deutschland schlägt Nilsen.
Norwegen n. P.
Federgewicht: Bjerke-Norwcgen schlägt Brofazi-Deutsch.
land n. P.
Leichtgewicht: Dübbers-Deutschland schlägt Dodbertin-
Norwegen n. P.
Weltergewicht: Mietschke-Deutschlaist schlägt Johannsen-
Norwegen n. P.
Mittelgewicht: Walter-Deutschland schlägt Thorsen-
Rorwegen n. P.
Halbschwergewicht: R. Thorsen-Norwegcn schlägt Spörkel-
Deutschland n. P.
Schwergewicht: Pistulla-Deutschland schlägt Askevold-
Norwegen n. P.
Tagung der D. T.-Fachausschüsse in Kiel am 1. und 2. Dez.
Am Sonnabend traten in Kiel die Fachwarte der Deut
schen Turnerschaft innerhalb des Technischen Ausschusses der
D. T. zu zweitägigen Verhandlungen zusammen, in der die
turnerische Arbeit des kommenden Jahres in großen Zügen
festgelegt werden sollte. Einen breiten Llaum nahm die Ar
beit mit dem Thema der vermehrte» Zusammenarbeit mit
den Sportverbänden, der Studentenschaft und den städtischen
und staatlichen Behörden ein. Es ist in Zukunft den Stu
dentenoerbänden gestattet, als Vertreter der Universitäten
und Hochschulen unter Zustimmung der Kreise an D. T.-Ver-
anstaltungen teilzunehmen, wobei die Meldungen durch die
Aemter für Leibesübungen erfolgen. In ähnlicher Weife
wurde das Verhältnis zu konfessionellen, sowie den Werk-
und Behördenvereinen geregelt, wie auch eine Zusammen-
arbeit mit den Sportverbänden erstrebt wird. Ueber die
Austragung der Bolkstnrnmeisterschaften wird die Kreis-
wartetagiing in Mannheim entscheiden: Aller Voraussicht nach
wird die D. T. nur alle zwei Jahre ihre eigenen Meister
schaften austragen und sich im übrigen an den Meister-
Schleswrg-Holfteîn.
Asm MZàZmNg»
■ui. Hohemvestedt, 3. D-ez. Nächtliche Schieberei.
Am Sonntag früh wurde gegen 314 Ahr in der
Friedrichstraße au dem Haufe der Ww. Hinrichstn
gegen eine Fensterscheibe geklopft. Als der Knecht
öffnete und sogleich das Fenster wieder schloß,
wurde er aufgefordert, das Fenster wiederum zu
öffnen, und als er das nicht tat, wurden die Schei
ben zertrümmert und der draußen stehende Mann
stieg ein. Der Knecht lief, nur notdürftig bekleidet,
aus dem Haufe. Die Frauen aus dem Haufe rie
fen den im Haufe wohnenden Lehrer zu Hilfe, der
dem Eindringling mit einem Revolver entgegen
trat. Er schickte sich an, mit ihm zur Polizei zu
gehen. Unterwegs wurde der Lehrer von ihm an
gegriffen, rief wiederholt um Hilfe und feuerte
einen Schuß in die Luft. Als der Mann dann mit
einer Latte auf ihn los ging, gab der Lehrer wie
derum zwei Schüsse ab, wodurch der Unbekannte
eine leichte Verletzung an der linken Hand und
einen Unterleibschuß davontrug. Wie festgestellt
wurde, handelt es sich um einen Obdachlosen, der
zwei Tage vorher im hiesigen Alters- u. Pflege
heim Aufnahme gefunden hatte. Er hat sich des
Abends niit zwei Mattenflechtern aus dem Heim
entfernt und mit diesen zusammen die Nacht au
ßerhalb des Heimes verbracht.
ai. Hohenwestedt, 3. Dez. Einbruchsdiebstahl.
In Nindorf wurde dem hiesigen Landjägermeister
heute ein dort gefaßter Einbrecher übergeben. Ein
junges Mädchen hatte beobachtet, daß er beim
Landmann Scheel mittelst einer Leiter durch ein
geöffnetes Fenster eingestiegen war. Es benach
richtigte einige junge Leuts und diese gingen dem
Manne nach und entdeckten ihn unter dem Bett.
Auf der Fensterbank lag schon Geld und eine Uhr
zum Mitgehen bereit. Sie holten den Mann her
vor und verabfolgten ihm eine ordentliche Tracht
Prügel. Als der Besitzer später entdeckte, daß der
Einbrecher auch noch eine ihm seit kurzer Zeit feh
lende Jacke trug, gab er ihm für den wiederholten
Besuch auch noch seinen Lohn, den er jedenfalls
nicht so schnell vergessen wird.
ai. Hohenwestedt, 3. Dez. Ter Gefliigel-
zuchtverein von Hohenwestedt und Umgegend
hielt gestern seine letzte diesjährige Versamm
lung, die auch die letzte vor der großen allge
meinen Ausstellung am 29. und 30. d. Mts. ist,
ab. Da der bisherige Schriftführer aus beson
deren Gründen sein Amt niedergelegt hat
und sich auch jetzt nicht wieder zur Annahme
entschließen konnte, wurde der bisherige
zweite Schriftführer, Tischlermeister K. Kasch,
zum ersten und Bauunternehmer Otto Rehöer
zum zweiten Schriftführer gewühlt. Nach Auf
nahme einiger neuer Mitglieder wurden die
letzten Vorbereitungen für die Ausstellung
getroffen. Allem Anscheine nach wird in die
sem Jahre mit einer besonders starken Be
schickung zu rechnen sein und es wird sicherlich
ein harter Kampf um die ausgesetzten schönen
Preise entbrennen. Die Lotteriekommission
konnte berichten, daß die Lose schon ziemlich
verteilt sind und auch verhältnismäßig flotten
Absatz finden. Es ist bekannt, daß nur gute
Gebrauchsgegenstände, die sämtlich bei hiesi
gen Geschäftsleuten gekauft sind und auch,
falls ein Gewinner einmal keinen Gebrauch
von dem Gewinn machen kann, gegen ein
brauchbares Stück umgetauscht merderi kann,
zur Verlosung kommen. — Das Stiftungsfest
soll im kommenden Jahr am Stiftnngstage,
dem 2. Februar, wieder in alter Weise gefeiert
werden. Nach einer kurzen Unterhaltung über
die z. Zll in Kiel tagende Nationale Geflügel-
schaften der Sportverbände beteiligen. Meldungen anderer
Verbände zu den D. T.-Veranstaltungen müssen spätestens
3 SB. chen vorher abgegeben werden. Es sollen in Zukunft
Knabenspieireihen eingeführt werden, lie unter Lehrer-Be
aufsichtigung stehen. Ueber die Arbeit e Tiirnschute sprach
Direktor Ohnesorge. 1928 wurden 19 ,iursr mit 739 Teil-
nehmern abgehalten, die sich 1929 verdoppeln sollen. — Ab
schließend fand eine Festsitzung im Kollegiensaal statt, bei der
Steding-Bremen den Dank der D. T. an die Stadt Kiel
übermittelte. Dr. Meyer-Wandsbek hielt einen bemerkens
werten Vortrag über Schubert und Iahn, während der 1.
Vorsitzende der D. T., Prof. Dr. Berger, in seinen abschlie-
ßenden Worten die Notwendigkeit der Zusammenarbeit der
D. T. mit den städt. Behörden betonte. Eine Motorboot-
fahrt nach Holtenau beschloß die arbeitsreiche Tagung.
* » --
Bei den iniernationalcn Hallen-Tenniskämpfen
siegte Racing Club Paris mit 11 : 1 Punkten, 24 : 8 Sätzen
und 176 : 121 Spielen. Die französischen Spitzenspieler
zeigten glänzende Leistungen, doch zogen sich die deutschen
Vertreter, besonders Nioldenhauer-Berlin und Dr. Dessart-
Hamburg sehr gut aus dem Spiel.
Vci dem Hallcnsportfest i» Berlin
siegte der D. T. Meister Wichmann-Karlshorst im 1009 Me-
terlaufn gegen Schoeniann-Eharlottenburg und Dr. Peltzer in
2 : 34.4 Alin. Körnig-Ehariottenburg gewann den Sprin-
ter-Dreikamps, nachdem er im ersten Lauf von Schlöhke ge
schlagen wurde. Die 3090 Meter wurden von Boltze (Ham
burger SB.) in 9 Min. gewonnen.
’ '
Eaugruppentukncn in Preetz für den Kieler und Ostholsieini-
schen Gau am 24. und 23. November 1928.
56 Teilnehmer hatten sich am Sonnabend, den 24. No
vember in Preetz eingefunden. Der Kreismünnerturnwart
Liier zeigte in seiner Körperschule viel Anregendes, zum Teil
Neues. Jeder Turner hatte, als die halbe Stunde beendet
mar, das Gefühl, daß der Körper in allen seinen Teilen die
nötige gute Kost erhalten hatte. In halbstündigem Wechsel
wurden dann unter Brodersen am Barren, Walter am Seiten-
pfcrd und Häuschke am stirnhohen Reck Vorübungen und
Ucbungsspielo, wie man sie auf dem Turnplatz in den ein-
zclnen Riegen steigern soll, durchgenommen. Am Sonntag-
morgen wurde dann untrLiier mit Uebungen auf der Um.
zngsbahn in der Körperschule fortgefahren. Es folgten dann
in halbstündigem Wechsel wiederum unter Häuschke an den
Ringen, Brodersen am Längspserd und Dock und Walter
an der Sprossenwand Uebnngsaufbau und Beispiele. Nach
einer kurzen Pause wurde dann in leider zu kurzer Zeit unter
Kreisobertnrnwact Hamdorfs Leitniig in der Ausbildung von
Kampfrichtern unterrichtet. Hamdorf betonte, daß es sehr
ausstellung schloß der Vorsitzende die Ver
sammlung mit der Aufforderung, sich zahlreich
an dem friedlichen Wettbewerb zu beteiligen-
xs. Westensee, 3. Dez. Die Adoeiits-Abend«
nrusik am 1. Adventsonntag in vollbesetzter Kişş
zu Westensee, die festlich erleuchtet war, bot den
andächtig lauschenden Kirchengemeindegliedern
einen großen Kunstgenuß und eine stimmungsvolle
Weihestunde. An der Orgel saß Prof. Iversen-
Kiel, der Orgelchoräle von Ioh. Beruh. Bach u. a -
meisterhaft vortrug. Für die Adventszeit passende
geistliche Lieder, u. a. von Zoh. Seb. Bach, Friedr.
Mergner, Ioh. Wolfg. Franck, sang mit Orgelt
gleitung Frau Steltzer-Rendsburg.
mb. Wacken. 4. Dez. Wohltätigkeitsfest W*
Vaterländischen Frauemscreins Am gestrigen
Abend wurde im Easthause von Nicolai in Erst-
bohm das diesjährige Wohltätigkeitsfest vom
terländifchen Frauenverein veranstaltet. Ter still
schön geschmückte Saal war bis auf den letzten Plcst
besetzt. Der Abend wurde durch den allgemeinen
Gesang des Schleswig-Holsteinliedes eingeleimt.
Von Fräulein Hansen aus Holstenniendorf wurde
ein Prolog gesprochen. Lehrer Jakobs aus Er>b-
bohm hielt die Begrüßungsansprache Pastor Lies'
land-Wacken die Festrede. Reichen Beifall ernte
ten die von jungen Mädchen aus Eribbohm ' n
Burschen- und Miederkostüm ausgeführten Volks
tänze „Kiewittanz", „die Leineweber", „Lott
dot" und andere. Eingeübt hatte Lehrer Jakobs
aus Eribbohm die Tänze. Martau aus Eribbohm
lieferte auf einer Handharmvnika die passende
Tanzmusik dazu. Die anderen Darbietungen, vor
allen Dingen die Ausführung des Theaterstücks
„Dersteekenspeelen", aufgeführt von jungen Leu
ten aus Wacken, und die Darbietungen des ©f
fangvereins Wacken, sowie das Duett „Die Trotzi
gen", aufgeführt von jungen Mädchen aus Erib
bohm, wurden mit reichem Beifall belohnt. Aua)
die Eedichtsvorträge „Der Heidebrand", „Mudder-
leev" und „Uwe", gesprochen von Fräulein Magd^
Behrens, Fräulein Ella Behrens und Fräulein
Ott, sowie die Liedervorträge eines Mandoliiren-
klubs aus Holstenniendorf trugen wesentlich Zur
Verschönerung des Abends bei. Zum Schluß fanb
eine Verlosung statt.
gg. Zevenstedt, 3. Dez. Unter dem Verdacht
der Kindestötung festgenommen und dem Amts
gericht zugeführt wurde ein mit ihrem 3 Monats
alten Kinde im hiesigen Armenhause untergebrach
tes Dienstmädchen. Das Kind wurde morgens W
Bett tot aufgefunden. Das Weitere dürfte dü
Obduktion ergeben.
st. Gribbohm, 3. Dez. Ein Wohltätigkeitsfest
zum Besten des Frauenvereins für das Kirchspift
Wacken fand am Sonntag im überfüllten Saale i'U
Gribbohm bei Gastwirt Rikolay statt. Vorstand und
Mitglieder hatten sich viele Mühe gegeben, um di«
Veranstaltung recht würdig zu gestalten. Bei der
stattgehabten Verlosung wurden sehr nützliche uvd
nette Sachen verteilt. Von dem Gebotenen waren
die Besucher sehr befriedigt.
st. Holstenniendorf, 3. Dez. Unfall. Der Land-
mann H. Hadenfeldt kam beim Korntragen zu Fob
und erlitt innere Verletzungen, so daß er sich in är,st-
liche Behandlung begeben mußte. Der Arzt stellt«
Rippenbrüche fest.
st. Besdorf, 3. Dez. Der Frauenverein Besdokf
wählte in seiner letzten Versammlung einen neue»
Vorstand. Der Margarethenschrank, welcher ste^
bei einem Vorstandsmitglied untergebracht wcck,
sollte jetzt zum neugewählten Vorstandsmitglied S e “
schafft werden. Das bisherige Vorstandsmitglied
weigert sich aber ganz entschieden, den Schrank ab
zugeben, ohne Begründung. Im Interesse der ® c '
S» ßimtracht
SeKepalversamraiung
am Mittwoch, den 5 Dazbr. 1928. 20 Uhr, bei Wsndt-
Erscheinen ist Pflicht!
Oer Vorstand, „
i.!. r ga :: 1.1. f
©@ra M
AsfKMders Hinwerfe.
Rendsburger MLnncrturnverein. Am Donnerstag,
6. Dezember, lassen die Turnvereine M. T. B. Rendsburg ü .
„Eiück-Auf" Büdelsdorf in der Schauburg den Film vom
Deutschen Turnfest in Köln laufen. Der Film ist über v
Lob erhaben. Er bringt denen, die in Köln waren,
Deutsche Turnfest noch einmal wieder, cr bringt denen,
nicht in Köln waren, in geradezu frappierender Echtheit a
was sie jetzt im Bilde auch nicht anders erleben können,
wenn sie selbst dabei gewesen wären. Mit meisterhafter
ßie sind alle wesentlichen Ereignisse zusammengefaßt ^
wundervoll übersichtlich geordnet. Dieser Turnfestfill" ,
mehr als ein lebloser Eelluloldstreisen, er ist pulsieren ^
tatkräftiges, turnerisches Erleben, er ist Wegbereiter
großen wertvollen Arbeit in der Deutschen Turnerschaft-
der, der es ermöglichen kann, den Film zu sehen, sollte es ^
bedingt tun; der Gewinn, den ec daraus zieht, ist m» ^
geringen Eintrittsgeld bei weitem nicht ausgewogen, l
Anzeige.)
nottrendig sei, die Kampfrichterausbildung zu fördern, ^
mit endlich einmal die Klagen der Wetturner auWren,
Kampfrichter ungerecht bewertet zu werden. Es folgten da»"
Boden- und Gesellschaftsübmigen, über die wohl gesagt
den darf, daß sie als Abwechselung in keiner Turnstşş^
fehlen dürfen. Zum Schluß zeigte dann noch Hamdorf
spiele der verschiedensten Hallenspiele, die somit den Turnet
einen reizvollen, stimmungsvollen Abfchttiß gaben, gb.