Full text: Newspaper volume (1928, Bd. 4)

schieben bas Spiel mit 6 :0 zu ihren Gunsten. — 
Nortorfs 2. Knaben unterlag gegen Sportfreunde 1 
knapp 1:2. Die Spiele litten sehr unter dem 
glatten Boden. 
Die Tagung des Deutschen Fußball-Bundes in Berlin 
genehmigte 18 Lehrspiclc gegen Berufsspielermannschaften, 
von denen 8 auf Süddeutschland, 3 auf Mitteldeutschland und 
je 2 auf Berlin und Südostdeutschland entfallen. West-, 
Norddeutschland und der Balteilverband hatten keine An 
träge gestellt. Länderspiele für das Jahr 1929 finden statt 
gegen die Schweiz in Mannheim (IO. Februar), Schweden 
im Rheinland (23. Inn), Finnland in Altona (Termin un 
bestimmt), Italien in Italien (Termin unbestimmt). 
HawdbaU. 
R. S. D. gegen Schülp 2. 
Das auf Sonntagvormittag um ^10 Uhr angesetzte 
Spiel der beiden 2. Mannschaften mußte ausfallen, da Schülp 
die Spieler nicht zusammenkriegen konnte. Das Spiel wird 
an einem der nächsten Sonntage ausgetragen. 
R. S. SS. 1 (Damen) gegen „Olympia" 1 (Damen) 
Reumünster 2 : 1 (0 : 1). 
_ Die Damen des R. S. B. haben die Fehler, die sie im 
Spiel am letzten Sonntag gegen die Turnerinnen machten, 
vermieden und dadurch verdient gewonnen. Sie zeigten ein 
gutes Außeiispiel und eine feine Kombination. Der Platz 
war leider nicht in der Verfassung, daß man ihn spielfähig 
nennen konnte. Vor dem unteren Torraum befand sich ein 
tiefes Loch, aus dem die Würfe auf das Tor erfolgen mußten. 
Keiner Mannschaft gelang es, aus diesem losen Eandloch ein 
Tor zu erzielen. — Als man sich einen Schiedsrichter besorgt 
hatte, fehlte noch lange Zeit die Pfeife. Mit einer größeren 
Verspätung begann das Spiel. Die Neumünsteranerinnen 
legten sich sogleich am Nendsburger Tor fest und führten ei- 
nen äußerst schnellen Kampf vor, dessen Stärke in der Ge. 
wandtheit und im sicheren Fangen lag. Gleich nach den ersten 
Minuten konnte ein flauer Wurf, den die Rendsburger Tor. 
Hüterin hätte halten müssen, die Torlinie überschritten. (0:l). 
Slur selten konnten die Rendsburger an das feindliche Tor 
kommen. Schüsse, die auf das Tor geworfen wurden, konn 
ten in feiner Weise von dem Torwächter gehalten werden. 
Die Nendsburger Verteidigung hatte alle Hände voll zu run 
und^ stand ihren Mann. — Auf Sturm konnte die Mann- 
schüft des R S V erst in der zweiten Halbzeit spielen, als 
eine Umstellung vorgenommn hatte, die sich als sehr gut er- 
wies und für längere gelt so bleiben dürfte, şiach' einem 
guten Durchbruch gelang der Rechtsinnen den Ausgleich durch 
einen scharfen Wurf zu erzielen (l : 1). Da es jetzt um die 
Wurst ging, nahm das Spiel eine rohe Form an. Bald 
schlug man mehr nach den Spielerinnen als nach dem Ball. 
Ganz schlimm wurde es, als die R. 6. V.-Mittelstürmerin 
tos siegbringende Tor (2 : 1) erzielt hatte Die Neumlln- 
Şeranerinnen- drängten dann mächtig und hätten den Aus 
gleich errungen, da die Torhütcrin eine zeitlang recht un 
sicher arbeitete Zum Schluß suchte der R. S. B. seinen Vor- 
sprung zu erhöhen, konnte aber nicht zum Schuß kommen, da 
das Gewühl vor dem Tor zu groß wor. — Der Trainer sieht 
nach diesem Kampf einen guten Erfolg seiner Arbeit und 
wird sicher mit frischer Lust weiterarbeiten. 
R. S. V. 1 gegen Schülp 1 12 : 3 (7 : 2). 
Auf dem R. S. V.-Platz lieferten sich die beiden Hand- 
Emannschaften einen Kampf, der in den ersten Minuten 
heiß, spannend und hochiilteressant war, später aber durch 
Ileberlegenheit der Rendsburger uninteressant wurde. Die 
R. S. V.er zeigten ein ruhiges Spiel, das darauf zugeschnit 
ten war, namentlich die Außen stark zu beschäftigen. Sturm 
und Läuferreihe arbeitet gut zusammen. Zn der Verteidi- 
gung siel der linke Verteidiger durch sein hartes Spiel erst 
unangenehm auf und verursachte manchen Strafstoß. Der 
Torwart glänzte durch Ruhn, Fangtcchnik und gute Ad- 
wehr. Die Schülpcr waren im Stellungs-, Deckung;, und 
Zusammenhang dem Gegner nicht gewachsen, Der Tormann 
war wohl zeitweise etwas nervös, aber feiner Aufgäbe ge- 
wachsen; obgleich er 12 Bälle nicht halten konnte, zeigte er 
sonst gutes Können. Die Verteidigung war auf ihrer ion- 
stigen Höhe. Die Läuferreihe war überragend. Der Sturm 
wollte durchaus nicht gefallen, da zuviel Sologänge unter- 
nommen wurden. - Der R. S. B. spielte zuerst auf das nn- 
lere Tor und erzielte gleich in der ersten Minute das Füh. 
cungstor^ (9 : 1). Der Wiederanwurf brachte die Gäste ins 
R. e. V.-Feld und das Ausgleichstor (l : 1). Ein Stras. 
mnrf am Rendsburger Tor brachte den Gästen das zweite 
Plus (1 : 2). Dann nahm das Spiel rasch eine andere Wen- 
dung und blitzschnell wechselten spannende Momente. Der 
R. S. B. machte sich ganz frei und erzielte durch system, 
volles Zusammenspiel bis zur Halbzeit fünf weitere Tore. 
(7 : 2). — Nach der Pause setzte der Kamps wieder flott 
eui und in schnellem Tempo ging es auf die Tore. Beide 
Torwarte mußten oft ihre Kunst beweisen. Dann befanden 
sich die Rendsburger meistens vor dem Schüiper Tor. In- 
folge der bestechenden Stur,»arbeit und raffinierten Tön- 
strung wurde Erfolg auf Erfolg erzielt. Beim Stande l0 : 2 
bricht der Sturm der Gäste noch einmal erfolgreich vor und 
erzielt verdient das 3. Tor durch einen forschen Wurf. Zum 
Schluß saß der 21. E. V. wieder vor dem 'Gästetor und cr- 
zielte in der letzten Minute das 12. Tor. Die R. S. V.- 
Mannschaft- erringt Sieg auf Sieg. Hoffentlich gelinot es 
bald einmal wieder, eine starke Mannschaft aus der Pro. 
viiiz zu verpflichten, mit der zusammen ein Meisterspiel 
ausgekämpft werden kann. Die Spiele der letzten Zeit sind 
Ki Spieler und Zuschauer nicht interessant genug — Stö. 
rend bemerkbar macht sich immer wieder die Tatsache, daß 
wenig Spieler die Ziegeln beherrschen und durch ihre guruse 
Unstimmigkeiten in das Spiel tragen. 
Handball im R. M. T. V. 
Der 1. Dezember brachte endlich keinen Siegen, so daß 
die angesetzten Spiele restlos durchgeführt werden konnten. 
Die Damenmannschaft des R. Ri. T. V. war zu einem Gau- 
ipiel nach Reumiinster gefahren. 
lli. M. T. V. Damen — M. T. L. 39 Neuniünstcr Damen 
(Eauspiel) 0 : 3 (« : 1). 
. Das Spiel beginnt recht anregend. Auf beiden Seiten 
fe.gt mail ein schnelles Spiel, und die Torleute werden recht 
oft zum Eingreifen genötigt. Während anfangs das Spiel 
z. .. ausgeglichen ist, zeigt sich bald die Ileberlegenheit des 
Baumeisters. Reumünster hatte wieder die alte Mannschaft, 
die sich in bester Form zeigte. Ganz hervorragend ist der 
Mittelstürmer bei M. T. B. 39. Die Neumünsteraner zeich, 
ne.en sich durch gutes Stcllungsspiel, sicheres Zufangen und 
guies Abdecken aus. Die Rendsburger Läuferreihe war nicht 
stark genug, während Verteidigung, Sturm und besonders der 
Torwart gut spielten. Die Angriffe Rendsburgs, die blitz, 
schnell durchgeführt wurden, scheiterten an der guten Ad- 
wehradrcit der Hintermannschaft. Trotzdem wäre das Ver 
hältnis vielleicht etwas anders ausgefallen, wenn die Schuß, 
freudigkeit bei den Reiidsburgern etwas größer gewesen 
wäre, und wenn man die Außenstürmer mehr berücksichtigt 
hätte. Bis kurz vor Halbzeit konnte Neumünster zu keinem 
Erfolg kommen, obgleich das Rendsburger Tor stark belagert 
wurde. Als dann kurz vor Halbzeit 2 Rendsburger Spieler 
füc e,ne kurze Zeit ausschieden, konnte 2!euniünster das 1. 
Tor einschießen. Mit 1 : 0 wurde Platzwechsel vorgenom 
men. Abgesehen von manchen sehr gut durchgeführten An 
griffen, blieb auch in der 2. Hälfte Reumünster überlegen. 
Zwei scharfe ^.Schüsse, die nicht zu halten waren, führten zu 
dem Torverhältnis 3 : 0. Zusanimeiifasseiid darf man wohl 
sagen, daß Rendsburg sich gut gegen die technisch und kör 
perlich überlegene Mannschaft von 39 geschlagen hat. Die 
Neumünsteraner spielten zeitweilig recht hart. Der Schied-, 
richter aus Tungendorf war vollkommen unfähig, ein Hand- 
ballspiel zu leiten. 
R. M. T. V. Jugend - „Gut Heil" Neumünster Jugend 
(Gauspiel) 2 : v (2 : y). 
Auf dem Garnisonsportplatz standen sich die oben ge- 
nannten Vereine im Eauspiel gegenüber. Beide Mannschaf, 
ten hatten unter den Bodenverhältnissen zu leiden. Im all 
gemeinen lieferten sich die Mannschaften einen barten 
Kampf. Wenn die Jugend des Rendsburger Männerturn- 
Vereins auch wirklich nicht zart spielt, so waren ihre Spie 
ler, was „hartes" Spiel anbelangt, gegen „Gut Heil" die 
reinen Waiseiiknaben. Der Schiedsrichter, der das Spiel 
durchaus unparteiisch leitete, hätte manchmal schärfer durch- 
greifen müssen. — Gleich der erste Angriff Ilendsburgs 
führte zum Tor. In der folgenden Viertelstunde war das 
Spiel vollkommen ausgeglichen. Die Mannschaft „Gut 
Heils" verfügte über eine sichere Ballbehandlung, die Stür- 
uec waren angriffsfrcudig. Nur beging der Sturm de» 
Fehler, zu engmaschig zw spielen. Es war der guten Rends- 
burger Verteidigung nicht allzu schwer, die Angriffe zu un 
terbinden. Die Rendsburger Mannschaft spielte ln der neuen 
Zusammensetzung gut. Der neue Rechtsaußen, sowie der 
Mittelläufer gefielen durch ihr schnelles Spiel. Durch einen 
schnellen Durchbruch des Nendsburger Sturms und richtige 
Kombination vor dem Tor errang Rendsburg kurz vor Halb- 
zeit das zweite Tor. Nach Halbzeit spielte „Gut Heil" zu 
nächst überlegen, flaute aber in der letzten Viertelstunde 
wieder ab. Obgleich beide Tore manchmal stark bedrängt 
wurden, wurde doch kein Tor erzielt. Zwei Tore, die Rends 
burg einsandte, konnten nicht gegeben werden, da der Werfer 
beide Male den Torraum betrat. Das Ergebnis lautete 2 : 0 
für Rendsburg. 
R. NI. T. V. — R. R. V. 8 : 3 (4 : (!) 
Im Gesellschaftsspiel traten sich die beiden oben genau», 
ten Ortsvereine gegenüber. Beide Mannschaften spielten mit 
größtem Eifer Schon gleich in den ersten Minuten konnte 
der M. T. V. bis an die Abseitsiinie durchbrechen. Lin 
scharfer Schuß des Mittelstürmers traf die Latte. Ein durch- 
bruch der Ruderer scheiterte au der guten Rendsburger Ver 
teidigung. Jetzt ging M. T. V. in Führung.' Als sich der 
Torwart der Ruderer zu weit hinauswagte, saß das erste 
Tor. Nach einem lebhaften FeldsplK brachte 3i. R. V. einige 
scharfe Torschüsse an, die aber von dem Torwart des M. T. 
V .gut gehalten wurden. Die außerordentlich flink durch- 
geführten Angriffe mit sicherer Ballabgabe nach den Außen 
spielern führen bis Halbzeit in regelmäßigen Abständen noch 
drei weitere Tore für M. T. V. herbei. Stand zur Halbzeit 
4 : 0. Wie in der 1. Spielhälfte, so machte Li. R. V. nach 
der Pause den Fehler, daß er bei seinen schneidig dnrchge- 
führten Durchbrüchen, anstatt die starke Deckung des M. T. 
B. durch die Beschäftigung der beiden Flügel auseinanderzu, 
ziehen, immer wieder Jnnrnspiel und zwecklose Kombination 
auf engem Raum herbeiführte. Gleich nach Halbzeit konnte 
M. T. V. zwei weitere Tore einsenden. 6 : 9. Jetzt wurde 
M. T. V. gleichgültiger, während die Ruderer eifriger — 
besonders der Sturm und der Mittelläufer — drängten. Nach 
einem Gewühl vor dem M. T. V.-Tor gelang es dem 2i. N. 
V. das erste Tor einzusenden. 6 : 1. Ein Freiwurs des 
M. T. B. ergab 7 : 1. Ein Freiwurf des N. R. V. 7 : 2. 
Dann konnte M. T. V. wieder ein Tor buchen. 8 : 2. Kurz 
vor Schluß erzielten die Ruderer das 3. Tor. 8 : 3. Das 
Spiel des Ni. T. B kounts im allgemeinen gefallen, etwas 
schwach sind noch die Außenläufer. Die Durchschlagskraft 
der Mannschaft würde wahrscheinlich stärker, wenn Thäte als 
Mittelläufer und Born und Sievers als Außenläufer einge- 
pellt würden. Anerkennenswert war beim Ruderverein der 
nie erlahmende Eifer der Stürmer und Läufer. Verteidigung 
und Torwart waren nicht auf dem Posten Durch schnelles 
Erfassen der Situation hätte manches Tor verhindert wer 
den können 
R. M. T. V. 2 — Volkshochschule 1 3 ; 5 (v : 2) 
Bis Halbzeit spielten die Bolkshochschüler bedeutend 
überlegen. Schon die ersten Minuten brachten durch einen 
Durchbruch das erste Tor. Wie bei jedem Anfängerspiel, so 
wurden auch hier die Außenspieler zu wenig beschäftigt. 
Nach einem Gewühl in der Mitte fiel bald darauf für die 
Volkshochschule das zweite Tor. Trotz der Ileberlegenheit 
der Volkshochschüler konnten sie bis Halbzeit kein Tor mehr 
einsenden Oite hatte die Verteidigung meistens allein zu 
bestreiten, da Bischof sich stets zu weit von der Abseitslinie 
entsernte. Rach Halbzeit nahm der M. T. B. eine Ilm. 
stellung vor. Dadurch kam neues Leb»» in die Stürmer- 
reihe. Der Linksaußen lief allein vor und konnte, da nicht 
abgedeckt, ein Tor einsenden. 2 : 1. Gleich darauf sielen 
das 3. und 4. Tor für Volkshochschule. Ein Freiwurs des 
M. T. V. wurde von der Volkshochschule gehalten. Nachdem 
ein weiterer Freiwurf des M. T. V. das zweite Tor brachte, 
fiel kurz vor Schluß von dem Linksaußen das dritte Tor. 
Endergebnis 5 : 3 für Volkshochschule. Für die Volkshoch 
schule wäre es sicher zum Nutzen, wenn sie nächstens gegen 
eine technisch einwandfrei spielende Mannschaft antreten 
würde. 
Elück-Auf-Biidelsdorf gegen Volkshochschule 2 unentschieden 
0 : ». 
Am 2. Dezember fand in Büdelsdorf das erste Gesell- 
schaftsspiel zwischen den beiden Mannschaften statt. Das Er. 
gebnis hätte allerdings anders ausfallen können, wenn der 
Spielplatz in besserer Verfassung gewesen wäre. Das Spiel 
erlitt eine Verzögerung, da der Schiedsrichter nicht zur 
Stelle war. Das Zusammenspiel ließ auf beiden Seiten noch 
zu wünschen übrig. Das Gegenspiel wird wahrscheinlich am 
kommenden Sonntag stattfinden. 
schräg; àMMK jffil 
Botfompf 12 :4 Ķ 
Der in Stettin vor 3590 Zuschauern und überfülltem 
Saale stattgefundene Amateur-Boxkampf Deutschland-Nor- 
wegen brachte der deutschen Mannschaft einen überlegenen 
Punktsieg von 12 : 4, der also noch günstiger wie der Vor- 
kämpf ausgejallen ist, der in Oslo seiner,it 10 : 6 endet«. 
Dabei ist zu berücksichtigen, daß der i j gefallende däni 
sche Ringrichter im Federgewicht mit der angeblichen Punkt- 
Niederlage von Brofazi-Hannover gegen Inavald Bjerke ein 
Fehlurteil fällte, das minutenlang Mißfallenskundgebungen 
der Zuschauer zur Folge hatte. Bon den 8 Kämpfen siegte 
Deutschland in 6, während Norwegen in 2 gewann. Die Ergeb. 
Nisse lauten: 
Fliegengewicht: Ausbock-Deutschland schlägt Larsen-Nor- 
wegen n. P. 
Bantamgewicht: Ziglarski-Deutschland schlägt Nilsen. 
Norwegen n. P. 
Federgewicht: Bjerke-Norwcgen schlägt Brofazi-Deutsch. 
land n. P. 
Leichtgewicht: Dübbers-Deutschland schlägt Dodbertin- 
Norwegen n. P. 
Weltergewicht: Mietschke-Deutschlaist schlägt Johannsen- 
Norwegen n. P. 
Mittelgewicht: Walter-Deutschland schlägt Thorsen- 
Rorwegen n. P. 
Halbschwergewicht: R. Thorsen-Norwegcn schlägt Spörkel- 
Deutschland n. P. 
Schwergewicht: Pistulla-Deutschland schlägt Askevold- 
Norwegen n. P. 
Tagung der D. T.-Fachausschüsse in Kiel am 1. und 2. Dez. 
Am Sonnabend traten in Kiel die Fachwarte der Deut 
schen Turnerschaft innerhalb des Technischen Ausschusses der 
D. T. zu zweitägigen Verhandlungen zusammen, in der die 
turnerische Arbeit des kommenden Jahres in großen Zügen 
festgelegt werden sollte. Einen breiten Llaum nahm die Ar 
beit mit dem Thema der vermehrte» Zusammenarbeit mit 
den Sportverbänden, der Studentenschaft und den städtischen 
und staatlichen Behörden ein. Es ist in Zukunft den Stu 
dentenoerbänden gestattet, als Vertreter der Universitäten 
und Hochschulen unter Zustimmung der Kreise an D. T.-Ver- 
anstaltungen teilzunehmen, wobei die Meldungen durch die 
Aemter für Leibesübungen erfolgen. In ähnlicher Weife 
wurde das Verhältnis zu konfessionellen, sowie den Werk- 
und Behördenvereinen geregelt, wie auch eine Zusammen- 
arbeit mit den Sportverbänden erstrebt wird. Ueber die 
Austragung der Bolkstnrnmeisterschaften wird die Kreis- 
wartetagiing in Mannheim entscheiden: Aller Voraussicht nach 
wird die D. T. nur alle zwei Jahre ihre eigenen Meister 
schaften austragen und sich im übrigen an den Meister- 
Schleswrg-Holfteîn. 
Asm MZàZmNg» 
■ui. Hohemvestedt, 3. D-ez. Nächtliche Schieberei. 
Am Sonntag früh wurde gegen 314 Ahr in der 
Friedrichstraße au dem Haufe der Ww. Hinrichstn 
gegen eine Fensterscheibe geklopft. Als der Knecht 
öffnete und sogleich das Fenster wieder schloß, 
wurde er aufgefordert, das Fenster wiederum zu 
öffnen, und als er das nicht tat, wurden die Schei 
ben zertrümmert und der draußen stehende Mann 
stieg ein. Der Knecht lief, nur notdürftig bekleidet, 
aus dem Haufe. Die Frauen aus dem Haufe rie 
fen den im Haufe wohnenden Lehrer zu Hilfe, der 
dem Eindringling mit einem Revolver entgegen 
trat. Er schickte sich an, mit ihm zur Polizei zu 
gehen. Unterwegs wurde der Lehrer von ihm an 
gegriffen, rief wiederholt um Hilfe und feuerte 
einen Schuß in die Luft. Als der Mann dann mit 
einer Latte auf ihn los ging, gab der Lehrer wie 
derum zwei Schüsse ab, wodurch der Unbekannte 
eine leichte Verletzung an der linken Hand und 
einen Unterleibschuß davontrug. Wie festgestellt 
wurde, handelt es sich um einen Obdachlosen, der 
zwei Tage vorher im hiesigen Alters- u. Pflege 
heim Aufnahme gefunden hatte. Er hat sich des 
Abends niit zwei Mattenflechtern aus dem Heim 
entfernt und mit diesen zusammen die Nacht au 
ßerhalb des Heimes verbracht. 
ai. Hohenwestedt, 3. Dez. Einbruchsdiebstahl. 
In Nindorf wurde dem hiesigen Landjägermeister 
heute ein dort gefaßter Einbrecher übergeben. Ein 
junges Mädchen hatte beobachtet, daß er beim 
Landmann Scheel mittelst einer Leiter durch ein 
geöffnetes Fenster eingestiegen war. Es benach 
richtigte einige junge Leuts und diese gingen dem 
Manne nach und entdeckten ihn unter dem Bett. 
Auf der Fensterbank lag schon Geld und eine Uhr 
zum Mitgehen bereit. Sie holten den Mann her 
vor und verabfolgten ihm eine ordentliche Tracht 
Prügel. Als der Besitzer später entdeckte, daß der 
Einbrecher auch noch eine ihm seit kurzer Zeit feh 
lende Jacke trug, gab er ihm für den wiederholten 
Besuch auch noch seinen Lohn, den er jedenfalls 
nicht so schnell vergessen wird. 
ai. Hohenwestedt, 3. Dez. Ter Gefliigel- 
zuchtverein von Hohenwestedt und Umgegend 
hielt gestern seine letzte diesjährige Versamm 
lung, die auch die letzte vor der großen allge 
meinen Ausstellung am 29. und 30. d. Mts. ist, 
ab. Da der bisherige Schriftführer aus beson 
deren Gründen sein Amt niedergelegt hat 
und sich auch jetzt nicht wieder zur Annahme 
entschließen konnte, wurde der bisherige 
zweite Schriftführer, Tischlermeister K. Kasch, 
zum ersten und Bauunternehmer Otto Rehöer 
zum zweiten Schriftführer gewühlt. Nach Auf 
nahme einiger neuer Mitglieder wurden die 
letzten Vorbereitungen für die Ausstellung 
getroffen. Allem Anscheine nach wird in die 
sem Jahre mit einer besonders starken Be 
schickung zu rechnen sein und es wird sicherlich 
ein harter Kampf um die ausgesetzten schönen 
Preise entbrennen. Die Lotteriekommission 
konnte berichten, daß die Lose schon ziemlich 
verteilt sind und auch verhältnismäßig flotten 
Absatz finden. Es ist bekannt, daß nur gute 
Gebrauchsgegenstände, die sämtlich bei hiesi 
gen Geschäftsleuten gekauft sind und auch, 
falls ein Gewinner einmal keinen Gebrauch 
von dem Gewinn machen kann, gegen ein 
brauchbares Stück umgetauscht merderi kann, 
zur Verlosung kommen. — Das Stiftungsfest 
soll im kommenden Jahr am Stiftnngstage, 
dem 2. Februar, wieder in alter Weise gefeiert 
werden. Nach einer kurzen Unterhaltung über 
die z. Zll in Kiel tagende Nationale Geflügel- 
schaften der Sportverbände beteiligen. Meldungen anderer 
Verbände zu den D. T.-Veranstaltungen müssen spätestens 
3 SB. chen vorher abgegeben werden. Es sollen in Zukunft 
Knabenspieireihen eingeführt werden, lie unter Lehrer-Be 
aufsichtigung stehen. Ueber die Arbeit e Tiirnschute sprach 
Direktor Ohnesorge. 1928 wurden 19 ,iursr mit 739 Teil- 
nehmern abgehalten, die sich 1929 verdoppeln sollen. — Ab 
schließend fand eine Festsitzung im Kollegiensaal statt, bei der 
Steding-Bremen den Dank der D. T. an die Stadt Kiel 
übermittelte. Dr. Meyer-Wandsbek hielt einen bemerkens 
werten Vortrag über Schubert und Iahn, während der 1. 
Vorsitzende der D. T., Prof. Dr. Berger, in seinen abschlie- 
ßenden Worten die Notwendigkeit der Zusammenarbeit der 
D. T. mit den städt. Behörden betonte. Eine Motorboot- 
fahrt nach Holtenau beschloß die arbeitsreiche Tagung. 
* » -- 
Bei den iniernationalcn Hallen-Tenniskämpfen 
siegte Racing Club Paris mit 11 : 1 Punkten, 24 : 8 Sätzen 
und 176 : 121 Spielen. Die französischen Spitzenspieler 
zeigten glänzende Leistungen, doch zogen sich die deutschen 
Vertreter, besonders Nioldenhauer-Berlin und Dr. Dessart- 
Hamburg sehr gut aus dem Spiel. 
Vci dem Hallcnsportfest i» Berlin 
siegte der D. T. Meister Wichmann-Karlshorst im 1009 Me- 
terlaufn gegen Schoeniann-Eharlottenburg und Dr. Peltzer in 
2 : 34.4 Alin. Körnig-Ehariottenburg gewann den Sprin- 
ter-Dreikamps, nachdem er im ersten Lauf von Schlöhke ge 
schlagen wurde. Die 3090 Meter wurden von Boltze (Ham 
burger SB.) in 9 Min. gewonnen. 
’ ' 
Eaugruppentukncn in Preetz für den Kieler und Ostholsieini- 
schen Gau am 24. und 23. November 1928. 
56 Teilnehmer hatten sich am Sonnabend, den 24. No 
vember in Preetz eingefunden. Der Kreismünnerturnwart 
Liier zeigte in seiner Körperschule viel Anregendes, zum Teil 
Neues. Jeder Turner hatte, als die halbe Stunde beendet 
mar, das Gefühl, daß der Körper in allen seinen Teilen die 
nötige gute Kost erhalten hatte. In halbstündigem Wechsel 
wurden dann unter Brodersen am Barren, Walter am Seiten- 
pfcrd und Häuschke am stirnhohen Reck Vorübungen und 
Ucbungsspielo, wie man sie auf dem Turnplatz in den ein- 
zclnen Riegen steigern soll, durchgenommen. Am Sonntag- 
morgen wurde dann untrLiier mit Uebungen auf der Um. 
zngsbahn in der Körperschule fortgefahren. Es folgten dann 
in halbstündigem Wechsel wiederum unter Häuschke an den 
Ringen, Brodersen am Längspserd und Dock und Walter 
an der Sprossenwand Uebnngsaufbau und Beispiele. Nach 
einer kurzen Pause wurde dann in leider zu kurzer Zeit unter 
Kreisobertnrnwact Hamdorfs Leitniig in der Ausbildung von 
Kampfrichtern unterrichtet. Hamdorf betonte, daß es sehr 
ausstellung schloß der Vorsitzende die Ver 
sammlung mit der Aufforderung, sich zahlreich 
an dem friedlichen Wettbewerb zu beteiligen- 
xs. Westensee, 3. Dez. Die Adoeiits-Abend« 
nrusik am 1. Adventsonntag in vollbesetzter Kişş 
zu Westensee, die festlich erleuchtet war, bot den 
andächtig lauschenden Kirchengemeindegliedern 
einen großen Kunstgenuß und eine stimmungsvolle 
Weihestunde. An der Orgel saß Prof. Iversen- 
Kiel, der Orgelchoräle von Ioh. Beruh. Bach u. a - 
meisterhaft vortrug. Für die Adventszeit passende 
geistliche Lieder, u. a. von Zoh. Seb. Bach, Friedr. 
Mergner, Ioh. Wolfg. Franck, sang mit Orgelt 
gleitung Frau Steltzer-Rendsburg. 
mb. Wacken. 4. Dez. Wohltätigkeitsfest W* 
Vaterländischen Frauemscreins Am gestrigen 
Abend wurde im Easthause von Nicolai in Erst- 
bohm das diesjährige Wohltätigkeitsfest vom 
terländifchen Frauenverein veranstaltet. Ter still 
schön geschmückte Saal war bis auf den letzten Plcst 
besetzt. Der Abend wurde durch den allgemeinen 
Gesang des Schleswig-Holsteinliedes eingeleimt. 
Von Fräulein Hansen aus Holstenniendorf wurde 
ein Prolog gesprochen. Lehrer Jakobs aus Er>b- 
bohm hielt die Begrüßungsansprache Pastor Lies' 
land-Wacken die Festrede. Reichen Beifall ernte 
ten die von jungen Mädchen aus Eribbohm ' n 
Burschen- und Miederkostüm ausgeführten Volks 
tänze „Kiewittanz", „die Leineweber", „Lott 
dot" und andere. Eingeübt hatte Lehrer Jakobs 
aus Eribbohm die Tänze. Martau aus Eribbohm 
lieferte auf einer Handharmvnika die passende 
Tanzmusik dazu. Die anderen Darbietungen, vor 
allen Dingen die Ausführung des Theaterstücks 
„Dersteekenspeelen", aufgeführt von jungen Leu 
ten aus Wacken, und die Darbietungen des ©f 
fangvereins Wacken, sowie das Duett „Die Trotzi 
gen", aufgeführt von jungen Mädchen aus Erib 
bohm, wurden mit reichem Beifall belohnt. Aua) 
die Eedichtsvorträge „Der Heidebrand", „Mudder- 
leev" und „Uwe", gesprochen von Fräulein Magd^ 
Behrens, Fräulein Ella Behrens und Fräulein 
Ott, sowie die Liedervorträge eines Mandoliiren- 
klubs aus Holstenniendorf trugen wesentlich Zur 
Verschönerung des Abends bei. Zum Schluß fanb 
eine Verlosung statt. 
gg. Zevenstedt, 3. Dez. Unter dem Verdacht 
der Kindestötung festgenommen und dem Amts 
gericht zugeführt wurde ein mit ihrem 3 Monats 
alten Kinde im hiesigen Armenhause untergebrach 
tes Dienstmädchen. Das Kind wurde morgens W 
Bett tot aufgefunden. Das Weitere dürfte dü 
Obduktion ergeben. 
st. Gribbohm, 3. Dez. Ein Wohltätigkeitsfest 
zum Besten des Frauenvereins für das Kirchspift 
Wacken fand am Sonntag im überfüllten Saale i'U 
Gribbohm bei Gastwirt Rikolay statt. Vorstand und 
Mitglieder hatten sich viele Mühe gegeben, um di« 
Veranstaltung recht würdig zu gestalten. Bei der 
stattgehabten Verlosung wurden sehr nützliche uvd 
nette Sachen verteilt. Von dem Gebotenen waren 
die Besucher sehr befriedigt. 
st. Holstenniendorf, 3. Dez. Unfall. Der Land- 
mann H. Hadenfeldt kam beim Korntragen zu Fob 
und erlitt innere Verletzungen, so daß er sich in är,st- 
liche Behandlung begeben mußte. Der Arzt stellt« 
Rippenbrüche fest. 
st. Besdorf, 3. Dez. Der Frauenverein Besdokf 
wählte in seiner letzten Versammlung einen neue» 
Vorstand. Der Margarethenschrank, welcher ste^ 
bei einem Vorstandsmitglied untergebracht wcck, 
sollte jetzt zum neugewählten Vorstandsmitglied S e “ 
schafft werden. Das bisherige Vorstandsmitglied 
weigert sich aber ganz entschieden, den Schrank ab 
zugeben, ohne Begründung. Im Interesse der ® c ' 
S» ßimtracht 
SeKepalversamraiung 
am Mittwoch, den 5 Dazbr. 1928. 20 Uhr, bei Wsndt- 
Erscheinen ist Pflicht! 
Oer Vorstand, „ 
i.!. r ga :: 1.1. f 
©@ra M 
AsfKMders Hinwerfe. 
Rendsburger MLnncrturnverein. Am Donnerstag, 
6. Dezember, lassen die Turnvereine M. T. B. Rendsburg ü . 
„Eiück-Auf" Büdelsdorf in der Schauburg den Film vom 
Deutschen Turnfest in Köln laufen. Der Film ist über v 
Lob erhaben. Er bringt denen, die in Köln waren, 
Deutsche Turnfest noch einmal wieder, cr bringt denen, 
nicht in Köln waren, in geradezu frappierender Echtheit a 
was sie jetzt im Bilde auch nicht anders erleben können, 
wenn sie selbst dabei gewesen wären. Mit meisterhafter 
ßie sind alle wesentlichen Ereignisse zusammengefaßt ^ 
wundervoll übersichtlich geordnet. Dieser Turnfestfill" , 
mehr als ein lebloser Eelluloldstreisen, er ist pulsieren ^ 
tatkräftiges, turnerisches Erleben, er ist Wegbereiter 
großen wertvollen Arbeit in der Deutschen Turnerschaft- 
der, der es ermöglichen kann, den Film zu sehen, sollte es ^ 
bedingt tun; der Gewinn, den ec daraus zieht, ist m» ^ 
geringen Eintrittsgeld bei weitem nicht ausgewogen, l 
Anzeige.) 
nottrendig sei, die Kampfrichterausbildung zu fördern, ^ 
mit endlich einmal die Klagen der Wetturner auWren, 
Kampfrichter ungerecht bewertet zu werden. Es folgten da»" 
Boden- und Gesellschaftsübmigen, über die wohl gesagt 
den darf, daß sie als Abwechselung in keiner Turnstşş^ 
fehlen dürfen. Zum Schluß zeigte dann noch Hamdorf 
spiele der verschiedensten Hallenspiele, die somit den Turnet 
einen reizvollen, stimmungsvollen Abfchttiß gaben, gb.
	        
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