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Körperschaften noch vor kurzem in harter
Fehde lagen, erfreulicherweise eine starke
Annäherung erfolgte. .
Bürgermeister Mensching-Husmn wurde
einstimmig wieder-, Dohrn-Jtzehoe neuge
wählt.
. Als nächster Tagungsort wurde von
mehrfachen Vorschlägen Friedrichstadt ge
wählt.
Ter Vorsitzende berichtete über die bis
herigen Verhandlungen über eine Zusammen
arbeit mit dem Zweigverein Schleswig-Hol
stein im Landesverein der Preußischen Ge
werbe- und Handelslehrerschaft. Er brachte in
Vorschlag, einer Bereinigung zuzustimmen,
und zwar in der Weise, daß beide Vereine ihre
volle Selbständigkeit behalten, daß jedoch
große Berufsschultagungen von beiden ge
meinsam veranstaltet werden. Die Versamm
lung erklärt sich einverstanden, und zwar mit
dahingehender Erweiterung des Vorschlages,
daß für solche Tagungen die Zusammenarbeit
auch mit weiteren Organisationen, wie der
jenigen der Handelslehrer u. a., zu erstreben
ist. Um den kleineren Gemeinden den Beitritt
zum Berufsschulverein zu erleichtern, wurde
beschlossen, einen korporativen Mindestbeitrag
von 10 Mark festzusetzen. Anschließend fand
ein Vortrag von Dr. Näß-Kiel statt, dem ein
Begrüßungsabenü folgte.
den 23. April 1930, und Viehmarkt am Mon
tag, den 5. Mai 1930.
NoröfrreStanö.
Für îîciî Not- und Schutzhasen
Beunsbüttelkoog.
Brunsbüttelkoog, 1L April. Wie die
„Brunsbütteler Zeitung" hört', ist mit der
Verabschiedung des Provinzialetats auch ein
Antrag des Gemeindevorstehers in Brunsbüt
telkoog angenommen worden, nach dem die
Provinz eine weitere Summe von 5000 RM.
zum Ausbau des Not- und Schutzhafens in
Brunsbüttelkoog bereltgestellt.
VLsnm, 11. April. Die Darre wird gebaut.
Die Arbeiten zur Errichtung einer Fischmehlfabrik
sind nunmehr vergeben worden. Die Fabrik wird
auf dem Grundstück von C. Thießen bei Deichhau
sen errichtet. Unternehmer ist die Büsumer
Fischereigesellschaft. Die Fabrik wird sowohl die
gekochten Krabben darren wie auch den Gammel
als Fischmehl verarbeiten.
-hd. Heide, 10. April. Eine öffentliche
Sitzung der städtischen Kollegien fand am
Donnerstag unter Vorsitz von Bürgermeister
Dr. Haöenfeldt im Rathaus statt. Auf der
Tagesordnung stand die Vorbesprechung des
Haushaltungsplanes für 1930. Die einzelnen
Titel wurden durchberaren. Der Etat balan
ciert in Einnahme und Ausgabe mit
i 377129, 30 %Ut und hat sich in diesem Jahre
gegen das Vorjahr um rund 60 000 mjl er
höht. Ter Magistrat schlägt deshalb eine
ÄrazsergelderhöhunI um 10 »s, und zwar von
30 auf 40 S, }e Kubikmeter ab 1. Mai für die
Einkommenberechtigten über 3000 %\JL vor,
sowie eine Steuererhöhung der Zuschläge zur
Grundvermögenssteuer um 80% auf 210%
und eine Erhöhung der Gewerbesteuerzu
schläge um 60% auf 420% vor. Der Magi
stratsantrag löste eine sehr heftige Debatte
aus. Ter Sprecher der bürgerlichen Partei
erklärte, sich diesem Vorschlag nicht anschließen
zu können, und beantragte, die Steuern durch
Erhöhung der städtischen Tarife herauszuar
beiten, und zwar durch Erhöhung des Gas
preises um 2 S auf 24 S und des Wasser
geldes um 10 S auf 40 £. Diesem Antrag
widersprach sowohl die Linke als auch der
Vertreter der Beamtcnfraktion. Nach einer
Unterbrechung von 15 Minuten wurde erneut
in die Beratung eingetreten. Stadtverord
netenvorsteher Vehrs machte jetzt namens
der bürgerlichen Fraktion den Vorschlag, eine
Gaserhöhung um 1 -f und eine Wassergeld
erhöhung run 5 $ ab 1. Mai eintreten zu
lassen und außerdem eine Erhöhung der Zu
schlage zur Grundvermögensteuer um 15%
»uf 195% und der Gewerbesteuer um 30% auf
'^90% vorzunehmen. Der Antrag wurde mit
Ausnahme der Linken und des Beamtenver
treters angenommen. Der eingebrachte An
trag eines Stadtverordneten, die Summe von
Î000 VUt in den Etat einzustellen zur Förde
rung der Chorgesangpflege und dieses Geld
de« Heider Gesangvereinen zur Verfügung
i« stellen, wurde abgelehnt. Stadtverordne
ter BehrenS übte sehr scharfe Kritik an der
Oberrealschule und sprach sein Befremden
darüber aus, daß so viele Schüler, besonders
der oberen Klassen, nach anderen Schulen ab
wanderten. Nach ihm gemachten Mitteilun
gen solle dies seinen Grund in einer unge
rechten Behandlung der Schüler während der
Prüfung haben. Bürgermeister Dr. Haöen
feldt erklärte darauf, daß er der diesjährigen
Abiturientenprüfung von Anfang an beige
wohnt und den Eindruck gewonnen habe, daß
es bei der Prüfung durchaus korrekt herge
gangen sei. — Das deutsche Sportabzeichen
wurde vom Deutschen Reichsausschutz für
Leibesübungen dem Kaufmann Nikolaus
Claußen, hier, verliehen. '
Airs dem Kreisausschutz des
Kreises Husum.
tm. Husum, 10. April. Ueber die Vorausbe
lastung der kreisangehörigen Gemeinden mit 30
Proz. des ihnen entstehenden Aufwandes für die
gehobene und allgemeine Fürsorge werden in An
lehnung an die Rechtsprechung des Oberverwal
tungs-Berichts neue Grundsätze festgelegt.
Von den Kosten für die Ringimpfung zur
Bekämpfung der in Oldersbeck ausgebrochenen
Maul- und Klauenseuche wird ein Teil auf den
Kreis übernommen unter der Voraussetzung, daß
die restlichen Mittel von Staat und Provinz zur
Verfügung gestellt werden.
Schankwirtschaftskonzession wird der Ehefrau
Jannichsen in Bredstedt für den dortigen Schützen-
hof und dem Landmann Stoltenberg für eine
beim Bahnhof Joldelund zu errichtende Wirtschaft
erteilt.
Ehrengeschenk für treue Dienste wird der
Hausangestellten Marie Elisabeth Petersen bei
dem Kaffeebesitzer Karl Hartmann-Husum ge
währt.
Beschlüsse der Dorfschaftsvertretung Rödemis,
der Dorfsvertretung Ostenfeld und der Gemeinde
vertretung in Simonsberg auf Veräußerung von
Grundstückseigentum der Dorfschaft und der Ge
meinde werden genehmigt.
Mit der Reichsbahnverwaltung wird ein Ver
gleich hinsichtlich der Kosten geschloffen, die durch
Kreuzung der Bahn Husum—Flensburg und Bred
stedt—Löwenstedt mit Starkstromleitung entstan
den sind.
Ein Bedürfnis für eine generelle Regelung
der Entschädigung der Distriktstaxatoren und
Schätzer im Kreise wird nicht anerkannt. Die
Festsetzung der Entschädigung soll nach wie vor
jedem Amtsbezirk überlassen bleiben.
rungskurse zu fordern. Bewährten Kräften aus
den Reihen der nebenamtlich tätigen Lehrerschaft
ist der llebertritt zu ermöglichen.
4. Dis gesellschaftliche Aufgabe der Volks
schule und der Berufsschule fordert zwingend die
Zusammenfassung unter einer Leitung. Dafür
kommt nur das Ministerium für Wiffenschaft,
Kunst und Volksbildung in Frage. Angenommen
wurde dazu ferner der folgende Antrag des Leh
rervereins für Meldorf und Umgegend: „Die
Vertreterversammlung des Allgemeinen Schles
wig-Holsteinischen Lehrervereins bittet den Vor
stand des Preußischen Lehrervereins, mit stärkstem
Nachdruck bei allen zuständigen Stellen dafür ein
zutreten, daß in den Gebieten mit neunjähriger
Schulpflicht kein Lehrling vor Beendigung des
3. Lehrjahres aus der Berufsschule entlassen wer
den darf, es sei denn, daß er vorher das 21. Le
bensjahr vollendet habe."
* . *
Bekommt Wyk rr. F. ein Gaswerk?
^ Wyk «. F., 11. April, Bereits im vorigen
Jahrs beschäftigte man sich mit der Frage der Er
richtung eines Gaswerks. Die angebahnten Ver
handlungen kamen nicht zur Durchführung. Das
damals beiseite gelegte Projekt ist nun wieder auf
getaucht. Zwei Firmen interessieren sich für Bau
und Betreibung eines Wyker Gaswerks. Die Gas-
und Wafferwerkskommiffion befchäftigto sich bereits
mit den Angeboten und beauftragte den Bürger
meister mit der weiteren Verfolgung des Projek
tes.
* . *
Nächtlicher Besuch eines Zopf-
abschneiders.
T-U. Flensburg, 11. April. Kinder haben
ihren Schutzengel. Ein Unfall, der einen selten
glücklichen Ausgang nahm, ereignete sich in einem
Hause in der Norderstraße. Die etwa 10jährige
Tochter des Kutschers Mangelşen stürzte vom Flur
des 4. Stockwerks durch den schmalen Lichtschacht
in die Tiefe bis auf das Parterre des Hauses.
Das Mädchen erlitt trotz des lebensgefährlichen
Sturzes keinerlei ernste Verletzungen. Er zog sich
nur einige Beulen und Stöße zu.
ag. Schleswig, 12. April. Die Kreisspar
kasse des Kreises Schleswig hat jetzt den Ge
schäftsbericht für das Jahr 1929 abgelegt. Da
nach hat die Kasse, die einen gemeinnützigen
Charakter trägt, einen weiteren Aufstieg zu
verzeichnen gehabt. Der Umsatz stieg von rd.
157 Millionen aus rund 204 Millionen. Auch
das Spargeschäft, dem die Kreissparkasse be
sondere Beachtung zuwendet, hat sich weiter
entwickelt. Die Zahl der Sparbücher stieg von
3466 im Jahre 1928 auf 4451 im letzten Jahr.
Die Kasse unterhält 29 Nebenstellen. Dem Be
dürfnis entsprechend wurden zwei weitere Ne
benstellen in Tielen und Havctoftloit einge
richtet. Im Geschäftsjahr 1929 ergab sich ein
Gewinn von rd. 40 000 RM. Davon wurden
auf Beschluß des Kreistages 8000 RM. dem
Wohlfahrtsamt für soziale Zwecke zur Ver
fügung gestellt. Weitere 17 000 RM. wurden
für den Umbau des Sparkassengcbäudes in
Schleswig verwandt und rd. 14 000 RM. dem
Reservefonds überwiesen, der dadurch eine
Höhe von 360 000 RM. erreicht. Der Umbau
des Sparkassengebäudcs ist am 1. März dieses
Jahres bezogen worden. An der Gründung
der Bauernhanö A. G. und der Erweiterung
der Sanitätsmeierei, e. m. b. H., Schleswig,
beides landwirtschaftliche Sclbsthilfe-Untcr-
nchmnngen, hat die Kreissparkasse finanziell
mitgeholfen.
Larröfchaft Sàpêķhsà
ep. Süderstapel, 10. April. Die diesjähri
gen Frühjahrsmärkte Hierselbst finden statt:
Kram-, Vieh- und Pferöemarkt am Mittwoch,
Ş Das ideale
Abfükr-Konfekf
Vrcdjtedt, 11. April. Eine recht unangenehme
Feststellung mußte ein junges Mädchen aus einer
benachbarten Ortschaft machen, als sie morgens
beim Erwachen bemerkte, daß sie ihres Haar
schmuckes beraubt worden war. Das abgeschnit
tene Haar war auf einen neben dem Bett stehen
den Tisch gelegt. Es ist zu vermuten, daß Ein
brecher, nachdem sie die Schubladen der Kommode
durchwühlt und keine Barmittel vorgefunden hat
ten, sich in dieser Weise für ihre ergebnislose Ar
beit gerächt haben. Jedenfalls muß das junge
Mädchen recht festen Schlaf gehabt haben, zumal
sie nichts von dem Geschehenen gemerkt haben will.
Die sofort aufgenommenen Ermittelungen seitens
der Landjägerei führten noch zu keinem Ergebnis.
Nrrs Ken ĢerèchtsŞterr.
Husum, 10. April. Einführung des neuen Ge
sangbuches. Die Husumer Kirchenvertretung hat
einstimmig beschloffen, gegen die Einführung des
neuen Gesangbuches keinen Einspruch zu erheben.
Vom Mtttrtrückk«.
Der Nanbüberfall irr Lunden vor
dem Grossen Schöffengericht.
th. Husum, 11. April. Der Landwirt Hans L.
aus Schlichtingerkoog bei Lunden hatte sich wegen
eines Raubüberfalls, begangen in der Rächt zum
12. März in Lunden, zu verantworten. Der Be
schuldigte hat am Tage der Tat in der Gastwirt
schaft „Erholung" in Lunden ziemlich gezecht. Als
er dann bezahlen sollte, hatte er angeblich kein
Geld bei sich und mußte als Pfand seinen Mantel
zurücklaffen. Nachts gegen 3 Uhr ist der Ange
klagte aus der Wirtschaft fortgegangen und soll
dann bei dem Landmann Möller eingedrungen,
diesen überfallen und beraubt haben. Der Ange
klagte weiß sich auf nichts mehr zu besinnen. Der
Ueberfallenö gibt an, daß nachts gegen 3 Uhr bei
ihm an das Fenster geklopft und Einlaß begehrt
worden sei. Er habe dies verweigert und dann
später gehört, daß ein Fenster in der Küche ein
geschlagen wurde. Als er sich zur Küche begab, sah
er, daß ein Mann versuchte, durch das beschädigte
Fenster in die Küche zu gelangen. Schließlich ge
lang dies dem Eindringling trotz Widerstandes,
Möller wurde überfallen und erhielt mit einem
Stock mehrere Schläge über den Kopf. Rach kur
zem Kampf gelang es dem Eindringling, in die
Schlafstube einzudringen, wo er Geld verlangte
und bei Weigerung Möller zu erschießen drohte.
Er hat dann unter dem Kopfkissen von Möller
eine Geldtasche mit 120 Mark hervorgeholt und
sich damit entfernt. Später ist er noch einmal zu
rückgekommen und hat den Schlüssel zur Haustür
mitgenommen. Der als Zeuge vernommene Gast-
Fi a g • I «Her Arten auf eigener,
eiipisss
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Kalkammonsalpeter, Leunasalpeter, Harnstoff, Nitro»
phoska, Knochenmehl, Ammoniak-Superphosphate,
Superphosphat, Hederichkainit. Bestellung sehe recht
zeitig entgegen.
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in der „Harmonie" kBesttzer Fr. Kaschl (7844
Tagesordnņng:
1. Geschäftsbericht
2. R-ibnunasablaae
3. Festsetzung des Voranschlaas
4. Wahl von Vorstandsmitgliedern
8. Werbematznabmen
6. Sonstiges
Hohenwestedi. den 8. Avril 1930
Der Vorsitzende: Kühl
Sss CsternY
Mercedes-Schuhe
und
7953
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Claus Peper, Hohen weste dt
Die letzten Neuheiten der
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Lehrertsgrmg.
Schleswig, 11. April. Die Leitsätze, die nach
der Aussprache über den Vortrag von Rektor Eod-
busen-Bredstedt über Volksschule und Berufsschule
angenommen wurden, laut:
1. Der Volksschule und der anschließenden
Fortbildungsschule (Berufsschule) ist nach Artiket
145 der Reichsverfassung die gesellschaftliche Er
ziehung der Hauptmasse des werktätigen Volkes
anvertraut: deshalb sind diese Schulen dem ge
samten Schulausbau organisch einzugliedern, d. h.
jedem Schüler der Volks- und Berufsschule muß
die Möglichkeit geboten werden, die Hochschulreife
zu erlangen.
Dazu ist erforderlich: a) daß die Volksschule
so ausgebaut wird, daß ihre Schüler nach Absol
vierung eines freiwilligen 9. und 10. Schuljahres
in die höheren Schulen übertreten können, b) daß
die Berufsschulen durch zusätzlichen Unterricht ihren
Schülern Gelegenheit bieten, ohne Zeitverlust in
die Fachschulen und von da in die Technischen Hoch
schulen einzutreten.
2. Volksschule und Berufsschule müssen als
ein einheitliches Ganzes aufgefaßt werden. Die
Austeilung der Lehrgebiete muß nach den Ergeb
nissen der jugendkundlichen Forschung von beiden
Schulreformen in Gemeinschaft vorgenommen
werden.
3. Die Einführung in die Erziehungswiffen-
schaft ist die Voraussetzung für die Ausbildung
der Lehrer an beiden Schulformen. Die Erarbei
tung der geistigen Werte der gesellschaftlichen
Werkarbeit ist die besonders Aufgabe der Berufs
schullehrerschaft. Für die Zeit des Ueberganges,
des Ausbaues des Berufsschulwesens ist die Aus
bildung des Volksschullehrers und des Handwerks
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