Full text: Newspaper volume (1930, Bd. 2)

muà beauftragt, die Einrichtung einer Schulküche . Neffen in Tinnnnl, öer bei einem Landmann 
' auf dem Festlanöe beschäftigt war, hatte beim 
Pflügen eine Verletzung erlitten, die er aber 
nicht beachtet hatte. Es trat Blutvergiftung 
hinzu, so daß er ins Kreiskrankenhaus in Nie 
büll überführt werden mutzte. Dort ist er je 
doch schon nach zwei Tagen verstorben. 
Ņsm MMàĶâm. 
Feuer durch Fahrlässigkeit. 
Kropp, 1. April. 
VersssaKm. 
Für den nach Kiel verzogenen Bezirksschorn 
steinfegermeister Eummert ist der Schornsteinfeger- 
meister Heinrich aus Burg a. F. nach Hohenwestedt 
versetzt, far.) 
Vefitzveräsr-eruKgm. 
Der Bauunternehmer Rudolf Schreiber in 
Hohenwestedt kaufte von Dr. Friccius, Kiel, die 
in Hohenwestedt südlich der Bahn gelegene und 
von ihm s. Zt. im Zwangsverkauf erworbene Zen- 
sensche Billa für 17 060 RM. fai.) 
Die Bäckerei von Bock in Ahrenviöl, Kreis 
Husum, die einzige am Orte, wurde an den Bäk- 
kermeister Georg Pechert aus Wilster, zuletzt in 
Drelsdorf, verkauft. Als Kaufpreis werden ein 
schließlich der 1 Demat großen Haustoft. l3 0»0 
3U£ genannt, fpu.) — Zum 1. April d. I. über 
nimmt der bisherige Landmann Hans Jensen aus 
Tolk-Rordacker das von ihm käuflich erworbene 
Baynhofshotel von Johann Karstensen in Tarp 
einschl. der zugehörigen Landstelle in Größe von 
13 Hektar. Als Kaufpreis werden rund 80 000 
3iJi genannt, fpu.) — Der etwa 78 Heitscheffel 
große Landbesitz des Hufners Hans Jensen- Tolk- 
Nordacker wurde von dem Landmann und Päch 
ter Peter Tychsen in Ekeberg käuflich erworben. 
Zu dem Besitz gehören fast neue, modern eingerich 
tete Gebäude und das vorhandene Inventar. Die 
Ländereien sind wie die zugehörigen Wiesen von 
vorzi'Kicher Güte und in guter Kultur: auch ist 
eine Waldparzells und das zugehörige Moorland 
in den Handel eingeschlossen. Der Kaufpreis soll 
etwa 67 000 R-K betragen, fpu.) 
D-r Kahnsche Wert „Das Leben des Menschen" mnfaßk 
bis heute vier Bände, ein fünfter Schluß-Band..fäll im 
Sommer 1830 folgen. .Der Verlag, die Frcmckh'sche Ver 
lagsbuchhandlung in Stuttgart, hat es möglich gemacht, daß 
das Werk mit rund 120, teilweise farbigen Tafeln und über 
'000 Textabbildungen zu dem erstaunlich niedrigen Preis 
von 16,50 SRJl für den Ganzleinenband zu haben ist. Da. 
neben erscheint noch eine Lieferungsausgabe (jede Lieferung 
1 RM.), damit jedermann die Anschaffung dieses prächtigen 
und im vollsten Sinn notwendigen Buches ermöglicht ist. 
zu prüfen. Die Anstellung einer besonderen Lehr 
kraft kommt nicht in Frage, da die vorhandene 
technische Lehrerin den Unterricht mit überneh 
men könne. Auf Wunsch der Handwerkskreise soll 
an den Schulen berufskundlicher Uirterricht einge 
führt werden. Bei der Wohlfahrtspflege kam die 
außergewöhnlich hohe Belastung der Stadt zur 
Sprache. Unterstützt werden zur Zeit fast 700 
Perkonen bei einer Einwohnerzahl von 3260. 
Bürgermeister Alrmann legte die ungünstige Lage 
des 'Arbeitsmarktes dar, die nur wenig Hoffnung 
lasse, Arbeitsgelegenheit in größerem Umfang zu 
schaffen. Die Ersparnisse anderer Titel seien der 
Erhöhung der Etatsansätze für die Unterstützungen 
zugute gekommen. Trotzdem dürfe man sich dar 
über nicht täuschen, daß die im Voranschlag vor 
gesehenen Mittel trotz der Erhöhung kaum aus 
reichen^ würden und daß für Ueberfchreitungen 
keine Deckungsmöglichkeit vorhanden fei. Bei der 
Finanzverwaltung wurde über eine Aenderung 
in der Gewerbesteueraufbringllng verhandelt. Der 
Magistrat hat die alten Sätze von 400 v. H. zur 
Ertragsteuer und 1600 o. H. zur Kapitalsteuer vor 
geschlagen/ während eine Verringerung der Span 
ne zwischen den Steuerarten dergestalt angeregt 
wurde, die Ertragsteuer auf 500 v. H. zu erhöhen, 
und die Kapitalsteuer dafür auf 800 v. H. zu sen 
ken. Nach einer vom Borsitzenden gegebenen Er 
läuterung wurde festgestellt.' daß das eine Mehr 
belastung der Steuerpflichtigen mit geringem Er 
trage zur Folge haben würde. Die Gewerbesteuer 
soll daher unverändert bleiben. Auch die Erund- 
vermögenssteuersütze von 500 v. H. für den be 
bauten und 800 v. H. für den unbebauten Grund 
besitz wurden beschlossen, da die angespannte Lage 
des Etats auch in diesem Jahre keine Steuersen 
kung zuläßt. Alle zum Eteuerverteilungsbeichlutz 
gehörten Wirtschaftsvertretungen haben die Steu- 
crzu'chläge einmütig als untragbar bezeichnet. 
Nach Durchberatung des Sonderetats für die Gas 
anstalt und die Badeoerwaltung wurde der Etat 
von allen Parteien angenommen. 
àŞààà 
Hllfum, 1. Avril. Eine leichte Explosion ent 
stand heute vormittag im Laboratorium der 
Schwanen-Apotheke. . Der Hausdiener, dem auch 
die Kleidung teilweise verbrannte, erlitt Brand 
wunden im Gesicht und an den Händen. Mit dem 
Minimar konnte schnell das bei der Explosion 
entstandene Feuer gelöscht werden. 
lg. Insel Sylt, 2. April. Durch Unvorsich 
tigkeit i« de« Tod. Wie vorsichtig man auch mit 
den kleinsten Wunden sein soll, beweist ein 
Unfall, der einem jungen Mann zum Ver 
hängnis wurde. Der 20jährige landwirtschaft 
liche Gehilfe Karl A. Jessen, Sohn des Erich 
Am Rande der Heide hinter 
dem Gehölz brach ein Feuer aus, das infolge der 
Trockenheit mit großer Schnelligkeit um sich griff. 
Es wurde zuerst von mehreren zufällig vorbei 
kommenden Studenten des hiesigen Predigersemi 
nars bemerkt die sofort Hilfe holten und den 
Brand tatkräftig bekämpften. Es gelang ihnen, 
das Feuer mit Säcken und grünen Zweigen auf 
zuhalten und allmählich zu löschen, bevor noch 
die sofort alarmierte hiesige Feuerwehr herange 
rückt war. Ein fast 50 Meter langer und sehr 
breiter Heidestreifen, aus dem auch mehrere Fich 
ten standen, war den Flammen zum Opfer ge 
fallen. Die Entstehung des Feuers ist wahrschein 
lich auf fahrlässige Brandstiftung zurückzuführen. 
* * 
xv. Schafflund, 1. April. Abschlutzrciteņ. 
Am 29. März, nachm. 2 Uhr, fand das dies 
jährige vierte Abschlutzreiten und Fahren des 
Reitervereins der landwirtschaftlichen Schule 
Flensburg an der Reitbahn statt. Das Reiten 
sowie Fahren wurde von Herrn Aug. Grün, 
Vorstand des Reiteroereins Flensburg, ge 
prüft und zu seiner vollen Zufriedenheit ab 
genommen. Eltern sowie Freunde, die der 
Veranstaltung beigewohnt hatten, waren er 
freut über die guten Leistungen, die der Reit 
lehrer Clausen den Schülern beigebracht hatte, 
auch wäre sehr zu wünschen, diesen Kursus an 
der Schule zu erhalten, um die Schüler gleich 
zeitig auch hierin vollkommen auszubilden. 
Schleswig, 1. April. Zum Standortältesten 
wurde Oberstleutnant Feßmann ernannt, der bis 
her bei der 5. Division in Stuttgart war. Oberst 
leutnant Feßmann hat sein neues Amt mit dem 
KWerMK. 
Das Lebe» des Menschen von Dr. Fritz Kahn, 5 Bände. 
4. Band, 335 Seiten, 33 teils mehrfabrige Tafeln, weit 
über 200 Abbildungen im Text. Inhalt des 4. Bandes: 
Das Nervensystem, Die Haut, Die Sinnesorgane. Preis 
in Ganzleinen gebunden 16,50 RM. Franck'sche Verlags 
buchhandlung, Stuttgart. 
Von dem umfassenden, allgemeinverständlichen Werk 
über unser Gesaintwissen vom Menschen ist nun auch der 
4. Band erschienen. Das Werk, das man als ein Äultur- 
werk von allergrößter Bedeutung bezeichnen muß, leitet 
uns in die Tiefen verborgenster Geheimnisse unseres In 
nern, zeigt uns eine Fülle von ungeahnten Wundern in un 
serem eigenen Meiischenleib, die uns märchenhaft und un 
faßbar erscheinen. Es ist kein trockenes wiffenlchaftliches 
Werk, sondern eine aus dem Leben geschöpfte Darstellung, 
die man mit Genuß liest. Die Gleichnisse und sprechenden 
Bilder, durch die die so unendlich verwickelten Vorgänge in 
unserem menschlichen Organismus verständlich gemacht wer 
den, sind frappant. — Der Mensch als Industriepalast, Auto 
und Ohr sind übereinstimmend. Das Menschengehirn als 
Rettichbrvt — können Sie sich das vorstellen? Wohl nicht, 
aber ein Industriepalast, ein Auto, ein Rettichbrvt, wie die 
aussehen und wie sie beschaffen sind, das wissen Sie. 
Aber wie ■ der menschliche Körper, wie etwa das Ohr, das 
Gehirn aussieht und funktioniert, das wissen im 20, Jahr 
hundert die wenigsten Menschen, auch wenn sie sonst mit 
Fug und Recht Anspruch auf Bildung erheben können. 
Wetterbericht. 
Im ganzen genommen ist eine wesentliche Aen 
derung in der Luftdruckverteilung über Europa nicht 
eingetreten. Sehr großen Widerstand setzt das kon 
tinentale Hoch dem atlantischen Tief entgegen, das 
nur über den Britischen Inseln an Raum gewinnen 
konnte. Das Wetter in unserem Gebiet war vor 
wiegend heiter bei Tageshöchstwerten bis zu 16 und 
18 Grad E. Die Lufttrockenheit war für diese Jah 
reszeit überaus hoch, was am besten das starke Ab 
sinken der Luftmassen kennzeichnet. Am stärksten fällt 
der Luftdruck heute über Island und nur schwache 
Ausläufer schwenken über den Aermelkanal nordost- 
wärts. Der Strom feucht-warmer subtropischer Luft 
ist noch immer über Westeuropa nordwärts gerichtet. 
Bei uns wird die Bewölkung stärker werden. 
Ķêeme Moàzchwrà 
Oberlanöjäger Stosfers in Pahlhuste 
blickte am 1. April auf ein 25jähriges Dienst- 
jubiläum zurück, (cz.) — Sein 30jühriges Ge 
schäftsjubiläum beging am 1. April Theodor 
Heesch in Herde, Einkäufer und Leiter der En- 
gros-Abteilung der Firma I. H. Böttcher in 
Heide, (cz.j — Im Alter von 89 Jahren wurde 
nach einem arbeitsreichen Leben die Witwe 
Julie Schmidt aus Meldorf heimgerufen. <cz.) 
Der heutigen Ausgabe unserer Zeitung (Stadt 
auflage) liegt eine Bekanntgabe der Kaufmänni 
schen Privatschule H. Stehn in Kiel bei, auf die wir 
hiermit empfehlend hinweisen. Die Schule H. Stehn 
hat sich auf dem großen, deutschen Wetüchreihen in 
Hamburg und beide Male in Berlin als die führende 
Schule Deutschlands auf bürotechnischem Gebiete er 
wiesen, sie ist übrigens in Kiel die älteste und größte 
Schule ihrer' Art. 
und gewerbetreibender Mittelstand erwarten daher 
endlich eine fühlbare Entlastung und fordern, daß der 
Kreis der Steuerpflichtigen, solange die Kommunen 
noch kein Zuschlagsrecht zur Einkommensteuer haben, 
durch Einbeziehung der freien Berufe erweitert wird. 
Dadurch wird die Gewerbesteuerlast auf breitere Schul 
tern verteilt und für die einzelnen Eewerbesteuerzwh- 
ler verringert. Die freien Berufe aber werden in 
Zukunft aus ureigenstem Interesse gemeinsam mit 
Handwerk und gewerblichem Mittelstand zur besten 
.Kampftruppe für steuerliche Gerechtigkeit. 
Die Stellung des Handwerks ist . also nicht auf 
Mißgunst gegenüber den freien Berufen zurückzumh-' 
reu, sondern entspringt ausschließlich der großen Not 
seines Beruf-standes und der ernsten Sorge um die 
fernere Gestaltung der kommunalen Finanz- und 
Sleuerwirtschaft. 
Es gibt keine moralische Rechtfertigung für die 
Eswerbesteuersreiheit der freien Berufe, sondern sie 
haben die sittliche Pflicht, sich solange an den gemeind- 
lichen Lasten zu beteiligen, wie andere Berufsstäudc 
dazu gezwungen werden. 
Im Vorjahre ist durch das ablehnende Verhalten 
der Fraktionen der Preußischen Arbeitsgemeinschaft 
und des Zentrums der Einspruch gegen die Einbezie 
hung der freien Berufe in die Gewerbesteuer zustande 
gekommen. !. > ■ 
Handwerk und Gewerbe erwarten in diesem Jahre 
von den bürgerlich-politische,, Parteien mehr Einsicht 
und Verständnis für die Not breiter Kreise des gewerb 
lichen Mittelstandes. Sie werden erneut Gelegenheit 
haben' ihre wahren Freunde zu erkennen und sich zp 
ihnen einzustellen wissen. 
Zus«enWlch der lkà. BerSiinde om 
Harnburm SchlŞjehmrlîl. 
Die Genossenschaftliche Viehverwertung Hamburg 
teilt mit: 
„Die Einigungsbestrebungen der landwirtschaft 
lichen Organisationen am Hamburger Schlachtvieh- 
markt haben durch die Zustimmung der 72. Hauptver 
sammlung der Landwirtschaftskammer Kiel nunmehr 
zu einem für die Landwirtschaft bedeutungsvollen Ab 
schluß geführt. Als Verkaufsorganisation der Land- 
wirtschastskammer Kiel. der Hauptviehverwertungsge- 
nossenschaşt Kiel, Zentralgenosienschaft für Viehver- 
wertung Hannover und mecklenburgischen Hauptgenos 
senschaft Schwerin gilt ab 1. April nur noch die Ge 
nossenschaftliche Piehverwectung Hamburg G. m. ü. H., 
der die vorstehenden Verbände als Gesellschafter bei- 
gctreten sind. Zu den beiden bisherigen Verkanfs- 
şirmen Otto Wilckens u. Sohn und Fritz Brandt u. 
Sohn tritt als dritte die Geschäftsstelle der Kieler 
Laiidwirtschaftskammer am Hamburger Schlachtvieh 
markt. Nach Schaffung der Hamburger Verkaufsorga- 
nifation besteht nunmehr an sämtlichen größeren deut 
schen Schlacht'viehmärkten eine einheitliche landwîrt- 
schastliche Verkaufsstelle. 
Das beliebte hannoversche Pserd. 
Hannover, 8t). März. Die bedeutsamen Erfolge 
des hannoverschen Pferdes sowohl in der inländischen 
als auch besonders bei im Ausland abgehaltenen Kon 
kurrenzen sind nicht ohne Wirkung geblieben. Mehr 
fach konnte davon berichtet werden, daß ausländische 
Kommissionen hannoversche Zuchtstuten ankauften und 
mit dem Ergebnis durchweg zufrieden waren. Auch 
in diesen Tagen wieder weilt eine tschechische Kom 
mission in der Provinz Hannover, um 30 Stuten vom 
Tyv des hannoverschen Warmblutpferdes zu erwerben 
und sie außer Landes zu bringen., - 
als das Primäre angesehen werden muß. Die Deutsch- 
nationale Volkspartei wird von der-klaren Stellung 
nahme zur Vieh- und Fleischsrage in dem Programm 
des Rcichsernährunasministeriums Schiele mit ihre 
Stellungnahme zur Regierung abhängig machen. Der 
deutschnationale Abgeordnete deckt damit völlig dke 
Forderungen des Schleswig-Holsteinischen Bauernbun 
des, wie sie der Provinzialvorsitzende Tönnsen in Pin- 
nebcrg zum Ausdruck gebracht hat. 
schreibt man UNS aus Berlin: 
Zum ersten Mal in der neueren parlamentarischen 
Geschichte des Deutschen Reiches hat ein« neue Reichs 
regierung den Mut aufgebracht die Agrarfrage ven 
Platz innerhalb eines Reichs-Regierangs-Plans ein 
zuräumen, den diese Frag« aus außen- und innen 
politischen Gründen sowohl als auch aus außen- und 
innenwtrtschastl'chen Gründen einnehmen muß. Diese 
Tatsache ist io bedeutungsvoll nicht nur für die 
deutsche Landwirtschast, sondern für unsere Eesamt- 
Tvirtschast. daß sie nicht genug unterstrichen und ge 
wertet. werden kann. 
Damit taucht oder auch die Schicksalsfrage das 
.teutschen Bauernstandes auf. Damit wird nämlich die 
Frage akut, wohin der Weg unserer Agrarwirtschaft 
gehen soll. Bon allem wird die Frage zur Entschei 
dung drängen, ob eine Rettung des Ostens möglich ist 
unter gleichzeitiger Erhaltung der landwirtschaftlichen 
Peredelungsw'rtschaft Deutschlands. Es wird ohne 
Zweifel die Frage zu lösen sein, wie zwischen dem 
Osten und dem Westen der Ausgleich hergestellt werden 
soll. Und da mutz es für jeden s-chleswig-holfteinifchen 
Landwirt beruhigend wirken. daß nach den Erklärungen 
eines deutschnanonaien^Reichstags-Abgeordneten aus 
Echleswig-HoK in die Frage der Vieh- und Fleüch- 
«iri-ckmit ^""Herstellung der Rentabilität 
dieser Wirtschaft innerbalb de« neuen Agrarproaramms 
Mm?» MMànķņ, 
Der Bezirksverein West-Schleswig 
des Verbandes Echlesw.-Holst. Kontrollbeamten 
hielt am 29. März im Dahnhofshotel zu Jübek feine 
Generalversammlung ab. Der Vorsitzende I. Vern- 
Ostenfeld eröffnete die Versammlung um 13 Uhr, und 
es wurde zunächst des tödlich verunglückten Kollegen 
und Kassierers Bock-Wester-Ohrstedt gedacht. Als neuer 
Kassierer wurde Kollege Speier-Kotzenbüll gewählt. 
Redner war Dr. Lütow aus Flensburg, welcher es 
verstand, an Hand gutgeglückier Aufnahmen einen 
ebenso interessanten wie lehrreichen Vortrag über die' 
wichtigsten landwirtsch. Betriebszweige zu haben. Bon 
den Anwesenden wurde beschlossen, die Tagungen ab 
wechselnd nach Husum und Jübek zu legen und zwar 
die Tagung nt Husum nach Möglichkeit zusammen mit 
der Vullenkörung des Shorthornzuchtvereins. Ferner 
wurde beschlossen, die Sommertagung in Diderstedt 
abzuhalten. Um 16 Uhr wurde die Versammlung ge 
schlossen. - 'şv , 
Das Handwerk zur Ģêàftehung öer freien Berufe 
in die GewerÄeKeuee. 
Dom Kreishandwerkerbvnd Rendsburg e. V. wird Berufe ausgesprochen. Für die Einbeziehung stimmten 
uns geschrieben: , geschlossen die Vertreter der Wirtschaftspartei und 
Am Freitag hat preußische Landtag in 3. und Sozialdemokraten, 
letzter Lesung die Eesetzentwürs« über die Grundver- Unverständlich und mit ihrer sonst so viel geprie- 
mögenssteuer. Hauszinsstcuer und Gewerbesteuer ver- senen Mittelstandsfreundlichkeit nicht in Einklang zu 
abschiedet. Mit nahezu % Mehrheit wurde dabei dem bringen ist die,Stellungnahme der Preußischen Ar- 
Antrag auf Einbeziehung der freien Berufe in die Ge- beitsgeminschait. Für die Begründung ihres Verhal- 
werbesteuer zugestimmt Aber bereits in den späten tens Hot das Handwerk kein Verständnis. 
Nachmittagsstuiiden sind Hauptausschuß und Fraktionen Die Realsteuern sind durch die nachkriegszeitliche 
des preußischen Staatsrats zusammengetreten, um nun- reichsgesetzliche und landesrechtliche Regelung zum 
mehr von sich aus zü dieser Frage Stellung zu neh- Lieblingsobjekt der kommunalen Steuerpolitik gewor- 
men. Bisher ist in den Sitzungen ein Ergebnis nicht den. Das hat zur Folge gehabt, daß die Realsieuer- 
erzielt worden, jedoch haben der Präsident des Staats- lasten, insbesondere die Gewerbesteuern, überall außer- 
rats. Dr Adenauer. Mitglied der Zentrumsfraktion, ordentlich hoch angestiegen sind und mit den übrigen 
und die Mehrheit der Fraktionen der Preußischen Ar- Steuern und sozialen Lasten den gewerblichen Mittel- 
beitsaemeinschast sich gegen di« Einbeziehung dee freien stand in seiner Existenz geradezu gefährden. Handwerk 
lÜtZo/ 
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