123. Jahrgang.
Sd)leswlg-BolfteînÌfd)e Landsszsîlung
123. Jahrgang.
jlUUUKM.il
Ş Anzeķgņrpreļs: Dļe IVgespattenk Kolsnklzeîļe 23
Reklamen 125 Ofá. ZahliMgszîŗl 14 Tage.
ş FürAufnahnie der Anzeigen an bestimmten Plätzen sowie
g 1 * in den vorgeschrreb. Nummern kann keine Gewähr übe»
nommen, eine Ersatzpflichi od. Haftung b. Nichteinhaltung
S derartiger Bestimmungen also nicht anerkannt werden.
EînzàêàrĢpreļs IS GvlLpsennige.
Schriftleitung und Geschäftsstelle: Rendsburg. Bahnhofsiratze 12/18.
Bezugspreis: Monatlich 2,— Reichsmark einschließlich Bestell- bezw. Abholgeld
Fenisprecher Nr. 2551 — Telegramm-Anschrift: Tageblatt.
Dank-Konten: Spar» und Leih-Kasse, Bankverein A.-G., Beamtenbank, Wirtschaflsbank.
Westholsteinische Bank. Schleswig-Holsteinische Bank und Gemeinde-Sparkasse Büdelsdorf.
Poftşcheeb-Ķonto: Hamburg 16278. Erfüllungsort: Rendsburg.
«oMiwMisamaimK
We» ZshlnņgSNķrzAS «fe« Koņdņr, «Şķît few
Anspruch «ms eine» gewährte» DALetge». Rabatt.
Im Falle Häher« Gewalt Hut der Bezieh« keine« H
Anspruch aus Lieferung od« Nachlieserung da »
Zeitung od« «ms Rückzahlung de» Bazugspreises.
J
n«. 125
Sm!a«, den 30. Mm
Î830
LwikWemz MMimWMe«.
Wirth will die Polizeizuschüsse an Thüringen einstellen, wenn Nationalsozialisten
zu leitenden Polizeibeamten ernannt werden. — Nach privater Ergänzung des amtl.
Berichts übt ein Teil der Länderregierungen im Falle Thüringens Zurückhaltung.
Amtlich wird mitgeteilt: „Unter dem Vor
sitz des Reichsministers des Innern Dr. Wirth
beschäftigte sich die Konferenz der Innenmini
ster, auf der sämtliche Länder vertreten ivarcn,
mit den Grundsätzen für die Gewährung non
Reichszuschiisscn für polizeiliche Zwecke an die
Länder. Der Reichsminister wies einleitend
auf die grundsätzliche Bedeutung der Frage
hin, die von Thüringen durch die Berufung
von Nationalsozialisten in leitende Stellen der
Thüringer Landcspolizei aufgerollt sei. Er
legte die geschichtliche Entwicklung der erwähn
ten Grundsätze dar und stellte fest, daß die
Einstellung von Nationalsozialisten mit dem
unpolitischen Charakter der Schutzpolizei, wie
ihn Absatz 1 Ziffer 6 der Grundsätze ausdrück
lich fordere, unvereinbar sei. Da nach Absatz 2
Satz 1 der Grundsätze das Reich sich zur Zah
lung nur unter der Voraussetzung der nnbe-
üttgten Jnnehaltung der erwähnten Grnnd-
»tze verpflichtet hat, stellte der Reichsminister
es Innern fest, daß
die Gewährung von Reichszuschiisscn an
Thüringen wegfallen müsse, falls das thü
ringische Staatsministerium ans seiner
Absicht beharre, die für leitende Stellen
der Thüringer Polizei in Aussicht genom
menen Nationalsozialisten zu crneuucn.
In der Aussprache wurde von verschiede
nen Seiten der revolutionäre Charakter der
Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpar
tei hervorgehoben und entsprechendes Material
vorgebracht. Es herrschte die einmütige Aus-
fassung. daß den verfassungsfeindlichen Bestre
bungen dieser Partei mit allen zur Verfügung
stehenden Mitteln entgegengetreten werden
müsse. Abschließend richtete der ReichSminister
des Innern an Staatsminister Dr. Baum die
eindringliche Forderung, die beabsichtigte Ein
stellung von Nationalsozialisten in die Thü
ringer Polizei aufzugeben, und erklärte, daß,
falls dieses Ersuchen erfolglos bleibe, er sich
für verpflichtet halte, die Zahlung weiterer
Reichszuschüsse einzustellen, dies um so mehr,
als auch der Verlauf der Aussprache seine
grundsätzliche Auffassung bestätigt habe.
Staatsminister Baum teilte mit, daß die
in Frage stehenden 'Ernennungen unter der
Voraussetzung erfolgt seien, daß der thüringi
sche Landtag, was erst am 24. Juni möglich sei,
die entsprechenden Planstellen bewilligen wer
de. Der ReichSminister des Innern erklärte
darauf, daß er sofort ein förmliches Ersuchen
au das thüringische Staatsministerium richten
werde, seinen Beschluß, soweit Nationalsoziali
sten in Frage kämen, rückgängig zu machen."
Private Ergänzungen
besagen: Soweit der amtliche Bericht fest
stellt, daß die Innenminister der Länder in
Bezug auf die Abwehr Verfassungsfeindlicher
Bestrebungen eine einmütige Auffassung ver
treten, ist den amtlichen Mitteilungen nichts
hinzuzufügen. Wohl aber ist das Kommunique
in Bezug aus die Behandlung des thüringischen
Syezialfalles ergäuzuugsbedürftig. Wie man
hört, haben in dieser Hinsicht die politisch links
eingestellten Länderregierungen, insbesondere
Preußen, den Standpunkt des Reichsinnen-
Ministers nicht nur vollkommen gebilligt, son
dern sogar ein noch schärferes Vorgehen in
einzelnen Punkten gewünscht. Dagegen haben
hch die Innenminister einiger anderer Länder,
deren Negierungen weiter rechts eingestellt
sind,
in der Frage der Behandlung Thüringens
weitgehende Reserve
auferlegt. Man hat in den Kreisen dieser Län
der den Standpunkt vertreten, daß die Verant
wortung für dos Vorgehen gegen Thüringen
vollkommen dem Neichsiuuenminister allein
überlassen bleiben müsse, und daß eine Stel
lungnahme der Länderregierungen zu dieser
Angelegenheit schon um des noch nicht völlig
geklärten Tatbestandes willen nicht in Be
tracht kommen könne. Es wurde ferner betont,
daß durch die allgemeine Zustimmung zu dem
Grundsatz, die Polizei müsse unbedingt ein
sicheres Instrument in der Hand des Staates
sein, kein Urteil über den speziell thüringischen
Fall abgegeben werden könne. Es wurde wei
ter darauf verwiesen, daß z. B. Kommunisten
aus Stellungen im Gemeindedienst nach Ge
richtsurteil der höchsten Instanz erst dann
entfernt werden dürften, wenn sie sich im
Sinne ihres Parteiprogramms betätigt haben.
Ueber nationalsozialistische Beamte liegen je
doch derartige Urteile bezw. Präzedenzfälle
nicht vor. Nach den letzten Mitteilungen von
thüringischer Seite soll es sich bei der Besetzung
von Polizeistellen übrigens nur um ein ein
zelnes Mitglied der Nationalsozialistischen
Partei handeln, und bei diesem soll es sich um
eine Zivilbeamtcnstelle bandeln, bei der cs
fraglich erscheint, ob die Polizeirichtlinien dar
auf anzuwenden sind. Es wurde die Frage
ausgeworfen, ob die Sperrung der Polizcigel-
bcr durch den Rcichsinneumiuister ohne weite
res erfolgen darf, oder ob dafür erst das Ur
teil einer höheren Instanz erforderlich ist,
ivelchc zu entscheiden hat, daß das betreffende
Land sich im Unrecht befindet.
Insgesamt ergibt sich — aus Lern privaten
Bericht — aus der Konferenz der Innenmi
nister der Eindruck, daß allgemeine Einmütig
keit (mit Ausnahme Thüringens) darüber
herrschte, daß nationalsozialistischen Störungs-
versuchen entgegengetreten werden müsse, daß
aber in der Beurteilung des Streitfalles zwi
schen Dr. Wirth und der thüringischen Regie-
rnng zum mindesten ein erheblicher Teil der
deutschen Länder sich einer Stellungnahme für
die eine oder andere Seite enthält.
Der weitere Verlauf der Angelegenheit
wird sich voraussichtlich folgendermaßen ab
spielen: Die thüringische Regierung wird zu
nächst zu dem in Aussicht gestellten formellen
Ersuchen des Reichsinncnministers Stellung
zu nehmen haben, und wenn sie bei den Er
nennungen bcharrt, wird der Reichsinnenmini-
ster die Polizeizuschüssc an Thüringen sper
ren. Bis Mitte Juni ist Thüringen mit die
sen Zuschüsse» bereits versehen. Wenn die
Sperrung dann erfolgt, wird die thüringische
Regierung den Staatsgcrichtshof anrufen, wie
ja auch die Angelegenheit der Schulgebctc vom
Reichsinnenminister an den Staatsgerichts
hof gebracht ist.
385 KoMlsnslrlseln m Iptingen.
Til. Weimar, 29. 5. Im letzten Staatsrat nahm
der volksparteiliche Staatsrat Bauer, Sonderhau
sen, Gelegenheit, auf eine kürzlich in Sonderhau
sen gehaltene Rede des Vorsitzenden der national
sozialistischen Landtagsfraktion, des Abgeordneten
Cauckel, einzugehen. Bauer bezeichnete die Be
hauptung Sanckels, daß die Volkspartei bei der
letzten Regierungskrise mit den Sozialdemokraten
und Demokraten über die Bildung einer Großen
Koalition verhandelt habe, als unwahr. Im
übrigen erklärte er die fortgesetzten Angriffe der
Koalitionsparteien, insbesondere der National
sozialisten, auf die Volksparte: als für die Koa
lition untragbar; wenn hierin nicht ein Wandel
eintrete, könne das Verbleiben in der Regierung
unmöglich gemacht werden. Auch die Minister
Baum und Kästner wandten sich entsicheden gegen
die Art, wie die Nationalsozialisten die übrigen
Regierungsparteien in letzter Zeit in der Öffent
lichkeit angegriffen hätten.
Italiens Politik
in Verbindung mit dem
Vein; «nd VrinMm.
Vorgestern veröffentlichten wir Bilder von dem
wahrscheinlichen demnächstigen König von Ungarn,
dem Prinzen Otto von Habsburg, ältestem Sohn
des letzten österreichischen Kaisers Karl und seiner
Gattin Zita, sowie der italienischen Königstochter
Prinzessin Maria, die als wine Braut vorgesehen
sein soll. Man erinnert sich des Besuchs des un
garischen Ministerpräsidenten in Rom, der dama
ligen gegenseitigen Freundschaftsbeteuerungen —
und beginnt in dem italienisch-ungarischen Heirats
plan ein neues Mittel der italienischen Politik zu
erblicken, über den Donauraum nach dem Balkan
bis zur Türket hin sich Bundesgenossenschaft zu
sichern als Rückenstärkung gegen Frankreich und
Südslavien, sowie zur Förderung der italienischen
Interessen im östlichen Mittelmeer. Es fragt sich,
wie die Kleine Entente sich zu dem ungarischen
Königsplan und seiner italienischen Unterstützung
stellt.
In einem Wiener Brief eines Berliner Blattes
ist über die Königsfrage in Ungarn das Folgende
zu lesen:
Die Kömgsfrage „ruht". Jeder Offiziofus
wird es in Budapest versichern. Sie ruht nicht. Je
der Diplomat wird seiner Regierung berichten —
hat berichtet —, daß man die ungarische Körmgs-
srage als gelöst betrachtet. Es gibt keinen Streit
mehr. Die „freien Köngswähler" haben ihren
Kandidaten verloren. Horthy muß nicht Reichs-
verwefer „auf Lebenszeit" bleiben. Für König
Othon ebnen sich bie Wege wie von selbst.
Am 20. November wird er großjährig und
Familienchef. Es war sehr geschickt von der etwas
ehrgeizigen Erzherzogin Isabella, daß sie und ihr
Gatte, Erzherzog Friedrich, rechtzeitig den nach
Südamerika wandernden Sohn Albrecht nach
Schloß Steenokkerzel bei Brüssel zum Treugelöbnis
sandten. Nicht Albrecht wird die italienische Prtn-
von langer Hand
ungarischen Königsplan.
zefsin auf den ungarischen Thron führen. Es wird
eine andere ehrgeizige Mutter, Zita, den Sohn
nach Budapest geleiten. Die Feit soll für sie und
Othon arbeiten — es arbeiten auch andere für den
„legitimen Evben der heiligen Stefanskrone".
Im Lager der Kleinen Entente herrscht noch
keine Bestürzung, weil ja nicht morgen schon Othon
vom Königshügel die vier symbolischen Schwert-
schläge führen wird. Aber man weiß, daß die
Dinge sich ziemlich unaufhaltsam entwickeln und
daß der alte Ruf: Habsburg bedeutet Krieg! in
Ungarn nicht mehr schreckt. Othon kann nur mit
italienischer Unterstützung kommen, und die wird
er haben. Es gibt kaum noch einen Politiker in
Budapest, auch keinen Diplomaten, der daran zwei
felt. Kleine Entente hier, Italien dort — Habs
burg bedeutet nicht nwhr Krieg. Frankreich ist zu
weit und wird nicht vom Leder ziehen, wenn die
Madjaren durchaus ihren König |akn wollen.
Schließlich müßte doch Italien selbst am meisten
bedroht fein, wenn das Erzhaus zu der Stefans
krone auch die Wenzels- und andere Kronen hinzu-
erwevben wollte. Obendrein wird Otto einen m
Paris geachteten Gönner im belgischen König
haben.
Die Zusammenhänge sind nicht zu unterschätzen.
Nachdem Zita ihre Kinder, im Schutzkreis des katho
lischen spanischen Königshofes erzogen hat, ist sie
etwas näher gerückt, fand die gastliche Freund
schaft einer zweiten katholischen Königsfamilie, in
Brüssel, und zwar in der Nachbarschaft des katho
lischen luxemburgischen Hauses, wo Zitas Bruder
Prinzgeniahl ist. Als her italienische Thronerbe
Umberto sich die belgische Tochter holte, stattete er
der Exkaiserin Zita und Otto einen Besuch ab.
Gilt es in römischen, in faschistischen Kreisen nicht
als offenes Geheimnis, daß die jüngste Schwester
Umbertos Otto zugedacht ist?
Mag es auch hier und da ein Dementi geben
— diesmal istdie Idylle nicht rmgaihscher Phantasie
entsprungen: die reizende Maria Francesca Anna
Romana ist am 26. Dezember 1914 geboren, Franz
Josef Otto am 20. November 1912 — sie passen
dem Alter nach gut zueinander. Zita war 19 Jahre
alt, als sie Karl heiratete. Es können auch noch
etwas mehr als drei Jahre vergehen bis zur Hoch
zeit Ottos.
Die Ungarn sagen sich: Erlaubt man uns den
König, dann ist dies das sicherste Zeichen, daß es mit
dem äußeren Druck, mit der Bedrohung durch bi«
Kleine Entente vorbei ist! Aber Horthy? Die
LegitimiFen haben aufgehört, ihn als den Feind zu
betrachten, sagen, daß er an dem Sohne Otto gut
machen kann, :vas er an dem Vater Karl mit Ka
nonenschüssen bei Momorn gesündigt (mißglückter
Putschversuch des Exkaisers von: 21. Oktober 1921).
Heute sitzen die Erzherzoge und Erzherzoginnen bei
offiziellen Feiern in der Nachbarschaft des Verwe
sers. Friede, morgen Freundschaft.
"Aber Othon muß ungarischer Herrscher sein.
Von der Doppelmonarchie will der aus Krieg und
Vorkrieg reichlich gewitzigte Madjare nichts wissen?
Othon habe eine gut ungarische Erziehung genossen,
und das ist wahr — der ungarische Adel hatte ihn
in Spanien, wie jetzt in Belgien mit Erziehern
und Kavalieren versorgt. Als Albrecht sich mel
dete, war Graf Joseph Eziraky zugegen, der sofort
nach Budapest fuhr, um zu berichten, daß der Erz
herzog Albrecht Otto als Oberhaupt der königlichen
Familie anerkannte und sämtliche daraus entsprin
gende Verpflichtungen dem Staatsoberhaupt gegen
über übernahm, so wie dies die Pragmatische Sank
tion und das Hausgesetz vorschreiben.
det NeichMg In Ferien.
Im Reichstag wurde am Mittwoch die Aus
sprache über den Haushalt des Neichswirtjchafts-
ministeriums abgeschlossen. Von der Regierung
wurde mitgeteilt, daß ein Gesetzentwurf über das
Zugabewesen in Vorbereitung sei. Bei den Saar-
verhandlungen werde die Regierung dafür ein
treten, daß die Saargruben ungeteilt wieder in
den Besitz des Reiches bezw. Staates kommen.
Die Abstimmungen wurden vertagt. Der Reichs,
tag ging bis zum 16. Juni in die Ferien.
Keine WstsMznliche Partei.
Tie Verhandlungen zur Schaffung einer bür
gerlichen Arbeitsgemeinschaft gescheitert.
Wie die „Kölnische Zeitung" meldet, ha
ben die Bemühungen um die Schaffung einer
staatsbürgerlichen Partei, die bis zum heuti
gen Tage hinter den Kulissen fortgesetzt wor
den sind, zu einem negativen Ergebnis ge
führt. Beteiligt waren an diesen Berhanb-
lunge der Führer der Deutschen Volkspartei,
Dr. Scholz, der demokratische Parteivorsit-
zende Koch-Weser, der Führer der Wirtschafts
partei, Drewitz, und von den BolkSkonseroa-
tiven der Abgeordnete v. Lindeiner-Wildau.
Die Einladung zu diesen Besprechungen war
von Dr. Scholz ausgegangen. In diesen Be
sprechungen zwischen den Parlamentariern
handelte es sich vor allem um die Schaffung
einer parlamentarischen Arbeitsgemeinschaft
mit^dem Ziel, zu einem späteren Zeitpunkt,
also etwa bei einer Auflösung des Reichs
tags, diese Arbeitsgemeinschaft auch außer
halb des Parlaments zur Schaffung eines
Parteigebildes fortzusetzen.
Der Vertreter der Demokraten erklärte
sich nach der Parteitagnng in Halle zwar be
reit, an den Besprechungen teilzunehmen, sah
sich aber nicht in der Lage, einer Arbeitsge
meinschaft mit anderen Parteien beizutreten.
Von den Volkskonservativen gaben von Lind-
einer-Wildau und Treviranus die Erklärung
ab, daß sie selbst durchaus nicht abgeneigt
seien, an der parlamentarischen Arbeitsge
meinschaft sich zu beteiligen, daß jedoch die
Landvolkvcrtretung, mit der sie in Fraktions
gemeinschaft stehen, eine solche Verbindung
ablehnt.
Darauf mußten die Besprechungen über
die Schaffung einer parlamentarischen Ar
beitsgemeinschaft als gescheitert angesehen
werden« 'i