Full text: Drei Fälle von Kaiserschnitt

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Der Darm verhält sich ganz ruhig. Die Narcose verläuft gut. 
Rhythmische Contractionen werden an dem blossgelegten Uterus 
nicht beobachtet. Yon einem Contractionsringe ist nichts wahr 
zunehmen. Ein Gummischlauch wird ganz lose um die Cervix: 
gelegt und mit Köberle zusammengehalten. Hierauf erfolgt in 
der Mitte zwischen Tuben an Sätzen der Uterusschnitt, 15 cm 
lang, von Fundus beginnend abwärts; er erreicht unten gerade 
die Grenze der festen Peritonealhaftung, die eine Handbreit über 
der Symphyse sich befindet. Nachdem der Schnitt an einer Stelle 
auf die Eihäute gelangt ist, wird er auf der Hohlsonde überall 
bis auf diese vertieft, der Eihautsack eingerissen und das Kind 
an dem zunächst liegenden Steissende entwickelt und abgenabelt. 
Bei der Incision mässige Blutung, während der um die Cervix 
gelegte Schlauch nur etwas angezogen wurde. Derselbe wird nun 
geknotet. Der Uterus contrahiert sich in inässigem Grade, bleibt 
aber schlaff; seine grösste Wanddicke zeigt er in der äquatorialen 
Partie. Er wird nun bei noch haftender Placenta (an der hinteren 
Wand) invertiert. Die Ränder der Placenta treten stark hervor. 
Bei der vorsichtigen Ablösung der Placenta mit der Hand zeigt 
sich, dass die Placenta an ihren Rändern mit der üteruswand 
zusammen hängt, in der Mitte dagegen durch einen Bluterguss 
von einigen Centimetern Dicke schon abgelöst ist. Placenta und 
Eihäute werden manuell vollständig entfernt, einige lockere Fetzen 
und Wülste der im übrigen fast ganz glatten und fest haftenden 
Decidua mit Stielschwämmen abgestreift. Die Innenfläche des 
Uterus bis in das untere Segment hinein wird mit Sublimatwasser 
ausgewischt. Uterus reinvertirt. Hierauf Uterusnaht mit Chrom- 
säurecatgut. Nur der oben dünnere Teil der Wunde wird in 
einfacher Schicht und zwar mit 8 tiefgreifenden musculoserösen 
Knopfnähten genäht, der übrige Teil dagegen in 2 Etagen, ebenfalls 
mit Knopfnähten. Diese liegen alle in Abständen von Vs bis 1 cm 
und gehen innen dicht am Rande der Decidua ein und aus. Die 
obere Nahtreihe correspondiert mit den Mittelpunkten der Naht- 
interstitien der unteren. Es folgt schliesslich eine fortlaufende 
Catgutsutur, welche die 7ioch klaffenden Serosaflächen in Falten 
aneinander näht. Nach Entfernung des Schlauches blutet es nur 
aus dem unteren Wundwinkel und aus einigen Stichcanälen ein 
wenig. Die Blutung wird durch einige nachgelegte Suturen 
gestillt. Der Uterus bleibt trotz fortgesetzter Massage schlaff, 
contrahiert sich höchstens nur partienweise Bessere Contractionen
	        
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