As PŞ iitiernotlonale
IlķAÄKWINêN.
Ş-î Inhalt der getroffenen Vereinbarungen.
Die Verwaltung der Küchenmeisters Inter
nationale My. voor Accoustiek zu Amsterdam gibt
folgendes bekannt:
Zwischen der Küchenmeistergruppe und den
deutschen elektrotechnischen Konzernen AEG. und
Siemens & Halske (Klangfilrn) einerseits und den
amerikanischen elektrotechnischen Konzernen Elec
trie Research Products Jncorp. fWestern Electric)
und RGA. Photophone tRadio Corp. of America)
und den wichtigsten amerikanischen Tonfilmproöu-
zenten andererseits wurde auf der Pariser Konfe
renz Uebereinstimmung erzielt, die in einem be
sonderen Vertrage niedergelegt wurde.
Der endgültige Vertrag umfaßt somit:
Die Verteilung des Weltmarktes in Gebiete,
wo nur eine der beiden Gruppen auftritt, und in
Länder, in denen beide Gruppen auf der Grund
lage eines Patentfriedens in freier Konkurrenz
miteinander arbeiten,
einen umfassenden regelmäßigen Austausch der
Patente und jetzigen und zukünftigen Erfahrungen
auf dem gesamten Gebiete der Tonsilmerzeugung,
die Beendigung aller zwischen beiden Parteien
noch schwebenden Prozesse,
die Feststellung allgemeiner Lizenzen und
Rechte,
die Einführung der „Interchangeability" auf
der ganzen Welt, damit alle Filme auf allen Ap
paraten vorgeführt werden können.
Die Küchenmeister - Tobis - Klangfilm - Gruppe
hat als „exklusives" Operationsgebiet, bei dessen
Abgrenzung ihre gegenwärtige Patentposition in
Europa maßgebend war. die folgenden Länder zu
gewiesen erhalten: Hollanö-Nieöerlänöisch-Jnüien,
Deutschland, Danzig, Saar- und Memelgebiet,
Oesterreich, Ungarn, Schweiz, Dänemark, Schwe
den, Norwegen, Finnland, die Tschechoslowakei,
Südslavien, Bulgarien und Rumänien.
Alle Einkünfte, die sich in diesen Ländern aus
dem Vertrieb der Apparate sowie aus den Lizenz
erträgen und anderen Rechten ergeben, kommen
ausschließlich der Küchenmcister-Tobis-Klangfilm-
Gruppe zugute.
In der obigen Verlautbarung wird ferner
noch betont, daß durch dieses nunmehr in vollem
Wortlaut vorliegende Abkommen, dessen Dauer
vorläufig auf 15 Jahre vorgesehen ist, ein Welt
frieden anf dem Gebiete des Tonfilms erzielt
wurde, der die Grundlage .für eine erfolgreiche
Entwicklung der gesamten Tonfilmindustrie und
für die Ausnutzung des gesamten Weltmarktes ge
schaffen hat.
* * »
Sinflelnü te
Modische» Isydstts.
Amsterdam, 12. August, Der führende holländische
Molkereiverband, der Aigemeen Nederlanoschc Zuivel-
bond, von dem die in Holland gegen deutsche Waren
entfachte Boykottļb-owesung ausgeht, hat beschlossen,
diesen Boykott vorläufig einzustellen. Begründet wird
dieser Schritt damit, daß der unmittelbare Anlag zr
der Boykottbewegunz, nämlich die wiederholten Ver
suche, zwischen Deutschland und Finnland zum Ab
schluß eines privaten Butter- und Käielieserungsver-
trages zu gelangen, durch das endgültige Scheitern der
deutschfinnischen Verhandlungen weggefallen 'st. Da
die^ Lage jedoch vorläufig sehr unsicher erscheine, so
heißt es in oem .betreffenden Vresfskommunique, wolle
der Verband einstweilen eine abwart«noe Haltung ein
nehmen und inzwischen mit anderen Interesicnciup-
pen Fühlung suchen, um mr den Fall, daß es -ür"not
wendig gehalten werde, sen Boykott erneut auszu
sprechen, für diese Bewegung dann eine breitere Grund
lage zu haben.
Falsche Kaprtalsanlagen.
Wohl jeder Mensch wünscht sich, mühelos und rasch
zu kommen. Es wäre falsch, darin etwas Minder
wertiges sehen zu wollen, entspringt doch dieser Wunsch
oft dem Gedanken, sich über die kleinen Sorgen des
materiellen Alltags erheben zu können, um für andere
Werte frei zu sein. Dieses Ziel erscheint so erstrebens
wert, daß mancher nur den Blick darauf gerichtet hält,
ohne acht zu geben, ob der eingeschlagene Weg auch
dahm fuhrt. So finden Apostel von der Art eines
Klante oder Bergmann immer wieder Leichtgläubige,
die ihnen die oft sauer ersparten Groschen anvertrauen
in der Hoffnung, nun den Stein der Weisen gefunden
zu haben
Selbst in Amerika, das wir uns gern als hundert
prozentig von gewiegten Geschäftsleuten bewohnt vor
stellen gibt es immer noch besonders gerissene die es
geschickt verstehen, anderen das Geld aus der Tasche
zu locken. Das hat sich kürzlich wieder herausgestellt,
als einige Investment Trusts mit so lautem Krach zu-
!ammenbrachen. daß das Interesse des New Parker
Eeneralstaatsanwalts wach wurde. Auch in Deutsch
land gibt es solche Unternehmungen, die allerdings
seit einiger Zeit im Verschwinden begriffen sind nach
dem ste große Verluste erlitten haben. Einer dieier
Konzerne operierte mit einer „Finanzzeitschrift" 'in
der er rür sich und keine Wert-papiere geschickt und er
folgreich Propaganda trieb. Nach großen Einbußen
der,Konzern jetzt im Begriff, einen Teil seiner Ge
sellschaften zur die Auflösung vorzubereiten, während
die finanzzeitschrift an ein ausländisches Konsortium
verkauft wurde, das mit ihr anscheknend in der Oes-
jentlichkeit Interesse für kanadische und andere Minen
aktien hervorzurufen versucht.
Für die deutsche Volkswirtschaft kann es nur vons
Nutzen fein, wenn derartige unsolide Unternehmungen!
zusammenbrechen. Zu bellaaen ill ahrr hex SBïuiuû an
Kapital, den nicht nur die Wirtschaft, sondern ebenso
die Betrogenen erleiden. Anscheinend muß es immer
erst zu solchen Verlusten kommen, bevor leichtgläubige
Menschen klug werden. Es chat nicht an Warnungenf
gefehlt, die aber nicht nur ungehört blieben, sondern
oft gerade das Gegenteil bewirkten. Mit immer neuen
Tricks versuchen gewissenlose Elemente auf Kosten eines
vertrauensseligen Publikums ihr Schäfchen ins Trol
len« zu bringen, sei es, daß sie wertlos exotisch« Ak
tien offerieren oder zweifelhafte ausländische Prä
mienanleihen ab-setzen oder ander« Schwindelgeschäfte
betreiben. Wer seine sauer ersparten Groschen an
legen will, wird daher gut tun, mit besonderer Vor
sicht vorzugehen. Je größer die Versprechungen sind,
umso größer ist auch das Risiko, Wer sein Geld bei
einer Sparkasse oder bei einem anderen soliden Geld
institut anlegt, ist dieser Sorgen enthoben. Bei an-
d-er-en Anlagen sollte er sich vorher von diesen Stellen
geraten lassen, wozu Sparkassen und Banken im all
gemeinen bereit sind.
Eine neue Erklärung der
Siemenswerke.
Till. Berlin, 12, August. Zu weiteren Veröffent
lichungen der „B,Z, am Mittag" vom heutigen Diens
tag erklären die Siemenswerke folgendes: Die Direk
tion der Siemenswerke haben in keiner Weise ihren
Angestellten einen erneuten Vorschlag der Kurzar
beit bei Gehaltskürzung um 10 vom Hundert gemacht.
Richtig ist, daß, als dieser von den Arbeitgebern aus
gehende Vorschlag vor fast vier Wochen den Ange
stellten gemacht wurde, der aber wegen des Wider
standes der Gewerkschaften nicht zur Annahme gelangte,
aus den Kreisen der Angestelltenschaften in der Zeit
vom 24. bis 28. Juli zahlreiche Eingaben bei den Di
rektionen einliefen, diese Maßnahmen durchzuführen.
Manche der Eingaben enthielten die Unterschriften
von IM vom Hundert der Angestellten, Die Fcrmen-
leitung hatte die Ueberzeugung, daß mehr als SS vom
Hundert aller Angestellten diese Lösung begrüßt haben
würden. Nunmehr jedoch wurde in einer Betrisbs-
veriammlllng, in der die Gewerkschaften eingrissen, die
Absendung einer gleichen Eingabe verhindert, Da
diese Maßnahmen nur durchgeführt werden können,
wenn alle anderen Angestellten zustimmen, blieb nichts
anderes übrig, als die nunmehr unvermeidlichen Kün
digungen nach Notwendigkeit der einzelnen Werke und
Abteilungen noch vor dem 1, August.
* * *
Kurtaxenhinterziehung Betrug!
Bemerkenswert ist eine Entscheibung des
Hermsöorfer Amtsgerichts, baß. Sie Hinterziehung
der Kurtaxe als Betrug strafbar sein kann. Ein
Gastwirt hatte seine Gäste nicht angemeldet und
dadurch ihnen die Zahlung der Kurtaxe erspart.
Das Gericht erblickt in der Nichtanmelöung das
Verschweigen einer Tatsache in der Absicht, die
Kurverwaltung um die Kurtaxe zu schäbigen. So
wohl Gastwirt wie Gäste, die von der Nichtanmel
öung wußten, sind wegen Betrugs bestraft worden.
* * *
àeA MWMZmOrWsn.
Der mitteldeutsche Metallschiedsspruch von den
Arbeitnehmern abgelehnt.
TU. Halle, 12. August. Die in Käsen tagende
Bezrrkskonferenz des Deutschen Melallarbeiterver-
vanides hat den Berliner Schiedsspruch vom 6. 8.,
bezüglich der Neuregelung der Arbeitszeit in der
mitteldeutschen Metallindustrie abgelehnt und die
Ha-ltung der Organtsatio-nsleUung gebilligt. Die
Arbeitgeber haben den Schiedsspruch angenommen
Preisabbau und Preiserhöhungen.
Preisabbau und Preiserhöhung gehen cm
Reiche lustig nebeneinander her. Kaum hat man
von der Reichsoktion für Wohnungsverbilligung
gehört, als eine neue Mietpreiserhöhung in der
Reichshauplstadt droht. Berlin hat schätzungsweise
am 31. Juli ein neues Defizit von 35—1-0 Millio-
nen RM. Zu seiner Deckung will die Stadt neue
Mietszus chläge von etwa 5 Prozent beim Ober
präsidenten beantragen. Das wäre dann die dritte
Mietsechöhung in'Berlin innerhalb zwei Monaten.
Osthilfengesetz abgeschlossen.
I T.U, Berlin, 12. August. Die Verhandlungen
zwischen dem Reich und Preußen über die Osthilfe
sind am Dienstag in der Reichskanzlei endgültig ab
geschlossen worden. Auch die letzten noch nicht gere
gelten Personalfragen haben nunmehr ihre Lösung
gefunden. Die entsprechenden Vorschläge werden un
verzüglich dem Reichspräsidenten nach Dietramszell
gesandt werden, der die in Frage kommenden Ernen
nungen von dort alsbald vornehmen dürfte.
Die Lage im nordfranzösischen Streikgebiet
unverändert.
TU. Paris, 11. August. Die La-ge im nord-fran
zösischen Streikgebiet ist weiter unverändert. Es
dürfte trotz der Bemühungen des Präfekten des
Norddepartements kaum zu Verhandlungen zwi
schen den Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbänden '
kommen. Der Arbeitgeberverband hält, was die
Zahlung der Versicherung anbelangt, an den gesetz
lichen Bestimmungen fest und lehnt eine Lohnerhö
hung ab, da die Lebenshaltungskosten in den dorti
gen Gebieten eher gefallen als gestiegen feien.
66trLlc!et6rmmbor8L
Berlin, den 12. August 1930.
Ware
Weizen per Sept.
Okt.
Dez.
Roggen per Sept.
Okt.
Dez.
Gerste per Sept.
Okt.
Dez.
Hafer per Sept
Okt
Dez.
Berlin Breslau
260
263
270
172
174
183
177
180
186
249
250
257
166
168
178
Hamburg
145
144
145
91
92
97
87
89
91
116
115
113
Amtliche WSHrnnßSknrke.
1 Dollar ...» . .
100 Sän. Kc ' * * '
100 frz. Frank
(Ohne Gewähr!) Geldkurs
12. 8.
4.1815
112.16
16.45
I! 8.
4.181
112.15
16.445
NaeMsrWs.
«NkMiMWll ķttSàMMķ
Dotierungen in RM. für 100 Mk. Nennwert-
'Şcblu^kurse) (Osine Gewähr!)
Banken
Dorinsj. Bank
Dņrtşche Bank
Dfikonto-Gei.
Bank
^eler Bank
Bere'ns^ank
"Wttv Bank
Bankv. *.Sch!.-ş,-
Berkekrs-Akt.
fiba. ^ocbbahn
Lübeck-Büchen er
Kosmos
Dtsch. Ostafrika
Fiensd. D.'Co.
Fleneb. Da. 69
ftbp. Südamer.
Nnvbb Llorch
12.8
177.5
122.7
122.7
122 7
113.5
182.0
125.50
71.00
72.00
60.00
36 00
145.0
85 50
118.
176 5
122.5
122 5
123.0
113 5
182.0
125.50
70.00
72.00
62.00
36.00
145.0
«4.00
Woermann-Linie
^ndustr.-Aklien
Dtsch. Luremb.
<5arv. Berflk 'G
Bssünir-A.G.
Bllq- Elekrr.'G.
^chuckert.E'ektr
Salmon Asbest
8à A.G.
Afşen'Cem.
Breitenb. Etfbr.
Düuaerf. N
Elbfchl..Br.
S-olsten-Br.
Karstadt Rud.
Schlesw.-^. Bk.
12. 8.
60.00
93.00
75.C0
133.5
145 0
1600
145.0
21.00
115.0
1620
91.5o
125.0
118
62 00
92.00
74,75
1340
143.0
15 75
144.(
105.(
21.00
115.0
162.0
91 00
125.0
her VtetskairkchlftoAe
2fas!anf>sttt8eftte m 11.8.1930
Breise umgerechnet in Reichsmark zu je 1000 k»
(Ohne Gewähr!)
Rew-Bork
Weizen:
2. Manitoba
3. Hardwşnter loco
per Mär,
Mais:
Neue Ernte
Roggen:
Western loco Nr. 2
Gerste:
loco Nr. 2
Chicago:
Weizen:
loeo Nr. 2, tzardwinter
per Sept.
Roggen:
loco Rr. 2
per Sfpt.
169 30
156 60
185 60
120 90
143.10
144.25
144 45
104.40
Hafer:
loco Nr. 2, weißer
per Sept.
Mai«:
loco Nr. 2 mixed
per Sept.
Gerste:
malting
Buenos Aires
Wetzen:
per Sept.
Mais:
per Aug.
Hafer:
per Sept,
120.00
118.75
164 10
108.05
129.25
153.45
101 05
71 30
Hamburg, den 12. August 1931
(Ohne Gewähr) Viehhof Sternschanze
SckķîKe- isitb KittberMarÄt
Bericht der Hamburger Notierungskommission.
-(Amtlicher Bericht)
Es wurde gezahlt für 50 kg Lebendgewicht:
a) Beste Fettschweine über 300 Psd, 59—60 JUi
b) MittelschwereWare.. .ca. 240-300 Psd. 60—61 „
c) Gute leichte Ware ... ca. 200-240 Pfd. 62—64 „
d) Geringere Ware ca, 160-200 Pfd, 53 -58 „
e Sauen 50—54 „
Austrieb: 6128
Es wurde gezahlt für 50 kg Lebendgewicht:
al Doppellender — .7LM,
b) Beste MastKLlber 74-80 „
c) Mittlere Ware 66—70 „
d) Geringe Ware 55—62 „
e) Geringste 40 - 45 „
f ) Fresser — „
Austrieb: 1362
Niebüll, 12, August. Dem heutigen Markt Wur
den 40 Tiere zugeführt. Bei schleppendem Handel
wurden für oierwôchişge Ferkel je nach QualiEt 20—25
M bezahlt: ältere Tiere erzieltem etwa 30 jl
Häute — Leder — Schuhe.
Der Rohhäutemarkt verkehrt wieder im fester
Haltung, Die letzten Versteigerungen, -die ziemlich
gut besucht waren, brachten allgemein eine Bofestigung
der H-äutepreise. Wenn auch die Gebote teilweise im
mer noch recht vorsichtig ab^gegeben wurden, so zeig-te
sich doch, diaß die Verwertungen nicht mehr gewillt
sind, zu niedrigen Preisen zu velrkaufen. Bei Kabb-
und Schaffellen war das Geschäft noch umeinheitlich.
Von den Kalbfellen wurden einzelne Lose zurückae--
zogen, bei Schaffellen zogen die für P-elMwecke geeig
neten im Preise an. Am Ledermarkt verlief das Ge
schäft weiter ruhig. Wenn auch Bedarf in Leder aller
Art vorhanden ist, so wird doch nur für den notwen
digsten Bedarf gekauft. Nachdem sich aber die Preise
für Rohware befestigt haben, ist mit billigeren Leder-
preisen nicht zu rechnen. In der Schuhindustrie gehen
die H-erbstaufträge noch zögernd «in.
Hamburg, 12. August. Schweinemarkt. Handel:
Langsam. Bei ruhigem Geschäftsgang konnte das
Angebot durch stärkere Ankäufe der Versand-geMfle
zu nachglSbenden Preisen unterMbracht werden.
Kälbermarkt. Handel: Ruhig, Spitzemtiere über
Notierung bezahlt. Die Zufuhr war der Vorwoche
gegenüber wenig verändert. Die am letzten Markt
erzieltem Preise konnten sich behaupten.
Friedrichsfeldc-Verlin, 12. August. Schweine- und
Ferkelmarkt. Auftrieb: _ 408 Schweine, 440 Ferkel.
Handel ruhig, zum Schluß abflauend. Es wurden ge
zahlt im Engroshandel je Stück in Mark für Läufer-
schweine 4—5 Monate alt 50—75. 3—4 Monate alt
38—50, Ferkel 8—12 Wochen alt 33—38, 6—8 Woche»
alt 28—38, bis 6 Wochen alt 24—28.
Von den Biehmärkten.
Der Auftrieb an Schlachtvieh zu den ersten Märk
ten in dicher Woche war gegeirüber der Vorwoche in
Rindern und Schweinen auf -den meisten Märkte»
höher, in Kälbern und Schafen meist niedriger. Der
Handel verlief teils langsam, teils mittelmäßig.
Schweine wuvden auf dien meisten Märkten wieder
etwas billig>er, während bei Rindern. Kälbern und
Schafen wesentliche PreisändeMng-en nicht M ver
zeichnen sind.
Wochenbericht über den deutschen Schlachtviehmarkt.
Der Auftrieb war bei Schweine« und Schafe»
leicht erhöht, bei Kälbern geringer und bei Rinder»
fast unverändert. Er betrug in der Zeit vom 30. Juki
brs 5, August an den 2« bedeutendsten deutschen
Schl acht v lehmä r kten zuzüglich Husums: Rinder Be
richtswoche 24 725 fVorwoche 24 342), Kälber '21427
(22 698), Schafe 24 202 (22 957),,. Schweine 83 643
(87 880).
Die allgemeine Tendenz war für Rinder ungleich
mäßig, in g>an,zen mittelmäßig. Nur in Köln, Frank
furt und Husum kann man von glattem Verlauf spre
chen. Das Preisniveau blieb ziemlich unverändert.
Der Kälbermarkt war ruhiger, doch zogen die Preise
leicht an, was zum Teil auf verminderte Zufuhr zu
rückzuführen sein dürfte. Der Sch>asmarkt ging leid
lich, doch gaben die Preise etwas nach. Sie liegen
8—10 M per Pfund unter den Preisen zü gleicher Zeit
des Dorjahr-es. Am Schweinemarkt war das Geschäft
wieder ruhliger bei nachgebenden Preisen. Der ganze
Biehmarkt leidet unter der schlechten Wirtschaftslage.
In Norddeutschland war der Rindermarkt leidlich,
nur in Hannover sch^lecht. Husum ze>igte sogar reges
Geischläft, wozu die StützuNlgsaktion beigetragen haben
dürfte. Kälber gingen mittelmäßig, Schafe freund
licher, gaben jsdoch in Husum im Preis nach. Der
Schlweinemarkt verkehrte bei weichenden Preisen in
gedrückter Haltung.
In Berlin war der Rindermarkt anfäŞch «latt,
am Ende der Verichtswoche aber bereits recht lang-
äm. Schafe wuvden langsam, Schweine zuletzt glatt
verkauft. Der Kälbermartt zeigte am letzten' Markt
tage eine leichte Belebung.
In Sachsen ging der Rindermarkt mittelmäßig, in
Dhemnitz schlecht. Der Kälbermarkt war ruhig, ebenso
der Schafmarkt. Für Schweine ist die Tendenz'gedrückt.
Auch im Rhctn-Ruhrgcbiet war der Schweinemarkt
schlechter Die übrigen Gattungen wurden mittelmä-
zig gehandelt, nur Köln lebhaft.
In Süddeutschland war der Rindermavkt teilweise
etwas freundlicher. Auch Schafe wurden leidlich ver
kauft, doch war der Markt für Kälber und Schweine
gedrückt. Schweine gingen nur in Stuttgart und
München zuletzt etwas besser.
.ohne Ge^h*, Deutsche Schlachtvlelimirkte
Kammernotierun;; Berlin am Markttage. Notierung 1. u. 2. Qual. Preise für I Pfd. Lebendgewicht in Goldpfg. (Die Notierungen bleiben bis zum nächst. Markttage stehen
Markt
Datur
Köhe
. Kälber
’• „
. Schafe
• „ .............
. Schweine
bauen
Hamburg
12 3.
74-80
59— 60
60— 61
50—54
3. 3.
74-80
60-61
61—63
50—56
Bremen
Magdeburg
Stuttgart
12. S,
54-56
50-52
45—48
41-44
»
S. 3. j 12. H. S. S 13. 8. S-. 3.
Kiel
Berlin
j
Leipzig
12. S. S. 3, 12 8
55-57 S 50-53 53-57 54-58 55—58 51—55 51-55 61—62
54-56
50—53
45—48
41-44
73-78
62-66
3. . I 11, 8. 8. 8.
36-60
50—55
48—52
42-4/
56—61
50—55
48—53
42-47
51-53
48—50
42-48
32-40
52—53
48—50
42-48
32—40
70-80 68—78 70—73 70-76
55—60 55—60
60—64 68—70 I 66—67 69—71
62 o5 69—72 j 66—68 70-72
55—60 60—64 | 50—56 52-58
47-50
45—48
44—49
37—44
68-78
55—62
61—62
Ol —62
46-49
44—47
44—49
37—44
58—59
56-57
45-50
39-43
56-58
54—56
43—47
37-41
60—63
55- 59
56— 58
50—55
50-54
42—49
60—63
55—59
55—58
50-54
50—54
42-49
62—72 68 -74 68 -75 70 -75 63 -69
55—62
62-63
62-63
35—52 35—52
54—65
64-67
58—60
58-64
62 -64
64-66
66-70
60—64
62—66
63—65
35—66
60-64
02-66
67— 68
68— 70
56-58 62-63 58—62 62—66