Full text: Newspaper volume (1930, Bd. 3)

Ruf Wch Sammlung m dem Kreise 
Schleswig. 
Der Ruf zur Sammlung des Bürgertums ist 
auch von Persönlichkeiten des Kreises Schleswig 
aufgenommen worden. In einem „Untergang 
oder Rettung?" überschriebenen Anspruch fordern 
die Unterzeichner, eine stattliche Anzahl bekannter 
Persönlichkeiten aus Schleswig, Kappeln und Sii- 
Lerbrarup, mit allem Nachdruck von den Führern 
der bürgerlichen Parteien Schleswig-Holsteins: 
1. sich unverzüglich auf der Grundlage des ge- 
me>.samen Grenzlandschicksals zusammenzufin 
den, 
1. die aus dem Volke, von unten her, leidenschaft 
lich erstrebte Sammlung weiter zu fördern und 
nicht mit schönen Worten, sondern mit der Tat, 
auf weite Sicht in Angriff zu nehmen, 
3. außer einem als selbstverständlich vorausgesetz 
ten bürgerlichen Nichtangriffspakt eine weit 
fassende Listenverbindung möglichst vieler Par 
teien im Wahlkreis Schleswig-Holstein zu schaf 
fen, aus der sich eine große starke Einheitsfront 
entwickeln könne. 
Würllemderg brachte fscllg, rms in 
Berlin mißlang. 
WTB. Stuttgart, 13. Aug. Der Wahl 
verband Württemberg der Deutschen Bolks- 
partei hielt hier einen Vertretertag ab, der 
aus allen Teilen des Landes sehr stark besucht 
war. Der Vertretertag hatte die Aufgabe, 
über ein mit der Staatspartei abzuschließen 
des Wahlabkommen zu entscheiden. Gegen 
eine kleine Minderheit wurde eine Ent 
schließung angenommen, wonach die Vertre 
terversammlung mit Rücksicht auf die beson 
nen Verhältnisse m Württemberg und auf 
die Bedürfnisse der württembergischen Lan 
despolitik die Aufstellung einer gemeinsamen 
Liste mit der Deutschen Staatspartei für zweck 
mäßig hält und die Landesparteileitung be 
auftragt, die weiteren Verhandlungen über 
die Aufstellung der Liste in diesem Sinne zu 
führen. 
Ģesrg Betnlötö mb Gchltteis 
M s&am 1. 
Der „Vorwärts" weiß zu berichten, daß der ge 
stern mitgeteilte Beschluß der Mehrheit des Aktions 
ausschusses der Deutschen Staatspartei im Wahl 
kreis Potsdam 1, von dem bisherigen demokratischen 
Abgeordneten Georg Berhavd als Spitzenkandidaten 
abzusehen, mit 20 Stimmen gefaßt worden sei. Es 
handele sich um eine Streichung von der Liste und 
Ersatz Bernhards durch den kürzlich ans der Deutsch 
nationalen Dolkspartei ausgetretenen bisherigen 
christlichen Gewerkschaftler und jetzigen Komba-An- 
gestellten Arthur Adolf. 
Der „Iungdeutsche" bemerkt dazu, der „Vor 
wärts" könne nur durch eine Indiskretion in den 
Besitz dieser Nachricht gekommen sein. Es sei zu 
treffend, daß die Kandidatur Georg Bernhards mit 
zwei Drittel Stimmenmehrheit abgelehnt und Artur 
Adolph als Spitzenkandidat dieses Wahlkreises ge 
wünscht wurde. 
Die „Dossische" von heute morgen erklärt Öie 
Spltz en kandidatur für den Wahlkreis Potsomn 1 
noch offen. 
Die Reichsliste der Staatsparter 
wird mit folgenden Namen beginnen: Reichsminister 
Dr. Dietrich, Otto Bornemann, Frau Dr. Bäumer. 
Außerdem steht Winschuh an sicherer Stelle oer 
Reichsliste. 
»»I«'" — 
Die Verwilderung des politischen Kampfes der Extreme. 
W-chttchlZcht in MirKLerg 
mit 65 bis 70 Verletzten, darunter 19 erheblich Verwundete. 
w-b. Nürnberg, 14. August. Gestern abend 
fand eine von den Kommunisten nach dem Her 
kules-Velodrom einberufenen öffentliche Versamm 
lung statt, zu der alle Parteien aufgefordert wor 
den waren. Die Nationalsozialisten hatten sich 
zahlreich eingefunden. Von den Kommunisten 
sprach Remmele. Als er den nationalsozialistischen 
Führern vorwarf, daß sie zu hohe Gehälter in 
ihre Taschen fließen ließen, antwortete ein Nati 
onalsozialist, der Kommunist Büchs habe 100 000 
Reichsmark veruntreut. Remmele erwiderte, diese 
100 000 Reichsmark hätten zur Unterstützung der 
Partei Verwendung gefunden. 
Ueber die dann einsetzende Schlägerei gehen 
die Aussagen auseinander. Nach einer Version 
soll vom Podium aus mit Viergläsern nach den 
nationalsozialistischen Führern zuerst geworfen 
worden sein. Daraufhin entwickelte sich eine regel 
rechte Schlacht zwischen Kommunisten und Natio 
nalsozialisten mit Biergläsern, Stuhlen und ab 
gebrochenen Tischbeinen. Da die Ausgänge ins 
Freie den drängenden Versammlungsteilnehmern 
nicht genügten, kletterte eine große Anzahl aus 
den Fenstern. Zn dem Saal ist nichts mehr ganz. 
Die Polizei griff mit Gummiknüppeln ein, unter 
stützt von der Feuerwehr, die die Kämpfenden 
durch kräftige Wasserstrahlen trennte. Die Schlä 
gerei setzte sich auf der Straße fort, wobei die 
Streitenden Zaunlatten als Hiebwaffe benutzten. 
Die Schlägerei war etwa um IQVi Uhr abends 
im Saal losgegangen, und noch lange nachher 
mußte die Polizei in den angrenzenden Straßen 
und auf dem Bahnhofsplatz mit dem Gummi 
knüppel vorgehen. Insgesamt wurden 63 bis 70 
Personen verletzt, davon 19 schwerer. Die Schwer 
verletzten wurden ins Krankenhaus gebracht. 
Deutschlands jüngster Detektiv. 
Der Gladbecker Schüler Friedrich Buerbaum 
erhielt von der Derteilungsstelle in Düsseldorf 
3000 RM. zugesprochen, weil er durch seine Beob 
achtungen zur Aufklärung des schweren Bankraubes 
in Gladbeck durch die Brüder Heidger verholfen 
hatte. Die Brüder Heidger unternahmen seinerzeit 
häufige „Probefahrten" in der Nähe der Reichs- 
bank. Dabei merkte sich der Schüler Nummer und 
Insassen des verdächtigen Autos. Als der Raub- 
überfall erfolgt war, konnten feine Angaben tat 
sächlich zur Ermittlung des Räubernestes in Essen 
dienen. 
Wie verlautet, befinden sich unter den Verletzten 
auch die drei nationalsozialistischen Führer Strei 
cher, Holz und Lrebel. 
NmW geh! an lie Wahlcessm. 
In einer Versammlung der Wahlkreis 
vertreter der Zentrumspartei von Westfalen- 
Nord wurden als Spitzenkandidaten aufge 
stellt: 1. Herold, 2. Stegerwald, 3. Prälat 
Schreiber. Vor der Aufstellung der Liste 
wurde folgender Antrag angenommen: 
„Sämtliche Kandidaten werden nur unter 
der Voraussetzung aufgestellt, daß sie ver 
sichern, mit größter Aktivität für eine Wahl- 
reform einzutreten, die eine enge persönliche 
Verbindung zwischen Abgeordneten und Wäh- , u t ^ 
lern sicherstellt und den Wert der Persönlich- ! genommenheit den Gesichtspunkt zu verdrängen 
leit mehr zur Geltung kommen läßt." > vermag. 
Prälat Schreiber erklärte, daß Reichskanz 
ler Brüning entschlossen sei, eine Wahlreform 
durchzuführen. Minister Wirth fei beauftragt, 
einen Wahlgesetzreform-Entwurf möglichst 
bald dem Reichstag vorzulegen. 
Aber Lerne Heraufsetzrrng 
des Wahlslters. 
Amtlich wird mitgeteilt: Die Mitteilungen 
eines Blattes, daß Reichsinnenminister Dr. Wirth 
eine Wahlreform unter Heraufsetzung des Wahl 
alters plane, sind unzutreffend. Sämtliche Ar 
beiten des Reichsministeriums des Innern in den 
letzten Jahren zur Wahlreform bewegen sich aus 
schließlich im Nahmen der Neichsverfassung (Ar 
tikel 22). 
Müßen KNlel ah. 
In einer nationalsozialistischen Anfrage war 
unter Hinweis auf die Verminderung der Zahl 
der Abgeordneten in Braunschweig, Thüringen 
und Mecklenburg-Schwerin gefragt worden, ob das 
Staatsministerium bereit sei, für Preußen ein 
neues Wahlgesetz vorzulegen. Der preußische Mi 
nister des Innern hat geantwortet, daß die Fra 
gen der Wahlreform für.Preußen zurückgestellt 
werden müßten, bis über eine Reform des Wahl 
rechts im Reiche entschieden sei. 
Mtzvolleres frimMches Weil 
über die Rede Treviranus'. 
Ein Leitartikel der Pariser linksbürgerlichen 
„Volonte" nimmt in entschiedener Weise gegen die 
maßlosen Uebertreibungen und Ausfälle der fran 
zösischen Nationalisten nach der Rede Treviranus' 
Stellung. Es sei, schreibt das Blatt, nicht unbe 
greiflich, daß Deutschland die Aufhebung des Kor 
ridors verlange, so wie Frankreich nach 1870 die 
Rückkehr Elsaß-Lothringens gewünscht habe. Und 
wenn man den Ton der deutschen Rede von 1930 
mit dem Ton der französischen Rede von 1880 ver 
gleiche, so müsse man gerechterweise feststellen, daß 
die deutsche verhältnismäßig sogar eine anerken 
nenswerte Zurückhaltung an den Tag lege. Auch 
ein ausgesprochen konservatives Blatt wie der 
der „Avenir" fordert die französischen Rationa 
listen zur Mäßigung auf. 
Die Ueberzeugung eines französischen Gelehrten. 
In dem Verlage von Gerhard Stalling, Ol 
denburg i. O., erscheint in Kürze das Buch „Les 
frontieres orientales de l'Allemagne" (Die öst 
lichen Grenzen Deutschlands) von Professor Rene 
Martel von der Pariser Sorbonne, in deutscher 
Uebersetzung von Wilhelm Scheuermann. Der 
französische Slawist schildert, wie die Bildung des 
polnischen Korridors in Versailles als Verlegen 
heitslösung zustande kam, und kommt zu dem sehr 
bemerkenswerten Schluß: Die heutigen Ostgren 
zen sind unhaltbar für Deutschland ebenso wie für 
Polen. Heute kann Europa den Frieden noch ret 
ten, wenn es das begangene Unrecht wieder gut 
macht — morgen ist es vielleicht zu spät! 
Der Pressedienst der konservativen Volkspartei, 
also der Partei Treviranus', macht auf die Ver 
nachlässigung der Rede Treviranus' in der H u - 
g e n b e r g p r e f s e aufmerksam. Das spricht wohl 
dafür, daß nicht nur links parteipolitische Vorern- 
Deutschland und das italienisch, 
französische Zwischenspiel. 
Italiens Kräftegruppierung 
gegen Frankreich. 
Es bestätigt sich, daß zur Zeit in Ergänzung 
des zwischen Rußland und Italien geschlossenen 
Zoll- und Handelsabkommens in Rom und Mos 
kau durch die beiderseitigen Botschaften Fühlung 
wegen etwaiger Erweiterungsmöglichkeiten der 
Beziehungen auch in politischer Hinsicht gepflogen 
werden. Italien verlangt allerdings spezielle Ga 
rantien über einen russischen vollständigen Ver 
zicht auf jede Propaganda kommunistischer Art. 
Zugleich hört man von einer diplomatischen Jn- 
teressennahme Ungarns und Bulgariens an diesen 
Besprechungen, wobei sowohl das bestehende ita 
lienisch-ungarische Freundschaftsverhältnis als auch 
die für die Valkanstaaten durch den neuen Donau- 
Agrarblock bezw. seine bisherigen Vorläufer ge 
schaffene neue Situation solche Verständigung un 
tereinander erleichtert. In diesem Zusammen 
hang weist man an unterrichteter Stelle tn Rom 
auch auf die bereits laufenden türkisch-griechisch 
italienischen diplomatischen Verhandlungen hin, 
welche alle eine Verständigung über die Adria- 
und Mittelmeerfragen ebenso wie die wirtschafts 
politischen Probleme zum Gegenstände haben. 
Sicher ist jedenfalls, daß die italienische 
Außenpolitik zur Zeit eine erhöhte Aktivität ent 
wickelt, die bis dahin noch völlig labile Rachkriegs- 
situation in Europa im Sinne einer Zusammen 
fassung der Kräfte im italienischen Sinne zu ver 
suchen. Solche Ansätze, die alle ihre Wurzel in 
der imperialistischen Politik Frankreichs seit 
Kriegsende haben und zu deren Auswirkung man 
selbstverständlich auch die erwähnten wirtschafts- 
politischen Zusammenschlüsse im Donauhecken zu 
rechnen hat, sind bekanntlich von Italien schon 
mehrfach angebahnt worden. Aufgabe der deut 
schen Außenpolitik müßte es fein, unter dem Ge 
sichtspunkt der Revision der Friedensverträge und 
der Sicherung des europäischen Friedens die ver 
schiedenen» gegen die französische Hegemonie gerich 
teten politischen Kombinationen mit besonderem 
Interesse zu verfolgen und zu beeinflussen. 
In einem römischen Bericht der „Reuen 
Züricher Zeitung" wird die große politische Be 
deutung des kürzlich abgeschlossenen Handelsab 
kommens zwischen Sowjetrußland und Italien un 
terstrichen. Das Blatt weist darauf hin, daß als 
Widerpart des französischen Nachkriegssystems in 
Europa sich ein neues „italienisches System" her 
ausbilde, das den engen Zusammenschluß der vom 
Versailler Friedensdiktat benachteiligten Staaten 
zum Ziels habe. Dieses italienische System habe 
sich bisher lediglich auf den Balkan und einen 
Teil der Donauländer ausgedehnt,- dis Richtung 
weife jedoch jetzt klar und eindeutig auf Berlin 
und Moskau. Eins politische Blockbildung im 
Dreieck Rom—Berlin—Moskau ergebe ein über 
legenes Gegengewicht nicht nur gegen das fran 
zösische Hegemoniesystem, sondern auch gegen die 
Briandsche Paneuropaidee. 
Äer MapilàMS als ZàhAsģà. 
Wie aus Madrid verlautet, soll die spanische 
Regierung beabsichtigen, das Petroleummonopol 
in Spanien abzuschaffen. Diese Absicht wird damit 
begründet, daß die Standard Oil Co. in diesem 
Fall der spanischen Regierung eine zinslose An 
leihe von 1 Milliarde Goldpeseten angeboten 
habe, deren Rückzahlung durch einen Zoll auf 
Brennstoffs und Oele ermöglicht werden soll. 
In Spanien kommt's also ähnlich wie bei 
uns. Der Staat handelt mit einem Monopol — 
in Deutschland war's das Zündholzmonopol —, 
um Geld in seine Kasse zu erhalten. Die Standard 
Oil Eo., die natürlich ihrerseits auf das Monopol 
spekuliert und die Zollzahlung der Konkurrenz 
überläßt, wird gewiß „richtig kalkuliert" haben, 
d, h. sie wird ein Geschäft machen. 
ln wenigen Zeilen 
Der Lappoführer Kosola ist von seiner 
Krankheit genesen und wird an einer Lappo- 
besprechung in Tammerfors tpilnehmen. Der 
Bund der finnischen Frontsoldaten des Frei 
heitskrieges hat beschlossen, eine Sammlung 
als Nationalgabe für Kosola vorzunehmen. 
König Feisal, der in Paris eingetroffen 
ist, richtete an Hindenburg ein Abschiedstele 
gramm. 
Der Bruder des Kaisers von Japan, 
Prinz Takumatsu, ist im Verlauf seiner 
Europareise in Bremen eingetroffen. 
Beschossen haben sich gegenseitig ein über 
estländischem Gebiet erschienenes russisches 
Flugzeug und ein estländisches Küstenwacht 
schiff. Das Flugzeug soll getroffen worden 
sein, es ging auf russischer Seite steil nieder. 
Kanzler Brüning meinte im Gespräch mit 
politischen Freunden, daß die Neuwahlen eine 
Mehrheit für die Richtlinien des Reichskabi 
netts ergeben würden. 
LŞ WMWHŞll. 
35 M ychMWZmMel- 
MWslMg srkrMkl. 
kw. Preetz, 14. August. (Eig. Drahtber.) 
Im Erholungsheim Bredeneek bei Preetz erkrankte» 
35 Personen, und zwar 22 Erwachsene und 13 Kin 
der an Erscheinungen von Nahrungsmittelvergif 
tung. Die Erkrankten sind abgesondert. Ausrei 
chende Krankenpflege steht zur Verfügung. Ein 
weiteres Umsichgreifen der Krankheit ist nicht zu be 
fürchten. — Auf dem Pachthof Wildenhorst bei 
Preetz erkrankte eine Arbeiterfamilie von drei Per 
sonen, anscheinend an Wurstvergiftung. Die Wurst 
wurde vom Arzt beschlagnahmt. 
Rsttêàrîchî. 
Wettervoraussage für den 15. August 1930. 
Für das mittlere Norddeutschland: unbestän 
dig, ziemlich windig und kühl, einzelne 
Schauer. 
ZeMmr ZullekmarN 
vom 14. August 1930. 
1. Klasse 1,39, 2. Klasse 1,27, abfallende 1,11 JL 
Tendenz ruhig. Preise ab Erzeugerstation. Hinzu 
kommen Fracht, Umsatzsteuer, Vermittlungsgebühren. 
NorwerW 
der Landwirtschafts-Kammer für Schleswig-Holstein. 
(Ohne Gewähr.) (Preise per 1 Pfd. Lebendgewicht.) 
Altona, den 14. August 1930 
A. Ochsen und Färsen. 
1. Vollst, aiisgem. höchst. Schlachtwertes ... 0.56—0.59 
2. sonst, vollfleischige 0,51-0,55 
3. fleischige 0,45-0.50 
4. gering genährte . . 0,38—0,44 
B. Bullen. _ 
1. Lüng. vollst, höchst. Schlachtwertes 0,52—0,56 
2. sonst, oollfleischige oder ausgemäst. fleischige. 0,48—0,53 
3. fleischige 0,44-0,49 
4. gering genährte. 0,30—0,43 
1. 3üng. vollst, höchst. Schlachtwertes .... 0,4v—0,50 
2. sonst, vollfleischige oder ausgemästete. . . . 0,38—0,44 
3. fleischige I 0.27 -0 37 
4. gering genährte............ 0.16—0.26 
v. Schafe. (Weidemast) 
1. Beste Mastlämmer und jung. Masthammel. 0,57—0,59 
2. Mittlere Mastlämmer und gut genährte Schafe 0,43—0,54 
3. Mäßig genährte 0.42-0,44 
4. Geringe Schafe. ............ 0,15—0,28 
Zufuhr: deutsche Rinder 2279, dänische 364; ins- 
samt 2643; darunter 709 Ochsen, 336 Bullen, 403 Fär 
sen, 831 Kühe, 1721 Schafe. Marktverlauf: Rinder 
mittelmäßig, Schafe langsam. 
* * * 
Ich Husum. 14. August. Wocheirmmckt. Butter 
1.65—1.78 Hühnerei 10 F. 
th. Husum, 14. August. Dem Ferkekmarkt waren 
644 Ferkel zugeführt. Der Handel war mittelmäßig- 
Beste schwere Ware galt 22—29 Ji. mittlere 20—24 
Ji, geringere 17—20 M. Schwere Ware nach Gewicht 
68 bis 70 J,, leichte Ferkel 70—80 4. Ausnahmetiere 
über Notiz. 
Letzte RottekWgen m DonnerMg-MaM 
Hamburg, den 14. August 1930 
Getreide sPreiss in R-« per 1000 Kg.) 
Weizen franko Hamburg 75/76 kg-neue 
Weizen ab inland. Station 
Roggen franko Hamburg 70/71 k« neue 
Roggen ab inland. Station neue Ernte 
Winter-erste ab inland. Station -neue 
Sommergerste ab inland. Station 
Donaugerste.wgfr.Samburg.loko unoerz 
Kanada Western III - Gerste prompt •• 
Hafer franko Hamburg 
Hafer ab inland. Station 
La Plata Mais 
Futtermittel (Preise in R-4l per 60 Ka. ptPt. 
264.00—266.00 
252.00—254.00 
163,00—165.00 
151.00—153.00 
200.00—204.00 
204.00—220.00 
102.00—104.00 
200.00—202.00 
188.00—190.00 
Weizenkleie.inländ. 
Weizenkl.. int. mgr. 
Roggenkleie, inl. •• 
Brastl-o.LaPlatakl. 
Bras.-o.LaPl.-Poll. 
Ehile-Kleie 
Ehile-Pollards 
3.85 
4.25 
3.95 
4.80 
4.25 
5.25 
5.35 
Palmk. Sarb.-Wilhb- 
Kokoskuch. „ 
Ravskuch. „ 
Erdnutzknch-, 
Leinkuchen „ 
Reisfu.-Mehl 24^28% 
Soya-Schrot 
5.25 
7.35 
5.25 
7.30 
8.80 
3.65 
7.35 
Mehl (Preise in R-4l per 100 Kg.) 
Anszugmehl hies. Mühlen 
Bäckermehl hies. Mühlen 
6o°/o Roggenmebl hies. Mühlen 
Roggengrobmehl bi ei. Mühlen 
Tendenz: Gelnide ruhig, 3ttU*nniU*l stetig, M«hsruh>g st<fsg 
47.50 
42.— 
31.25 
23.-
	        
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