Lateinamerika wehrt sich gegen Den BsAar-
Zmperialiswns Rssfevelts
Front gegen Washingtons Politik anf der Panamerikanischen Konferenz von Lima.
Von unserem Mitarbeiter in Buenos Aires Arribeno.
prn. Buenos Aires, 10. Dezember.
Der Panamerikanismus ist eine Frucht der
berühmten Monroe-Doktrin, so genannt nach
dem Präsidenten James Monroe, der es in
seiner Kongretzbotschaft vom Jahre 1823 als
einen „Grundsatz" erklärtes „worin die Rechte
und Interessen der Vereinigten Staaten ein
geschlossen sind, datz die amerikanischen Konti
nente . . . hinfort nicht mehr als Gegenstände
für irgendwelche künftige Kolonisationen durch
irgendwelche europäische Mächte anzusehen
sind".
Für das Verständnis der ganzen spezifisch
nordamerikanischen Mentalität, ja der Ge
schichte, Politik und Kultur von USA. ist aber
jener andere Abschnitt der Monroe-Doktrin
maßgebend, in dem vom Unterschied der „poli
tischen Systeme" in Europa und Amerika ge
sprochen wird. Europa wurde damals von den
Mächten der „heiligen Allianz" beherrscht, die
Aankees aber stirb stolz auf ihre republikanische
Freiheit: „unsere ganze Nation ist der Ver
teidigung unserer eigenen Regierungsform ge
weiht . . . unter der wir beispielloses Glück ge
nossen. Wir schulden daher der Redlichkeit und
den freundschaftlichen Beziehungen, die zwi
schen den Vereinigten Staaten und jenen
Mächten bestehen, die Erklärung, daß wir je
den Versuch ihrerseits, ihr Regierungssystem
auf irgendeinen Teil dieser Halbkugel auszu
dehnen, als für unseren Frieden und für un
sere Sicherheit gefährlich betrachten würden".
Das ist der Satz der Monroe-Doktrin, von
dem die ganze vereinigte Deutschlandhetze der
USA.-Demokraten und Juden ausgeht. Einst
ehrlich gemeint und Ausdruck eines berechtig
ten Stolzes auf die junge Freiheit, die von den
Nordamerikanern wie von den Nationen La
teinamerikas mit so großen Opfern an Gut
und Blut erkämpft war, wird er jetzt entweiht
und in den Schmutz gezogen als politisches Re
klamemittel der schmutzigsten Geschäftskonkur
renz einerseits, als Verleumöungsmotiv eines
abgrundtiefen Hasses andererseits. Ich darf
dabei voraussetzen, daß meinen Lesern in der
deutschen Heimat die verschiedentlichen, mit
ebenso grenzenloser Anmaßung (man denke
nur an Roosevelts Friedensappell!) als wider
licher Heuchelei vorgetragenen Warnungen vor
der „deutschen Gefahr", vor der „Invasion
des Faszismus" in Südamerika,
wie sie in den letzten Monaten so häufig zu
hören waren und zwar umso eindringlicher, je
näher der Termin der am Donnerstag begon
nenen Lima-Konferenz heranrückte, hin
reichend bekannt sind.
Ein kurzer Rückblick auf die Geschichte der
panamerikanischen „Bewegung" — die es in
Wirklichkeit nie gegeben hat und voraussicht
lich auch nie geben wird — und der Panameri
kanischen Konferenzen läßt erkennen, daß dem
Gedanken des Panamerikanismus sehr enge
Grenzen gezogen sind und daß er, wenn nicht
grundlegende Aenderungen der Weltlage so
wie der sozialen und wirtschaftlichen Struktur
dieses Kontinents eintreten, stets nur zu be
schränkten praktischen Ergebnissen führen
kann,' die einzige sichtbare „Errungenschaft"
panamerikanischer Konferenz blieb bisher das
„Büro der amerikanischen Republiken" (seit
1910 Panamerican Union genannt) in Wa
shington, das „die Entwicklung und Förderung
von Handel, freundlichem Verkehr und gutem
Einverständnis" zwischen den amerikanischen
Nationen zum Ziel hat. Generaldirektor dieser
Panamerikanischen Union ist ein Nordameri-
kamer und der Staatssekretär von USA. ist
statutenmäßig Vorsitzender des Verwaltungs
ausschusses.
Das wirkliche Ziel des Panamerikanismus,
einer Schöpfung des n o r d a m e r i k a n i -
schen Imperialismus, bleibt natürlich
die Einigung ganz Amerikas unter Führung
der Vereinigten Staaten. Und gerade das ist
es, was diejenigen Nationen, die geführt wer
den sollen, nicht wollen: die Staaten Mittel
und Südamerikas.
Der Rio Grande del Norte ist nicht nur
Grenzfluß zwischen USA. und Mexiko, er schei
det auch zwei Kontinente, Nord-Amerika und
Jbero-Amerika. Vom Rio Grande bis zur
Magallanstraße herrscht nur eine Meinung
über den Panamerikanismus: Gott schütze
uns vor unseren amerikanischen
Freunden! Vor den europäischen „Fein
den", die sie uns jetzt wieder an die Wand des
Konferenzsaales in Lima malen möchten, wer
den wir uns schon selber schützen! In der Tat
bestehen zwischen Nord und Süd soviel rassi
sche, soziale, kulturelle und wirtschaftliche Ge
gensätze, daß es der ganzen Anmaßung und des
eingefleischten Imperialismus der Iankees
bedarf, sie diese Gegensätze übersehen oder ge
ringschätzen zu lassen. Darum müssen sie ihnen
von Jberoamerikanern, die den Mut zur
Wahrheit haben, immer wieder zu Gemüte ge
führt werden.
Das hat in herzhafter Weise gerade jetzt, kurz
vor seiner Abreise nach der peruanischen Haupt
stadt Lima, der argentinische Außenminister
Dr. Cantilo besorgt, der in einer Erklärung zu
der letzten Rundfunkrede Roosevelts über ein
allamerikanisches Defensivbündnis gegen Eu
ropa rundweg erklärte, Argentinien habe zwar
für eine amerikanische Solidarität Verständ
nis, es sähe aber keinen Anlaß, den Ge
danken eines a l l a m e r i k a n i s ch e n
Rüstungsabkommens oder Schutz
bündnisses näher zu treten. Schon
im Juli dieses Jahres hat Dr. Cantilo einem
nordamerikanischen Journalisten („New Jork
Post") auf dessen recht eindringliche Anbohrung
betreffs engerer Zusammenarbeit zwischen
Nord- und Südamerika unverblümt Wahr
heiten gesagt und den Amerikanern zu ver
stehen gegeben, daß den Argentiniern —
und das gilt für alle Jbero-Amerikaner —
Europa näher steht als Nordame
rika. Wenn Nordamerika darin eine Aende
rung wünsche, so läge es nur an den Nord-
amerikanern, einen Wandel zum Besseren her
beizuführen.
Es ist dabei besonders zu beachten, daß die
ser argentinische Staatsmann, unter dessen ge
schickter und energischer Leitung die Chaco-
Friedenskonferenz in diesem Jahre endlich ei
nen Konflikt begraben hat, der — nicht ohne
Schuld des nordamerikanischen Wirtschaftsim
perialismus — solange den Frieden in der
südamerikanischen Völkerfamilie störte, in
Lima sicherlich die maßgebendste Stellung un
ter den Vertretern Südamerikas einnehmen
wird. Das entspricht ja auch der Geltung, die
dem fortgeschrittensten Staatswesen dieses
Kontinentes eigen ist. Der Außenminister
Brasiliens, dessen starke Hinneigung zu Wa
shington man selbst in brasilianischen Militär
kreisen schon mit Mißtrauen und Unbehagen
vermerkt hat, wird es unter diesen Umständen
nicht wagen können, sich zum Wortführer einer
Politik zu machen, die den Panamerikanismus
schon von jeher so verstanden hat, wie ihn die
Vertreter der Monroe-Doktrin von Präsident
Monroe bis Roosevelt verstanden wissen wol
len: ganz Amerika den Nordamerikanern!
Diese Politik, die heute so stark unter jüdi
schem Einfluß steht, bedient sich zur Stim
mungsmache für Lima schon seit Monaten des
alten Gauner-Tricks: Haltet den Dieb! Das
nordamerikanische Wirtschaftsimperium trach
tet danach, den Markt von ganz Mittel- und
Südamerika zu monopolisieren. Das wird auch
in Lima wieder versucht werden, aber voraus
sichtlich, trotz der jüdischen Schützenhilfe, nicht
mit mehr Erfolg als früher. Europa liegt den
ļbero-amerikanischen Nationen wirklich näher
als Nordamerika!
Der Streit um den Suez-Kaual
üenden die Völker, deren Schiffe den Suez-
Kanal benützen müssen, noch mehr kopfscheu
zu machen. Es ist die übliche Aufspeicherungs
politik rein privatlich orientierter Aktienge
sellschaften. Weder Italien, noch Deutschland,
noch Holland, noch Japan sind im Verwal
tungsrat vertreten, obwohl alle diese vier
Mächte starke Interessen an einem möglichst
klaglosen und billigen Passieren des Suez-
Kanals haben. Die hohen Abgaben, die die
Gesellschaft von den Schiffen erhebt, haben
schon dazu geführt, daß manche Schiffe den
Weg um Afrika herum oder -durch den Pa
nama-Kanal nach Ostasien einschlagen. Nach
den Häfen von Jtalienisch-Ostafrika wäre
aber der Weg um Afrika oder durch den Pa
nama-Kanal ein allzu großer Umweg. Umso
härter empfindet es Italien, daß es für jede
Tonne Fracht und jeden Passagier eine
Zwangssteuer in Gold zahlen mutz, die seinen
rasch ansteigenden Handelsverkehr mit Ost
afrika schwerstens belastet. Dazu kommt, daß
trotz der enormen Abgaben der Kanal nicht
sonderlich gut instand gehalten ist. An sich
macht die Zunahme des Schiffahrtsverkehrs
eine Verbreiterung und Vertiefung notwen
dig. Aber die Suez-Kanal-Gesellschaft, deren
Monopol zu Gunsten Aegyptens, wie gesagt,
1957 erlischt, will sich um die an sich dringend
notwendigen Ergänzungsarbeiten herum
drücken und diese Aufgabe lieber Aegypten
überlassen, wenn es erst einmal die Erbschaft
antritt. Die unzureichenden Abmessungen des
Kanals legen den Schiffen oft die Notwendig
keit auf, mit der Durchfahrt zu warten, bis
früher angekommene Schiffe ihre Reise ange
treten haben und auch diese Unzulänglichkeit
verteuert erheblich die Passage, obwohl die
happigen Durchfahrtgebühren in blankem
Gold bezahlt werden müssen.
Die italienische Presse hebt mit Nachdruck
die Benachteiligung Italiens in der Verwal
tung des Suez-Kanals hervor. Der Einspruch
gründet sich auf zwei verschiedene Tatbestände:
Einmal steht der Suez-Kanal, der rechtlich
zum ägytischen Hoheitsgebiet gehört und des
sen Verwaltung auch 1957 an Aegypten zu
rückfallen soll, tatsächlich unter englischen
Kanonen. In dem englisch-ägyptischen „Bünd
nisvertrag" vom Jahre 1937 ist ausdrücklich
vorgesehen, daß England nicht nur sein bis
heriges Garnisonrecht in der nächsten Nach
barschaft des Suez-Kanals weiter behält, son
dern es werden auch englische Truppen, die
bisher im Niltal stationiert waren, künftig
hin ihre Standorte an den Suezkanal ver
legen. Schon vor dem Krieg geschlossene Ver
träge sollten aber den Suez-Kanal auch in
dem Sinn internationalisieren, daß er außer
halb kriegerischer Verwicklungen bleibt. Wie
wenig sich die Engländer an diese Abmachun
gen gehalten haben, geht daraus hervor, daß
sie im Jahre 1914 noch vor der Ueberreichung
der Kriegserklärung deutsche Dampfer an der
Weiterfahrt hinderten und später internier
ten. Neben diesem politischen Tatbestand steht
die Beschwerde Italiens wegen der allzu star
ken finanziellen Belastung der italienischen
Schiffahrt. Auch dieser Beschwerdegrund ist ge
rechtfertigt. Die französisch-englische Verwal
tungsgesellschaft erzielt Reingewinne von
70 Prozent des Kapitals. Trotz der enormen
Gewinne, die sie ausschüttet, und der hohen
Beträge, die sie an ihre Verwaltungsratsmit
glieder zahlt, die mit einiger Ausnahme
Engländer und Franzosen sind, hat die Ge
sellschaft enormen Grundbesitz erworben, be
sonders auch in Frankreich. Das geschah, um
nicht durch Ausschüttung märchenhafter Divi-
Das Weltanschauliche Ringen in Rordschleswig
Die letzten Wochen haben in Nordschleswig
verschiedene Anzeichen dafür gebracht, daß
auch dir nordschleswigsche Bevölkerung von
dem weltanschaulichen Ringen der Gegenwart
immer mehr erfaßt wird. Dabei handelt es sich
nicht nur um den bodenständigen Deutschen,
sondern auch um den bodenständigen dänischen
Nordschleswiger, dessen Vorfahren seit Jahr
hunderten den nordschleswigschen Boden be
siedelt haben. Das Vertrauen zu den reichs
dänischen Parteien, die nach 1920 nach Nord
schleswig kamen, ist weithin erschüttert. Es ist
bezeichnend, daß der Generalauditeur Pür-
schel seine erste öffentliche Versammlung, nach
dem er sich von der konservativen Partei los
gesagt hatte, in Nordschleswig abhielt. Und
nirgends hat L. S., jene Organisation ent
täuschter Venstreleute, mehr Mitglieder ge
habt als in Nordschleswig. Für das Suchen
und Tasten nach etwas Neuem, das auf seiten
dänischer Nordschleswiger eingesetzt hat, ist
ein Artikel bezeichnend, den der heimdeutsche
Bauer Hans Hansen-Green in der Montag-
Ausgabe der „Nordschleswigschen Zeitung"
veröffentlicht und der die Ueberschrift trägt
„Unser dänischer Nachbar".
In dem Artikel wird eingangs darauf auf
merksam gemacht, daß die nationale Span
nung in Noröschleswig in der letzten Zeit
stark vermehrt sei, aber noch gebe es viele
Bande, die die Menschen deutscher und däni
scher Gesinnung miteinander verknüpften, die
Familienbande, die Blutsgemeinschaft, die Hei
mat- und Schicksalsgemeinschaft. Die heutige
Zeit mit ihrer politischen Neuwerdung in Eu
ropa, so fährt H. Hansen fort, habe auch in
Nordschleswig eine große Macht über die
Menschen. So ganz hätten sich die dänischen
Nordschleswiger nie in die dänischen Parteien
hineinfinden können. In der Zeit, der Zu
gehörigkeit zu Deutschland hätten sie eine ge
schlossene nationale Front gebildet und nun
ständen sie als parteipolitische Gegner oft ge
geneinander. Oft höre man in der Wahlzeit
von dänischen Leuten den Stoßseufzer: „Ach,
wäre es doch wie früher!"
Die scharfe wirtschaftliche Krise habe ein
übriges getan. In dem erbitterten Kampf um
die Scholle hätten oft dänische und deutsche
Nordschleswiger in einer Front gestanden.
Viele dänische Nordschleswiger seien Kriegs
teilnehmer und seien im harten nationalen
Kampf gestählt. Sie bäumten sich mit ganzer
Kraft auf gegen das Schicksal, daß sie zu er
schlagen drohe. Die wirtschaftliche Not habe
die Selbstsicherheit vieler dänischer Bauern
zerbrochen, gleichzeitig aber auch ihren Glau
ben an den demokratischen Parlamentaris
mus. Es krache in dem dänischen Parteigebälk,
und man suche ernsthaft nach einem neuen
System. Weltanschaulich bestehe kaum noch
ein Unterschied zwischen dem heimdeutschen
und dem heimdänischen Bauern. Nur die alte
Trennungslinie des Nationalen sei noch vor
handen. Gerade die bodenständige dänische Be
völkerung müsse verstehen können, daß nach
den Vorgängen im Reich die deutsche Volks
gruppe in Nordschleswig sich dem Marschtritt
ihres Volkes habe angliedern müssen und daß
es im höchsten Grade verwerflich sei, daß die
deutsche Volksgruppe durch Wegnahme des
Grund und Bodens entwurzelt werde.
Aus die Frage, ob deutsche und dämschL
Menschen in Noröschleswig sich feind sein
müßten, bemerkt H. Hansen zum Schluß: ,^ch
meine: Nein, wenn man groß genug denkt.
Wir dürfen nicht vergessen, daß, wie es auch
kommt, wir jedenfalls Nachbarn bleiben wer
den und zusammenleben müssen, ja, auch un
sere Kinder und Kindeskinder. Ueber das
Trennende hinweg vereint uns das gleiche
Blut und die gleiche Liebe zu unserer gemein
samen Heimat."
Am Hum Mwum
lb. Husum, 12. Dez. Luftschutz-Oberführer
Dravin verabschiedete sich. Am Sonnabend
hatten sich die gesamten Führerstäbe aller
Gemeindegrnppen der Orts-Kreisgruppe Hu-
mm-Eiderstedt des Reichsluftschutzbundes zu
einer Tagung in Husum versammelt. Im An
schluß an diese Tagung fand unter Anwesen
heit von Vertretern der Partei, der SA., der
SS., des Arbeitsdienstes, der Feuerwehr und
der Polizei im festlich geschmückten Saal des
Schützenhofes die Verabschiedung des LS.-
Oberführers Dravin statt. Nach einem feier
lichen Musikvortrag ergriff der scheidende
Führer der Orts-Kreisgruppe Husum-Eider-
stedt das Wort zu einer letzten Ansprache an
seine Amtsträger und die zahlreich erschiene
nen Ehrengäste. In einem Rückblick gab der
LS.-Oberführer eine Uebersicht über die unter
seiner zweijährigen Führung geleistete Arbeit.
In drei großen Etappen wurde erreicht: 1. der
Aufbau der Organisation des Reichsluftschutz
bundes bis hinein in den kleinsten Ort der
Kreise Husum und Eiderstedt, so daß heute
in diesen beiden Kreisen allein rund 2000
Amtsträger in ehrenamtlicher Arbeit stehen
und die Gewähr dafür bieten, daß jegliche
Anordnungen und Aufgaben des Reichsluft
schutzbundes auch in dem kleinsten Ort zur
Durchführung gelangen: 2. die Mitgliederzahl
wurde durch eine durchgreifende Werbung von
4% auf über 25% der gesamten Einwohner
schaft der beiden Kreise gesteigert: 3. die wich
tigste Aufgabe, nämlich die Ausbildung der
Bevölkerung, wurde in Angriff genommen
und forciert durchgeführt, nachdem zwei Vor
aussetzungen dafür erfüllt waren, nämlich die
Gewinnung und Ausbildung vieler örtlicher
Luftschutzlehrer, die durch die fast ausnahms
lose Bereitschaft der Lehrerschaft außerordent
lich schnell erreicht werden konnte, und durch
die in jedem Ort von den Blockwarten durch
geführte Aufstellung der als Selbstschutzkräfte
geeigneten Einwohner. Nach dem Rückblick
über die geleistete Arbeit nahm der LS.-Ober-
führer Dravin in bewegten Worten Abschied
von seinen Amtsträgern, mit denen er in
zwei Jahren in echter Kameradschaft Außer
ordentliches geleistet hat. Er forderte zum
Schluß die Amtsträger auf, dem Nachfolger,
SA.-Sturmbannführer von der Haydn, das
gleiche Vertrauen und unverminderten
Arbeitseinsatz entgegenzubringen. Mit dem
LS.-Oberführer Dravin verabschiedete sich auch
sein Stellvertreter im Amt, Dr. Tidelski aus
Husum, der sich als ehrenamtlicher Mitarbeiter
große Verdienste im Aufbau der Orts-Kreis
gruppe erworben hat. Als Anerkennung und
Erinnerungsgabe wurde dem LS.-Oberführer
ein Gemälde von Albert Johannsen über
reicht. LS.-Oberführer Dravin wird in Bre
men sein neues Arbeitsfeld finden.
Hum Sdwnļwde
Owschlag, 12. Dez. Jmkerversammlung. Am
Sonntag hielt die Ortsfachgrnppe Imker eine
Versammlung ab, mit der eine Honig- und
Wachslehrschau verbunden war. Die gezeigten
Honigproben waren gut: mehr als 50 vH.
konnten mit 100 Punkten bewertet werden.
Die Wachsböden ließen Mängel erkennen,' die
Erfahrung in der Herstellung derselben ist
noch zu gering. Umso dankbarer war man all
gemein über die anschließende Belehrung, die
Jmkerkamerad Mellmann-Kropp an Hand der
Honig- und Wachsproben gab. Der Landes
obmann für Marktfragen, Schokert - Esgrus-
schauby, hielt einen Vortrag über die Be
handlung des Honigs von der Zelle bis zum
Einheitsglas. Schließlich fand noch eine Ver
losung statt, in der neben wertvollen Imker-
artikeln auch ein Blätterstock zu gewinnen
war.
3n WSK2ZKN Befiel»
Die „Tribuna" unterstreicht die historischen
Rechte Italiens auf Tunis und erklärt, daß
diese Frage solange als nicht erledigt betrach
tet werden könne, als sie nicht gemäß der Ge
rechtigkeit und in vollkommener Uebereinstim
mung mit den Erfordernissen der neuen euro
päischen Solidarität gelöst sein werde.
Die japanische Säuberungskampagne gegen
die chinesischen Banden dauert an. Die Ver
luste der Japaner sind dabei sehr gering, wäh
rend die Chinesen sehr viele Tote und Ver
wundete verlieren. N
Drei Tote beim Untergang des norwegischen
Walfängers. Wie jetzt bekannt wird, sind bec
dem Untergang des norwegischen Walfängers
„Thorgaut", der Anfang Dezember mit dem
norwegischen Schiff „Thorshammer" zusam
mengestoßen und gesunken ist, drei Mann der
Besatzung der „Thorgaut" um Leben gekom
men. Das gesunkene Schiff nahm an einer
Antprktis-Expedition teil.