Frankfurt .
1 . Die Märztage 1848 .
Als der Abgeordnete Bassermann am 12 . Februar . 1848 seine berühmte Motion über die Vertretung der deutschen Ständekammern am Bundestage in der badenschen Kammer vertheidigte , schloß er seine Rede mit folgenden Worten : , - , Der Weltfriede steht auf zwei Augen ; an der Seine wie an der Donau neigen sich die Tage . " So fest stand noch wenige Tage vor der schimpflichen Flucht Louis Philipps und dem Sturze Metternichs die allgemeine Ueberzeugung von der aus jeder Gefahr schlüpfenden Klugheit des elfteren und der allen Angriffen trotzenden Macht des letzteren . Die Sicherheit der politischen Empfindung war freilich längst verschwunden . Seit dem Sonderbundskriege gingen die Pulse schneller und flog oder stockte der Athem , je nachdem die Ereignisse Hoffnung oder Sorge weckten . Mit Schrecken wurde der Wachsthum der Corruption in Frankreich und der rasche Verbrauch aller politischen Persönlichkeiten durch die Juli - dhnastie , ohne daß diese neue Kräfte geschaffen hätte , bemerkt . Es ge - hörte keine besondere politische Gabe dazu , ein schlechtes Ende der Dinge hier vorherzusagen . Mit der größten Spannung verfolgte Jedermann die italienischen Wirren , wo der gerühmte Liberalismus des Papstes und die behauptete Reife der Neapolitaner für eine parlamentarische Regierung den Glauben der Gebildeten auf harte Proben stellte . Man begriff die Leidenschaft des Jahrhunderte lang mißhandelten Volkes , freute sich über seinen plötzlichen Aufschwung ,