Full text: Newspaper volume (1930, Bd. 3)

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Die KggGMstMMkZg 
sott KezerZirKttfiert werSm. 
T.U. Berlin, 20. Sept. Die Landwirtschaft 
liche Wochenschau befaßt sich mit der Aenderung 
der Taktik der Roggenstützung, deren Beweg 
gründe in maßgebenden landwirtschaftlichen Krei 
sen voll anerkannt würden. Die weiteren Maß 
nahmen zur Bereinigung des Eetreidemarktes 
werden, wie die Korrespondenz zuverlässig erfährt, 
nach dem folgenden Plan vor sich gehen: Wenn 
der Berliner Preis auf den Stand der Provinz- 
notierungen gegen Ende voriger Woche gesun 
ken ist, wird die Stützungsstelle, soweit es über 
haupt erforderlich ist, ein weiteres Fallen der 
Preise verhindern, um auch in der Provinz einem 
erneuten Rückgang der Notierungen einen Riegel 
vorzuschieben, lleberhaupt wird die bisherige 
Methode, deren Kern die Stützung in Berlin war, 
aufgegeben. Der Hauptnachdruck der weiteren 
Preisstützung wird in die Provinz verlegt. Der An 
griff der Spekulation gegen di« bisherige Roggen- 
stützung fei dadurch möglich geworden, daß es sich 
fast ausschließlich um den Berliner Markt han 
delte. Es lägen handgreifliche Beweise dafür vor, 
daß einzelne Firmen in Berlin Luftverkäufe in 
einem Umfange vorgenommen hätten, der nicht 
entfernt der Erfassungsmöglichkeit dieser Firmen 
im Lande entspricht. Gegen diese Firmen werde 
mit allem Nachdruck vorgegangen werden. Daran 
sei auch der ehrliche Eetreidehandel interessiert, 
der weiterhin mit den amtlichen Stellen reibungs 
los zusammenarbeiten könne. Bei der Durchfüh 
rung der - weiteren Stützungsmaßnahmen in der 
Provinz würden in jedem Satz zur bisherigen 
Uebung keine festen Plätze gewählt, damit nicht 
wieder die Spekulation die Möglichkeit bekomme, 
sich darauf einzurichten. 
Dis Zukunft des deutschen Getreide 
barres: Senkung der ProduktwNS- 
kosten. 
„Die Produktionskosten der Hauptgetreide- 
känber sind gefunken und werden weiter sinken. 
Schlepper, Mähdrescher, verbilligte Frachten, of- 
sene und versteckte Staatssubventionen wirken in 
dieser Richtung. Dieser in Nordamerika (U. S. A. 
und Kanadas weit gediehene Vorgang wiederholt 
sich in Argentinien und in Osteuropa. Die „Getrei 
defabriken " Rußlands, welche deutschen Fabriken 
landwirtschaftlicher Maschinen viele Monate durch 
Aufträge auf Groß-Drillmaschinen, Grotz-Gruv- 
ber und anderes Groß-Ackergerät reichlich Arbeit 
verschafft haben, werden in Polen, Ungarn, Ru 
mänien (Vessarabiens Nachahmungen finden. In 
folgedessen werden auch die Produktionskosten der 
osteuropäischen Getrcideerzeugung und nicht nur 
der nord- und südamerikanischen und australischen 
Wetzenerzeugung in einem Maße sinken, von dem 
wir uns heute noch kaum eine Vorstellung machen 
können. 
Aus diesem Grunde müssen wir in Deutsch 
land mit allen Mitteln danach trachten, die Pro 
duktionskosten zu senken. Eine sehr, sehr schwie 
rige Aufgabe, da Lohn-, Soziallasten und Steuern 
nicht durch den einzelnen Betriebsleiter bestimm 
bar sind und die.Soziallasten und Steuern gegen 
Vorkriegszeit so außergewöhnlich stark erhöht sind. 
Senkung der Produktionskosten bei Getreide ist 
bei näherer Prüfung nur bei der Ernte möglich. 
Bei der Bodenbearbeitung, Düngung, Saat, 
Pflege der Saaten ist nichts einzusparen, denn die 
Motorisierung der Ackerarbeiten bringt entweder 
keine oder keine entscheidende Verbilligung. Ob 
wir mit dem Schlepper 4 oder 6 RM. den Hektar 
billiger pflügen als mit Pferden, spielt keine aus 
schlaggebende Rolle bei 600 RM. Gesamtunkosten 
je Hektar. Die Erntekosten können herabgesetzt wer 
ben durch stärkere Verwendung der Binder lwir 
benutzen viel zu viel Ablegermähmaschinen), wo 
für Anbau lagerfester Sorten zur Vermeidung von 
Lagergetretbe nötig ist, möglichst ausgedehnte An- 
Wendung von Zapfwellenbindern mit einer tägli 
chen Leistung von 10 Hektar in 10 Stunden, An 
wendung von Garbensammlern an den Bindern 
zur Erleichterung des Aufstellens der Garben, Dre. 
schen aus der Stiege statt einzufahren, verbunden 
mit möglichster Einschränkung des Stroh- und 
Spreutransportes. Die Löhne für Stroh- und 
Spreutransport überschreiten in den allermeisten 
Wirtschaften den Geldwert dieser Ware. Anbau 
strohärmerer Sorten ist insbesondere bei Roggen 
nötig, aber auch bei Weizen und Hafer zu empfeh 
len. Anbau von Kurzstrohroggen vereinigt Minde 
rung der Lagergefahr, die gerade bei Roggen das 
Maschinenmähen unmöglich macht, und wesentliche 
Verminderung der Ernte- und Druschkosten. Auch 
unter Beachtung all dieser Punkte ist die Senkung 
der Produktionskosten im Getreidebau begrenzt. 
Wir können niemals in solchem Matze senken wie 
die Osteuropastaaten und wie Nord- und Süd 
amerika. Aber was möglich ist, muß natürlich ge 
tan werden, sofern das Kapital für solche maschi 
nelle Aenderungen vorhanden ist." 
rage. 
Der Antrag wurde mit der Begründung abge 
lehnt, daß die Voraussetzungen für die Weiter 
gewährung der Arbeitslosenunterstützung nicht er 
füllt leien, da der Arbeitslose seinen Lebensunter 
halt durch selbständige Arbeit erworben habe und 
somit als Arbeitnehmer im Sinne des AVG. nicht 
anzusehen sei. 
Seinem Einspruch gab der Spruchausschuß 
statt, da er den Arbeitslosen als Arbeitnehmer an- 
>ah, denn das zwischen dem Arbeitslosen und den 
Landwirten bestehende BeschLfttgungsverhältnis fei 
genau so zu beurteilen wie ein Dauerarbeitsverhält- 
nis zwischen dem Arbeitslosen und einem Unter 
nehmer. Zudem habe der Arbeitslose während der 
Beschäftigung nichts mit Materiallieferung zu tun, 
habe nur Anspruch aus Stundenlohn und müsse die 
Arbeitszeiten innehalten wie jeder andere Lohn 
arbeiter. 
Gegen diese Entscheidung hat der Arbeitgeber- 
beisitzer form- und fristgerecht Berufung eingelegt 
mit dem Antrage auf Aufhebung der Vorentschei 
dung. Der Arbeitslose sei während seiner Beschäf 
tigung nichts anderes als ein selbständiger Unter 
nehmer gewesen, denn wenn er die Arbeiten nicht 
ausgeführt hätte, wären sie selbständigen Bauunter 
nehmern zur Ausführung übertragen worden. Das 
Landesarbeitsamt hat sich der Rechtsauffassung des 
Beisitzers angeschlossen. 
Cs handelt sich um die Entscheidung der Frage: 
War der Arbeitslose bei den einzelnen Landwirten 
als Arbeitgeber oder als Arbeitnehmer tätig? Mit 
anderen Worten: War seine Tätigkeit krankenver- 
lcherungspflichtig und -damit anwartschaftserzeugend 
für die Arbeitslosenversicherung? Die vorgelegten 
Arbeitsbescheinigungen hat der Maurer selbst ge 
schrieben und sie von den Auftraggebern unter 
schreiben lassen. Als Entlassungsgrund ist jedesmal 
angegeben: „Arbeit beendet." Bei Bauunterneh 
mern hat er in keinem Falle gearbeitet, sondern er 
hat immer kleinere Reparaturen ausgeführt und hin 
und wieder kleinere Baulichkeiten hergestellt. Auf 
dem Lande ist es üblich, daß derartige Arbeiten durch 
Maurer oder sonstige Handwerker ausgeführt wer 
den. Die Spruchkammer war der Ueberzeugung, 
daß die Tätigkeit des Maurers nicht als versiche 
rungspflichtige Peschäftigung anzusehen sei. Be- 
timmend dafür war einmal die Sache, daß er grund- 
lätzlich als gewerbesteuerpflichtig angesehen wird 
und ferner, daß er sich selbst als Selbstversicherer bei 
der zuständigen Berufsgenossenschaft versichert hat. 
Für eine solche Versicherung kommen aber nur Un 
ternehmer in Frage. Hinzu kommt, daß er seine 
Arbeitszeit nach seinem Belieben einrichten konnte 
und -daß er die Beiträge für Sozialversicherung aus 
eigener Tasche bezahlte. 
Aus diejen Gründen war -die Spruchkammer 
der Ueberzeugung, -daß der Maurer nicht mehr als 
Arbeitnehmer anzusehen sei. Seine Tätigkeit bei 
den Landwirten konnte somit als versicherungspflich- 
tige Beschäftigung im Sinne der Reichsverstche- 
rungsovdnung und des ADĢ. nicht angesehen 
werden. 
Schiffsverkehr 
im Staffer-Wilhelm-Kanal 
im Monat August 193». 
Der Kaifer-Wilhel-m-Ka-n-all wurde im Monat 
August d. I. von insgesamt 5 445 Fahrzeugen mit 
2 170 068 Netto-Reg.-Tonnen Uaumgehalt befahren. 
Gegenüber dem Vormonat (Juli) d. I. hat der Ver 
kehr im Berichtsmonat der Zahl der Schiffe und dem 
Raum-g-eha-lt nach um 0,1 b-ezw. 7,7 vom Hundert ab 
genommen. Im Monat August des Vorjahres be 
trug die Eefamtverkehrsziffer des Kanals 5882 Fahr 
zeuge mit 2 578 725 Netto-Reg.-To. Raumgehalt. Der 
Kanalverkehr ist im Berichtsm-ona-t also auch gegen 
über dem Verkehr im gleichen Zeitraum des Vorjahres 
etwas zurückgegangen. Der Gr-und hierfür liegt in 
der allgemein schwachliegenden Wirtschaftslage. Die 
Beteiligung am Ge samt raumgehalt während des Mo 
nats August 1030 beträgt für Dampf- und Motor 
schiffe 91,57 v. H., für beladene Schiffe 73,92 v. H. 
In der Verkehrsrichtung Vrunsbüttelkoog—Holtenau 
befuhren den Kanal 2716 Schiffe mit 1 076 879 Netto- 
Reg.-To., in der Verkehrs richtung Holtenau—Vruns- 
biittelkoog 2729 Schiffe mit 1 093 189 Netto-Reg.-To. 
Raumgehalt. Entsprechend d-er allgemeinen Abnahme 
der Ka-na-lschiffahrt nahmen auch die Schiffsfrachten 
(Aus einem von Prof. Dr. Roemer, Halle, 
im Auftrage der Vereinigung der Deutschen Bau 
ernvereine erstatteten Gutachten.) 
im Kanal ab, insbesondere ist noch zu erwähnen 
daß der Prozentsatz der leer oder in Ballast den Kaiser 
Wilhelm-Kanal aufsuchenden Fahrzeuge recht hoch war 
Eike Wichiiße EntschMW gegen 
Lchņnrznrèett. 
Ein Maurer stellte beim Arbeitsamt Antrag 
auf Gewährung der Arbeitslosenunterstützung unter 
Einreichung von zehn Arbeitsbescheinigungen. Da 
nach hatte er bei zehn Arbeitgebern, welche durchwe-g 
Landwirte waren, insgesamt 24,3 Wochen gearbei 
tet. Die einzelnen Beschädigungen waren wech 
selnd, und zwar dauerten sie überwiegend nur 3—5 
Neueste MļschŞZWchnchļen. 
Vermahlungszwang 7v bis 75 v. H.? 
T.U. Berlin, 21. S-ept. Im R-eichsernähruugs 
Ministerium fanden, wie die „Deutsche Tageszei 
tung" erfährt, Besprechungen über Erhöhung der 
Weizenvermahlungsquote statt. Es fei damit 
zu rechnen, daß eine Erhöhung der Quote auf min 
destens 70 bis 75 v. H. in nächster Zeit erfolgt. 
Die Nichtzahl der Großhandelspreise. 
_ _ T.U. Berlin, 20. September. Die aus den 
Stichtag des 17. September berechnete Croßhan 
delsrichtzahl des Statistischen Reichsamts ist mi 
123,0 -gegenüber der Vorwoche (123,5) um 0,4 
Prozent zurückgegangen. 
Wiederherstellung 
des Internationalen Eisenkartells. 
WTB. Paris, 20. Sept. Im Laufe dieser 
Woche fanden in Luxemburg nach einer Meldung 
einer französischen Zeitschrift, eine Zusammenkunft 
von Delegierten der Eisen- und Eisenwaren-Pro- 
duzenten statt, um das 1909 gegründete und 1914 
aufgelöste Internationale Kartell wieder zu er 
richten. Die Wiederherstellung wurde einstimmig 
beschlossen. Im Komitee soll jede Ration durch 
drei Delegierte vertreten sein, ebenso soll der Vor 
sitz alle Jahre wechseln, wie der Ort, an dem der 
Iahreskongreß stattfindet. Gegenstand der Füh 
lungnahme ist, nach dem Bericht der L'Usine, nicht 
die Regelung der Preise, sondern lediglich der Aus 
tausch von Statistiken und Nachrichten, die diesen 
Handelszweig betreffen. 
Die aufgelegte Hamburger Schiffsmontage 
vermindert sich. 
In den nächsten Tagen w-erden fünf Hamburger 
Schiffe, die feit längerer Zeit auflagen, w-i-eder in 
Fahrt gesetzt werden. Es handelt sich um d-i-e Hapag- 
Dampfer „Granada", „Emden", „Uruguay", „Sachsen 
w-ald" und „Sebara". Bereits am Sonnabend hatte 
der Ha vag. Da mp.ier „Ligura" nach längerer Anfliege 
zeit wieder den Hafen verlassen. Die fünf ob-en ge 
nannten Hapagschiffe werden nach Leningrad bezw. 
dem Mittelmeer beordert, um dort i-n d-er Getreide- 
frachtfahrt Verwendung zu finden. Eine weitere An 
zahl in Hamburg aufgelegter Schiffe wird in den näch 
sten Tagen voraussichtlich wieder in Dienst gestellt wer 
den. Di-e in Fahrt gesetzten Hapagschiffe messen ins 
gesamt 32 OOO B r u tt o-R e gifte r- Ton neu. 
Anfrage O. in E. Ich hab-e eine Gastwirtschaft 
und möchte gerne wissen, an wen ich mich wenden 
muß, um Erlaubnis zu bekommen für die Veranstal 
tung eines Balles, an den Amtsvorsteher oder an den 
Gemeindevorsteher? 
Antwort: Der Amtsvorsteher ist der Inhaber der 
Pol-izeigewal-t, als solcher hat er auch die Genehmi 
gung für Veranstaltung von Tanzlustbarkeiten zu er 
teilen. 
Echleswiger Ferkelmartt. 
Schleswig, 22. Sept. Dem Ferkelmarkt am Sonn 
abend waren 272 Tiere zugeführt. Das Pfund Le 
bendgewicht kostete 5-0—60 Jļ. Bis 6 Wochen alte 
F-erkel kosteten 14—18 M. Ferkel bis zu 8 Wochen 
wurden, mit 19—24 M bezahlt. 
(Wiederholt, weil die Presse falsch übermittelt 
waren) 
Berliner Obst- und GemAseinarkt. 
Amtlicher Bericht der Markthallen-Direktion vom 
20. September. Angebot durchweg reichlich Geschäft 
ruhig. Preise wenig verändert. Im Großhandel no 
tierten in Mark für 50 Kilogramm, wenir nicht anders 
vermerkt. Von den Pressen find in Abzug zu bringen: 
Fracht, Spesen und Provision. A-epsel, hiesige. Tafel 
22 36, do. Koch 8—20. do. ung. 16—-20, do. Tiroler 
15—30, do. ital. 1:2—20, do. am-erikan. Kiste 13—16, 
Birnen, hiesige. Tafel 25—38. do. Koch 10—20. do. 
Tiroler 30—38, do, Tiroler brutto 40—46, do. böhmi 
sche 16—36, do. holl. 14—30. Pflaumen-, hiesige 22—3ft. 
do. böhmische 23—25, Preiselbeeren 40. Pfirsiche, hà,- 
sige 12—36, do. ital. brutto 45-—80, Weintrauben,' ho«. 
50—80, do. ung. 1-5—23, Ananas 100—120, Melonen 
holl. Retz 13—35, Bananen, Jamaika 40—44. do. Ka 
narische 25—30, Erdnüsse 82—85, Zitronen, je nach 
Packung 14—25. Weißkohl 1,75—3, Wirsingkohl 1,75—4, 
Rotkohl 2.50—4, Rosenkohl 25—30, Blumenkohl 100 
Kopf 10—30, do. Erfurter 10—33, do. Zittauer 10—2, 
Mohrrüben, uu-g, 2—3. d-o. gewaschen 3—4. Karotten 
100 Bund 8—10, Kohlrüben 3—4, Roten Rüben 3— 
4,50, Kohlrabi, Fr-e-ila-nd Schock 0,80—1.50, Bohnen, 
grüne 5—12, do. feinere 15—20 do. Wachs 8—14, 
Schoten 20—33. Spinat 5—10. do. Blatt 10—13, Salat 
100 Kopf 5—15, Gurken, Schmor 4—7, do. Einlege 
5—8, do. Senf 6—10, do. Treibhaus 100 Stück 15—36, 
Kürbis 3—5, Radieschen Schock-Bund 0,80—1,25. Ret 
tiche Schock 2—5, Mecrretticb 30—40, Zwiebeln 3,50— 
4,50, Sellerie, Schock 3—15, Porree Schock 1—1,70, Pe 
tersilie 100 Bund 3—5, Peterfilienwurzel 15—30, To 
maten 3—7, do. extra sortiert 8—10, do. Treibhaus 
8—16, Pfefferlinge 30—40 Grünlinge 15—25, Stein 
pilze 30—50, Kartoffeln, weiße und blaue 2.25—2,50, 
do. rote 2,50—2,60, do, gelbe 2,50—2,75, do. Nieren 
4,50—5,50. 
Kieler BZrfs. 
Ohne Gewähr 
Anleihen 
20. Sept. 
13. Sept. 
Angebots Nachfr. ş bezahlt ^Angebots Nächst, s bezahlt 
5°/o Ldlch.Kr.-D 
Roggen-Pfandbr 
50/0 Ldfch. Zentral 
Roggen -Pfandbr 
10% Goldpfand 
driefederSchl.'H 
Landich. . . 
8% Goldpfanddr 
Schl.-H. Ldfch 
6% Goldpfandbr 
Schl.-H. Ldsch 
S% Goldpfandbr 
des Kreditvereins 
Aktien 
Bankv.t.Schl.-H 
Kieler Bank . . 
Tchlcibank, alle 
da. lange 
Schl.-H. Dank . . 
Westholft. Bank 
Branerei I. Eiche 
Kieler Schlich. 
Schiffer.-Brauerci 
Betreide-A.-G.. 
Kappeln 
tzabermann J ®. 
Neue Dampfcr-E, 
7.40 
7.50 
9730 
90.00 
125.00 
137.50 
125.00 
7.68 
781 
97.50 
84.00 
98.25 
125.00 
13750 
137.50 
125.00 
182.00 
Amtliche WLtzrnngskurff«. 
1 Dollar 
106 dSn. Kr 
100 fr,. Frank 
(Ohne Gewährkf Geldkurs 
Letreiclelermindorse 
Berlin, den 20. September 1930. 
Ware 
Berlin 
Weizen per Sept. 
Okt. 
Dez. 
Roggen per Sept. 
Okt. 
Dez. 
Gerste per Sept. 
Okt. 
Dez. 
Hafer per Sept. 
Okt. 
Dez. 
251 
253 
264 
177 
177 
192 
163 
165 
175 
MrMmlW. 
ah. Bad Bramstedt, 20. Sept. Dem heutigen 
Ferkelmarkt waren 135 Stück Ferkel und Läufer- 
schw-eine zugeführt, gegen 95 Stück in der Vorwoche. 
Es wurden folgende Preise erzielt: 4—6 Wochen alte 
Tiere 8—10 M. 6—8 Wochen alte 10—14 Jt, 8—12 
Wochen alte 14—26 Jl. Nach Gewicht gehandelt koste 
ten die Ferkel das Pfund 0,60—0,65 J( und die Läu- 
ferfchweine 0,50—0,55 Jl. Der Handel war mittel 
mäßig, Die Preise gaben s^Mber der Vorwoche 
leicht nach, 
Itzehoe, 22. Sept. Dem heutigen Ferkelmarkt 
waren 1331 Ferkel zugeführt. Der Handel verlief 
lebhaft. Der Markt wurde fast geräumt. 4—6 Wochen 
alte Tiere kosteten 10—12, 6—8 Wochen alte 12—16, 
8—13 Wochen alte 16—21 JL Nach Gewicht wurden 
für kleinere Ferkel 55—62 4 das Pfund, für größere 
50—60 ^ bezahlt. Läufer kosteten 50—55 7) das 
Pfund. Fette Schweine kosteten 53—56 Jl für 100 
Pfund Lebendgewicht. 
Wetterbericht des öffentlichen Wetterdienstes. 
Hamburg, den 21. 9. 30, 19 Uhr. 
Das Nordseetief zieht unter allmählicher Auf 
füllung sehr langsam nach Osten. Dem starken Stei 
gen auf der Rückseite, welches bis zum Rhein vor 
gedrungen ist, steht ein schon 36 Stunden fast un 
veränderter Barometerstand über dem Mitteleuro 
päischen Kontinent gegenüber. In die hier wehende 
frische Südströmung werden wiederh^olt wärmere 
Luftmassen hineingezogen, so daß es noch zu, aller 
dings nicht bedeutenden, Reigenfällen kommt. Da 
das Regengebiet einer neuen Zyklone bereits bis 
Irland vorgedrungen ist, dürfte die zu erwartende 
Wstterbefferung nur von kurzer Dauer sein.
	        
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