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über Berge und Seen, da kann man leicht das Leben verlieren,
und das hat er verloren. Er kommt nicht mehr zurück, und mich
darf meine Schwester nicht nach ihm fragen.“
Dann scharrte er mit dem Fuße verdorrte Blätter über die
lockere Erde und ging wieder in der dunkeln Nacht nach Hause.
Aber er ging nicht allein, wie er glaubte; der kleine Elf bekleidete
ihn, er saß in einem vertrockneten, aufgerollten Lindenblatte, welches
dem bösen Manne, als er grub, in die Haare gefallen war. Der
Hut war nun darauf gesetzt, es war dunkel darin, und der Elf
zitterte vor Schreck und Zorn über die schlechte That.
In der Morgenstunde kam der böse Mann nach Hause; er
nahm seinen Hut ab und ging in der Schwester Schlafstube
hinein. Da lag das schöne, blühende Mädchen und träuimte von
ihm, dem sie so gut war und von dem sie nun glaubte, daß er
iüber Berge und durch Wälder gehe; der böse Bruder neigte sich
über sie und lachte häßlich, wie nur ein Teufel lachen kann, da
fiel das trockene Blatt aus seinem Haare auf die Beitdecke nieder,
aber er bemerkte es nicht und ging hinaus, um in der Morgen⸗
stunde selbst ein wenig zu schlafen. Äber der Elf schlüpfte aus dem
derdorrten Blatte, setzte sich in das Ohr des schlafenden Mäd—
hens und erzählte ihr, wie in einem Traum, den schrecklichen
Mord, beschrieb ihr den Ort, wo der Bruder ihn erschlagen und
seine Leiche verscharrt hatte, erzählte von dem blühenden Linden—
baume dicht dabei und sagte: „Damit Du nicht glaubst, daß es
nur ein Traum sei, was ich Dir erzählt habe, so wirst Du auf
Deinem Bette ein verdorrtes Blatt finden!“ Und das fand sie,
als sie erwachte.
O, welche bittere Thränen weinte sie und durfte doch Nie—
mand ihren Schmerz anvertrauen! Das Fenster stand den ganzen
Tag offen, der kleine Elf konnte leicht zu den Rosen und all' den
übrigen Blumen nach dem Garten hinaus gelangen, aber er
wagte es nicht, die Betrübte zu verlassen. Im Fenster stand ein
Strauch mit Monatsrosen, in eine der Blumen setzte er sich und
betrachtete das arme Mädchen. Ihr Bruder kam oft in die Kammer
hinein, und war heiter trotz seiner Schlechtigkeit, aber sie durfte
kein Wort über ihren Herzenskummer sagen.
Sobald es dunkel wurde, schlich sie sich aus dem Hause,
ging im Walde nach der Stelle, wo der Lindenbaum staud,