bekämpft werben, und zwar beson-
rs durch eine Geld- und Kreditvrganisation
Europäischen Rahmen.
^0. Die doppelte Notwendigkeit eines ge-
s Eîusamen Rohstosfreservoirs und eines Ab-
!^6^öietes für den Ueberschnß der curopäi-
!2y. tt Erzeugung müssen zu einer Revision ge-
/her Kolonialstatute führen, nicht auf dem
evlete der politischen Souveränität, sondern
unter dem Gesichtspunkt der Gleichheit der
rrtschaftlichen Rechte und der Kreditzusam-
enarbeit zwischen den europäischen Staaten,
te sich als Gesellschafter und nicht als Riva-
uctrachten müssen, nachdem die kollektive
Sicherheit und der gegenseitige Beistand
durchgeführt sein werden.
iJrl- Ņļļe diese Probleme müssen, sobald die
p "tische Sicherheit wiederhergestellt sein
Ņ, durch eine Sonderabteilung des Euro-
Iģ^ş'Husses behandelt werden, bevor sie,
dus dies notwendig erscheint, dem Bölker-
und oder einer allgemeinen Konferenz unter-
reitet werden, zu der auch die Nichtmitglieds-
luaten des Völkerbundes einzuladen wären,
^er Teil 8 enthält die Schlußdispositionen.
ş- In dem vorliegenden Friedensplan darf
Ms als dem Völkerbundspakt entgegenge-
oder als der Durchführung des Völker-
undspaktes Hindernisse bereitend betrachtet
werden. Der Plan und, falls ein solcher not-
wenbig werden sollte, der provisorische Pakt,
wuffen so abgestimmt werden, daß Abkommen
^echnung getragen wird, die zwischen den
vertragschließenden abgeschlossen werden
konnten.
Es wird angeregt, daß die in dem vor
legenden Plan angeführten Organisationen
wweit wie möglich solche sein sollen, die bc-
^ts innerhalb des Völkerbundes bestehen,
uex daß der Völkerbund aufgefordert wird,
îe Organisationen zu schaffen, die noch nicht
eitehen. Die endgültige Zustimmung zum
nriedensplan setzt die Zustimmung zum Völ-
îrbundspakt voraus, dessen Grundsätze das
berste Gesetz der Vertragschließenden bleiben.
24. Die Nichtzustimmung zu diesem Plan
Weses oder jenes Staates der europäischen
Gemeinschaft würde das Inkrafttreten des
^anes zwischen den anderen Staaten, die sich
L u öem Plan bekennen, nicht hindern. Der
şi^n müßte nur entsprechend abgeändert
werden, besonders soweit die Organisierung
wr kollekteven Sicherheit, des gegenseitigen
Beistandes und der Abrüstung in Frage käme.
* # *
Ä Deuļsch-polmsche Einigung.
Jedermann wird in Deutschland über die
putsch-polnische Einigung in der Transitfrage
wsrch den Llorridor Befriedigung empfinden.
^ k ist ein neuer Beweis für die Möglichkeit,
Gesichts der großzügige» Festlegung der ge-
1, wtpotitischen, freundschaftlichen Beziehungen
/îder Länder zueinander, auch wirtschaftliche
s^eitigkeit zu bereinigen. Wie wir hören,
Eilten bei der Einigung auch die polnischen
ìsansite durch Deutschland eine nicht unbe
achtliche Rolle bei der Herbeiführung des
^visenausgleichs. Wir können bei dieser Ge-
wgenheit auf die offiziösen Warschauer Be
ichte Hinweisen, in denen sehr heftig gegen
w Oppositionspresse Stellung genommen wor-
pu ist. Man wies auf die Erfolge hin, die sich
Ms hex festen Haltung Becks in London er-
°sben haben. Polen stand dort mit au der
^eite jener neutralen Mächtegruppe, die in
pmeinsamen Beratungen ihre Unabhängig
st inmitten des Locarnostreites gegenüber
e » englischen und französischen Majorisie-
Uqgsbestrcbungcn ziemlich erfolgreich be-
MUptcte. Durch diese Stellungnahme wurde
pcht zuletzt die Vertagung in London erreicht,
^hr gegen den Willen Frankreichs! Man
ftt f auch in Zukunft erwarten, daß diese be
wußte unabhängige Politik Polens den Mäch
en eine wertvolle Unterstützung gewähren
wird, die sich inmitten recht zweifelhafter Be-
^uslussuugsversuche die Freiheit ihres Urteils
w Locarnostreit bewahren möchten. Eine sol-
we Politik bewußter Neutralität nach allen
Seiten hin kann gerade jetzt von geradezu
Ausschlaggebender Bedeutung sein.
Erste Preffearrtzsrrmgerr um
London nnd Paris
Der erste Eindruck bei der englischen
Abordnung.
DNB. London, 9. April. (Eig. Funkmeldg.)
Der in Genf weilende diplomatische Korrespon
dent des Daily Telegraph" gibt den ersten Ein
druck wieder, den der französische „Friedens
plan" in den Kreisen der britischen Abordnung
in Genf gemacht hat. Eden habe erklärt, er
habe zwar den Plan im Einzelnen noch nicht
prüfen können, jedoch ließen sich auf Grund
eines vorläufigen Meinungsaustausches be
reits gewisse Feststellungen treffen.
Man bemerke hier zunächst, daß die franzö
sischen Vorschläge eine auffallende Aehnlichkeit
Hütten mit den verschiedenen Vorschlägen, die
Frankreich während der Abrüstungskonferenz
vorgebracht habe. Das neue System der euro
päischen Sicherheit, das sie vorschlügen, hätte
die Wirkung, daß die Leitung einem europäi
schen Ausschuß übertragen würde, der mit
Zweidrittelmehrheit über alle die lebenswichti
gen Fragen befinden solle, die von den Nati
onen bisher als Auflösung ihrer staatlichen
Oberhoheit angesehen worden seien. Die Vor
schläge seien anscheinend in der Absicht verfaßt
worden, Deutschland in Schach zu halten, und
zwar, indem die Streitkräfte der europäischen
Mächte diesem Ausschuß zur Verfügung gestellt
würden. In einem solchen Ausschuß würden
aber wahrscheinlich Frankreich und seine Ver
bündete» ständig eine Mehrheit haben. Eine
Annahme des französischen Planes würde dar
auf hinauslaufen, daß die Franzosen und ihre
Hilfsmächte stets eine Herrschaft über die euro
päischen Angelegenheiten erhalten würden.
Der Plan scheine entworfen worden zu sein,
um sicherzustellen, daß die große Masse der
deutschen Hoffnungen niemals praktisch ver
wirklicht werden könne.
In französischen Kreisen werde zwar darauf
hingewiesen, daß sich die Bestimmung gegen
eine Vertragsabünderung innerhalb der näch
sten 25 Jahre nur auf die Frage der Gebiets
revision erstrecken solle. Aber selbst wenn das
der Fall wäre, sei man doch der Ansicht, daß
die französischen Vorschläge, da sie von einer
Denkschrift begleitet würden, die den guten
Glauben der deutschen Denkschrift vom 31.
März in Zweifel zögen, nicht dazu bestimmt
seien, den Weg zu ehrenhaften Verhandlungen
zu eröffnen. Selbst in französischen Kreisen sei
man von dem französischen Plan nicht beson
ders begeistert. Man erkenne, daß wenig Aus
sicht darauf bestehe, ihn zu verwirklichen. Wich
tiger scheine die Taktik zu sein, aus der heraus
man ihn vorgebracht habe.
Eine volle und vorbehaltlose Zustimmung
findet die französische Antwort in keinem eng
lischen Blatt. Die Stellungnahme der konser
vativen Presse zeigt deutlich das Mißbehagen,
das die französischen Vorschläge ausgelöst ha
ben, während die Oppositionsblätter die von
den Franzosen angeblich geplante Stärkung
des Völkerbundes zwar grundsätzlich begrü
ßen, aber von diesem Gesichtspunkt ausgehend
zunächst verlangen, daß Frankreich seinen Ver
pflichtungen als Völkerbundsmitglied nach
komme und sich im italienisch-abesiinischen
Streitfall auf die englische Seite stelle. Die
Genfer Berichte der englischen Zeitungen
heben ohne Ausnahme hervor, daß sich weit
gehende Meinungsverschiedenheiten zwischen
Grotz-Britannien und Frankreich in Genf am
Mittwoch hätten feststellen lasse», die in dem
englischen Wunsch auf Fortsetzung der Ver
söhnungsversuche ihre Ursache hätten. Unver
blümt wird auch auf einen scharfen Gegensatz
in der abessinischcn Frage hingewiesen, ohne
daß die Meldungen der Berichterstatter jedoch
wesentlich neue Einzelheiten enthielten.
Im einzelnen schreiben die „Times", der
französische Frieöensplan müsse lediglich als
Material angesehen werden, das die ernsthaf
teste Prüfung und Erörterung verdiene.
Man müsse jedoch Zweifel darüber haben,
ob die Vorschläge des französischen Planes
praktisch durchführbar seien. Europa sei kaum
dafür reif, in so starkem Matze in seiner Sou
veränität beschränkt zu werden, wie das ver
langt werde. Der Plan einer Völkerbunds
armee sei anch in einer abgeänderten Form
nicht überzeugend. Trotzdem dürfe man den
Vorschlägen im Ganzen nicht ausschließlich mit
destruktiver Kritik begegnen. Sie müßten viel
mehr zusammen mit dem deutschen Friedens
plan erörtert werden. Es sei jedoch notwendig,
darauf zu achten, daß die Aufgabe, einen neuen
Friedensvertrag aufzusetzen, nicht in lang
wierigen und zu keinem Ergebnis sührendcn
Besprechungen auslanfe. Diese Gefahr trete
deutlich in dem französischen Plan in Erschei
nung.
*
Die Pariser Presse.
Die beiden französischen Schriftstücke, die
Denkschrift und der Friedensplan, stehen selbst
verständlich im Mittelpunkt der Betrachtungen
der Pariser Morgenpresse. Ferner finden sich
Hinweis auf die Verbalnote Flandins an
Eden,' ihr Wortlaut ist zwar noch nicht be
kannt, nachdem aber, was über diese Verbal
note durchsickert, scheint sie vor allem die Eng
länder zu der französischen Auffassung bekeh
ren zu wollen, daß die Vermittlung und Ver
söhnung infolge der Haltung Deutschlands
überholt und gescheitert sei, und daß man jetzt
nur noch eine Politik einschlagen könne, wie
sie in den Bürgerschreiben angedeutet sei.
Aus den Gegensätzen der französischen und
der englischen Politik wird kein Hehl gemacht.
Die französischen Pressevertreter in Genf be
mühen sich im übrigen, den dort entstandenen
Eindruck, daß die französischen Schriftstücke zu
„klassisch" und zu wenig neuartig seien, abzu
streiten. Manche Blätter gehen dabei so weit,
daß sie die noch bis vor kurzem verbreitete
Darstellung, dem deutschen Frieden müsse ein
französischer Frieden entgegengestellt werden,
fallen lassen und behaupten, Flandin habe der
Pax Germanica nicht eine Pax Gollica, son
dern „den Frieden schlechthin" gegenüberge
stellt.
Der Außcnpolitiker des Echo de Paris
schreibt aus Genf, die Denkschrift sei eine klare,
nachdrückliche und stichhaltige Zurückweisung
der deutschen Beweisgründe zur Rechtferti
gung des 7. März. Die Friedenserklärung
stamme aber sicher nicht aus derselben Feder.
Der Frieöensplan habe das Aussehen eines
Wahlplakates, denn er enthalte alle Genfer
Träumereien von 1924 bis 1931. Er werde nur
zur Erbauung der Volksmassen dienen. Der
Plan zeige eine ungünstige Neigung, das
Schicksal Europas von Völkerbundsabstim
mungen abhängig zu machen und führe wieder
zu dem Ideal des Ueberstaates zurück, das doch
mit der Weltwirtschaftskonferenz von 1927,
dem europäischen Staatenbund von 1931 und
der Abrüstungskonferenz von 1932 endgültig
untergegangen sei. Der Plan sei somit ein
Rückschritt.
Ecuadors Sellieferuug an Ilalren.
Das Völkerbundsmitglied Ecuador erzeugte
im Jahre 1934 238 000 metrische Tonnen Erdöl.
1936 werden es noch erheblich mehr gewesen
sein. Das ist nicht ganz so viel wie Deutschland
erzeugt, aber immerhin kann die Erzeugung
jederzeit gesteigert werden. Ecuador hat die
Sanktionsverpflichtungen gegenüber Italien
aufgehoben. Seine Produktion zusammen mit
der der Vereinigten Staaten reicht aus, um die
italienische Kriegsführung ungestört weiter zu
ermöglichen. Das ist das Wesentliche. Der An
trag Edens in Genf, die Giftgasabwürfe der
Italiener zur Verhandlung zu bringen, zeigt
ebenso deutlich das englische Bestreben, die
volle Verantwortuitg für die Weiterführung
des Abessinienkrieges auf den Völkerbund ab
zuwälzen, während umgekehrt Flandins An
trag, die Verwendung von Dumdumgeschossen
der Abessinier zu untersuchen, die volle Gegen
sätzlichkeit der englischen und französischen An
sicht zeigt. Wir können dabei nicht übersehen,
daß am Tage, bevor Eden den Antrag aus
Untersuchung von Giftgasabwurf stellte, zu
gleich mit dem scharfen Hinweis auf das
italienische Abkommen von 1935 mit dem
Völkerbund zwecks Bekämpfung der Giftgas
abwürfe, der englische Kriegsminister die
Frage der Opposiition im Unterhaus, ob Gift
gasabwürfe unerlaubt seien, einfach verwei
gerte. Während man in den letzten Tagen noch
mit einer Vertagung dieser überaus schwer
wiegenden Fragen in Gens über die Feiertage
rechnen durfte, scheinen sich nun doch die Ge
gensätze soweit zuzuspitzen, daß der Abessinicn-
konflikt ungefähr wieder dieselbe Rolle spielt
wie vor einem Vierteljahr.
s » m
Die Bezahlung des Durchgangsverkehrs.
Einigung mit Polen.
DNB. Warschau, 8. April. Die zwischen der
deutschen und der polnischen Regierung seit
einiger Zeit geführten Besprechungen in der
Frage der Zahlungen für den Durchgangsver
kehr zwischen Ostpreußen und dem übrigen
Reichsgebiet haben zu einer Einigung über
die Grundsätze für die Begleichung der neu
entstehenden laufenden Verpflichtungen und
der bisher aufgelaufenen Mickstände geführt.
Deutschland hat sich bereit erklärt, für die
laufenden Kosten zunächst bis zum Ende des
Jahres 1936 einen begrenzten Monatsbetrag
in Devisen zur Verfügung zu stellen. Eine
deutsche und eine polnische Kommission von
Sachverständigen ist am 7. April in Warschau
zusammengetreten, um Vereinbarungen über
die Anpassung des Durchgangsverkehrs an die
deutsche Zahlungsfähigkeit zu treffen. Eine
weitere Kommission soll sobald wie möglich die
Beratung der Einzelheiten für die Auflösung
der Rückstände aufnehmen.
* *
Zur Enteignung
des Rigaer Zsmmuseums.
DNB. Riga, 8. April. Wie gemeldet, wurden
am Dienstag die Räume des Rigaer Dom
museums versiegelt. Gleichzeitig erfolgte die
staatliche Mitteilung, daß das Museum mit
allen seinen Sammlungen, die der deutschen
wissenschaftlichen „Gesellschaft für Geschichte
und Altertumskunde" gehören, nunmehr in
staatliche Verwaltung übernommen werde.
Hierzu erfahren wir ergänzend, daß die let
tische Stadtverwaltung dem Rigaer Dom
museum die von diesem bisher benutzten
Räume bei der Domkirche vor einiger Zeit
gekündigt hatte. Die Vorschläge des Dom
museums an die Stadtverwaltung von Riga
zu einer Einigung wurden von dieser abge
wiesen. In diesem Zusammnhang sah sich das
Rigaer Dommuseum kürzlich gezwungen, sich
an das lettische Denkmalsamt zu wenden, um
die gesetzlich vorgeschriebene Genehmigung der
Ueberführung des Museums in andere Räu
me nachzusuchen.
Ehe noch das Dommuseum eine Antwort er
halten hatte, ließ das Denkmalsamt die
Räume des Museums versiegeln und teilte
mit, daß das Museum einschließlich aller
Sammlungen nunmehr in staatliche Verwal
tung übernommen werden würde.
„Karlsruhe" vor San Diego jKalifornienj.
DNB. San Franzisco, 8. April. Der Schul
kreuzer „Karlsruhe" traf am Mittwoch auf
seiner Weltreise vor San Diego ein. Am 16.
April tritt er seine Weiterfahrt an.
Abschied der KdF.-Fahrcr von Lissabon.
DNB. Lissabon, 9. April. Beim deutschen
Gesandten fand am Mittwochmittag zu Ehren
der KdF.-Fahrer ein Frühstück statt. Bei Ein
tritt der Dunkelheit verließ die Friedensflotte
den gastlichen Hafen.
/
„Zieh an!" (zu deutsch,) ruff (ins der Früh*
ling zu, »zieh an" wiederholt der Sommer,
»zieh an' empfiehlt auch noch der Herbstl
Slipon, der Mantel für drei Jahreszeiten!
Den modernen Cheviot-Slipon trägt man im Früh
jahr mit besonderem Vergnügen. Man wird schnell
„gut Freund“ mit ihm. Behaglich-eleganter Sitz und
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Auswahl, die sich sehen lassen kann.
bans Wgensen ~
Rendsburg /-***^Jt
jfx&idicàe Osteceiet?
Das sollte nicht nur ein lustiger Wunsch für das
Osterfest sein, sondern in die Tat umgesetzt
werden. Und Sie dürfen sicher sein: wenn Sie in
ein. buntgeschmücktenOsterei irgendein kleines
pcaktisches Ģc&chenk
überreichen - etwa ein Paar Strümpfe, Hand
schuhe od. Schal für die Dame, eine Krawatte,
ein Paar Socken od. Oberhemd für den Herrn
— dann spenden Sie die schönste Osterfreude.
Wie wäre es mit einem dieser „Ostereier"?
Wenn man von Klei»«» Artzeigen hört, denkt man an
die Schleswig-Holsteinische Landeszeitung, Rendsburg