Schleswig-Holsteinischer Wirtschaftsdierrst
In eigenen Worten
Häutekontingent
und Schuhindustrie
In Anpassung an die
augenblicklich niedrigen
Rinderauftriebsziffern
hat die HB. der Deut
schen Viehwirtschaft das Häutekontingent für die
allg. Einkaufsgenchmigungen auf 60 Proz. des Nvr-
malbedarss festgesetzt. Die unübersichtliche Lage auf
dem Rindviehmarkt berechtigt zu der Annahme, daß
wir für die nächste Zeit mit wesentlichen Aende
rungen der Vomhundertsätze nach der günstigen
Seite hin nicht zu rechnen haben. Trotzdem ent
kräftet die HV. die Befürchtungen eines etwaigen,
in fehlendem Schuhwerk sich niederschlagenden Man
gels mit dem Hinweis, dag genügend Fertig- und
Lederwaren auf Lager liegen.
Im Durchschnitt der Jahre 1027 bis 1084 machte
der Anteil des inländischen Häuteanfalls mengen
mäßig ungefähr 60 Proz. der gesamten verarbeiteten
Menge aus,' wertmäßig wird die Einfuhr aus dem
Auslande auf 55—60 Proz. deS Jnlandsanteils be
ziffert. Die ledereuzeugende Industrie ist also in
starkem Maße vom Ausland abhängig.
Da bas inländische Gesäll ziemlich stabil ist und
sich nicht so ohne weiteres vermehren laßt, es sei
denn durch stärkere Anlieferungen in der einen Pe
riode auf Kosten einer anderen fivoraus die augen
blickliche Häutc-Kontingentierung ihre teilweise Be
gründung erhält), suchte sich die Lederwirtfchaft,
ü. h. die ledererzeugende Industrie durch Vorein
deckung zu sichern, Bestrebungen, die sich vornehm
lich in den ersten Monaten 1084 bemerkbar mach
ten. Um schädigende Rückwirkungen auf dem Häute
markt zu vermeiden, wurde am 9. 4. 1084 die Ueber-
wachung des Verkehrs mit Häuten und Fellen ein
geführt, die vorübergehend sogar zu einen Ein
kaufsverbot führte. Es folgte eine Preisverord
nung, der zufolge die Mürz/Aprilpreise 1934 nicht
überschritten werden durften, es sei denn, daß die
eingeführten Häute und Felle höher bezahlt werden
müssen.
Insgesamt belief sich der Verbrauch au Häuten
und Fellen im Jahre 1934 auf 310 000 To., von
denen 165 000 To. auS dem Ausland hereinkamen
gegenüber 120 000 im Vorjahr. Für 1035 liegen die
Verbrauchsziffern noch nicht fest, Ser Einfuhrüber
schuß an Häuten und Fellen war mit 140 000 To. um
etwa 10 Proz. kleiner als im Vorjahr. Da auch der
Anfall im Inland in 1935 ein guter war, so gut so
gar, daß wir von einer vorweggenommenen Ver
sorgung mit Recht reden können, ist
die Versorgung mit Häuten und Fellen insgesamt
gesehen gesichert. Es dürfte sich somit augenblicklich
an der Sachlage der reinen Vorratshaltung gegen
über dem Frühjahr vorigen Jahres nichts Besorg
niserregendes geändert haben. Damals erklärte die
Ucberwachungsstelle für Häute und Felle in einem
Rückblick auf ihre erstjährige Tätigkeit, „daß es ihr
gelungen sei, die Versorgung der Lederindustrie
mit ihren wichtigsten Rohstoffen jederzeit sicherzu
stellen, so daß die Lederwirtschaft in das 2. Jahr
der Rohstoffbewirtschaftung mit Reserven an Roh
stoffen und beträchtlichen Mengen an Fertigfabrika
ten eintreten konnte". Zahlenangaben über die
Rohstoffreserven liegen uns nicht zur Hand. Es liegt
aber in der Natur der Sache, baß bei längerer Kon-
Hamburger Börse
Amtliche Notierung in MM kür 100 MM Nennwert
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34 00
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15 75
34 00
30. 3.
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91.25
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125.00
70.00
89 25
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15 25
25.50
16 00
32 00
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36 25 37 12
147.50 147.50
14050 139.50
102.50 102 50
100.00 100»
122.00 122 00
138 50 138 50
182.00 178.00
139.25 140.25
117.00 117.00
162 00 161.50
19.00 19.00
106.50 106 87
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Stkmen»
Deutsche dcîftt
JD.-ffarben
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Amtliche Währungskurse.
31.3. 30 3.
1 Piund Sterling .
1 Dollar
100 dän. Kr. . .
100 iranz. Frank. .
Peseta
12.32
2.489
5b 00
16.405
34.01
Lira 1968
12.315
2.489
54.98
16.395
33 87
19.68
(Ohne Gewähr!) Geldkurs
Metall. Elektrolotkupser per 100 Kg. 31. 3. 30 3
prompt eil Hbg. od. Brem. Rotterd. 51.50 51 50
Leipzig, 80. März. 466 Rinder, Qualität bei
Ochsen und Färsen gut, bei Bullen und Kühen
mittel. Bei schlechtem Geschäftsgang wurden die
für die einzelnen Schlachtwcrtklassen festgesetzten
Höchstpreise erzielt. Am Kälbermarkt vorwiegend
Mittelware, bei langsamem Geschäftsgang geräumt.
Spitzenpreis erfuhr eine Herabsetzung von 2 MM,
im übrigen beträgt der Preisnachlaß 5 bis 8 MM.
Auf dem Hammelmarkt überwiegend beste und
mittlere Lämmer, bei langsamem Geschäftsgang zu
leicht rückgängigen Preisen gehandelt. Unverkauft
180 Tiere. Das Angebot von 2309 Schweinen zu
Festpreisen verteilt, überwiegend mittelschwere
Ware.
Am Kartosfelmarkt in Schleswig-Holstein standen
ausreichende Anlieferungen einem ziemlich regen
Bedarf gegenüber. Futterkartoffeln wurden nur
vereinzelt gehandelt. Fabrikkartoffelgeschäft still.
Auch aus Hamburg wird über ausgeglichene
Marktverhältnisse berichtet. Da die Verteiler
größere Eindeckungen vornahmen ergaben sich recht
bedeutende Absatzmöglichkeiten, denen überall ent
sprochen werden konnte.
tingentierung auf % des Normalverbrauchs die aus
dem Ausland hereinzunehmenden zusätzlichen Er
gänzungen ansteigen müssen. Da Häute und Felle in
der Devisenbewirtschaftung zu den bevorzugten
Rohstoffen gehören, die sich außerdem auf dem Wege
des Kompensationsverkehrs leichter (bis 1935) her
einnehmen lassen, wird man mit diesen Mengen lim
Nahmen des Möglichen) auch wohl praktisch rech
nen können, so unliebsam sie auch die Devisenbilanz
belasten.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Rück
wirkung auf die Preisgestaltung. Kriege und krie
gerische Vorbereitungen haben im Ausland die
Rohstoffpreise auf den meisten und wichtigsten Ge
bieten ziemlich empfindlich ansteigen lassen. Bei
Häuten und Fellen betragen diese Erhöhungen bis
zu 60 vH. und mehr gegenüber den Preisen in 1934
und 1935, sei es in Chicago, oder La Plata usw.
In Paris waren schwere Ochsenhäute gegen Ende
1935 um 54 gegenüber 1934 angestiegen.
Nun besteht grundsätzlich die Bestimmung (It. Le
derpreisverordnung vom 20. 4. 1934) der Anpassung
der Lederpreise an die erhöhten Rohstofspreise, nicht
aber einer entsprechenden Angleichung der Schuh-
preise. Bereits im Herbst vorigen Jahres wurde
der erweiterte Beirat der Fachgruppe Schuhindu
strie bei dem Neichsivirtschaftsministerium vorstel
lig, daß auf die Dauer die Verteuerung der Roh
ware die konsequente Junehaltung dieser Vorschrift
unmöglich mache. Das Ministerium hat die Frage
der überhöhten Lederpreise mit den geltenden
Schuhpreisen überprüft,' die jetzigen Preise für
Fertigwaren zeigen, daß die maßgebenden Stellen
sich der Meinung der Schuhindustrie und des Han
dels nicht verschlossen hat, daß nämlich die Grenze
zwischen Rohstoffpreis und dem Preis der Fertig
ware reichlich stark angebeult sei. Wenn auch ein
deutige Zahlen über die Preiswanölungen der
Schuhwaren nicht vorliegen, so wird doch spürbar,
daß bes. die Preise für rindlederne Schuhe, Stiefel
usw. angestiegen sind um Anteilssätze, die an die
10-vH.-Grenze lgcgen 1934) mindestens heranreichen
und diese oftmals überschreiten. Ob man heutzu
tage für die Gesamtheit aller Schuhwaren mit einer
Preissteigerung von etwa 10 Proz. gegen 1934 rech
nen kann, steht dahin .
Innerhalb der Schuhindustrie werden die Schwan-
kungenauch in der Folgezeit bei etwa sich ändernden
ausländischen Rohstoffpreise sehr verschieden sein,
vornehmlich bedingt durch den Anteil des Rohstoff
preises am Gesamtpreis. Steckt im Fertigwaren
preis nicht mehr als etwa 15 % Ausgabe für den
Rohstoff, wird man selbstverständlich mit der Mög
lichkeit der Preissteigerung weniger zu rechnen ha
ben als in jenen Füllen, wo K und mehr im Roh
stoff stecken. Inwieweit von dieser Preisseite her
eine weitere Beeinflussung der heutigen Umstellung
vom Gebrauchs- zum Modeschuh zu erwarten ist, sei
dahingestellt.
Das Hairtekontingent
ist auf 60 Prozent festgesetzt, da die Rinöerschlach-
tnngen für die nächste Zeit auf 60 Proz. herabge
setzt worden sind. Es wäre nicht gerechtfertigt, so
heißt es, aus dieser Einschränkung in der Herstel
lung von Leder in den nächsten Monaten etwa die
Befürchtung herzuleiten, daß der Bedarf an Fer
tigfabrikaten der Lederwirtschaft, z. B. an Schuh-
werk, nicht mehr gedeckt werden könnte. Sowohl
die Leder erzeugenden Betriebe wie der Lederhan
del und die Schuhfabriken verfügen noch über er
hebliche Bestände an Leder. Auch sind in den Schuh
fabriken und Schuhgeschäften beträchtliche Mengen
fertigen Schnhwerks vorhanden. Ueberdies ist zu
hoffen, daß bald wieder eine Steigerung der Ab-
schlachtnngen und damit eine Vermehrung der
Häute eintreten wird, die eine Herabsetzung der
Einkaufsmengen zuläßt.
Die FriedrichSbcrger Sparkasse eGmbH.
in Schleswig
Der Umsatz stieg in 1935 um etwa 40 vH. auf
mehr als 7 Mill. MM, die Bilanzsumme von
475178 auf 654 794 MM, die Zahl der Sparkonten
von 504 auf 643, die der Gcschäftsguthabenkonten
von 297 auf 306 und die Kontokorrentkonten von
279 auf 301. Der Reingewinn von 5859 MM wurde
wie folgt verteilt: 5 vH. jim Vorjahre 6 vH.) Divi
dende (1700 MM), 2952 MM für den Reservefonds,
400 MM Rücklage für Unkosten und 307 MM für ge
meinnützige Zwecke. Damit zwischen dem Eigen- u.
Fremükapital künftig das gesetzlich vorgeschriebene
Verhältnis vorhanden ist, wurde beschlossen, den
Geschäftsanteil von 100 auf 300 MM je Mitglied zu
erhöhen. Die aus dem Aufsichtsrat ausscheidenden
Mitglieder Robert Lill und Georg Muhl wurden
wiedergewählt, (es.)
Wollwirtschast
Mit Zustimmung des Neichswirtschaftsministers
wird angeordnet: Für die Bewirtschaftung (Ein
kauf) ivollener Spinnstoffe ab 1. April 1036 gelten
die in den 88 1 bis 21 der Anordnung — W. 17 —
vom 23. September 1985 und in § 2 Satz 2 Der An
ordnung — W. 18 — vom 23. November 1935 ent
haltenen Vorschriften des laufenden Wirtschaftszeit
raums mit der Maßgabe weiter, daß in diesen An
ordnungen enthaltene Zeitangaben um ein halbes
Jahr hinausgeschoben werden. Sofern einzelne Be
triebe die ihnen für die Zeit vom 1. Oktober 1935
bis 31. März 1936 erteilten allgemeinen Einkaufs-
gcnehmigungen nicht voll ausnutzen konnten, wird
ihnen auf Antrag bei Erteilung der allgemeinen
Genehmigung für die Zeit vom 1. April bis 80.
September 1936 die fehlende Menge, unter gleich
zeitiger Anrechnung als Vorräte, hinzugerechnet.
Die Anträge sind unter Angabe der nicht ausge
nutzten Mengen bis zum 10. April 1986 bei der
Ueberivachungsstclle einzureichen. Diese Anordnung
tritt am 1. April 1936 in Kraft.
Gegen Abwertungsgeriichte
des französischen Franken
erklärte sich Finanzminister Regnier. Er führte eine
Reihe Gründe an, die dem Finanzmarkt Ver
trauen einflößen müßten (Haushaltsausgleich,
hoher Goldbestand, einwandfreie Schatzamtslage,
Wirtschaftsbelebung).
Auslese
Ig-Pfg.-Zigarre im Vordergrund
Nach der Tabaksteuerstatistik vereinnahmte das
Reich im Februar 47,59 Mill. MM gegen 51,85 im
Januar. Zigarren brachten 12,92 (13,47), Zigaret
ten 27.55 (30,81), steuerbegünstigter Feinschnitt
und schwarzer Krauser 4,54 (4,62), Pfeifentabak
2,04 (2,39) Mill. MM. Bei Zigarren ging die Stück
zahl von 656,31 auf 625,71, bei Zigaretten von
2978,9 auf 2690 Millionen zurück. Der Anteil der
6- und 10-Pfg.-Marke hat sich etwas vermindert,
während die Sorten zu 5, 15 und 20 Pfg. etwas
höher lagen. Nach wie vor führt die 10-Pfg.-Zigarre
mit einem Anteil von 33,9 gegen 84,5 vH. Bei den
Zigaretten weist die 2^-Pfg.-Marke eine Steige
rung von 16,3 vH. im Januar auf 18 vH. im Fe
bruar auf, während die 814-Pfg.-Marke von 60,4
auf 59,4 und die 4-Pfg.-Marke von 18,8 auf 17,9 vH.
zurückgegangen ist.
Bei der Flensburg - Stettiner Dampsschissahrt-
Gefellschast, Flensburg, werden für 1935 Nettobe-
triebseinnahmen von 87 113 (74 272) MM ausgewie
sen. Es verbleibt nach Abzug der Unkosten ein Ge
winn von 2311 MM, um den sich der Verlustvortrag
aus 1934 auf 5656 MM vermindert.
Eine Verordnung zum Gesetz über Verbrancher-
genossenschasten besagt, daß im Falle der Ueberschul-
dung von Verbrauchergenossenschaften, die sich auf
Grund des Gesetzes vom 21. Mai 1935 auflösen, die
Frist zur Beantragung der Eröffnung des Kon
kursverfahrens oder gerichtlichen Vergleichsverfah
rens nicht vor dem 1. Juli 1986 beginnt.
Dänische Pferde-Aussuhr nach Deutschland. Im
nordwestlichen Jütland sind in der letzten Zeit
Pferde leichterer Rasse für Deutschland aufgekauft
worden, angeblich für Heeresgebrauch. Es handelt
sich um Pferde für Kavallerie und Maschinen
gewehre. Die Preise liegen zivischen 1000 u. 1200 Kr.
Der Reichsmintster der Justiz hat mit Erlaß vom
23. Januar 1936 die Landgerichtspräsidenten er
mächtigt, Gerichtsgebühren, die aus Anlaß der Her
richtung von Lustschutzräumen für die Eintragung
im Grundbuch oder für Beurkundungen und Un-
terschriftsbcglaubigungen entstehen, niederzuschla
gen oder zu erstatten. Dahingehende Anträge müs
sen bis zum 31. Dezember 1937 gestellt werden.
Durch Vorlage einer Bescheinigung der Baupolizei
behörde ist nachzuweisen, daß die Gebühren aus
Anlaß der Herrichtung von Luftschutzräumeu ent
standen sind.
Die Leitung des schwedischen Zündholzmonopols
hat die Zündholzsabrik in Litauen ab 12. März
für unbestimmte Zeit geschlossen und die gesamte
.Belegschaft entlassen, da der Verbrauch an Zünd
hölzern im letzten Jahr um 60 vH. zurückgegangen
ist und die Vorräte zur Deckung des Bedarfs für
längere Zeit ausreichen.
Versicherungsgesellschaften übernehmen in 1836
wieder Reichsanleihe, der seinem Betrag nach dem
im Jahre 1935 gezeichneten Betrag entspricht. Hier
bei werden übernommen je zur Hälfte Schuldver
schreibungen der 41-proz. Anleihe von 1935, 2. Aus
gabe, und 4X-proz. auslosbare Schatzanweisungen
von 1936.
Handel «Kd Wa«del
Berliner Markt
1127 Rinder leichte Abschwächung der (mittleren)
Durchschnittsbeschaffenheit, Anteil der Ochsen und
Bullen geringer. Angesichts des knappen Auftriebes
scharfes Geschäft, für a- und b-Klasse einschl. der
Ausstichtiere ohne weiteres die höchstzulässigen
Preise bewilligt. Starke Nachfrage vor allen Din
gen nach den schwach vertretenen Fresserbullen.
Aber auch bei den restlichen Tieren der c- und d-
Klasse wickelte sich im zweiten Abschnitt des
Marktes mit wenigen Ausnahmen der Handel an
der oberen Preisgrenze auch für diese Klassen ab.
— 3737 Kälber. Durchschnittsbeschaffenheit gut
mittel, bei ruhigem, zum Schluß sogar abflauen
dem Handel Preiseinbußen in den mittleren und
unteren Klassen. — Auf dem Hammelmarkt 4038
Tiere, Durchschnittsqualität lag mittel, nicht viel
Osterlämmer aufgetrieben aber gesucht bei mittel
mäßigem Handel Preise nur noch,in den oberen Klaf-
sen behauptet, während sic für die geringeren Läm
mer und Hammel sowie für Schafe etwas ab
sanken. — Am augenfälligsten war heute die starke
Auftriebsvermehrung bei den Schweinen. Der sich
auf 15 827 Tiere belaufende Auftrieb lag um fast
8000 Stück über dem des letzten Dienstagmarktes.
Durchschnittsqualität hielt sich auch auf alter Höhe.
Für das Gros der Käufer stand natürlich das
kräftige Fleischschwein im Mittelpunkt des In
teresses, ahcr es wurden auch schwere Schweine für
Wnrstfabrikationszwecke übernommen. Im Hinblick
auf das nähergerückte Osterfest liegt doch ein ge
wisser Mehrbedarf vor, und so war zum Schluß auch
die leichte Ware noch unterzubringen.
Gegen dreiLfchlerrderei nach innen und außen
haben sich die Preisprüfungsstellen sehr gut be
währt, erklärte Reichsbankdirektor Brinkmann in
einer Rede. Wenn wir alles tun, um das inter
nationale Preisniveau zu halten und sogar zu ver
bessern, so tun wir gerade das Gegenteil von dem,
was man uns immer und immer wieder vorwirft:
Wir dumpen also nicht!
(Ohne üewähti) Deutsche Schlachtviehmärkte 31. är 1936
Kammernotierung Berlin am Marktlage. Preise für 1 Pfund Lebendgewicht in
Brannsehn.
Kam!
llastlebnrc
Um
Stettin
Slnltņarl
Hamlniif
1. Ochsen
2. *
3
4- ,
1. Bullen
2. „
1. Kühe .
2. „ -
1. Kälber
2.
l Schafe
2. .
1. Schweine
2. „
3. „
1. Sauen ...
Ochs.Bu.Kü.
Kälber
Schafe
Schweln.Sau.
Ochs.Bu.Kü.
Kälber
Schafe
Schwela.Sau.
41
37—40
35—36
60-70
48—58
37-45
541/2
531/2
50/2
541/2
230
214
141
1284
flott
mittel
verteilt
42
38
39-41
54—37
62-64
56— bl
40-43
39
41
37
38- 40
36
60—74
45—58
36 40
25—35
541/2
531/2
501/2
521/2
39-42
34-38
65-70
58-64
41
37
40
36
65-70
53 64
56 541/2 57 54
54-55 531/2 55-56 52-53
52 501/2 53 50
48—55 521/2 54
Auftrieb und Handel auf den
86 437 233 151
315 729 245 245
28 302 60
866 3763 1043 1380
zugeteilt glatt zugeteilt verteilt
ruhig „ lebhaft langsam
42
40—41
35-37
68-71
63-67
561/2
551/2
521/2
48—56
Märkten
596
1084
70-76
60 63
313 Berlin 24.3
zugeteilt
langsam
zugeteilt
zugeteilt
verteilt
1538
zugeteilt
belebt
belebt
1722
9475
s. flott
zugeteilt
44
40
35
42
38
41
37
66-73
53-63
36-38
32-35
541/2
531/2
501/2
531/2
1127
3737
4050
15827
glatt
ruhig
mittel
vert.
44
40
35
28
42
38
41
37
69-74
57-67
38-40
35-37
5402
531/2
501/2
531/2
1039
3752
3194
12846
glatt
ruhig
zl.glatt
vert.
Hamburger Getreidegroßmarkt
(Früh markt» vom 31 März
Getreide VMM j e inoo Kg.)
(Ohne Gewähr)
Tendenz ruhig
203.00
210.00
167.00
173.00
176.00
181.00
Weizen Erz.Pr. Festpr-Geb W 9 .
Weizen Erz-Pr Festpr.-Geb W 12 .
Roggen Erz - Pr. Festvr -Geb R 9 . .
Roggen Erz. Pr Feitpr -Geb. R 12 .
Futtergeiste Erz-Pr. Festpr.-Geb. ü 9
Fuliergerste Erz.-Pr. Festpr.-Geb. G 12 . .
Wintergerste, zweizeilig, f Jndustriezwecke
zirka 7071 Kg., ab Mecklenburg .
Sommergerste fret Hamburg
Dto 68Ş K, für Jndnstriezw ab Mecklbg 198-202
Donaugetste kmgir. verzollt —
Russenqersie 6R64 bzw 64'65 Kg. kwgfr. verz. — • —
Hafer Erz.-Pr Festpr.-Geb. H 12 ... * 167.00
Hafer. Erz.-Pr. Festpr.-Geb H 16 . ... 172.00
Futtermittel VMM (e 50 Kg ! Tendenz iubto
In! Wetzen kleie Grün dp r sofort W 9. . . 5.77>/2
Int. Roggenkleie. Grnndpr. sofort R 12 .
Reisfutterwehi. deutsches 24%ta, zirka 6 %
Rohfaser ab Fabrik ....
Reissuttermehl. hell. 24 %. mar 6 % Roh-
iaser, prompt
Leinkuchen, ab Harburg, sofort 8b5
Leinkuchenmehl, dtich. Mahlg.. prompt.
Kokoskuckten, ab Harburg, sofort . . .
Manila-Kokoskuchen, ab Harbg.. prompt
Palm suchen, dtich.. ab Harburg, sofort.
Erdnußkuchen, ab Harburg, sofort . .
Erdnußkuchen. 60 %, Bremen
Erdnußkleie
Sesamknchen. ab Fabr. Hamburg/Harburg 8-05
Rapskuchen, deutsche Saat, sofort . . . . 7.10
Rapsschrot, deutsche Saat 7.20
Palmkernschrot deutsch, prompt 7.80
Sonaschrot Harburg, sofort 7.75
Baumwoll - Saatkuchenmehl. 48 %, prompt 7.95
Mehle {MM je 100 Kg.»
Weizenmehl. 790, W 16 (Jnlandsweizen). . 28.60
Weizenmehl, mit 10 % Auslandsweizen. . 30.10
Weizenmehl, mit 20 % Auslandsweizen. - 31.60
Weizenmehl. 790. W 9 28.10
Roggenmehl. 997, R 12 . 22.40
Roggenmebl, 997, R 15. ••••••••• 22.70
Roggenmehl. 997 R 9 ........ . 22.00
Die Händler-Berdienstspanne wird bis auf Wi-
derruf bei Weizenmehl auf 1,80 MM per 100 Kg.
und bei Roggenmehl auf 1,40 MM per 100 Kg. frei
Bäcker-aus festgesetzt.
5.9702
5.45
6.10
8.70
7.70