Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

129 * Jahrgang. / Nr. 86. ļ Zweites Blatt. 
—. ouiļueurcļcpe 
LanbeŞttung 
îìendsduryer Tageblatt 
Sonnabend, den 11. April 1936. 
Wolf-Hitler-Schnle 
Eine neue Schule wird mit dem Beginn des 
Schuljahres am 15. April unserer Jugend zu 
gänglich gemacht werden: die Adolf-Hitler- 
Schule. Das Haus hat eine bewegte Vergan 
genheit hinter sich. Bis das Lyzeum mit der 
Aufbauschule vereinigt wurde, diente es die 
sem als Heim. Später hat es dann die Lehr 
abteilung des damaligen Freiw. Arbeits 
dienstes benutzt,' zuletzt bewohnte es die Hitler- 
Jugend. Sie wird in die Räume der freiwer- 
denöen Heeresfachschule übersiedeln, und die 
Klassen der 4 Jahre währenden Grundschule, 
die ja bekanntlich für alle Schularten gemein 
sam sind, werden von dem Hause Besitz ergrei- 
sen. Es tritt damit eine begrüßenswerte räum 
liche Entlastung für die übrigen Volksschulen 
ein. Das Haus bedurfte einer gründlichen 
Ueberholung. In allen Räumen ist die Viel- 
Zahl der Handwerker noch fleißig bei der Ar 
beit, aber schon läßt sich bei einem Besuche 
die Schönheit des vollendeten Werkes erken 
nen. 
Beim Betreten des Gebäudes fällt der Blick 
sofort auf eine überzeugende Büste unseres 
Führers, die zusammen mit dem Namen der 
Schule schon für die kleinen Jungen und 
Mädchen eine erste Verbindung mit dem Werk 
des Mannes herstellen soll, dem sie in ihrem 
späteren Leben mit Le'h und Seele dienen 
werden. 
Bei der Ausmalung der Schule sind für 
Rendsburg neue Grundsätze zur Anwendung 
gekommen. In dem letzten Jahrzehnt war es 
üblich, die Schulen mit besonderer Farben- 
freuüigkeit, oft jeden Raum in einer anderen 
Farbe, auszumalen. In der „Aöolf-Hitler- 
Schule" hat man alle Räume auf einen hellen 
Ton gestimmt. Die großen Flächen sind durch 
dem kindlichen Verständnis angepaßte Mär 
chen-Zeichnungen belebt worden. Hünsel und 
Gretel, Däumling, Münchhausen, Wichtel 
männchen, Schäfchen und noch vieles andere 
Mehr werden die ABC-Schützen bewundern 
können. Es ist damit auch hier versucht wor 
den, einen ersten, dumpfen Eindruck, der sich 
"st dann das ganze Leben der Schule gegen- 
über festsetzt, schon in diesen äußeren Dingen 
3U verhindern. 
Die Wände mußten vielfach versetzt werden, 
Um die großen 6X9-Klassen für rund 50 Kin 
der zu schaffen. Aus 3 alten Klassen wurden 
so 2 Grundschulklassen. Mit besonderer Sorg 
salt ist für gute Beleuchtung Sorge getragen. 
4 Kugelpendel-Lichtquellen, die keinen Schat 
ten werfen, werden jede Klasse beleuchten. 
Die Aula schmücken, neben dem älteren Ge 
mälde von Milberg, Sprüche des Führers. Sie 
wird wegen ihrer hübschen Gestaltung und der 
Sentralen Lage inmitten der Stadt bald für 
Abhaltung kleinerer Versammlungen und 
kultureller Veranstaltungen in Aufnahme 
kommen. Im zweiten Stock hat u. a. die 
Kreislehrerbibliothek Unterkunft gefunden. 
Im Keller befindet sich gemäß den Forderun- 
> gen, die der Führer für deutsche Volksschulen 
aufgestellt hat, eine Duschanlage, die auch im 
Winter für ein Bad der Kinder sorgen wird. 
Sie ist zugleich für die Doppelschule gedacht. 
Damit sind alle Rendsburger Schulen mit 
einer Brauseeinrichtung versehen. Der Keller 
enthält weiter eine geräumige, sonnige Haus- 
weisterwohnung, Heizräume, Umkleideräume 
für die Turnhalle und Aborte für Mädchen, 
während die für Knaben vom Hof aus zu 
gänglich sind. 
Die nördliche Schulhälfte gehört den Mäd 
chen, die südliche den Knaben. Die jüngsten 
Jahrgänge werden im Erdgeschoß unterge 
bracht. Der Schulhof ist vergrößert und neu 
beschlackt worden, denn 420 Kinder werden ihn 
bevölkern. Gegen den Straßenverkehr grenzt 
ein Gitter ab, doch wird der Durchgang, der sich 
hier seit altersher befand, erhalten bleiben. 
So ist seitens der Stadt alles getan, um 
einen erfolgbringenden Schulbetrieb zu er- 
wöglichen. Und es ist sicher nicht die schlech 
teste Geldanlage, für die Zukunft der Jugend 
Su sorgen. Es soll ihr auch in dieser „Adolf- 
Hitler-Schule" das Rüstzeug mitgegeben wer- 
Reudsburg, den 11. April 1936. 
den, einst die Geschicke Deutschlands würdig 
unserer Gegenwart, die dann schon Vergan 
genheit sein wird, mit zu gestalten. O 
Blick nach dem Osterhimmel 
Unser nordischer Frühling hält in diesen 
Tagen einer kühlen Brise noch ein wenig mit 
der Entfaltung seiner Formen und Farben 
zurück, wie ein Gang durch die Natur ergibt. 
Zwar sind sie da: Krokus, Primel, Tulpe, 
Stiefmütterchen, Osterlilie, Weiöeblüte, Bü 
sche und Hecken, in die ein gelber und grüner 
Regen sacht eingefallen zu sein scheint. Mai 
kraut, zu duftigem Kränzlein geflochten, brin 
gen die Kinder ins Haus, und hie und da wird 
am Hang oder Walöesrand das sinnige 
Blümlein erblühen, das es allen antut: Vio 
la oöorata, das wohlriechende Veilchen. 
Doch mangelt es noch an dem mit Macht 
das Letzte hervorzaubernden warmen Hauch, 
der die Erde weithin in eine blumige, die 
dumpfen Töne verdrängende Au verwandelt. 
Am Karfreitag gab es verschiedentlich Spritzer 
bei ziemlich starkem nordwestlichem Wind. Dies 
konnte Unentwegte nicht abhalten, eine kleine 
österliche Vorschau im Gelände zu halten und 
dabei auch ein sehr reges hochzeitliches Trei 
ben an den vielen Krähenhorsten im Nobis- 
krüger Gehölz festzustellen. 
Wie wird nun das Wetter Ostern sein? 
Dies fragt man sich nicht allein im Hinblick 
auf den Frühlingshut und das Frühjahrs- 
jückchen, sondern das ist eine Frage für jeden, 
der Auferstehung in Gemüt und Geist feiern 
will. Ein nördliches Tief hat, wie man von 
der Hamburger Wetterdienststelle hört, weiter 
unfreundliche Absichten. In Nordwestöeutsch- 
land ist mit „gelegentlicher leichter Regennei 
gung" zu rechnen. Nun begreife ich den Schnei 
der, der einem spät kommenden Freund bei 
Ehre und Gewissen versicherte, es habe Zeit 
mit der Renovierung des hellen Mantels bis 
nach Ostern. Hoffentlich ist das Osterwetter 
besser als der Ruf, der ihm vorausgeht. Den 
Blick nach dem Himmel aber, nach dem Oster 
wetter, werden sich heute, morgen und über 
morgen viele angelegen sein lassen. # 
Zum Schluß der Spielzeit: 
Trio und Volksliederspiel 
Die NS.-Kulturgemeinde veranstaltet zum 
Schluß der Spielzeit noch eine Reihe besonders 
anziehender Aufführungen, darunter zwei 
Konzerte: Am Sonntag, dem 19. d. M. spielt 
das Rendsburger Trio Sprung-Riedel- 
M i l ü e in der Aula der Aufbauschule Mozart 
und Beethoven. Da Herr Otto Riedel unsere 
Stadt im Mai endgültig verlassen wird, so ist 
die Gelegenheit günstig, den beliebten scheiden 
den jungen Künstler noch einmal zu hören. 
Im Anschluß an das Mozart-Trio in G-Dur 
wird die junge Koleratursüngerin Olga Moll 
aus Kiel Arien aus Mozarts Opern singen, 
u. a. aus der „Zauberflöte" das berühmte „O 
zittre nicht" der „Königin der Nacht" und aus 
„Figaros Hochzeit" die zwei beliebten Arien 
des Pagen „Neue Freuden, neue Schmerzen" 
und „Ihr, die ihr Triebe des Herzens kennt." 
Den Abend beschließt das Rendsburger Trio 
mit Beethovens opus I, Nr. 2 in G-Dur. Kar 
ten sind ab Montag bei Albers und Barlach im 
Vorverkauf zu haben. — Der Vorverkauf für 
die zweite Aufführung von Werner Sprungs 
„Volksliederspiel" am 3. Mai beginnt 
mit Rücksicht auf die Landgemeinden erst am 
20. April. Die Musikliebhaber mögen sich die 
beiden Termine vormerken, da die ausver 
kaufte Uraufführung längst nicht allen Nach 
fragenden Platz geboten hat. 
Die Niederdeutsche Bühne Rendsburg 
wiederholt am Ostermontag die seinerzeit für 
die 100. Aufführung der Bühne einstudierte 
plattdeutsche Komödie „Stratenmusik" von 
Paul Schurek, die neben Boßdorfs „Kramer 
Kray" und Wroosts „Peter Pink" zu den besten 
Stücken der älteren plattdeutschen Lustspiel 
dichtung zählt. Den Besuchern steht ein sehr 
hübscher Theaterabend bevor. Die Niederdeut 
sche Bühne hat gerade diese Komödie so oft ge 
spielt, daß alle Mitwirkenden völlig frei über 
ihre Rollen verfügen und alle guten Schnäcke, 
mit denen der Dialog reichlich gespickt ist, sitzen 
und einschlagen. Nach der ersten Szene schon 
wird das Kaltwettergefühl umschlagen in eine 
behaglich-heitere Stimmung und die platt 
deutsche Komödie sich wie so oft als eine rechte 
Seelenkur und -medizin erweisen. An der 
Abendkasse sind noch Karten für alle Platzgrup 
pen zu haben. 
Deutscher Junge! 
In diesen Tagen ruft das deutsche Jungvolk 
dir zu: Komm zu uns! Warum standest du 
bisher abseits von deinen Kameraden, die auf 
Fahrten und im Lager lernten, kameradschaft 
lich zu sein? 
Faß den Entschluß und gehe zu der Fähn- 
leinwerbestelle, welche in der Nähe deiner 
Wohnung liegt. Am Eingang stehen zwei 
Wachen. Einer der Jungen führt dich ins 
Heim. Erstaunt blickst du um dich. An der 
Wand hängen Bilder von führenden Männern. 
Vielleicht sitzt gerade ein Jungzug an den 
selbstgezimmerten Tischen und hört auf die 
Worte des Zugführers. Wenn du willst, kannst 
auch du an dem Heimabend teilnehmen. 
In einem abgesonderten Raume sitzt der 
Fähnleinführer. Er begrüßt dich, und du sagst 
ihm, daß du ins Jungvolk aufgenommen wer 
den möchtest. Er erklärt dir, daß du eine kurze 
Probedienstzeit zu machen hast, gibt dir einen 
Schein und hilft dir beim Ausfüllen. Hast du 
dann unterschrieben, verabschiedest du dich von 
deinem späteren Führer und verläßt das Heim. 
Draußen steht die Wache unbeweglich, aber 
man sieht an ihren Gesichtern, daß sie sich freu 
en, wieder einen neuen Kameraden gewonnen 
zu haben. 
Komm zu uns! 
Die Fähnlein werbe st eilen sind in 
Rendsburg: Fähnlein 1 Normannen Lornsen- 
straße Nr. 3, Fähnlf. H. Peters, Fähnlein 2 
Wiking Lornsenschule, Fähnlf. G. Faschin, 
Fähnlein 3 Werwolf Mittelschule, Fähnlf. B. 
Brammer, Fähnlein 4 Goten Adolf-Hitler- 
Haus 3. Stock, Fähnlf. W. Delfs, Fähnlein 6, 
Musikfähnlein, nimmt auch musikbegabte Jun- 
gens auf, Geschäftsstelle Adolf-Hitler-Haus, 
3. Stock lneben Fähnl. Goten). Sprechstunde 
sämtlicher Fähnleins ist vom 10.—20. April 
nachmittag 16—18 Uhr (Sonntags nicht). 
Ans Jungvolk ergeht die Aufforderung, bis 
zum 20. alle noch nicht zugehörigen Jungen zu 
werben. Das kann nur gelingen, wenn jeder 
sich voll einsetzt. Es ist vom 16.—20. April 
Uniformpflicht angeordnet. Das heißt: In die 
ser Zeit wird Uniform getragen, was selbst 
verständlich diszipliniertes Verhalten voraus 
setzt. 
Gerichts- und Notarkosten 
Am 1. April 1936 ist die Verordnung über 
die Kosten in Angelegenheiten der freiwilligen 
Gerichtsbarkeit und der Zwangsvollstreckung 
in das unbewegliche Vermögen (Kostenord 
nung) vom 25. November 1935 in Kraft getre 
ten. Die Verordnung regelt die Kosten der Ge 
richte und der Notare,' sie setzt nicht nur die 
Kosten der Gerichte im ganzen Reiche gleich, 
sondern auch die aller Notare und zugleich die 
der Gerichte und Notare untereinander, so daß 
also keinerlei Unterschied mehr zwischen No 
tar- und Gerichtskosten besteht. 
Der Notar hat von den bei ihm entstehenden 
Kosten einen bestimmten Anteil an den Staat 
abzuführen. Daher ist es den Notaren künftig 
verboten, andere Kosten, als in der Verord 
nung festgesetzt, zu erheben. Die bisher be 
stehende Möglichkeit, mit einem Notar für be 
stimmte Geschäfte höhere oder geringere Ko 
sten als die gesetzlichen zu vereinbaren, 
ist vom 1. April 1936 ab ausgeschlossen. 
Eine weitere wichtige Neuerung ist die, daß 
jt/der, der ein Gericht oder einen Notar in An 
spruch nimmt, verpflichtet ist, einen zur Dek- 
kung der Kosten erforderlichen Vorschuß 
zu leisten. Wer also ein Gericht oder einen No 
tar zum Zwecke einer Beurkundung aufsucht, 
muß sofort einen entsprechenden Kostenvor 
schuß zahlen,' erst dann kann das Gericht oder 
der Notar tätig werden. Diese Bestimmung be 
zweckt eine erhöhte Sicherheit des Staates für 
den Eingang der Gerichtskosten und für die 
von den Notaren an den Staat abzuführende 
Kostenabgabe. Ausnahmen hiervon gelten bei 
Gefahr im Verzüge und bei tatsächlicher Be 
dürftigkeit oder wirtschaftlicher Bedrängnis, 
bei deren Vorliegen auch Ermäßigung oder so 
gar Erlaß der Kosten eintreten kaun, wie denn 
die Verordnung außerdem für zahlreiche Fülle 
Gebührenbefreiung vorsieht. 
Der vom nationalsozialistischen Staat mit 
diesem neuen Kostenrecht verfolgte Zweck ver 
langt, daß alle an Urkundsgeschäften Beteilig 
ten den angeführten Grundsätzen in richtiger 
Weise Rechnung tragen, insbesondere auch 
streng der Wahrheit entsprechende Wertanga- 
ben machen, da sonst in jedem Falle eine Schä 
digung der Volksgesamtheit eintritt. 
* * * 
* Neuwerker Christkirche. Ten Gottesdienst 
am Ostersonntag, 12. April, 9.30 Uhr, hält 
Propst Abraham, da Landesbischof Paulsen am 
Kommen verhindert ist. Nachmittags 4 Uhr 
findet eine Osterandacht auf dem Neuwerker 
Friedhof statt. Der Posaunenchor wirkt mit. 
* Anhänger gegen Baum gefahren und um 
gekippt. Als ein dänisches Lastauto mit An 
hänger, die beide mit Fleisch beladen waren, 
auf der Fahrt von Dänemark nach Hamburg 
am Donnerstagmittag gegen 1 Uhr durch die 
Hindenburgstraße fuhr, brach in der Nähe des 
Lokomotivschuppens der Rendsburger Kreis 
bahn der Bolzen an der Verbindungsstange 
zwischen Auto und Anhänger. Infolgedessen 
löste sich der Anhänger und fuhr gegen einen 
Baum auf der Gchbahn. Bei dem starken An 
prall kippte der Anhänger um und legte sich 
quer zur Straße. Ter Kastenaufbau wurde 
stark beschädigt. Auch ist die rechte Hintere Ach 
senfeder gebrochen. Personen sind nicht ver 
letzt worden. Nachdem das Fleisch auf ein an 
deres Auto umgeladen war, wurde der An 
hänger abgeschleppt. 
* Die Kameradschaft chem. Gardcschiitzcn der 
Provinz Schleswig-Holstein hielt am Donners 
tag in Greens Hotel in Rendsburg einen 
Appell ab. Kameradschaftsführer Bauer Call- 
sen, Uelsby, gedachte in einer Ansprache auch 
der gefallenen Kameraden. Die Kameradschaft, 
die lange Jahre geruht hat, wurde einstimmig 
neu ins Leben gerufen. Etwa 50 anwesende 
Kameraden aus allen Gegenden Schleswig- 
Holsteins erklärten durch Unterschrift ihren er 
neuten Beitritt. Der Kameradschaftsführer er 
nannte zu seinen Mitarbeitern Tönnscn- 
Schaalby, Emken-Süderbrarup und Holländer- 
Grumby. Es wurde beschlossen, Mitte Juli d. 
I. in Schleswig ein Treffen samt den Kame- 
radcnfrancn zu veranstalten. 
* 96 Jahre alt wird am Ostermontag die 
Witwe Johann Aufenbauer. Sie ist geistig 
und körperlich noch recht rüstig. Ihren Lebens 
abend verbringt sie bei ihrer Tochter, Frau 
Neunert, Königstr. 1. 
* 88 Jahre alt, 12mal Urgroßmutter. 88 
Jahre alt wird am Dienstag, dem 14. April, 
Frau Dorothea Kraft, geb. Schöning, Witwe 
des verstorbenen Tischlermeisters Kraft. Sie 
wohnt jetzt bei ihrem Sohn, Vnchbindermci- 
ster Claudius Kraft, Rendsburg, Wallstraße 6. 
Frau Kraft, die geistig noch rege ist, ist 12mal 
Urgroßmutter. Bei allen ihren Kindern, fünf 
Söhnen in Rendsburg und einer in Husum 
verheirateten Tochter, konnte sie deren Sil 
berne Hochzeit mitfeiern. 
* Seine Gesellenprüfung bestand vor der 
Prüfungskommission im Feinmechanikerhand 
werk der Feinmechanikerlehrling Hinrich 
Storm ans Tetenhusen mit Gut in Praktisch 
und Theoretisch. Er hat bei Feinmechaniker- 
meister Will). Grubert in Rendsburg gelernt. 
* Zwei Fahrraddiebstähle. In der Nacht zum 
Donnerstag zwischen 2 und 3 llhr wurde einem 
Einwohner ails Groß-Vollstcdt sein Fahrrad, 
Marke „Viktoria", vom Flur eines Lokales in 
der Hohen Straße gestohlen. In der gleichen 
Nacht wurde vom Hof eines Grundstücks der 
Bismarckstraße ein Knabenrad, Marke „Co 
lumbus", entwendet. 
* Der Tanbenznchtvcrcin von Rendsburg 
und Umgebung hielt seine Monatsversamm- 
lnng im Gesellschaftshaus (Joh. Meins) ab. 
Aus einem Rundschreiben der Landesfach- 
gruppe geht hervor, daß es von nun ab nur 
noch für einige Hühnerrassen auf den Aus 
stellungen Diplome des Landesbauernführers 
gibt. Tauben, sogar Brieftauben, die besonde 
ren Schutz genießen, sind nicht erwähnt. Zu der 
großen Landesversammlung am l0. Mai in 
Neumünster sendet der Verein Vertreter. 
Zuchtfreund Karl Meyer hielt einen Vortrag 
über englische Großkröpfer. Er hatte zwei her 
vorragende Vertreter dieser Taubenrasse mit 
gebracht, und es war eine Freude für die An 
wesenden, diese zahmen Tauben zu beobach 
ten, die ohne Angst herumstolzicrtcn, nachdem
	        
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