-XI,
sie die erste Scheu überwunden hatten. An
Hand der Tiere wurden die Rassenmerkmale
gezeigt. Ein Vertreter des roten Farbenschla
ges war vorhanden, der wirklich gut war. Der
rote Farbenschlag ist wohl am schwersten zu
züchten, in ihm sind zu viele Einkreuzungen
vorgenommen. Ueberhaupt ist die Zucht sehr-
schwer, da die Tiere kaum selbst ihre Gelege
ausbrüten. Man benötigt für jedes Zuchtpaar
mindestens zwei Ammenpaare. Auch die Auf
zucht ist nicht leicht. Die kräftige Beinstellung
bekommt mau durch Versütterung von Leber
trankapseln. Bevor die Tiere zur Ausstellung
geschickt werden, müssen sie so zahm sein (Aus-
stellungsdressur), daß sie sich dem Preisrichter
von der besten Seite zeigen. Ausstellungsdres
sur müssen überhaupt alle Tauben, die auf
Ausstellungen geschickt werden, haben, da sie
im Käfig sonst wild umherflattern und nicht
fachgemäß beurteilt werden können. Ein rich
tiger Züchter und Tierfreund überwindet alle
Schwierigkeiten und schaut in seinen Muße
stunden gerne dem Treiben seiner Lieblinge
zu. Mit Dankesworten für den lehrreichen
Vortrag schloß der Vorsitzende die Versamm
lung, nachdem noch bekanntgegeben war, daß
die L o k a l s ch a u, vorbehaltlich der Genehmi
gung der Reichsfachgruppe, am 28. und 29. No
vember d. I. stattfindet.
* Wehrpaß berechtigt zu bevorzugter Ar
beitsvermittlung. Der Reichskriegsminister
weist in einem Erlaß darauf hin, daß für die
Versorgung der Soldaten, die am 1. Oktober
1935 oder später in die Wehrmacht eingetreten
sind oder noch eintreten, und die nach Erfül
lung der aktiven Dienstpflicht in Ehren aus
scheiden, die Vorschriften des Wehrgesetzes vom
Mai 1935 gelten. Die ausscheidenden Soldaten
erhalten daher weder eine Bekleidungsbeihilfe,
noch eine einmalige Uebergangsbeihilfe, noch
einen Berechtigungsschein für bevorzugte Ar
beitsvermittlung. Dagegen haben sie sich bei
den Arbeitsämtern durch Vorlegung
ihres Wehrpasses auszuweisen und dabei auf
den ihnen eingeräumten Vorrang bei der Be
werbung um Beschäftigung im öffentlichen
Dienst und bei Vermittlung auf Arbeitsplätze
der freien Wirtschaft hinzuweisen. Im übrigen
werden sie durch die zuständigen Arbeitsämter
betreut. Für die Gewährung etwaiger Versor
gungsgebührnisse bei vorzeitiger Entlassung
wegen Dienstunfühigkeit findet das Reichs-
vesorgungsgesetz Anwendung. Die Versorgung
der über die aktive Dienstpflicht hinaus die
nenden Soldaten wird in dem neuen Wehr
machtversorgungsgesetz geregelt, das in Vor
bereitung ist.
...
Büdelsdorf, 11. April. Die Geburtstagsfeier
des Führers wird hier am 20. April, abends
8.15 Uhr, im Gemeindehaus begangen. Unter
anderem wird der 3. Teil aus dem Chorwerk
„Deutsches Bekenntnis", von Spitta, Kantate
für Baritonsolo, Chor und Orchester, geboten.
Das Baritonsolo singt Traugott Fick-Rends-
burg. Es wirken mit der verstärkte Münner-
chor des Büdelsdorfer Gesangvereins in Ver
bindung mit dem Reudsburger und Büdels
dorfer BDM. sowie das Trompeterkorps des
Art.-Regts. 20 Rendsburg. Die Leitung hat
Lehrer Hollensen. — Seinen 85. Geburtstag
begeht am 12. d. M. der Rentenempfänger
Christian Riecken, wohnhaft Hollingstraße 2.
Riecken ist 1851 in Kluvensick geboren. Er ist
noch rüstig und hat Interesse für das, was in
der Welt vorgeht. Seine Militärdienstzeit hat
Riecken bei der Garde in Berlin abgeleistet.
Oft und gern erzählt er davon. 40 Jahre ist
Riecken Leser der „Landeszeitung". — Die Ge
burtenzahl. In der Zeit vom 1. Februar bis
31. Mürz 1936 sind 26 Geburten beurkundet.
Standesamtliche Nachrichten
Die Ehe wollen miteinander eingehen:
Landwirtschaftsgehilfe Herbert Schmidt, Neu-
Duvenstcdt, u. Hausgehilfin Küthe Minna
Meier, Rendsburg,'
Landwirtschaftsgehilfe Karl Schmidt, Stein-
sieken, und Hausgehilfin Käthe Anni Reh-
der, Rendsburg -
Maschinenschlosser Christian Schmidt, Kiel-El-
lerbek, u. Luise Friederike Ernst, Schaalby,'
Kaufmann Walter Holtz, Rendsburg, u. Haus
gehilfin Erna Horn, Rendsburg-
Gärtner Paul Fritz Hcinr. Steinfeldt, Lübeck,
und Stenotypistin Ella Auguste Minna
Nimphy, Lübeck-
Lagerarbeiter Willi Sievers, Rendsburg, und
Hausgehilfin Elfriede Marie Kibbcrt, Au-
dorf-
Tischler Hans Friedr. Hopp, Büdelsdorf, und
Kürschnerin Anni Katharine Ebert, Rends
burg-
Angestellter Karl Friedrich Wilhelm Böthner
und Hausgehilfin Gertrud Martha Heit
mann, Itzehoe-
Bauarbeiter Johannes Christian Schmidt,
Kiel, und Hausgehilfin Else Margarete
Dorothea Stäcker, Rendsburg.
SportVsrschsu
Berliner Ostermontag in Rendsburg!
Den gemeinsamen Bemühungen zweier
Provinzvereine ist es gelungen, zum Oster
fest aus Berlin zwei Mannschaften der Ber
liner Fußball- und Hanöball-Bezirksliga nach
Schleswig-Holstein zu verpflichten. Flens
burg 08 n. der eRndsburger Ballspiel-Verein
spielen gegen die Mannschaften von Siemens-
Berlin.
Am Ostersonntag wird in Flensburg ge
spielt und am Ostermontag hat die Rends-
burger Sportwelt Gelegenheit, auf dem RB
B.-Platz Handball- und Fußball
spiele zu sehen. Da die Berliner bereits
nachmittags 4 Uhr Rendsburg verlassen müs
sen, sind die Spiele wie folgt angesetzt: vor
mittags 10.30 Uhr Handball RVV. : Siemens
Berlin, nachmittags 1.30 Uhr: Fußball RB
V : Siemens Berlin. Die Eintrittspreise sind
trotz der großen Unkosten nicht erhöht- es
gelten die für vormittags gelösten Karten
auch nachmittags zum Fußball.
Ta schöner Sport zu erwarten ist, wird sich
ein Besuch der Spiele bestimmt lohnen.
ScJUleäwty-UdldeÌH
Dank des WinterhilfsWerkes
Schleswig-Holsteiner!
Nach Beendigung des Winterhilfswerkes
1936-36 lassen wir noch einmal unsere Gedan
ken zurückgehen und überschauen die unge
heuren, kaum vorstellbaren Leistungen des
WHW., als einer nationalsozialistischen Ge
meinschaftsarbeit des ganzen Volkes. Der
Dank, den wir den vielen unbekannten und
ungenannten Helfern und Helferinnen des
WHW. und darüber hinaus allen Volksgenos
sen für ihre Mitarbeit und ihre Opfer abstat
ten möchten, kann nicht in Worten ausgedrückt
werden.
Ihr alle habt gearbeitet und geopfert um
des Volkes willen!
Ihr alle habt helfen wollen, das deutsche
Volk wieder auf eine feste Lebensgrundlage
zu stellen. Dabei war euch jeder Volksgenosse
gleich wichtig und wertvoll. So seid Ihr in der
Erkenntnis Eurer sozialen Verpflichtung an
das WHW. herangetreten und habt still ge
arbeitet und geopfert. Und nur der Erfolg,
nur die Leistungen können Euch Dank sein,
nicht aber Worte.
Der Erfolg aber kann mit einem einzigen
Satz gekennzeichnet werden:
Es ist wahrhaft geholfen worden!
So marschieren wir nun festen Schrittes in
die Sommerarbeit der Nationalsozialistischen
Volkswohlfahrt, in dem Glauben an die Zu
kunft und an den Führer und mit dem Wissen,
daß das deutsche Volk nationale und sozialisti
sche Haltung gefunden hat.
Heil Hitler!
gez.: Robert Neumann.
Gaubeauftragter des WHW.
Soldatische Wettkämpfe aus
dem Nordmarktreffen 1936
Tie Ausschreibungen sind erschienen.
Kiel, 10. April. Das große Nordmarktreffen
der politischen Soldaten der NSDAP, am 23.
und 24. Mai in Kiel beendet einen Teilab
schnitt des Ausbildungsplanes 1936. Die sol
datischen Wettkämpfe am 23. Mai werden die
Möglichkeit geben, in kameradschaftlichem
Wettstreit die Kräfte zu messen, den Ansbil
dungsstand zu überprüfen und der Oeffentlich-
keit einen lebendigen Ausschnitt aus der Ar
beit der Formationen zu zeigen.
In der Geländespvrtaufgabe, die u. a. das
Zurücklegen einer Wegestrecke nach Skizze,
Anfertigen einer Wegeskizze, Marschieren nach
Marschkompaßzahl, Zielansprache, das Ueber-
winden von Hindernissen, Schießen usw. um
faßt, wird der Segelfliegersturm seinen Wan
derpreis zu verteidigen haben. Es folgen dann
Hindernisläufe, Mannschaftsläufe über 3000
Meter und ein 18-Kilometer-Gepückmarsch.
Für die technischen Sonderheiten der Pionier-
und Nachrichtenformationen sind Spezialauf
gaben vorgeschrieben. Die Pioniere haben über
einen Fluß eine Behelfsbrücke oder eine
leichte Kolonnenbrücke von einer Tragfähigkeit
von 3,4 Tonnen zu bauen. Die Ausschreibung
sieht für die Nachrichtenformationen eine Nach
richtenübermittlung vor unter Einsatz von
Kraftradmeldern, Melderadfahrern, Blink
scharen, Fernsprechbautrupps und Meldehun
den. Die Nachrichteneinheiten der Marine-SA.
lösen eine Sonderausgabe mit Wink- und
Blinkscharen. Im Schießwettkampf sind zu
schießen je Mann fünfzehn Schuß (fünf liegend
freihändig, fünf knieend oder sitzend, fünf ste
hend freihändig).
Am Sonntagvormittag wird die Marine-
SA. ein Wcttrudern über 1000 Meter und eine
Segelregatta auf einem Kurs innerhalb der
Kieler Förde durchführen. Der Start erfolgt
klassenweise lzehnriemige Kutter, sogen. „Chef
a. W. Kutter", zwölfriemige Kutter, Kreuzer
kutter).
Die Reitersportwettkümpfe für die SA.- und
SS.-Reiter werden gleichfalls am Sonntag,
dem 24. Mai, abgewickelt. Vorgeschrieben sind
ein Abteilungsreiten, ein Jagdspringen Klasse
A, ein SA.-Standartenführer von Langen-
Gedüchtnisspringen Klasse L und ein Patrouil
lenspringen. In jedem Mannschaftskampf er
hält die Siegermannschaft einen Wanderpreis
und jeder Teilnehmer der Siegermannschaft
einen Ehrenpreis. Die Preise bestehen durch
weg aus wertvollen Ausrüstungsgegenständen,
die für die Ausbildung der jeweiligen For
mation nützlich sind.
Die Meldungen zu den ausgeschriebenen
Wettkämpfen müssen bis zum 10. Mai 1936 an
den Aufmarschstab für das II. Nordmarktrcf-
fen 1936, Kiel, Hinöenburgufer 71, erfolgt sein.
Frühjahrsschonzeit für Fische
Der Regierungspräsident in Schleswig hat
am 4. d. M. eine Bekanntmachung über die
diesjährige Frühjahrsschonzeit für Fische er
lassen. Bei dieser sogenannten Frühjahrsschon-
zcit handelt es sich um die eine von vier ver
schiedenen Schonzeiten für Fische. Außer der
Frühjahrsschonzeit bestehen noch Winterschon
zeit, Sonntagsschonzeit und Artenschonzeit.
Was die Frühjahrsschonzeit betrifft, so ist in
den nicht der Winterschonzeit unterliegenden
Binnengewässern der Fischfang in den Mona
ten März bis Juni während sechs auf einan
derfolgenden Wochen, die der Regierungsprä
sident bestimmt, mit Ausnahme der stillen Fi
scherei und des Fischfangs mit der Handangel,
verboten. Der Regierungspräsident kann die
Schonzeit für die einzelnen Gewässer und Ge-
wüsserstrecken verschieden festsetzen, auf be
stimmte Fischarten beschränken oder bestimmte
Fischarten davon ausnehmen. Er darf sie auch
verkürzen oder ganz aufheben. In diesem
Frühjahr ist auf Vorschlag des Staatlichen
Oberfischmeisters nun eine allgemeine Schon
zeit für offene Binnengewässer auf die Zeit
vom 20. April bis 31. Mai (beide Tage ein
schließlich) festgesetzt worden. Für den großen
Plöner See und den Selenter See ist die
Schonzeit auf die Zeit vom 1. bis 15. Mai ver
kürzt worden, für die Schlei von Schleswig
abwärts bis zur Eisenbahnbrücke Lindaunis
dagegen auf die Zeit vom 5. April bis 16. Mai
festgesetzt. Die Fanggeräte der sogenannten
stillen Fischerei, das heißt solche, die weder ge
zogen noch sonstwie durch das Wasser bewegt
werden, dürfen weiterhin verwendet werden.
Dazu gehören namentlich Stellnetze, Aalhamen
und alle Reusen sowie die Aalschnüre. Auch
Handangelei ist, wie bemerkt, erlaubt, aber nur
die stille Form derselben, nicht die durch das
Wasser bewegte Spinnangel. Hierzu würde es
einer Genehmigung auf Grund eines besonde
ren Antrages bedürfen, wie sie jetzt für den
Havetofter See und den Preßsee erteilt wor
den ist.
Ilceis ìleMÌs&ucg.
R. Nortorf, 10. April. Standesamtliche
Nachrichten. Die Ehe wollen miteinander ein
gehen: Arbeiter Rudolf Döbbel-Nortorf mit
Emmi Diedrichsen-Schülp- Zimmerer Heinrich
Friedrich Kruse-Nortorf mit Anne Dorothea
Engelkes-Gnutz.
ICeeis Sddeswig.
Segelsportliche Veranstaltungen auf der Schlei.
Schleswig, 9. April. Wie in der General
versammlung des Schlei-Segel-Klubs be
kanntgegeben wurde, beginnen die segelspvrt-
lichen Veranstaltungen ans der Schlei am 3.
Mai mit dem Ansegeln. Es folgen am 9. und
10. Mai eine Geschwaderfahrt nach Arnis zur
Einweihung des neuen Bootshafens und eine
gemeinsame Pfingstfahrt. An weiteren Ver
anstaltungen sind vorgesehen: eine Vereins
regatta, die Schleiwoche und über die Som
mermonate verteilt eine Reihe von Geschwa
derfahrten.
jr. Knrburg, 11. April. Wiedergefundene
Uhr. Im Spätsommer 1934 verlor Dora Johns
beim Kartoffelaufnehmen ihre silberne Arm
banduhr, die sie als Geschenk erhalten hatte.
Alles Suchen war vergebens. Vor einigen Ta
gen war ihr Vater, wie schon oft, auf dem
Acker zum Pflügen und sah in der Pflugfurche
etwas glänzen. Es war die verlorene Uhr, die
nicht irgendwie beschädigt war. I. zog die Uhr
auf, hantierte etwas an ihr herum und sie ging
wieder ihren alten Gang.
jr. Klein-Rheide, 9. April. Wegeverpachtung.
In der Gastwirtschaft von Rathje wurden die
Wege durch den Bürgermeister Peters öffent
lich auf ein Jahr verpachtet. Die Pacht ist
etwas niedriger als im Vorjahre.
Aus StapdUolm
ps. Vergenhusen, 9. April. Konfirmation.
Von Pastor Grüppe, Hollingstedt, wurden
heute in unserer Kirche konfirmiert: 23 Kna
ben und 23 Mädchen, davon aus Vergenhusen
9 Knaben und 9 Mädchen, ans Wohlde 8 Kna
ben und 10 Mädchen, aus Meggerdorf und
Meggerkoog 6 Knaben und 4 Mädchen. —
Landverkauf. Der Landwirt Heinrich Siemsen
in Külken bei Bergenhusen kaufte von der Ge
meinde die Parzelle Olöenshorn (Acker) in
Größe von reichlich Hektar. Der Kaufpreis
betrügt 900 JLJi, Der Antritt erfolgte sofort.
Aus UoUsHwestedi, Mofiscau-Had&nuescUut
ÁMtd UfnĢCĢCrtd
s. Fischerhütte, 9. April. Hafeuverkehr. Der
Schiffsverkehr im hiesigen Hafen belief sich in
der Zeit vom 1. Januar bis zum 31. März auf
12 Motorsegler mit 400 Netto-Registertons.
Gelöscht und geladen wurden Futtermittel
und Getreide.
s. Hohenhörn, 9. April. Hasenverkehr. In der
Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Mürz ver
kehrten im hiesigen Hafen 30 Motorschiffe mit
1415 Netto-Registertons. In derselben Zeit
des Vorjahres betrug der Verkehr 54 Schiffe
mit 2037 Netto-Registertons. Gelöscht wurden
Getreide, Futtermittel, Dünger, Kohlen, Zie
gel und Obst, geladen: Getreide, Futtermittel,
Busch und Weiden.
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