Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

Schleswig-Holsteinischer Wirtschaftsdienst 
Maßhalten 
in Dinr-endenfrendigkeit! 
Dr. Mosler erörtert aus der DD.-Bank-GV. 
Fragen privater Finanzpolitik. 
Die oGV. der Deutschen Bank und Disconto- 
Gesellschaft, Berlin, wurde von Dr. Mosler mit 
einer längeren Rede eröffnet. Dr. Mosler wandte 
sich allgemeinen Fragen der gegenwärtigen Divi 
dendenpolitik der Gesellschaften zu. Die Verbindung 
der Ertragsverwendung mit dem Kapitalmarkt und 
der Finanzierung der Konjunkturaufgaben erfor 
dere aber, daß im Interesse der Stärkung der flüs 
sigen Mittel die Höhe der Verzinsung des in den 
Unternehmungen arbeitenden Kapitals überlegt 
werden müsse. Das heiße aber keineswegs, daß etwa 
der Verzicht aus Gewinnausschüttungen allgemein 
zum Grundsatz erhoben werden müßte. Im Gegen 
teil sind Ausschüttungen überall dort am Platze, wo 
die Forderung der inneren Stärkung und der An 
reicherung der Rücklagen zu ihrem Recht gekom 
men ist. Mit Gewinnausspeicherung wird der Ge 
samtwirtschaft ebensowenig gedient, wie mit Aus 
schüttungen, die in Wahrheit auf Kosten der not 
wendigen Betriebsmittelstärkung gehen. Zwischen 
diesen Extremen das Maß zu halten, ist die Auf 
gabe gedeihlicher Geschäftsführung und hält auch 
von unzweckmäßigen Investitionen zurück. Das 
Mißverhältnis von Kapitalangebot und Kapitalbe 
darf erfordert, daß neues Kapital so rationell wie 
möglich verwendet werden müsse. Gegenüber Wün 
schen, die auf ein noch weiteres Bonantreiben der 
Zinssenkung gerichtet werden, daß der Zinssatz 
seine anreizende Wirkung auf die Sparkapitalbil 
dung nicht verlieren darf. 
In der öffentlichen Diskussion der Kapitalmarkt 
fragen ist neuerdings öfters die Rede davon gewe 
sen, wieweit die straffe Kontrolle des Marktes, die 
bisher zur Sicherung der Staatsbedürfnisse aufrecht 
erhalten worden ist und bei der nur in ganz we 
nigen Sonöerfällen Ausnahmen zugestanden wur 
den, gelockert werden kann. Für eine elastischere 
Handhabung lassen sich verschiedene beachtliche Ar 
gumente anführen. Wenn die immer noch entschei 
dend von staatlichen Aufträgen getragene Konjunk 
turbelebung stärker auf die private Wirtschaft über 
geleitet werden soll, muß auch dieser Privatwirt 
schaft erweiterte Gelegenheit geboten werden, sich 
mit langfristigem Fremdkapital zu finanzieren. Bei 
dieser Finanzierung wird man sich neben der fest 
verzinslichen Schuldverschreibung auch einmal wie 
der mehr auf die Aktie als wirksames Instrument 
der Sammlung und Zusammenfassung kleiner Ka 
pitalbeträge zu besinnen haben. Das liegt auch im 
Interesse der Liquiditätserhaltung der Banken. 
Die Ausleihungen an die Wirtschaft haben abge 
nommen, was sich mit der zunehmenden Verflüssi 
gung der Unternehmungen erklärt, die durch die 
Art der Finanzierung der Staatsaufträge bedingt 
ist. Die Erscheinung, daß ein wachsender Anteil der 
Aktiven der Bankbilanzen auf Forderungen gegen 
den Staat entfällt, beschränkt sich bekanntlich in 
keiner Weise auf Deutschland allein, sondern ist in 
allen Ländern festzustellen, wo der Staat eine ak 
tive Konjunkturpolitik treibt und öffentliche Mittel 
zur Wirtschaftsbelebung eingesetzt werden. Das gilt 
besonders für die angelsächsischen Länder, Italien 
und Japan. Es darf aber nicht die bedeutsame 
Tatsache übersehen werden, daß die im Laufe des 
Jahres bei uns zugesagten Kredite gegen das Vor 
jahr eine Steigerung von 6g Mill. Moll erfahren 
haben. Im laufenden Kreditgeschäft hat sich also eine 
lebhafte Bewegung erhalten. Die Zunahme der 
Neukreditgewährung läßt auch erkennen, daß die 
von der Privatwirtschaft getragene Wirtschaftsbelc- 
bung neben der sogenannten Staatskonjunktur an 
Boden gewonnen hat. 
Wenn die Großkredite gegen das Vorjahr etwas 
stärker hervortreten, so liegt das daran, daß eine 
Anzahl von Großunternehmungen für neue Be 
triebsausgaben einen auch im Einzelfall vergrö 
ßerten Kreditbedarf hatte. Dagegen hat die Gewäh 
rung von Krediten für den Ausbau der heimischen 
Rohstossgrundlage in diesem Zusammenhang bisher 
noch keine beträchtliche Rolle gespielt. Trotz aller 
Beachtung der goldenen Vankregeln läßt sich aber 
die Gewährung von Jnvestitionskredit nicht im 
mer vermeiden. 
Der Arbeitseinsatz im März 1936 
Die Abnahme der bei den Arbeitsämtern gezähl 
ten Arbeitslosen betrug im März 578 000. Die übli 
chen winterlichen Rückschläge sind damit bereits im 
ersten Frühjahrsmonat zu fast drei Viertel ausge 
glichen. An dem Rückgang nahmen die Außenberufe 
mit einer Abnahme von rund 344 000 besonders 
stark teil. Bei der im allgemeinen günstigen Witte 
rung konnten in der Landwirtschaft die Frühjahrs 
arbeiten allenthalben aufgenommen werden. Im 
Hoch- und Tiefbaugewerbe setzten die durch den 
Winter unterbrochenen Arbeiten schlagartig wieder 
ein und brachten eine große Zahl von Saison-Ar 
beitslosen wieder in Beschäftigung. Auch in der 
Industrie der Steine und Erden und im Verkehrs 
gewerbe zog die Beschäftigung rasch an. Diese 
günstige Entwicklung griff aber auch zu einem er 
heblichen Teil auf die mehr konjunkturabhängigen 
Berufe über. Insbesondere machte sich in einigen 
Verbrauchsgüterindustrien eine Belebung bemerk 
bar, die zum Teil zu einer Einschränkung der 
Kurzarbeit beziehungsweise zum Uebergang zur 
Vollarbeit führte. Einige Gewcrbezweige konnten 
ihren in- und ausländischen Auftragsbestand durch 
die Leipziger Messe erweitern. 
In gebietlicher Hinsicht waren an der Belebung 
der Beschäftigung alle Landesarbeitsamtsbezirke be 
teiligt. Verhältnismäßig besonders stark war der 
Rückgang der Arbeitslosigkeit in Ostpreußen sminus 
55 vH), Pommern sminus 60 vH), Niedersachsen 
sminus 35 vH). Mitteldeutschland sminus 32 vH) 
und Südwestöeutschland sminus 80 vH). 
Der Jahreszeit entsprechend entfällt der Haupt 
anteil am Rückgang auf die Unterstützungsempfän 
ger in der Arbeitslosenversicherung, die um 350 000 
auf 406 000 abgenommen haben. In der Krisenfür 
sorge sank die Zahl der Unterstützten um 70 000 auf 
727 000 und bei den arbeitslosen anerkannten Wohl 
fahrtserwerbslosen um 63 000 auf 305 000. In der 
wertschafscnden Arbeitslosensürsorge wurden Ende 
März 223 000 Notstandsarbeiter beschäftigt. 
Nach dem Ausweis der Neichsbank vom 7. April 
hat sich in der Berichtswoche die Anlage in Wechseln, 
Schecks, Lombards und Wertpapieren um 80.8 auf 
4878,2 Millionen MJl vermindert. Der Zahlungs 
mittelumlauf stellt sich am 7. 4. aus 6120 gegen 6267 
Millionen MM in der Vorwoche, 5056 in der ersten 
Märzwoche und 5676 Millionen MJl in der ersten 
Aprilwoche des Vorjahres. 
Der »e«e ReichskraftrVagerrtarif 
Einzelheiten der Uebergangslösung 
Der neue ab 1. April geltende Reichskraftwagen 
tarif liegt jetzt vor. Es sind dem Güterfernverkehr 
die Wagenladungsklassen der Reichsbahn A—D zu 
gebilligt worden. Der Reichs-Krastwagen-Betriebs- 
verbanö kann im Einvernehmen mit der Reichs 
bahn anordnen, daß Güter, die nach dem ReichS- 
kraftwagentarif zur Klaffe O, nach dem Regeltarif 
der Reichsbahn dagegen zu den Klaffen E—G gehö 
ren, vom Güterfernverkehr zu denselben Sätzen wie 
bei der Reichsbahn befördert werden können. In 
gleicher Weise kann der Güterfernverkehr in Aus 
nahmetarife der Reichsbahn eintreten. 
Die Stückgutsendungen sind für die Frachtberech 
nung getrennt nach Sendungen bis und über 1000 
Kilogramm. Für die Sendungen bis 1000 Kg. beste 
hen mit zunehmendem Gewicht fallende Frachtsätze; 
bei den Sendungen von mehr als 1000 Kg. bleibt 
der Frachtsatz für die einzelnen Gewichte in gleicher 
Höhe bestehen. Die Abrundung der der Frachr- 
berechnung zu Grunde zu legenden Gewichte ge 
schieht wie bei der Reichsbahn, und zwar bei Sen 
dungen bis zu 1000 Kg. auf volle Kg., bei Sendun 
gen von mehr als 1000 Kg. auf volle 10 Kg. nach 
oben. 
Bei der Frachtberechnung im Wagenladungsver- 
kchr werden ebenfalls wie bei der Reichsbahn 
Haupt- und Nebenklaffen unterschieden und im all 
gemeinen dieselben Mindestgewichte zugrunde ge 
legt. Bei den Hauptklassen mutz die Fracht also für 
ein Gewicht von mindestens 15 000 Kg., bei den 
Nebenklassen für 10 To. sür ein Gewicht von minde 
stens 5000 Kg. bezahlt werden. Eine wichtige Aus 
nahme hiervon ist sür Lastzüge mit einer Trag 
fähigkeit von 11,5 bis 14,2 To. gegeben. Werden 
diese Lastzüge voll ausgelastet, dann werden die 
Sätze der Hauptklassen für das um 0,8 To. erhöhte 
Gewicht der Ladung zugrunde gelegt. Durch diese 
Bestimmung wird der Eigenart des Lastkraftwagen 
verkehrs bis zu einem gewissen Umfang Rechnung 
getragen. Es hätte eine unbillige Härte für den 
Güterfernverkehr auf der Landstraße bedeutet, 
wenn man ihn bei der Anwendung der Haupt- 
klassen an das mindestens zu berechnende Gewicht 
von 16 To. gebunden hätte, nachdem Fahrzeuge mit 
so hoher Tragfähigkeit nur in geringem Umfange 
im Verkehr sind. 
Zur Gleichstellung der beiden Verkehrsmittel in 
der Frachtenhöhe ist es notwendig, daß bei Aufgabe 
von Gütern in bedeckten Wagen Kraftwagen wie 
Eisenbahn den 5prozentigen Zuschlag im gleichen 
Umfang erheben. Zu diesem Zweck sind die Güter, 
die ohne Bcöeckungszuschlag befördert werden, in 
einem für die Landstraßen- und Schienenbeförde 
rung in gleichem Maße geltenden Verzeichnis zu 
sammengefaßt worden. Um die Frachtberechnung zu 
vereinfachen, wird ein Frachtsatzzeiger für Labungs- 
aüter mit Bedeckungszuschlag und ein solcher für 
Ladungsgüter ohne BeöeckungSzuschlag veröffent 
licht. Zur Vermeidung ungerechten Wettbewerbs 
der beiden Verkehrsmittel ist auch der Nebcn- 
gebührentarif für den Güterfernverkehr mit Krast- 
fahrzeugen in Anlehnung an den der Reichsbahn 
geschaffen worden. 
Um die Vorteile des Kraftwagens im Haus-Haus- 
Verkehr aufrechtzuerhalten, werden bei Abholung 
ganzer Ladungen in den Werken der Wirtschafts 
betriebe keine Rollgebühren, sondern nur geringe 
Zuschlüge erhoben. Diese Zuschläge erhalten jedoch 
nicht die Lastkrastwagenunternehmer, sondern 
müssen dem RKV zur Erfüllung gemeinwirtschaft 
licher Aufgaben überwiesen werden. Wird eine La 
dung von einer Einladestelle abgeholt oder einer 
Ausladestelle zugeführt, so betragen die Zuschläge: 
2 Moll für die nach den Stückgutsätzen und nach den 
Sätzen der 5-To.-Neöenklasse abgefertigten Sen 
dungen, 3 MJl für die nach den Sätzen der 10-To.- 
Nebenklasse abgefertigten Sendungen. 4 MJl für die 
nach den Sätzen der Hauptklasse abgefertigten Sen 
dungen. Die Zuschläge werden je Ladung sowohl 
am Versand- wie am Empfangsort füllig. 
Die Vorschriften im Reichskraftwagentarif ent 
halten dann noch einige besondere Bestimmungen 
für die Beförderung von gebrauchten Packmitteln, 
von Saatgut und von Wärme- und Kälteschutz 
mitteln. 
Der Reichskraftwagentarif ist in seiner gegen 
wärtigen Form eine Uebergangslösung. Innerhalb 
der kurzen zur Verfügung stehenden Zeit war es 
nicht möglich, einen dem Güterfernverkehr aus der 
Landstraße voll entsprechenden Tarif zu erstellen. 
Der Zukunft bleibt vorbehalten, einen solchen 
Kraftwagentarif aufzubauen, der den Bedürfnissen 
des Güterfernverkehrs auf der Landstraße weitge 
hend gerecht wirb. Bis zu diesem Zeitpunkt mutz 
und wird der jetzige Kraftwagentarif seine Auf 
gabe, den Güterfernverkehr auf der Landstraße in 
gesunde Bahnen zu lenken, erfüllen. 
Ueber das Schuldenregelungsverfahren 
sagt die Generallandschaftsöirektion in ihrem Ge 
schäftsbericht 1035 u. a.: Daß im Berichtsjahr trotz 
angespannter Tätigkeit die Arbeiten noch nicht so 
gefördert werden konnten, wie es der Landschaft 
selbst erwünscht sein mutz, lag u. a. daran, daß auf 
diesem weiten Gebiet, aus dem die Gesetzgebung 
nur schrittweise mit Lösung der vielgestaltigen Pro 
bleme vorwärts kam, die endgültige Durchführung 
der Verfahren auch infolge des Fehlens von Be 
stimmungen und infolge der Hausung von Zmei- 
selssragen immer wieder noch gehemmt war. Hinzu 
kommt, daß ohnehin jedes Verfahren eingehende 
Klärung der Verhältnisse, die oft nur durch um 
fangreichen Schriftwechsel herbeigeführt werden 
kann, nötig macht. 
Durch die (6. und 7.) Durchführungsverordnung 
sowie die Pächter-Entschuldungsverordnung ist aber 
nunmehr ein gewisser Abschluß der Gesetzgebung 
geschaffen, und die Bahn liegt für eine raschere Ab 
wicklung frei. 
Erfreulich ist es, daß in zahlreichen Verfahren 
die Schuldner keine landschaftlichen Zinsrückstände 
haben, — nämlich nach dem Stand vom 1. April 
1035 in fast einem Drittel der Fälle. 
Am Schluß des Berichtsjahres war noch kein 
Beharrungszustand erreicht, da noch immer weitere 
Verfahren nen eröffnet wurden. Zu diesem Zeit 
punkt war die Landschaft in 609 Füllen als Ent- 
schnldungsstclle bestellt, darunter in etwa 67 Ver 
fahren, bei denen sie nicht als Gläubigerin beteiligt 
ist. Vis zum 31. März 1935 hat nur eine unbedeu 
tende Zahl ihre Erledigung gefunden. Am 31. März 
1935 war die Landschaft in 578 Fällen an Verfahren, 
die bei anderen Entschnlbungsstellen geführt wer 
den, als Gläubigerin beteiligt. 
Die Landschaft ist sich sehr wohl bewußt, daß der 
Zinsendienst 
auch heute noch nicht leicht fällt. Offenbar hat aber 
erfreulicherweise die Festigung der landwirtschaft 
lichen Verhältnisse die Bauern und Landwirte in 
die Lage versetzt, ihren Zinsverpflichtungen nun 
mehr wieder regelmäßiger nachzukommen. Auch 
belebt das infolge der Zinssenkungen wesentlich 
geringere Leistungssoll offenbar den Zahlungswil 
len, da sich die Schuldner nunmehr wieder vor eine 
erschwingliche Aufgabe gestellt sehen. Immerhin 
müssen wir es aussprechen, daß wenigstens in man 
chen Fällen die Zahlungsmoral auch der Erbhof 
bauern sich noch heben muß; der Unterstützung der 
Organe des Reichsnährstandes sind wir hierbei ge 
wiß. 
Die wirtschaftliche Lage Dänemarks 
Die Nationalbank in Kopenhagen und das Sta 
tistische Departement des Dänischen Staates tei 
len folgendes mit: 
Dänemarks Handelsverkehr mit dem Auslande 
hatte im Januar sowohl was den Import als den 
Export betrifft, größeren Umfang als im Januar 
1936; die Einfuhr betrug 131,3 Mill. Kr., und die 
Ausfuhr 99,4 Mill. Kr., so daß eine Mehreinsuhr 
von 31,9 Mill. Kr. gegen 19,9 Mill. Kr. im Ja 
nuar 1935 zu verzeichnen war. 
Im Februar wurde von allen Landwirtschafts 
produkten, ausgenommen Speck, mehr ausgeführt 
als in dem entsprechenden Monat des Vorjahres, 
und die Preise waren höher. Der Wert des Land 
wirtschaftsexports betrug im Februar 14,7 Mill. Kr, 
wöchentlich gegen 12,2 Mill. Kr. im Februar 1935. 
Die Engrospreiszahl ist ständig unverändert 126, 
die Frachtratenzahl ging im Februar von 123,9 auf 
120,8 herunter, was auf die Kohlenraten zurückzu 
führen ist. Die Nationalbank hat ihre Nettoschuld 
an das Ausland um ca. 12 Mill. Kr. herunterge- 
bracht. Die zirkulierende Notenmenge ist von 365,2 
auf 375,2 Mill. Kr. gestiegen. 
Hamburger Börse 
Amtliche Notierung in MJl sür 100 MM Nennwert 
<Obne Ģewdàr 
Lanke» 
•JleictjsDant 
DD.-Bank 
Sces&n. Lank 
Leretnsdant 
Westh. Lank 
Sd)I.-!£>. Lank 
9.4. 
184.00 
92.25 
93.00 
11225 
126.00 
69.00 
8 4. 
182 25 
92 00 
92 25 
111 50 
126.00 
69 50 
gnduftr.-Akt. 9 4 8.4 
Lerkehrs-Ätr. 
pdg. Hochbahn 90.00 90 00 
Dtsch.-Ostofriko 34 00 34 00 
Hapag 15 25 14 75 
Hvg.-Eüdamer. 26 00 26.00 
dtotM. Lloyd 16.50 16 00 
Wosrm..Llni« 34 00 34 CO 
«Ug. «I..®. 
Breiten» (len. 
Sldlchl.-L,. 
Holslen-Br. 
Harp Lgd..® 
Schnckeri-St. 
Älsen-ckem. 
Siemens 
HSW. 
Deutiche LrdSI 
IB.-Farden 
ditubfliS 
Älf befïft 
36 25 
154.00 
143.50 
103 50 
102.00 
125.00 
139 75 
186.50 
138 25 
118 75 
165 25 
19 00 
107.25 
35 87 
157.00 
143.00 
103 50 
103 0t 
125.00 
139 50 
186.25 
138.00 
118.75 
165 50 
19.00 
107.00 
Amtliche Währungskurse. 9 4 8 4 
1 Piund Sterling , 12.28 >2.285 
1 Dollar 2.485 2.484 
100 üän. Kr. , , , , 5484 54.86 
100 franz. Frank. 16.38 > 6.385 
Peseta 3395 3',97 
Lira 19.63 19.68 
lOhne Gewähr!) Geldkurs 
Metall. Eleltrolytkupfer per 100 Kg. 9 4 8.4. 
prompt cif Hbg. od. Brem, Rotterd. 52 50 52.00 
Wandsbeker Ferkelmarkt vom 9. April 
Aufgetrieben 150 Ferkel. Futterschweine fehlten. 
Handel nur schleppend, nicht geräumt. Preise: 4-6- 
wöchnAL 16—18 JooiL, 6— 18—32 MJL, 8—10- 
Handel nnd Wandel 
Marktbcovachter 
In der Belieferung des Getretdemarktes trat im 
Laufe der Berichtswoche ein leichter Rückgang ein. 
Die Zufuhren an Mahlweizen waren bedarfsgemäß. 
Zuletzt zeigte sich der Markt hierfür etwas auf 
nahmefähiger. Holsteinische Ware wurde von der 
Küste und vom Niederrhein stärker begehrt unter 
Bewilligung leicht erhöhter Forderungen. Futter 
weizen war auf Grund erfolgter Zuteilungen we 
nig gesucht. Am Roggenmarkt lag sehr wenig Ma 
terial vor. Die Aufnahmeneigung der Provinz 
mühlen sowie auch verschiedener niederrheinischer 
Mühlen war vergleichsweise unvermindert. Man 
nimmt an, baß die Reichsstelle die Provinzmühlen 
mit Mahlroggen beliefert. Für kontingentsfreien 
Roggen besteht nach wie vor starke Kauflust. — Die 
Belieferung mit Fntterhaser und zuletzt auch mit 
Futtergerste ist etwas umfangreicher geworden. 
Futterhafer war bedarfsgemäß verfügbar. Durch 
das abgeschlossene Geschäft in Saatgut wurden 
größere Mengen für Futterware frei. In Jndu- 
striegerste waren Umsätze nicht festzustellen, obgleich 
noch einige Partien aus der zweiten Hand am 
Markt waren. Der Futtermittelmarkt wies keiner 
lei Belebung auf. Die Kaufneigung sür Futter 
mittel aller Art ist erwartungsgemäß weiter zurück 
gegangen, bedingt durch den beginnenden Auftrieb 
der Tiere nnd durch die bevorstehende erneute Zu 
teilung an Oelkuchen (6 bis 7000 To.), welche in der 
Woche nach Ostern vorgenommen werden soll. Le 
diglich für Fischmehl besteht sehr starke Aufnahme 
neigung, das besonders von den Schweinemast 
betrieben stark begehrt wird. Aber auch hierfür 
dürfte eine Entspannung der Lage zu erwarten 
sei» durch die gegenwärtige Freigebe von 768 > 
Rendsburger Wochenmarkt 
um Sonnabend, dem 11. April 1936 
iPreise zwischen 9 und 10 Uhr. Ohne Gewähr!) 
■Jttnifleilci) Psd 
Schweines!. Pfd 
Flomen Pfd. 
Ger.hies.Speci Psd. 
Kalbfleisch Pfd. 
Wurst Pfd. 
Legehühner Stck. 
Schlachthübner 
Tauben Skck 
»anmchen Stck 
Meiereibukk. Pfd 
Käse Pfd. 
Eier Stck 
Honig Pfd 
Kartoffeln Ztr. 
Weißkohl 
Blumenkohl Stck. 
Rosenkohl Psd. 
Rotkohl 
Suppenkraut Bd 
Steckrüben 
Rote Beete Pfd. 
Schwarzwurzeln 
Rhabarber 2 „ 
Salat Kopf 
85-130 
85—110 
95 
110 
90-130 
80 - 150 
250-300 
200-360 
70-80 
100-300 
150—160 
70-110 
8 
110-120 
350—380 
10 
35 
35 
15 
10 
20—35 
10 
25 
35 
25 
Radieschen Bd. 
Spinat 
Wurz., rote, Pfd. 
Zwiebeln Pfd. 
Schalotten Pfd. 
Sellerie Stück 
Äepfel Pfd. 
Tomaten Pfd. 
Weintrauben Pfd. 
Zitronen Stück 
Apfelsinen St. 
Bananen Pfd. 
15 
25 
8 
10 
15 
10—35 
15 40 
40-50 
50 
5 
3 10 
35 
Fische: 
Sal 
Dorsch 
Heringe 
Butt 
Hecht 
Makrelen 
Pfd. 
Pfd. 
Md. 
Pfd. 
60-100 
25—30 
10-15 
40 
50 
30 
Feuerung: 
Torf, Fuder, 
ca. 8 gtr. 
H»1» gtr, 
700 
too 
ZeņttĶl-FerkklMsrkt 
tzer %mm SMesWW-HŞm 
am Donnerstag, dem 9. April 1936. 
in der städtischen Viehmarkthalle zu Rendsburg 
Die Zufuhr zum heutigen Markt betrug 381 Stück 
gegen 433 Stück in der Vorwoche, mithin eine Min 
derzufuhr von 52 Stück. Es wurden gezahlt für 
schwere Ware (40—50 Pfd.) 0,65—0,69 MJl 
mittekschwere Ware (30—40 Pfg.) 0,68—0,72 MJl 
leichte Ware (25—30 Pfd.) 0,70—0,76 MJl 
für das Pfund Lebendgewicht. Für allerbeste Ferkel 
wurde auch über Notiz, für abfallende Ware auch 
unter Notiz bezahlt. Jungschweine (über 60 Pfund), 
die am Markt waren, kosteten 0,60—0,53 Mm das 
Pfund Lebendgewicht. 
Zum heutigen Zentralferkelmarkt war die Zu 
fuhr etwas geringer als in der Vorwoche. Der 
Handel war gut, der Markt wurde geräumt. 
Ausgeführt wurden, soweit wir feststellen konn 
ten, größere und kleinere Partien nach Elsdorf, 
Jevenstedt, Heinkenborstel, Wapelfeld, Hohenwestedt, 
Kiel, Bad Bramstedt, Bad Segeberg, Elmshorn, 
Melöorf, Kiel, Lübeck. 
Die Zufuhr an fetten Schweinen betrug 3 Stück 
gegen 2 Stück in der Vorwoche. Für gelieferte fette 
Schweine werden 43—51 Psg, für das Pfund Le 
bendgewicht gezahlt. 
Die Zahl der dem Kälbermarkt zugeführten Tiere 
betrug 20 Stück gegen 32 Stück in der Vorwoche. 
Es wurden gezahlt für nüchterne Kälber 25 bis 
30 Psg,. für Fresser 30—35 Pfg., für ältere Kälber 
bis 65 Pfg. das Pfund Lebendgewicht. 
Heider Ferkelmarkt vom 11. April 
Austrieb: 328 Stück. Preise: 1. 16—18 MJL, 2. 
m M MM, z. 20-22 MJL, Fetts
	        
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