Schleswig-Holsteinischer Wirtschaftsdienst
Maßhalten
in Dinr-endenfrendigkeit!
Dr. Mosler erörtert aus der DD.-Bank-GV.
Fragen privater Finanzpolitik.
Die oGV. der Deutschen Bank und Disconto-
Gesellschaft, Berlin, wurde von Dr. Mosler mit
einer längeren Rede eröffnet. Dr. Mosler wandte
sich allgemeinen Fragen der gegenwärtigen Divi
dendenpolitik der Gesellschaften zu. Die Verbindung
der Ertragsverwendung mit dem Kapitalmarkt und
der Finanzierung der Konjunkturaufgaben erfor
dere aber, daß im Interesse der Stärkung der flüs
sigen Mittel die Höhe der Verzinsung des in den
Unternehmungen arbeitenden Kapitals überlegt
werden müsse. Das heiße aber keineswegs, daß etwa
der Verzicht aus Gewinnausschüttungen allgemein
zum Grundsatz erhoben werden müßte. Im Gegen
teil sind Ausschüttungen überall dort am Platze, wo
die Forderung der inneren Stärkung und der An
reicherung der Rücklagen zu ihrem Recht gekom
men ist. Mit Gewinnausspeicherung wird der Ge
samtwirtschaft ebensowenig gedient, wie mit Aus
schüttungen, die in Wahrheit auf Kosten der not
wendigen Betriebsmittelstärkung gehen. Zwischen
diesen Extremen das Maß zu halten, ist die Auf
gabe gedeihlicher Geschäftsführung und hält auch
von unzweckmäßigen Investitionen zurück. Das
Mißverhältnis von Kapitalangebot und Kapitalbe
darf erfordert, daß neues Kapital so rationell wie
möglich verwendet werden müsse. Gegenüber Wün
schen, die auf ein noch weiteres Bonantreiben der
Zinssenkung gerichtet werden, daß der Zinssatz
seine anreizende Wirkung auf die Sparkapitalbil
dung nicht verlieren darf.
In der öffentlichen Diskussion der Kapitalmarkt
fragen ist neuerdings öfters die Rede davon gewe
sen, wieweit die straffe Kontrolle des Marktes, die
bisher zur Sicherung der Staatsbedürfnisse aufrecht
erhalten worden ist und bei der nur in ganz we
nigen Sonöerfällen Ausnahmen zugestanden wur
den, gelockert werden kann. Für eine elastischere
Handhabung lassen sich verschiedene beachtliche Ar
gumente anführen. Wenn die immer noch entschei
dend von staatlichen Aufträgen getragene Konjunk
turbelebung stärker auf die private Wirtschaft über
geleitet werden soll, muß auch dieser Privatwirt
schaft erweiterte Gelegenheit geboten werden, sich
mit langfristigem Fremdkapital zu finanzieren. Bei
dieser Finanzierung wird man sich neben der fest
verzinslichen Schuldverschreibung auch einmal wie
der mehr auf die Aktie als wirksames Instrument
der Sammlung und Zusammenfassung kleiner Ka
pitalbeträge zu besinnen haben. Das liegt auch im
Interesse der Liquiditätserhaltung der Banken.
Die Ausleihungen an die Wirtschaft haben abge
nommen, was sich mit der zunehmenden Verflüssi
gung der Unternehmungen erklärt, die durch die
Art der Finanzierung der Staatsaufträge bedingt
ist. Die Erscheinung, daß ein wachsender Anteil der
Aktiven der Bankbilanzen auf Forderungen gegen
den Staat entfällt, beschränkt sich bekanntlich in
keiner Weise auf Deutschland allein, sondern ist in
allen Ländern festzustellen, wo der Staat eine ak
tive Konjunkturpolitik treibt und öffentliche Mittel
zur Wirtschaftsbelebung eingesetzt werden. Das gilt
besonders für die angelsächsischen Länder, Italien
und Japan. Es darf aber nicht die bedeutsame
Tatsache übersehen werden, daß die im Laufe des
Jahres bei uns zugesagten Kredite gegen das Vor
jahr eine Steigerung von 6g Mill. Moll erfahren
haben. Im laufenden Kreditgeschäft hat sich also eine
lebhafte Bewegung erhalten. Die Zunahme der
Neukreditgewährung läßt auch erkennen, daß die
von der Privatwirtschaft getragene Wirtschaftsbelc-
bung neben der sogenannten Staatskonjunktur an
Boden gewonnen hat.
Wenn die Großkredite gegen das Vorjahr etwas
stärker hervortreten, so liegt das daran, daß eine
Anzahl von Großunternehmungen für neue Be
triebsausgaben einen auch im Einzelfall vergrö
ßerten Kreditbedarf hatte. Dagegen hat die Gewäh
rung von Krediten für den Ausbau der heimischen
Rohstossgrundlage in diesem Zusammenhang bisher
noch keine beträchtliche Rolle gespielt. Trotz aller
Beachtung der goldenen Vankregeln läßt sich aber
die Gewährung von Jnvestitionskredit nicht im
mer vermeiden.
Der Arbeitseinsatz im März 1936
Die Abnahme der bei den Arbeitsämtern gezähl
ten Arbeitslosen betrug im März 578 000. Die übli
chen winterlichen Rückschläge sind damit bereits im
ersten Frühjahrsmonat zu fast drei Viertel ausge
glichen. An dem Rückgang nahmen die Außenberufe
mit einer Abnahme von rund 344 000 besonders
stark teil. Bei der im allgemeinen günstigen Witte
rung konnten in der Landwirtschaft die Frühjahrs
arbeiten allenthalben aufgenommen werden. Im
Hoch- und Tiefbaugewerbe setzten die durch den
Winter unterbrochenen Arbeiten schlagartig wieder
ein und brachten eine große Zahl von Saison-Ar
beitslosen wieder in Beschäftigung. Auch in der
Industrie der Steine und Erden und im Verkehrs
gewerbe zog die Beschäftigung rasch an. Diese
günstige Entwicklung griff aber auch zu einem er
heblichen Teil auf die mehr konjunkturabhängigen
Berufe über. Insbesondere machte sich in einigen
Verbrauchsgüterindustrien eine Belebung bemerk
bar, die zum Teil zu einer Einschränkung der
Kurzarbeit beziehungsweise zum Uebergang zur
Vollarbeit führte. Einige Gewcrbezweige konnten
ihren in- und ausländischen Auftragsbestand durch
die Leipziger Messe erweitern.
In gebietlicher Hinsicht waren an der Belebung
der Beschäftigung alle Landesarbeitsamtsbezirke be
teiligt. Verhältnismäßig besonders stark war der
Rückgang der Arbeitslosigkeit in Ostpreußen sminus
55 vH), Pommern sminus 60 vH), Niedersachsen
sminus 35 vH). Mitteldeutschland sminus 32 vH)
und Südwestöeutschland sminus 80 vH).
Der Jahreszeit entsprechend entfällt der Haupt
anteil am Rückgang auf die Unterstützungsempfän
ger in der Arbeitslosenversicherung, die um 350 000
auf 406 000 abgenommen haben. In der Krisenfür
sorge sank die Zahl der Unterstützten um 70 000 auf
727 000 und bei den arbeitslosen anerkannten Wohl
fahrtserwerbslosen um 63 000 auf 305 000. In der
wertschafscnden Arbeitslosensürsorge wurden Ende
März 223 000 Notstandsarbeiter beschäftigt.
Nach dem Ausweis der Neichsbank vom 7. April
hat sich in der Berichtswoche die Anlage in Wechseln,
Schecks, Lombards und Wertpapieren um 80.8 auf
4878,2 Millionen MJl vermindert. Der Zahlungs
mittelumlauf stellt sich am 7. 4. aus 6120 gegen 6267
Millionen MM in der Vorwoche, 5056 in der ersten
Märzwoche und 5676 Millionen MJl in der ersten
Aprilwoche des Vorjahres.
Der »e«e ReichskraftrVagerrtarif
Einzelheiten der Uebergangslösung
Der neue ab 1. April geltende Reichskraftwagen
tarif liegt jetzt vor. Es sind dem Güterfernverkehr
die Wagenladungsklassen der Reichsbahn A—D zu
gebilligt worden. Der Reichs-Krastwagen-Betriebs-
verbanö kann im Einvernehmen mit der Reichs
bahn anordnen, daß Güter, die nach dem ReichS-
kraftwagentarif zur Klaffe O, nach dem Regeltarif
der Reichsbahn dagegen zu den Klaffen E—G gehö
ren, vom Güterfernverkehr zu denselben Sätzen wie
bei der Reichsbahn befördert werden können. In
gleicher Weise kann der Güterfernverkehr in Aus
nahmetarife der Reichsbahn eintreten.
Die Stückgutsendungen sind für die Frachtberech
nung getrennt nach Sendungen bis und über 1000
Kilogramm. Für die Sendungen bis 1000 Kg. beste
hen mit zunehmendem Gewicht fallende Frachtsätze;
bei den Sendungen von mehr als 1000 Kg. bleibt
der Frachtsatz für die einzelnen Gewichte in gleicher
Höhe bestehen. Die Abrundung der der Frachr-
berechnung zu Grunde zu legenden Gewichte ge
schieht wie bei der Reichsbahn, und zwar bei Sen
dungen bis zu 1000 Kg. auf volle Kg., bei Sendun
gen von mehr als 1000 Kg. auf volle 10 Kg. nach
oben.
Bei der Frachtberechnung im Wagenladungsver-
kchr werden ebenfalls wie bei der Reichsbahn
Haupt- und Nebenklaffen unterschieden und im all
gemeinen dieselben Mindestgewichte zugrunde ge
legt. Bei den Hauptklassen mutz die Fracht also für
ein Gewicht von mindestens 15 000 Kg., bei den
Nebenklassen für 10 To. sür ein Gewicht von minde
stens 5000 Kg. bezahlt werden. Eine wichtige Aus
nahme hiervon ist sür Lastzüge mit einer Trag
fähigkeit von 11,5 bis 14,2 To. gegeben. Werden
diese Lastzüge voll ausgelastet, dann werden die
Sätze der Hauptklassen für das um 0,8 To. erhöhte
Gewicht der Ladung zugrunde gelegt. Durch diese
Bestimmung wird der Eigenart des Lastkraftwagen
verkehrs bis zu einem gewissen Umfang Rechnung
getragen. Es hätte eine unbillige Härte für den
Güterfernverkehr auf der Landstraße bedeutet,
wenn man ihn bei der Anwendung der Haupt-
klassen an das mindestens zu berechnende Gewicht
von 16 To. gebunden hätte, nachdem Fahrzeuge mit
so hoher Tragfähigkeit nur in geringem Umfange
im Verkehr sind.
Zur Gleichstellung der beiden Verkehrsmittel in
der Frachtenhöhe ist es notwendig, daß bei Aufgabe
von Gütern in bedeckten Wagen Kraftwagen wie
Eisenbahn den 5prozentigen Zuschlag im gleichen
Umfang erheben. Zu diesem Zweck sind die Güter,
die ohne Bcöeckungszuschlag befördert werden, in
einem für die Landstraßen- und Schienenbeförde
rung in gleichem Maße geltenden Verzeichnis zu
sammengefaßt worden. Um die Frachtberechnung zu
vereinfachen, wird ein Frachtsatzzeiger für Labungs-
aüter mit Bedeckungszuschlag und ein solcher für
Ladungsgüter ohne BeöeckungSzuschlag veröffent
licht. Zur Vermeidung ungerechten Wettbewerbs
der beiden Verkehrsmittel ist auch der Nebcn-
gebührentarif für den Güterfernverkehr mit Krast-
fahrzeugen in Anlehnung an den der Reichsbahn
geschaffen worden.
Um die Vorteile des Kraftwagens im Haus-Haus-
Verkehr aufrechtzuerhalten, werden bei Abholung
ganzer Ladungen in den Werken der Wirtschafts
betriebe keine Rollgebühren, sondern nur geringe
Zuschlüge erhoben. Diese Zuschläge erhalten jedoch
nicht die Lastkrastwagenunternehmer, sondern
müssen dem RKV zur Erfüllung gemeinwirtschaft
licher Aufgaben überwiesen werden. Wird eine La
dung von einer Einladestelle abgeholt oder einer
Ausladestelle zugeführt, so betragen die Zuschläge:
2 Moll für die nach den Stückgutsätzen und nach den
Sätzen der 5-To.-Neöenklasse abgefertigten Sen
dungen, 3 MJl für die nach den Sätzen der 10-To.-
Nebenklasse abgefertigten Sendungen. 4 MJl für die
nach den Sätzen der Hauptklasse abgefertigten Sen
dungen. Die Zuschläge werden je Ladung sowohl
am Versand- wie am Empfangsort füllig.
Die Vorschriften im Reichskraftwagentarif ent
halten dann noch einige besondere Bestimmungen
für die Beförderung von gebrauchten Packmitteln,
von Saatgut und von Wärme- und Kälteschutz
mitteln.
Der Reichskraftwagentarif ist in seiner gegen
wärtigen Form eine Uebergangslösung. Innerhalb
der kurzen zur Verfügung stehenden Zeit war es
nicht möglich, einen dem Güterfernverkehr aus der
Landstraße voll entsprechenden Tarif zu erstellen.
Der Zukunft bleibt vorbehalten, einen solchen
Kraftwagentarif aufzubauen, der den Bedürfnissen
des Güterfernverkehrs auf der Landstraße weitge
hend gerecht wirb. Bis zu diesem Zeitpunkt mutz
und wird der jetzige Kraftwagentarif seine Auf
gabe, den Güterfernverkehr auf der Landstraße in
gesunde Bahnen zu lenken, erfüllen.
Ueber das Schuldenregelungsverfahren
sagt die Generallandschaftsöirektion in ihrem Ge
schäftsbericht 1035 u. a.: Daß im Berichtsjahr trotz
angespannter Tätigkeit die Arbeiten noch nicht so
gefördert werden konnten, wie es der Landschaft
selbst erwünscht sein mutz, lag u. a. daran, daß auf
diesem weiten Gebiet, aus dem die Gesetzgebung
nur schrittweise mit Lösung der vielgestaltigen Pro
bleme vorwärts kam, die endgültige Durchführung
der Verfahren auch infolge des Fehlens von Be
stimmungen und infolge der Hausung von Zmei-
selssragen immer wieder noch gehemmt war. Hinzu
kommt, daß ohnehin jedes Verfahren eingehende
Klärung der Verhältnisse, die oft nur durch um
fangreichen Schriftwechsel herbeigeführt werden
kann, nötig macht.
Durch die (6. und 7.) Durchführungsverordnung
sowie die Pächter-Entschuldungsverordnung ist aber
nunmehr ein gewisser Abschluß der Gesetzgebung
geschaffen, und die Bahn liegt für eine raschere Ab
wicklung frei.
Erfreulich ist es, daß in zahlreichen Verfahren
die Schuldner keine landschaftlichen Zinsrückstände
haben, — nämlich nach dem Stand vom 1. April
1035 in fast einem Drittel der Fälle.
Am Schluß des Berichtsjahres war noch kein
Beharrungszustand erreicht, da noch immer weitere
Verfahren nen eröffnet wurden. Zu diesem Zeit
punkt war die Landschaft in 609 Füllen als Ent-
schnldungsstclle bestellt, darunter in etwa 67 Ver
fahren, bei denen sie nicht als Gläubigerin beteiligt
ist. Vis zum 31. März 1935 hat nur eine unbedeu
tende Zahl ihre Erledigung gefunden. Am 31. März
1935 war die Landschaft in 578 Fällen an Verfahren,
die bei anderen Entschnlbungsstellen geführt wer
den, als Gläubigerin beteiligt.
Die Landschaft ist sich sehr wohl bewußt, daß der
Zinsendienst
auch heute noch nicht leicht fällt. Offenbar hat aber
erfreulicherweise die Festigung der landwirtschaft
lichen Verhältnisse die Bauern und Landwirte in
die Lage versetzt, ihren Zinsverpflichtungen nun
mehr wieder regelmäßiger nachzukommen. Auch
belebt das infolge der Zinssenkungen wesentlich
geringere Leistungssoll offenbar den Zahlungswil
len, da sich die Schuldner nunmehr wieder vor eine
erschwingliche Aufgabe gestellt sehen. Immerhin
müssen wir es aussprechen, daß wenigstens in man
chen Fällen die Zahlungsmoral auch der Erbhof
bauern sich noch heben muß; der Unterstützung der
Organe des Reichsnährstandes sind wir hierbei ge
wiß.
Die wirtschaftliche Lage Dänemarks
Die Nationalbank in Kopenhagen und das Sta
tistische Departement des Dänischen Staates tei
len folgendes mit:
Dänemarks Handelsverkehr mit dem Auslande
hatte im Januar sowohl was den Import als den
Export betrifft, größeren Umfang als im Januar
1936; die Einfuhr betrug 131,3 Mill. Kr., und die
Ausfuhr 99,4 Mill. Kr., so daß eine Mehreinsuhr
von 31,9 Mill. Kr. gegen 19,9 Mill. Kr. im Ja
nuar 1935 zu verzeichnen war.
Im Februar wurde von allen Landwirtschafts
produkten, ausgenommen Speck, mehr ausgeführt
als in dem entsprechenden Monat des Vorjahres,
und die Preise waren höher. Der Wert des Land
wirtschaftsexports betrug im Februar 14,7 Mill. Kr,
wöchentlich gegen 12,2 Mill. Kr. im Februar 1935.
Die Engrospreiszahl ist ständig unverändert 126,
die Frachtratenzahl ging im Februar von 123,9 auf
120,8 herunter, was auf die Kohlenraten zurückzu
führen ist. Die Nationalbank hat ihre Nettoschuld
an das Ausland um ca. 12 Mill. Kr. herunterge-
bracht. Die zirkulierende Notenmenge ist von 365,2
auf 375,2 Mill. Kr. gestiegen.
Hamburger Börse
Amtliche Notierung in MJl sür 100 MM Nennwert
<Obne Ģewdàr
Lanke»
•JleictjsDant
DD.-Bank
Sces&n. Lank
Leretnsdant
Westh. Lank
Sd)I.-!£>. Lank
9.4.
184.00
92.25
93.00
11225
126.00
69.00
8 4.
182 25
92 00
92 25
111 50
126.00
69 50
gnduftr.-Akt. 9 4 8.4
Lerkehrs-Ätr.
pdg. Hochbahn 90.00 90 00
Dtsch.-Ostofriko 34 00 34 00
Hapag 15 25 14 75
Hvg.-Eüdamer. 26 00 26.00
dtotM. Lloyd 16.50 16 00
Wosrm..Llni« 34 00 34 CO
«Ug. «I..®.
Breiten» (len.
Sldlchl.-L,.
Holslen-Br.
Harp Lgd..®
Schnckeri-St.
Älsen-ckem.
Siemens
HSW.
Deutiche LrdSI
IB.-Farden
ditubfliS
Älf befïft
36 25
154.00
143.50
103 50
102.00
125.00
139 75
186.50
138 25
118 75
165 25
19 00
107.25
35 87
157.00
143.00
103 50
103 0t
125.00
139 50
186.25
138.00
118.75
165 50
19.00
107.00
Amtliche Währungskurse. 9 4 8 4
1 Piund Sterling , 12.28 >2.285
1 Dollar 2.485 2.484
100 üän. Kr. , , , , 5484 54.86
100 franz. Frank. 16.38 > 6.385
Peseta 3395 3',97
Lira 19.63 19.68
lOhne Gewähr!) Geldkurs
Metall. Eleltrolytkupfer per 100 Kg. 9 4 8.4.
prompt cif Hbg. od. Brem, Rotterd. 52 50 52.00
Wandsbeker Ferkelmarkt vom 9. April
Aufgetrieben 150 Ferkel. Futterschweine fehlten.
Handel nur schleppend, nicht geräumt. Preise: 4-6-
wöchnAL 16—18 JooiL, 6— 18—32 MJL, 8—10-
Handel nnd Wandel
Marktbcovachter
In der Belieferung des Getretdemarktes trat im
Laufe der Berichtswoche ein leichter Rückgang ein.
Die Zufuhren an Mahlweizen waren bedarfsgemäß.
Zuletzt zeigte sich der Markt hierfür etwas auf
nahmefähiger. Holsteinische Ware wurde von der
Küste und vom Niederrhein stärker begehrt unter
Bewilligung leicht erhöhter Forderungen. Futter
weizen war auf Grund erfolgter Zuteilungen we
nig gesucht. Am Roggenmarkt lag sehr wenig Ma
terial vor. Die Aufnahmeneigung der Provinz
mühlen sowie auch verschiedener niederrheinischer
Mühlen war vergleichsweise unvermindert. Man
nimmt an, baß die Reichsstelle die Provinzmühlen
mit Mahlroggen beliefert. Für kontingentsfreien
Roggen besteht nach wie vor starke Kauflust. — Die
Belieferung mit Fntterhaser und zuletzt auch mit
Futtergerste ist etwas umfangreicher geworden.
Futterhafer war bedarfsgemäß verfügbar. Durch
das abgeschlossene Geschäft in Saatgut wurden
größere Mengen für Futterware frei. In Jndu-
striegerste waren Umsätze nicht festzustellen, obgleich
noch einige Partien aus der zweiten Hand am
Markt waren. Der Futtermittelmarkt wies keiner
lei Belebung auf. Die Kaufneigung sür Futter
mittel aller Art ist erwartungsgemäß weiter zurück
gegangen, bedingt durch den beginnenden Auftrieb
der Tiere nnd durch die bevorstehende erneute Zu
teilung an Oelkuchen (6 bis 7000 To.), welche in der
Woche nach Ostern vorgenommen werden soll. Le
diglich für Fischmehl besteht sehr starke Aufnahme
neigung, das besonders von den Schweinemast
betrieben stark begehrt wird. Aber auch hierfür
dürfte eine Entspannung der Lage zu erwarten
sei» durch die gegenwärtige Freigebe von 768 >
Rendsburger Wochenmarkt
um Sonnabend, dem 11. April 1936
iPreise zwischen 9 und 10 Uhr. Ohne Gewähr!)
■Jttnifleilci) Psd
Schweines!. Pfd
Flomen Pfd.
Ger.hies.Speci Psd.
Kalbfleisch Pfd.
Wurst Pfd.
Legehühner Stck.
Schlachthübner
Tauben Skck
»anmchen Stck
Meiereibukk. Pfd
Käse Pfd.
Eier Stck
Honig Pfd
Kartoffeln Ztr.
Weißkohl
Blumenkohl Stck.
Rosenkohl Psd.
Rotkohl
Suppenkraut Bd
Steckrüben
Rote Beete Pfd.
Schwarzwurzeln
Rhabarber 2 „
Salat Kopf
85-130
85—110
95
110
90-130
80 - 150
250-300
200-360
70-80
100-300
150—160
70-110
8
110-120
350—380
10
35
35
15
10
20—35
10
25
35
25
Radieschen Bd.
Spinat
Wurz., rote, Pfd.
Zwiebeln Pfd.
Schalotten Pfd.
Sellerie Stück
Äepfel Pfd.
Tomaten Pfd.
Weintrauben Pfd.
Zitronen Stück
Apfelsinen St.
Bananen Pfd.
15
25
8
10
15
10—35
15 40
40-50
50
5
3 10
35
Fische:
Sal
Dorsch
Heringe
Butt
Hecht
Makrelen
Pfd.
Pfd.
Md.
Pfd.
60-100
25—30
10-15
40
50
30
Feuerung:
Torf, Fuder,
ca. 8 gtr.
H»1» gtr,
700
too
ZeņttĶl-FerkklMsrkt
tzer %mm SMesWW-HŞm
am Donnerstag, dem 9. April 1936.
in der städtischen Viehmarkthalle zu Rendsburg
Die Zufuhr zum heutigen Markt betrug 381 Stück
gegen 433 Stück in der Vorwoche, mithin eine Min
derzufuhr von 52 Stück. Es wurden gezahlt für
schwere Ware (40—50 Pfd.) 0,65—0,69 MJl
mittekschwere Ware (30—40 Pfg.) 0,68—0,72 MJl
leichte Ware (25—30 Pfd.) 0,70—0,76 MJl
für das Pfund Lebendgewicht. Für allerbeste Ferkel
wurde auch über Notiz, für abfallende Ware auch
unter Notiz bezahlt. Jungschweine (über 60 Pfund),
die am Markt waren, kosteten 0,60—0,53 Mm das
Pfund Lebendgewicht.
Zum heutigen Zentralferkelmarkt war die Zu
fuhr etwas geringer als in der Vorwoche. Der
Handel war gut, der Markt wurde geräumt.
Ausgeführt wurden, soweit wir feststellen konn
ten, größere und kleinere Partien nach Elsdorf,
Jevenstedt, Heinkenborstel, Wapelfeld, Hohenwestedt,
Kiel, Bad Bramstedt, Bad Segeberg, Elmshorn,
Melöorf, Kiel, Lübeck.
Die Zufuhr an fetten Schweinen betrug 3 Stück
gegen 2 Stück in der Vorwoche. Für gelieferte fette
Schweine werden 43—51 Psg, für das Pfund Le
bendgewicht gezahlt.
Die Zahl der dem Kälbermarkt zugeführten Tiere
betrug 20 Stück gegen 32 Stück in der Vorwoche.
Es wurden gezahlt für nüchterne Kälber 25 bis
30 Psg,. für Fresser 30—35 Pfg., für ältere Kälber
bis 65 Pfg. das Pfund Lebendgewicht.
Heider Ferkelmarkt vom 11. April
Austrieb: 328 Stück. Preise: 1. 16—18 MJL, 2.
m M MM, z. 20-22 MJL, Fetts