Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

Kein Riesenschachbrett... 
sondern der riesige Olympia-Parkplatz für Autos am Reichssport- 
fclö zu Berlin, der jetzt ebenfalls fertiggestellt wurde. (Donath, K.) 
Das modernste Stellwerk Deutschlands. 
In Mainz wurde eiu neues, frei schwebendes elektrisches Befehls 
stellwerk in Betrieb genommen. Der 4,50 Meter breite Ttahlübcr- 
bau schwebt mit einer Länge von etwas über.12 Meter freitragend 
in der Lust. Nur au einem Ende ist er mit zwei 1,73 Meter breiten 
Stahlständern, die gleichzeitig die Außenwände des Treppenhauses 
bilden, elektrisch verschweißt. Ein mechanisch betriebenes Hebelwerk 
zur Bewältigung des Verkehrs hätte 20 Meter lang sein müssen, 
während das hier eingebaute elektrische Vierreihen-Hebcwerk nur 
4 Meter lang ist. (Weltbild, K.) 
Ständiger italienischer Bormarsch in Abessinien. 
Außer den schnellen italienischen Armeeflugzeugen sind die Maultiere, die die in 
Eilmärschen vorgehenden italienischen Truppen begleiten und die schweren Lasten an 
Munition und Verpflegung sicher über die Berge und Täler der Nordfront trans 
portieren, das einzig sichere und nie versagend Verkehrsmittel. 
(Associated Preß/ K.) 
Der König von England hat dem Führer 
und Reichskanzler zum Ableben des Botschaf 
ters von Hoesch durch den englischen Botschaf 
ter in Berlin sein persönliches Beileid über 
mitteln lassen. Der Führer und Reichskanzler 
hat dem König dafür seinen aufrichtigen Dank 
zum Ausdruck gebracht. 
Botschafter von Nibbentrop hat an die Hin 
terbliebenen des Botschafters von Hoesch ein 
Beileidstelegramm gerichtet. — Die Leiche von 
Hoesch's wird voraussichtlich Mitte nächster 
Woche nach Deutschland übergeführt werden. 
Die Beisetzung erfolgt in Dresden. 
Ter Pflug folgt dem Schwert. 
Während die italienischen Armeen an der Nordfront noch erbitterte Schlachten schla 
gen, wird bereits die Durchdringung und Erschließung des Hinterlandes in Angriff 
genommen. Auf unserem Bild ist eine Sendung italienischer Pflüge eingetroffen, 
deren Handhabung den Eingeborenen vorgeführt wird. 
Associated Preß, K.j 
Selbst ist die — Frau. 
Ein Bild aus der Frauenkolvnialschule in 
Rendsburg, in der Mädchen für den Dienst 
in den Kolonien vorbereitet iverden. Wenn sie 
die Schule verlassen, dann verstehen sie cs 
ebenso gut, ein Hufeisen im Schmiedefeuer 
anzufertigen, wie in der Tischlerei sich ein 
Plättbrett für ihren Farmerhaushalt zu bauen 
oder mit den Werkzeugen eines Schuhmachers 
Schuhe herzustellen (Weltrundschau, K.) 
Weâêchte tzmr Memn 
klm Kartenspiel 
Willst du erkennen, wie dein Mann 
in seinem Innern denkt und fühlt, 
so sieh ihn dir genauer an, 
wenn er mit Freunden Karten spielt. 
Schlügt er zum Beispiel auf den Tisch, 
daß jedes Glas zur Höhe springt, 
so ist er mehr als kriegerisch, — 
du zähmst ihn dann wohl nur bedingt. 
Und wenn er bös und krittlich wird, 
sobald er merkt, daß er verliert, 
und wenn er sagt, daß er nicht irrt, 
obwohl man ihn schon überführt, 
und wenn er laut wird und gar schreit, 
und an der Stirn die Ader glüht, 
so ist es wohl die höchste Zeit, 
daß man sich nicht mehr um ihn müht. 
Und sieh, wie er die Karten hält! 
Hält er sie nicht an sich heran, 
so daß ein jeder, dem's gefällt, ; . 
ihm in die^Karten gucken kann, 
so traue ihm nicht allzuviel 
und halte an der Meinung fest, 
daß er sich auch im Lebensspiel 
stets in die Karten gucken läßt. . - 
Doch falls er, wenn ein Blatt er zückt, 
vorsichtig äugt und unentwegt 
mißtrauisch dann noch um sich blickt 
und stundenlang erst überlegt, 
dann ist er, dessen sei gewiß, 
ein übler, kleinlicher Pedant. 
Ihm fehlen Nachsicht, Schwung und Schmiß, 
und Freimut hat er uic gekannt. 
Und wenn es ans Bezahlen geht> 
so gib wohlweislich darauf acht, 
ob er zu dein Verlust auch steht 
und keinerlei Sperenzchen macht. 
Drum passe auf und schaue hin, 
gewärtig deines Lebensziels, 
denn es liegt wahrlich tiefer Sinn 
auch in der Art des Kartenspiels! 
Puck. 
Außenminister Eden hat durch den englischen 
Botschafter in Berlin der deutschen Regierung 
sein Beileid zum Tode des Botschafters von 
Hoesch übermitteln lassen. 
Das Reichssportfeld. 
Die neueste Luftaufnahme von dem Reichssportfelö zu Berlin, der größten und 
schönsten Sportstätte der Welt, die das neue Deutschland für die Olympiakämpfe er 
richtet. Im Vordergrund die Dietrich-Eckart - Freilichtbühne, dahinter das Auf 
marschgelände mit dem gewaltigen Glockenturm und das Olympiastadion. (Frei 
gegeben durch RLM.) (Heinrich Hoffmann, K.) 
Bei der Frühjahrsbestellung. 
(Presse-Bilö-Zentrale, K.)
	        
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