ûeitê Carstensen'sche (in Amerika wohnhaft)
^andstelle in Ost-Bordelum, die Marten Ebsen
orsher in Pachtung hatte, nimmt der Bruder,
^auer Sönke Ebsen, in Pachtung. Alle diese
Antritte erfolgen sofort (15. April). — Ue6er=
tau. In der Ostersonntagnacht gegen 24 Uhr
land man den Vredstedter Einwohner Ziklvw-
Uî, Sohn des Mühlendamm 6 wohnhaften
Tischlermeisters Paul Ziklowski, blutüber
strömt und furchtbar im Gesicht zugerichtet, vor
«em Lokal „Herrngabe" in Borsbüll bei Bred-
stedt auf. Der schwerverletzte Z. wurde sofort
m das Bredstedter Krankenhaus eiugeliefert.
Die Verletzungen sind derart schwer, daß er
3. Zt. noch nicht vernehmungsfähig ist. Fest
gestellt zu diesem Fall muß werden, daß der
Ueberfallene, ein sehr ruhiger Mann, völlig
ichulölos war und in keiner Weise zu diesem
Vorfall Veranlassung gegeben hat. Lediglich
hat ein im benachbarten Sönke-Nissen-Koog
beöiensteter landwirtschaftlicher Gehilfe den Z.
anläßlich des Osterballes draußen beim Lokal
Zur Rede gestellt, ob er eine abfällige Aeuße
rung über ein bestimmtes Mädel hat fallen
kassen. Diese Frage wurde sofort verneint,
worauf aber im selben Augenblick dieser Roh
ling mit den Fäusten in bestialischer Art und
Weise auf Z. einschlug bis dieser blutüber
strömt zusammenbrach. Die Polizei nahm sich
sofort des Falles an.
kr. Niebüll, 14. April. Auszeichnung. Beim
letzten Kameradschaftsabend im Vereinslokal
Voy Jessen wurden durch den Schriftführer
Peter Carstensen im Aufträge des Kreisver-
banöes an folgende Kameraden Hindenburg-
ŗesp. Kyffhäuserbilüer mit Widmung für
40jährige Zugehörigkeit überreicht: Heinrich
Berlin, August Broderscn, Joh. Dockweiler,
Julius Grodian, Chr. Sörensen, Hans M.
Karstensen-Gotteskoog und Thomas Carstcn-
sen-Gath. Anschließend hielt Kam. Carstensen
noch einen Vortrag über die Wohlfahrtsein
richtungen des Kyffhüuserbundes.
25 Jahre Buchhalterin. Am Sonnabend,
dem 18. d. M., kann Fräulein Margarethe
Boysen, Bredstedt, Norderstraße 12, auf ein
25jähriges Jubiläum als Buchhalterin bei der
Firma August Gerdsen, Bredstedt, zurück
blicken. Wirklich ein untrügliches Zeichen
besten Einvernehmens in all den verflossenen
. Jahren dieser Zusammenarbeit zwischen dem
verstorbenen derzeitigen Inhaber dieser alten
und weit über hiesige Grenzen hinaus bekann
ten Firma, Karl Krohn, sowie dem jetzigen
Inhaber Wilhelm Henningsen und bcx
Arbeitsjubilarin, (sz.)
I/ö &* HUUetdUken
Fischkonservenfabrik in Flensburg.
Flensburg, 12. April. Die Hauptvereinigung
oer deutschen Fischwirtschaft hat den Anträgen
auf Errichtung einer Fischvollkonservenfabrik
in Flensburg zugestimmt. Für die Unter
bringung des Betriebes ist das Gewese der
ehemaligen Aktienbrauerei am Brauereiweg
ausersehen.
Au4
Die Arbeiten am Zwischenftau der Eider
abdämmung bei Lexfähre.
mm. Lexfähre, 13. April. Dicker schwarzer
Rauch liegt über der Baustelle, er kommt von
dem großen Spülbagger, welcher nun bei Lex
fähre an dem Durchstich angefangen ist, nach
dem er das Eiöerbett von Lexfähre bis zum
geplanten Durchstich Eider—Kanal bis zu
einer Wassertiefe von 3,50 Meter gereinigt hat.
Große eichene Rammpsähle und Gesteins
massen, welche von dem alten Fährloch stam
men, wirken hindernd bei den Baggerarbeiten.
Des öfteren wurde die Kreiselpumpe durch
große Steine und Eisenteile beschädigt. In
langen Rohrleitungen, welche auf der Eider
durch Pontons gehalten werden, werden die
Spülmassen in die Spülfelder gedrückt. Das
überflüssige Wasser, womit die Schlickmassen
vermengt sind, fließt durch große, durch den
Deich gelegte Rohre wieder in die Eider ab.
Das neue Fährloch ist nun soweit fertig
gestellt, nur der Bagger liegt noch längsseit
davor. Die Schwimmramme der Firma Koth,
Rendsburg, ist auch eingetroffen und sofort ist
mit den Rammarbeiten begonnen worden. Es
gilt, große starke Pfähle in die Eider zu ram
men, welche als Brücke für die Sandloren
dienen sollen, um die demnächst beginnende
Dammschüttung zu ermöglichen. Unaufhörlich
rollen noch immer die Sandzüge in den Koog
hinein und höher und höher wächst der Helle
Sanddamm. Stellenweise, wo bisher scheinbar
genug Sand lag, ist er wieder in den moori
gen Untergrund versackt und neue Loren
rollen heran. Die Unterführung des Wassers
unter die neu zu bauende Straße ist durch
große Siele geregelt.
Ein neuer Flath-Attar
_ Die Neugestaltung der Dankeskirche in Kiel-
Holtenau, die mit der Fertigstellung des land
schaftsbezogenen, breit ausladenden Turmes
nach außen hin abgeschlossen war, fand am
Karfreitag mit der Einweihung des in langer,
hingebungsvoller Arbeit von dem jungen
Kieler Holzbildhauer Otto Fl a th eigens für
diese Kirche geschaffenen Altarwerkes ihre letzte
Krönung. Da die architektonischen Verhältnisse
der Apsis eine sinnvolle Verbindung zwischen
dem Altartisch und dem mehrere Meter über
ihm beginnenden, öreigeteilten Glasfenster be
sonders schwierig erscheinen ließen, hatte der
Kirchenvorstand sich im vergangenen Herbst
entschlossen, einen Jdeenwettbewerb für die in
der Reichskammer der bildenden Künste zusam
mengeschlossenen Maler und Bildhauer auszu
schreiben. Der nun ausgeführte Entwurf Otto
Flaths löst die zunächst wenig dankbar schei
nende Aufgabe in glücklichster Form: in der
Mitte ragt ein den Gesamteindruck nicht nur
des Altars, sondern darüber hinaus der gan
zen Kirche beherrschendes schlichtes Holzkreuz
in die Höhe, zu dem auf beiden Seiten je drei
stufenförmig nebeneinander angeordnete Fi
gurengruppen hinführen. So ist neben klarem
Aufbau und ungezwungen-sicherer Steigerung
eine bei aller rhythmischen Bewegtheit wie aller
Feinheit der Einzelheiten ungeheuer starke
Geschlossenheit des Ganzen erreicht worden, die
dieses Werk — von dem nur zu erlebenden und
darum nicht beschreibbaren Gehalt des Inhalt
lichen ganz abgesehen — als die bisher größte
und reifste Leistung des Künstlers ausweist.
Otto Flath, der heute bereits in der vordersten
Front einer jungen deutschen Plastik steht und
dessen ungewöhnliche Begabung schon in vielen
maßgeblichen Zeitschriften des ganzen Reiches
gewürdigt worden ist, schuf sein erstes Altar
werk, einen dreiteiligen Flügelaltar, bekannt
lich für die Diakonissenhauskapelle in Kropp,
in der auch eine große Kreuzigungsgruppe und
zwei Einzelfiguren Platz gefunden haben. Wei
tere Großplastiken von ihm befinden sich in der
Kirche von Flemhude und der St. Nikolai-
Kirche in Kiel. Die Einweihung des Holtenauer
Altars vollzog sich in feierlichster Form im
Rahmen eines Festgottesdienstes, an dem auch
zahlreiche Vertreter der Behörden wie der
Künstlerschaft teilnahmen. Der Künstler wurde
im Vorraum vom gesamten Kirchenvorstand
empfangen und durch die versammelte Ge
meinde zum Chor geführt, wo sein Werk nach
einer Ansprache von Pastor Jans unter den
Klängen des Mozartschen „Ave verum corpus"
enthüllt und zu feiner hohen Bestimmung für
diese und kommende Generationen geweiht
wurde. Die Feier gestaltete sich zu einem ein
dringlichen Erlebnis, das nicht nur für die
Holtenauer Gemeinde, sondern auch die Kunst
geschichte unseres Landes seine bleibende Be
deutung haben wird. E. Th. R.
Vom Kraftwagen überfahren und getötet.
Meldorf, 14. April. In Nindorf, unweit von
Meldorf, ereignete sich am Ostermontag ein
tödlicher Autounfall. Ein 25jähriger Landhel
fer, der bei einem Bauern in Bargenstedt be
schäftigt war, sprang aus bisher noch unge
klärter Ursache plötzlich gegen einen aus Rich
tung Albersdorf kommenden Personenkraft
wagen, der ihn von links überholen wollte.
Der junge Mann wurde mit voller Kraft mit
dem Kopf gegen die Windschutzscheibe des Wa
gens geschleudert. Infolge des starken Brem-
sens fuhr der Wagen in den Chausseegraben,
ivo er sich überschlug. Die Insassen des Wa
gens blieben unverletzt und konnten sich aus
dem Wagen befreien. Der auf die Straße ge
schleuderte Landhelfer wurde auf der Stelle
getötet.
’ * *
fp. Heide, 14. April. Freiwillig aus dem Le
ben geschieden. Der im Alter von 86 Jahren
stehende Rentner Peter Stelling aus Heide
schied in einem Anfalle von Schwermut durch
Einatmen von Gas aus dem Leben. Seine An
gehörigen fanden den alten Mann morgens in
der Küche auf einem Stuhl tot vor.
rg. Wessclburen, 14. April. Einbruch. Bei
dem Kaufmann Nummsen in der Hebbelstratze
wurde ein nächtlicher Einbruch verübt. Der
Dieb bohrte die Fensterklinken an und gelangte
so in das Haus, wo er in dem Laden Waren
mitgehen hieß.
Versetzung. Die Lehrerin Fräulein Anne
liese Rosenthal, welche ein Jahr an der Volks
schule in Wrohm wirkte, vertauschte ihre Stel
lung mit Fräulein Pickerodt, Tiebensee.
Letztere wird sofort nach Ostern ihre Stellung
in Wrohm antreten, (mm.)
Verkauf. Der Mühlenbesitzer Willi Gardels
in Pahlhude verkaufte sein vor einigen Jahren
gekauftes früher Lüneburgsches Mühlengewese
an den Autobesitzer Detlef Bielfeldt aus
Pahlen. Der Kaufpreis soll ca. 6000 RM. be
tragen. Der Antritt erfolgt am 1. Mai. (zp.)
Am H&tsteih.
Das WHW.-Schieße» des Deutschen Reichs
kriegerbundes.
Kiel, 14. April. Um die enge Verbundenheit
der im Deutschen Reichskriegerbund (Kyff-
häuserbunö) vereinigten über drei Millionen
alter Frontsoldaten mit dem Werk unseres
Führers zu bekunden, hatte der Bundesführer,
SS.-Oberführer Oberst a. D. Reinhard, für
sämtliche Landesverbände in den Monaten
Januar bis März 1936 ein Schießen zugunsten
des Winterhilfswerks angeordnet. Im Lan
desverband Nordmark haben fast sämtliche
Kameradschaften der zwanzig Kreisverbände
an diesem WHW.-Schießen teilgenommen. Das
Ergebnis dieses Schießwettbewerbes war
überaus erfreulich, konnten doch nunmehr nach
Beendigung des Schießens der NSV, in
Schleswig-Holstein vom Landesverband Nord
mark 10 206,91 JlJl überwiesen werden. Dabei
ist besonders die Kriegerkameradschaft Kropp
bei Schleswig zu erwähnen, deren achtzig
Kameraden einen Betrag von 122 JUi er
schossen, so daß jeder Kamerad einen Betrag
von 1,44 &LJI'Opferte. Dieses gute Ergebnis
des WHW.-Schießens des Deutschen Reichs
kriegerbundes beweist aufs neue, daß die alten
Frontsoldaten geschlossen hinter dem Führer
Adolf Hitler stehen.
Tödlicher Sturz aus dem Fenster.
Kiel, 14. April. Ein trauriger Unglückssall
ereignete sich am ersten Osterfeiertag in der
Jungmannstraße. Ein kleines Kind, die
11-jährige K. Sch., fiel aus dem Fenster und
erlitt einen Schädelbruch. Sie wurde sofort
in die Chirurgische Klinik gebracht und ist dort
in der Nacht zum Dienstag ihrer schweren
Verletzung erlegen.
Lederverschiebnng aufgedeckt.
Neumünster, 14. April. Ostermontag wurde
ein bei den hiesigen Lederwerken von Adler
& Oppenheim beschäftigter Vorarbeiter fest
genommen, der versucht hatte, die Firma um
einen erheblichen Betrag zu schädigen. Der
Vorarbeiter Pries, der bei der Firma eine
Vertrauensstellung inne hatte, versuchte, einen
ganzen Lastkraftwagen von Rohhäuten nach
auswärts zu verschieben. Ohne Wissen der
Betriebsleitung hatte er an den Tagen vor
her zahlreiche Ballen zurechtgelegt, die er am
Ostermontag, als der Betrieb noch völlig ruhte,
abtransportieren lassen wollte. Sein Vor
haben ist aber bekanntgeworden, so daß im
letzten Augenblick der hochbeladene Lastzug,
der bereits das Fabrikgebäude verlassen hatte,
angehalten und in die Fabrik zurückgebracht
werden konnte. — Als Abnehmer der Roh
häute hatte sich P. einen früheren Angestellten
der Firma, der jetzt in Bamberg wohnt, ge
sichert. Die Ware sollte mit dem Lastzug nach
dort befördert werden.
Ins Milchbassin gefallen.
Bad Bramstedt, 14. April. Ein aufregender
Vorfall ereignete sich in einer Meierei der Um
gegend. Ein Bauer, der Milch angeliefert hatte,
fiel durch Unachtsamkeit in einen 3000 Liter
fassenden Milchbehälter. Einige Zeugen des
Vorfalls erlösten den Mann aus dem Milch
bad.
Errichtung einer Freibadeanstalt
in Bad Bramstedt.
Bad Bramstedt, 11. April. Bad Bramstedt
will in der Nähe des sogenannten Alten Kur
hauses eine Freibadeanstalt errichten, deren
Kosten auf rund 14 000 ÂJC veranschlagt wer
den. Es müssen insgesamt 2500 Kubikmeter
Erde bewegt werden. Wenn es gelingt, die
Einwohnerschaft zu freiwilliger Arbeits
leistung heranzuziehen, was auf dem Wege
über die Organisationen versucht werden soll,
dann werden sich die Kosten um rund 4000
Mark senken lassen. Durch freiwillige Spenden
sind bereits 4600 Mark aufgebracht worden.
Man nimmt an, daß auch von seiten der Be
hörden noch Zuschüsse gegeben werden und
daß sich auch die Geldinstitute in Bad Bram
stedt an der Aufbringung der Mittel beteili
gen werden.
Selbstmord eines Mörders.
Altona, 14. April. Der Prcssedezernent beim
Landgericht Altona teilt mit: In der bekann
ten Strafsache gegen den Franz Kokot wegen
Ermordung des Polizeihauptwachtmeisters
Springer in Groß-FIottbek am 1. April 1936
war Anklage vor dem Schleswig-Holsteinischen
Sondergericht in Altona bereits am 9. April
erhoben und Termin zur Hauptverhandlung
auf den 17. April anberaumt worden. Der
Mörder, der ein volles Geständnis vor dem
Richter abgelegt hatte, hat sich nach Zustellung
der Anklageschrift in seiner Zelle erhängt. Er
hat sich damit dem irdischen Richter entzogen.
Einweihung der Reichsmodellbauschnle 3
in Lauenburg.
Lauenbnrg (Elbe), 14. April. Die Luftsport
scharen der Hitler-Jugend trafen am Oster
sonnabend aus allen Orten der Luftsport-
Landesgruppe 3 in Lauenburg ein, wo die
Teilnehmer zunächst ein Kameradschaftsabend
vereinte. Am ersten Ostertage ging es dann
in einem fast unübersehbaren Festzuge, an
dem sich neben der Ortsgruppe des Lustsport
verbandes auch alle Formationen der Partei
beteiligten, durch die in festlichem Flaggen
schmuck prangende Stadt hinaus zum Flug
platzgelände, wo in Anwesenheit vieler hiesiger
und auswärtiger Gäste die Einweihung der
neuen Reichsmodellbauschule 3 erfolgte. Bür
germeister Petersen wies in seiner Weiherede
darauf hin, daß die Schule ein Werk sei, wo
sich die Jugend neue Kraft aber auch Freude
holen könne. Im Aufträge des Reichsluft
sportführers Locrzer nahm darauf der Führer
der Landesgruppe 3 des Reichsluftsportver-
bandes, Major v. Bülow, das Wort, um der
Stadt Lauenburg für den mustergültigen Bau
der Schule zu danken und diese gleichzeitig
ihrer Bestimmung zu übergeben. Diese neue
Modellbauschule, so sagte Major v. Bülow,
diene der Ertüchtigung der deutschen Flieger
jugend. An dieser Stätte sollen die Lehrkräfte
herangebildet werden, um die Jugend im
Modellbau unterrichten zu können. In Liesen
Luftsportschulen wird eine Auslese des Nach
wuchses vorgenommen. Nicht nur auf das rein
technische Können kommt es an, sondern die
charakterlichen Eigenschaften stehen im Vor
dergrund. Am Sonntagnachmittag wurde in
die praktische Arbeit eingetreten.
Die Wettbewerbe des zweiten Ostertages
wurden ebenfalls in Anwesenheit einer großen
Zuschaucrmenge bei einigermaßen günstiger
Witterung durchgeführt.
Beim Sperling-Schießen den Freund
getroffen.
Lauenbnrg, 14. April. Ein trauriges Oster
fest feierten zwei Familien in dem Dorfe
Kneese in Lauenburg. Beim Sperling-Schießen
entlud sich plötzlich der Tesching des 12jährigen
Schülers ü. Von einem schweren Kopfschuß ge
troffen, stürzte der gleichaltrige Schüler D. zu
Boden. Er mußte in ein Krankenhaus gebracht
werden, wo er hoffnungslos daniederliegt.
* * *
Ş. Neumünster, 14. April. Reudsburger
Kraftwagen verunglückt. Infolge Versagens
der Steuerung verunglückte am Nordausgang
von Wiemersdorf ein in Richtung Neumünster
fahrender Personenkraftwagen. Das Auto
sauste über den Chausseegraben hinweg und
landete stark beschädigt auf einer Wiese. Der
Wagenlenker trug dabei Brustverletzungen da
von, so daß er ärztliche Hilfe in Anspruch neh
men mußte. — Schwerer Einbruchsdiebstahl.
Aus einem auf dem Großflecken gelegenen
Photohaus wurden Photoapparate im Werte
von 500 Mark entwendet. — Immer noch ver
mißt wird die 22jährige Hausangestellte Jo
hanna Buthmann, die zuletzt in Loop bei Ein
feld in Stellung war und seit dem 22. März
spurlos verschwunden ist. Alle bisher von der
Polizei, Bevölkerung und Feuerwehr ange
stellten Ermittlungen sind leider erfolglos ge
blieben.
Bad Segeberg, 14. April. Von der Schles
wig-Holsteinischen Jmkerschule. Die staatlich
anerkannte Lehr- und Versuchsanstalt für
Bienenzucht (Schleswig-Holsteinische Jmker
schule) hat ihre Tätigkeit für den Sommerlehr
gang wieder aufgenommen. Der Andrang war
diesmal so groß, daß bei weitem nicht alle
Aufnahmesuchende Aufnahme finden konnten.
Es nehmen 16 Schüler und Schülerinnen an
dem Lehrgang teil. Die Hälfte stammt davon
aus Schleswig-Holstein, die andere Hälfte aus
den übrigen Gegenden Deutschlands.
Neue Bücher
Deutsche Arbeit. Zeitschrift des Volksbundes für das
Deutschtum im Ausland. Verlag Grenze und Ausland.
Berlin W. 30.
Heft 3 dieser ausgezeichneten Zeitschrift des VDA.
bringt wieder eine Reihe wertvoller Aufsätze. Ein Ober-
schlesicr gibt darin anläßlich des 18. Jahrestages der
Volksabstimmung in Oberschlesien einen Rückblick auf
diese dunkle Zeit, die uns immer wieder erschüttern
muß. Die Zeitschrift bringt weiter einen Vorabdruck
aus dem demnächst erscheinenden Buch „Ein Land ohne
Gott" unter der Ueberschrift „Reise zu den Wolgabeut,
schen", der uns einen Blick in jenes deutsche Gebiet tu»
läßt. Anläßlich der neuen lettischen deutschfeindlichen
Maßnahmen ist ein Aufsatz über die Rigaischen Gilden
von besonderem Wert. Eine Anzahl hübscher Bilder aus
dem Werk „Das malerische und romantische Deutsch,
land", Tirol und Steiermark darstellend, sind ei» Schmuck
des Heftes, das außerdem noch eine ganze Anzahl weitem
rer kleinerer Beiträge enthält.
Zur Haustrinkkur: bei Nieren-, Blasen- und
Frauenleiden, Harnsäure, Eiweiß, Zucker-
Frequenz 1935: 22300.
RàenŞâ
Schriften erhältlich in Rendsburg in allen
Apotheken und Drogerien
und die Kurverwaltung Bad Wildungen,
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