Juv llntcvhstltuna
129. Jahrgang Nr. 88
Beilage der Schleswig-Holsteinischen Landeszeitung (Rendsbucger Tageblatt)
Mittwoch, den 15. April 1936
Sportliche Höchstleistungen vor SV Jahren
Das größte sportliche Ereignis 1886, an dem
die ganze Welt Anteil nahm, war der große
Fußgängerwettkampf, der in der landwirt
schaftlichen Halle zu Islington in England
stattfand. Alle anderen Geschehnisse, auch die
politischen Vorgänge, waren in den Hinter
grund gerückt. Das amerikanische „Gehwunder"
Weston stellte sich gegen drei Gegner, deren
Leistungen zusammen genommen gegen We
ston gewertet wurden. Der Amerikaner legte
am ersten Tage den erstaunlichen Weg von
168,9 Klm. zurück. Sein Ziel war, in dem
Sechstagekampf 505 engl. Meilen = 812,5 Klm.
3u erringen. Eine halbe Stunde vor der fest
gesetzten Zielzeit, nachts um 11.30 Uhr, schied
er mit einer Gesamtleistung von 740,1 Klm.
aus. Seine drei Gegner, von denen jeder nur
18 Stunden zu gehen hatte, brachten es zu
sammen auf 781,9 Klm. Damit hatte Weston
den Kampf verloren.
*
Im Mai 1886 unternahmen Mitglieder der
Alpenvereinssektion München den ersten
Marsch München—Starnberg. Der Sieger ging
die 25,3 Klm. lange Strecke in 3 Std. 1% Min.
*
Im Juni 1886 durchschwamm der Däne Tra-
gardh den Sund zwischen Helsingör bis nach
Helsingborg (Schweden) bei hoher See und
starkem Wind in 5 Stunden 5 Min. (4 Klm.).
*
Im Jahre 1886 kamen die Märsche, Ritte
und Radwettfahrten auf der Strecke Berlin-
Wien auf. 7 Jahre später fand dann das
größte sportliche Ereignis, der vereinigte Ver
such der drei Sportarten Reiten, Radfahren
Und Gehen statt. Es sollte das Verhältnis der
Leistungen festgestellt werden. Die 682,5 Klm.
lange Strecke wurde in folgenden Zeiten be
wältigt:
Der Buchdrucker Otto Peitz ging die Strecke
in 154 Stunden 30 Minuten, hiervon 36 Std.
Rast. Reine Gchzeit 118 Stunden 30 Minuten.
Graf Starhemberg legte die Strecke auf sei
nem Hengst „Athvs" in 71 Stunden 34 Minu
ten zurück, hiervon 8 l A Stunden Rast. Seine
Rittzeit 63 Stunden 4 Minuten.
Der Radrennfahrer Karl Fischer hat die
Strecke in 31 Stunden 22 Minuten durchfah
ren, hiervon 67 Minuten Rast. Reine Fahrzeit
29 Stunden 63 Minuten.
Das Verhältnis der Leistungen von Radfah
rer, Reiter und Fußgänger wurde somit
1:2:4 festgestellt.
Genaue Berechnungen wurden unternom
men. Fischer hatte mit seinem Rad 118 300 Kur
belumdrehungen gemacht, was ebenso viele
Tritte ergibt.
Den Schritt (Militärschritt) zu 75 Ztm. ge
rechnet, müßte ein Fußgänger 776 660 Schritte
machen. Bei dem üblichen Marschtempo von 118
Schritten in der Minute würde ein Soldat die
Strecke in ununterbrochenem Marsch in 110
Stunden zurücklegen.
*
1886 ging die amerikanische Läuferin Flo
rence Gayton die Strecke Newyork—San Fran
ziska (5464 Klm.) in 215 Tagen mit einem
Tagesdurchschnitt von 32 Klm. Der Weg führte
an dem Bahngeleise der Union Pacific entlang.
Diese echt amerikanische Leistung brachte die
Geherin um 23 Pfund ihres Gewichts, wobei
sie auf der anderen Seite aber mit 12 000 Dol
lars entschädigt wurde.
Bunte Wett
Liebe und Haarfarbe.
Seit 15 Jahren hat der amerikanische Psy
chologe Dr. W. M. Marston die Zusammen
hänge zwischen der Haarfarbe und der Tiefe
eines Liebeseindruckes bei den verschiedenen
weiblichen Temperamenten studiert. Jetzt gibt
er für den allgemeinen Tagesgebrauch, aber
auch für den Film und die Bühne einen psy
chologischen Leitfaden heraus, der folgende, in
teressante Behauptungen aufstellt:
Brünette Frauen zeigen sich am stärksten ge
mäßigt in ihren Liebesäußerungen. Allerdings
nehmen sie diese Angelegenheiten sehr ernst. —
Rothaarige Frauen sind leicht entflammt, leicht
zu überzeugen, aber schwierig zu kontrollieren.
— Blonde Frauen sollen die größte Fähigkeit
zu einer langandauernden Zuneigung zu der
gleichen Person besitzen.
Marstvn gibt jedoch zu, daß es mitunter
schwierig sei, diese Richtlinien immer klar und
eindeutig anzuwenden. Denn die Haarfarbe
könne heute chemisch leicht verändert werden,
ohne daß sich natürlich auch das Temperament
anpasse.
Der Briefmarkenkrieg des Negus.
Den Briefmarkensammlern dieser Erde steht
eine neue abessinische Ueberraschung bevor. Um
nämlich die Leistungsfähigkeit des abessinischen
Roten Kreuzes zu erhöhen, hat der Negus die
äthiopische Gesandtschaft in London beauftragt,
einige Serien sehr schöner, bunter Briefmarken
herauszugeben. Der Reinertrag dieser Marken
soll restlos dem Roten Kreuz zugute kommen.
Gleiche Pläne trägt man mit Hinblick auf
Amerika. Auch dort sollen Spezialserien, die
jedoch jeweils der Psyche des Publikums an
gepaßt werden, erscheinen.
Der Schatz im Schutthaufen.
Auf Beschluß des Ministers für Nationale
Erziehung ist der sogenannte „Schatz von Ma
rengo" jetzt endgültig dem archäologischen
Museum in Turin zum dauernden Besitz über
wiesen worden. Der Schatz ist bisher so gut wie
unbekannt geblieben, da er nur wenigen zu
gänglich war. Es mag deshalb daran erinnert
werden, daß es sich hier um eine archäologische
Entdeckung handelt, die vor wenigen Jahren
zufällig bei landwirtschaftlichen Arbeiten auf
einem im Privatbesitz befindlichen Felde bei
dem Dorf Marengo in der Provinz Alessandria
gemacht worden ist. Inmitten wertlosen Ge
rümpels fand man damals verschiedene alte
Silberplatten,' auf den ersten Blick erkannte
man, daß der Schutthaufen Gegenstände von
hohem Kunstwert barg und förderte unter an
derem eine in natürlicher Größe ausgeführte
Büste eiues römischen Kaisers im Lederpanzer.
Obwohl das kostbare Stück arg verstümmelt
war, waren die charakteristischen Gesichtszüge
des Kaisers Septimus Severus zu erkennen.
Neben der Büste wurde eine Art Gürtel mit
Reliefbildern zahlreicher männlicher und weib
licher Figuren sichtbar. Weiter fand man das
schwersilberne Bruststück eines Pferdegeschir
res, dessen Metallbuckel eine Gottheit und eine
mit Blumengewinden geschmückte Nymphe
zeigt. Der Schatz wurde zunächst nach Rom ge
schafft, wo er bis zur endgültigen Entscheidung
über die Abfindung des Eigentümers der
Fundstelle von der Regierung aufbewahrt
wurde. Diese Wartezeit benutzte man dazu,
die beschädigten Stücke des Fundes von einem
erfahrenen Goldschmied wiederherstellen zu
lassen. Den geschickten Händen dieses Mannes
fiel es nicht schwer, die schweren Schäden der
Kunstwerke so gut auszubessern, daß ihre ur
sprüngliche Schönheit fast völlig wiederherge
stellt ist. Besonders gut gelang dem Gold
schmied die Restauration der sehr wertvollen
Kaiserbüste, die als Zeugnis des hochentwickel
ten antiken Handwerks unentbehrlich wurde.
Der „Schatz von Marengo" wird in Zukunft
als Glanzstück des Turiner Museums von vie
len bewundert werden,' man wird vor allem
nicht darauf kommen, daß dieser Fund in
einem Schutthaufen gemacht wurde.
Heitere ELe
Billig.
Der Mann liest in der Zeitung von einem
Unfall und daß dabei alle ärztliche Hilfe um
sonst war.
„Umsonst?" fragt seine Gattin, „der Doktor
ist gut, den lassen wir auch einmal kommen,
wenn es nichts kostet!"
„LZ. Hindenburg" wie der in der Heimat.
Der neueste deutsche Luftriese ist von seiner Südamerikafahrt
wohlbehalten zurückgekehrt und auf dem Flugplatz Löwenthal in
der Nähe von Friedrichshafen glatt gelandet. Hier wird das Luftschiff
in die Halle des Flugplatzes Löwenthal geschoben, der bis zur Fer
tigstellung des Flughafens Rhein-Main sein Heimathafen sein wird.
(Weltbild, K.)
Weg in die Heimat
Skizze von Walter Fischer.
(Nachdruck verboten.)
Lerchenjubel schwang in der Luft. Bienen
hingen in ihren goldbraunen Röckchen an
Blüte und Zweig. Weiße, lichte Wolken
schwammen durch seliges Blau. Die Dorfuhr
schlug die zehnte Morgenstunde. Bor dem
Lehrerhaus saß der alte Pfarrer auf der Bank
bei dem jungen Mann, denn es waren Ferien.
„Das werde ich nie verstehen", meinte der
alte, im wohlverdienten Ruhestand lebende
Pfarrer und tat die Pfeife einen Augenblick
aus dem Munde. „Früher waren wir froh,
wenn die Buben etwas lernten und ihre Prü
fungen bestanden. Heute tun es auch genügend
Töchter!"
„Ihre zwei haben sie bestanden, Herr Pa
stor!" sagte der Lehrer und lächelte. Dann stand
er auf, pflückte Blumen im Garten und
summte dabei ein fröhliches Lied.
„Für wen die Blumen?" neckte der Pastor.
„Sie kommen schon!" jubelte der junge
Mann und ging den beiden Mädchen ent
gegen, die Arm in Arm den Feldweg entlang
kamen. Stina, die jüngere, nahm froh die
Blumen aus Karl Heyders Hand und blieb
plaudernd bei ihm im Garten stehen. Renate,
die ältere, setzte sich neben ihren Vater und
runzelte ein wenig die Stirn.
„Der Heyder macht mir einen Strich durch
die Rechnung!", sagte sie unzufrieden. „Ich
hoffte, Stina ging mit mir hinaus in die
Stadt. Sie ist ein kluges Mädel und sollte
sticht mit dem Lehrerinnenexamen zufrieden
fein. Sie könnte ihren Doktor machen!"
„Meinst du, daß sie dann glücklich wird?"
fragte bedächtig der Vater.
„Ist man auf der Welt, um glücklich zu
sein? Ich denke, man ist vielmehr dazu da,
fein Bestes zu leisten!" antwortete Renate.
„Das tat eure Mutter auch!" sagte der alte
Mann, „Ihr modernen Mädchen achtet aber
. diese Leistungen nicht mehr!"
Der schlanke junge Pfarrer Stein, Pastor
Straubs Nachfolger, kam den Weg herauf,
grüßte Renate und den alten Herrn und sagte
frohe Dinge vom Sonnenschein und Blühen.
Das Mädchen nahm die Mappe auf, die sie
auf die Bank gelegt hatte, und schickte sich an,
zu gehen. „Ich will Sonnenschein und Blühen
noch festhalten, ehe ich meinen Koffer packe!"
„Sie reisen wirklich, Fräulein Renate?"
fragte der junge Geistliche enttäuscht. „Ist die
weite, schöne Heimat Ihnen zu eng?"
„Die Heimat nicht — aber der Kreis, der
meinen Möglichkeiten hier gezogen ist. Und
Stina soll mit mir kommen!" sagte das Mäd
chen kühl.
An einem stillen Wasser am Waldrand
machte Renate halt, packte unbekümmert um
den jungen Pfarrer, der sie begleitet hatte,
Mappe und Farbstifte aus, setzte sich auf einen
Stein und fing an zu zeichnen. Der junge
Geistliche schaute zu, wie flink und gewandt sie
den Stift führte.
„Störe ich, wenn ich zusehe?" fragte er be
scheiden.
„O nein", antwortete die junge Künstlerin
leichthin. „Mich stört es nur, wenn Menschen
mir zu nützen glauben, wenn sie mich von
meinem Flug in die Welt abhalten wollen!"
„Ist der Flug in die Welt wirklich Ihr
Glück?" Traurig sah er auf das schöne Mäd
chen.
„Die Freiheit ist mein Glück!" trotzte Renate.
„Nicht Beschränkung und Begrenztheit!"
„Ich meine, die Freiheit ist das Glück der
Männer!" sagte Pastor Stein. „Für die Frau
liegt es in der Grenze, die all ihr lebendiges,
geliebtes und gepflegtes Eigentum um
schließt!"
Renate machte eine unmutige Bewegung.
Der junge Pfarrer sah betrübt auf ihr brau
nes Haar und ihre Arbeit. Er liebte dieses
Mädchen. Aber Herbheit und Eigensinn leg
ten immer wieder kalte, graue Schleier über
dies Empfinden.
Betrübt ging er, die Hände auf dem Rücken,
waldeinwärts.
Als Renate sich umsah, stand statt seiner ein
kleiner Dorfjunge da, der Weiüenpfeifen
schnitzte und dann und wann einen neugieri
gen Blick auf ihr Bild warf. Ein wenig ent
täuscht packte sie ihr Gerät zusammen und ging
nach Haufe« ihre Koffer fertigzumachen. Sie
fand noch allerhand zu nähen und beschäftigte
sich so den ganzen Nachmittag.
Am Abend suchte Renate ihre Schwester und
fand sie mit glücklichem Lächeln, den Kopf an
des Vaters Schulter gelehnt, auf der kleinen
Bank am Grabe der Mutter. „Bist du reise
fertig, Stina?" fragte sie.
„Nein, Schwester", antwortete diese. „Du
wirst mir nicht böse sein, ich bleibe hier! Ich
habe mich verlobt!"
Verächtlich schürzte die Aeltere ihren Mund.
„Ich brauche wohl nicht lange zu raten, mit
wem! Wenn dir das Glück genügt! Eigentlich
bist du zu schade für Kuchen- und Kinder
kram!"
„Halt, Renate! Du gehst zu weit!" zürnte da
der alte Herr. „Wenn dir das Mutterglück
nicht genügt, so ist das deine Angelegenheit.
Aber du hast kein Recht, es vor Stina gering
zu achten! Vielleicht wirst du einmal Sehn
sucht danach haben!"
Renate biß sich auf die Lippen. Sie wollte
dem Vater nichts erwidern. Aber als ihre
Schwester sie am anderen Tage zur Bahn be
gleitete, schwärmte sie laut vom Leben und
Lernen an der Akademie, von einer Studien
reise nach Norwegen und von der Freizügig
keit. —
Des jungen Pfarrers Augen sahen schmerz
lich und voll Liebe zugleich auf das junge
Paar, den Lehrer Heyder und seine Braut, als
sie am Altar der kleinen Dorfkirche getraut
wurden.
, Renate hatte nicht kommen können. Sie war
in Italien und schickte ein Bild mit tiefblauem
Himmel, Orangenbüschen und verfallenen
Schlössern.
Karl Heyder fragte sein junges Weib bange,
ob es ihr nicht leid täte, eine kleine Lehrerfrau
statt eines Fräulein Doktor geworden zu
sein?
Stinas Augen aber lachten heller als der
südliche Himmel auf dem Bild.
„Wieviel schöner ist doch unser schmuckes
Schulhaus als solch ein eingestürztes Schloß!"
Renate war auf Reisen, solange ihr mütter
liches Erbe reichte. Sie verkaufte hier und da
Bilder und Zeichnungen, aber ihre Kunst trug
sie zu keiner irdischen Höhe. Größere litten
Not. Sie fing an, Unterricht zu geben. Es war
eine harte Zeit. Dann und wann kam sie in
die Heimat. Sie sagte: „Um Skizzen zu ma
chen!" In Wahrheit war es Heimweh, das sie
trieb. Sie sah wohl der Schwester Arbeit und
Mühe im kinderreichen Haus, aber sie sah auch
die tiefe Liebe, die derselben aus all den Augeş
ihrer Lieben entgegenstrahlte. Kehrte die Ein
same dann in die Stadt zurück, so fühlte sie
doppelt die große Lücke, die dies Leben hatte.
Eine Zeitung stellte sie als Zeichnerin an, so
war wenigstens die äußere Not gebannt, die
sie den Ihren immer verschwiegen hatte. Aber
Befriedigung fand sie nicht. Harte Linien
gruben sich um den einst so schönen Mund. An
den Schläfen ergraute das Haar.
Pastor Stein hatte geheiratet. Beim fünften
Kind wurde er Witwer. Eine alte Wirtschaf
terin versorgte Pfarrhaus und Waisen. Da
starb der alte Pfarrer. Stina rief die Schwe
ster.
Als Renate heimkehrte, stand Stina in der
Haustür, blond und schlank. Sie hatte ihr
Jüngstes auf dem Arm. Der älteste Locken
kopf lehnte sich an sie. Karl Heyder trat aus
dem Haus und nahm seiner Frau das Kleine
ab. Da fiel Renate das Wort des Pastors
Stein ein, als er damals vergebens um sie
warb: „Das Glück der Frau liegt in den
Grenzen, die all ihr lebendiges, gepflegtes
Eigentum umschließen!" Zum ersten Mal ge
stand sie sich ein, daß er recht hatte. Die Kunst
hatte ihr nicht gehalten, was sie versprochen,
was Renate von ihr erhofft. Grau und farb
los war ihr Leben.
Am Abend nach der Beisetzung ging sie auf
den Friedhof. Ueber den Grabsteinen lag der
goldene Glanz der untergehenden Sonne, und
das zarte Licht des Abendrotes lag über dem
Horizont. Tränen tropften durch ihre Hände.
„Heimat — Heimat!" rief sie schmerzlich. Da
legte sich eine Hand ans ihre zuckende Schulter.
„Renate!" sagte der Pfarrer leise. „Haben
Sie heimgefunden vom Fluge in die Welt?
Ist es nicht hundertmal schöner hier?"
„Tausendmal!" schluchzte Renate trostlos.
Da nahm er ihre Hände und zog sie vom
Grabe fort. „Renate! Im Pfarrhaus sind
fünj Kinder, die eine Mutter brauchen!" — —