Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

Schleswig-Holsteinischer Wirtschastsdienst 
Das Befchaffungsprogramm 
der Reichsbahn für 1936 
Das Fahrzeugprogramm der Reichsbahn für 
1836, das die im Februar bekannt gewordene Zu 
satzbeschaffung umfaßt, setzt sich im einzelnen wie 
folgt zusammen: 1. 153 Lokomotiven ausschl. der 
elektrischen und der Kleinlvkomotiven, 2. 30 elektri 
sche Lokomotiven, 3. 77 Kleinlokomotiven, 4. 53 
elektrische Triebwagen für Fahrleitungen und 
Beiwagen dazu, 6. 169 Triebwagen mit eigener 
Kraftquelle, Steuerwagen und Beiwagen dazu, 
6. 748 Personenwagen, 7. 60 Gepäckivagen, 8. 972 
Güterwagen, 9. 9 Bahndienstwagen. 
Unter den Lokomotiven befinden sich 72 schwere 
sechsachsige dreifach gekuppelte Schnellzuglokomo- 
tiven der Bauartreihe 01 und 03 als Ersatz für leich 
tere Lokomotiven im schweren Schnellzugdienst. Bon 
den elektrischen Triebwagen unter 4. sind 4 Wechsel 
stromtriebwagen für die Stuttgarter Nahbahnen 
und je 24 Gleichstromtriebwagen und Beiivagen für 
die Berliner S-Bahnen bestimmt. 
Die 748 Personenwagen, die in Stahlbauart aus 
geführt und sämtlich vierachsig gebaut werden, sol 
len zur Verjüngung des stark überalterten Perso 
nenwagenparks dienen. Die meisten der 748 Wa 
gen, und zwar 468 Stück, sind D-Zugwagen. 
Außerdem werden 42 Autobusse für die in diesem 
Fahre neu zur Eröffnung kommenden Reichsauto 
bahnen bestellt werden. Auch wird voraussichtlich 
noch eine Reihe von Straßenfahrzeugen zur Be 
förderung von Eisenbahnwagen nebst Schleppern 
sowie von Anhängern für Lastkrastivagen in Auf 
trag gegeben werden. Die Fahrzeuge des Fahr 
zeugprogramms 1936 iverden zum größten Teil von 
den Reichsbahn-Zentralämtern in Berlin, zum an 
deren Teil, besonders die elektrischen Fahrzeuge, 
vom Reichsbahn-Zentralamt in München beschafft. 
Sie sollen bis aus einige Ausnahmen bei den elek 
trischen Lokomotiven und den Triebwagen mit eige 
ner Kraftquelle sämtlich bis zum 31. Dezember 1936 
geliefert werden. 
Verlängerte Lieferfristen für einzelne 
Stickstoffsorten 
Der Abruf an Stickstosfdüngemitteln hielt sich im 
März annähernd aus der Höhe des gleichen Monats 
des Vorjahres. Infolge des Abbaues der WerkS- 
vorräte erfolgt die Lieferung einzelner Erzeugnisse 
jetzt zum Teil ausschließlich auS der laufenden Pro 
duktion. Das bedingt auch für die nächste Zeit eine 
verlängerte Lieferfrist für die verschiedenen Kalk 
stickstofssorten und Ammonsulsatsalpeter lLeuna- 
Montanj; alle anderen Sorten werden sofort gelie 
fert. — Neben den auS der laufenden Erzeugung 
angebotenen Sorten steht aus größeren Lagerbe 
ständen noch Nitrophoska IQ 6 (kalkhaltigl zur so 
fortigen Lieferung zur Verfügung. Zur Erleichte 
rung der Deckung des Spitzeubedarss sind die Werk 
auslieferungslager vom 1. 4. ab für den unmittel 
baren Abruf geöffnet. Vom 1. April ab werden 
Stickstossdüngemittel-Mengen von mindestens 10 To. 
frachtfrei geliefert. Für die am 1. Juli 1886 unver^ 
kauft aus dem Lager der Wiederverkäufer vvrhan- 
Hambur^er Börse 
Amtliche Notierung In .f>M für IO» Nennwert 
>vim 
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Uecchsoanl ,84 00 18410 äu s tti 35 75 36 25 
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Amtliche Wädrungokulie. 14 4 9 4 
I Piund Stelling >2.285 12.28 
I Dollar ....... 2.487 2.4 5 
UNI öän. Kr 54.86 54 84 
loo iroiiz Frank. ....... >6.385 16.38 
Peleta 33 97 33 95 
Lira 16 63 1963 
iObne Gewähr!! Geldkurs 
Metall. Eleklrvlytkupler per loo Kg. 
vrompt eil Hba od Brenn lltotlerd. 
14 4 
52 50 
9. 4. 
52 50 
Berliner Schlachtviehmarkt 
'-Berlin, 15 Avril iVorverichti 'Ohne Gewahr 
Mitgeteilt von ver Reichsviebwertunasgeielllchaft 
ES wurde gezahlt ȟr 50 Ka Lebendaewicht: 
Preise: Auftrieb: Verlauf: 
'linder 24—44 1077 glatt 
Kälber 41-82 2282 glatt 
Schake 22-51 3553 glatt 
Schweine --- 9824 glatt 
S hwoine Klasse A 5ts E 480j -54"- Sauen 50 l, 2 -53 l, i 
Flensburger Fcrkclmarkt vom 15. April 
Auftrieb etwa 200. Handel äußerst schleppend. 
Preise: 4—6 Wochen alte 15—17 MM, 6—8 Wochen 
alte 17—19 MM, ältere 21—22 MM. Markt vorzei 
tig geräumt. 
Hamburger Schlachtviehmarkt-Vorbericht vom 15.4. 
Kälber-Auftrieb ca. 800, Qualität mittel, Handel 
fsott, Preise anziehend. Schwcine-Auftrieb ca. 8000, 
Qualität mittel, zugeteilt. Preise: A 55, Bl 54, 
B 2 53, C 51, D 49 G 1 53, G 2 49, 
denen Reste von Stickstosfdüngemitteln wird, sofern 
der Bezug nach dem 1. April dieses Jahres unmit 
telbar von den Werken oder Werkslagern für den 
Frühjahrsverbrauch erfolgt ist, der Unterschied zwi 
schen dem bezahlten Pels und dem für den 1. Juli 
1936 festgesetzten Preis gutgeschrieben. 
Erleichterte Auflösung der 
Werksparkassen 
Zwischen der Rcichsgruppe Industrie, dem Deut 
schen Sparkassen- und Giroverband und der Bank 
für deutsche Jndustrieobligationen ist ein Abkom 
men geschlossen worden, das die Auflösung der 
Werksparkassen erleichtern soll. Es handelt sich dabei 
im wesentlichen um die Empfehlung folgenden 
Weges: 
Das industrielle Unternehmen überträgt den ge 
samten Bestand seiner Werksparkasse auf die zustän 
dige öffentliche Sparkasse. 30 Proz. dieses Bestandes 
sollen der Sparkasse für ihre eigenen Zwecke ver 
bleiben und sind ihr infolgedessen in liquiden Mit 
teln zur Verfügung zu stellen. In Höhe von 70 Pro 
zent gibt die Sparkasse ein Darlehn an die Judu- 
striebank, die ihrerseits wieder diese 70 Proz. dem 
industriellen Unternehmen als Darlehn zur Verfü 
gung stellt. Im Interesse der Werksparförderung soll 
das Unternehmen die technischen Spareinrichtungen 
aber nach wie vor aufrechterhalten — also die bis 
herigen leichteren Einzahlungs- und vielleicht auch 
Abhebungsmöglichkeiten —, wofür gewisse Entschä 
digungen seitens der öffentlichen Sparkasse vorge 
sehen sind. Ebenso soll es weiterhin auch durch Zah 
lung von Sparprämien oder in anderer zweckeut- 
sprecheuder Weise die Sparfreudigkeit unterstützen. 
Im neuesten Heft der „Bank" untersucht Dr. 
Sievert die möglichen Folgen dieses Abkommens 
für den Sparer und für die einzelnen Unterneh 
mungen. Es wird dabei u. a. bemerkt, daß den 
Sparkassen keineswegs ein Monopol eingeräumt 
sei, jedes andere Kreditinstitut könne sich ebenso 
einschalten, wie es die Sparkassen tun. Ob dafür bei 
den Kreditbanken ein größeres Interesse bestehen 
werde, erscheine allerdings zweifelhaft. Die Einschal 
tung der Jndustriebank sei, so wird schließlich aus 
geführt. nicht etwa nur als Ueberbrückungsmaß- 
nahme gedacht, sondern sozusagen als Filter, der die 
dauernde industrielle Anlagemöglichkeit der Gelder 
sicherstelle. 
Zmnmgsversammlimg der Schlachter 
Die Innung für das Schlachter-Handwerk des 
Kreises Rendsburg hielt am Dieustaguachmittag im 
Haus des Handwerks in Rendsburg eine gut be 
suchte Jnnungsversammlung ab. Obermeister 
Schütze-Büdelsüorf konnte auch den Sachbearbeiter 
Hamann von der Kreisbaueruschaft Rendsburg be 
grüßen. 
Der Obermeister gedachte zunächst des kürzlich 
gestorbenen Jnnungskollegen Detlef Brix-Einfeld 
und des gestorbenen früheren Obermeisters der 
Rendsburger Schlachterinnung, Jochen Söhrusen- 
Hamburg. Nachdem der Schriftführer Krczek-Rends- 
burg das Protokoll der letzten Jahreshauptver 
sammlung vom 3. Februar d. I. verlesen hatte, 
überreichte Obermeister Schütze den Jungmeistern 
Doose, Ebsen und Ticdemann aus Rendsburg den 
Meisterbrief. Anschließend wurden die Lehrlinge 
Ehlers und Rathjen auS Hohemvestedt und Hilger 
aus Achlermehr freigesprochen. — Der Obermeister 
erstattete alsdann den Kassenbericht, gab eine Reihe 
von Eingängen bekannt und wies vor allem hin 
auf die Hauptfragen, die die Innung in letzter Zeit 
stark beschäftigt haben, insbcs. auf die Kontingen 
tierung der Rinder- und Schwcineschlachtuugen. 
Auch die Frage des Bezuges dänischer Rinder 
wurde behandelt. Die Bestellung hat durch die Jn- 
rmug, nicht durch die einzelnen Jnnungsmitglieder, 
mit Genehmigung des Schlachtviehverwertuugsver- 
bandes durch die Reichsstelle zu erfolgen. Der Ober 
meister teilte ferner mit, daß der BezirksinnungS- 
meister der Bezirksstelle „Nordmark", Obermeister 
Hans Pichl-Hamburg, freiwillig von seinen Aem 
tern zurückgetreten ist. Sein Nachfolger ist Ober 
meister Anton Sturm-Hamburg. 
Der Krcisgeschäftssührer Dr. Feddersen berich 
tete über die Leistungsschau des Handwerks des 
Kreises Rendsburg, die vom 26. bis 29. April in der 
Stadthalle in Rendsburg stattfindet. — Obermeister 
Schütze bat zum Schluß alle Kollegen um ihre volle 
Mitarbeit und Unterstützung zum Wohle der ge 
samten Innung. 
Kommentar 
zum Ģnergîewirtschaftsgefetz 
Das Energiewirtschaftsgesetz vom 18. Dezember 
1935 hat nunmehr seinen unentbehrlichen Kommen 
tar. Abweichend von drei verschiedenen Methoden, 
wie sie im Schrifttum und in der Wirtschaftsge 
schichte der Energiewirtschaft vertreten wurden, 
1. rein privatwirtschaftlicher Weg unter Desinter 
essement des Staates,' 2. Weg der Beteiligung des 
Staates an den EnergieversorgungSuiiterneymcn 
mit dem Endziel des TtaatSmonopolS: 3. Weg der 
planwirtschaftlichen Regelung durch Einflußnahme 
der Staatsverwaltung auf die einzelnen Vorgänge 
in der Energiewirtschaft, zielt das Gesetz darauf ab, 
die Vorzüge der verschiedenen Handhabungen zu 
nützlicher Gcsamtwirkung zu vereinigen. Es sei auf 
den energiewirtschastlichen Aufsatz von Dr. Schacht 
auS dem Jahre 1908 hingewiesen, der mit der For 
derung einer „Verbindung von Staat und Privat- 
unternchmen zu gemeinschaftlicher Produktion, in 
der das wirtschaftliche Prinzip durch den Unterneh 
mer und das soziale durch den Staat gewahrt 
bleibe", eine wahrhaft nationalsozialistische Wirt- 
schastsauffassiing vertritt. Das Energicwirtschaftsgc- 
sctz und der vorliegende Kommentar legen Zeugnis 
davon ab. daß die vor nahezu 30 Jahren fast uto 
pisch anmutende ivirtschaftspolitische Forderung des 
jetzigen Reichswirtschaftsministers ihrer Verwirk 
lichung cutgegeugcht. 
Einfuhr dänischer Werde 
nur durch die Pjerde-Verkehrsgesellschast m. b. H^ 
Berlin. 
Vom 1. April 1036 ab wird die Einfuhr von dä 
nischen Pferden durch die Pferdc-Verkehrsgesell- 
schaft m. b. H., Berlin, durchgeführt tauch die Ein 
fuhr von Zuchtstutenj. Beim Ankauf der Pferde 
wird außer dem Vertrauensmann noch der Tier 
zuchtbeamte der Landesbauernschaft die Kommission 
begleiten. Die eingeführten Zuchtstuten iverden 
zwecks Verteilung der Genossenschaft des Schles- 
wiger Pferdezuchtverbandes zur Verfügung gestellt. 
Die Anträge der Händler aus Zuteilung von Ein- 
fnhrpferden sind bei der Reichsstelle für Tiere und 
tierische Erzeugnisse einzureichen. Die Anträge der 
Bauern auf Zuteilung von Zuchtstuten sind an die 
Landesbauernschaft Schleswig-Holstein zu richten. 
Nach Maßgabe der ihr durch die Reichsstelle zuge- 
miesenen Anzahl von Pferden entscheidet die Lau- 
desbauernschaft über die Zuteilung der Anträge. 
Die Bezahlung der den Händlern und Bauern zu 
geteilten Pferde erfolgt in Reichsmark an die Pfer- 
de-Verkehrsgesellschaft m. b. H., so daß Devisenbe 
scheinigungen an Händler und Bauern nicht mehr 
erteilt werden. 
Alle an die Landesbauernschaft bisher gestellten 
Anträge von Bauern auf Einfuhr von Pferden sind 
hiermit hinfällig geworden und können nicht mehr 
berücksichtigt werden. Der Bauer muß also in Zu 
kunft seinen Pferdebedarf bei dem örtlichen Pferde 
handel decken. Für die Verteilung von Zuchtstuten 
werden nur solche Bauern und Landwirte berück 
sichtigt, von denen man annehmen kann, daß sie eine 
ordnungsmäßige Zucht betreiben. 
Versendung von Warenproben 
Bei der Versendung von Warenproben durch die 
Post kann künftig den Sendungen die Rechnung 
beigelegt werden. Die Rechnung darf auch mit Zu 
sätzen über den Inhalt der Sendung versehen wer 
den. Angaben, die die Eigenschaft einer besonderen 
Mitteilung haben, z. B. „Fehlendes vergriffen", 
sind jedoch nicht zugelassen. 
Zur Bekämpfung der Schwarzarbeit 
hat der Reichsminister des Innern für Preußen 
eine Polizeiverordnung erlassen. Danach wird mit 
Geldstrafe bis zu 150 MM, in besonders schweren 
Fällen mit Hast bis zu 2 Wochen bestraft, wer Per 
sonen gegen Entgelt beschäftigt, von denen er weiß 
oder wissen muß. daß sie Erwerbslosen- oder Wohl- 
fahrtsuntcrstützung beziehen. Diese Bestimmung 
gilt nicht, sofern Personen beschäftigt werden, die 
dem Arbeitgeber von einem Arbeitsamt zugewiesen 
sind oder deren Beschäftigung der Arbeitgeber dem 
zuständigen Arbeitsamt angezeigt hat. 
Die Spar- und Darlehnskasse Osterrade 
hielt ihre ord. GV. ab. Der Umsatz ist bedeutend 
gestiegen, die Einlagen haben trotz großer Abhe 
bungen, verursacht durch Umbauten in den Meie 
reien, erheblich zugenommen. Um die Warenliefe 
rungen noch besser zu ermöglichen, wurde der Bau 
eines Lagerschuppens beschlossen. Die beiden vom 
Vorstand und Aussichtsrat ausscheidenden Mitglie 
der, E. Reimers-Lendern und H. Mumm-Süder- 
radc wurden wiedergewählt. Die Aktivkrcditgrenzen 
wurden neu festgesetzt. Es wird erstrebt das Spar- 
abholversahren einzuführen, (cf.) 
Meue Kartoffetpreise irr der Promnz 
tadtkreise Altona und Wands 
Für den Regierungsbezirk Schleswig mit Aus 
nahme der Stadtkreise Altona und Wandsbek sind 
folgende Kleinhandelshöchstpreise für Kartoffeln 
festgesetzt: 
1. Für die Stadtkreise Kiel und Flensburg und 
iür das Gebiet Grotz-Lokstedt-Schnelsen: 
n) für weiße, rote und blaue Sorten: bei 'A Dz. 
Lieferung an den Verbraucher 3.90. bei Abgabe von 
5 Kg. 0,43, bei Abgabe von X> Kg. 0.04X-, Großhan 
delsfestpreis für 'A Dz. 3,50 MM; 
6) für gelbe Sorten: bei 14 Dz. Lieferung 4.20, 
bei Abgabe von 5 Kg. 0,46, bei Abgabe von 'A Kg. 
0,05, Großhandelssestpreis 3,80 MM- 
c! Juliuieren und Hamburger Eierkartofieln: bei 
'A Dz. Lieferung 5,20, bei Abgabe von 6 Kg. 0,60, 
bei Abgabe von >4 Kg. 0,07, Großhandelssestpreis 
4,80 MM: 
dj für Königsberger Moorblanke: bei 'A Dz. Lie 
ferung 5.70 bei Abgabe von 5 Kg. 0,65, bei Abgabe 
von 'A Kg. 0,08, Großhandelsfestpreis 5,30 ä. 
2. Für den übrigen Regierungsbezirk Schleswig 
mit Ausnahme der 
Des: 
a! für weiße, rote und blaue Sorten: bei l A Dz. 
Lieferung an den Verbraucher 3,80, bei Abgabe von 
5 Kg. 0,42, bei Abgabe von 'A Kg. 0,04K, Großhan 
delsfestpreis 3,40 MM) 
b> für gelbe Sorten: bei 14 Dz. Lieferung 410, 
bei Abgabe von 5 Kg. 0,45, bei Abgabe von A Kg. 
0,05, Großhandelssestpreis 8,70 MM; 
c) für Julinieren und Hamburger Eierkartoffeln: 
bei 'A Dz. Lieferung 5,10, bei Abgabe von 5 Kg. 
0,60, bei Abgabe von 1- Kg. 0,07, Großhandelsfest 
preis 4,70 MM; 
d> für Königsberger Moorblanke: bei l A Dz. Lie 
ferung 5.60, bei Abgabe von 5 Kg. 0,65. bei Abgabe 
von 14 Kg. 0,08, Großhandelssestpreis 5,20 MM. 
Die festgesetzten Großhandelspreise verstehen sich 
bei Abnahme der Kartoffeln durch den Einzelhandel 
ab Bahnhof oder ab Lager des Großhandels: wird 
oumt Gewähr Deutsche Schlachtviehmärkte 14. April 1936 
Kammernotiecung Berlin am Markttage. Preise für 1 Ptd Lebendaewicht in 
stii'innii/ 
Diiriniiinii 
Mannheim 
Mssflikri 
ton 
Franfeliiri I. 
üfiftaii 
Karlsruhe 
I Ochsen . 
2. „ . 
3 . 
4- „ 
I Bullen . 
2. 
1 Kühe ... 
2. „ ... 
1. Kälber .. 
2. . . . 
1 Schate 
2 „ ... 
1. Schweine 
2. 
3- * 
1 Sauen ... 
Ochs Bu.Kü 
Kälber 
Schate .... 
Schwein.Sau 
Ochs. Bu.Kü. 
Kälbet ... 
Schale 
Schwein.Sau. 
42 
38 
41 
37 
7t—72 
64—68 
44 — 46 
40-43 
55 
54-55 
52 
52 
250 
266 
2d<8 
1 c37 
verteiif 
gut 
gut 
verteilt 
43 
42 
38 
78 -82 
65—74 
56 hr 
541/2. 
521/2 
541/2 
42 
38 
77-/9 
70—76 
57 
55 - 56 
53 
56 
43 
39 
42 
33 
79-84 
68 -75 
57 
r5—5b 
53 
53 -56 
42 
38 
76-80 
70—75 
561/2 
541/s 
tu 1 I2 
5b'/. 
43 
39 
40-42 
35—3« 
71—76 
67 — 72 
57 
55-56 
53 
54 -56 
41 
37 
70-/2 
63-69 
56 
54-55 
52 
53 
100 
464 
5 
1472 
zugeteilt 
flott 
zugeteilt 
116 
51/ 
32 
174/ 
zugeteilt 
lebhaft 
lebhaft 
52 
444 
1532 
verteilt 
gut 
verteilt 
89 
669 
13 
1575 
zugeteilt 
lebhaft 
zugeteilt 
239 
208 
27 
2910 
zugeteilt 
lebhaft 
ruhig 
zugeteilt 
70 
62 
113 
841 
gut 
gut 
mittel 
verteilt 
40-42 
33-38 
57 
55-56 
53 
51—56 
40 
990 
verteilt 
verteilt 
42 
3d 
78 
73-77 
57 
55—56 
53 
53-56 
148 
lCöl 
2673 
s. lebhaft 
zugeteilt 
Ueber die Lage aus den Schlachtvichmärkten 
sprach vor der Metzgerinnung München Marktbe 
auftragter Kreisbauernführer Eichinger. Er schil 
derte die bisher überwundenen Schwierigkeiten und 
wies darauf hin, daß er immer und immer wieder 
bei allen maßgebenden Stellen vorgebracht habe, daß 
die Entwicklung aus den Märkten bisher nur auf 
Kosten des Metzgerhaudwerks gegangen sei. Er 
sprach die Ueberzeugung aus. xdaß man durch die 
nunmehrige Festsetzung von Preisen für die einzel 
nen Schlnchtwertklassen dem Ziel gerechter Preise 
nähergekommen sei. Er wisse wohl, daß noch nicht 
alles lOOprozentig in Ordnung sei und daß Bauern, 
Händler und Metzger viel auszusetzen haben an der 
Klassifizierung. Bezüglich der Vieh- und Fleischver 
sorgung Münchens sei als beste Lösung die Einfüh 
rung des Marktzwanges anzusehen, der allein un 
seren Verhältnissen und Bedürfnissen gerecht wer 
den könnte. Auch aus diesem Gebiete seien die Aus- 
sichten nicht ungünstig. Zum mindesten müsse für 
den Münchener Markt ein bestimmtes Einzugsge 
biet verlangt werden, damit es nicht vorkommt, daß 
unsere besten Qualitäten auf andere Märkte zu 
besseren Preisen kommen und wir Mangel haben, 
vom Einzelhändler Lieferung in den Laden ver 
langt, so ist der Großhändler berechtigt, hierfür 
einen Zuschlag von 0,20 MM je 'A Dz. zu berech 
nen. — Bei der 1--doppelzentuerweisen Lieferung 
an den Verbraucher kann für die Lieferung frei 
Keller und Boden ein Zuschlag bis zu 0,20 MM für 
H Doppelzentner erhoben werden. 
Auf dem flachen Lande.beträgt der Preis für den 
Yi Doppelzentner für weiße, rote und blaue Sor 
ten 3,20 MM, für gelbe Sorten 3,60 MM, für Juli 
nieren und Hamburger Eierkartoffeln 4,60 MM. 
Die Kleinhandelshöchstpreise sind Höchstpreise, 
dürfen also nicht unterschritten werden. 
Der Aufschwung des Hochseesischereigcwerbes 
Der Auktionsumsatz am Fischmarkt Wesermünde- 
Bremerhaven belief sich 1985 auf 291 Mill. Pfunk 
im Werte von 29,09 Mill. MM gegenüber 281 Mill 
Pfund im Werte von 24,3 Mill. MM im Jahre 1934 
Entsprechend dieser Aufmärtsbemegung hat auch dak 
Reedereigewerbe eine größere Anzahl vom Damp 
ferneubauten in Auftrag gegeben. Insgesamt sink 
noch 15 Neubauten vorgesehen, so daß die Möglich 
keit einer erheblichen Erweiterung für die deutsche 
Eigenerzeugung an Seefischen gegeben ist. 
Das am 20. April ablaufende Meistbegnnstigungs- 
rccht Deutschlands in den französischen Mandatsge 
bieten ist durch eine Vereinbarung zwischen der 
deutschen und der französischen Regierung bis zum 
20. Juli 1936 verlängert worden« 
V 0
	        
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