Schleswig-Holsteinischer Wirtschastsdienst
Das Befchaffungsprogramm
der Reichsbahn für 1936
Das Fahrzeugprogramm der Reichsbahn für
1836, das die im Februar bekannt gewordene Zu
satzbeschaffung umfaßt, setzt sich im einzelnen wie
folgt zusammen: 1. 153 Lokomotiven ausschl. der
elektrischen und der Kleinlvkomotiven, 2. 30 elektri
sche Lokomotiven, 3. 77 Kleinlokomotiven, 4. 53
elektrische Triebwagen für Fahrleitungen und
Beiwagen dazu, 6. 169 Triebwagen mit eigener
Kraftquelle, Steuerwagen und Beiwagen dazu,
6. 748 Personenwagen, 7. 60 Gepäckivagen, 8. 972
Güterwagen, 9. 9 Bahndienstwagen.
Unter den Lokomotiven befinden sich 72 schwere
sechsachsige dreifach gekuppelte Schnellzuglokomo-
tiven der Bauartreihe 01 und 03 als Ersatz für leich
tere Lokomotiven im schweren Schnellzugdienst. Bon
den elektrischen Triebwagen unter 4. sind 4 Wechsel
stromtriebwagen für die Stuttgarter Nahbahnen
und je 24 Gleichstromtriebwagen und Beiivagen für
die Berliner S-Bahnen bestimmt.
Die 748 Personenwagen, die in Stahlbauart aus
geführt und sämtlich vierachsig gebaut werden, sol
len zur Verjüngung des stark überalterten Perso
nenwagenparks dienen. Die meisten der 748 Wa
gen, und zwar 468 Stück, sind D-Zugwagen.
Außerdem werden 42 Autobusse für die in diesem
Fahre neu zur Eröffnung kommenden Reichsauto
bahnen bestellt werden. Auch wird voraussichtlich
noch eine Reihe von Straßenfahrzeugen zur Be
förderung von Eisenbahnwagen nebst Schleppern
sowie von Anhängern für Lastkrastivagen in Auf
trag gegeben werden. Die Fahrzeuge des Fahr
zeugprogramms 1936 iverden zum größten Teil von
den Reichsbahn-Zentralämtern in Berlin, zum an
deren Teil, besonders die elektrischen Fahrzeuge,
vom Reichsbahn-Zentralamt in München beschafft.
Sie sollen bis aus einige Ausnahmen bei den elek
trischen Lokomotiven und den Triebwagen mit eige
ner Kraftquelle sämtlich bis zum 31. Dezember 1936
geliefert werden.
Verlängerte Lieferfristen für einzelne
Stickstoffsorten
Der Abruf an Stickstosfdüngemitteln hielt sich im
März annähernd aus der Höhe des gleichen Monats
des Vorjahres. Infolge des Abbaues der WerkS-
vorräte erfolgt die Lieferung einzelner Erzeugnisse
jetzt zum Teil ausschließlich auS der laufenden Pro
duktion. Das bedingt auch für die nächste Zeit eine
verlängerte Lieferfrist für die verschiedenen Kalk
stickstofssorten und Ammonsulsatsalpeter lLeuna-
Montanj; alle anderen Sorten werden sofort gelie
fert. — Neben den auS der laufenden Erzeugung
angebotenen Sorten steht aus größeren Lagerbe
ständen noch Nitrophoska IQ 6 (kalkhaltigl zur so
fortigen Lieferung zur Verfügung. Zur Erleichte
rung der Deckung des Spitzeubedarss sind die Werk
auslieferungslager vom 1. 4. ab für den unmittel
baren Abruf geöffnet. Vom 1. April ab werden
Stickstossdüngemittel-Mengen von mindestens 10 To.
frachtfrei geliefert. Für die am 1. Juli 1886 unver^
kauft aus dem Lager der Wiederverkäufer vvrhan-
Hambur^er Börse
Amtliche Notierung In .f>M für IO» Nennwert
>vim
•■»ant»« 14 4 9 4 .invustr -Äli 14 4 9 4
Uecchsoanl ,84 00 18410 äu s tti 35 75 36 25
S5V-*ant 89 00 92 25 > „ 155.10 15410
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0Ģ« 1512 15 25 w . rtüIhrn 165 00 I65 25
S-ba .fcUPamtt 26 00 26 00 ,9 00 19 0
tllatM) ewnd ibOO 1659 l07 75 107.25
•Ivoerm.-Vini- 34 00 3410
Amtliche Wädrungokulie. 14 4 9 4
I Piund Stelling >2.285 12.28
I Dollar ....... 2.487 2.4 5
UNI öän. Kr 54.86 54 84
loo iroiiz Frank. ....... >6.385 16.38
Peleta 33 97 33 95
Lira 16 63 1963
iObne Gewähr!! Geldkurs
Metall. Eleklrvlytkupler per loo Kg.
vrompt eil Hba od Brenn lltotlerd.
14 4
52 50
9. 4.
52 50
Berliner Schlachtviehmarkt
'-Berlin, 15 Avril iVorverichti 'Ohne Gewahr
Mitgeteilt von ver Reichsviebwertunasgeielllchaft
ES wurde gezahlt ȟr 50 Ka Lebendaewicht:
Preise: Auftrieb: Verlauf:
'linder 24—44 1077 glatt
Kälber 41-82 2282 glatt
Schake 22-51 3553 glatt
Schweine --- 9824 glatt
S hwoine Klasse A 5ts E 480j -54"- Sauen 50 l, 2 -53 l, i
Flensburger Fcrkclmarkt vom 15. April
Auftrieb etwa 200. Handel äußerst schleppend.
Preise: 4—6 Wochen alte 15—17 MM, 6—8 Wochen
alte 17—19 MM, ältere 21—22 MM. Markt vorzei
tig geräumt.
Hamburger Schlachtviehmarkt-Vorbericht vom 15.4.
Kälber-Auftrieb ca. 800, Qualität mittel, Handel
fsott, Preise anziehend. Schwcine-Auftrieb ca. 8000,
Qualität mittel, zugeteilt. Preise: A 55, Bl 54,
B 2 53, C 51, D 49 G 1 53, G 2 49,
denen Reste von Stickstosfdüngemitteln wird, sofern
der Bezug nach dem 1. April dieses Jahres unmit
telbar von den Werken oder Werkslagern für den
Frühjahrsverbrauch erfolgt ist, der Unterschied zwi
schen dem bezahlten Pels und dem für den 1. Juli
1936 festgesetzten Preis gutgeschrieben.
Erleichterte Auflösung der
Werksparkassen
Zwischen der Rcichsgruppe Industrie, dem Deut
schen Sparkassen- und Giroverband und der Bank
für deutsche Jndustrieobligationen ist ein Abkom
men geschlossen worden, das die Auflösung der
Werksparkassen erleichtern soll. Es handelt sich dabei
im wesentlichen um die Empfehlung folgenden
Weges:
Das industrielle Unternehmen überträgt den ge
samten Bestand seiner Werksparkasse auf die zustän
dige öffentliche Sparkasse. 30 Proz. dieses Bestandes
sollen der Sparkasse für ihre eigenen Zwecke ver
bleiben und sind ihr infolgedessen in liquiden Mit
teln zur Verfügung zu stellen. In Höhe von 70 Pro
zent gibt die Sparkasse ein Darlehn an die Judu-
striebank, die ihrerseits wieder diese 70 Proz. dem
industriellen Unternehmen als Darlehn zur Verfü
gung stellt. Im Interesse der Werksparförderung soll
das Unternehmen die technischen Spareinrichtungen
aber nach wie vor aufrechterhalten — also die bis
herigen leichteren Einzahlungs- und vielleicht auch
Abhebungsmöglichkeiten —, wofür gewisse Entschä
digungen seitens der öffentlichen Sparkasse vorge
sehen sind. Ebenso soll es weiterhin auch durch Zah
lung von Sparprämien oder in anderer zweckeut-
sprecheuder Weise die Sparfreudigkeit unterstützen.
Im neuesten Heft der „Bank" untersucht Dr.
Sievert die möglichen Folgen dieses Abkommens
für den Sparer und für die einzelnen Unterneh
mungen. Es wird dabei u. a. bemerkt, daß den
Sparkassen keineswegs ein Monopol eingeräumt
sei, jedes andere Kreditinstitut könne sich ebenso
einschalten, wie es die Sparkassen tun. Ob dafür bei
den Kreditbanken ein größeres Interesse bestehen
werde, erscheine allerdings zweifelhaft. Die Einschal
tung der Jndustriebank sei, so wird schließlich aus
geführt. nicht etwa nur als Ueberbrückungsmaß-
nahme gedacht, sondern sozusagen als Filter, der die
dauernde industrielle Anlagemöglichkeit der Gelder
sicherstelle.
Zmnmgsversammlimg der Schlachter
Die Innung für das Schlachter-Handwerk des
Kreises Rendsburg hielt am Dieustaguachmittag im
Haus des Handwerks in Rendsburg eine gut be
suchte Jnnungsversammlung ab. Obermeister
Schütze-Büdelsüorf konnte auch den Sachbearbeiter
Hamann von der Kreisbaueruschaft Rendsburg be
grüßen.
Der Obermeister gedachte zunächst des kürzlich
gestorbenen Jnnungskollegen Detlef Brix-Einfeld
und des gestorbenen früheren Obermeisters der
Rendsburger Schlachterinnung, Jochen Söhrusen-
Hamburg. Nachdem der Schriftführer Krczek-Rends-
burg das Protokoll der letzten Jahreshauptver
sammlung vom 3. Februar d. I. verlesen hatte,
überreichte Obermeister Schütze den Jungmeistern
Doose, Ebsen und Ticdemann aus Rendsburg den
Meisterbrief. Anschließend wurden die Lehrlinge
Ehlers und Rathjen auS Hohemvestedt und Hilger
aus Achlermehr freigesprochen. — Der Obermeister
erstattete alsdann den Kassenbericht, gab eine Reihe
von Eingängen bekannt und wies vor allem hin
auf die Hauptfragen, die die Innung in letzter Zeit
stark beschäftigt haben, insbcs. auf die Kontingen
tierung der Rinder- und Schwcineschlachtuugen.
Auch die Frage des Bezuges dänischer Rinder
wurde behandelt. Die Bestellung hat durch die Jn-
rmug, nicht durch die einzelnen Jnnungsmitglieder,
mit Genehmigung des Schlachtviehverwertuugsver-
bandes durch die Reichsstelle zu erfolgen. Der Ober
meister teilte ferner mit, daß der BezirksinnungS-
meister der Bezirksstelle „Nordmark", Obermeister
Hans Pichl-Hamburg, freiwillig von seinen Aem
tern zurückgetreten ist. Sein Nachfolger ist Ober
meister Anton Sturm-Hamburg.
Der Krcisgeschäftssührer Dr. Feddersen berich
tete über die Leistungsschau des Handwerks des
Kreises Rendsburg, die vom 26. bis 29. April in der
Stadthalle in Rendsburg stattfindet. — Obermeister
Schütze bat zum Schluß alle Kollegen um ihre volle
Mitarbeit und Unterstützung zum Wohle der ge
samten Innung.
Kommentar
zum Ģnergîewirtschaftsgefetz
Das Energiewirtschaftsgesetz vom 18. Dezember
1935 hat nunmehr seinen unentbehrlichen Kommen
tar. Abweichend von drei verschiedenen Methoden,
wie sie im Schrifttum und in der Wirtschaftsge
schichte der Energiewirtschaft vertreten wurden,
1. rein privatwirtschaftlicher Weg unter Desinter
essement des Staates,' 2. Weg der Beteiligung des
Staates an den EnergieversorgungSuiiterneymcn
mit dem Endziel des TtaatSmonopolS: 3. Weg der
planwirtschaftlichen Regelung durch Einflußnahme
der Staatsverwaltung auf die einzelnen Vorgänge
in der Energiewirtschaft, zielt das Gesetz darauf ab,
die Vorzüge der verschiedenen Handhabungen zu
nützlicher Gcsamtwirkung zu vereinigen. Es sei auf
den energiewirtschastlichen Aufsatz von Dr. Schacht
auS dem Jahre 1908 hingewiesen, der mit der For
derung einer „Verbindung von Staat und Privat-
unternchmen zu gemeinschaftlicher Produktion, in
der das wirtschaftliche Prinzip durch den Unterneh
mer und das soziale durch den Staat gewahrt
bleibe", eine wahrhaft nationalsozialistische Wirt-
schastsauffassiing vertritt. Das Energicwirtschaftsgc-
sctz und der vorliegende Kommentar legen Zeugnis
davon ab. daß die vor nahezu 30 Jahren fast uto
pisch anmutende ivirtschaftspolitische Forderung des
jetzigen Reichswirtschaftsministers ihrer Verwirk
lichung cutgegeugcht.
Einfuhr dänischer Werde
nur durch die Pjerde-Verkehrsgesellschast m. b. H^
Berlin.
Vom 1. April 1036 ab wird die Einfuhr von dä
nischen Pferden durch die Pferdc-Verkehrsgesell-
schaft m. b. H., Berlin, durchgeführt tauch die Ein
fuhr von Zuchtstutenj. Beim Ankauf der Pferde
wird außer dem Vertrauensmann noch der Tier
zuchtbeamte der Landesbauernschaft die Kommission
begleiten. Die eingeführten Zuchtstuten iverden
zwecks Verteilung der Genossenschaft des Schles-
wiger Pferdezuchtverbandes zur Verfügung gestellt.
Die Anträge der Händler aus Zuteilung von Ein-
fnhrpferden sind bei der Reichsstelle für Tiere und
tierische Erzeugnisse einzureichen. Die Anträge der
Bauern auf Zuteilung von Zuchtstuten sind an die
Landesbauernschaft Schleswig-Holstein zu richten.
Nach Maßgabe der ihr durch die Reichsstelle zuge-
miesenen Anzahl von Pferden entscheidet die Lau-
desbauernschaft über die Zuteilung der Anträge.
Die Bezahlung der den Händlern und Bauern zu
geteilten Pferde erfolgt in Reichsmark an die Pfer-
de-Verkehrsgesellschaft m. b. H., so daß Devisenbe
scheinigungen an Händler und Bauern nicht mehr
erteilt werden.
Alle an die Landesbauernschaft bisher gestellten
Anträge von Bauern auf Einfuhr von Pferden sind
hiermit hinfällig geworden und können nicht mehr
berücksichtigt werden. Der Bauer muß also in Zu
kunft seinen Pferdebedarf bei dem örtlichen Pferde
handel decken. Für die Verteilung von Zuchtstuten
werden nur solche Bauern und Landwirte berück
sichtigt, von denen man annehmen kann, daß sie eine
ordnungsmäßige Zucht betreiben.
Versendung von Warenproben
Bei der Versendung von Warenproben durch die
Post kann künftig den Sendungen die Rechnung
beigelegt werden. Die Rechnung darf auch mit Zu
sätzen über den Inhalt der Sendung versehen wer
den. Angaben, die die Eigenschaft einer besonderen
Mitteilung haben, z. B. „Fehlendes vergriffen",
sind jedoch nicht zugelassen.
Zur Bekämpfung der Schwarzarbeit
hat der Reichsminister des Innern für Preußen
eine Polizeiverordnung erlassen. Danach wird mit
Geldstrafe bis zu 150 MM, in besonders schweren
Fällen mit Hast bis zu 2 Wochen bestraft, wer Per
sonen gegen Entgelt beschäftigt, von denen er weiß
oder wissen muß. daß sie Erwerbslosen- oder Wohl-
fahrtsuntcrstützung beziehen. Diese Bestimmung
gilt nicht, sofern Personen beschäftigt werden, die
dem Arbeitgeber von einem Arbeitsamt zugewiesen
sind oder deren Beschäftigung der Arbeitgeber dem
zuständigen Arbeitsamt angezeigt hat.
Die Spar- und Darlehnskasse Osterrade
hielt ihre ord. GV. ab. Der Umsatz ist bedeutend
gestiegen, die Einlagen haben trotz großer Abhe
bungen, verursacht durch Umbauten in den Meie
reien, erheblich zugenommen. Um die Warenliefe
rungen noch besser zu ermöglichen, wurde der Bau
eines Lagerschuppens beschlossen. Die beiden vom
Vorstand und Aussichtsrat ausscheidenden Mitglie
der, E. Reimers-Lendern und H. Mumm-Süder-
radc wurden wiedergewählt. Die Aktivkrcditgrenzen
wurden neu festgesetzt. Es wird erstrebt das Spar-
abholversahren einzuführen, (cf.)
Meue Kartoffetpreise irr der Promnz
tadtkreise Altona und Wands
Für den Regierungsbezirk Schleswig mit Aus
nahme der Stadtkreise Altona und Wandsbek sind
folgende Kleinhandelshöchstpreise für Kartoffeln
festgesetzt:
1. Für die Stadtkreise Kiel und Flensburg und
iür das Gebiet Grotz-Lokstedt-Schnelsen:
n) für weiße, rote und blaue Sorten: bei 'A Dz.
Lieferung an den Verbraucher 3.90. bei Abgabe von
5 Kg. 0,43, bei Abgabe von X> Kg. 0.04X-, Großhan
delsfestpreis für 'A Dz. 3,50 MM;
6) für gelbe Sorten: bei 14 Dz. Lieferung 4.20,
bei Abgabe von 5 Kg. 0,46, bei Abgabe von 'A Kg.
0,05, Großhandelssestpreis 3,80 MM-
c! Juliuieren und Hamburger Eierkartofieln: bei
'A Dz. Lieferung 5,20, bei Abgabe von 6 Kg. 0,60,
bei Abgabe von >4 Kg. 0,07, Großhandelssestpreis
4,80 MM:
dj für Königsberger Moorblanke: bei 'A Dz. Lie
ferung 5.70 bei Abgabe von 5 Kg. 0,65, bei Abgabe
von 'A Kg. 0,08, Großhandelsfestpreis 5,30 ä.
2. Für den übrigen Regierungsbezirk Schleswig
mit Ausnahme der
Des:
a! für weiße, rote und blaue Sorten: bei l A Dz.
Lieferung an den Verbraucher 3,80, bei Abgabe von
5 Kg. 0,42, bei Abgabe von 'A Kg. 0,04K, Großhan
delsfestpreis 3,40 MM)
b> für gelbe Sorten: bei 14 Dz. Lieferung 410,
bei Abgabe von 5 Kg. 0,45, bei Abgabe von A Kg.
0,05, Großhandelssestpreis 8,70 MM;
c) für Julinieren und Hamburger Eierkartoffeln:
bei 'A Dz. Lieferung 5,10, bei Abgabe von 5 Kg.
0,60, bei Abgabe von 1- Kg. 0,07, Großhandelsfest
preis 4,70 MM;
d> für Königsberger Moorblanke: bei l A Dz. Lie
ferung 5.60, bei Abgabe von 5 Kg. 0,65. bei Abgabe
von 14 Kg. 0,08, Großhandelssestpreis 5,20 MM.
Die festgesetzten Großhandelspreise verstehen sich
bei Abnahme der Kartoffeln durch den Einzelhandel
ab Bahnhof oder ab Lager des Großhandels: wird
oumt Gewähr Deutsche Schlachtviehmärkte 14. April 1936
Kammernotiecung Berlin am Markttage. Preise für 1 Ptd Lebendaewicht in
stii'innii/
Diiriniiinii
Mannheim
Mssflikri
ton
Franfeliiri I.
üfiftaii
Karlsruhe
I Ochsen .
2. „ .
3 .
4- „
I Bullen .
2.
1 Kühe ...
2. „ ...
1. Kälber ..
2. . . .
1 Schate
2 „ ...
1. Schweine
2.
3- *
1 Sauen ...
Ochs Bu.Kü
Kälber
Schate ....
Schwein.Sau
Ochs. Bu.Kü.
Kälbet ...
Schale
Schwein.Sau.
42
38
41
37
7t—72
64—68
44 — 46
40-43
55
54-55
52
52
250
266
2d<8
1 c37
verteiif
gut
gut
verteilt
43
42
38
78 -82
65—74
56 hr
541/2.
521/2
541/2
42
38
77-/9
70—76
57
55 - 56
53
56
43
39
42
33
79-84
68 -75
57
r5—5b
53
53 -56
42
38
76-80
70—75
561/2
541/s
tu 1 I2
5b'/.
43
39
40-42
35—3«
71—76
67 — 72
57
55-56
53
54 -56
41
37
70-/2
63-69
56
54-55
52
53
100
464
5
1472
zugeteilt
flott
zugeteilt
116
51/
32
174/
zugeteilt
lebhaft
lebhaft
52
444
1532
verteilt
gut
verteilt
89
669
13
1575
zugeteilt
lebhaft
zugeteilt
239
208
27
2910
zugeteilt
lebhaft
ruhig
zugeteilt
70
62
113
841
gut
gut
mittel
verteilt
40-42
33-38
57
55-56
53
51—56
40
990
verteilt
verteilt
42
3d
78
73-77
57
55—56
53
53-56
148
lCöl
2673
s. lebhaft
zugeteilt
Ueber die Lage aus den Schlachtvichmärkten
sprach vor der Metzgerinnung München Marktbe
auftragter Kreisbauernführer Eichinger. Er schil
derte die bisher überwundenen Schwierigkeiten und
wies darauf hin, daß er immer und immer wieder
bei allen maßgebenden Stellen vorgebracht habe, daß
die Entwicklung aus den Märkten bisher nur auf
Kosten des Metzgerhaudwerks gegangen sei. Er
sprach die Ueberzeugung aus. xdaß man durch die
nunmehrige Festsetzung von Preisen für die einzel
nen Schlnchtwertklassen dem Ziel gerechter Preise
nähergekommen sei. Er wisse wohl, daß noch nicht
alles lOOprozentig in Ordnung sei und daß Bauern,
Händler und Metzger viel auszusetzen haben an der
Klassifizierung. Bezüglich der Vieh- und Fleischver
sorgung Münchens sei als beste Lösung die Einfüh
rung des Marktzwanges anzusehen, der allein un
seren Verhältnissen und Bedürfnissen gerecht wer
den könnte. Auch aus diesem Gebiete seien die Aus-
sichten nicht ungünstig. Zum mindesten müsse für
den Münchener Markt ein bestimmtes Einzugsge
biet verlangt werden, damit es nicht vorkommt, daß
unsere besten Qualitäten auf andere Märkte zu
besseren Preisen kommen und wir Mangel haben,
vom Einzelhändler Lieferung in den Laden ver
langt, so ist der Großhändler berechtigt, hierfür
einen Zuschlag von 0,20 MM je 'A Dz. zu berech
nen. — Bei der 1--doppelzentuerweisen Lieferung
an den Verbraucher kann für die Lieferung frei
Keller und Boden ein Zuschlag bis zu 0,20 MM für
H Doppelzentner erhoben werden.
Auf dem flachen Lande.beträgt der Preis für den
Yi Doppelzentner für weiße, rote und blaue Sor
ten 3,20 MM, für gelbe Sorten 3,60 MM, für Juli
nieren und Hamburger Eierkartoffeln 4,60 MM.
Die Kleinhandelshöchstpreise sind Höchstpreise,
dürfen also nicht unterschritten werden.
Der Aufschwung des Hochseesischereigcwerbes
Der Auktionsumsatz am Fischmarkt Wesermünde-
Bremerhaven belief sich 1985 auf 291 Mill. Pfunk
im Werte von 29,09 Mill. MM gegenüber 281 Mill
Pfund im Werte von 24,3 Mill. MM im Jahre 1934
Entsprechend dieser Aufmärtsbemegung hat auch dak
Reedereigewerbe eine größere Anzahl vom Damp
ferneubauten in Auftrag gegeben. Insgesamt sink
noch 15 Neubauten vorgesehen, so daß die Möglich
keit einer erheblichen Erweiterung für die deutsche
Eigenerzeugung an Seefischen gegeben ist.
Das am 20. April ablaufende Meistbegnnstigungs-
rccht Deutschlands in den französischen Mandatsge
bieten ist durch eine Vereinbarung zwischen der
deutschen und der französischen Regierung bis zum
20. Juli 1936 verlängert worden«
V 0