am 14. April die Verpachtung des Torfstiches
auf dem Tetenhusener Moor abgehalten. Viele
Interessenten hatten sich eingefunden. An
geboten wurden rund 8000 Kubikmeter. Da
mit konnten nicht alle Käufer befriedigt wer
den und es wurden Nachbestellungen beim
Moorvogt aufgegeben. Der Preis lag je Kubik
meter zwischen 30 bis 43 Jlrf, im Gesamtdurch
schnitt etwa 38 bis 39 <%? je Kubikmeter.
Aus Si&pdkôêm
50jiihriges Jubiläum der Meierei-Genossen
schaft Norderstapel.
wx. Norderstapel, 14. April. Heute feierte die
hiesige Meiereigenossenschaft ihr LOjähriges
Jubiläum, an dem fast der ganze Ort beteiligt
war. An auswärtigen Gästen waren die frü
heren und jetzigen Buttergroßhändler, sowie
die Lieferanten von Maschinen, Kohlen usw.
erschienen. An dem Festessen, welches bei Gast
wirt Braue stattfand, nahmen annähernd 260
Personen teil. Der Vorsitzende Detlef Tierks
gedachte in seiner Ansprache des vor 2 Jahren
verstorbenen Meiereiverwalters Heinrich Lent-
fer, der mit Umsicht und Treue die Meierei
fast 42 Jahre verwaltete. Sein Andenken wur
de durch Erheben von den Sitzen geehrt. Claus
Dierks, ein früheres Vorstandsmitglied, griff
alsdann noch einmal zurück auf die Gründung
der Meiereigenossenschaft und betonte, welche
Bedenken man damals gegen ein solches Unter
nehmen hegte. Die Gründung erfolgte zunächst
durch 23 Genossen, und weil alles doch nicht
eintraf, was man zuerst befürchtet hatte und
die Genossenschaft glänzend bestehen konnte,
wuchs die Zahl der Genossen bald auf 61, um
dann in einigen Jahren auf 120 und darüber
hinaus zu steigen. Bei dem großen Aufschwung,
den das Molkereiwesen in der Provinz genom
men hat, müsse man heute noch mal zurück
blicken in jene Zeit, wo noch der Butterhänd
ler, von Haus zu Haus fahrend, die Butter
abholte. Der Preis, den man damals für die
Butter erhielt, betrug gewöhnlich 70—80 Pfg.
pro Pfund, kostete dieselbe aber einmal 90 Pfg.,
dann schlug der sonst so treuherzige Händler
wohl die Hände über den Kopf zusammen und
rief: „Watt is de Bodder düer!" — Nach dem
Festessen fand in den Lokalen von Sievers und
Kruse ein Ball statt, welcher für Alt und Jung
einen schönen Verlauf nahm.
* % *
In. Wohlde, 18. April. Besuch aus Amerika.
Seit einigen Tagen weilen hier Deutsch-
Amerikaner zu Besuch. Es sind die Geschwister
Kühler. Käthe wanderte vor 10 Jahren, Arthur
vor 9 Jahren, als die Mutter starb, und Anne
marie vor 7 Jahren mit ihrem Vater, dem
Tischlermeister Hans Kühler, zusammen aus.
Sie wohnten in San Francisco in den Ver
einigten Staaten. Der Vater starb im vorigen
Jahre, seine Asche wurde in einer kupfernen
Urne auf dem Kirchhof in Bergenhusen beige
setzt. Die Sehnsucht nach der alten Heimat hat
die Geschwister wieder hierher geführt. Was
ihnen hier im neuen Deutschland besonders
auffällt, ist die Ordnung, Ruhe und Sauberkeit.
Sie werden hier noch einige Monate verweilen.
Aus Ums Husum
Der Jagdunfall von Katharinenherd
vor Gericht.
Husum, 13. April. Am 28. Dezember 1935
war der Einwohner N. aus Husum bei einer
Treibjagd in der Nähe von Katharinenherd
von einem Jäger angeschossen und tödlich ver
letzt worden. Dieser Jagdunfall beschäftigte nun
das Husumer Schöffengericht. Die beiden Sach
verständigen waren der Ansicht, daß dem un
glücklichen Schützen Fahrlässigkeit vorgeworfen
werden müsse. Der Staatsanwalt beantragte
gegen den Angeklagten eine Gefängnisstrafe
von 3 Monaten. Das Gericht erkannte auf 2
Monate Gefängnis.
Hz. Schmabstedt, 15. April. Der Wiederauf
bau des „Hotels zur Treene". Der Wieder
aufbau des im Mai 1935 abgebrannten „Hotel
zur Treene" geht seinem Ende entgeen. Das
mit roten Ziegeln gedeckte „Hotel zur Treene"
wird mit den neuesten und modernsten Ein
richtungen ausgestattet. Das abgebrannte Ho
tel hat nur 33 Jahre gestanden. Es wurde
1902 erbaut. Früher stand an derselben Stelle
ein altes Gasthaus, das der Dichter Theodor
Storm in seinen Novellen „Renate" und „Zur
Wald- und Wasserfreude" beschrieben und ge
schildert hat. Ueber dem Eingang zu dem
neuen „Hotel zur Treene" ist ein Schiff und
Baum als Monument in die Wand eingelas
sen, um die „Wald- und Wasserfreude", von
der Theodor Storm in seinen Dichtungen
über das „Hotel zur Treene" einst schrieb, für
kommende Zeiten aufzuzeichnen.
Aus Eidecstedt
meister-Sitzung wurde beschloßen, den Kreis
handwerkertag am 12. September d. I. abzu
halten. Auf diesem werden der Laudeshand
werksmeister Schramm und der Handwerks-
kammerpräsident Kummerfeld sprechen. In
Verbindung hiermit findet eine große
Leistungsschau des gesamten Handwerks statt.
Aus der umfangreichen Tagesordnung ist noch
zu erwähnen, daß dem Kreishandwerksmeister
Dawartz das einstimmige Vertrauen aus
gesprochen wurde.
Aus Hoedldestand
Erdgase im Wattenmeer!
sz. Bredstedt, 15. April. Bei den in letzter
Zeit auf den Borländereien des Sönke-Nissen-
Kooges vorgenommenen Bohrungen nach
Süßwasser hat sich wiederholt herausgestellt,
daß plötzlich während der Bohrungen den
Bohrlöchern kleine Wölkchen entwichen. Der
Brunnenbohrer, als Fachmann, erklärte diese
kleinen Wolken als Erdgase, die darauf
schließen lassen, daß der Untergrund moorig
ist und daß sich in Tiefen hierorts von 10 bis
15 Meter Gas in dieser etwa % Meter dicken
Moorschicht gebildet hat. Um die Interessierten
auch wirklich von der Richtigkeit dieser Ansicht
zu überzeugen, warf man dieser Tage, als
ebenfalls aus einer Tiefe von 12 Metern Gas
entwich, ein brennendes Streichholz hinzu.
Sofort entstand eine Stichflamme, die fast
ganze 30 Minuten unvermindert brannte.
P ^ Ş
mo. Westerland, 15. April. Freitod. Der
52jährige Jnselbahnschaffner N. wurde heute
vormittag erhängt in seinem Hause aufgefun
den. Gegen ihn schwebte ein Strafverfahren
wegen Unterschlagung von Fahrgeldern durch
Verkauf von schon benutzten Fahrscheinen, das
noch erschwert wurde, weil er einem Berufs
genossen Schuld zusprechen wollte. Heute vor
mittag sollte in der Sache verhandelt werden.
N. stand viele Jahre im Dienste der Jnselbahn
und lebte in gesunden wirtschaftlichen Verhält
nissen. Das ist nun schon der dritte Freitod
in ganz kurzer Zeit.
Pellworm, 15. April. Ein langlebiges Frie
sengeschlecht ist die Familie Clausen von Pell
worm. Am Mittwoch feierte der jetzt in Husum
lebende frühere Deichrichter Clausen seinen
93. Geburtstag. In Glückstadt, Hattstedt und
Horstedt leben drei Brüder von ihm, die 84, 83
und 75 Jahre alt sind. Die vier Brüder weisen
zusammen das stattliche Lebensalter von 335
Jahren auf. Der Vater der vier Brüder wurde
98 Jahre alt.
Ei» 97jähriger Veteran. Am zweiten Oster
tag konnte der Kriegsveteran von 1870-71
Heinrich Dethlefsen, Joldelundfeld, seinen 97.
Geburtstag feiern. Das Geburtstagskind ist
in seinem hohen Alter noch geistig frisch und
nimmt an allen Geschehnissen der heutigen
Zeit lebhaften Anteil. Am 29. März erschien
der alte Veteran an der Wahlurne, um seine
Stimme für den Führer abzugeben, (ko.)
88 Jahre alt. Schmiedemeister Fr. L.
Schuster in Keitum wurde am Ostersonntag 80
Jahre alt und betreibt noch heute sein schweres
Handwerk in alter Weise. Mehr als 25 Jahre
hat das Geburtstagskind die Freiwillige
Feuerwehr als Hauptmann und Wehrführer
geleitet, sko.)
Vom UUäädkken
Amtsantritt von Oberbürgermeister
Dr. Kracht.
eg. Flensburg, 15. April. Nachdem sich der
bisherige Landrat Kracht in der vorigen Woche
von seinen Mitarbeitern in Meldorf verab
schiedet hat, hat er mit dem heutigen Tage die
Amtsgeschäfte als Oberbürgermeister der
Stadt Flensburg übernommen.
£cmdsckcs$i An^eiu
gs. Schaalby, 16. April. Der 23 Meter hohe
Schornstein der hiesigen Genossenschaftsmeie
rei wurde von einer Kieler Firma in kaum
zwei Stunden umgelegt. Die älteren Gebäude
der Meierei werden zu einem landwirtschaft
lichen Betrieb umgebaut. Die hiesigen Ge
nossen sind mit ihrer Milchlieferung der neu
erbauten Sanitätsmeierei Schleswig ange
schlossen. Die Milch wird täglich zweimal mit
tels Kraftwagen nach Schleswig gebracht.
Aus diUunüssdieu
zp. Tellingftedt, 15. April. Standesamtliche
Nachrichten. Die Ehe wollen miteinander ein
gehen: der Landmann Jakob Bödewadt aus
Wrohm mit Dorathea Christine Storm aus
Wrohm, ferner der Maler Hermann Otto Han
sen aus Dellstedt und Anna Christine Beuck
aus Dellstedt.
Bäckereiverkauf. Der Bäckermeister Claus
Thun, Osterrade, welcher sich in unserm Orte
1897 eine Bäckerei baute und sie seitdem be
trieb, verkaufte seine Bäckerei an den Bäcker
Ernst Schulz, Offenbüttel. Der Kaufpreis ist
nicht bekannt. (If.)
Aus Holstein
Stapellaus des dritten Flugzeugschleuder
schiffes der Deutschen Lufthansa.
Kiel, 15. April. In Kiel lief am Mittwoch
ein Spezialschleuderschiff, das erste Schleuder
schiff dieser Art für den Luftpostdienst im Süd
atlantik, auf der Howaldtswerft von Stapel.
Bekanntlich führt die Lufthansa seit dem Früh
jahr des Jahres 1934 einen ständigen Luft-
postöienst Deutschland—Südamerika durch, der
in den ganzen zwei Jahren reibungslos von
statten ging. Bisher verfügte die Lufthansa
über zwei Schiffe, die „Westfalen" und die
„Schwabenland". Da die „Schwabenland" nach
gründlicher Ueberholung demnächst probeweise
für den Nordatlantikverkehr eingesetzt werden
Heute 8.15
A
Goethes „Faust"
Gruppe A
Mephisto: Sans Helmut Koch a. <5. Gleichen: Elle-
lotte Siddemann a. G. — Karten 0.75: 1.20: 1.60:
1.80 Ķ: Schülerkarten 0.60 M
Aus ilohenwestedt, HaMeau-H&detnMstUen
und Umfyetyend
he. Tönning, 15. April. Leistungsschau des
Zidcrstedter Handwerks. In der letzten Ober-
Familientag der Ratjen am 7. Juni
in Jnnien.
wr. Jnnien, 15. April. In Jnnien tagten
die Obmänner des Familienverbandes Ratjen
(Rathjen), soweit sie im Ankrug ansässig sind.
Es wurde beschlossen, am 7. Juni in Jnnien
einen Familientag abzuhalten. Es ist der
2. seiner Art. Vor zwei Jahren waren 400
Geschlechtsangehörige anwesend. Da inzwischen
mehrere neue Linien erfaßt sind, dürfte die
Teilnehmerzahl am Familientag noch größer
werden. Immerhin fehlen in der Zusammen
stellung noch einige Zweige, deren Verbleib
sich nicht feststellen ließ, z. B. die Nachkommen
des um 1840 verstorbenen Lehrers Henning
Ratje in Damp (Schwansenj. Vielleicht genügt
dieser Hinweis, um einen von ihnen zu ver
anlassen, sich zu melden. Gleichzeitig wurde
beschlossen, die von H. Reimer, F. v. Koschitzky
und Dr. Rud. Ratjen bearbeitete umfangreiche
Familiengeschichte in Druck zu geben, wenn
genügend Bestellungen eingehen. In ihr sind
8 Stämme mit ihren einzelnen Linien bear
beitet. Sic wird für jeden, der Ratjen-Blut iu
sich trägt, eine Quelle der Freude sein, zu der
man immer wieder greifen wird. Kein Ge
schlechtsangehöriger sollte versäumen, sich dies
wertvolle Buch durch Vorausbestellung zu
sichern, da es nachher nicht mehr zu haben ist,
weil nur die bestellte Anzahl Bücher gedruckt
werden wird.
* * *
ai. Hohenwestedt, 15. April. Jahrmarkt. Der
heutige Viehmarkt war nur gering beschickt.
Auch am Krammarkt waren nicht so viele Ver
kaufs- und Schaubuden wie sonst. Vielleicht
ist das auf die Verlegung des Marktes zurück
zuführen. Der Besuch war bei dem herrlichen
Frühjahrswetter gut, zwischen den Buden
reihen war am Nachmittag ein recht lebhaftes
Gedränge.
vs. Naale, 15. April. Glück im Unglück hatte
ein hiesiger Einwohner, der mit seinem Auto
auf dem Bahnhof beim Güterschuppen hielt.
Da sein Anlasser am Auto nicht intakt war,
mußte er den Motor ankurbeln. Nun hatte er
beim Anhalten vergessen, den Gang auszu
schalten, so daß sich das Auto sofort iu Bewe
gung setzte und ohne Führer nach dem tiefen
Abhang des Bahndamms zufuhr. Zum Glück
fuhr das Auto gegen einen Pfahl der Einfrie
digung, und der Besitzer konnte den Motor ab
stellen.
nv. Baale, 15. April. Die letzte Geldsamm
lung für Mutter und Kind erbrachte in der
Ortsgruppe Väale-Nutteln 51,60 Jt, in Nut
teln 12,10 Jt. — 150 nene Bände in der Volks
und Schülerbücherei. Hier wurde von jeder
Familie für die Baaler Volksschule ein Buch
gestiftet. Somit konnten insgesamt 150 Bücher
der Neuzeit eingestellt werden. Es hat sich kei
ner von der Stiftung ausgeschlossen. Es sind
alles sehr wertvolle Bände, und somit kann
die hiesige Schule wohl mit Stolz sagen, daß
sie die beste Bibliothek in unserer Umgebung
besitzt.
Bestandene Prüfung. Der Schlachterlehrling
A. Hauschild in Agethorst bestand vor der Prü
fungskommission seine Gehilfenprüfung im
Schlachterhandwerk. (Lehrmeister Louis Stark,
Itzehoe.) (vs.)
soll, war der Bau dieses dritten Stützpunktes
notwendig geworden.
Im Gegensatz zu seinen Vorgängern ist das
neue Schiff, die „Ostmark", bei einer Länge
von 74 Meter nur 2000 Tonnen groß und
stellt eine Spezialkonstruktion als Flugzeug
schleuderschiff dar. In seiner ganzen Einrich
tung ist es besonders für den Dienst an der
afrikanischen Küste eingerichtet.
Den größten Raum auf dem Oberdeck nimmt
nach dem Vorschiff zu die von den Heinckel-
werken konstruierte und von den Howaldts-
werken gebaute Schleudervorrichtung ein. Auf
dem Heck steht ein großer Kran zur Aufnahme
der Flugzeuge. Zwei Dieselhauptmotoren mit
900 PS. verleihen dem Schiff eine Geschwin
digkeit von 15 Seemeilen.
Während des Taufaktes ruhte auf der gan
zen Werft die Arbeit. Von überall her ström
ten die Arbeiter zusammen, um dem Stapel
lauf beizuwohnen.
Direktor Tradt von der Howaldtswerft sprach
Begrüßungsworte.
Nach den deutschen Hymnen hielt Staats
rat Dr. h. c. von Stauß die Taufrede.
Den Taufakt vollzog Frau Elise Knoll-
Berlin, die Frau eines Werkangestellten der
Lufthansa, eine Mutter von elf Kindern.
Unter den Klängen des Lufthansa-Marsches
glitt dann das neue Schiff, das bereits am
15. Mai seine erste Werftprobesahrt machen
soll, in sein Element.
Ein wertvoller Seeadler entflogen.
Kiel, 14. April. Der Zirkus Sarrasani kam
von Neumünster mit drei Sonderzügen nach
Flensburg. Bei der Ausladung der Tiere ist
leider ein recht bedauerlicher Verlust für die
bekannte Artistennummer Billy Jenkins ent
standen, die als einzige Nummer dressierte
Raubvögel vorführt. Durch das Rangieren
muß sich ein Käfig geöffnet haben, so daß auf
dem Flensburger Bahnhof ein Seeadler, der
aus Rumänien stammt und der seit zwei Jah
ren dressiert und gezähmt ist, entfloh. Der See
adler hat einen Wert von etwa 4000 MJt. Die
Direktion des Zirkus Sarrasani hat zusammen
mit dem Artisten Billy Jenkin für das unbe
schädigte Einfängen des Tieres eine Belohnung
von 600 MJL ausgesetzt. Das Tier hört auf den
Namen Satan. Es hat am Gehschuhriemen ein
Messingnamenschild, das die Aufschrift trägt:
Billy Jenkin, Zirkus Sarrasani! Der Seeadler
hat eine Flügelweite von etwa 2,50 Meter,' er
ist also sofort zu erkennen, da es derart große
Raubvögel in Deutschland überhaupt nicht
mehr gibt.
Auf jeden Fall wird gebeten, auf das wert
volle Tier nicht zu schießen. Sollte es einge
fangen werden, so ist es in einen dunklen
Raum zu sperren. Auch die Förster werden ge
beten, nicht auf das Tier zu schießen, da es
unter Naturschutz steht. Hoffentlich gelingt es,
diesen wertvollen Raubvogel wieder einzu
fangen.
In der Janchegrnbe ertrunken.
Pinneberg, 15. April. Am zweiten Ostertag
spielte der fünfjährige Rolf Feuerstein un
beaufsichtigt aus dem elterlichen Grundstück.
Dabei fiel er in die Jauchegrube und ertrank.
Als man das vermißte Kind auffand, wurden
sofort Wiederbelebungsversuche angestellt, die
jedoch erfolglos blieben. Die Jauchegrube war
vorschriftsmäßig abgedeckt, uud man nimmt
an, daß der Junge den Deckel abheben wollte
und dabei in die Grube gestürzt ist.
Bei einem Kraftwagcnunfall tödlich
verunglückt.
Bad Segeberg, 15. April. In der Nacht zürn
Dienstag fuhr ein mit drei Personen besetzter
Oldesloer Kraftwagen, der sich auf dem Wege
nach Grönwohld befand, in der Kurhausstraße
gegen den Kantstein des Bürgersteiges und
überschlug sich. Ein Mitfahrer, der Einwohner
Br. aus Grönwohld, verunglückte dabei töd
lich, während ein zweiter Insasse, der aus
Lübeck stammt, mit inneren Verletzungen ins
Krankenhaus eingeliefert wurde. Der Fahrer
hat nur geringe Verletzungen erlitten.
* *
x. Neumünster, 15. April. Ein bedauerlicher
Unglücksfall ereignete sich heute im hiesigen
Elektrizitätswerk, wo ein Arbeiter mit Ab
brucharbeiten beschäftigt war und zwei alte
Kessel herauszureißen hatte. Die Arbeiten er
forderten eine Durchbrechung der Decke. Als
diese Arbeit in Angriff genommen werden
sollte, stürzte die Decke plötzlich ein, wobei der
Arbeiter mit in die Tiefe gerissen wurde. Mit
schweren Kopfverletzungen mußte er dein
Krankenhause zugeführt werden.
dwuA
MAGGI WÜRZE
Delikateßheringe.
2 Pfund grüne Heringe, 15 g Salz, 15 g
Zucker, I Prise gem. Nelken, 1 Prise Paprika.
'/* Liter Essig, I Teelöffel Maggis Würze.
Die grünen Heringe säubern, waschen. Köpfe entfernen und
einen Tag in Essig legen, damit sie gar werden. Die Mittel
gräte entfernen, die Heringe dicht in eine flache Schüffel packen
und zwischen jede Lage die Gewürze streuen. Den Essig wieder
darüdergießen und die Heringe einen weiteren Tag ziehen lassen.
Die so bereiteten Heringe können längere Zeit in Vorrat ge
halten werden und schmeckeiz M Ll> Lret sder LratkaltoSà