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Schleswig-Holsteinischer Wirtschaftsdienst
12 Mill. Reichsdarleheņ
für lärrdlrchs OandWerker-
«nd Arheiterheinre
Der NeichsarbeitSminister hat soeben weitere An
weisungen über Förderung des Baues von Eigen
heimen für ländliche Handwerker und Arbeiter so
wie von Häuerlingswohnungen durch Reichsüar-
lehen herausgegeben. Für den genannten Zweck
werden 12 Millionen -!RJi bereitgestellt.
Die Voraussetzungen, unter denen die Darlehen
gewährt werden können, sind in den früher bekannt
gegebenen Bestimmungen vom 22. November d. I.
festgelegt. Die Antragsteller haben sich zunächst an
die Kreisbehörden zu wenden,' die Fragebogen
sind für Eigenheims bei den Kreisbehörden, für
Häuerlingsstellen bei den Kreisbauernschaften zu
erhalten. Sofern die Antragsteller beziv. Hüner-
linge die Vorbedingungen erfüllen, übernehmen die
Träger der Mahnahme sin Preußen die provinziel
len Heimstätten) die weitere Bearbeitung. Auf
gabe der Träger ist es, die Grundbuchverhältnisse
zu klären, den Bauentwurf aufzustellen und die
Finanzierung zu sichern. Nach Erledigung der
Vorarbeiten reichen die Träger die für die Ge-
ivährung der Darlehen erforderlichen Unterlagen
Len Bewilligungsbehörben ein. Die Bewilligung
der Darlehen erfolgt durch die Regierungspräsiden
ten. Nach den Berichten der Bewilligungsbehörden
liegen bereits zahlreiche Anträge auf Gewährung
von Darlehen vor. Mit ihrer Bearbeitung wird
nunmehr begonnen werden können.
Mehr als 26 Gespanns am Start
auf der Dauerzuglerftunasprüfurrg
in Frankfurt a. M.
Der Reichsverband der Kaltblutzüchter Deutsch
lands e. V. veranstaltet gelegentlich der diesjäh
rigen 3. Reichsnährstanösausstellung in Frankfurt
am Main eine große Dauerzugleistungsprüfnng.
Es soll an einem Tage die Strecke von 60 Klm. zu
rückgelegt werden. Die Prüfung erfolgt nach 2 Prü
fungsarten. Die Prüfung D umfaßt 60 Klm., die
im Schritt mit einer Gesamtlast von 100 Ztr. für
den Zweispänner und 60 Ztr. für den Einspänner
abzuleisten sind. Die Prüfung Ol, die sich ebenfalls
auf eine 6ll-Klm.-Strecke als Tagesleistung aus
dehnt, hat 40 Klm. im Schritt und 20 Klm. im Trabe
(in 4 Teilabschnitten von je 5 Klm. abzuleisten. Die
Gesamtlast beträgt bei 01 für Einspänner 30 Ztr.,
für Zweispänner 60 Ztr. Innerhalb je 30 Klm. ist
eine Pause von 10 Minuten und etwa in der Mitte
der Prüfung, bei 30 Klm., eine Futterpause von
2 Stunden einzulegen. Der Höchstverbrauch an Zeit
darf betragen: je Klm. Schritt 10 Minuten, je Klm.
Trab 6 Minuten. ^
Die beiden Prüfungen werden am 20. Mai d. I.
in Frankfurt a. M.-Niederraö, früh um 5 Uhr, be-
Hamburger Börse
Amtliche Notierung in JlJt für 100 &ji Nennwert
'Ohne Ģewdcir
Banke»
»ielchsoank
DD.-Bank
16 4. 15. 4. Zndusii.-Akt 1^,4 154
183 75 184.75 «gg. St.-® 34 75 35 50
« . „ . 8900 89X0 teilend 4.a. 156.00 155.00
CcfsDn «ant 93 25 93.25 L,b,ch,.-B.. 144.00 114 00
Berewsdant 112 50 112.75
welch. Bant 120.00
Schl..d. Bank 69 50
Vertkyi»-Äkl.
Vdg. Hochbahn 90 00
Dilch.-Oliasrika 33 00
Hapag 14.75
Hdg.-Elldainer. 26.75
Borbd. Lloyd >6 00
Wnerm.-Ltnie 32 00
Holsļen-Bļ. —.— —.—
119 00 5, arp * ab .® 105 00 103 00
69.00 gdjutfftt.ŒL 125 00 125.00
Şķn.ļļem. 138 50 139 50
90 Pf! Şiemens 183 50 186.50
Vi nn SSW. 138.00 138 00
,4^ Deutsche Trdöl 117.62 118 00
ZĢşarden 164.00 164 87
tonn àbe,ch 19 00 19 00
00 ŞbeNtz 107 50 1076.2
Amtliche Währungskurse.
1 Pfund Sterling
1 Dollar
100 dän. Kr. . .
100 tranz. Frank.
Peseta . .
ì?ira . . .
16 4 15 4
12.285
2.486
54.86
16.385
33 94
19 68
! 2.285
2.4*6
54 86
16.395
33 97
19 68
Hamburger Schweinemarkt
Altona, den 17. Avril 1933
Preise: a 55. b 154. b 2 53, c 51. d 49. g 1 53-54, g 2 49-51
50 leg Lbdaew Austrieb 4843 P 66 Beobachtungstiere
lObne Gewähr« vanvel zugeteilt
Oeutsche Schlachtviehmärkte
Kammernotierung Berlin am Markttage. Preise
für 1 Pfd. Lebendgewicht in .5?// (Ohne Gewähr)
16 April 1936
Kälber
Schafe
Schweine ...
Kälber
Schate
Schweine ...
verteilt
Hummer Magervieh- und Schafmarkt vom 18. 1.
Austrieb: 39 Rinder, 103 Schafe. Schafe mit 2
Lämmern 75—85 MJl, jährige Schafe 40—42 MM,
Verlauf: Rinder langsam, Schafe ruhig. Infolge
des geringen Auftriebs fund eine Notierung für
Rinder nicht statt.
ginnen und auf zwei verschiedenen Strecken, aber
mit gleichem Startplatz, abgewickelt werben. Am
Spätnachmittag dürfte der Wettkampf zu Ende sein,
so daß dann anschließend eine öffentliche Züchter
versammlung stattfindet, in der über die Prüfun
gen und deren Ergebnisse berichtet und die Preis
verteilung vorgenommen werden wird.
Am folgenden Tage (21. 5.) werden die Gespanne
der Dauerzugleistungsprüfungen im Großen Ring
auf dem Ausstellungsplatz der Reichsnährstands
schau, gelegentlich der Mittagsvorführung, vorge
stellt werden. Am Nachmittag des gleichen Tages
findet im Rahmen des großen Turniers auf dem
Ausstellungsplatz die Eignungsprüfung statt, die für
die an der Dauerzugleistungsprüfung teilnehmen
den Kaltblutgespanne ausgeschrieben ist. Am fol
genden Tage wird für die gleichen Gespanne noch
eine Fahrerprüfung abgehalten.
Es steht zu erwarten, daß über 20 Gespanne an
den Start gehen und Kaltblutpferde teilnehmen
werden aus dem Rheinland, Westfalen, Prov. Sach
sen, Hannover, Kurhessen, Hessen-Nassau, Baden,
Ostpreußen und Saarpfalz (im rheinischen Typ),
aus Schleswig (Schleswiger) und aus Bayern
(Oberländer).
Motorisierung der Feuerwehren
Ein Rnnderlatz des Reichsministers des Innern.
Dr weitere Ausbau des Feuerlöschwesens und die
finanzielle Lage der Gemeinden, denen die Ausrü
stung der Feuerwehr obliegt, erfordern in gleicher
Weise, daß die für das Feuerlöschwesen zur Ver
fügung stehenden Mittel möglichst zweckentsprechend
verwendet werden. Hierzu gehört, daß in erster Li
nie eine weitere Motorisierung der Feuerspritzen
erfolgt. Solange dieses Ziel in den einzelnen Ge
meinden noch nicht erreicht ist, sollen andere Maß
nahmen zunächst zurückgestellt werden, es sei denn,
daß sie, wie z. B. die Wasserversorgung, besonders
vordringlich sind. In einem Runderlaß legt der
Reichsminister des Innern den Gemeinden nahe,
durch Ansammlung von Rücklagen in den nächsten
vier Jahren eine Motorspritze zu beschaffen. Bis
zum Jahre 1940 soll das Ziel, Kraftspritzen zum
mindesten in einem Abstand von 15 Klm. zu halten,
erreicht sein.
Zur Förderung des Weinhandcls
sei im Sommer 1036 eine Weinwerbewoche geplant,
die eine großzügige Werbung für die einheimischen
Erzeugnisse vorsehe.
ArLeiLstKgNNg des Nordwark-HrrndrVerks
Die Handwerks- und Gewerbekammern
sowie die Kreishandwerkerschaften
hatten in Altona eine Arbeitstagung. Landeshand
werksmeister Schramm gab einleitend einen
Ueberblick über die berufsstanöspolitische Lage im
Handwerk. Die Fortführung der bisherigen Arbeit
des von Hanöwerkskammerpräsident Kummerfeldt-
Flensbnrg geführten schöpferisch tätigen Handwerks
wurde durch Bereitstellung von Mitteln sicherge
stellt. Für die Errichtung einer Ausfuhrförderungs
stelle des Handwerks in Hamburg werden des
gleichen die erforderlichen Mittel von den Kam
mern der Nordmark zur Verfügung gestellt wer
den. Ueber die Zusammenarbeit zwischen Nähr
stand und Handwerk wurden nähere Mitteilungen
gemacht. In reger Aussprache wurden sodann Fra
gen der Arbeitsbeschaffung behandelt. Da mit einem
allmählichen Abflauen besonders der öffentlichen
Bauaufträge zu rechnen ist, wird sich das Bauge
werbe wieder mehr auf Privataufträge einstellen
müssen. Beim Vergebungswesen müsse das Gene
ralunternehmertum endlich verschwinden. Endlich
befaßte sich die Arbeitstagung noch mit Fragen der
Berufsausbildung sowie der Zusammenarbeit zwi
schen Berufsschule und Handwerk.
Lshrlings-Höchstzahlen
und HauDwerkskammern
Der RcichSstand des Deutschen Handwerks rich
tet soeben an die Handwerks- und Gewerbekam
mern sowie die Reichsinnungsverbänöc folgendes
Rundschreiben:
Durch die Veröffentlichung von Lehrlingshöchst
zahlen in den Organen der Reichsinnungsver
bände ist in den von ihnen vertretenen Berufen
die Auffassung entstanden, daß der Reichsinnungs
verband berechtigt sei, von sich aus Lehrlingshöchst
zahlen mit bindender Wirkung festzulegen. Das ist
nicht der Fall. Der Reichsinnungsverband kann
nur einheitliche Richtlinien hiersiir herausbringen.
Für die Geltung der Lehrlingshöchstzahlen ist in
einem Kammerbezirk zunächst die ''Handwerks- oder
Gewerbekammer zuständig, diese hat hierfür die
Genehmigung der Aufsichtsbehörde herbeizuführen.
Es sind ferner in der letzten Zeit von verschie
denen Reichsinnungsverbänden LehrlingShöchstzah-
len herausgebracht worden mit dem Antrag, die
Genehmigung allgemein für das Reich durch den
Reichswirtschaftsminister herbeizuführen. Der
Reichswirtschaftsminister hat das abgelehnt, weil die
Lehrlingshöchstzahlen sich nach den betreffenden Be-
rufsverhültnisscn in den einzelnen Bezirken des
Reiches richten müssen, die ja durchaus nicht gleich
mäßig sind. In vorwiegend landwirtschaftlich besie
delten Bezirken wird man nicht den Maßstab an
legen können wie in solchen, in denen die Industrie
vorherrscht. Es müssen daher unter allen Umstän
den die Einstellungen von Lehrlingen, die in den
letzten Jahren bei den einzelnen Innungen erfolgt
sind, nachgeprüft werden, um festzustellen, ob ein
schränkende Lehrlingshöchstzahlvorschriften auch am
Platze sind.
ArrsLLss
Der Tag der Deutschen Uebungswirtschast
findet am 21. April im Kaiserhof in Berlin statt,
während gleichzeitig in den einzelnen Gauen die
Konstituierung der Gaubeiräte der Deutschen
Uebungswirtschaft erfolgt. Die 3418 Uebungs
firmen arbeiten wie ein wirkliches Unter
nehmen. Die jungen Menschen werden unter fach
kundiger Leitung in praxisnaher Form geschult.
Durchschnittlich werden in einer Uebungsfirma 12
bis 15 junge Menschen im Alter von 16 bis 25
Jahren erfaßt.
Handel und Wandel
Der Marktbeobachter
Nach den Osterfeiertagen hielten sich die getä
tigten Umsätze am hiesigen Getreidemarkt in klein
stem Nahmen. Die Belieferung des Marktes mit
Weizen ist vergleichsweise etwas kleiner geworden.
Bereits vor dem Osterfest wurde Mahlweizen etwas
stärker beachtet, weil, wie vorauszusehen war, der
bessere Verlauf des Mehlgeschästes entsprechende
Anregung gab. Zuletzt wurde besonders von der
Küste her Mahlweizen aufgenommen. Die Zufuh
ren an Roggen sind noch nicht größer geworden.
Besonders stark begehrt wurde Mahlware von den
Provinzmtthlen. Man erwartet, daß die Reichs-
stelle die Provinzmühlen mit Roggen beliefern wird.
Kontingentssreier Roggen und Weizen waren ver
hältnismäßig wenig am Platz. Für Futterroggen
bestand besonders große Kauflust. Vergleichsweise
gering war die Belieferung des Marktes mit Fut
terhafer. Die herauskommenden Mengen wurden
in allen Qualitäten gleich gern gekauft. Dasselbe
Bild ergab sich in Futtergerste, die ebenfalls we
nig vertreten war, obwohl man aus den freiwerden
den Saatbestünden größere Zufuhren erwartete.
Am Futtermittelmarkt ging die Geschäftstätigkeit
über die Deckung des laufend kleinen Bedarfs nicht
hinaus. Besonders gering war das Geschäft in Oel-
kuchcn und deren hochprozentige Mischfutter, da zur
Zeit Zuteilungen von Oelkuchen (8500 To.) im Be
reich der Provinz Schleswig-Holstein vorgenommen
werden. Die Abgabe von Fischmehl, das für die
Landesbauernschaft Schleswig-Holstein in einem
Umfang von 700 To. zur Verfügung steht, hat be
gonnen. Kleie war nach wie vor wenig am Markt
und wurde stark begehrt.
Dem Hamburger Rindcrmarkt
waren 879 Rinder und 64 Beobachtungstiere, etwas
weniger Tiere zugeführt als dem Vormarkt. Be
darf nach wie vor sehr groß. Handel in sämtlichen
Gattungen sehr flott. Zu den festgesetzten Höchst
preisen wurde sämtliches angetriebene Schlacht
vieh verkauft. Qualität mittel. Markt rasch geräumt.
Auf dem Schafmarkt Handel mit 734 Schafen und
2 Bevbachtungstieren sehr flott. Qualität bedeu
tend besser als aus den Vormärkten. Bei etwas
anziehender Notierung Markt schnell geräumt.
Zum Ergebnis der ReichsmaftviehausfteNuKg
ZdR schreibt u. a.: Rund 2000 Tiere waren zur
Mastviehausstellung in Köln erschienen. Davon
konnten rund 1200 prämiiert werden. Bei der Lei-
stungsbewertung wurde entscheidendes Gewicht auf
Zucht, Pflege, Fütterung, Mastzustand, Früh- und
Schlachtreife, Marktanforderungen usw. gelegt, auch,
daß die Tiere fast ausnahmslos mit selbsterzeugtem
inländischem Mutter aufgezogen und gemästet wor
den sind. Die Erzeuger und Züchter haben einen
guten Erfolg erzielt, wenngleich nicht verkannt
werden darf, daß sie dabei gegenüber den Mäste
reien und Abmelkbetrieben oft einen recht schweren
Stand hatten.
Bei der Prämiierung des Großviehs haben be
sonders die niederdeutschen Mäster und Zuchtver
bände gut abgeschnitten, u. a. die Oldenburger
Wesermarsch-Herdbuchgesellschaften, während von
den Höhenviehverbünden der Zuchtverband für
gelbes Frankenvieh in Würzburg erstklassige reich
prämiierte Mast- und Fleischleistungen aufwies.
Die Siegerpreise für Kälber und Doppellender
fielen an rheinische, westfälische und oldenburgische
Züchter und Mäster. Eine Glanzleistung zeigte
Heyke-Braunschweig, der fast ein Menschenalter
Preisrichter gewesen ist und der jetzt viele erste
Preise für seine ausgezeichnete Mastochsensammlung
erhielt. Ein sehr heißer Wettbewerb entwickelte sich
bei den Schweinen um die beiden höchsten Sieger
auszeichnungen, da hierfür sehr viele Tiere in die
engere Wahl kamen. Den Sieg errangen die Ver-
juchswirtjchaft für Schweurchalluug. -sucht u«ö
-fütterung in Ruhlsöorf sowie das Institut für
Milcherzeugung der Preußischen Versuchs- und
Forschungsanstalt für Milchwirtschaft in Kiel.
Die Ausstellungsabteilungen der staatlich aner
kannten Versuchswirtschaften fanden überhaupt sehr
starkes Interesse. Sämtliche deutschen Versuchs-
wirtschaften waren an der Kölner Ausstellung be
teiligt. Bei allen von diesen Instituten in Köln
vorgeführten Schweinen stand die Frage der besten
Nutzleistung deutscher Futtermittel im Vorder
grund.
Starkes Interesse fand auf der Reichsmastvieh
ausstellung der Wettbewerb für ausgeschlachtete
Tiere. Er stellt die eigentliche Leistungsprüfung
dar, weil er genaue Aufschlüsse über Schlachtaus
beute und Fleischleistung der Schlachttiere erbringt.
Von den rund 200 gemeldeten ausgeschlachteten
Tieren wurden etwa zwei Drittel prämiiert. Das
Verkaufsergcbnis der Reichsmastviehausstellung
war bei Großvieh und Kälbern recht gut. Der
Großviehbestand der Ausstellung wurde' nahezu
restlos zu guten Preisen verkauft, die verkauften
Tiere blieben z. T. in Köln, z. T. wurden sie in
das rheinisch-westfälische Industriegebiet abgesetzt.
Uneinheitlicher gestaltete sich der Verkauf bei den
Schweinen, was u. a. durch die gebundenen Preise
bedingt ist. Bei dem Schafbestand hat der Verkauf
nach Osterlämmern den Erwartungen nicht ganz
entsprochen, dagegen waren bei den sonstigen Scha-
je» die VerranDergebuiste gut.
Frachtermäßigung
sür Kohlenausfuhr nach der Schweiz
Mit Geltung vom 1. März 1036 sind zur Förde
rung der deutschen Kohlenausfuhr nach der Schweiz
die Bestimmungen über die Btindestmengenvergü-
tungen im Abschnitt 7 des direkten deutsch-schiveize-
rischen Kohlentarifs geändert worden. Die Rückver
gütung von bisher 0,50 MJl für die Tonne für
Kohlen, die ab Grube ausschließlich mit der Eisen
bahn nach der Schweiz befördert wurden, ist unter
gleichzeitiger Neufestsetzung der jährlichen Mindest
mengen auf 1,50 MM für die Tonne erhöht worden.
Die Frachtermäßigung für die deutsche Strecke be
trägt damit rund 12 vH.
Zitronen sanktionsfrei
Dänemarks Einfuhr aus Italien ist in den
Monaten November, Dezember und Januar von
834 800 auf 223 000 Golddollar gesunken, die Aus
fuhr nach Italien von 840 800 auf 79 500 Gold-
dollar. Als Folge der Sanktionen machte sich seit
mehreren Wochen ein starker Mange! an Zitronen
bemerkbar. Die Grenzbevölkerung hat bereits be
gonnen, sich in Flensburg mit Zitronen zu ver
sorgen. Jetzt hat die Kopenhagener Devisenzen
trale dem Drängen des Handels nach Freigabe
eines Zitronenlagers, das sich im Kopenhagener
Freihafen angesammelt hat, nachgegeben.
Nur kurzfristiger englisch-dänischer Handelsvertrag
Das englische Handelsblatt „The Grocer" hält
es nicht für unwahrscheinlich, daß mögliche weitere
zugesicherte englische Ankäufe in Dänemark genau
dem Verhältnis dänischer Ankäufe von englischen
Waren entsprechen müßten. Ferner sei zu erwar
ten, daß England sich nur auf kurze Frist (einJahr)
an einen Vertrag mit Dänemark binden werde, da
im nächsten Jahr in London eine Konferenz der
dem Imperium angeschlossenen Länder stattfinden
wird, aus der auf Drängen Australiens und Neu
seelands wichtige Abmachungen über den Waren
austausch innerhalb des Imperiums u. die Versor
gung des Mutterlandes mit Meiereiprodukten ge
troffen werden sollen.
ZMrÄ-ZsrMKMkl
der Urofliw* ŞŞsà.şiMsîN
am Donnerstag, dem 16. April 1936.
tu der ftädUü^eii B'chntarktdcilic ,u Rendsburg
Die Zufuhr zum heutigen Markt betrug 492 Stück
gegen 381 Stück in der Vorwoche, mithin eine Mehr
zufuhr von 111 Stück. Es wurden gezahlt sür
schwere Ware (40—60 Pfd.) 0,67—0,71 MJt
mittelschwere Ware (40—50 Pfd.) 0,70—,074 MJl
leichte Ware (25—30 Pfd.) 0,72—0,78 MJl
für das Pfund Lebendgewicht. Für allerbeste Ferkel
wurde auch über Notiz, für abfallende Ware auch
unter Notiz bezahlt. Jungschweine (über 60 Pfund)
waren nur wenige am Markt.
Zum heutigen Zentralferkelmarkt war die Zufuhr
um reichlich 100 Stück höher als in der Vorwoche.
Der Handel war gut, der Markt wurde geräumt.
Ausgeführt wurden, soweit wir feststellen konn
ten, größere und kleinere Partien nach Johannes
berg b. Meggerkoog, Groß-Königsföröe, Kiel, Laboe,
Hohenwestedt, Schenefeld, Kellinghusen, Bad Bram-
stedt, Lütjenburg, Horst, Elmshorn, Spornitz in
Mecklenburg.
Die Zufuhr au fetten Schweinen betrug 9 Stück
gegen 3 Stück in der Vorwoche. Für gelieferte fette
Schweine werden 43—51 Pfg. für das Pfund Le
bendgewicht gezahlt.
Die Zahl der dem Kälbermarkt zugeführten Tiere
betrug 13 Stück gegen 20 Stück in der Vorwoche.
Es wurden gezahlt für nüchterne Kälber 25 bis
30 Pfg., für Fresser 80—35 Pfg., für ältere Kälber
bis 65 Pfg. das Pfund Lebendgewicht.
Berliner Schiachtviehmarkt
Berlin 17 Avril (Vorbericht« lObne Gewähr!
Mitaeteilt von der Reichsviebwertunasaeiellichait.
Es wurde aezablt ftlr 50 Ka Lebendgewicht:
ķà Preise: Auftrieb: Verlauf:
Rinder 24-44 1521 glatt
Kälber 42—83 2096 glatt
Schafe 22-51 9221 glatt
Schweine 10670 glatt
Schweine Klasse A,bis E 4M-—54^ Sauen 50^—53^
Wandsveker Ferkelmarkt vom 16. April
200 Ferkel aufgetrieben, Futterschweine fehlten.
Handel einigermaßen, nicht geräumt. Preise un
verändert. 4—6 Wochen alte Ferkel 16—18 MM,
6—8 W. 18—22 MJl, 8—10 W. 22—26 MJt, 10—12
W. 26—30 MJl.
Butter-Wochenbericht vom 16. April
Geschäft nach den Feiertagen etwas ruhiger. Pro
duktion nicht wesentlich verändert. Da die Aus
landsware sür die erste Hälfte des Monats nock
nicht zur Verfügung steht, dürften sich vor der Han!
nirgends Bestände ansammeln. — Auslandsmärkte
erneut recht ruhig. Nach der letztwöchigen Herab
setzung der dänischen Notierung konnte zwar ein«
gesteigerte Nachfrage von England aus festgestelll
werden, aber nach dem Fest übten die englischen
Freunde jedoch wieder größere Zurückhaltung,
so daß in Kopenhagen die Notierung um 10 K«c>
siel. — Die staatliche Abgabe wurde mit 28 K«
recht hoch ariZesetzt.
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