Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

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Schleswig-Holsteinischer Wirtschaftsdienst 
12 Mill. Reichsdarleheņ 
für lärrdlrchs OandWerker- 
«nd Arheiterheinre 
Der NeichsarbeitSminister hat soeben weitere An 
weisungen über Förderung des Baues von Eigen 
heimen für ländliche Handwerker und Arbeiter so 
wie von Häuerlingswohnungen durch Reichsüar- 
lehen herausgegeben. Für den genannten Zweck 
werden 12 Millionen -!RJi bereitgestellt. 
Die Voraussetzungen, unter denen die Darlehen 
gewährt werden können, sind in den früher bekannt 
gegebenen Bestimmungen vom 22. November d. I. 
festgelegt. Die Antragsteller haben sich zunächst an 
die Kreisbehörden zu wenden,' die Fragebogen 
sind für Eigenheims bei den Kreisbehörden, für 
Häuerlingsstellen bei den Kreisbauernschaften zu 
erhalten. Sofern die Antragsteller beziv. Hüner- 
linge die Vorbedingungen erfüllen, übernehmen die 
Träger der Mahnahme sin Preußen die provinziel 
len Heimstätten) die weitere Bearbeitung. Auf 
gabe der Träger ist es, die Grundbuchverhältnisse 
zu klären, den Bauentwurf aufzustellen und die 
Finanzierung zu sichern. Nach Erledigung der 
Vorarbeiten reichen die Träger die für die Ge- 
ivährung der Darlehen erforderlichen Unterlagen 
Len Bewilligungsbehörben ein. Die Bewilligung 
der Darlehen erfolgt durch die Regierungspräsiden 
ten. Nach den Berichten der Bewilligungsbehörden 
liegen bereits zahlreiche Anträge auf Gewährung 
von Darlehen vor. Mit ihrer Bearbeitung wird 
nunmehr begonnen werden können. 
Mehr als 26 Gespanns am Start 
auf der Dauerzuglerftunasprüfurrg 
in Frankfurt a. M. 
Der Reichsverband der Kaltblutzüchter Deutsch 
lands e. V. veranstaltet gelegentlich der diesjäh 
rigen 3. Reichsnährstanösausstellung in Frankfurt 
am Main eine große Dauerzugleistungsprüfnng. 
Es soll an einem Tage die Strecke von 60 Klm. zu 
rückgelegt werden. Die Prüfung erfolgt nach 2 Prü 
fungsarten. Die Prüfung D umfaßt 60 Klm., die 
im Schritt mit einer Gesamtlast von 100 Ztr. für 
den Zweispänner und 60 Ztr. für den Einspänner 
abzuleisten sind. Die Prüfung Ol, die sich ebenfalls 
auf eine 6ll-Klm.-Strecke als Tagesleistung aus 
dehnt, hat 40 Klm. im Schritt und 20 Klm. im Trabe 
(in 4 Teilabschnitten von je 5 Klm. abzuleisten. Die 
Gesamtlast beträgt bei 01 für Einspänner 30 Ztr., 
für Zweispänner 60 Ztr. Innerhalb je 30 Klm. ist 
eine Pause von 10 Minuten und etwa in der Mitte 
der Prüfung, bei 30 Klm., eine Futterpause von 
2 Stunden einzulegen. Der Höchstverbrauch an Zeit 
darf betragen: je Klm. Schritt 10 Minuten, je Klm. 
Trab 6 Minuten. ^ 
Die beiden Prüfungen werden am 20. Mai d. I. 
in Frankfurt a. M.-Niederraö, früh um 5 Uhr, be- 
Hamburger Börse 
Amtliche Notierung in JlJt für 100 &ji Nennwert 
'Ohne Ģewdcir 
Banke» 
»ielchsoank 
DD.-Bank 
16 4. 15. 4. Zndusii.-Akt 1^,4 154 
183 75 184.75 «gg. St.-® 34 75 35 50 
« . „ . 8900 89X0 teilend 4.a. 156.00 155.00 
CcfsDn «ant 93 25 93.25 L,b,ch,.-B.. 144.00 114 00 
Berewsdant 112 50 112.75 
welch. Bant 120.00 
Schl..d. Bank 69 50 
Vertkyi»-Äkl. 
Vdg. Hochbahn 90 00 
Dilch.-Oliasrika 33 00 
Hapag 14.75 
Hdg.-Elldainer. 26.75 
Borbd. Lloyd >6 00 
Wnerm.-Ltnie 32 00 
Holsļen-Bļ. —.— —.— 
119 00 5, arp * ab .® 105 00 103 00 
69.00 gdjutfftt.ŒL 125 00 125.00 
Şķn.ļļem. 138 50 139 50 
90 Pf! Şiemens 183 50 186.50 
Vi nn SSW. 138.00 138 00 
,4^ Deutsche Trdöl 117.62 118 00 
ZĢşarden 164.00 164 87 
tonn àbe,ch 19 00 19 00 
00 ŞbeNtz 107 50 1076.2 
Amtliche Währungskurse. 
1 Pfund Sterling 
1 Dollar 
100 dän. Kr. . . 
100 tranz. Frank. 
Peseta . . 
ì?ira . . . 
16 4 15 4 
12.285 
2.486 
54.86 
16.385 
33 94 
19 68 
! 2.285 
2.4*6 
54 86 
16.395 
33 97 
19 68 
Hamburger Schweinemarkt 
Altona, den 17. Avril 1933 
Preise: a 55. b 154. b 2 53, c 51. d 49. g 1 53-54, g 2 49-51 
50 leg Lbdaew Austrieb 4843 P 66 Beobachtungstiere 
lObne Gewähr« vanvel zugeteilt 
Oeutsche Schlachtviehmärkte 
Kammernotierung Berlin am Markttage. Preise 
für 1 Pfd. Lebendgewicht in .5?// (Ohne Gewähr) 
16 April 1936 
Kälber 
Schafe 
Schweine ... 
Kälber 
Schate 
Schweine ... 
verteilt 
Hummer Magervieh- und Schafmarkt vom 18. 1. 
Austrieb: 39 Rinder, 103 Schafe. Schafe mit 2 
Lämmern 75—85 MJl, jährige Schafe 40—42 MM, 
Verlauf: Rinder langsam, Schafe ruhig. Infolge 
des geringen Auftriebs fund eine Notierung für 
Rinder nicht statt. 
ginnen und auf zwei verschiedenen Strecken, aber 
mit gleichem Startplatz, abgewickelt werben. Am 
Spätnachmittag dürfte der Wettkampf zu Ende sein, 
so daß dann anschließend eine öffentliche Züchter 
versammlung stattfindet, in der über die Prüfun 
gen und deren Ergebnisse berichtet und die Preis 
verteilung vorgenommen werden wird. 
Am folgenden Tage (21. 5.) werden die Gespanne 
der Dauerzugleistungsprüfungen im Großen Ring 
auf dem Ausstellungsplatz der Reichsnährstands 
schau, gelegentlich der Mittagsvorführung, vorge 
stellt werden. Am Nachmittag des gleichen Tages 
findet im Rahmen des großen Turniers auf dem 
Ausstellungsplatz die Eignungsprüfung statt, die für 
die an der Dauerzugleistungsprüfung teilnehmen 
den Kaltblutgespanne ausgeschrieben ist. Am fol 
genden Tage wird für die gleichen Gespanne noch 
eine Fahrerprüfung abgehalten. 
Es steht zu erwarten, daß über 20 Gespanne an 
den Start gehen und Kaltblutpferde teilnehmen 
werden aus dem Rheinland, Westfalen, Prov. Sach 
sen, Hannover, Kurhessen, Hessen-Nassau, Baden, 
Ostpreußen und Saarpfalz (im rheinischen Typ), 
aus Schleswig (Schleswiger) und aus Bayern 
(Oberländer). 
Motorisierung der Feuerwehren 
Ein Rnnderlatz des Reichsministers des Innern. 
Dr weitere Ausbau des Feuerlöschwesens und die 
finanzielle Lage der Gemeinden, denen die Ausrü 
stung der Feuerwehr obliegt, erfordern in gleicher 
Weise, daß die für das Feuerlöschwesen zur Ver 
fügung stehenden Mittel möglichst zweckentsprechend 
verwendet werden. Hierzu gehört, daß in erster Li 
nie eine weitere Motorisierung der Feuerspritzen 
erfolgt. Solange dieses Ziel in den einzelnen Ge 
meinden noch nicht erreicht ist, sollen andere Maß 
nahmen zunächst zurückgestellt werden, es sei denn, 
daß sie, wie z. B. die Wasserversorgung, besonders 
vordringlich sind. In einem Runderlaß legt der 
Reichsminister des Innern den Gemeinden nahe, 
durch Ansammlung von Rücklagen in den nächsten 
vier Jahren eine Motorspritze zu beschaffen. Bis 
zum Jahre 1940 soll das Ziel, Kraftspritzen zum 
mindesten in einem Abstand von 15 Klm. zu halten, 
erreicht sein. 
Zur Förderung des Weinhandcls 
sei im Sommer 1036 eine Weinwerbewoche geplant, 
die eine großzügige Werbung für die einheimischen 
Erzeugnisse vorsehe. 
ArLeiLstKgNNg des Nordwark-HrrndrVerks 
Die Handwerks- und Gewerbekammern 
sowie die Kreishandwerkerschaften 
hatten in Altona eine Arbeitstagung. Landeshand 
werksmeister Schramm gab einleitend einen 
Ueberblick über die berufsstanöspolitische Lage im 
Handwerk. Die Fortführung der bisherigen Arbeit 
des von Hanöwerkskammerpräsident Kummerfeldt- 
Flensbnrg geführten schöpferisch tätigen Handwerks 
wurde durch Bereitstellung von Mitteln sicherge 
stellt. Für die Errichtung einer Ausfuhrförderungs 
stelle des Handwerks in Hamburg werden des 
gleichen die erforderlichen Mittel von den Kam 
mern der Nordmark zur Verfügung gestellt wer 
den. Ueber die Zusammenarbeit zwischen Nähr 
stand und Handwerk wurden nähere Mitteilungen 
gemacht. In reger Aussprache wurden sodann Fra 
gen der Arbeitsbeschaffung behandelt. Da mit einem 
allmählichen Abflauen besonders der öffentlichen 
Bauaufträge zu rechnen ist, wird sich das Bauge 
werbe wieder mehr auf Privataufträge einstellen 
müssen. Beim Vergebungswesen müsse das Gene 
ralunternehmertum endlich verschwinden. Endlich 
befaßte sich die Arbeitstagung noch mit Fragen der 
Berufsausbildung sowie der Zusammenarbeit zwi 
schen Berufsschule und Handwerk. 
Lshrlings-Höchstzahlen 
und HauDwerkskammern 
Der RcichSstand des Deutschen Handwerks rich 
tet soeben an die Handwerks- und Gewerbekam 
mern sowie die Reichsinnungsverbänöc folgendes 
Rundschreiben: 
Durch die Veröffentlichung von Lehrlingshöchst 
zahlen in den Organen der Reichsinnungsver 
bände ist in den von ihnen vertretenen Berufen 
die Auffassung entstanden, daß der Reichsinnungs 
verband berechtigt sei, von sich aus Lehrlingshöchst 
zahlen mit bindender Wirkung festzulegen. Das ist 
nicht der Fall. Der Reichsinnungsverband kann 
nur einheitliche Richtlinien hiersiir herausbringen. 
Für die Geltung der Lehrlingshöchstzahlen ist in 
einem Kammerbezirk zunächst die ''Handwerks- oder 
Gewerbekammer zuständig, diese hat hierfür die 
Genehmigung der Aufsichtsbehörde herbeizuführen. 
Es sind ferner in der letzten Zeit von verschie 
denen Reichsinnungsverbänden LehrlingShöchstzah- 
len herausgebracht worden mit dem Antrag, die 
Genehmigung allgemein für das Reich durch den 
Reichswirtschaftsminister herbeizuführen. Der 
Reichswirtschaftsminister hat das abgelehnt, weil die 
Lehrlingshöchstzahlen sich nach den betreffenden Be- 
rufsverhültnisscn in den einzelnen Bezirken des 
Reiches richten müssen, die ja durchaus nicht gleich 
mäßig sind. In vorwiegend landwirtschaftlich besie 
delten Bezirken wird man nicht den Maßstab an 
legen können wie in solchen, in denen die Industrie 
vorherrscht. Es müssen daher unter allen Umstän 
den die Einstellungen von Lehrlingen, die in den 
letzten Jahren bei den einzelnen Innungen erfolgt 
sind, nachgeprüft werden, um festzustellen, ob ein 
schränkende Lehrlingshöchstzahlvorschriften auch am 
Platze sind. 
ArrsLLss 
Der Tag der Deutschen Uebungswirtschast 
findet am 21. April im Kaiserhof in Berlin statt, 
während gleichzeitig in den einzelnen Gauen die 
Konstituierung der Gaubeiräte der Deutschen 
Uebungswirtschaft erfolgt. Die 3418 Uebungs 
firmen arbeiten wie ein wirkliches Unter 
nehmen. Die jungen Menschen werden unter fach 
kundiger Leitung in praxisnaher Form geschult. 
Durchschnittlich werden in einer Uebungsfirma 12 
bis 15 junge Menschen im Alter von 16 bis 25 
Jahren erfaßt. 
Handel und Wandel 
Der Marktbeobachter 
Nach den Osterfeiertagen hielten sich die getä 
tigten Umsätze am hiesigen Getreidemarkt in klein 
stem Nahmen. Die Belieferung des Marktes mit 
Weizen ist vergleichsweise etwas kleiner geworden. 
Bereits vor dem Osterfest wurde Mahlweizen etwas 
stärker beachtet, weil, wie vorauszusehen war, der 
bessere Verlauf des Mehlgeschästes entsprechende 
Anregung gab. Zuletzt wurde besonders von der 
Küste her Mahlweizen aufgenommen. Die Zufuh 
ren an Roggen sind noch nicht größer geworden. 
Besonders stark begehrt wurde Mahlware von den 
Provinzmtthlen. Man erwartet, daß die Reichs- 
stelle die Provinzmühlen mit Roggen beliefern wird. 
Kontingentssreier Roggen und Weizen waren ver 
hältnismäßig wenig am Platz. Für Futterroggen 
bestand besonders große Kauflust. Vergleichsweise 
gering war die Belieferung des Marktes mit Fut 
terhafer. Die herauskommenden Mengen wurden 
in allen Qualitäten gleich gern gekauft. Dasselbe 
Bild ergab sich in Futtergerste, die ebenfalls we 
nig vertreten war, obwohl man aus den freiwerden 
den Saatbestünden größere Zufuhren erwartete. 
Am Futtermittelmarkt ging die Geschäftstätigkeit 
über die Deckung des laufend kleinen Bedarfs nicht 
hinaus. Besonders gering war das Geschäft in Oel- 
kuchcn und deren hochprozentige Mischfutter, da zur 
Zeit Zuteilungen von Oelkuchen (8500 To.) im Be 
reich der Provinz Schleswig-Holstein vorgenommen 
werden. Die Abgabe von Fischmehl, das für die 
Landesbauernschaft Schleswig-Holstein in einem 
Umfang von 700 To. zur Verfügung steht, hat be 
gonnen. Kleie war nach wie vor wenig am Markt 
und wurde stark begehrt. 
Dem Hamburger Rindcrmarkt 
waren 879 Rinder und 64 Beobachtungstiere, etwas 
weniger Tiere zugeführt als dem Vormarkt. Be 
darf nach wie vor sehr groß. Handel in sämtlichen 
Gattungen sehr flott. Zu den festgesetzten Höchst 
preisen wurde sämtliches angetriebene Schlacht 
vieh verkauft. Qualität mittel. Markt rasch geräumt. 
Auf dem Schafmarkt Handel mit 734 Schafen und 
2 Bevbachtungstieren sehr flott. Qualität bedeu 
tend besser als aus den Vormärkten. Bei etwas 
anziehender Notierung Markt schnell geräumt. 
Zum Ergebnis der ReichsmaftviehausfteNuKg 
ZdR schreibt u. a.: Rund 2000 Tiere waren zur 
Mastviehausstellung in Köln erschienen. Davon 
konnten rund 1200 prämiiert werden. Bei der Lei- 
stungsbewertung wurde entscheidendes Gewicht auf 
Zucht, Pflege, Fütterung, Mastzustand, Früh- und 
Schlachtreife, Marktanforderungen usw. gelegt, auch, 
daß die Tiere fast ausnahmslos mit selbsterzeugtem 
inländischem Mutter aufgezogen und gemästet wor 
den sind. Die Erzeuger und Züchter haben einen 
guten Erfolg erzielt, wenngleich nicht verkannt 
werden darf, daß sie dabei gegenüber den Mäste 
reien und Abmelkbetrieben oft einen recht schweren 
Stand hatten. 
Bei der Prämiierung des Großviehs haben be 
sonders die niederdeutschen Mäster und Zuchtver 
bände gut abgeschnitten, u. a. die Oldenburger 
Wesermarsch-Herdbuchgesellschaften, während von 
den Höhenviehverbünden der Zuchtverband für 
gelbes Frankenvieh in Würzburg erstklassige reich 
prämiierte Mast- und Fleischleistungen aufwies. 
Die Siegerpreise für Kälber und Doppellender 
fielen an rheinische, westfälische und oldenburgische 
Züchter und Mäster. Eine Glanzleistung zeigte 
Heyke-Braunschweig, der fast ein Menschenalter 
Preisrichter gewesen ist und der jetzt viele erste 
Preise für seine ausgezeichnete Mastochsensammlung 
erhielt. Ein sehr heißer Wettbewerb entwickelte sich 
bei den Schweinen um die beiden höchsten Sieger 
auszeichnungen, da hierfür sehr viele Tiere in die 
engere Wahl kamen. Den Sieg errangen die Ver- 
juchswirtjchaft für Schweurchalluug. -sucht u«ö 
-fütterung in Ruhlsöorf sowie das Institut für 
Milcherzeugung der Preußischen Versuchs- und 
Forschungsanstalt für Milchwirtschaft in Kiel. 
Die Ausstellungsabteilungen der staatlich aner 
kannten Versuchswirtschaften fanden überhaupt sehr 
starkes Interesse. Sämtliche deutschen Versuchs- 
wirtschaften waren an der Kölner Ausstellung be 
teiligt. Bei allen von diesen Instituten in Köln 
vorgeführten Schweinen stand die Frage der besten 
Nutzleistung deutscher Futtermittel im Vorder 
grund. 
Starkes Interesse fand auf der Reichsmastvieh 
ausstellung der Wettbewerb für ausgeschlachtete 
Tiere. Er stellt die eigentliche Leistungsprüfung 
dar, weil er genaue Aufschlüsse über Schlachtaus 
beute und Fleischleistung der Schlachttiere erbringt. 
Von den rund 200 gemeldeten ausgeschlachteten 
Tieren wurden etwa zwei Drittel prämiiert. Das 
Verkaufsergcbnis der Reichsmastviehausstellung 
war bei Großvieh und Kälbern recht gut. Der 
Großviehbestand der Ausstellung wurde' nahezu 
restlos zu guten Preisen verkauft, die verkauften 
Tiere blieben z. T. in Köln, z. T. wurden sie in 
das rheinisch-westfälische Industriegebiet abgesetzt. 
Uneinheitlicher gestaltete sich der Verkauf bei den 
Schweinen, was u. a. durch die gebundenen Preise 
bedingt ist. Bei dem Schafbestand hat der Verkauf 
nach Osterlämmern den Erwartungen nicht ganz 
entsprochen, dagegen waren bei den sonstigen Scha- 
je» die VerranDergebuiste gut. 
Frachtermäßigung 
sür Kohlenausfuhr nach der Schweiz 
Mit Geltung vom 1. März 1036 sind zur Förde 
rung der deutschen Kohlenausfuhr nach der Schweiz 
die Bestimmungen über die Btindestmengenvergü- 
tungen im Abschnitt 7 des direkten deutsch-schiveize- 
rischen Kohlentarifs geändert worden. Die Rückver 
gütung von bisher 0,50 MJl für die Tonne für 
Kohlen, die ab Grube ausschließlich mit der Eisen 
bahn nach der Schweiz befördert wurden, ist unter 
gleichzeitiger Neufestsetzung der jährlichen Mindest 
mengen auf 1,50 MM für die Tonne erhöht worden. 
Die Frachtermäßigung für die deutsche Strecke be 
trägt damit rund 12 vH. 
Zitronen sanktionsfrei 
Dänemarks Einfuhr aus Italien ist in den 
Monaten November, Dezember und Januar von 
834 800 auf 223 000 Golddollar gesunken, die Aus 
fuhr nach Italien von 840 800 auf 79 500 Gold- 
dollar. Als Folge der Sanktionen machte sich seit 
mehreren Wochen ein starker Mange! an Zitronen 
bemerkbar. Die Grenzbevölkerung hat bereits be 
gonnen, sich in Flensburg mit Zitronen zu ver 
sorgen. Jetzt hat die Kopenhagener Devisenzen 
trale dem Drängen des Handels nach Freigabe 
eines Zitronenlagers, das sich im Kopenhagener 
Freihafen angesammelt hat, nachgegeben. 
Nur kurzfristiger englisch-dänischer Handelsvertrag 
Das englische Handelsblatt „The Grocer" hält 
es nicht für unwahrscheinlich, daß mögliche weitere 
zugesicherte englische Ankäufe in Dänemark genau 
dem Verhältnis dänischer Ankäufe von englischen 
Waren entsprechen müßten. Ferner sei zu erwar 
ten, daß England sich nur auf kurze Frist (einJahr) 
an einen Vertrag mit Dänemark binden werde, da 
im nächsten Jahr in London eine Konferenz der 
dem Imperium angeschlossenen Länder stattfinden 
wird, aus der auf Drängen Australiens und Neu 
seelands wichtige Abmachungen über den Waren 
austausch innerhalb des Imperiums u. die Versor 
gung des Mutterlandes mit Meiereiprodukten ge 
troffen werden sollen. 
ZMrÄ-ZsrMKMkl 
der Urofliw* ŞŞsà.şiMsîN 
am Donnerstag, dem 16. April 1936. 
tu der ftädUü^eii B'chntarktdcilic ,u Rendsburg 
Die Zufuhr zum heutigen Markt betrug 492 Stück 
gegen 381 Stück in der Vorwoche, mithin eine Mehr 
zufuhr von 111 Stück. Es wurden gezahlt sür 
schwere Ware (40—60 Pfd.) 0,67—0,71 MJt 
mittelschwere Ware (40—50 Pfd.) 0,70—,074 MJl 
leichte Ware (25—30 Pfd.) 0,72—0,78 MJl 
für das Pfund Lebendgewicht. Für allerbeste Ferkel 
wurde auch über Notiz, für abfallende Ware auch 
unter Notiz bezahlt. Jungschweine (über 60 Pfund) 
waren nur wenige am Markt. 
Zum heutigen Zentralferkelmarkt war die Zufuhr 
um reichlich 100 Stück höher als in der Vorwoche. 
Der Handel war gut, der Markt wurde geräumt. 
Ausgeführt wurden, soweit wir feststellen konn 
ten, größere und kleinere Partien nach Johannes 
berg b. Meggerkoog, Groß-Königsföröe, Kiel, Laboe, 
Hohenwestedt, Schenefeld, Kellinghusen, Bad Bram- 
stedt, Lütjenburg, Horst, Elmshorn, Spornitz in 
Mecklenburg. 
Die Zufuhr au fetten Schweinen betrug 9 Stück 
gegen 3 Stück in der Vorwoche. Für gelieferte fette 
Schweine werden 43—51 Pfg. für das Pfund Le 
bendgewicht gezahlt. 
Die Zahl der dem Kälbermarkt zugeführten Tiere 
betrug 13 Stück gegen 20 Stück in der Vorwoche. 
Es wurden gezahlt für nüchterne Kälber 25 bis 
30 Pfg., für Fresser 80—35 Pfg., für ältere Kälber 
bis 65 Pfg. das Pfund Lebendgewicht. 
Berliner Schiachtviehmarkt 
Berlin 17 Avril (Vorbericht« lObne Gewähr! 
Mitaeteilt von der Reichsviebwertunasaeiellichait. 
Es wurde aezablt ftlr 50 Ka Lebendgewicht: 
ķà Preise: Auftrieb: Verlauf: 
Rinder 24-44 1521 glatt 
Kälber 42—83 2096 glatt 
Schafe 22-51 9221 glatt 
Schweine 10670 glatt 
Schweine Klasse A,bis E 4M-—54^ Sauen 50^—53^ 
Wandsveker Ferkelmarkt vom 16. April 
200 Ferkel aufgetrieben, Futterschweine fehlten. 
Handel einigermaßen, nicht geräumt. Preise un 
verändert. 4—6 Wochen alte Ferkel 16—18 MM, 
6—8 W. 18—22 MJl, 8—10 W. 22—26 MJt, 10—12 
W. 26—30 MJl. 
Butter-Wochenbericht vom 16. April 
Geschäft nach den Feiertagen etwas ruhiger. Pro 
duktion nicht wesentlich verändert. Da die Aus 
landsware sür die erste Hälfte des Monats nock 
nicht zur Verfügung steht, dürften sich vor der Han! 
nirgends Bestände ansammeln. — Auslandsmärkte 
erneut recht ruhig. Nach der letztwöchigen Herab 
setzung der dänischen Notierung konnte zwar ein« 
gesteigerte Nachfrage von England aus festgestelll 
werden, aber nach dem Fest übten die englischen 
Freunde jedoch wieder größere Zurückhaltung, 
so daß in Kopenhagen die Notierung um 10 K«c> 
siel. — Die staatliche Abgabe wurde mit 28 K« 
recht hoch ariZesetzt. 
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