Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

229. Jahrgang. / Nr. 91. 7 Zweites Blatt. 
SŞswļg-kroMeļnîschŗ 
LandeĢttung 
2ìenbsvllrger TaseüUUt 
Sonnabend, den 18. April 1936. 
Rendsburg, den 18. April 1936. 
Goethes „Faust" in der StadthaLe 
Als man von der vortrefflichen Aufführung 
des ersten Teiles der „Faust"-Tragödie nach 
Hause kam, da sann man, gepackt vom Geiste 
der mächtigen Dichtung, noch eine Weile in die 
feucht-fruchtbare Frühlingsnacht, in der die 
Natur an tausend Enden webt und in der es 
hundertfarbig zum Lichte drängt. 
Noch liegt der Nachhall der Osterglocken in 
Unserm Ohr. Wir waren darum allein schon 
rein stimmungsmüßig besonders empfänglich 
für ein Werk, in dem die Osterglocken einem 
Menschen, der Wahn und Verzweiflung nahe, 
neue Hoffnung zulüuteten. 
O tönet fort, ihr süßen Himmelslieder, 
Die Träne quillt, die Erde hat mich wieder! 
Doch war es nicht eine Erde der Denkfaulheit 
oder Schlaffheit, sondern weiterhin eine Erde 
quälenden Durstes nach Erkenntnis, peinigen 
den Hungers nach Erfühlen und Erleben, 
des Dranges nach Klarheit und des Suchcns 
üach Wahrheit. 
Soll ich vielleicht in tausend Büchern lesen, 
Daß überall die Menschen sich gequält, 
Daß hie und da ein Glücklicher gewesen? 
Mit diesem „faustisch strebenden Menschen", 
der fast übermenschlich nach Erlösung ringt, 
haben wir alle etwas gemein, sei es nun, daß 
wir eine Selbsterlösung für möglich halten 
oder an die Notwendigkeit der Erlösung mit 
Gnade glauben. 
Immer wieder lassen wir uns vom „Faust" 
erschüttern, von seiner Geistigkeit bannen, 
von seinen dichterischen Schönheiten hinantra 
gen. Jede Zeit hat ihre besonderen Frage 
stellungen. Das in dieser erhabenen Dichtung 
vorhandene und in den drei Ringen des Irdi 
schen, Ueber- und Unterirdischen gelagerte All 
gemeingültige aber ist nicht veraltet. Diese 
Empfindung genügt — mögen Literarhistori 
ker auch zu Einzelheiten Anmerkungen 
machen. Bis heute ist der „Faust" (ohne daß 
die Entwicklung bei ihm stillstehen wird) der 
Deutschen größte Dichtung, die lebendig zu 
machen, sich Theater von Rang und national 
kulturellem Ehrgeiz angelegen sein lassen. 
* 
Die Aufführung des „Faust" durch das 
Nordmark-Landestheater war von guten Gei 
stern gesegnet. Man hatte gekürzt, doch ging 
vom Wesenhaften (das sich restlos nur dem 
sinnenden Leser offenbart) nichts verloren 
Daß man Teile wie den „Prolog im Him 
mel" und die „Walpurgisnacht" spielte, ergab 
sich mit aus der bestimmten Absicht der Regie, I ^rotz aller Beistands- und Bündnisverträge, 
das Zauberische und Sinnberückende des Ge- hie Frankreich im Laufe der letzte» Jahre ab 
reichen war sie von tiefer Innerlichkeit, und 
im Kerker wußte sie den grell flackernden Irr 
sinn glaubhaft vorzuleben. 
Von den Kräften des Nordmark-Landes 
theaters, die alle mit Hingabe bei der Aufgabe 
waren, seien noch genannt: Friedrich 
Janssen, gut in der Maske Wagners, des 
Famulus und „trocknen Schleichers",' Toni 
Clouth-Beyschlag, das schwache Weib 
tum der Nachbarin Marthe echt nachahmend,' 
Ewald A liner, ein wackerer Valentin: 
Oscar Goertz als Schüler, der vom Teufel 
übertölpelt wird: Otti Höcker als drastisch 
sich gebärdende Hexe: Deist, Conds, Dreyer und 
Ziegler, liederliche Kumpane in Auerbachs 
Keller: Erica van D r a a z als Böser Geist im 
Dom. 
* 
Intendant Bruno Schocnfeld hatte das 
Ganze erfolgreich in Szene gesetzt. Die farbi 
gen Volksgruppen hielt er in fließender Be 
wegung. Einzelne Szenen hob er durch unter 
malende Einflechtung einer einfachen Melodie 
Bühnenbildner war Hellmut N ö tz o l d t 
Für die technische Einrichtung zeichnete Max 
Gundernrann, die Beleuchtung Ingenieur 
Paul Addicks, die Inspektion Fritz Hamann 
Daß alles so glatt vonstatten ging trotz Ver 
hinderung unseres ernsthaft erkrankten kundi 
gen Theatermeisters Traugott Fick, ist beson 
derer Erwähnung wert. 
Das Publikum stand viereinhalb Stunden 
lang in der Gewalt der Dichtung und bezeigte 
seinen Dank zum Schluß mit langanhaltendem 
Beifall. Der „Faust"-Abend war geistig un 
überbietbarer Höhepunkt der zu Ende gehen 
den Spielzeit. A. G. 
Reņdsbņrgs Fremdenverkehr 
G. W. In früheren Jahrzehnten waren in 
unserer Stadt Reisegesellschaften noch eine sel 
tene Erscheinung, desgleichen Gruppen- oder 
Gemeinschaftsbesuche, wie wir sie heute durch 
„Kraft durch Freude", durch Reisebüros usw. 
kennen. Durch die Bildung des Reichsaus 
schusses für den Fremdenverkehr und durch 
das Gesetz über den Reichsfremdenverkehrs 
verband wurde der Reichsfremdenverkehrs- 
verband mit seinen 24 Landesverbänden znr 
Körperschaft des öffentlichen Rechts erklärt 
und damit eine abschließende, zusammenfas 
sende und einheitliche Fremdenverkehrswer 
bung erreicht. 
Im Rahmen der neuen Bestimmungen über 
den Reichsfremdenverkehrsverband wird es in 
Deutschland etwa 10000 sog. Fremden 
verkehrsgemeinden geben. Fremden 
verkehrsgemeinden sind nach den gesetzlichen 
Bestimmungen solche Gemeinden, in denen die 
Zahl der Fremdenübernachtungen im Jahre 
regelmäßig ein Viertel der Einwohnerzahl 
übersteigt oder die einen erheblichen Aus 
flugsverkehr haben. Rendsburg muß dem 
nach bei einer Einwohnerzahl von fast 20 000 
im Jahr 6000 Fremdenübernachtungen regel 
mäßig aufweisen, um Fremdenverkehrsge- 
meinde im Sinne des Gesetzes über den Reichs 
fremdenverkehrsverband zu sein. Nach den Er 
hebungen über den Fremdenverkehr hatte 
Rendsburg allein im Sommerhalbjahr 1935 
7218 Fremöenübernachtungen, im Winterhalb 
jahr 1934/35 rund 7200, insgesamt also rund 
14 500 Fremdenübernachtungen in einem Jahr, 
so daß unsere Stadt Fremdenverkehrsgemeinde 
bleiben wird, da sie das erforderliche Viertel 
aufweist. 
Deutscher Junge! 
Warum wirbt das Deutsche Jungvolk in die 
ser Woche? 
Bist du schon einmal dabei gewesen? Beim 
Heimabend, im Lager, auf Fahrt? 
Noch immer nicht hast du verstanden, was es 
heißt, Jungvolkpimpf zu sein: mutig, gerade, 
hart und diszipliniert. 
Bei uns wirst du ein Pimpf, ein Kamerad! 
Als deutscher Junge gibt es nur eins für dich: 
Her zu uns. Wann marschierst du mit im 
Jungvolk? 
* Das Fest der goldenen Hochzeit feierten 
der Bunkermeister Albert Konow und Frau 
am Röhlingsweg. Das Paar ist körperlich und 
geistig von erstaunlicher Rüstigkeit. Der Ehe 
mann steht auch heute noch im Dienst der Fir 
ma Zerssen als Bunkermeister am Kreishafen. 
Zum Fest der Eltern waren alle 5 Kinder, die 
teils zur See fahren, gekommen. Im Lauf des 
Tages hatte sich eine große Zahl Gratulanten 
eingefunden. So überbrachten der Verein der 
Pommern und der hiesige Marineverein mit 
Abordnungen herzliche Glückwünsche. Die Fir 
ma Zerssen hatte des Paares gedacht und die 
Stadt einen Vertreter gesandt. Die Einseg 
nung des Jubelpaares vollzog am Nachmittag 
Pastor Lübbert: er überreichte im Auftrag der 
Kirchengemeinde eine wertvolle Bibel. Im 
Lauf des Abends brachte der kirchliche Posau- 
Lichtbildervortrag im Reichsvertzand deutscher Offiziere 
Frankreichs Land- und Lnftmacht 
schehens, das es schon dem Theaterdirektor im 
«Borspiel auf dem Theater" antut, möglichst 
anschaulich in Erscheinung treten zu lassen. Die 
geistige Linie litt unter dieser technisch-magi 
schen Bemühung nicht. 
Die Handlung war in 19 Bilder hineinge 
baut, die hinwiederum eingespannt waren in 
einen großen Rundbogen, begrenzt von zwei 
kleineren Spitzbögen. Einige Bilder blieben 
skizzenhaft, alle waren jedoch ansprechend im 
Ausdruck und einige hervorragend gelungen, 
b- B. die drei geheimnisvollen flügelbewehrten 
Engel auf hohem Sockel, Auerbachs romanti 
scher Keller und die gespenstische Hexenküche. 
Hinter einem vor der Bühne niederwallenden 
«Zauberschleier" vollzogen sich Wunderdinge 
an Blitz und Rauch und farbigem Dämmer. 
Die neuzeitliche Beleuchtungseinrichtung un 
serer Stadthallenbühne wird den Technikern 
bes Nordmark-Landestheaters zustatten ge 
kommen sein. 
Die Bilder folgten wegen der zweckmäßigen 
Gestaltung des Bühnenrahmens flott aufein 
ander und dienten Wort und Geist des Wer 
kes. 
Den Faust stellte Max Grothusen mit 
bem ganzen künstlerischen Ernst seiner Per 
sönlichkeit dar. Als alter grübelnder Faust, 
ber seine Brust zerwühlte und aufschrie in 
T^ual, war er eindringlicher denn als vcr- 
iüngter. Nicht jeder seiner Sätze war deutlich 
Senug gesprochen. 
Auf den Faust gehört sein Gegenspieler 
Mephistopheles, Begleiter und Verführer, ge 
nannt. Hans Hellmuth Koch (Gast) spielte 
ihn vermenschlicht: als verstandeskalten Welt 
mann und geputzten Galan, dazu als hämi 
schen Schalk von Urtrieb. Diese Darstellung 
Mar hohe Klasse, und an der mustergültigen 
Aussprache hatte man seine helle Freude. 
Wohl von jedem ins Herz geschlossen wurde 
Glselotte Hidüemann (ebenfalls Gast) als 
Gleichen. Blond, hold und ach! so jung, kam 
«e daher, Im Gebet vor der Schmerzens- 
geschlossen hat, trotz der gewaltigen Befesti 
gungslinie an seiner Ostgrenze und trotz seines 
Heeres und seiner großen Reserven wollen 
seine Rufe nach Sicherheit nicht verstummen. 
Man möchte fast versucht sein zu glauben, daß 
Frankreich Grund hätte, sich militärisch schwach 
und unterlegen zu fühlen. Wie ist es in Wirk 
lichkeit? Auf diese Frage gab ein Vortrag 
gründlich Auskunft, den Oberstleutnant a. D. 
Boehm-Tettelbach am Donnerstagabend im 
Reichsverband deutscher Offiziere hielt. Der 
Redner gab an Hand von Lichtbildern zunächst 
einen Ueberblick über die großen militärischen 
Streitkräftc Frankreichs und ihre Gliederung. 
Die aktive Heeresstärke beträgt 640 000 Mann, 
darunter befinden sich 120 000 langdienende 
Soldaten. Das Heer selbst gliedert sich in ein 
Deckungsheer, worunter man sich eine Stoß 
armee vorzustellen hat, und das Volksheer. Die 
Stoßarmee, deren friedensmäßige Stärke etwa 
160 000 Mann umfaßt, ist weitgehend motori 
siert und mechanisiert, kann in drei bis vier 
Tagen, ohne daß ein Beschluß des Parlaments 
erforderlich ist, auf 1,5 Million Mann gebracht 
werden, die dann hinter der gewaltigen Be 
festigungslinie an der französischen Ostgrenze 
zum Angriff bereitstehen. Die weitgehende 
Motorisierung des französischen Heeres und 
das hochentwickelte Bahnnetz gestatten jeder 
zeit schnellste Verstärkung dieser Truppen um 
somehr, als in den seitlich und in Richtung auf 
das Landesinnere anschließenden Wehrkreisen 
die Truppen bereits im Frieden ungleich stär 
ker massiert sind als im Westen und Südwesten 
Frankreichs. 
Die französischen Ostbefestigungen sind mit 
großen Mitteln so stark ausgebaut, daß es un 
möglich sein dürste, sie zu durchbrechen. Sie sind 
zum größten Teil unterirdisch angelegt, mit 
zahlreichen gepanzerten Befestigungsanlagen 
versehen und mit allen Mitteln neuzeitlicher 
Festungsbaukunst so angelegt, daß sie nicht so 
bald veralten. Sie reichen von der italienischen 
Grenze bis an die Nordsee. Die Geschütze dieser 
Befestigungen reichen weit in deutsches Land 
hinein. 
Es ist ein Festungsgürtel, der in der Welt 
in seiner Stärke und Ausdehnung einzig da 
steht, und der nach dem Urteil französischer 
und anderer anländischer Fachleute Frankreich 
volle Sicherheit bietet. An Truppenverbänden 
liegen in nächster Nähe der deutschen Grenze: 
rd. 90—100 Jnf.-Batl., von denen ein großer 
Teil motorisiert ist, rd. 9—10 Kampfwagen- 
Batl., rd. 10 Kav.-Rtg., teils beritten, teils 
mcch. mit den zugehörigen Panzerwagen- und 
Kraftradschützen-Abteilungen, rd. 100 Art.-Abt., 
wozu noch die zahlreichen fest eingebauten 
Batterien des Befestigungssystems und die in 
den Arsenalen ruhenden Reservebestände kom 
men. 
Der Vortragende kam dann auf die franzö 
sische Luftwaffe zu sprechen, die er für die 
st ä r k st e der Welt hält, und deren Stärke 
er auf 5000 bis 6000 Flugzeuge ohne die Re 
serven schätzt. Besonders zahlreich sind die 
großen Bombenflugzeuge. Auch mit seiner 
Tankwaffe steht Frankreich an führender Stelle 
So ist das französische Heer, das nach den Er 
fahrungen des Krieges seiner moralischen 
Qualität nach dem deutschen am nächsten 
kommt, in jeder Beziehung ausgezeichnet aus 
gerüstet. Das wird auch durch den Umstand 
bewiesen, daß im französischen Heereshaushalt 
für 1934 rd. 17 Milliarden Franken eingesetzt 
waren, dafür für 1935 rd. 19 Milliarden zur 
Verfügung standen und daß im Rechnungsjahr 
1936 eine weitere Steigerung erfolgen wird. 
Wenn man bedenkt, daß Frankreich eine so 
treffliche Armee mit einer außerordentlich gu 
ten Ausrüstung, die meisten und besten Tanks 
die größte Luftflotte, eine schnelle und einsatz 
bereite Stoßarmee, sowie ein unüberwindliches 
Festungssystem an seiner Ostgrenze besitzt, so 
steht man seinem ständigen Ruf nach Sicherheit 
völlig verständnislos gegenüber. Aber es gil 
auch heute noch das Wort Clausewitz' von 1830, 
daß Frankreich immer, wenn es von Sicherhei 
redet, nicht die Sicherheit seines Staates, son 
dein die Sicherheit seiner Vorherrschaft meint 
Der außerordentlich interessante Vortrag, 
der durch zahlreiche aufschlußreiche Lichtbilder 
' ergänzt wurde^ (and starken .Beifall, ü 
Frühjahrsarbeiten beim Kanuklub 
an der Obereider. 
Allfn.: Ode, Rendsburg. 
neuchor unter Leitung Bergmanns, dem Ju 
belpaar ein Ständchen. Bis spät in die Nacht 
hinein blieb das Jubelpaar fröhlich mit den 
Gästen zusammen. 
> Seinen 88. Geburtstag begeht am 20. 
April der Rentner Jürgen Struck, wohnhaft 
Lilienstraße 6. Krankheit und die Beschwerden 
des Alters machen sich bei ihm sehr bemerkbar. 
Für sein Alter hatte er gesorgt und gespart — 
aber die böse Inflation! Gefangenentranspor 
teur, Wächter, Laternenanzünder, das sind 
seine Stationen an seinem Lebensweg. Biele 
Rendsburger werden sich seiner als eines flei 
ßigen und hilfsbereiten Mannes erinnern. 
* Auf eine 25jährigc Tätigkeit bei der Fir 
ma I. D. Sievers, Rendsburg, Hohe Straße 
18/19, blickt am Sonntag, dem 19. April, der 
Prokurist Richard Rehder zurück. Er ist aus 
Hohenwestedt gebürtig und am 19. April 1911 
bei der Firma Sievers als Lehrling eingetre 
ten. Bis auf die Kricgsjahre war er unun 
terbrochen bei der Firma tätig. 
* Schisfsbewegungen der Reederei Zerssen 
u. Co., Rendsburg-Kiel. D. „Arnis" am 16. 
April in Rouen angekommen. 
Jubilare der Earlshütte 
Büdclsdorf, 18. April. Am 19. April, im 
109. Jahre des Bestehens des Werkes, können 
32 Mitarbeiter ein Arbeitsjubiläum begehen. 
50 Jahre ist dann auf der Hütte der Former 
Ernst Sieh. — 45 Jahre arbeiten: Maschinen 
bauer August Herrmann, Former Eggert Hinz, 
Morgoü: MMàiî Otto Riedel 
8.15 Uhr In der Aufbauschte (Rendsburger Trio) 
Schlosser Paul Kristkautz, Former Johannes 
Timm (Leiter der Hüttenkapelle) und For 
mer Detlef Schröder. — 40 Jahre sind 
tätig: Modellformer Karl Ernst, Handformer 
Ferdinand Höling, Maschinenformer Hermann 
Steffensen, Schlosser Hinrich Struve, Schlosser 
meister Wessel Hoffmann, Gießereiarbeiter 
Friedrich Mustien, Kaufmann Johannes 
Ahrens, Kaufmann Karl Schröder, Kaufmann 
Peter Burghardt und Kaufmann Wilhelm 
Larssen. — 25 Jahre tun ihre Pflicht: Platz 
arbeiter Max Bendixen, Maschinenformer 
Jürgen Delfs, Maschinenformer Johannes Ha 
mann, Handformer Carl Henning, Schlosser 
Hinrich Kelling, Wannenformer Jürgen Koll, 
Wannenformer Jürgen Kuhr, Zimmerer Jo 
hannes Lorenzen, Schlosser Fritz Nadolny, Ma 
schinenformer Heinrich Naujokat, Schlosser Jo 
hannes Möller, Zimmerer August Petersen, 
Wannenformer Heinrich Rennekamp, Handfvr- 
mer Peter Sieck, Maschinenformer Hans Wieck 
und Zimmerer Hans Wieck. 
Dem Jubilar mit 60 Arbeitsjahren wurde 
heute vormittag beim überlieferten Hüttensest 
eine vom Führer und Reichskanzler unter 
schriebene Urkunde überreicht. Die Jubilare 
mit 45 und 40 Arbeitsjahren empfingen Ur 
kunden der Industrie- und Handelskammer 
Altona, die Jubilare mit 25 Arbeitsjahren 
das seinerzeit vom Gründer der Hütte, Holler, 
zur bleibenden Erinnerung an den Hüttentag 
(19. 4.) gestiftete Diplom. Außerdem wurde, 
wie von jeher üblich, den Jubilaren mit 50 
und 25 Arbeitsjahren seitens der Hütte eine 
besondere Freude zuteil. 
* « .• 
Die „Hüttenglocke" läutet zu Ehren der Ju. 
bilare an anderer Stelle der Zeitung Petei 
Schmelzkopf.
	        
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