Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

Schleswig-Holsteinischer Wirtschaftsdienst 
Steuerfragen 
Säumniszuschlag ab 1. 8. 36 bereits von 60 MJt 
an. — Erweiterte Zuständigkeit der Finanzämter 
zur Beitreibung von Beiträgen, Gebühren- und 
Ordnungsstrafen. — Pflegekind und Einkommen 
steuerentlastung. 
Von der Erhebung des Säumniszuschlags wurde 
nach der bisherigen Regelung bei Steuern des 
Reichs, der Länder, der Gemeinden und der Ge- 
meinöeverbände dann abgesehen, wenn der Steuer 
betrag, der der Berechnung des Säumniszuschlags 
zugrunde zu legen ist, wenrger als 160 MJl bei der 
selben Steuerart betrug. Diese bisher geltende 
Wertgrenze von 100 MM wird für die Zeit ab 
1. Mai 1936 auf 50 MM herabgesetzt. Von der Er 
hebung des Säumniszuschlags wird ferner abgese 
hen, wenn der der Berechnung zugrunde zu legende 
rückständige Steuerbetrag 50 MM oder mehr be 
trägt, jedoch entrichtet wird, bevor wegen des Rück 
standes gemahnt oder öffentlich erinnert worden ist. 
Der rückständige Betrag ist vor der Mahnung ent 
richtet, wenn er gezahlt wird: a) vor der münd 
lichen Mahnung des Vollziehungsbeamten, b) vor 
Aufgabe der Mahnung zur Post, c) am Tage der öf 
fentlichen Mahnung durch Säulenanschlag oder Zei 
tungsnotiz, d) am ersten Werktag nach Fälligkeit, 
wenn die öffentliche Erinnerung am Fälligkeitstag 
oder kurz zuvor bckanntgemacht worden ist. Der 
Säumniszuschlag kann trotz Vorliegens der Vor 
aussetzungen erhoben werden, wenn es sich um 
Steuerschuldner handelt, die mehrfach mit Steuer 
beträgen böswillig im Rückstand geblieben sind. — 
Ten Finanzämtern sind in einer Reihe von weite 
ren Fällen Zuständigkeiten auf dem Gebiete 
der Beitreibung 
von Gebühren, Ordnungsstrafen, Beiträgen usw. 
übertragen. Der Minister gibt eine Zusammenstel 
lung über den neuen Umfang der Zuständigkeiten 
und bemerkt, daß die zu Amtshilfeersuchen an die 
Finanzämter ermächtigten Dienststellen Anweisung 
erhalten haben, die Finanzämter erst dann um Bei 
treibung zu ersuchen, wenn die geschuldeten Beträge 
auch nach erfolgter Mahnung oder im Wege deS 
Postnachnahmeverfahrens nicht eingegangen sind. 
Nach der neuen Zusammenstellung sind die Finanz 
ämter für die Beitreibung von Beiträgen, Gebüh 
ren und Ordnungsstrafen u. a. zuständig im Rah 
men der Verordnungen über den Zusammenschluß 
der Roggen- und Weizenmühlen, der Durchführung 
des Lichtspielgesetzes, den Zusammenschluß der deut 
schen Milchwirtschaft, die Regelung des Eiermark 
tes, aber auch hinsichtlich der im Rahmen des Ge 
setzes über die Heimarbeit von den Treuhändern 
der Arbeit verhängten Verzugsbußen. Außerdem 
stehen die Finanzämter zur Verfügung Sei Beitrei 
bungen von Ordnungsstrafen auf Grund der Ver 
ordnungen zur Regelung des Verkehrs mit 
Schlachtvieh, zur Ordnung der Getreidewirtschaft, 
des Reichsnährstandes, über den Zusammenschluß 
der Margarine- und Kunstspeisesett-Jndustrie, über 
Preise für unedle Metalle, zur Durchführung des 
Reichskulturkammergesetzes, zur Durchführung des 
Reichsgesetzes über das Kreditwesen, zur Durch 
führung des Anleihestockgesetzes, über den Zusam 
menschluß der deutschen Gartenbauwirtschaft, über 
die Ausführung des Reichsjagdgesetzes, über den 
Zusammenschluß der Fischwirtschaft, der Kartoffel 
wirtschaft, der Brauwirtschaft, der Süßwarenwirt 
schaft, über das Gesetz zur Förderung der Energie 
wirtschaft usw. Insgesamt leisten die deutschen Fi 
nanzämter augenblicklich für 42 verschiedene, zu 
meist berufsständische Gliederungen Hilfe in der 
Beitreibung der Gebühren, Ordnungsstrafen und 
Beiträge. —Die Tatsache, daß die Unterschiede in der 
Eiukommenstenerbelastnng 
je nach dem Familienstand recht bedeutend sind, hat 
hier und da zu dem Bestreben geführt, steuerliche 
Erleichterungen dadurch zu erhalten, daß entweder 
dasselbe Kind oder auch verschiedene Kinder im 
Laufe eines Jahres bis zu einer Gesamtzahl von 
etwas über vier Monaten in den Haushalt als Fe 
rienkind aufgenommen werden. Dieses Ferienkind 
wollte man dann als Pflegekind im Sinne der ge 
setzlichen Bestimmungen angesehen wissen, den eige 
nen Kindern zuzählen und die gesetzliche Kinder 
ermäßigung dafür verlangen. Die „Deutsche Steuer- 
Zeitung" weist darauf hin, daß dieses Verfahren 
nicht gebilligt werden könne. Unter einem Pflege 
kind im Sinne des Gesetzes und nach der Auffassung 
des täglichen Lebens werde ein Kind nur dann an 
zusehen sein, wenn es mit Aussicht auf längere 
Dauer in den Haushalt aufgenommen werde, um 
wie ein eigenes Kind behandelt zu werden. Bei Fe 
rienkindern und Kindern, die durch die NSV. zuge 
wiesen werden, treffe diese Voraussetzung nicht zu. 
Selbst wenn der Aufenthalt solcher Ferienkiuder 
über vier Monate dauere, könne eine Steuerermä 
ßigung hierauf nicht begründet werden. 
Die Textil-Eînzelhandeļsumfätze 
lagen im Februar 1936 14,6 v. H. höher als im 
Februar 1935, die Zahl der bedienten Kunden um 
10 v. H. höher. Die kleinsten Geschäfte mit einem 
Jahresumsatz bis 26 000 'MM weisen überdurch 
schnittliche Umsatzergebnisse auf, die Betriebe mit 
einem Jahresumsatz von 25 000 bis 50 000 MM 
lagen unter dem Gesamtdurchschnitt. Am günstig 
sten haben die Mittelbetriebe mit einem Jahresum 
satz von 125 000—150 000 MM abgeschnitten. Aller 
dings lagen auch die Umsätze der Großbetriebe über 
dem Durchschnitt. Die Umsatzerhöhungen für die 
Fachgeschäfte für Herren- und Knabenkleidung, 
Bettwaren, Herrenhüte und -mützen sowie Tep 
piche, Möbelstoffe und Gardinen lagen 18—19,5 
v. H. höher als im Vorjahr. Auch die Umsätze der 
ländlichen Gemischtwarengeschäfte sowie der Fach 
geschäfte für Herrenausstattungen lagen über dem 
Durchschnitt. Ungünstiger verlief die Entwicklung 
der Fachgeschäfte für Damen- und Mädchenklei- 
öung, der Fachgeschäfte für Korsettwaren und der 
Handarbeitsgeschäfte. 
Von den verschiedenen Wirtschaftsgebieten haben 
Bayern und Württemberg am günstigsten abge 
schnitten. Auch in der Provinz Sachsen, in Schles 
wig-Holstein, in Mecklenburg, Pommern, Grenz 
mark und in Baden verlief die Umsatzentwicklung 
günstiger als im übrigen Reich. Von den gesondert 
erfaßten Städten standen Bielefeld, Halle, Königs 
berg und Magdeburg an erster Stelle. 
Die Lasten der öffentliche» Fürsorge 
haben sich gegenüber dem ersten Vierteljahr 1983 
um etwa 53 vH. vermindert. Die lausenden Bar 
unterstützungen nur für die Arbeitslosen ermäßig 
ten sich um fast 80 vH. 
Die 3«nuug für das Herrenschueider-Havdwerk 
Bank»» 
Reichsdank 
DD.-Bairk 
£>«stm. «ant 
Beretnsbant 
Westh. »ant 
Schl.-H. Bank 
17.4. 16 4 
182 50 185 75 
88 75 89 00 
92.75 93 25 
111.50 112 50 
120 00 120.00 
69.50 69 50 
Jnduftr.-Akt. 17 4 15.4 
Berteyrr-Akt. 
tzdg. Hochbahn 89 50 90 00 
Dtsch.-Ostafriko 32 00 33 00 
Hapag 14.75 14.75 
Hbg.-Elidamer. 27.00 26.75 
Bord». Lloyd 16.00 16 OO 
Woerm-.Linie 34 00 32 00 
ÄUg. Et.-G. 
Breitend, gem 
Eldschl.-Br. 
Holsten-Br. 
Hary. Bgd.-D 
Schultert. LH 
Älsen-Tem. 
Siemens 
HSW. 
Deutsche Erdöl 
ID..Faiben 
Reudesitz 
Ältdesitz 
35.00 
156 00 
144.00 
ìoaoo 
125.00 
137 50 
183.75 
136.00 
116.00 
163.00 
19.00 
3475 
156.00 
144.00 
105 06 
125.00 
138 50 
183 50 
138.00 
117.62 
164.00 
19 00 
107.50 
Amtliche Währungskurse. 17.4. 16 4. 
1 Pfund Sterling ....... 12.285 12.285 
1 Dollar 2.486 2.486 
ION ban. Kr , . . 54 86 54.86 
ion frans. Frank. 16.385 16.385 
Peseta . ........ 33 94 33 94 
Lira 1968 1968 
tOhne Gewähr!) Geldkurs 
Metall. Elektrolptkupfer per 10» Kg. 17 4 16. 4. 
prompt cts Hbg. od. Brem. Rotterd. 53 00 52.50 
Hamburg, 15. April. Dem Schweinemarkt waren 
mit 7878 Schweinen plus 692 Beobachtungstieren 
rund 1000 Tiere weniger zugeführt als auf dem 
gleichen Markt vor Ostern. Qualität mittel, im 
ganzen schwächer als vor dem Fest. Ostergeschäft 
sehr gut. Schweine anteilsmäßig zugeteilt. Am 
Külbermarkt brachte die geringe Zufuhr von 787 
Kälbern und 15 Beobachtungstieren, zusammen 
802, ein sehr flottes Geschäft. Für die mittleren 
Qualitäten wurden 1—2 MM mehr notiert, während 
für Spitzentiere und Kälber geringerer Qualität 
die alten Preise gezahlt wurden. Markt bes. durch 
die größeren Käufe des hiesigen Versandhandels 
frühzeitig geräumt. 
Hademarschener Marktbericht vom 17. April 
Angeliefert 30 Ferkel. Preis 70—75 Pfg. Je nach 
Qualität über und unter Notiz. — 86 Schweine zu 
270 Pfund pro Stück für das Saargebiet versandt. 
für den Kreis Rendsburg tagte am 15. April im 
Conventgarten unter dem Vorsitz des Obermeisters 
Gloy. Bezirksinnungsmeister Hendorf-Hamburg 
sprach über die Handiverkergesetze, die allgemeine 
Lage im Schneiöerhandwerk, Lieferungsarbeiten 
und insbesondere über Fragen, die heute jeden in 
der Zivilschneiderei tätigen Kollegen unbedingt in 
teressieren müssen, sowie über das kommende Güte 
zeichen. — Die Lehrlinge Bruno Erhardt, Lehrmei 
ster Gloy, und Willy Krabbenhöft, Lehrmeister 
Steen, haben am 14. d. M. die Gesellenprüfung 
mit „Gut" bestanden und werden zu Gesellen ge 
sprochen. Dem Lehrling Otto Staack, Lehrmeister 
Gloy, wurde für hervorragende Leistung im Be 
rufswettkampf eine Urkunde überreicht. Der Haus 
haltsplan 1936-37 erweist in Einnahme und Aus 
gabe 3097,45 MM. Die vom stellv. Kreishanöwerks- 
meister Lohmeyer vorgenommene Abstimmung zur 
Vertrauensfrage ergab von sämtlichen anwesenden 
59 Mitgliedern ein Ja. Dr. Feddersen sprach kurz 
über die bevorstehende Leistungsschau und Hand 
werkertagung. 
Periodische LehrlingszLhlung 
im Handwerk 
Der Reichsstand des Deutschen Handwerks hat 
die Handwerks- und Gewerbekammern mit einer 
Lehrlingszählung beauftragt. Die Kammern sollen 
zunächst mit dem 31. 12. 1935 als Stichtag die Zahl 
der Lehrlinge in den einzelnen Handwerkszweigen 
feststellen. Grundlage hierfür sind die Lehrlings 
rollen und die Feststellungen der Innungen. Diese 
Lehrlingszählung soll jedes Halbjahr, und zwar 
jeweils für den 30. Juni und den 31. Dezember, 
wiederholt werden. Bei der ersten Zählung soll er 
mittelt werden, in wieviel Handwerksbetrieben die 
Inhaber die Berechtigung haben, Lehrlinge anzu 
leiten. — Desgleichen läßt der Reichsstand durch 
die Handwerks- und Gewerbekammern neuerdings 
fortlaufend feststellen, wieviel Handwerksbetriebe 
in den einzelnen Handwerkszweigen hinzugekom 
men oder gestrichen sind. 
Gastankstellen ohne Kompressoren 
Im Interesse der Förderung der heimischen 
Treibstoffversorgung ist soeben eine ministerielle 
Sondergenehmigung erteilt worden, die wohl dazu 
führen wird, daß jetzt der Ausbau eines Gastank 
stellennetzes auf wirtschaftliche Weise durchgeführt 
werden kann. Bei der bisher bekannten Bauweise 
stellten sich dem Ausbau eines Gastankstellennetzes 
vor allem dadurch Schwierigkeiten entgegen, daß der 
Bau der Tankstellen abhängig ivar von bereits lie 
genden Gasleitungen. Weiterhin war für jede ein 
zelne Gastankstelle ein recht erhebliches Kapital zu 
investieren, da leistungsfähige Kompressorenanlagen 
eingebaut werden mußten, die das Gas aus der 
Leitung in in der Erde ruhenden Speicherbehälter 
zu drücken hatten. — Jetzt ist durch die ministerielle 
Sondergenehmigung der Bau fahrbarer Speicher 
batterien mit nahtlosen Hochdruck-Gasbehältern ge 
stattet ivorden. Eine solche Speicherbatterie besteht 
aus zehn Behältern, die auf einem transportablen 
Holzgestell lagern. Jeder Behälter faßt etwa 235 
Liter — 82 Normalkubikmeter Gas. Jeweils zwei 
Batterien werden auf einem Wagen befördert, so 
daß insgesamt 1640 Normalkubikmeter Gas gefah 
ren werden können. Jede Tankstelle wird zunächst 
mit vier Treibgasbatterien versorgt. Sind zwei 
Batterien leer und die nächsten beiden eben ange 
schlossen, so bringt ein Lastwagen zivei neugefüllte 
Batterien an und wechselt sie gegen die leeren aus. 
Dringlichkeitsbescheinigunge« für 
Auslandsreise« 
Als öffentlich-rechtliche Berufsvertretungen find 
zur Ausstellung von Dringlichkeitsbescheinigungen 
für Geschäftsreisen zugelassen: a) die Industrie- und 
Handelskammern, und zwar allgemein, nicht nur 
unter Beschränkung auf ihre Mitglieder,- b) die 
Handwerkskammern) c) die Rechtsanwaltskam 
mern,' df folgende Stellen aus dem Bereich der 
Reichskulturkammer: Reichskammer der bildenden 
Künste, Reichsfilmkammer, Reichsmusikkammer, „ 
Reichspressekammer, Reichsschrifttumskammer, 
Reichstheaterkammer, sämtlich in Berlin. Die den 
Ortspolizeibehöröen erteilten Richtlinien finden 
sinngemäß Verwendung. 
Braunkohle als Grundstoff heimischer 
Leichttreibftoffe 
Auf der Technischen Tagung des mitteldeutschen 
Braunkohlenbergbaus sprach der Vorsitzende des 
Deutschen Vraunkohlen-Jndustrie-Vereins, Gene 
raldirektor Heubel, Annahütte. Er wies darauf hin, 
baß die im Oktober 1934 gegründete Braunkohle- 
Benzin AG. drei Produktionsanlagen errichte, die 
bereits teilweise den Betrieb aufgenommen hätten 
und nach ihrer Fertigstellung namhafte Mengen 
Benzin liefern würden. Daneben sei die vom 
Leunawerk betriebene Benzingewinnungsanlage zu 
ermähnen, die gleichfalls auf der Basis der Braun 
kohle errichtet worden sei. Auch die Erhöhung Ser 
Herstellung von Vrannkohlcndieselölcn werde mit 
allem Nachdruck betrieben. Die geplanten und im 
Vau begriffenen Anlagen dazu würden im laufen 
den Jahre eine beachtliche Vermehrung der deut- , 
scheu Erzeugung bringen. Durch dieses Treibstoff 
programm sei dem deutschen Braunkohlenbergbau 
eine außerordentliche finanzielle Belastung erwach 
sen, da neben den für die Braunkohle-Benzin AG. 
aufzubringenden Mitteln weitere sehr erhebliche 
Mittel zur Errichtung und Erweiterung von Anla 
gen zur Herstellung von Schwelteer und Dieselölen 
notwendig seien. 
Einheitliche Rundholzvermeffung und 
Holzsortenbildung 
Eine neue Verordnung des Reichsforstmeisters 
bringt Vorschriften über die einheitliche Messung 
und Sortenbilbung des Rundholzes. Damit fallen 
die bis jetzt geltenden nach Ländern verschieden 
artigen Vorschriften und Gebräuche fort. Der neuen 
Verordnung kommt insofern eine besondere Bedeu 
tung zu, als sie auch für den Gemeinde- und Prt- 
vatwald bindend ist. Aus den einzelnen Bestim 
mungen sei hervorgehoben, daß nunmehr Bezeich- 
ttungen wie Langholz, Abschnitte usw. allgemein 
gültig festgelegt sind. Sämtliches Rundholz wird in 
Zukunft in ganz Deutschland ohne Rinde vermes 
sen. Die Verordnung bringt weiterhin für die Holz 
güteklassen einen festeren Rahmen, soweit dies bei 
dem unterschiedlichen Rohstoff Holz möglich ist. Gru 
benholz, Papierholz und Schwellenholz sind als 
wichtigste Gebrauchsklassen besonders ausgeschieden 
und nach Ausmaßen und Beschaffenheit besonders 
festgelegt. Darüber hinaus werden noch eine ganze 
Reihe von Einzelvorschriften festgelegt, die für den 
Holzhandel von Bedeutung sind. 
Saatenstand Anfang April. 
Reg.-Bez. Schleswig: Winterroggen 2,6, Winter 
weizen 2,7, Wintergerste 2,6, Winterraps 2,8, Klee 
2,6, Luzerne 2,6, Wiesen ohne Bewässerung 2,9. 
Viehweiden 2,8. 
Hamburger Börse 
Amtliche Notierung in MJl für 100 MM Nennwert 
'Ohne Gemdär 
Handel und Wandel 
Nenmünsteraner Ferkelmarkt vom 17. April 
Auftrieb 183. Preise: bis 25 Pfd. 72—78 Pfg., bis 
85 Pfd. 66—72 Pfg. und bis 40 Pfd. 63—66 Pfg. 
Handel mittel. 
Heider Ferkelmarkt vom 18. April 
Auftrieb: 321. Preise: 16—18, 18—20, 20—22, 
49—54, 43—51. Handel mittelmäßig. Markt fast ge 
räumt. 
Lübeck, 15. April. Zufuhren bei Schiveinen um 
etwa 60 Tiere niedriger als in der Vorwoche. 
Durchschnittsqualität gut. 140 Kälber weniger zu 
geführt als am Vormarkt. Der Auftrieb zeigte 
prozentual nur wenig gute Kälber. Trotzdem der 
Bedarf nicht ganz gedeckt werden konnte, mußten 
die Preise infolge der geringeren Qualität in allen 
Klassen um 1—2 MM nachgeben. Bei regem Han 
del ausverkauft. Die zum Verkauf gestellten Schafe 
waren von unterschiedlicher Qualität. Eine Preis- 
notierung fand bei dem geringen Auftrieb nicht 
statt. Markt langsam geräumt. 
Hamburger Märkte verschoben am 1. 5. 
Hamburg, 17. April. 4843 Schweine, 66 Beobach 
tungstiere, rund 1300 Stück weniger als auf dem 
vorhergegangenen Freitagsmarkt. Qualität besser 
als auf letztem Dienstagmarkt. Schnell geräumt. 
Anläßlich des Nationalen Feiertages am 1. Mai 
wird der Rinder- und Schafmarkt am Donnerstag, 
dem 30. 4., auf Mittwoch, den 29. 4., verlegt. Der 
Schweinemarkt am 1. 6. findet am Donnerstag, dem 
30. 4.,"statt. Gleichfalls wird die Fleischmarktnotie 
rung nicht am Freitag, dem 1. 5., sondern bereits 
Donnerstag, den 30. 4., statfinöen. 
Kiel, 16. April. Schweine waren von guter Be 
schaffenheit. Rinder qualitativ mittel. Die a- und 
b-Tiere wurden verteilt. Preise unverändert. Käl 
bergeschäft trotz des geringen Auftriebs ruhig. Der 
Markt wurde bei nachgebender Notiz geräumt. 
Lübeck, 16. April. 76 Rinder fdavon 6 Ochsen, 12 
Bullen, 52 Kühe, 6 Färsen). Beschickung an Bullen 
größer, Durchschnittsqualität schlechter. Durch den 
geringen Auftrieb konnten bei Berücksichtigung aller 
Klassen nur etwa 30 Proz. verteilt werden. Der 
Verkauf erfolgte zu den vorgeschriebenen Preisen. 
Neue Oelkuchenznteilungen in Hamburg. 
Die letzte Verichtswoche verlief erwartungsge 
mäß sehr ruhig. Wenn auch eine überwiegend kalte 
Witterung vorherrschend war und teilweise Nacht 
fröste auftraten, so wirkte sich dieses kaum aus, zu 
mal mit der siebenten Zuteilung in Oelkuchen be 
gonnen wurde. So kamen zunächst für die Kurmark 
Oelkuchenbezugsscheine zur Ausgabe, während an 
dere Bezirke demnächst folgen sollen. Oelkuchen- 
mischfutter war nicht mehr in dem Umfange ge 
fragt wie bisher. Selbst hochprozentige Milchlei 
stungsmischfutter waren in einigen Bezirken schwe 
rer abzusetzen, so daß andere, die weniger gut ver 
sorgt waren, besser als vor kurzem beliefert wer 
den konnten. Hinzu kam, daß das Angebot in die 
sem Mischfutter reichlicher geworden ist. Schweine 
mastfutter mit Eiweißfutterzusatz ivar gefragt, 
während solches ohne Eiweißfutterzusatz weniger 
Interesse fand. Melassemischfutter wurde kaum be 
achtet. — Kleie nach wie vor rege gefragt, Material 
war jedoch recht wenig im Markte. Kleienachpro- 
dukte lagen zunächst sehr ruhig. 
Berliner Vichmarkt vom 17. April. 
1828 Rinder, Qualität gut mittel, Markt glatt, war 
nicht zu verwundern. — Am Kälbermarkt 2101 Stück, 
die Gesamtqualität nicht so gut. Preise erfuhren leichten 
Aufstieg. — Auf dem Hammelmarkt 4221 Stück. Das 
etwas zu knappe Angebot stärkte die Nachfrage. ES wur 
den die guten Posten flott zu leicht ansteigenden Preisen 
gehandelt. Auch die geringeren Qualitäten fanden besser 
Absatz. Qualität geringer als am Mittwoch. — 10 694 
Schweine. Den Käufern war ein größerer Anteil als am 
Mittwoch zugewiesen worden, was viele veranlaßte, sich 
schnell die passenden Posten zu sichern. Recht flotte Ver 
teilung, Geschäftsgang nur von kurzer Dauer. 
Landwirtschaftliche Schuldenregelung 
Vermehrung der Auszahlungstermine. 
Wie in einem Rundschreiben der Deutschen Ren 
tenbank-Kreditanstalt an die Entschuldungsstellen 
ausgeführt wird, werden die Auszahlungen für 
landwirtschaftliche Kleinbetriebe ab 1. Juli 1936 
monatlich erfolgen. Die Entschuldung der Klein 
betriebe hat sich als wesentlich einfacher als die der 
Groß- und Mittelbetriebe herausgestellt, so daß 
gleichzeitig eine Beschleunigung bei der bankmäßi 
gen Abwicklung erfolgen kann. 
Betr.: Erzeugerpreis für inländische Hühnereier 
vom 4. April 1988. 
Ab 8. 4. 1936 wird für den Aufkauf von unge- 
kcnnzeichncten Hühnereiern beim Erzeuger durch 
Wiederverkäufer für das Gebiet des Eierwirtschasts- 
verbandes Schleswig-Holstein ein Festpreis von 
1,29 MM je Kilo festgesetzt. Die Preise verstehen sich 
ab Hos des Erzeugers. Der stückweise Aufkauf ist 
nicht gestattet! Der festgesetzte Erzeugerfestpreis 
darf weder unterboten noch überschritten werden. 
Gleichzeitig wird der Erzeugerminöest- und -Höchst 
preis mit dem Ablauf des 7. April 1936 außer 
Kraft gesetzt. 
Höhere Bacon-Anssuhr 
Nach Meldungen aus London ist infolge der un 
genügenden englischen Bacon-Produktion das 
dänische Bacon-Kontingent um 32 000 Cwr. erhöht 
worden. Während bisher wöchentlich etwa 63 000 
Cwt. dänische Bacons nach England ausgeführt 
wurden, soll das Kontingent in der Zeit vom 1. Mai 
bis 31. August 65 000 Cwt. in der Woche betragen. 
Rendsburger Wochenmarkt 
am Sonnabend, dem 11. April 1838 
fPreise zwischen 9 und 10 Uhr. Ohne Gewähr!) 
Rindfleisch Pfd. 85—180 
Schweines!. Pfd. 85—110 
Flomen Psd- 95 
Eer.hies.Speck Pfd. 1,0 
Kalbfleisch Psd. 90-180 
Wurst Pfd. 80-150 
Legehühner Etck. 250-300 
Schlachthühner 200-300 
Tauben Stck. 70 - 80 
Kaninchen Stck. 100 — 300 
Pfd. 150—160 
Pfd. 70—110 
Stck. 8 
Pfd 110—120 
Kartoffeln Ztr. 350—400 
Blumenkohl Stck. 35 
Rosenkohl Pfd. 35 
Rotkohl .. 15—20 
Suppenkraut Bd. 15 
Steckrüben 10—35 
Rote Beete Pfd. 10 
Schwarzwurzeln 25 
Rhabarber Bd. 40 
Salat Kopf 30 
Beschickung und 
Meiereibutt. 
Käse 
Eier 
Honig 
Spinat 
Zwiebeln Pfd. 
Schalotten Pfd. 
Wurz..rote 2 .. 
Sellerie Stück 
Aepset . Pfd. 
Tomaten Pfd. 
Weintrauben Pfd. 
Zitronen Stück 
Apfelsinen St. 
Bananen Pfd. 
Fische: 
Aal 
Dorsch 
Heringe 
Butt 
Hecht 
Makrelen 
Pfd. 
Pfd. 
Pfd. 
Pfd. 
Pfd. 
45 
10 
15 
15 
10-30 
15- 40 
40-50 
50 
5 
3-10 
30 
60-100 
30 
15-20 
40 
60 
30 
Feuerung: 
Torf, Fuder, 
ca. 8 Ztr. 
Holz Ztr. 
Handel mäßig 
700 
100
	        
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