Schleswig-Holsteinischer Wirtschaftsdienst
Steuerfragen
Säumniszuschlag ab 1. 8. 36 bereits von 60 MJt
an. — Erweiterte Zuständigkeit der Finanzämter
zur Beitreibung von Beiträgen, Gebühren- und
Ordnungsstrafen. — Pflegekind und Einkommen
steuerentlastung.
Von der Erhebung des Säumniszuschlags wurde
nach der bisherigen Regelung bei Steuern des
Reichs, der Länder, der Gemeinden und der Ge-
meinöeverbände dann abgesehen, wenn der Steuer
betrag, der der Berechnung des Säumniszuschlags
zugrunde zu legen ist, wenrger als 160 MJl bei der
selben Steuerart betrug. Diese bisher geltende
Wertgrenze von 100 MM wird für die Zeit ab
1. Mai 1936 auf 50 MM herabgesetzt. Von der Er
hebung des Säumniszuschlags wird ferner abgese
hen, wenn der der Berechnung zugrunde zu legende
rückständige Steuerbetrag 50 MM oder mehr be
trägt, jedoch entrichtet wird, bevor wegen des Rück
standes gemahnt oder öffentlich erinnert worden ist.
Der rückständige Betrag ist vor der Mahnung ent
richtet, wenn er gezahlt wird: a) vor der münd
lichen Mahnung des Vollziehungsbeamten, b) vor
Aufgabe der Mahnung zur Post, c) am Tage der öf
fentlichen Mahnung durch Säulenanschlag oder Zei
tungsnotiz, d) am ersten Werktag nach Fälligkeit,
wenn die öffentliche Erinnerung am Fälligkeitstag
oder kurz zuvor bckanntgemacht worden ist. Der
Säumniszuschlag kann trotz Vorliegens der Vor
aussetzungen erhoben werden, wenn es sich um
Steuerschuldner handelt, die mehrfach mit Steuer
beträgen böswillig im Rückstand geblieben sind. —
Ten Finanzämtern sind in einer Reihe von weite
ren Fällen Zuständigkeiten auf dem Gebiete
der Beitreibung
von Gebühren, Ordnungsstrafen, Beiträgen usw.
übertragen. Der Minister gibt eine Zusammenstel
lung über den neuen Umfang der Zuständigkeiten
und bemerkt, daß die zu Amtshilfeersuchen an die
Finanzämter ermächtigten Dienststellen Anweisung
erhalten haben, die Finanzämter erst dann um Bei
treibung zu ersuchen, wenn die geschuldeten Beträge
auch nach erfolgter Mahnung oder im Wege deS
Postnachnahmeverfahrens nicht eingegangen sind.
Nach der neuen Zusammenstellung sind die Finanz
ämter für die Beitreibung von Beiträgen, Gebüh
ren und Ordnungsstrafen u. a. zuständig im Rah
men der Verordnungen über den Zusammenschluß
der Roggen- und Weizenmühlen, der Durchführung
des Lichtspielgesetzes, den Zusammenschluß der deut
schen Milchwirtschaft, die Regelung des Eiermark
tes, aber auch hinsichtlich der im Rahmen des Ge
setzes über die Heimarbeit von den Treuhändern
der Arbeit verhängten Verzugsbußen. Außerdem
stehen die Finanzämter zur Verfügung Sei Beitrei
bungen von Ordnungsstrafen auf Grund der Ver
ordnungen zur Regelung des Verkehrs mit
Schlachtvieh, zur Ordnung der Getreidewirtschaft,
des Reichsnährstandes, über den Zusammenschluß
der Margarine- und Kunstspeisesett-Jndustrie, über
Preise für unedle Metalle, zur Durchführung des
Reichskulturkammergesetzes, zur Durchführung des
Reichsgesetzes über das Kreditwesen, zur Durch
führung des Anleihestockgesetzes, über den Zusam
menschluß der deutschen Gartenbauwirtschaft, über
die Ausführung des Reichsjagdgesetzes, über den
Zusammenschluß der Fischwirtschaft, der Kartoffel
wirtschaft, der Brauwirtschaft, der Süßwarenwirt
schaft, über das Gesetz zur Förderung der Energie
wirtschaft usw. Insgesamt leisten die deutschen Fi
nanzämter augenblicklich für 42 verschiedene, zu
meist berufsständische Gliederungen Hilfe in der
Beitreibung der Gebühren, Ordnungsstrafen und
Beiträge. —Die Tatsache, daß die Unterschiede in der
Eiukommenstenerbelastnng
je nach dem Familienstand recht bedeutend sind, hat
hier und da zu dem Bestreben geführt, steuerliche
Erleichterungen dadurch zu erhalten, daß entweder
dasselbe Kind oder auch verschiedene Kinder im
Laufe eines Jahres bis zu einer Gesamtzahl von
etwas über vier Monaten in den Haushalt als Fe
rienkind aufgenommen werden. Dieses Ferienkind
wollte man dann als Pflegekind im Sinne der ge
setzlichen Bestimmungen angesehen wissen, den eige
nen Kindern zuzählen und die gesetzliche Kinder
ermäßigung dafür verlangen. Die „Deutsche Steuer-
Zeitung" weist darauf hin, daß dieses Verfahren
nicht gebilligt werden könne. Unter einem Pflege
kind im Sinne des Gesetzes und nach der Auffassung
des täglichen Lebens werde ein Kind nur dann an
zusehen sein, wenn es mit Aussicht auf längere
Dauer in den Haushalt aufgenommen werde, um
wie ein eigenes Kind behandelt zu werden. Bei Fe
rienkindern und Kindern, die durch die NSV. zuge
wiesen werden, treffe diese Voraussetzung nicht zu.
Selbst wenn der Aufenthalt solcher Ferienkiuder
über vier Monate dauere, könne eine Steuerermä
ßigung hierauf nicht begründet werden.
Die Textil-Eînzelhandeļsumfätze
lagen im Februar 1936 14,6 v. H. höher als im
Februar 1935, die Zahl der bedienten Kunden um
10 v. H. höher. Die kleinsten Geschäfte mit einem
Jahresumsatz bis 26 000 'MM weisen überdurch
schnittliche Umsatzergebnisse auf, die Betriebe mit
einem Jahresumsatz von 25 000 bis 50 000 MM
lagen unter dem Gesamtdurchschnitt. Am günstig
sten haben die Mittelbetriebe mit einem Jahresum
satz von 125 000—150 000 MM abgeschnitten. Aller
dings lagen auch die Umsätze der Großbetriebe über
dem Durchschnitt. Die Umsatzerhöhungen für die
Fachgeschäfte für Herren- und Knabenkleidung,
Bettwaren, Herrenhüte und -mützen sowie Tep
piche, Möbelstoffe und Gardinen lagen 18—19,5
v. H. höher als im Vorjahr. Auch die Umsätze der
ländlichen Gemischtwarengeschäfte sowie der Fach
geschäfte für Herrenausstattungen lagen über dem
Durchschnitt. Ungünstiger verlief die Entwicklung
der Fachgeschäfte für Damen- und Mädchenklei-
öung, der Fachgeschäfte für Korsettwaren und der
Handarbeitsgeschäfte.
Von den verschiedenen Wirtschaftsgebieten haben
Bayern und Württemberg am günstigsten abge
schnitten. Auch in der Provinz Sachsen, in Schles
wig-Holstein, in Mecklenburg, Pommern, Grenz
mark und in Baden verlief die Umsatzentwicklung
günstiger als im übrigen Reich. Von den gesondert
erfaßten Städten standen Bielefeld, Halle, Königs
berg und Magdeburg an erster Stelle.
Die Lasten der öffentliche» Fürsorge
haben sich gegenüber dem ersten Vierteljahr 1983
um etwa 53 vH. vermindert. Die lausenden Bar
unterstützungen nur für die Arbeitslosen ermäßig
ten sich um fast 80 vH.
Die 3«nuug für das Herrenschueider-Havdwerk
Bank»»
Reichsdank
DD.-Bairk
£>«stm. «ant
Beretnsbant
Westh. »ant
Schl.-H. Bank
17.4. 16 4
182 50 185 75
88 75 89 00
92.75 93 25
111.50 112 50
120 00 120.00
69.50 69 50
Jnduftr.-Akt. 17 4 15.4
Berteyrr-Akt.
tzdg. Hochbahn 89 50 90 00
Dtsch.-Ostafriko 32 00 33 00
Hapag 14.75 14.75
Hbg.-Elidamer. 27.00 26.75
Bord». Lloyd 16.00 16 OO
Woerm-.Linie 34 00 32 00
ÄUg. Et.-G.
Breitend, gem
Eldschl.-Br.
Holsten-Br.
Hary. Bgd.-D
Schultert. LH
Älsen-Tem.
Siemens
HSW.
Deutsche Erdöl
ID..Faiben
Reudesitz
Ältdesitz
35.00
156 00
144.00
ìoaoo
125.00
137 50
183.75
136.00
116.00
163.00
19.00
3475
156.00
144.00
105 06
125.00
138 50
183 50
138.00
117.62
164.00
19 00
107.50
Amtliche Währungskurse. 17.4. 16 4.
1 Pfund Sterling ....... 12.285 12.285
1 Dollar 2.486 2.486
ION ban. Kr , . . 54 86 54.86
ion frans. Frank. 16.385 16.385
Peseta . ........ 33 94 33 94
Lira 1968 1968
tOhne Gewähr!) Geldkurs
Metall. Elektrolptkupfer per 10» Kg. 17 4 16. 4.
prompt cts Hbg. od. Brem. Rotterd. 53 00 52.50
Hamburg, 15. April. Dem Schweinemarkt waren
mit 7878 Schweinen plus 692 Beobachtungstieren
rund 1000 Tiere weniger zugeführt als auf dem
gleichen Markt vor Ostern. Qualität mittel, im
ganzen schwächer als vor dem Fest. Ostergeschäft
sehr gut. Schweine anteilsmäßig zugeteilt. Am
Külbermarkt brachte die geringe Zufuhr von 787
Kälbern und 15 Beobachtungstieren, zusammen
802, ein sehr flottes Geschäft. Für die mittleren
Qualitäten wurden 1—2 MM mehr notiert, während
für Spitzentiere und Kälber geringerer Qualität
die alten Preise gezahlt wurden. Markt bes. durch
die größeren Käufe des hiesigen Versandhandels
frühzeitig geräumt.
Hademarschener Marktbericht vom 17. April
Angeliefert 30 Ferkel. Preis 70—75 Pfg. Je nach
Qualität über und unter Notiz. — 86 Schweine zu
270 Pfund pro Stück für das Saargebiet versandt.
für den Kreis Rendsburg tagte am 15. April im
Conventgarten unter dem Vorsitz des Obermeisters
Gloy. Bezirksinnungsmeister Hendorf-Hamburg
sprach über die Handiverkergesetze, die allgemeine
Lage im Schneiöerhandwerk, Lieferungsarbeiten
und insbesondere über Fragen, die heute jeden in
der Zivilschneiderei tätigen Kollegen unbedingt in
teressieren müssen, sowie über das kommende Güte
zeichen. — Die Lehrlinge Bruno Erhardt, Lehrmei
ster Gloy, und Willy Krabbenhöft, Lehrmeister
Steen, haben am 14. d. M. die Gesellenprüfung
mit „Gut" bestanden und werden zu Gesellen ge
sprochen. Dem Lehrling Otto Staack, Lehrmeister
Gloy, wurde für hervorragende Leistung im Be
rufswettkampf eine Urkunde überreicht. Der Haus
haltsplan 1936-37 erweist in Einnahme und Aus
gabe 3097,45 MM. Die vom stellv. Kreishanöwerks-
meister Lohmeyer vorgenommene Abstimmung zur
Vertrauensfrage ergab von sämtlichen anwesenden
59 Mitgliedern ein Ja. Dr. Feddersen sprach kurz
über die bevorstehende Leistungsschau und Hand
werkertagung.
Periodische LehrlingszLhlung
im Handwerk
Der Reichsstand des Deutschen Handwerks hat
die Handwerks- und Gewerbekammern mit einer
Lehrlingszählung beauftragt. Die Kammern sollen
zunächst mit dem 31. 12. 1935 als Stichtag die Zahl
der Lehrlinge in den einzelnen Handwerkszweigen
feststellen. Grundlage hierfür sind die Lehrlings
rollen und die Feststellungen der Innungen. Diese
Lehrlingszählung soll jedes Halbjahr, und zwar
jeweils für den 30. Juni und den 31. Dezember,
wiederholt werden. Bei der ersten Zählung soll er
mittelt werden, in wieviel Handwerksbetrieben die
Inhaber die Berechtigung haben, Lehrlinge anzu
leiten. — Desgleichen läßt der Reichsstand durch
die Handwerks- und Gewerbekammern neuerdings
fortlaufend feststellen, wieviel Handwerksbetriebe
in den einzelnen Handwerkszweigen hinzugekom
men oder gestrichen sind.
Gastankstellen ohne Kompressoren
Im Interesse der Förderung der heimischen
Treibstoffversorgung ist soeben eine ministerielle
Sondergenehmigung erteilt worden, die wohl dazu
führen wird, daß jetzt der Ausbau eines Gastank
stellennetzes auf wirtschaftliche Weise durchgeführt
werden kann. Bei der bisher bekannten Bauweise
stellten sich dem Ausbau eines Gastankstellennetzes
vor allem dadurch Schwierigkeiten entgegen, daß der
Bau der Tankstellen abhängig ivar von bereits lie
genden Gasleitungen. Weiterhin war für jede ein
zelne Gastankstelle ein recht erhebliches Kapital zu
investieren, da leistungsfähige Kompressorenanlagen
eingebaut werden mußten, die das Gas aus der
Leitung in in der Erde ruhenden Speicherbehälter
zu drücken hatten. — Jetzt ist durch die ministerielle
Sondergenehmigung der Bau fahrbarer Speicher
batterien mit nahtlosen Hochdruck-Gasbehältern ge
stattet ivorden. Eine solche Speicherbatterie besteht
aus zehn Behältern, die auf einem transportablen
Holzgestell lagern. Jeder Behälter faßt etwa 235
Liter — 82 Normalkubikmeter Gas. Jeweils zwei
Batterien werden auf einem Wagen befördert, so
daß insgesamt 1640 Normalkubikmeter Gas gefah
ren werden können. Jede Tankstelle wird zunächst
mit vier Treibgasbatterien versorgt. Sind zwei
Batterien leer und die nächsten beiden eben ange
schlossen, so bringt ein Lastwagen zivei neugefüllte
Batterien an und wechselt sie gegen die leeren aus.
Dringlichkeitsbescheinigunge« für
Auslandsreise«
Als öffentlich-rechtliche Berufsvertretungen find
zur Ausstellung von Dringlichkeitsbescheinigungen
für Geschäftsreisen zugelassen: a) die Industrie- und
Handelskammern, und zwar allgemein, nicht nur
unter Beschränkung auf ihre Mitglieder,- b) die
Handwerkskammern) c) die Rechtsanwaltskam
mern,' df folgende Stellen aus dem Bereich der
Reichskulturkammer: Reichskammer der bildenden
Künste, Reichsfilmkammer, Reichsmusikkammer, „
Reichspressekammer, Reichsschrifttumskammer,
Reichstheaterkammer, sämtlich in Berlin. Die den
Ortspolizeibehöröen erteilten Richtlinien finden
sinngemäß Verwendung.
Braunkohle als Grundstoff heimischer
Leichttreibftoffe
Auf der Technischen Tagung des mitteldeutschen
Braunkohlenbergbaus sprach der Vorsitzende des
Deutschen Vraunkohlen-Jndustrie-Vereins, Gene
raldirektor Heubel, Annahütte. Er wies darauf hin,
baß die im Oktober 1934 gegründete Braunkohle-
Benzin AG. drei Produktionsanlagen errichte, die
bereits teilweise den Betrieb aufgenommen hätten
und nach ihrer Fertigstellung namhafte Mengen
Benzin liefern würden. Daneben sei die vom
Leunawerk betriebene Benzingewinnungsanlage zu
ermähnen, die gleichfalls auf der Basis der Braun
kohle errichtet worden sei. Auch die Erhöhung Ser
Herstellung von Vrannkohlcndieselölcn werde mit
allem Nachdruck betrieben. Die geplanten und im
Vau begriffenen Anlagen dazu würden im laufen
den Jahre eine beachtliche Vermehrung der deut- ,
scheu Erzeugung bringen. Durch dieses Treibstoff
programm sei dem deutschen Braunkohlenbergbau
eine außerordentliche finanzielle Belastung erwach
sen, da neben den für die Braunkohle-Benzin AG.
aufzubringenden Mitteln weitere sehr erhebliche
Mittel zur Errichtung und Erweiterung von Anla
gen zur Herstellung von Schwelteer und Dieselölen
notwendig seien.
Einheitliche Rundholzvermeffung und
Holzsortenbildung
Eine neue Verordnung des Reichsforstmeisters
bringt Vorschriften über die einheitliche Messung
und Sortenbilbung des Rundholzes. Damit fallen
die bis jetzt geltenden nach Ländern verschieden
artigen Vorschriften und Gebräuche fort. Der neuen
Verordnung kommt insofern eine besondere Bedeu
tung zu, als sie auch für den Gemeinde- und Prt-
vatwald bindend ist. Aus den einzelnen Bestim
mungen sei hervorgehoben, daß nunmehr Bezeich-
ttungen wie Langholz, Abschnitte usw. allgemein
gültig festgelegt sind. Sämtliches Rundholz wird in
Zukunft in ganz Deutschland ohne Rinde vermes
sen. Die Verordnung bringt weiterhin für die Holz
güteklassen einen festeren Rahmen, soweit dies bei
dem unterschiedlichen Rohstoff Holz möglich ist. Gru
benholz, Papierholz und Schwellenholz sind als
wichtigste Gebrauchsklassen besonders ausgeschieden
und nach Ausmaßen und Beschaffenheit besonders
festgelegt. Darüber hinaus werden noch eine ganze
Reihe von Einzelvorschriften festgelegt, die für den
Holzhandel von Bedeutung sind.
Saatenstand Anfang April.
Reg.-Bez. Schleswig: Winterroggen 2,6, Winter
weizen 2,7, Wintergerste 2,6, Winterraps 2,8, Klee
2,6, Luzerne 2,6, Wiesen ohne Bewässerung 2,9.
Viehweiden 2,8.
Hamburger Börse
Amtliche Notierung in MJl für 100 MM Nennwert
'Ohne Gemdär
Handel und Wandel
Nenmünsteraner Ferkelmarkt vom 17. April
Auftrieb 183. Preise: bis 25 Pfd. 72—78 Pfg., bis
85 Pfd. 66—72 Pfg. und bis 40 Pfd. 63—66 Pfg.
Handel mittel.
Heider Ferkelmarkt vom 18. April
Auftrieb: 321. Preise: 16—18, 18—20, 20—22,
49—54, 43—51. Handel mittelmäßig. Markt fast ge
räumt.
Lübeck, 15. April. Zufuhren bei Schiveinen um
etwa 60 Tiere niedriger als in der Vorwoche.
Durchschnittsqualität gut. 140 Kälber weniger zu
geführt als am Vormarkt. Der Auftrieb zeigte
prozentual nur wenig gute Kälber. Trotzdem der
Bedarf nicht ganz gedeckt werden konnte, mußten
die Preise infolge der geringeren Qualität in allen
Klassen um 1—2 MM nachgeben. Bei regem Han
del ausverkauft. Die zum Verkauf gestellten Schafe
waren von unterschiedlicher Qualität. Eine Preis-
notierung fand bei dem geringen Auftrieb nicht
statt. Markt langsam geräumt.
Hamburger Märkte verschoben am 1. 5.
Hamburg, 17. April. 4843 Schweine, 66 Beobach
tungstiere, rund 1300 Stück weniger als auf dem
vorhergegangenen Freitagsmarkt. Qualität besser
als auf letztem Dienstagmarkt. Schnell geräumt.
Anläßlich des Nationalen Feiertages am 1. Mai
wird der Rinder- und Schafmarkt am Donnerstag,
dem 30. 4., auf Mittwoch, den 29. 4., verlegt. Der
Schweinemarkt am 1. 6. findet am Donnerstag, dem
30. 4.,"statt. Gleichfalls wird die Fleischmarktnotie
rung nicht am Freitag, dem 1. 5., sondern bereits
Donnerstag, den 30. 4., statfinöen.
Kiel, 16. April. Schweine waren von guter Be
schaffenheit. Rinder qualitativ mittel. Die a- und
b-Tiere wurden verteilt. Preise unverändert. Käl
bergeschäft trotz des geringen Auftriebs ruhig. Der
Markt wurde bei nachgebender Notiz geräumt.
Lübeck, 16. April. 76 Rinder fdavon 6 Ochsen, 12
Bullen, 52 Kühe, 6 Färsen). Beschickung an Bullen
größer, Durchschnittsqualität schlechter. Durch den
geringen Auftrieb konnten bei Berücksichtigung aller
Klassen nur etwa 30 Proz. verteilt werden. Der
Verkauf erfolgte zu den vorgeschriebenen Preisen.
Neue Oelkuchenznteilungen in Hamburg.
Die letzte Verichtswoche verlief erwartungsge
mäß sehr ruhig. Wenn auch eine überwiegend kalte
Witterung vorherrschend war und teilweise Nacht
fröste auftraten, so wirkte sich dieses kaum aus, zu
mal mit der siebenten Zuteilung in Oelkuchen be
gonnen wurde. So kamen zunächst für die Kurmark
Oelkuchenbezugsscheine zur Ausgabe, während an
dere Bezirke demnächst folgen sollen. Oelkuchen-
mischfutter war nicht mehr in dem Umfange ge
fragt wie bisher. Selbst hochprozentige Milchlei
stungsmischfutter waren in einigen Bezirken schwe
rer abzusetzen, so daß andere, die weniger gut ver
sorgt waren, besser als vor kurzem beliefert wer
den konnten. Hinzu kam, daß das Angebot in die
sem Mischfutter reichlicher geworden ist. Schweine
mastfutter mit Eiweißfutterzusatz ivar gefragt,
während solches ohne Eiweißfutterzusatz weniger
Interesse fand. Melassemischfutter wurde kaum be
achtet. — Kleie nach wie vor rege gefragt, Material
war jedoch recht wenig im Markte. Kleienachpro-
dukte lagen zunächst sehr ruhig.
Berliner Vichmarkt vom 17. April.
1828 Rinder, Qualität gut mittel, Markt glatt, war
nicht zu verwundern. — Am Kälbermarkt 2101 Stück,
die Gesamtqualität nicht so gut. Preise erfuhren leichten
Aufstieg. — Auf dem Hammelmarkt 4221 Stück. Das
etwas zu knappe Angebot stärkte die Nachfrage. ES wur
den die guten Posten flott zu leicht ansteigenden Preisen
gehandelt. Auch die geringeren Qualitäten fanden besser
Absatz. Qualität geringer als am Mittwoch. — 10 694
Schweine. Den Käufern war ein größerer Anteil als am
Mittwoch zugewiesen worden, was viele veranlaßte, sich
schnell die passenden Posten zu sichern. Recht flotte Ver
teilung, Geschäftsgang nur von kurzer Dauer.
Landwirtschaftliche Schuldenregelung
Vermehrung der Auszahlungstermine.
Wie in einem Rundschreiben der Deutschen Ren
tenbank-Kreditanstalt an die Entschuldungsstellen
ausgeführt wird, werden die Auszahlungen für
landwirtschaftliche Kleinbetriebe ab 1. Juli 1936
monatlich erfolgen. Die Entschuldung der Klein
betriebe hat sich als wesentlich einfacher als die der
Groß- und Mittelbetriebe herausgestellt, so daß
gleichzeitig eine Beschleunigung bei der bankmäßi
gen Abwicklung erfolgen kann.
Betr.: Erzeugerpreis für inländische Hühnereier
vom 4. April 1988.
Ab 8. 4. 1936 wird für den Aufkauf von unge-
kcnnzeichncten Hühnereiern beim Erzeuger durch
Wiederverkäufer für das Gebiet des Eierwirtschasts-
verbandes Schleswig-Holstein ein Festpreis von
1,29 MM je Kilo festgesetzt. Die Preise verstehen sich
ab Hos des Erzeugers. Der stückweise Aufkauf ist
nicht gestattet! Der festgesetzte Erzeugerfestpreis
darf weder unterboten noch überschritten werden.
Gleichzeitig wird der Erzeugerminöest- und -Höchst
preis mit dem Ablauf des 7. April 1936 außer
Kraft gesetzt.
Höhere Bacon-Anssuhr
Nach Meldungen aus London ist infolge der un
genügenden englischen Bacon-Produktion das
dänische Bacon-Kontingent um 32 000 Cwr. erhöht
worden. Während bisher wöchentlich etwa 63 000
Cwt. dänische Bacons nach England ausgeführt
wurden, soll das Kontingent in der Zeit vom 1. Mai
bis 31. August 65 000 Cwt. in der Woche betragen.
Rendsburger Wochenmarkt
am Sonnabend, dem 11. April 1838
fPreise zwischen 9 und 10 Uhr. Ohne Gewähr!)
Rindfleisch Pfd. 85—180
Schweines!. Pfd. 85—110
Flomen Psd- 95
Eer.hies.Speck Pfd. 1,0
Kalbfleisch Psd. 90-180
Wurst Pfd. 80-150
Legehühner Etck. 250-300
Schlachthühner 200-300
Tauben Stck. 70 - 80
Kaninchen Stck. 100 — 300
Pfd. 150—160
Pfd. 70—110
Stck. 8
Pfd 110—120
Kartoffeln Ztr. 350—400
Blumenkohl Stck. 35
Rosenkohl Pfd. 35
Rotkohl .. 15—20
Suppenkraut Bd. 15
Steckrüben 10—35
Rote Beete Pfd. 10
Schwarzwurzeln 25
Rhabarber Bd. 40
Salat Kopf 30
Beschickung und
Meiereibutt.
Käse
Eier
Honig
Spinat
Zwiebeln Pfd.
Schalotten Pfd.
Wurz..rote 2 ..
Sellerie Stück
Aepset . Pfd.
Tomaten Pfd.
Weintrauben Pfd.
Zitronen Stück
Apfelsinen St.
Bananen Pfd.
Fische:
Aal
Dorsch
Heringe
Butt
Hecht
Makrelen
Pfd.
Pfd.
Pfd.
Pfd.
Pfd.
45
10
15
15
10-30
15- 40
40-50
50
5
3-10
30
60-100
30
15-20
40
60
30
Feuerung:
Torf, Fuder,
ca. 8 Ztr.
Holz Ztr.
Handel mäßig
700
100