Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

$Me$wig,-Môldem 
Hallenturnier des Aeitersturures 2/18 
in Meldorf (Weftküsts) 
Das Anwachsen der SA.-Reiterei, ihre leb 
hafte Tätigkeit, sowie die ihr gestellten Auf 
gaben hinsichtlich reiterlicher Ausbildung vor 
dem Diensteintritt in das Heer zeitigen im 
Gebiete der SA.-Gruppe Nordmark Folgen, 
die man in jeder Beziehung als zweckmäßig 
und ersprießlich bezeichnen darf. 
Schon seit früher Nachkriegszeit, im Jahre 
1920, traten beherzte Männer in Meldorf und 
Umgegend auf und gründeten den damaligen 
Reiterverein „Concordia". Veranlassung hier 
zu war der unglückliche Ausgang des uns auf 
gezwungenen großen Krieges. Ziel dieser Be 
strebung war 
1. Heranziehung eines Nachwuchses, der die 
Ideale des Reitsports hochhalten sollte, 
und 
2. Förderung der Pferdezucht. 
Die damaligen und heutigen Führer des 
Vereins sind heute auch noch bewährte SA.- 
Führer, welche den Kampf um die Erneuerung 
des Reiches in den Reihen des braunen Hee 
res mitgemacht haben. 
In kameradschaftlicher Zusammenarbeit zwi 
schen diesen Männern, Sturmführer Witt- 
maack, Obertruppführer Kuyrts, Oberschar 
führer Albers u. a. m. unseren Angehörigen 
des Reitersturmes 2/15, Stadt Meldorf, Kreis 
leitung Süder-Dithmarschen, Landesobmann 
der Landesbauernschaft ist nun ein Werk ent 
standen, dessen Vorhandensein Land und Leu 
ten an der Westküste Schleswig-Holsteins alle 
Ehre macht. 
Dithmarschen-Halle 
ist jenes Werk getauft worden, weil es in 
Dithmarschen errichtet ist und nächst Hamburg- 
Altvnaer Reitbahnen die größte und schönste 
Reithalle der Provinz Schleswig-Holsteins ist. 
Der Heiöer Anzeiger schreibt dazu unter dem 
16. März 1936: 
„Dieses große Werk konnte nur durch die 
einmütige Zusammenarbeit des SA.-Reiter- 
sturms 2/15 und des Reitervereins Con 
cordia an der Miele gelingen. Allen stand 
dabei das Ziel vor Augen, die heimatliche 
Pferdezucht zu fördern und den jungen SA.- 
Reitern die Möglichkeit zum reiterlichen 
Wettkampf zu geben und damit dem Grup 
penführer den Leistungsstand der SA.-Reite- 
rei der Nordmark vor Augen zu führen." 
Die Stadt Meldorf hat sich durch Erbauung 
dieser herrlichen Reitbahn ein Denkmal gesetzt, 
welches ihr, reiterlich gesehen, nächst Segeberg, 
der Stadt der Landesturniere, den 2. Platz in 
der Provinz Schleswig-Holstein sichert. 
Diesem vorzüglichen Beispiel werden in 
Kürze weitere Städte und Ortschaften der 
Provinz folgen, lediglich mit dem Ziele, in 
uneigennütziger Weise unserer SA.-Reiterei 
stets hilfreich zur Seite zu stehen und ihr die 
Vorbedingung für eine sachgemäße Ausbil 
dung zu schaffen. Reitervereine haben nur 
dann Zweck und Existenzberechtigung, wenn 
ihre Tätigkeit sich grundsätzlich abstellt auf: 
1. Förderung der Pferdezucht, 
2. Hebung der Zivilreiterei, d. h., Erfassen 
solcher Reiter, welche auf Grund ihres 
Alters und Geschlechts für SA.- und SŞ.- 
Reiterei nicht in Frage kommen, 
3. Förderung der SA.- und SS.-Reiterei, 
und zwar dergestalt, daß anerkannt wird 
das Recht reiterlicher Ausschließlichkeit 
innerhalb der Reihen der SA. und SS. für 
sämtlichen wehrfähigen Reiter mindestens 
bis zum 45. Lebensjahre. Es darf nicht 
sein, daß Reitervereine solchen Reitern 
einen Platz in ihren Reihen einräumen, 
welche ihre Mrtgliedschaft bei Neiterver- 
einen als Drückebergerei vor dem Dienst 
innerhalb der SA. und SS. benutzen wol 
len. 
Möge dieses Prinzip der Ausschließlichkeit, 
so wie es bei dem Meldorfer Reitcrverein 
„Concordia an der Miele" gehandhabt wird, 
verbunden mit dem selbstverständlichen Ge 
fühl kameradschaftlicher Zusammenarbeit ein 
gu^es Beispiel weit über die Grenzen Hol 
steins hinaus geben und möge diese Voraus 
setzung überall da klar erkannt werden, wo es 
gilt, Reitervereine ins Leben zu rufen. 
Der Führer der Gruppe Nordmark, Grup 
penführer Meyer-Quade, schenkte dieser Ver 
anstaltung darum auch seine ganz besondere 
Beachtung durch befehlsmüßige Teilnahme 
sämtlicher SA.-Standartenführer der SA., 
Gruppe Nordmark. Für Meldorf und alle an 
dem Gelingen beteiligten schönster Lohn und 
Anerkennung. 
Der Ablauf des Turniers gestaltete sich zu 
einer beachtlichen abgerundeten Gesamt 
leistung. Dressurprüfungen und Jagdspringen 
wechselten miteinander ab. Die Jagdspringen 
waren besetzt in den Klassen L und M mit 36 
bzw. 12 SA.-Pferden. Die 5 SA.-Reiter der 
SA.-Gruppe Nordmark: 
Oberscharführer Brandt, Neitersturm 2/15, 
Scharführer Schmeling, Reitersturm 9/15, 
Rottenführer Brammertz, Reitersturm 2/15, 
Rottenführer Rickers, Reitersturm 9/15, 
SA.-Mann Albers, Reitersturm 2/15, 
welche an dem internationalen Reit- und 
Fahrturnier in Berlin die Gruppe Nordmark 
mit Erfolg vertreten hatten, überwanden wie 
derum die Hindernisstrecke mit wenigen Feh 
lern und gutem Stil. 
Als Anerkennung für ihre Berliner Leistung 
wurde ihnen die Ehre der Beförderung mit 
Wirkung vom 30. 1. 1936 zu dem nächsthöheren 
Dienstgrad durch den Gruppenführer persön 
lich zuteil. 
Die Dithmarschen-Halle steht als Wahr 
zeichen kameradschaftlicher reiterlicher Zusam 
menarbeit zwischen unserer SA.-Reiterei und 
der pferdeliebenden Bevölkerung an unserer 
Westküste. Möge sie in Zukunft Mahnerin 
sein, daß dieser Geist der Treue und der reiter 
lichen Pflichterfüllung nie verloren gehe, son 
dern das ewige Gepräge unserer SA.-Gruppe 
Nordmark bleibe. 
M i l b e r g, 
SA.-Sturmbannführer, 
Gruppcnreiterführer derSA.-GruppeNormark. 
Hceie Jlmdelktcg- 
Ihre goldene Hochzeit feiern heute, am 
2. April, die Eheleute Hugo Süchting und Frau 
Dora, geb. Möller, in Schacht-Andorf, Linden 
straße 37. Die Eheleute, die im 73. Lebens 
jahre stehen, find beide noch sehr rüstig. 
Sein 40jähriges Berufsjnbilüum als Gast 
wirt und Bauer konnte gestern H. Krambek in 
Ehlersdorf begehen. Gleichzeitig war er 40 
Jahre verheiratet und hat seit dieser Zeit stän 
dig unser Blatt gelesen. Vor 10 Jahren er 
warb er die von ihm bis dahin vom Adligen 
Gut Steinwehr gepachtete Bauernstelle, die 
nachweislich über 250 Jahre von der Familie 
Krambek bewirtschaftet worden ist. 
Heels tekecußede 
Er. Owschlag, 1. April. Jagdvcrpachtung. 
Gestern nachmittag fand in der Gastwirtschaft 
von Hans Schildhauer die öffentliche Ver 
pachtung der Jagdnutzung des gemeinschaft 
lichen Jagdbezirks Ramsdorf statt. Es hatten 
sich zahlreiche Liebhaber eingefunden. Als 
Meistbietender mit 525 RM. Jahrespacht 
wurde Frau Grundt von Gut Friedrichshof 
der Zuschlag erteilt. Für die ca. 600 Hektar 
große Jagd wurden bisher 300 RM. Pacht be 
zahlt. — Verpachtung. Von dem landwirt 
schaftlichen Besitz des Bauern Jürgen Sievers 
in Ramsdorf wurden ca. 40 Tonnen auf 6 
Jahre verpachtet. Die Pachtlust war nur ge 
ring und es wurden nur müßige Preise erzielt. 
Für die besten Stücke wurden 61 RM. je To. 
und für weniger wertvolle 30 bis 45 RM. 
geboten. 
25jähriges Dienstjnbiläum. Gestern beging 
Lehrer Hansen, Holtsee, sein 25jähriges Dienst- 
jubiläum/ auch ist er bereits über 20 Jahre 
im Schuldienst in Holtsee tätig, (xg.) 
Auf 25 Jahre treue Dienste an der Sehc- 
stedter Schule kaun Frau Seemann, Sehestedt, 
zurückblicken. An diesem ihrem Ehrentage 
machte der Eigenschulverband Sehestedt Frau 
Seemann zwei Korbsessel zum Geschenk. Die 
Familie ist bereits über 30 Jahre in Sehestedt 
ansässig, (xg.) 
Hceie Schleswig 
Wirkungsvolle Bekämpfung 
der Erwerbslosigkeit. 
cs. Schleswig, 2. April. Im Arbeitsamts 
bezirk Schleswig, der den Kreis Schleswig 
(ohne Friedrichstadt, Drage, Erfde und Seeth), 
Hademarschen, 1. April. Die erste Reichs 
straßensammlung der NS.-Bolkswohlfährt, die 
für den 4. und 5. April festgesetzt ist, wird in 
der Ortsgruppe Hademarschen der Konfir 
mation wegen nach Möglichkeit schon am 
4. April, also am Sonnabend durchgeführt. Es 
gelangt gegen eine Mindestspenöe von 20 Pfg. 
ein Porzellanschmetterling zur Verteilung. 
Sicherlich wird niemand auf dieses geschmack 
volle Abzeichen verzichten wollen. 
Vaale, 1. April. Vutterdieb auf frischer Tat 
ertappt. In der hiesigen Genossenschaftsmeie- 
rci verschwanden seit einigen Wochen auf un 
geklärte Weise nach und nach erhebliche Men 
den Kreis Eckernföröe bis zur Linie Schinkel— 
Gettorf—Krusendorf (ohne Bünsdorf und 
Holzbunge) und den östlich der Linie Esgrus— 
Koppelhek liegenden Teil des Kreises Flens 
burg umfaßt, hat die am Tage der Machtüber 
nahme begonnene Bekämpfung der Erwerbs 
losigkeit bisher einen vollen Erfolg gehabt. 
Während am 31. Januar 1933 in diesen Bezir 
ken noch 4014 Erwerblose vorhanden waren, 
betrug die Zahl der erwerbslosen Volksgenos 
sen am 31. März 1933: 3672 (8,6 vH. Abnahme), 
am 31. März 1934: 1190 (70,3 vH. Abnahme) 
und am 31. März 1935: 680 (83,1 vH. Abnahme). 
Jetzt werden noch 367 Einwohner (90,9 vH. 
Abnahme) vom Schleswiger Arbeitsamt unter 
stützt. (cs.) 
Rüstige Greisin. In geistiger Frische und 
körperlicher Rüstigkeit vollendet die Witwe 
Dorothea Margarethe Brodersen in Haarholm 
(Kreis Schleswig) am morgigen Freitag ihr 
90. Lebensjahr. Die Greisin wurde in ihrem 
langen Leben 63mal Urgroßmutter und 49mal 
Großmutter. Sie hat bis in ihr hohes Alter 
hinein fleißig im Haushalt gearbeitet, (cs.) 
Aue Siupeikdm 
wx. Norderstapcl, 2. April. Die hiesige 
Meiereigenossenschaft begeht am 14. April ihr 
öOjähriges Jubiläum. Alle jetzigen und frü 
heren Genossen werden an dieser Feier teil 
nehmen, ebenfalls sind an die bisherigen 
Buttergroßhändler und Lieferanten der 
Meierei Einladungen ergangen. Die Feier 
findet in allen drei Sälen des Orts statt und 
zwar wird bei Gastwirt Braue von der 
Meiereigenossenschaft aus ein Festessen ge 
geben, während bei den Gastwirten Sievers 
und Kruse das Tanzbein geschwungen werden 
kann. 
hr. Erfde, 1. April. Standesamtliche Nach 
richten. Die Ehe wollen miteinander ein 
gehen: der Bauer Peter Klaudius Brüchmann 
in Erfde mit der Haustochter Anneliese 
Katrine Hinrichs in Delve. 
86. Geburtstag. Die Witwe Maria Dethlefs 
geb. Feller in Erfde begeht heute in seltener 
Rüstigkeit und Frische ihren 86. Geburtstag. 
Die Jubilarin war Sonntag eine der ersten, 
die ihrer Pflicht an der Wahlurne genügten. 
(hr.) 
Bestandene Prüfung. Peter Thede, ein Sohn 
der Witwe Thede in Erfde, bestand vor der 
Hochschule für Lehrerbildung in Kiel sein 
Examen als Volksschullehrer mit dem Prä 
dikat „Gut", (hr.) 
Aue Sideededt 
Ein Ofen verursacht Brandschaden. 
yy. Tönning, 1. April. In der Nacht zum 
Mittwoch entstand in der Druckerei des Eider- 
stedter Wochenblattes in Tönning ein Werk 
stattbrand. Der anwesende Geschäftsinhaber, 
der gegen 1 Uhr starken Brandgeruch bemerkte, 
alarmierte sofort die Feuerwehr. In der 
Druckerei und Setzerei brannten Papier 
vorräte, Drucksachen und Zeitungsüändc. 
Hilfsbereite Nachbarn konnten jedoch in kur 
zer Zeit mit einem Handlöscher die Gefahr 
beseitigen. Die Feuerwehr trat nicht in Tätig 
keit. Das Personal hatte noch bis 11 Uhr ge 
arbeitet. Das Feuer ist augenscheinlich durch 
die frühzeitige Abdämpfung des noch in dem 
Ofen vorhandenen Brennstoffes entstanden, 
die eine Explosion zur Folge hatte. Der 
Materialschaden ist recht erheblich. Die Her 
ausgabe der altbekannten Lokalzeitung wird 
durch den Brandschaden nicht gestört. — In 
den Ruhestand getreten ist am 1. April nach 
30jähriger Amtstätigkeit der Lehrer und 
Küster E. Daniels im benachbarten Kotzen 
büll. — Jubiläum. Am 1. April konnte der 
Gasinspektor Emil Sommer auf eine 25jähr. 
Tätigkeit beim städtischen Gaswerk in Tön 
ning zurückblicken. 
Aue Ihedfdeetattd 
Zuteilung von Arbeitersiedlungen 
im Sönke-Nissen-Koog. 
sz. Vredstedt, 1. April. Die Errichtung der 
im Sönke-Nissen-Koog geplanten Arbeiter 
siedlungen ist bereits soweit gediehen, daß den 
Landarbeitern Hans Hansen aus West-Husum 
und Ernst Oertel, Uphusum, je eine Arbeiter- 
gen Butter. Durch genaue Betriebskontrolle 
konnte der Meiereiverwalter diesen Verlust 
jedoch sofort abstellen. Man bemerkte, daß die 
Butter immer nur an den Tagen abhanden 
kam, an denen der von dem Milchwirtschafts 
verband Nordmark angestellte Prüfer Schw. 
in der Meierei beschäftigt war. Man benach 
richtigte die Polizei und beobachtete ihn un 
auffällig. Während des Mittagessens bei sei 
nem letzten Besuch verschwanden trotz ver 
schlossener Tür wiederum 10 Pfund Butter. 
Schw. konnte überführt werden und gestand 
bei der Vernehmung alles ein. 
sieökung zugewiesen ist. Bei jeder Siedlung 
sind i'A Demat als zu bewirtschaftende Fläche. 
Mars-la-Tvur-Kämpser wird 92 Jahre alt. 
Bohmstedt, 1. April. Der älteste Einwohner 
unseres Dorfes, der Altenteiler Peter Thom 
sen, vollendet am 18. April sein 92. Lebens 
jahr. Er hat bei den Dragonern in Metz ge 
dient und im Kriege 1870-71 an dem Todes 
ritt von Mars-la-Tour teilgenommen und 
außerdem bei Gravelotte, Metz und Paris mit 
gekämpft. Von seinen drei Kindern fiel ein 
Sohn 1914 bei Sonain in Frankreich. Wenn 
auch Auge und Ohr dem lieben Alten nicht 
mehr nach seinem Wunsch dienen, so nimmt 
er doch Anteil an den Ereignissen des Tages 
und freute sich, daß er bei der Wahl seine 
Stimme dem Führer geben konnte. 
» 
mo. Kämpen (Sylt), 31. März. Eine zeitge 
mäße Badeanlage wird jetzt das Nordseebad 
Kämpen erstehen lassen, deren Gesamtunkosten 
mit 38 000 RM. veranschlagt sind. Die 38 000 
RM. sollen durch eine in 4 Jahren tilgbare 
Anleihe gedeckt werden. Anpassung der neuen 
am Kliffrand gelegenen Anlage an das Land 
schaftsbild ist gesichert u. a. auch durch das 
bodenständige Retdach. Da die Badeanlage 
etwas abseits vom Ort selbst liegt, werden auch 
vier Lüden mit hineingebaut. Durch diese neue 
erstklassig gestaltete Anlage sorgt auch die 
Kampener Badcverwaltung für wirkungsvolle 
Unterstreichung des Charakters dieses Bades. 
Der neue Haushaltsplan des Nordseebades 
balanziert in Einnahme und Ausgabe mit 
reichlich 66 000 RM. Dabei bildet der Posten 
„Bad" mit 61100 RM. in Einnahme und 
43142 RM. in Ausgabe das Hauptkonto. 
Aue diäiinacsdien 
Baggerarbeiten im Büsnmer Hafen. 
Büsum, 1. April. Im Büsnmer Hafen wer 
den zur Zeit umfangreiche Baggerarbeiten an 
der Kaimauer vorgenommen, um es den Schif 
fen zu ermöglichen, auch bei Ebbezeit ein 
und auszulaufen. 
m * m 
Brunsbüttelkoog, 1. April. Tot aufgefunden. 
Der im 38. Lebensjahr stehende Magazinver 
walter T. wurde morgens in dem zu seiner 
Wohnung gehörenden Stall tot aufgefunden. 
T. ist seit zwei Jahren beim Brunsbüttel 
kooger Wasserstraßenamt angestellt. Da er 
nicht zum Dienst erschien, ging einer der An 
gestellten nach der Wohnung von T. Seine 
Frau hatte sich am Vorabend allein zur Ruhe 
gelegt, da ihr Mann noch weitere Wahlergeb 
nisse hören wollte. Bei der gemeinsamen Suche 
wurde T. im Stall tot aufgefunden. Die 
Todesursache ist noch unbekannt, r 
Pahlhude, 1. April. Vorbildliches Pflicht 
bewußtsein. Der Altenteiler P. N. Peters 
von hier sagte am 29. März, bevor er zur Wahl 
ging, zu seinem Nachbar: „Ich werde bald 
sterben, aber wählen will ich." Am Montag 
vormittag, nach der Wahl, hat der alte Herr 
dann sein Testament gemacht, und nachmittags 
ist er entschlafen. 
Aue Udsteü* 
Dr. Kinder Vorsitzender der Finanzabteilung 
beim Landeskirchenamt. 
In der Preußischen Gesetzessammlung, Stück 
10 vom 30. März 1936, ist die dritte Durch 
führungsverordnung zum Gesetz über die 
Vermögensverwaltung in den evangelischen 
Landeskirchen vom 23. Mürz 1936 veröffent 
licht. Danach hat der Reichsminister für die 
kirchlichen Angelegenheiten im Einvernehmen 
mit dem Finanzminister den Vizepräsidenten 
Dr. Kinder zum Vorsitzenden der auf Grund 
des Preußischen Staatsgesetzcs vom 11. März 
1936 im April vorigen Jahres beim Landcs- 
kirchenamt in Kiel gebildeten Finanzabteilung 
bestellt. Die Finanzabteilungen sind bekannt 
lich der Staatsregierung unmittelbar verant 
wortlich,- sie üben ihre Befugnisse selbständig 
aus und sind auch den neugebilüeten Landes- 
kirchenausschüssen nicht unterstellt. 
Eine exotische Tiergruppe aus der Durchreise 
in Kiel. 
Kiel, 1. April. Der deutsche Dampfer „Niobe", 
der sich auf der Reise von Riga durch den 
Nordostseekanal nach Hamburg befindet, hatte 
als Deckslast eine exotische Tiergruppe an 
Bord, so einen ausgewachsenen Elefanten, der 
an einer starken Fußkette befestigt, an Deck 
eingestallt war, sowie fünf 7- bis 8jährige 
Tiger in einem eisenbeschlagenen Transport 
wagen. Der Dampfer legte im Kieler Hafen 
an und gab die Tiere mittels eines Kranes in 
Lastwagen, die sie zum Güterbahnhof trans 
portierten. Mit der Bahn werden sie nach 
Horsens (Dänemark) weiterbefördcrt, wo sie 
einem Zirkus als Schaunummer angegliedert 
werden. 
Beginn einer neuen Arbeitsmaßnahme. 
Kreis Segeberg, 1. April. Am Mittellauf 
der Trave wird jetzt eine der größten Arbeits- 
maßnahmen beginnen, die bisher im Kreis- 
gebiet durchgeführt wurden. Nachdem der 
erste Transport von Notstandsarbeitern aus 
Hamburg im Lager Schwissel eingetroffen ist, 
wurden die dort errichteten Wohnbaracken im 
Beisein von Vertretern des Staates und der 
Partei, des Genossenschaftsvorstandes sowie 
von Vertretern des Landesarbeitsamts „Nord- 
Aue HoUenweetedt, Uasiuau- HedemacscUeu 
-und Umgehend
	        
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