Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

Neue Aufgaben durch die Um 
schichtung im AutzeuhaudeL 
Mit den Strukturwandlungen im deutschen Au 
ßenhandel beschäftigte sich auf der GV der Dresdner 
Bank Direktor Dr. Schippel. „Zur Charakterisie 
rung des Umfangs dieser Umlagerungen im reinen 
Warenverkehr sei nur darauf hingewiesen, daß zum 
Beispiel die USA 1885 nur noch mit 25 vH gegen 
75 vH 1933 an unserer Einfuhr von Baumwolle be 
teiligt waren,' Brasilien, Argentinien, Aegypten, 
Indien und andere Länder sind weitgehend an ihre 
Stelle getreten. Neben der Umlagerung der Kupfer- 
einfuhr von den Vereinigten Staaten auf den belgi 
schen Kongo, Britisch-Südafrika und Chile, der Um 
lagerung der Schmalzeinfuhr von den Vereinigten 
Staaten auf Dänemark, der Reiseinfuhr von In 
dien auf Italien verdienen besonders die Wandlun 
gen unserer Wolleinfuhr hervorgehoben zu werden, 
die wir 1933 aus 11, 1935 aus 25 verschiedenen Län 
dern in zum Teil geringen Mengen bezogen. Unter 
diesen zum Teil völlig neuen Lieferländern befin 
den sich auch europäische Länder, die früher kaum 
Rohstoffe nach Deutschland brachten, und deren Ein 
schaltung in den Kreis unserer Bezugsquellen 
hauptsächlich darauf zurückzuführen ist, daß die 
Verrechnungsverträge mit ihnen die Möglichkeit 
bieten, Rohstoffe ohne Inanspruchnahme freier De 
visen zu erwerben. 
Es ist klar, daß diese Umlagerung den deutschen 
Importeur vor neue Ausgaben stellt, da er zwangs 
läufig auf alte Bezugsquellen knüpfen mußte und 
verzichten, neue Beziehungen knüpfen mußte und 
bei einer starken Vermehrung der.Bezugsländer, 
einer Verminderung der bisherigen Bezüge oder 
Neuabfchluß kleinerer Quantitäten ungünstigere 
Preise und Erhöhung der Transportkosten nicht 
immer zu vermeiden waren. Es spricht für die Be 
weglichkeit und Anpassungsfähigkeit des deutschen 
Kaufmanns, daß er den Erfordernissen, die die 
neuen Handelsformen und -wege ihm abverlang 
ten, gerecht wurde. 
Fast größer noch sind die Schwierigkeiten, die der 
deutsche Exporteur zu überwinden hat. Es ergab 
sich die für Deutschland ungünstige Entwicklung, daß 
die Preistendenzen für seine wichtigsten Ausfuhr 
waren, für industrielle Fertigwaren, nach unten 
gerichtet sind, während das Durchschnittspreisniveau 
der wichtigsten Einfuhrgüter — Rohstoffe und Le 
bensmittel — langsam, aber beständig steigt. 
Es ist notwendig, sich diese Zusammenhänge 
immer wieder zu vergegenwärtigen, um die von 
dem deutschen Kaufmann und dem deutschen Ban 
kier auf diesem Gebiete geleistete und zu leistende 
Arbeit zu würdigen." 
Dänische 63 - Millionen - Staatsan leihe 
in Schmede» 
Der dänische Reichstag hat dem Finanzminister 
die Ermächtigung zur Aufnahme einer in- oder 
ausländischen Staatsanleihe bis zum Betrage von 
65 Mill. Kronen sowie zur Konvertierung von zwei 
hochverzinslichen Dollaranleihen erteilt. Nunmehr 
weiß „Berlingske Tidende" zu berichten, daß ange 
sichts der augenblicklichen Lage des Geldmarktes in 
Amerika bis aufweiteres von der Konvertierung 
der beiden Tollaranleihen abgesehen, die Frage der 
Aufnahme einer Staatsanleihe dagegen noch in 
dieser Woche entschieden werden soll. Es heißt, daß 
die neue Staatsanleihe in Schweden aufgenommen 
werden wird, wo vor einem Fahr ein Fünftel 
einer 20-Millionen-Anleihe der Stadt Kopenhagen 
und später eine 2ll-Millionen-Anleihe des norwegi 
schen Staates untergebracht worden sind. Nach einem 
Hinweis daraus, daß die Aufnahme einer Anleihe 
in England sich anscheinend als unmöglich erwiesen 
habe, wird betont, daß die währungspolitische Lage 
Schwedens sehr stark sei und in Schweden Geld- 
überfluß herrsche. Das Blatt rechnet weiter damit. 
Latz die Anleihe von einer schiveöischen Banken 
gruppe übernommen werden dürfte. Die Laufzeit 
der Anleihe würde 20—25 Jahre und ihr Zinssatz 
4 vH betragen, während der Ausgabekurs kaum 
95 vH übersteigen dürfte. 
Die Kreise Pinneberg, Segeberg und 
Storrnarn je ein Beobachtungsgebiet 
Neue viehseuchenpolizeiliche Anordnung 
des Regierungspräsidenten 
Zum Schutze gegen die Maul- und Klauenseuche 
hat der Regierungspräsident in Schleswig iolgende 
viehseuchenpolizeiliche Anordnung erlassen: 
Die Kreise Pinneberg, Segeberg und Stormarn 
werden zu je einem Beobachtungsgebiet erklärt. Die 
Entfernung von Zucht- und Nutzvieh aus diesen 
Beobachtungsgebieten ist nur unter den in der vieh 
seuchenpolizeilichen Anordnung des Ministers für 
Landwirtschaft vom 1. Mai 1912 ausgeführten Be 
dingungen und mit der Maßgabe zulässig, daß der 
Landrat des Bestimmungsortes zu der Ueberfüh- 
rung nach dem Bestimmungsort seine Zustimmung 
erklärt. In den Sperrgebieten der verseuchten Kreise 
unterliegt sämtliches Klauenvieh bis zum Erlöschen 
der Seuche der Absonderung im Stall. Eine Aus 
nahme von dieser Bestimmung ist nur mit ausdrück 
licher Genehmigung des Reichsministers des In 
nern gestattet. Irgendwelche Zuwiderhandlungen 
werden bestraft. Die Anordnung tritt am 23. 4. 1936 
in Kraft. 
Verbleib in der Landarbeit nicht 
zwingend 
Die vielfach festzustellende Auffassung, daß jeder, 
der kürzere ober längere Zeit in der Landwirtschaft 
tätig war, gezwungen sei, dauernd in der Land 
arbeit zu verbleiben, ist falsch. Die Gesetzgebung 
zur Bekämpfung der Landflucht ist — als ausge 
sprochene Notmaßnahme — nur sehr vorsichtig und 
in Einzelfällen angewandt worden. Sie kommt nur 
für die Landarbeiter in Frage, die vor dem 17. 5. 
1934 bzw. vor dem 1. 4. 1935 innerhalb dreier 
Jahre wenigstens zwei Jahre in der Landwirt 
schaft beschäftigt gewesen sind. Sie soll also ver 
hindern, daß gerade diese als Facharbeiter anzuse 
henden Volksgenossen die Landarbeit aufgeben und 
dadurch das Gelingen der Erzeugungsschlacht ge 
fährden. Die seit den genannten Zeitpunkten aus 
der Schule entlassene Jugend oder sonstige Volks 
genossen, die Landarbeit aufgenommen haben, fal 
len nicht unter diese Bestimmungen: sie können also 
auch heute Landarbeit aufnehmen, ohne befürchten 
zu müssen, hierdurch in ihrem Weiterkommen oder 
in der späteren anderweitigen Arbeitsaufnahme be 
hindert zu werden. 
Reichskrastwagentarif — 
ein Uebergungs-Aebergangstarif 
Aus Anlaß der ab 1. 4. 1936 in Kraft getretenen 
Neuregelung SeS Güterfernverkehrs mit Kraftfahr 
zeugen hatte der Reichs-Kraftwagen-Betriebsver- 
band zu einer Besprechung geladen, in der man 
Erläuterungen zum Gesetz über den Güterfernver 
kehr und dessen Ausführungsbestimmungen gab. 
Den Ausführungen war zu entnehmen, daß die 
Verhältnisse, wie sie vor der Neuregelung bestan 
den haben, zu einer Regelung drängten. Rund 8000 
Unternehmen mit etwa 12 000 Fahrzeugen bildeten 
einen vollkommen desorganisierten Gewerbezweig. 
Preisunterbietungen waren an der Tagesordnung. 
Die Speditionen haben es nicht verstanden, objek 
tive Vermittler zwischen Verlader und Verkehrs 
träger zu sein. Der neue Reichskraftivagentarif 
muß von vornherein als Uebergangstarif zu einem 
späteren Tarif angesehen werden. Genau gesagt 
müßte man von einem „Uebergangs-Uebergangs- 
taris" sprechen. 
Die Regelung der Tarissrage ist in zwei Phasen 
vorgesehen. Für die Zeit vom 1. April bis 1. Juli 
1936 ist die jetzt getroffene Regelung in Geltung: 
erst nach Ablauf von zwei weiteren Jahren wird 
man zur Synthese zwischen Schiene und Kraft- 
wagen gekommen sein. Im Hinblick darauf, daß ein 
weiteres Hinausschieben der Ingangsetzung des Ge 
setzes über den Güterfernverkehr mit Kraftfahrzeu 
gen leicht die Meinung hätte aufkommen lassen 
können, baß das Gesetz überhaupt nicht in Kraft 
trete, mußte der Tarif zum 1. April fertiggestellt 
sein. Die Regelung der Tarissrage mutzte daher 
etwas überstürzt behandelt werden, so daß man 
schließlich dahin übereingekommen ist, die Gültig 
keit des Tarifs lediglich bis zum 30. Juni 1936 zu 
befristen. Innerhalb dieser Zeit wird ohne weiteres 
die Möglichkeit bestehen, gewisse Korrekturen einzu 
schalten. Daß aber Korrekturen erforderlich sind, be 
weisen die Zuschriften auS den verschiedensten Wirt 
schaftskreisen. Die zweite Phase der Tarifregelung 
wird der Lösung der Frage dienen, zu Verkehrs 
relationen zwischen Schiene und Kraftwagen zu 
kommen. Darüber hinaus wird die schärfere Er 
fassung der Selbstkostcnlage beider Verkehrsträger 
notwendig sein. In diesem Zeitraum wird man also 
Politik auf incite Sicht betreiben können. Dieses 
Programm verwirklicht, wird schließlich dazu füh 
ren, das zu erfüllen, was die Wirtschaft von Schiene 
und Kraftwagen verlangen kann. Die Uebergangs- 
lösung ist auch für den Abrechnungsverkehr erfor 
derlich. 
Auf Grund des Gesetzes hat der Rcichs-Kraft- 
wagen-Betriebsverband die Berechnung, Einzie 
hung und Auszahlung des Beförderungsentgeltes 
zu übernehmen, und nur ihm steht ausschließlich 
ein Anspruch auf Zahlung der Frachten zu. Vom 
1. April 1836 ab ist es daher nicht mehr statthast, 
daß Unternehmer ohne Zustimmung des RKB das 
Befördcrungsentgelt vom Auftraggeber direkt er 
halten. Um auch hier das Tenipo der Umstellung 
im Interesse einer reibungslosen Geschäftsabivick- 
lung zu verlangsamen, dürfen die im Selbstlader 
verkehr fahrenden Unternehmer vorläufig noch die 
Fracht selbst einziehen. Die Versicherung der beför 
derten Güter im Güterfernverkehr wird ab 1. April 
durch den RKB ausgeführt werden. Diese Versiche 
rung deckt nur die Schäden im Güterfernverkehr, 
nicht die im Nahverkehr. Sie darf auch nicht ver 
wechselt werden mit der Versicherung gegen Haft 
pflicht und Kasko, die von den Unternehmern selbst 
fortzuführen ist. 
Die Kraftwagenverkehrsordnung bringt.eine neue 
Regelung insofern, als unter bestimmten Voraus 
setzungen eine Besörderungspflicht verlangt werden 
kann. Die KVO hat die rechtliche Bedeutung und 
Wirksamkeit wie die Eisenbahnverkehrsordnung für 
die Schienenbahnen. Schließlich bleibt noch darauf 
hinzuweisen, daß im Kraftwagengüterfernverkehr 
im Laufe der Zeit eine Vereinheitlichung aus ge 
wisse Wagennormaltypen angestrebt wird. 
Pfandrechtlich gesicherte Grüferkredite 
Die Reichsregierung hat das folgende Gesetz be 
schlossen: Das Gesetz zur Sicherung von Gräser 
krediten vom 28. Mürz 1934 gilt auch für die Grä- 
serkredite für die Weidezcit 1936. An die Stelle der 
im Gesetz inbezng genommenen Vorschriften der 
88 2 und 5 des Gesetzes zur Sicherung der Dünge 
mittel und Saatgutversorgung vom 20. Dezember 
1983 treten die 88 2 und 5 des Gesetzes zur Siche 
rung der Düngemittel und Saatgutversorgung vom 
21. November 1935. Damit ist das mit Gesetz einge 
führte gesetzliche Pfandrecht an dem aus den Mitteln 
des Gräserkredits beschafften Weidevich auf das 
Weidejahr 1936 unverändert erstreckt worden. Das 
Pfandrecht kann geltend gemacht werden, sobald das 
Vieh nach der Verkehrsausfassung verkaufsreif wird. 
Bei Geltendmachung stehen in diesem Zeitpunkt 
weder das Erbhofgesetz noch die Bollstreckungsschutz- 
bestimmungen für Entfchuldungsbetriebe entgegem 
Auslese 
GV der Beamtenbank zu Kiel 
Am 19. April fand die diesjährige ord. GV der 
Veamtenbank zu Kiel eGmbH statt. Die Genossen 
schaft arbeitet ohne Kredite mit ihrem eigenen 
Vermögen und den ihr anvertrauten Einlagen. Sie 
konnte 3447 Darlehen mit einer Gesamtsumme von 
1 426 546 MuH (gegenüber 2283 Darlehen mit einer 
Gesamtsumme von 768 011 MM im Vorjahre) bereit 
stellen. Der Bestand an Spareinlagen und Depositen 
wuchs um rd. 400 000 auf über 5 000 000 MM, die 
Geschäftsguthaben vermehrten sich um 158 000 MM. 
Der Reingewinn von 10 629,88 wurde im we 
sentlichen zur Stärkung der Reserven verwandt. 
Keine Gegengeschäfte! 
Die Ueberwachungsstelle für unedle Metalle 
bringt folgende Anordnung: „Es ist verboten, die 
Abgabe von unedlen Metallen von der Abnahme 
oder Gegenlieferung anderer Gegenstände ein 
schließlich unedler Metalle oder von sonstigen Lei 
stungen abhängig zu machen ober die Lieferung von 
unedlen Metallen als Gegenleistung für die Ab 
gabe von Gegenständen irgendwelcher Art ein 
schließlich unedler Metalle oder für sonstige Lei 
stungen zu forderm" 
„Rabattbuch", nicht „Sparbuch"! 
Die Wirtschaftsgruppe Einzelhandel weist darauf 
hin, daß die zum Einkleben von Rabattmarken be 
stimmten Hefte künftig nicht mehr als „Sparbuch" 
zu kennzeichnen sind: statt dessen ist eine andere Be 
zeichnung, wie z. B. „Rabattheft", „Rabattkarte" 
oder „Rabattbuch" zu wählen. 
Noch keine Abschlüsse über Julaubs- 
ölsaaten / Ernte 1936! 
Die Reichsstelle für Getreide teilt mit: 
Es wird der Versuch gemacht, bereits jetzt Kauf 
verträge über Oelsaaten inländischer Erzeugung 
der Ernte 1936, insbesondere Raps, abzuschließen, 
wobei zum Teil Vorschüsse in erheblicher Höhe auf 
den Gegenwert für die gekauften und im Herbst 
1936 zu liefernden Oelsaaten angeboten werden. 
Zum Schutze der kapitalschwächeren Käufer und im 
Interesse einer gerechten Verteilung der Ernte 
wird darauf hingewiesen, daß Kaufabschlüsse über 
Oelsaaten inländischer Erzeugung der Ernte 1936 
bis aus weiteres nicht getätigt werden dürfen, so 
fern die Ausgleichsvergütung für das bei der Ver 
arbeitung solcher Oelsaaten anfallende Oel bean 
sprucht werden soll. 
Hamburger Getreidegroßmarkt 
(Frühmarktl vom20 April lOhneEewäbrl 
Getreide (MM je 1000 Kg.) Tendenz ruhia 
Weizen Erz-Pr. Festpr-Geb W 9 . . 205.06 
Weizen. Erz.-Pr Festpr..Geb W 12 . . 2!2.0o 
Roggen Erz -Pr Festvr -Geb R 9 . . , 169 00 
Roggen Erz Pr Festpr -Geb R 12 175.00 
Futtergerste Erz -Pr. Festvr.-Geb (i 9 >78.00 
Futtergerste Erz.-Pr. Festpr.-Geb G 12 >83.00 
Wintergerste, zweizeilig. > Jndustriezwecke 
zirka 70/71 Kg., ab Mecklenburg ... — . - 
Sommergerste frei Hamburg . . 215-20 
dto 68/69 Ka für Jndustriezw ab Mecklba 195-99 
Donaugerste kwgşr. verzollt . . . 
Russengerste 63/64 bzw 64'65 Kg. kwgfr. oerz. - - - 
Haler, Erz.-Vr Festvr.-Geb 11 12 ... . >69.00 
Hafer. Erz.-Pr Festvr.-Geb. H 16 . . , . 174.00 
Futtermittel (MM je 50 Kg.) Tendenz' ruhip 
Jnl Welzenkleie. Grundpr sofort W 9. . . 5.77</2 
Jnl. Roggenkleie. Grundvr sofort R 12 
Reisfuttermehl, deutsches '24%ia, zirka 6 % 
Rohfaser ab Fabrik 5.30 
Reisiuttermehl, hell. 24 % max. 6 % Roh- 
>a!er. prompt 6.10 
Leinkuchen, ab Horburg sofort .... 8.65 
Leinkuchenmehl, dtsch Mahl».. prompt . — 
Kokoskuchen, ab Harburg sofort 8.70 
Manila-Kokoskuchen, ab Harbg. prompt — 
Palmkuchen, dtsch. ab Harburg, sofort . . . 7-76 
Erdnußkuchen ab Harburg sofort .... — 
Erdnußkuchcn. 50 %, Bremen 8.45 
Erdnußkleie — 
Sesamkuchen, ab Fabr. HamburglHarburg 8.05 
Rapskuchen, deutsche Saat, sofort .... 7.10 
Rapsschrot, deutsche Saat ...... 7.20 
Palmkernfchrot deutsch, prompt 7.80 
Sonaichrot Harburg 'oşort .... 7.75 
Baumwoll - Saatkuchenmehl. 48 %, prompt 7.95 
Mehle (MM fe 100 Kg.) 
Weizenmehl 790, W 16 (Jnlandsweizen) 28.70 
Weizenmehl mit 10 % Auslandsweizen . 30.20 
Weizenmehl mit 20 % Auslandsweizen 31.70 
Weizenmehl 79o W y 28 20 
Rvqgenmehl 997. R 12 22.40 
Rogaenmedl, 997, R 15 22.70 
Roggenmehl, 997. K 9 ,,,,,,,, , 22.00 
Handel und Wandel 
Flensburger Mittclmarkt vom 18. April 
72 Tiere (5 Ochsen, 8 Bullen, 64 Kühe und 7 Fär 
sen). Einzelne sehr gute Tiere, Durfchnittsbeschaf- 
fenheit nur mittel. Bei anzureichendem Austrieb er 
folgte Zuteilung. Markt zeitig geräumt, Marktver- 
lauf sehr flott. Preise: Ochsen: a 43. d 27, Bullen: 
a 41, c 32, Kühe: a 40, b 82—86, c 29—31, d 22, Fär 
sen b 38 Pfg. je Pfund. 
Hamburger Börse 
Amtliche Notierung in MM für 100 MM Nennwert 
'Ohn. (flenibbr 
’Bansen 
9teict)Sbanl 
8®.•’Hanl 
Steebn Hanl 
Hereinsbant 
«teilt) Hanl 
Lch...H Hanf 
18 4. 17.4. 
182 50 182 50 
88.50 88 75 
92 75 92.75 
110 50 111.50 
120.00 120 00 
69.75 69 50 
Lerlehr«-Äkt. 
Hvg. Hochbahn 90 00 89 50 
Drsch.-Ostalriko 32 00 32 00 
Hapag 14.75 14 75 
Hbg.Elldamei 27.00 27 00 
Norbb igllyv >6 60 16 00 
Lioerm-.Mme 32.00 34 00 
Jndustr.-All 
All». ŒI..® 
«teitenb 
Llbschl.H. 
Holsten.Br. 
Harp Hgb-G 
Lchackerl-Gl 
tUlen-deai. 
Siemens 
HŞ. 
8eaische (SrbSl 
.1® -Farben 
lieubeliļ 
LU besitz 
18.4 17 4 
35 00 35.00 
155.00 156 00 
142.00 144.00 
103 00 
125 00 
138 00 
184 50 
138.75 
117.00 
163 25 
19 00 
107 25 
103.00 
125.00 
137 50 
183.75 
136.00 
11600 
163 00 
19 00 
Amtliche Währungskurse. 
I Pinnt Sterling . . . . , 
! Dalla, 
Um dän. Kr. . . . 
106 iranz. Frank. 
Pefeta >««,»,»»,, 
^itû • •••••«••§! 
18 4. 17.4. 
«Ohne Gewährl> Geldkurs 
Metall Elektrolytkupser per ton Kg. 
ervmpt cts Hbg. ob. Breun. Rotterd. 
12.28 
2.487 
54.84 
16.40 
33.97 
19.68 
18 4 
52.75 
12.285 
2.486 
54.86 
16.385 
33 94 
19.68 
17. 4. 
53.00 
!)6 Pferde ans Dänemark, 
die nach dem deutsch-dänischen Abkommen in den 
Monaten April biö Juni in einer Gesamtzahl von 
2000 Stück nach Deutschland zur Einführung kom 
men, trafen am Sonnabend auf der Flensburger 
Weiche ein, ivo man sie in der Quarantäne einer 
veterinürpolizeilichcn Untersuchung unterwarf. 
Gleichzeitig ist eine Blutprobe entnommen. Am 
Nachmittag wurden sie nach Husum verladen, wo 
die Verteilung auf die verschiedenen Händler statt 
findet. Bei dem Aufkauf der Tiere in Dänemark 
sind Preise von 11 bis 1300 Kronen bezahlt. In der 
ersten Woche werden 96 Pferde, in der nächsten 
Woche sollen 260 Pferde eingeführt werden, (eg.) 
Heider Marktbericht vom 18. April 
Milchkühe 400—460, Kalbkühe 400—500, Kalbguicn 
350—450, Fehrkühe 300—400, Ochsen 120—160, 160 
bis 220. 220—280. Kälber 40—50. - Wiesenheu 1,80 
bis 2, Kleeheu 2,80, Stroh 0,80—1 MM.. 
Jtzehoer Ferkelmarkt vom 26. April 
Auftrieb: 306 (379). Handel gut, geräumt. Preise: 
1. 78-84, 2. 74—78, 3. 68—74, 4. 50—68. 
Kieler Rauhfutter vom 18. April 
Kleeheu 3,30, Wiesenheu 2,40. Preßstroh 0,90, 
Speisekartoffeln: weiße, rote und blaue —, gelbe, 
runde 3.05—3,25 MM je 50 Kg. Getreide ab Holstein, 
Kartoffeln frei Kiel. 
Kieler Fcrkelmarkt vom 18. April 
Preise: 70—78 Pfg. je Pfund, 18—27 MM je Stück. 
Auftrieb: 88. Handel: ilau. 
Jnsormatorifchc Beschäftigung von Volkswirten 
im Handwerk 
Der Reichsstand des Deutschen Handwerks hat 
feinen Mitgliedskörperschaften die Anweisung ge 
geben, nach Möglichkeit Volkswirte aus sechs 
Monate zu beschäftigen. Den jungen Volkswirten 
solle gleich den Jungjuristen Gelegenheit gegeben 
werden, sich praktisch fortzubilden und die Eigen 
arten und die Stellung des Handwerks in der Wirt- 
ichait kennenzulernen. Auch Studierende der Wirt 
schaftswissenschaften können als Praktikanten be 
schäftigt werden. 
Oie Berkeimärkte 
in der Woche vom 14 bis 18. April 1936 
Marktplätze 
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4—6 
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6-81 üb. 8 
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62 
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200 
18-20 
18 20 
15-17 
>0 23 
20 22 
17-19 
22 24 
21 22 
60-70 
57-60 
Mittelmaß 
gut 
schlepp. 
geräumt 
geräumt 
geräumt 
Durchschnitt 
„ Dorw. 
309 
221 
I* 20 
16 IR 
-'0 2 
18 21 
T>. 24 
20 23 
Gruppe II 
Husum 
Schleswig 
Rendsburg 
Lckernşôrd« 
Mei . 
Nortort 
Reumünster 
456 
416 
492 
20 
88 
52 
183 
19 21 
14 18 
18 
21 23 
18-24 
24 27 
27 
60 75 
72-78 
62-72 
70-78 
72-76 
72-78 
60 75 
67-71 
62-72 
72-76 
63 66 
gut 
mlttelmäß. 
gut 
miltelmäà 
flau 
flau 
mitteimaß. 
geräumt 
zl. geräumt 
geräumt 
n. geräumt 
Durchschnitt 
.. Dorw 
1707 
1223 
16 20 
16-20 
20 24 
20 23 
24-27 
24-27 
Gruppe III 
Hademarsch 
Heide . 
Meldori 
Ztzehor. 
Schnelsen 
Altona. 
Wandsbek 
30 
321 
307 
66 
200 
16 18 
14 16 
16 18 
16 18 
18 20 
17 2( 
18-24 
18-22 
20 22 
21-28 
24-34 
22-30 
70-75 
76 80 
72-76 
Mittelmaß. 
flott 
langsam 
mäßig 
f. geräumt 
geräumt 
n geräumt 
Durchschnitt 
Dorw 
1014 
948 
16-18 
16 18 
18-22 
18 22 
22 30 
20-30 
Gruppe IV 
Dramstedl . 
Kaltenkìrch 
Segeberg . 
Oldesloe . . 
'Ratzeburg 
Mölln 
Zchivarzent. 
135 
83 
17 19 
16 18 
19 23 
18-20 
23-30 
20 24 
«ittelmäß. 
rege 
geräitiM* 
geräumt 
Durchschnitt 
. Don». 
218 
607 
l7 18 
16 18 
19 22 
18-21 
21 26 
21-25 
Schleswig-Holsteinischer Wirtschaftsdienst
	        
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