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Aņsķlang der Geburtstagsfeier des Führers
Die Geburtstagsparade
Dis neue Wehrmacht grüßt und ehrt ihren Schöpfer Adolf Hitler
Des Führers und Reichskanzlers Geburts
tag stand in diesem Jahre äußerlich völlig im
Zeichen des Paradeaufmarsches von Truppe«
des 3. A.-K. in Berlin. Das war ein Ereignis,
wie der Berliner es liebt, und um das ihn
jeder deutsche Volksgenosse draußen „in der
Provinz" beneidet. Das „Paradefeld" dehnte
sich diesmal in riesigem räumlichem Ausmaß
vom einstigen Kaiserschloß am Lustgarten, die
„Linden" entlang, über das Brandenburger
Tor hinaus, umfaßte den Königsplatz mit dem
Bismarck-, Moltke- und Noon-Denkmal und
zog sich über die Charlottenburger Chaussee
hinweg bis zum sogenannten Kleinen Stern
im Tiergarten. Hier waren riesige Tribünen
errichtet für den Führer, die Minister und
Staatssekretäre, die Führer der Organisatio
nen und Gliederungen und für Tausende von
geladenen Güsten, besonders des alten und
neuen Heeres, der Pour-le-Mêrite-Ritter, der
Presse usw.
Hunderttausende von Berlinern waren seit
dem frühen Morgen auf den Beinen, um den
Führer an seinem Geburtstag zu grüßen und
das militärische Schauspiel mit zu erleben.
Denn es war wirklich ein Erlebnis, was sich
in den Mittagsstunden des 20. April hier im
Berliner Tiergarten abrollte. Die junge deut
sche Wehrmacht stellte am Geburtstag des Füh
rers den ersten Jahrgang jener jungen Deut
schen im feldgrauen Rock dem Führer vor, der
unter dem neuen Wehrgesetz seiner militäri
schen Dienstpflicht genügt. Ueber die Beförde
rung der Oberbefehlshaber wird an anderer
Stelle d. Bl. berichtet.
Volle zwei Stunden rollte dieses militärische
Schauspiel an den Augen der begeisterten Zu
schauer vorüber. Nach jahrzehntelanger militä
rischer Ohnmacht zeigte sich hier zum ersten
Male die Auswirkung des Entschlusses des
Führers zur Wiederherstellung der deutschen
Wehrfreiheit. Alle die Kampfmittel, die uns
Versailles versagte, und ohne die wir jeder mi
litärischen Willkür des Auslandes schutzlos
preisgegeben waren, sind in diesem einen Jahr
geschaffen worden. Und wie schnell sich der erste
Wehrmachtsjahrgang des nationalsozialisti
schen Deutschland in seine soldatisch-technischen
Aufgaben hineingefunden hat, das hat er dem
deutschen Volk, das hat er dem Führer an sei
nem 47. Geburtstag bewiesen.
Abfahrt des Führers zur Parade.
Nachdem die Vertreter der Wehrmacht dem
Führer die Glückwünsche des deutschen Volks
heeres überbracht haben, marschiert SA. mit
grünen Spiegeln und Mützenrändern vor der
Reichskanzlei auf. Es ist der Sturm 11/100 aus
Dresden, der nach mehrtägigem Fußmarsch in
der Reichshauptstadt eingetroffen ist, um dem
Führer seine Glückwünsche darzubringen.
Gleich darauf erscheinen die Berliner Blut
ordensträger.
Die immer größer werdende Menge auf dem
Wilhelmplatz verlangt in ununterbrochenen
Sprechchören, den Führer zu sehen. Viele Er
wachsene und Kinder haben Blumensträuße in
der Hand, die sic immer grüßend zu den Fen
stern der Reichskanzlei erheben. In dem Er
finden neuer Sprechchortexte ist die Jugend
schier unerschöpflich. So rufen BDM.-Müdchen
„Lieber Führer, komm heraus, sonst verwelkt
der Blumenstrauß!"
Um 10.45 Uhr passierte Reichsminister Dr.
Goebbels, der sich inzwischen wieder in sein
Ministerium begeben hatte, die Wilhelm
straße, von der Menge wieder lebhaft begrüßt.
Um 10.50 Uhr tönte aus dem Lautsprecher, der
in der Mitte des Platzes aufgestellt war, die
Stimme des Rundfunksprechers, der einen
Vorbericht von der Paradeaufstellung gab.
Punkt 11 Uhr verließ der Führer in Be
gleitung seiner militärischen Adjutanten mit
seinem Wagen die Alte Reichskanzlei, von den
Massen mit Jubelstürmen der Begeisterung
empfangen, um sich zur Truppenparade zu be
geben.
Ihm folgten Reichskriegsminister General
oberst von Blomberg, und die Oberbefehls
haber der drei Wehrmachtsteile, General der
Flieger Göring, Admiral Dr. h. c. Raeder und
General der Infanterie von Rundstedt in
Vertretung des Freiherrn von Fritsch. In
raschem Tempo durchfuhren die Wagen mit
dem Führer und seinem Gefolge die Straßen
bis zur Schloßfreiheit, umjubelt von den in
dichten Mauern drängenden Menschenmassen.
Der Kommandierende General erstattet
Meldung: Zur Parade angetreten.
Im Lustgarten erstattet der Kommandie
rende General, Generalleutnant von Witz
leben, die Meldung:
„3. Armeekorps mit Wachtruppe Berlin,
23. Division, 3. Panzerwagendivision,
Schulen, Teile der Luftwaffe und der
Marine in Stärke von 480 Offizieren,
13 932 Mann, 077 Pferden und 1573 ,
Fahrzeugen zur Parade angetreten!"
Der Präsentiermarsch und died eutschen Na
tionalhymnen klingen auf. Lautlose Stille liegt
einige Augenblicke über dem weiten Platz.
Dann beginnt die Abfahrt des Führers von
leutnant von Witzleben, der, gefolgt von sei
nem Adjutanten, aus einem prachtvollen Brau
nen voranreitet. Auf dem Point vor dem Füh
rer senkt er den Degen. Der Führer erhebt den
Arm zum Gruß. Es folgt dann der Komman
dant von Berlin, Generalleutnant Schaum
burg, hinter ihm das Spielmannskorps und
die Kapelle des Wachregiments. Inzwischen
sind Generalleutnant von Witzleben und Ge
neralleutnant Schaumburg abgesessen, haben
sich zum Führer begeben und ihm mit gesenk
tem Degen den Vorbeimarsch der Truppen ge
meldet. Zu beiden Seiten des Führers und
der Oberbefehlshaber der einzelnen Wehr
machtsteile nehmen sie nun für die Dauer des
Vorbeimarsches der ihnen unterstellten For
mationen Aufstellung.
Währenddessen ist die Kapelle des Wachregi
ments nach links ausgeschwenkt und hat gegen
über dem Standort des Führers ihren Platz
eingenommen. Es kommen die ersten Kom
pagnien des Wachregiments, die, wie hernach
die gesamte Infanterie, in Zugkolonnen vor
beiziehen und so gut wie zwei Drittel der brei-
Die Wehrmacht ehrt ihren obersten Befehlshaber. Ein Ausschnitt aus der großen
Parade der Wehrmacht im Tiergarten. Hinter dem Führer von links nach rechts
Generalfeldmarschall von Blomberg mit dem Marschallstab, Generaloberst
Göring, Generaladmiral Raeder. (Scherl Bilderdienst, K.)
der Schloßfreiheit. Im Wagen stehend grüßt
er die Truppenverbünde und dankt den jubeln
den Volksgenossen.
In langsamer Fahrt die Linden entlang be
wegt sich die Wagenkolonne bis zur Haupt
tribüne am Kleinen Stern. Von dort aus wer
den um 11.20 Uhr vom Königsplatz her die
Wagen mit dem Führer und seinem Gefolge
sichtbar. Durch die dichten Menschenmassen
geht freudige Erregung. Die Hände recken sich
zürn Gruß. Heilrufe brausen auf. Der Führer
entsteigt dem Wagen und bleibt mit dem
Reichskriegsminister und den Oberbefehls
habern der Wehrmachtsteile vor der Regie
rungstribüne stehen. Immer wieder ertönen
die Heilrufe und Gratulationswünsche im
Sprechchor.
Ter Vorbeimarsch.
Wenige Minuten vor 12 Uhr, als gerade wie
der die Sonne durchgebrochen ist, wird am
Kleinen Stern der Marschtakt der Spielleute
des Wachregiments, das an der Spitze der Pa
rade marschiert, hörbar. Der Führer begrüßt
noch die letzten ihm vorgestellten Offiziere der
höheren Stäbe und betritt dann das für ihn
errichtete Podium. Hinter ihm stehen General
feldmarschall von Blomberg, der General der
'Infanterie und Oberbefehlshaber des Grup-
penkommandos 1, von Rundstedt, als Ver
treter des Oberbefehlshabers des Heeres, Ge
neral-Admiral Raeder als Oberbefehlshaber
der Marine und Generaloberst Göring als
Oberbefehlshaber der Luftwaffe und General
der Flieger Kaupisch.
Die Parade wurde eröffnet durch den Kom
mandierenden General des 3. Armeekorps und
Oberbefehlshaber im Wehrkreis 3, General-
Auch die Kriegsmarine war airs der großen Parade vertreten.
(Heinrich Hoffmann, K.j
ten Charlottenburger Chaussee einnehmen, vor
dem Regiment ihr Kommandeur, Oberstleut
nant von und zu Gilsa.
Es ist ein prachtvolles militärisches Bild für
die Zuschauer, vielleicht noch eindrucksvoller
als bei den sonst üblichen Paraden ans freiem
Felde, weil der scharfe Tritt des Parademar
sches auf der blanken Fahrbahn zwischen den
hohen Tiergartenbäumen hier das äußere
Bild besonders wirkungsvoll ergänzt. So geht
es Kompagnie auf Kompagnie und Zug auf
Zug, die Maschinengewehrkompagnien, Mi-
nenwerferkompagnien und Nachrichten-Abtei-
lungen auf ihren Fahrzeugen, ebenfalls in
Zugkolonnen. Auf die Wachtruppe folgt die
Jnfanterieschule unter Oberst Hube, das Jn-
fanterie-Lehrbataillon unter Major Fleisch
hauer und die Kriegsschule Potsdam, der
junge Offiziersnachwuchs des Heeres, unter
Oberst Wetzel.
Für das Heer folgen nunmehr die Formatio
nen der 23. Division, an deren Spitze ihr Kom
mandeur, Generalmajor Busch, reitet. Hinter
dem Führer schwenkt er aus und tritt an die
Stelle, die bisher der Kommandant von Berlin,
Generalleutnant Schaumburg, eingenommen
hatte. Die Kapelle des Infanterie-Regiments 9
löst das Musikkorps des Wachregiments ab.
Den Abschluß der Infanterie macht das In
fanterie-Regiment 67. Es folgt noch die erste
Kompagnie des Pionierbataillons 43.
Mit den hellen Schlägen der Kesselpauken
naht die Kapelle des Artillerie-Regiments 23,
das im Trab vorbeireitet bzw. fährt, dann die
erste Abteilung des Artillerie-Regiments 59
und die erste Abteilung des Artillerie-Lehr-
regimeuts. Wir sehen neben den einfachen
Feldkanonen die Feldkanone 16 mit verlän
gertem Rohr und die leichte Feldhaubitze 18,
alles ein prächtiges Bild musterhafter Ord
nung. Die Fahrzeuge und Bereiter kommen
mit ihrem wohlgepflegten und von Leistungs
fähigkeit zeugendem Pferdematerial im guten
Trab vorbei. Ebenfalls im Trabtempo folgen
nun motorisierte Formationen, und zwar zu
nächst die Panzerabwehrabteilung 23, Panzer-
abwehrvbteilung 23, die mit ihren kleinen
2-Ztm.-Tankabwehrkanonen und mit den
ebenso für Tankabwehr wie für Fliegerabwehr
benutzbaren kleinen Motorflaks besonders be
wundert wird. Dann folgt die motorisierte
zweite Abteilung des Artillerie-Lehrregiments
und die zweite motorisierte Abteilung des Ar
tillerie-Regiments 59. Den Abschluß des Vor
beimarsches der Heeresformationen machen die
Pionierschule 2 und die Nachrichten-Abt. 23.
Den kurzen Abstand, den die nachfolgende
Marineabordnung von den vorbeimarschieren
den Truppenteilen des Heeres nahm, benutzte
ein Jungmüdel unter dem rauschenden Bei
fall der Massen, um schnell unter den Armen
eines Schupos hindurchzurukschen und über
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Tic Panzer bei der Fahrt durch das
Brandenburger Tor.
(Atlantic, K.»
den Platz zu rasen, wo sie sich vor dem Führer
aufbaut. Mit strahlendem Gesicht und glühen
den Backen läuft sie ebenso schnell beim Her
annahen der Marinekapelle zurück, nachdem
ihr vorher der Führer die Hand gegeben hat.
Freudig begrüßt folgt nun die Marine-
Lehrabteilung unter Korvettenkapitän Kau,
die mit ihrem musterhaften Auftreten und
ihrem bestechenden Parademarsch.
Für die Dauer des Vorbeimarsches seiner
Abteilung war Korvettenkapitän Kay zum
Führer ausgeschwenkt. Er wird nun durch den
Höheren Kommandeur der Flakartillerie im
Luftkreis 2, Oberst Weise, abgelöst. Die Luft
waffe ist vertreten durch das Bataillon „21",
das Bataillon „B" und das Regiment „Gene
ral Göring". Den Ilbschluß des Fußmarsches
der Luftwaffe machen die Luftkriegsschulen.
Die übrigen Teile der Luftwaffe gehen im
Trabtcmpo auf ihren Fahrzeugen am Führer
vorbei. Hintereinander folgen mit ihren moto
risierten leichten, mittleren und schweren f
Flakgeschützen und den Scheinwerfern sowie
dem großen Horchgerät und dem 2tachrichtcn-
material die erste 2lbteiluug des Flakregi-
ments 12, die erste Llbteilung des Flakregi
ments 22, die zweite Abteilung des Flakregi-
mcnts 22 und schließlich die dritte 21bteilung
des Flakregiments „General Göring" unter
Major Köppett.
Der letzte Teil der Parade ist erfüllt von dem
Rauschen und Rattern der Motoren und der
Raupen der Panzerwagen urid der 2lufklä-
rungsfahrzenge. Voran marschiert in schwarzer
Uniform mit leicht zur Seite gezogener 2Nütze
eine Musikkapelle, die vor dem Führer zum
Trabmarfch einschwenkt, während der Kom
mandeur der 3. Panzerdivision, Generalmajor
Kühn, zum Führer tritt. Unter Voranfahrt des
Kommandeurs der dritten Panzerbrigade fol
gen die Panzerregimenter 6 und 6. Geräusch
loser zieht die 2lufklärungsabteilung 3 vor- ;
bei, die Straßenpanzerwagen und andere be
reifte Tsiotorfahrzeuge fährt. Nachdem cs zwi
schendurch eiue kurze Regendusche gegeben
hatte, ist nun wieder die Sonne durchgebrochen,
so daß die Panzerabwehrabteilung 39 wieder
bei der fabelhaft ausgerichteten Vorbeifahrt
leichten Staub aufwirbelt. Es ziehen dann vor
bei die 1. Motorisierte Llbteilung des Llrtille-
rie-Regiments 79, die Nachrichtenabteilung 39.
Als erste Formation zeigt sich in schneidiger
Vorbeifahrt das Schützenregiment. In weni
gen Minuten ist so ein ganzes vollinfanteri-
stisch kampfkräftiges Regiment — die Schützen
mit aufgepflanztem Seitengewehr — aus den
leichten Lastkraftwagen vorbeigezogen. Den
Abschluß der Parade bildet das Kraftrad-
Schützenbataillon 3. Dann knattern zum Schluß
noch einmal vernehmlicher die Motoren, je
weils drei Rüder, meist mit Beiwagen, gehen
in einer Reihe vorbei, vor jeder Kompagnie
und bei jedem Stab ein Führerwagen. Der
Führer hat fast während der ganzen Zeit mit
erhobener Rechten gestanden. Immer wieder
grüßte er und sah den an ihm vorbeimarschie
renden Soldaten in die strahlenden Augen.
Nach der große» Parade. —
Die Rückkehr des Führers.
Die Llbfahrt des Führers erfolgt unter
neuen Kundgebungen der Begeisterung. Im
mer wieder hört man. Rufe: „Wir gratulie
ren!" „Unsere herzlichsten Glückwünsche!" 2luf
der Rückfahrt zur Reichskanzlei stand der
Führer im Wagen und dankte für all die
Kundgebungen der Liebe und des Vertrauens.
Je mehr sich der Wagen des Führers näherte,
desto stärker wuchsen die Heilrufe an, die zü
einem Jubelsturm der Begeisterung wurden,
als der Führer dann, gefolgt vom Reichs
kriegsminister und der Generalität, vor dek
Reichskanzlei vorfuhr. Vor dem Einfahrtstor
ließ der Führer seinen Wagen kurz halten^
Eine Mutter hielt ihm ihr kleines Mädel ent
gegen, das ihm einen Blumenstrauß über
reichen wollte.
Während die Wache unter Gewehr trat, trm
der Führer dann mit seiner Begleitung in dir
Reichskanzlei.
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