3» eigenen Worten
Nach einer vorgestern
Reichsaufgabe» ausführlich gewürdigten
und Finanzausgleich Untersuchung des Insti
tuts für Konjunktur
forschung über die Wirtschaftslage in Deutschland
können wir für das jetzt zu Ende gehende Rech
nungsjahr 1935-36 mit einem Steuermehrertrag ge
gen 1982-33 von rd. 3 Mrd. JtM rechnen. Der ur
sprünglich gegen 1934-86 auf 1 Mrd. veranschlagte
Mehrertrag wird praktisch noch um einige 100 Mill.
übertroffen. Es ist selbstverständlich, daß das
Reich sich in anbetracht der gewaltigen Aufgaben
mehr und mehr aus dem Steueraufkommen direkt
zu finanzierenden Arbeitsbeschaffungsaufgaben
einen möglichst großen Anteil dieses Mehrertrags
zu sichern sucht, wie es >n dem geänderten Finanz
ausgleichsgesetz zum Ausdruck kommt.
Rach den geltenden Vorschriften haben die Län
der und Gemeinden die anteilige Ertragshoheit an
den Einnahmen aus der Einkommen-, der Körper-
schafts- und der Umsatzsteuer. Bereits durch den
Ende Februar 1935 geänderten Ausgleich ivurde
bei diesen 8 großen Ueberweisungssteuern eine
Kürzung um % des Anteils der Länder vorgenom
men, soweit dieser Anteil bei der Einkommensteuer
1,1 Mrd., bei der Körperschaftssteuer 240 und bei
der Umsatzsteuer 573 Mill. JiM und der Gesamtan
teil an den ersten beiden Steuern 1340 Mill. JtM
übersteigt. Die Hälfte der etwaigen Mehreinkünfte
verbleiben beim Reich, die andere Hälfte sollte in
einen Ausgleichsstock gehen, über dessen Verwen
dung der Reichsfinanzminister entscheidet. Ihm ist
also die Möglichkeit gegeben, je nach der Entwick
lung der Finanzverhältnisse bet Reich, Ländern und
Gemeinden die Mittel des Ausgleichsstocks dahin
zu leiten, wo sie am notwendigsten gebraucht wer
den. Der tiefere Sinn dieses Ausgleichsstocks, an
dem auch in dem neuen sog. Plafonds-Gesetz fest
gehalten wird, ist also, etwas mehr Beweglichkeit
in den Finanzausgleich hineinzubringen. (Unter
Finanzausgleich versteht man im formellen Steuer
recht die Summe aller Rechte, die die Verteilung der
Befugnis zum Steuerauferlegen bzw. Steuergestal
ten und die Verteilung der Steuererträge unter die
einzelnen Steuerhoheitsträger eines Staatswesens
regelt.) Nach dem Plafonds-Gesetz des Vorjahres
rechnete man auf Grund der Vorschützungen mit
einer zusätzlichen Einnahme des Reiches (bzw. des
Fonds) von insgesamt 155 Mill. JIM.
Das neue Plafonds-Gesetz verfolgt wie seine
Vorgänger die Absicht, einen Rahmen für die
Ueberweisungsanteile der Länder zu schaffen, ohne
daß irgendwelche Kürzungen gegenüber dem bis
herigen Zustand erfolgen. Die Ueberweisungen an
die Länder aus der Einkommensteuer stellten sich
z. B. im Jahre 1934 auf 1120,8 Mill.,' auf Grund
der Begrenzung durch das neue PlafondS-Gesetz
werden diese für 1935 wahrscheinlich 1140 Mill, be
tragen, diese Grenze aber nicht überschreiten,' bei
der Körperschaftssteuer betrugen die Ueberweisun
gen 1934 rund 239,5 Mill.,' sie werden 1935 bis
247,5 Mill, steigen können,' aus der Umsatzsteuer
haben die Länder 1934 rund 562 Mill, bekommen,
in diesem Jahr können sie bis auf 692 Mill, stei
gen. Die Länder bzw. die Gemeinden bekommen
also nach dieser Aenderung des Finanzausgleichs
nicht weniger als sie 1984 bekommen haben,' eher
sogar auf Grund der Wirtschaftsbesserung noch
etwas mehr. Im Jahre 1935 ist im übrigen eine
starre Begrenzung der U'eberweisungen (bis zu den
erwähnten Höchstsätzen) vorgesehen, während für
die folgenden Jahre keine solche Begrenzung beab
sichtigt ist,' vielmehr sieht der Paragraph 2 des Ge
setzes eine prozentuale Beteiligung der Länder an
den Steuermehraufkommen vor.
Wiederum fließt der Betrag, um den die Länder
anteile gekürzt werden, zur Hälfte (das sind etwa
67 Mill. JIM) in den Ausgleichsstock. Wiederum
dient der Stock einem etwa notwendig werdenden
Ausgleich bei solchen Ländern, deren Finanzlage
noch gewisse Schwierigkeiten aufweist, und die we
gen ihrer Wirtschaftsstruktur an der allgemeinen
Belebung nicht in dem Maße teilnehmen konnten
als der Durchschnitt der Länder. Die Speisung die
ses Stocks erfolgt im übrigen nur einmalig auS
dem Aufkommen des Jahres 1935, „während man
für die Zukunft aus begreiflichen Gründen der
artige Fonds nicht zu errichten beabsichtigt".
Das verschärfte Plafonds-Gesetz hatte selbstver
ständlich abzuwägen, wieweit die Verschiebungen
zugunsten des Reiches für die Gemeindehaushalte
tragbar sind. Nach „Wirtschaft und Statistik" sind
die Ausgaben der Gemeinden und Gemeindever
bünde von 6341 Mill. JIM in 1933-84 auf 6114 Mill.
JiM in 1934-35 zurückgegangen, die Einnahmen
aber von 6204 auf 6283 Mill. JtM gestiegen (1932-33
5795 Mill. JtM). Die Zunahme seit 1932-33 ist be
dingt durch steigende Steuereinnahmen (st- 500
Mill. JtM), aber auch durch Schuldanfnahme zur
Finanzierung der Arbeitsbeschaffung (180 Mill.),
während die Zuschüsse, Beiträge u. dergl. von Reich
und Ländern um 282 Mill. JtM auf 489 Mill. JtM,
&. h. um 37 v. H. in 2 Jahren, sanken. Da nach dem
neuen Plafonds-Gesetz erheblich größere Ueberwei-
snngen nicht zu vergegenwärtigen sind, werden die
notleidenden Gemeinden wie bisher auf den La
stenausgleich innerhalb der Länder angewiesen sein,
der z. B. in Preußen durch den Ausgleichssonds
für notleidende Kommunen erfolgt.
sonstige Buchungsvorgänge. Faßt man die Spar
einlagen und die Depositen-, Giro- und Kontokor
renteinlagen der Anstalten im Unterbau der deut
schen Sparkassenorganisation zusammen, so ergibt
sich, daß die Gesamteinlagen um 230,3 Mill. JtM auf
16 077 Mill. JtM zugenommen haben. Sie haben da
mit erstmalig die 16-Mrö.-Grenze überschritten,
nachdem die 15-Mrd.-Grenze im April 1935, die 14
Mrd.-Grenze im Mai 1934 erreicht war. Ohne Be
rücksichtigung der Gutschriften von Zinsen sowie der
nicht durch reinen Zahlungsverkehr bedingten Ver
änderungen haben sich die Gesamteinlagen um 171,1
Mill. JtM erhöht. Dieser Zuwachs war größer, als
in den Vorjahren seit der Machtübernahme.
16 Milliarden Gesamteinlagen
der Sparkassen
sind im Februar um 140,4 auf 13 933 Mill. JiM ge
stiegen. Von dem Einlagenzuwachs entfielen 78,9
Mill. JtM auf den Einzahlungsüberschutz, 58,8 Mill.
JtM auf Zinsgutschriften und 2,7 Mill. JtM auf
Die Weinversteigerungeu
bedürfen lt. Anordnung der HB. der Deutschen Gar
ten- und Weinbauwirtschast der Genehmigung. Der
Antrag ist mindestens drei Monate vor Beginn der
Veranstaltung dem Wirtschaftsverband einzureichen
unter Angabe des Namens des Versteigerers, des Na
mens des Eigentümers der zur Versteigerung ge
langenden Weine und des Jahrganges, Wachstums,
der Lage oder Herkunftsbezeichnung und der Menge
(Literzahl) der zu versteigernden Weine. Die Geneh
migung soll nur erteilt werden, wenn ein wirtschaft
liches Bedürfnis vorliegt. Sie ist zu versagen, wenn
zu erwarten ist oder feststeht, daß die zur Verstei
gerung gelangenden Weine bezüglich ihrer Qualität
nicht den Anforderungen entsprechen, die an Ver
steigerungsweine zu stellen sind. Der Vorsitzende
des für den Versteigerer zuständigen Verbandes ist
ermächtigt, bei bereits genehmigten Versteigerun
gen die Versteigerung einzelner Weine zu verbieten,
die hinsichtlich ihrer Qualität den Ansprüchen nicht
genügen. Die Anordnung tritt am 1. April in Kraft.
Verschobene Quoten im Finanzausgleich
Durch Gesetz vom 30. März 1936 hat der Finanz
auSgleich rückwirkend mit dem 1. April 1935 eine
neue Festsetzung erfahren. Mit gleicher Wirkung
tritt auch das Gesetz zur Aenderung des Finanz
ausgleichs vom 26, Februar 1935 außer Kraft. Un
verändert sind folgende Bestimmungen geblieben:
Im Hinblick aus die Vorbelastung des Reiches
durch Maßnahmen zur Arbeitsbeschaffung werden
die Anteile der Länder an den folgenden Reichs-
steuern für das Rechnungsjahr 1935 um zwei Drit
tel gekürzt, soweit sie bei der Einkommensteuer 1100,
bei der Körperschaftssteuer 240 und bei der Umsatz
steuer 673 Mill. -JtM übersteigen. Der Betrag, um
den die Länderanteile gekürzt werden, verbleibt zur
einen Hälfte dem Reich. Die andere Hälfte wird
einem Ausgleichs st ock zugeführt, über dessen
Verwendung der Reichsfinanzminister das Nähere
bestimmt.
Im aufgehobenen Gesetz hieß es noch, daß die
Länderanteile an der Einkommen- und Körper
schaftssteuer erst dann gekürzt werden, wenn sie zu
sammen den Betrag von 1840 Millionen übersteigen.
Jetzt wird bestimmt: Erreichen die ungekürzten
Länderanteile an der Einkommensteuer 1220 Mill.
JtM, an der Körperschaftssteuer 262,5 Mill, und an
der Umsatzsteuer 680 Mill. JtM, so verbleibt das
Mehraufkommen dieser Reichssteuern voll dem
Reich. Die Regelung für 1938 und die folgenden
Rechnungsjahre ist anders. Die Länderanteile wer
den weiter gekürzt. Die Länder erhalten, soweit der
Länöeranteil bei der Einkommensteuer 1100, bei der
Körperschaftssteuer 240 und bei der Umsatzsteuer
673 Mill. JtM übersteigt, von dem überschießenden
Betrag des Länderanteils einer jeden Steuer von
den ersten 100 Mill. JtM 15 vom Hundert, von den
ziveiten 100 Mill. JIM 12 vom Hundert und von
jeden weiteren 100 Mill. JIM je 2 vom Hundert
weniger.
Wird der Grundbetrag bei einer oder bei
zwei Steuern nicht erreicht, so erhöht er sich bei den
anderen Steuern entsprechend, und zwar wenn zwei
Beträge zu erhöhen sind, bei jeder Steuer um die
Hälfte des Ausfalls. Der Grundbetrag darf bei je
der Steuer nur bis zu dem Betrag erhöht iveröen,
der sich bei Anwendung der allgemeinen Beteill
gungsvorschriften des Finanzausgleichsgesetzes als
Länöeranteil ergeben würde. Für die Berechnung
der Länöeranteile bleibt das Steueraufkommen im
Saarland außer Betracht.
Im übrigen werden noch einige Einzelheiten ge
ändert, vor allem im Gesetz über den Eintritt des
Freistaates Württemberg in die Biersteuergemein
schaft vom 27. März 1919.
Das Wirken der Arbeitsausschüsse
Zur Entlastung des Gesetzgebers Ausbau geplant.
Die Leipziger Vereinbarung, mit der die soziale
Selbstverwaltung begründet wurde, konnte in die
sen Tagen ihren ersten Geburtstag begehen. In
der „Deutschen Volkswirtschaft" wird eine erste Bi
lanz des Wirkens der neuen Arbeitsausschüsse ge
zogen. Obwohl nur von beratender Funktion,
hätten sie sich als ein wertvolles, ja unent
behrliches Mittel des sozialen Ausgleichs erwiesen.
Mansfeld erwartet von den Arbeitsausschüssen,
daß sie allmählich den Staat von sozialpolitischen
Aufgaben entlasten werden, die er heute noch un
mittelbar erfüllen muß. Er deutet an, daß in spä
terer Zeit die Arbeitsausschüsse über ihre Bera
tungsaufgabe hinauswachsen werden, und daß dann
Entscheidungen, die gegenwärtig unmittelbar vom
Staate ausgehen, innerhalb der Selbstverwaltung
getroffen werden müssen.
Kiel, 1. 4. Schweine von mittlerer Qualität. Auf
trieb entsprach dem Bedarf. Am Großviehmarkt
Mehrzufuhr von 50 Kühen, sie kam vor allem wie-
öer den Kühen zugute, die in ihrer Beschaffenheit
besser waren. Beschaffenheit der übrigen Gattungen
mittel. Tiere flott zu Höchst- bzw. Festpreisen ver
kauft. Die Zufuhr zum Kälbermarkt hielt sich aus
der alten Höhe. Beschaffenheit verbessert. Bei leicht
ansteigender Notiz Markt bei mittlerem Verlauf
rasch geräumt. Schafmarkt belanglos.
Lübeck, 31. 3. 1452 Schweine, 332 Kälber, 78 Schafe.
Die Zufuhr an Schiveinen lagen im Hinblick auf
das bevorstehende Osterfest um etwa 200 Tiere
höher. Qualität ungefähr gleichbleibend. Auch der
Kälbern war der Auftrieb um etiva 80 Tiere höher.
Gute Qualitäten reichlicher vorhanden. Infolge der
kommenden Festtage Bedarf erheblich größer.
Preise konnten sich daher in allen Klassen um 1 bis
6 JtM verbessern. Bei flottem Handel ausverkauft.
Ebenfalls waren dem Schafmarkt etwa 60 Tiere
mehr zugeführt. Auftrieb gualitativ durchweg gut
und bestand in der Hauptsache aus Lämmern. Markt
bei gutem Verlauf schnell geräumt.
München, 1. 4. 76 Ochsen, 141 Bullen, 753 Kühe
und 58 Jungrinder. Ochsen, Bullen, Jungrinöer
gelangten zur Verteilung, ebenso auch aa- und a-
Tiere bei Kühen. Auftrieb in der Hauptsache mitt
lerer Qualität. Markt rasch geräumt. Kälbermarkt
mit 2036 lebenden und 381 geschlachteten Tieren
beliefert. Marktlage belebt, Preise behauptet. Qua
lität mittelmäßig. Am Schweinemarkt 3909 lebende
und 103 geschlachtete Tiere. Qualität unverändert.
Anlieferung wurde wieder verteilt.
Rendsburger Ferkelmarkt vom 2. April
Auftrieb: 433, Handel: gut, Markt: geräumt.
Schwere Ware, 40—50 Pfö., 65—69 Pfg., mittel-
schivere Ware, 80—40 Pfd., 68—72 Pfg., leichte
Ware, 25-30 Pfd., 70-7i> Pfg. das Pfund Lebend
gewicht. Der nächste Markt findet am Donnerstag,
9. April (Gründonnerstag), statt.
Eckernsörder Ferkelmarkt vom 1. April
Zufuhr 30, Handel flott, Preise 60 bis 70 Pfg.
je Pfund.
Auslese
Die Einführung der Zellwolle war ein Ausgleich
für die in Deutschland zur Frage gewordenen Roh
stoffversorgung, erklärt die Aktien-Färberei Münch
berg in Bayern. Wir haben uns in 1935 mit gutem
Erfolg auf die dadurch bedingten technischen Erfor
dernisse umgestellt, so daß uns die Veredlung von
Zellwolle und daraus hergestellter Mischungen kei
nerlei Schwierigkeiten macht. Wir konnten somit
unsere Abnehmer mit unseren Lieferungen nach wie
vor zufriedenstellen. Die Nachfrage nach unseren
im Eigengeschäft veredelten Garnen war gut.
Durch die Kontingentierung des Rohkakao ist, so
erklärt die Zuckerraffinerie Tangermünde in ihrem
Geschäftsbericht, die Beschäftigung unserer Abtei
lung Schokoladenfabrik begrenzt, so daß die Vor-
jahrsmengen nicht verarbeitet werden konnten. Wir
bemühen uns, die zur Verfügung stehende Menge
Rohkakao so zu verwenden, daß möglichst viel Pra
linen und zuckerhaltige Artikel hergestellt werden,
um die Aufrechterhaltung der Arbeitsmöglichkeit
mindestens im bisherigen Umfange zu gewähr
leisten.
Keine Kontingentierung im Zuckergrotzhandel
In Kreisen des Zuckergroßhandels ist das Ge
rücht verbreitet, daß mit einer Kontingentierung
der Zuckerbezüge im Großhandel zu rechnen sei.
Wie der Zeitungsdienst des Reichsnährstandes von
der HV. der Deutschen Zuckerwirtschaft hört, ent
behrt. dieses Gerücht jeder Grundlage. Die HV. be
absichtigt nicht, eine solche Kontingentierung im
Großhandel durchzuführen.
Zulasinngskarten für Ostpreußenreisenbe
Die Reichsbahndirektion Osten teilt u. a. mit:
Die seit dem 7. Februar 1936 von den Polnischen
Staatsbahnen vorgenommene Einschränkung des
Zugverkehrs macht für Zeiten des Spitzenverkehrs
eine Verkehrsregelung durch Ausgabe von Zulas-
sungskarten nötig. Erstmalig werden sie anläßlich
des Osterfestes für die Zeit vom 6. bis 17. April
1936 einschließlich eingeführt. Reisende ohne Zulas
sungskarten werden in dieser Zeit zur Mitfahrt
in den durchgehenden Ostpreußenzügen zwischen
Berlin und Ostpreußen und umgekehrt nicht zuge
lassen.
Die Exportschlachterei in Scherrcvek
schlachtete in 1935 19 627 Tiere. 16-788 Schweinekör
per wurden nach England ausgeführt und brach
ten reichlich 1,7 Mill. Kr. Der Verlust (4786 Kr.) ist
vermindert durch gute Bezahlung der sog. „Ab
fälle^, welche fortgesetzt in Deutschland einen guten
Käufer finden. Die Exportschlachterei in Bülderup-
Rau hat 20 026 Schweine geschlachtet gegen 28 000
im Vorjahre. Nach England wurden 17 277 Schweine
für 1,79 Mill. Kr. verkauft. Deutschland kaufte für
228 000 Kr. „Abfall" zu erhöhten Preisen. Die
Schlachterei hat die auf etwa eine viertel Million
aufgelaufenen Schulden durch eine feste Anleihe
abgelöst. Es ist die Exportschlachterei Nordschles
wigs, die am schwersten arbeitet.
Die deutsch-jugoslawischen Wirtschaftsausschüsse
haben ihre Arbeiten beendet. Die Hauptsorge bil
dete die Frage, wie die gegenseitige Ein- und
Ausfuhr einigermaßen ausgeglichen wird. Die Re
gelung sucht den Austausch nicht durch eine Dros
selung, sondern durch eine Steigerung des gegen
seitigen Warenverkehrs zu erreichen. Darüber hin
aus konnten auf einigen Gebieten des Warenver
kehrs gewisse zusätzliche Ausfuhren in Aussicht ge
nommen werden. Für den gegenseitigen Reisever
kehr sind Erleichterungen vereinbart.
Die Ueberwachungsstelle für Wolle hat durch eine
Anordnung den Einkauf wollener Spinnstoffe für
die Zeit vom 1. April bis zum 30. September 1936
geregelt. Die Regelung schließt sich an das bis zum
31. März 1936 gültige Verfahren an, ohne wesent
liche Aenderungen zu bringen.
Husumer Ferkelmarkt vom 2. April 1936
Auftrieb: 469, Handel mittel, Markt geräumt.
Preise: 6ivöchige 18—20, 6—8wöchige 21—23 JtM,
8—IOwöchige 24—26 JtM. Nächster Markt Grün
donnerstag, 9. April.
Handel und Wandel
Deutsche Schlachtviehmärkte
Segeberger Ferkelmarkt vom 1. April
Auftrieb 219, Preise: 4—Owöchige 15—17 JtM,
6—8wöchige 17—22 JtM und 8—18wöchige 22—26
JtM.
Mark«
Hannover
Brpsliu
Bremsn
Kiel
Biehmärkte im Kreise Schleswig 1937
Im Kreise Schleswig finden in Erfde am 4 6. u.
oo In' Rindviehmarkt,' in Kropp am 18. 4. und
22. 10 Rindviehmarkt,' in Satrup am 25. 4. und
Io. 9. Rindviehmarkt, außerdem an jedem Donners
tag Ferkelmarkt,' in Schleswig am 6., 13., 20. u. 27.
Ņpril, 4., 11., 18. u. 25. Mai, 23. u. 29. 10. sowie am
5. 11. Rindviehmarkt, außerdem an jedem Sonn
abend Ferkelmarkt: in Süderbrarup am 29. 4. und
14. 10. Rindviehmarkt,' in Süderstapel am 22. 4 u
3. 5. Jungvieh- u. Kälbermarkt,' in Treia am 28. 4.'
und 16. 10. Rindvieh- u. Ferkelmarkt statt, (es.)
Mittelmarkt Flensburg
1303 Tiere <1123 Schweine, 179 Kälber, 1 Schaf).
Qualität der Schweine iviederum gut, des Kälber
au,triebs mittel. Marktverlauf: Schweine zuge
teilt. Kälber flott. Preise anziehend. Der Aufschlag
betrug gegenüber der Vorwoche 4 JtM je 50 Kg.
Notierung: Schweine: a 54, bl 63, b2 62, c 50,
ô 48. Sauen gl 52, g2 48. Kälber: Doppellender —,
andere Kälber a 65—68, b 45—50, c 35—42, d 30—34.
Der Personenkreis der Krisenfürsorge
sür Arbeitslose
erstreckt sich ab 16. März 1936 auch auf Arbeiter in
der nichtlandwirtschaftlichen Tierzucht und Tier
pflege.
Kammernotierung Berlin am Markttage. Preise
für 1 Pfd. Lebendgewicht in 3?/. (Ohne Gewähr)
1. April 1935
1. Ochsen...
2
n • • •
3. . -
*» • • •
1. Bullen....
2. a
1. Kühe
2. „
1. Kälber...,
2. „ ....
1. Schafe.,..
2» Ņ ....
1. Schweine .
2. „ .
3. B .
1. Sauen ...
41—43
40-41
38-40
34—35
65—/0
55-64
40
41-43
36—39
28—34
541/2
531/2
501/2
521/2
38—41
35—3/
38-40
34-36
67—69
58-66
34—40
25—32
53
51-52
49
47-52
44
41-42
38
39-41
37
66-71
56—65
£4-/2
531/2
501/2
521/z
43
41
37
40
36
65-75
54-64
541/2
531/2
501/2
48-52
Auftrieb und Handel auf den Märkten
Ochs.Bu. Kü.
Kälber .....
Schafe
Schweine...
Ochs.Bu. Kü.
Kälber
Schafe
Schweine,..
325
555
138
1565
verteilt
flott
mittel
verteilt
904
1277
395
4350
verteilt
glatt
langsam
verteilt
229
293
66
1467
verteilt
gut
gut
verteilt
178
440
1904
s. flott
flott
belanglos
verteilt
Die Städtische Feuersozietät Berlin hat eine be-
merkenswerte Neueinrichtung geschaffen, indem sie
vom 1. März d. I. ab die beitragssreie Rohbauver
sicherung sür Neubauten einführte. Diese Rohbau
versicherung, die nur für Neubauten, nicht aber für
Umbauten gilt, ist für neun Monate seit dem Tage
des Einganges des Antrages unentgeltlich, falls
nicht die Gebrauchsabnahme des Baues durch die
Baupolizei schon vorher erfolgt. Der Rohbau ist
nach dem jeweiligen Fortschreiten bis zur Höhe der
Versicherungssumme versichert. Sie hat außerdem
beschlossen, künftig auch die Gebäudeschäden ohne
Beitragszuschlag in die Feuerversicherung einzu
schließen, die dadurch entstehen, daß Flugzeuge oder
Flugzeugteile auf die versicherten Gebäude herab
stürzen. Die Sozietät haftet somit nicht nur — wie
schon bisher — für die durch abstürzende Flugzeuge
verursachten Brand- und Explosionsschäden, sondern
auch für Trümmerschäöen an versicherten Gebäuden.
Die Fürsorgepslichtverordnung
ist durch Gesetz vom 14. März 1936 geändert worden.
Die Aenderung bezweckt eine Entlastung der Für-
sorgeverbänöe in den Grenzbezirken.
Hamburger Viehmarkt
vom 2 Avril 1936
Ochsen
Bullen
Kühe
Färsen
Hammel
Lämmer
Schafe
a
b
c
d
44
40
42
38
33
41
37
32
22-24
43
39
47-48 .
46-481|
35-40 ®
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Erö
eink
D
Und
Hein
Auftrieb 229 Ochsen 124 Bullen. 569 Kühe. 158
„ Sarien - Fresser -- 1219 Rinder und 1384 Schake
Handel: Rinder zugeteilt. Kühe flott — Schafe
sie s
Ihn
sere
des