bas int Gegensatz zu Deutschland die Völker-
Lundssatzungen und den Kelloggpakt verletzt
habe, zu Besprechungen mit den Mächten über
das Abessinien-Problem eingeladen werde.
Sei es fair, wenn man Deutschland verurteile,
weil es gegenseitige Veistandsverträge in Ost
europa ablehne? Solle man nicht anerkennen,
daß eine Verpflichtung, keine Gewalt zur
Aenderung der Grenzen anzuwenden, das
Höchste ist, was man von der menschlichen Na
tur verlangen kann (Nichtangriffspakte?).
Dann wiederum werde die deutsche Freund
schaft mit England als ein Versuch ausgelegt,
Frankreich zu isolieren. Er wisse, daß dieses
Mißtrauen vom deutschen Kanzler tief be
dauert werde.
Der Kanzler habe ihm gesagt, er habe von
Nibbentrop gewählt, weil es dieser zu sei
ner Lebensaufgabe gemacht habe, eine
Aussöhnung zwischen Deutschland und
Frankreich durch die Vermittlung Eng
lands herbeizuführen.
Lord Lothian habe in einer kürzlichen Rede
erklärt, wenn man nicht zu dem Eingeständnis
bereit wäre, daß Deutschland seinen berechtig
ten Standpunkt vertrete, würde ein neuer
Krieg unvermeidlich sein. Jedermann werde
mit der abschließenden Bemerkung Lord Lo-
thians übereinstimmen, daß aller Friede aus
wirklicher Gerechtigkeit begründet sein müsse.
Die Lage.
Eigener Bericht unserer Berliner Redaktion.
Die aus Paris und London vorliegenden
Meldungen bestätigen die Fortdauer der Ge
gensätze in der Beurteilung der abessinischen
Lage. In den Pariser Abendblättern von ge
stern wird auf das Fortbleiben der Englän
der in den Pariser Hotels hingewiesen. Der
„Figaro" schreibt, die Zahl der in Paris sich
aufhaltenden Engländer sei schon im März
um mehr als 60 Proz. geringer geblieben, al»
im März vorigen Jahres.
Der Pariser „Temps" schreibt: Der Mei
nungsaustausch zwischen Frankreich und Eng
land über die Formulierung der von England
an Deutschland zu stellenden Fragen ist abge
schlossen. Frankreich hält an seinem Bündnis
system unter allen Umstünden fest.
Ter Pariser „Temps" schreibt, Frankreichs
Anfragen an Deutschland, die London am Wo
chenende weiterleitet, beschränken sich auf
Deutschlands Stellungnahme hinsichtlich des
Abschlusses von östlichen Nichtangriffspakten.
Alle weiteren Fragen, die nach Berlin gehen,
werden von England gestellt und entsprechen
der englischen Initiative.
Diese Pariser Blüttermeldungen lassen auf
Frankreich und England schließen.
Der „Jntransingent" geht mit dem Urteil
so weit, daß er gestern schreibt, es gäbe keine
gemeinsame Plattform mehr für Frankreichs
und Englands Stellungnahme in den großen
politischen Fragen, die nicht nur Afrika, son
dern in erster Linie jetzt Europa berührten.
Spannung über die Weiterentwicklung der
Dinge liegt heute über dem europäischen
Blätterwald.
Die „N. Baseler Ztg." schreibt: „Es ist ganz
ausgeschlossen, daß mitten im Wahlkamps eine
französische Regierung Entscheidungen von
Tragweite treffen könne, denn aus der Rech
ten wie auf der Linken sind die Stellungen
bezogen, und welches die Regierung von mor
gen sein wird, weiß heute noch niemand. Die
Leidenschaften und Widerstände sind zu stark,
und mitten im Wahlkampf lassen sich die Pa
rolen kam ändern."
• * »
Beunruhigende Virkung
des afrikanischen Krieges.
Angesichts der so gut wie verzweifelten Lage
der Abessinier ist eine Befürchtung in stärke
rem Maße wahr geworden, die man in poli
tischen Kreisen Londons wiederholt geäußert
hat. In den oft- und westafrikanischen briti
schen Kolonien zeigt sich nach englischen Mel
dungen eine immer stärkere Erregung unter
den Eingeborenen, die, von Agitatoren aufge
hetzt, teilweise drohen, sie würden die Missi
onare vertreiben usw. Die Stimmung gegen
die weiße Rasse hat sich nach diesen Meldungen
ersichtlich verschärft. Gleichzeitig macht sich ein
starker Wasfenschmuggel bemerkbar, der unter
der Devise eines „Krieges der Zukunft" be
trieben wird.
~ X ~
Die Kosaken und die Hofe Armee.
Bisherige Beschränkungen aufgehoben.
Moskau, 21. April. Wie die sowjetrussische
Telegraphenagentur mitteilt, ist ein Beschluß
des Zentralvollzugsausschusses der Sowjet
union veröffentlicht worden, wonach die bis
herigen Beschränkungen für die Kosaken hin
sichtlich ihres Waffendienstes in der Roten
Armee aufgehoben worden sind. Eine Aus
nahme hiervon bilden nur diejenigen Kosaken,
denen durch Gerichtsurteile die bürgerlichen
Rechte entzogen sind.
Die Kosaken galten von jeher als besonders
zarentreu, weshalb ihnen die bolschewistischen
Machthaber mit größtem Mißtrauen begegne
ten. Nach der Ausrottung der älteren Kosaken
generationen scheinen die Sowjets jedoch zu
der Ueberzeugung gekommen zu sein, daß
ihnen von dieser Seite keine Gefahr mehr
droht. Die Ueberlebenden werden also jetzt
„in. Gnaden" aufgenommen.
Der 1. Mai 1936 In -er Reichshauptstadt
DNB. Berlin, 22. April. Das amtliche Pro
gramm für die Feier des Nationalfeiertages
des deutschen Volkes in der Reichshauptstadt
liegt nunmehr vor und sieht folgende Veran
staltungen vor:
1. 8.30 bis 9.30 Uhr: Jugendkundgebnng im
Poststadion.
Programm: Fanfaren, Eröffnungsansprache
durch den Reichsjugendführer Baldur von
Schirach.
Lied: „Tritt heran, Arbeitsmann" von Hein
rich Lersch. Melodie von Fritz Sotke, gesungen
von 3000 Angehörigen der Hitler-Jugend.
Rede: Reichsminister Dr. Goebbels.
Lied: „Aufhebt unsere Fahnen" v. W. Zorg,
Melodie von Fritz Sotke.
Ansprache des Führers.
Gemeinsames Lied: „Vorwärts, vorwärts".
An der Kundgebung nehmen 80 000 Jugend
liche, zu Dreiviertel Angehörige der HI. und
des BDM., teil. Die künstlerische Ausgestal
tung liegt in den Händen des Architekten
Speer. — Die Feier wird über alle deutschen
Sender übertragen. Im ganzen Reich finden
zur selben Zeit ähnliche Feiern mit Uebertra-
gung von Berlin statt.
2. 10.30 bis 11.30 Uhr: Festsitzung der
Reichskulturkammer im Deutschen Opern
haus, Charlottenburg.
Es spricht der Präsident der Reichskultur
kammer, Reichsminister Dr. Goebbels.
- Verkündung des Buch- u. Filmpreises 1936.
3. 12.30 bis 13.30 Uhr: Staatsakt.
Da das Tempelhoser Feld durch den Ausbau
des Flughafens nicht mehr zur Verfügung
steht und ein anderer geeigneter Platz in Ber
lin nicht vorhanden ist, findet die Hauptkund
gebung des Tages in diesem Jahr in folgender
Weise statt:
Vom Deutschen Opernhaus über Bismarck
straße — Knie — Charlottenburger Chaussee —
Brandenburger Tor — Pariser Platz — Straße
Unter den Linden — Schloßbrücke — bis zum
Lustgarten werden nördlich und südlich der
Fahrbahn die Schaffenden Berlins Aufstellung
nehmen. Sie marschieren in 25 Säulen teils
aus den nördlichen, teils aus den südlichen
Gegenden der Reichshauptstadt in die einzel
nen für sie bestimmten Aufmarschabschnitte.
Auf der ganzen Strecke werden Lautsprecher
anlagen errichtet. Im Lustgarten werden Ab
ordnungen aller Kreise Aufstellung nehmen,
Front nach dem Alten Museum. Im Lustgar
ten werden auf der Dom- und auf der Spree-
seite Tribünen errichtet, die mit monumenta
len Fahnenwänden abgeschlossen sein werden.
Auf den Stufen des Alten Museums werden
die Fahnen der Berliner Gliederungen der
Partei Aufstellung nehmen.
Programm: Fanfaren. Eröffnungsansprache:
Reichsminister Dr. Goebbels.
Rede des Führers.
Deutschlandlied, Horst-Wessel-Lied.
Schlußworte: Dr. Ley.
^Die Kundgebung wird über alle deutschen
Sender in die Parallelkundgebungen, die über
all im ganzen Reich zur selben Zeit stattfinden,
übertragen, außerdem über die Lautsprecher-
anlage, die vom Lustgarten auf den vorbezeich-
neten Straßen bis zum Deutschen Opernhaus
errichtet sind.
1. 17 Uhr: Empfang der Arbeiterdelegatio-
neu im Palais des Reichspräsidenten.
Aus allen Gauen des Reiches werden ins
gesamt 160 Arbeiter aller Berufe und die Sie
ger des Reichsberufswettkampfes 1936 von der
Reichsregierung als Gäste nach Berlin geladen,
wo sie im Laufe des 30. April eintreffen und
um 16 Uhr im Kaiserhof von Dr. Goebbels,
Dr. Ley und Baldur von Schirach begrüßt
werden. Die Delegierten nehmen sowohl an
der Jugendkundgebung als auch am Staatsakt
im Lustgarten teil und werden am Nachmittag
des 1. Mai dann vom Führer empfangen. An
fahrt erfolgt vom Kaiserhof über Wilhelm
straße zum Palais des Reichspräsidenten.
5. 20.15 bis 21.45 Uhr: Fackelzug der Wehr
macht und der Verbände der Bewegung.
Viermal hat Schatzkanzler Neville Chamber-
lain in seiner Eigenschaft als Finanzminister
dem Parlament einen Haushalt vorlegen kön
nen, mit dem der britische Steuerzahler un
geachtet einiger Ach's und Oh's zufrieden sein
konnte. Wie erinnerlich, spielte noch der letzte
Haushalt im vergangenen Jahre infolge sei
nes außerordentlich günstigen Abschlusses eine
sehr bedeutende Rolle bei den Kalkulationen
um die Neuwahlen zusammen mit der günsti
gen Stimmung infolge des Königsjubiläums.
Mit diesem fünften Budget hat der Finanz
minister freilich angesichts eines Defizits von
mehr als 21 Millionen Pfund Sterling einen
derben Griff in die Börse des britischen
Staatsbürgers tun müssen. Es hat dem Schatz
kanzler dabei wenig geholfen, daß er die
Schuld für die neue Erhöhung der Einkom
mensteuer von sich wies und auf die Notwen
digkeiten der britischen Aufrüstung mahnend
hindeutete und damit indirekt an das soviel
zitierte Sicherheitsgefühl seiner Landsleute
appellierte. Der Endeffekt ist jedenfalls eine
allgemeine. Enttäuschung, die schließlich nach
Von Bülowstraße über Potsdamer Straße
— Potsdamer Platz — Leipziger Straße —
Friedrichstraße — Unter den Linden — Schloß
brücke zum Lustgarten.
6. 22 bis 23 Uhr: Abendkundgebung im
Lustgarten.
Es spricht der preußische Ministerpräsident,
Generaloberst G ö r i n g.
Großer Zapfenstreich.
Die Kundgebung wird über alle deutschen
Sender übertragen.
7. Ab 21 Uhr: Maifeier der Reichskultur-
kammer in den Kroll-Festsälen.
An dieser Maifeier werden die Kulturschaf
fenden teilnehmen und die Arbeiterdelegierten
aus dem Reiche als ihre Gäste bei sich sehen.
Außerdem werden in Berlin und im ganzen
Reich von den späten Nachmittagsstunden ab
und abends in allen Sälen, die seit langem
vorbestellt sind, fröhliche Maifeiern mit Tanz
der einzelnen Betriebe durchgeführt. Die Po
lizeistunde ist in der Nacht zum 2. Mai auf
gehoben.
Am 2. Mai werden die Arbeiterdelegierten
aus dem Reich um 12 Uhr vom Staatskom
missar der Hauptstadt Berlin empfangen. An
schließend unternehmen sie eine Ausflugsfahrt
an den Templiner See und werden abends der
Vorstellung des Deutschen Opernhauses „Die
lustige Witwe" beiwohnen.
L ^ L
Stabschef Lutzes Besuch in Hamburg.
DNB. Hamburg, 22. April. Die SA.-Gruppe
Hansa teilt zu dem von uns schon kurz ge
meldeten Besuch des Stabschefs Lutze mit:
Der Chef des Stabes der SA., Stabschef
Lutze, wird am Sonnabend, dem 25. April, der
Freien und Hansestadt Hamburg einen Staats-
yegierungsuWbitÄLng in Hofen?
Wie in Wien, so spricht man angesichts der
zunehmend schwierigen Lage des gegenwärti
gen polnischen Kabinetts auch in Warschau
von einer Regierungsumbildung, nachdem die
Differenzen zwischen der Obersten-Grnppe und
dem Kabinett zu einem offenen Konflikt ge
worden sind. Er kam bereits dadurch zum
Ausdruck, daß die „Gazeta Polska" ihres bis
herigen offiziösen Charakters nunmehr völlig
entkleidet worden ist. Diese Maßnahme ist
deshalb für das Blatt von erheblicher Bedeu
tung, weil es wohl das im Ausland meist ge
lesene und meist zitierte polnische Organ ist.
Hinzu kam die plötzliche Absetzung des Woy-
modeu von Krakau, Switalski, der in der Ober-
sten-Gruppe eine hervorragende Stellung ein
nahm und die Amtsniederlegung des friihe-
ren Finanzministers Oberst Matuschewski. Die
Lage wird noch kompliziert dadurch, daß eine
neue Streikbewegung ausgebrochen ist. Weit
über tausend Personen sind noch infolge der
Unruhen in Krakau und Lemberg in Haft,'
über hundert Verwundete hatten bei jenen
blutigen Vorfällen in die Krankenhäuser ein
geliefert werden müssen.
Gleichwohl wird nunmehr Ministerpräsident
Koscialkowski am heutigen Donnerstag seine
Reise nach Budapest antreten, deren urplötz
liche Absage am Sonntag solches Aufsehen er
regt hatte. Man nimmt in Warschau an, daß
eine Kabinettsumbildung wohl bis nach dem
12. Mai, dem ersten Todestag Pilsudskis, ver
schoben werden wird.
Schießereien in Belfast.
DRV. Belfast, 22. April. In der Hauptstadt
von Nordirland kam es in diesen Tagen wie
der zu Schießereien, die auf den Gegensatz
zwischen den Katholiken und Protestanten zu
rückzuführen sind. Vier Männer feuerten in
einer belebten Geschäftsstraße von Belfast
mehrere Schüsse ab, die glücklicherweise nie
mand trafen, sondern in der Mauer einer
den Ergebnissen der letzten Jahre begreiflich
erscheint. Ja, in wirtschaftlichen Kreisen Eng
lands blickt man recht trübe in die Zukunft,
zumal ja die Kosten der enormen Aufrüstung
sich nicht gleichbleiben, sondern bis 1938 fort
gesetzt steigen. — wenigstens nach den bishe
rigen Plänen, von denen angesichts der zuneh
mend gespannten Lage im Mittelmeer nie
mand sagen kann, ob sie so bleiben. Außerdem
hält man die erheblich höheren Voreinschätzun
gen des Schatzkanzlers aus zahlreichen Steuer
quellen für unzutreffend und verweist darauf,
daß die Ausgaben schon für 1936 um mehr als
40 Millionen Pfund auf insgesamt 750 Millio
nen Pfund stiegen und daß der neue Haushalt
nur noch einen bedeutungslosen Bruchteil un
ter der allgemein gefürchteten Grenze von
800 Millionen Pfund bleibt.
Presse und Opposition haben ihre Bedenken
bereits geltend zu machen begonnen. In jedem
Fall wird die Regierung versuchen, schon mit
Rücksicht auf naheliegende außenpolitische Wir
kungen den Etat ohne ernste Gefährdung
durchzubringen.
besuch abstatten. Stabschef Lutze benutzt den
Anlaß, um die in Hamburg liegenden Ver
bünde der SA. zu besichtigen.
Stabschef Lutze trifft am Sonnabend, dem
25. April, um 10 Uhr, auf dem Hamburger
Flughafen ein. Er wird vom Führer der
Gruppe Hansa, Gruppenführer Fust, und den
Spitzen von Partei und Staat empfangen.
Ehrenstürme der SA. und der Gliederungen
der Partei werden auf dem Flugplatz ange
treten sein. Mich Abschreiten der Front der
Ehrenstürme fahrt Stabschef Lutze sofort in
die Stadt. Er wird während seines Aufenthalts
in Hamburg Gast des Senats sein.
Um 16 Uhr besichtigt der Stabschef die auf
der Moorweide angetretenen Verbände der
Hamburger SA., um anschließend ins Rathaus
zu fahren. Um 17.15 Uhr wird er vor dem Ham
burger Rathaus einen Vorbeimarsch der ge
samten SA. abnehmen. Nach dem Vorbei
marsch findet im Großer: Saal des Rathauses
ein Empfang statt, an dem neben den Führern
aus Partei, Staat, Wehrmacht, Wirtschaft und
Kunst die Führer der Hamburger SA.-Stürme
und aus jedem SA.-Sturm zwei Mann teil
nehmen werden. Der „SA.-Ruf" auf dem
Adolf-Hitler-Platz, um 21 Uhr, beendet den
Tag.
Stabschef Lutze wird am Sonntag von Ham
burg nach Mecklenburg fahren, um auch der
mecklenburgischen Staatsregierung seinen Be
such zu machen und gleichzeitig die in Mecklen
burg liegenden Einheiten der SA.-Gruppe
Hansa zu besichtigen.
Das polnische Finanzministerium demen
tiert die Gerüchte über eine Abwertung des
Zloty.
Wäscherei, die einem Katholiken gehört, stecken
blieben. Die Täter konnten unerkannt ent
kommen. Später wurden Panzerwagen einge
setzt, die die Straßen des Stadtteiles abfuhren.
Bei einer anderen Gelegenheit, wo die Polizei
mit dem Gummiknüppel gegen die Menge
vorgehen mußte, weil diese sich der Verhaftung
eines Mannes widersetzte, wurden zwei Po
lizisten verletzt.
* * *
Gesandter mn Sichrer gefunden.
DNB. Kairo, 23. April. (Eig. Funkmelög.).
Der vermißte deutsche Gesandte von Stohrer
ist aufgefunden worden. Er ist im Flugzeug
nach Kairo unterwegs, wo er gegen mittag er
wartet wird.
Der Landesgruppenleiter für Aegypten und
Vertreter des DNB., von Homeyer, der her
vorragend an der Suche nach dem Gesandten
beteiligt war, ist bereits in der Nacht in
Kairo eingetrofscn.
Mschafter Irancois-Ysmel auf Arlaab.
Der französische Botschafter in Berlin,
Francois-Poncet, ist am Mittwochvormittag
in Paris eingetroffen, wo er einige Tage sei
nes Urlaubs verbringen wird.
Francois-Poncet wurde am Vormittag von
Außenminister Flanöin empfangen. Außer
dem hatte der Außenminister eine Besprechung
mit Kriegsminister Maurin.
* » *
Botschafter Ģras Velczek
in Baris eingeiroften.
DNB. Paris, 22. April. Der neue deutsche
Botschafter in Paris, Graf Welczek, ist am
Mittwoch, aus Madrid kommend, in der
französischen Hauptstadt eingetroffen.
Letzter Fmk
Aus der Arbeitstagung der Kreisleiter in
der Ordensburg Crössinsee entwarf am Mitt
woch Reichsbauernführer Darrö ein umfassen
des Bild der deutschen Ernährungslage und
der nationalsozialistischen Agrarpolitik.
Reichsaußen minister Freiherr von Neurath
hat Außenminister Eden für die von der eng
lischen Regierung veranstalteten Feierlichkei
ten bei der Ueberführung des Botschafters von
Hoesch gedankt.
London. Die „Times" erklären in einem Ar
tikel, „ein besseres Friedenssystem" werde der
Leitsatz der öffentlichen Meinung und natio
nalen Politik Englands bleiben. Im Zusam
menhang mit der abessinischen Frage stellt das
Blatt fest, die öffentliche Meinung Englands
sei durch die Entdeckung, daß die Beachtung
der Rechtsgrundsätze durch Frankreich ver
heerender Einschränkungen fähig sei, in tiefe
Bestürzung versetzt worden. Das letzte Wort
habe jetzt der französische Wähler.
London. Im Verlauf der Unterhansaus
sprache über den britischen Haushalt stellte der
Schatzamtssekretär Morrison im Namen der
Regierung erneut fest, daß der Haushalt als
ein „Berteidigungshaushalt" betrachtet wer
den müsse.
Brüssel. Durch eine Verordnung des Königs
sind Kammer und Senat aufgelöst worden. Dsti
Neuwahlen finden am 24. Mai statt.
Der britische Steuerzahler stöhnt
Was şşsZrst Rsch in der Pslitik