Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

Schleswig-Holsteinischer Wirtschastsdieņst 
Geschäft mit Kali nicht rosig. 
Mit Benzin besser 
Auf der ord. GB der Wintershall A.-G. in Ber 
lin-Kassel gab ein Aktionär der Hoffnung Ausdruck, 
daß sich die Verwaltung jetzt auch der Aktionäre 
annehme und ihnen 6 statt 5 vH Dividende zahlen 
werde, was nach der glänzenden Bilanz durchaus 
möglich sei. Es müsse doch möglich sein, aus dieser 
so sicher und reich fundierten Industrie wie der 
Wintershall A.-G. eine Dividende von 6 bis 7 vH 
herauSzuwirtschafteir. Der Vorsitzende des Auf 
sichtsrats, Dr. Schmidt, Hannover, erwiderte, daß 
man nicht in den Fehler verfallen dürfe, daß man 
die Aktionäre und ihre Interessen allein in den 
Vordergrund rücke. Die Kaliindustrie müsse vor 
nehmlich für die Landwirtschaft arbeiten und sei 
deshalb gehalten, Preise für Kalierzeugnisse fest 
zusetzen, die so gering wie nur möglich seien, denn 
hier gelte vor allem die Devise „Gemeinnutz geht 
vor Eigennutz". — In einem Ueberblick über die 
Nebenerzeugnisse hieß es, daß die Benzingewin 
nung noch als ein großes Geschäft für die Zukunft 
zu betrachten sei, denn Benzin sei am billigsten 
aus Rohöl zu gewinnen. Trotzdem habe man auch 
praktisch an der Benzinsynthese mitgearbeitet. Es 
sei aber anzunehmen, daß das ausländische Benzin, 
das durchweg aus Rohöl erzeugt werde, immerhin 
einen erheblichen Preisvorsprung gegenüber dem 
synthetischen Benzin haben werde. Das Verhältnis 
sei etwa 7:28 Pfennig, und es sei fraglich, ob ein 
solcher Vorsprung durch Zölle auf die Dauer über 
brückt werden könne. Die Verwaltung halte daS 
Benzingeschäft für so bedeutend, daß sie sich selbst 
aus dem Geschäft nicht ausschalten wolle, weil sie 
hierbei eine gute Rente für die Zukunft erhoffe. 
Man dürfe sagen, daß alle Anlagen dieser Art der 
Wintershall A.-G. bis jetzt durchaus rentabel ge 
arbeitet haben. 
Ueber die Konkurrenz des Auslandes könne man 
zusammenfassend erklären: Die Kalivorkommen m 
Spanien dürfe man ohne Einschränkungen als sehr 
gut bezeichnen. Alle diese Vorkommen zwingen, 
Rücksicht auf die Preise beim Absatz auf dem Welt 
markt zu nehmen. In Rußland sei die Kaliförde 
rung ganz erheblich ausgebaut worden. Die Förde 
rung und Verarbeitung in Rußland entwickle sich 
allmählich aber stetig und komme doch von Jahr 
zu Jahr merklich vorwärts, ebenso die Kaligemin- 
nung aus dem Toten Meer. Mit allen diesen Kali- 
erzeugern habe man sich verständigt. Alle Fragen 
sind mit ihnen so gelöst worden, daß die deutsche 
Kalierzcugung in ihrer Absatzfähigkeit nicht gestört 
werden kann. Für die Zukunft sei zu sagen, daß 
das Kaligeschäst in seiner Gesamtheit durchaus nicht 
rosig sei. Es werde nicht mehr so viel an Kali zu 
verdienen sein wie in den Vorjahren. Daher müsse 
die Verwaltung versuchen, andere Industriezweige 
aufzunehmen. 
Steigender deutsch-dänischer 
Warenaustausch 
Für das erste Vierteljahr 1936 betrug der Wert 
der Einfuhr Dänemarks 330 Mill. Kr. lim Vorjahr 
882), der Wert der Ausfuhr an Inlandswaren 311 
(285), an fremden Waren 13 (14) Mill. Kr. Der 
Einfuhr-Ueberschuß ist danach auf 5,696 gegen 33,106 
Mill. Kr. im Vorjahr, die Handelsbilanz somit um 
27.5 Mill. Kr. verbessert. Dänemark vermehrte seine 
Einkäufe in Deutschland gegen das Vorjahr von 
67.5 auf 76,3 Mill. Kr. und verkaufte an Deutschland 
statt für 56 für 64,88 Mill. Kr. Allein auf den 
Monat Mürz entfallen von der dänischen Mehrein 
suhr aus Deutschland mehr als 11 Mill. Kr., wo 
gegen Deutschland in diesem Monat seine Einfuhr 
aus Dänemark um 9 Mill. Kr. steigerte. Das ist 
eine Folge des deutsch-dänischen Handelsabkom 
mens. — Die dänische Ausfuhr nach England 
wurde im Vierteljahr von 169,46 auf 178,60 Mill. 
Kronen vermehrt, sie ist jedoch im März mit 59,8 
gegen 60,2 Mill. Kr. im Vorjahr zurückgeblieben. 
Die Einfuhr Dänemarks aus England betrug 126,33 
gegen 118,16 Mill. Kr. im Vorjahr, im März je 
doch nur 37,29 gegen 40,84 Mill. Kr. im Vorjahr. 
— Deutschland kaufte von 1405 ausgeführten Pfer 
den 1298, von 39 773 Schlachtrindern 86172, von 
25 984 lebenden Schweinen 25 983, von 543 846 Dz. 
Speck 8810, von 8407 Dz. Rind- und Kalbfleisch 4915, 
von 40 768 Dz. Schlachtereiabfällen reichlich 30 000, 
außerdem 28 073 Dz. Schweineschmalz, von 6580 Dz. 
Schlachtgeflügel 5900, von 825 040 Dz. Butter 75 779, 
von 25 812 Dz. Käse 13 651, von 16 345 900 Stieg 
Eier 3 288 300 Stieg, von 33 284 Dz. Heringen 
30172, von 26 439 Dz. Dorsch und Schellfischen 4368, 
von 26 055 Dz. Butt 7522, von 8706 Dz Aal 3916. 
Eisenerze in Norddeutschļand 
Nachdem vor mehreren Monaten in der Gegend 
um Worpswede eisenerzhaltiges Gestein entdeckt 
war, wurden Untersuchungen angestellt. Diese ha 
ben ergeben, daß ein weites Gebiet eisenerzhaltigen 
Boden umfaßt. Es handelt sich um Brauneisenerz, 
das dicht unter der Grasnarbe liegt. Mehrere 
Waggons dieser Erze wurden versuchsweise aus 
verschiedenen Hütten verarbeitet,' das Ergebnis war 
27 bis 43 vH Eisengehalt. Da das eisenerzhaltige 
Gestein bzw. der Boden verhältnismäßig hoch lie 
gen, ist der Abbau im Tagebau möglich, so daß er 
verhältnismäßig einfach ist. Man hofft, daß Anfang 
Mai bereits mit den Abbauarbeitcn begonnen wer 
den kann. Die abgebauten Eisenerze gehen zur 
Verhüttung nach der Norddeutschen Hütte in Bre 
men-Oslebshausen, nach Lübeck und nach einer 
Hütte der Klöckner-Werke in Haspe in Westfalen. 
Man rechnet mit einer Förderung von etwa 500 To. 
je Tag. 
Höhere Reichswerbeschule in Berlin 
Der Reichsfachschaftsleiter Kunzler hat mit Wir 
kung vom 1. April 1936 die Errichtung einer 
Höheren Reichswerbeschule verfügt (Sitz Berlin). 
Sie kann nach Bedürfnis Lehrgänge im Reiche 
durchführen und hat die Aufgabe: a) einen berufs 
tüchtigen Nachwuchs heranzuziehen, b) allen schon 
im Berufe stehenden Werbefachleuten die Fortbil 
dung zu ermöglichen. c> allen Werbungtreibenden 
Gelegenheit zu geben, sich Anregung und Aufklä 
rung ans dem Gebiete der Wirtschaftswerbung zu 
verschaffen. Träger ist die Reichsfachschaft Deutscher 
Werbefachleute. Die Höhere Reichswerbeschule steht 
unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des 
Werberates der deutschen Wirtschaft. Die Schullei 
tung wird von dem Neichsfachschaftsleiter bestimmt. 
Der Leitung der Schule wird ein fachlicher Beirat 
zur Seite gestellt. Der Beirat setzt sich zusammen 
aus dem jeweiligen Fachgruppenleiter der Fach 
gruppen Betriebs-, Gebrauchs- und Verkehrs 
werber. Zur Förderung der Schulzwecke wird ein 
Kuratorium gebildet. Es setzt sich zusammen aus 
Vertretern des Staates, der Partei, der Wirtschaft 
und der am Werbewesen interessierten Stellen. Die 
allgemeine Aufstchtsbefugnis liegt in den Händen 
des Präsidenten des Werberates der deutschen Wirt 
schaft. 
Im Mitteilungsblatt dbs Werberates wird zu 
dieser Maßnahme u. a. erklärt: Der junge Werbe 
fachmann wird mit dem Abschluß der Schule in die 
Reichsfachschaft Deutscher Werbefachleute ausge 
nommen und erhält damit das Recht, den Werüe- 
berus auszuüben. Die maßgebenden Kreise sind je 
doch darüber einig, daß der Werbung ein schlechter 
Dienst erwiesen werden würde, wenn nur noch den 
Werbefachleuten der Weg in den Beruf freigemacht 
würde, die die vorgeschriebene Semesterzahl an der 
Schule belegt haben. Die Ausübung des Berufes 
als Werbefachmann wird auch in Zukunft nicht den 
vollen Besuch der Reichswerbesachschule voraus 
setzen. Wie bisher bleibt die Möglichkeit bestehen, 
ohne eine besondere schulische Vorbildung dem 
Werbebernfe nachzugehen, Dieser Grundsatz erleidet, 
eine gewisse Einschränkung allerdings dadurch, daß 
die Reichsfachschaft Deutscher Werbefachleute die 
Aufnahme eines Mitgliedes von einer fachlichen 
Eignungsprüfung abhängig machen kann. 
Vezirksausgleichsstellen für öfscntliche Aufträge 
Ueber die vom Reichswirtschaftsministerium ein 
geleitete Umbildung der bisherigen Auftragsstellen 
sind in der Presse zum Teil unrichtige Mitteilun 
gen erschienen. Es handelt sich nur um eine Um 
organisierung aus Zweckmäßigkeitsgrünöen, durch 
die die bisher unterschiedlich organisierten Auf 
tragsstellen ohne Aenderung ihres Aufgabengebie 
tes bei den Wirtschaftskammern zusammengefaßt 
werden. Die Zusammenarbeit der Bezrrksaus- 
gleichsstellen mit der Staatsverwaltung ist durch 
besondere organisatorische Maßnahmen sichergestellt 
worden. 
Wieviel Eîgeņkapital zur Siedlung? 
entsprechend niedriger 
Die „Deutsche Siedlung" Nr. 29 vom 15. 4. 1936 
schreibt u. a.: Vor uns liegt die Meldung einer 
deutschen Tageszeitung, die ihre Ausführungen 
über bas Heimstättensiedlungswerk mit „Für 500 
Reichsmark kann gesiedelt werden" überschreibt. 
Eine derartige Ueberschrift ist als bewußte Irre 
führung zu, bezeichnen. Nach den Finanzierungs 
grundsätzen des Reichsheimstättenamtes ist es er 
forderlich, daß ein Siedleranwärter eine Eigenlei 
stung von 15—20 vH der Gesamtkosten beibringt. 
Die deutsche Heimstättensiedlung erfordert im 
Durchschnitt einen Gesamtpreis von zirka 6000 MM 
und somit hätte der Anwärter mindestens 1000 bis 
1200 Æ4 in den verschiedenen hierfür denkbaren 
Formen aufzubringen. 
Als Bargeld genügt im allgemeinen, wenn der 
Anwärter 600 bis 800 MM nachweist. Den Rest der 
Eigenleistung kann er durch Selbsthilfe beim Bau 
der Siedlerstelle abgelten. Die Höhe der Eigenlei 
stung richtet sich in jedem Falle nach den örtlichen 
Verhältnissen. In Gegenden, wo man auf Grund 
vorhandener Baustoffe und infolge niedriger Löhne 
billiger bauen kann, wird die Eigenleistung ent 
sprechend niedriger sein. Wo aber diese Voraus 
setzungen nicht zutreffen, wird man bis zur Grenze 
von 20 vH der Gesamtbaukosten den Anwärter in 
Anspruch nehmen müssen. 
Für 500 MM zu siedeln ist nach obigen Richt 
linien ein Unding. Nur in den Fällen, in denen 
die Industrie ihren Gefolgschaftsmitglicdern eine 
Beihilfe in Form von Werkdarlehen gibt, kann die 
Eigenleistung in Bargeld 
gehalten werden. 
Der Kreis derjenigen, die sich um eine Siedler 
heimstätte bewerben, ist bereits so groß, baß rm 
Nahmen der verfügbaren Mittel jeweils nur eine 
geringe Anzahl mit einer Siedlerheimstätte bedacht 
werden kann. Im übrigen märe bei einer zu gering 
bemessenen Eigenleistung die monatliche Belastung 
für Amortisation und Zinsendienst zu groß sein. 
Eine nordische „Reise-Krone" 
Anläßlich einer finnisch-schwedischen Parlamenta 
rierzusammenkunft in Stockholm ist von finnischer 
Seite der Vorschlag der Einführung einer gemein 
samen nordischen „Reisekrone" gemacht worden, die 
in allen nordischen Ländern angewandt werden 
soll. Man denkt sich die Durchführung durch eine 
gemeinsame Initiative der Staatsbahnen der Län 
der unter garantierender Zusammenarbeit mit den 
Staatsbanken. Auf der Vorderseite der Geldnote 
soll der Nennwert gedruckt stehen, also 5,10, 50 oder 
100 Kr., während auf der Rückseite die Verpflichtung 
ausgedrückt wird, nach welcher die respektiven 
Staatsbahnen die Reisebanknoten einlösen, und 
zwar nach folgender KurSskala: Schwedens Reichs 
bank 100 Reisekronen — 100 schwedische Kr., Norges 
Bank 118 norwegische Kr., Dänemarks National 
bank 115 dänische Kr. und Finnlands Bank 1170 
finnische Mark. Diese Geldnoten sollen in den 
Staatsbanken der Länder gekauft werden können, 
worauf sie ohne jede Verkürzung in den vier nor 
dischen Ländern benutzt werden können. 
Auslese 
Neuzugang in der ösfeutlichcn Lebensversicherung 
Bei den öffentlichen Lebensversicherungsanstalte« 
wurden im März 21061 neue Anträge mit einer 
Versicherungssumme von 29,60 Mill. MM gestellt 
(gegenüber 23 735 neuen Anträgen mit 29,81 Mill. 
Reichsmark im Vormonat und 28 466 neuen An 
trägen mit 27,85 Mill. MM im März 1935). — Da 
mit ist der Antragszugang für das erste Viertel 
jahr 1936 weiter auf 86,20 Mill. MM angestiegen, 
gegen 74,20 Mill. MJL in der gleichen Zeit 1935. Die 
Stückzahl der Anträge ist von 34 247 im ersten 
Vierteljahr 1933 auf 61 901 in 1936 gestiegen. Die 
durchschnittliche Versicherungssumme betrug im 
März 1936 in der Großlebensversicherung 3836 MM 
und in der Sterbegeldversicherung 319 MM. 
Die „Deutsche Gesellschaft für Tierpsychologie" 
wurde in Berlin gegründet, zu deren Führung 
Prof. C. Kronacher, der Direktor des Institutes 
für Tierzüchtung bestimmt wurde. Aufgabe ist die 
Erforschung der Psyche der Tiere und die praktische 
Auswertung tierpsychologischer Erkenntnisse zur 
Steigerung der verschiedenartigen Leistungen der 
Tiere im Deinste des Menschen. Sie erstrebt die 
Zusammenarbeit aller Persönlichkeiten. Behörden, 
Institute und Vereine der Wissenschaft und Praxis, 
die an ihren Aufgaben interessiert sind. 
Keine Bekanntgabe der Sachverständigen 
bei der Lebensmittelkontrolle 
Der Reichsminister des Innern hat den Rund- 
erlaß vom 10. 8. 1928 ausgehoben. Nach diesem 
Runderlatz waren die Sachverständigen, die zur 
Vornahme von Betriebskontrollen berechtigt waren, 
ortsüblich bekanntzugeben. Da sich hieraus Miß- 
stände ergeben haben und insbesondere die Allge 
meinheit an der Veröffentlichung der Sachver 
ständigen kein Interesse hat, soll die Bekannt 
machung in Zukunft unterbleiben. 
Fleischbeschau 
darf bei Milzbrandveröacht, so heißt es in einem 
Runderlaß, nicht Anlaß geben, die Fleischbeschau 
abzubrechen und den betr. Fall lediglich nach den 
veterinärpolizeilichen Vorschriften zu behandeln. 
Der Fleischbeschautierarzt hat vielmehr die Fleisch 
beschau unter Zuhilfenahme der bakteriologischen 
Fleischuntersuchung zu Ende zu führen, unbeschadet 
seiner Verpflichtung, den Milzbrandveröacht unver 
züglich der Ortspolizeibehörde anzuzeigen. 
Der Rcichsbeaustragte sür Kautschuk und Asbest 
hat eine Anordnung erlassen, durch die die An 
ordnung Nr. 26 der Ueberwachungsstelle für Kaut 
schuk und Asbest (Verwendung von Kantschukmi- 
schungen bei der Herstellung von gummiisolierten 
Leitungen und Kabeln) vom 1. Juli 1935 aufgeho 
ben wird. Die in der Anordnung Nr. 26 enthalte 
nen Vorschriften sind in Herstellungsvorschriften 
übernommen worden. 
Ein Export-Musterlager des Kunsthandwerks 
ist in Bremen im Aufträge der Reichskammer der 
bildenden Künste und in Verbindung mit der Aus- 
fuhr-Förderungsstelle des deutschen Handwerks 
durch die Bremer Werkschau als eine dauernde 
Schau errichtet, die der Anbahnung von geschäft 
lichen Auslandsbeziehungen dienen soll. Kunsthand 
werker aller Art aus allen deutschen Gauen sind 
daran beteiligt. 
Alsen-Cemcnt wieder 8 vH 
Die Alscn'schen Portland-Cement-Fabriken, Ham 
burg, werden eine Dividende von 8 vH (auch i. V. 
8 vH, davon 2 vH an den Anleihestock) ausschütten. 
Die Abschreibungen werden von der Verwaltung 
als reichlich bezeichnet <i. V. 998 574 MM auf Anla 
gen und 89 918 MM andere Abschreibungen). 
Der Versand der gesamten deutschen Zement 
industrie betrug in den Monaten Januar 621000 
To., Februar 496 000 To., März 972 000 To. In den 
entsprechenden Monaten 1935 betrug der Absatz 
277 000 To. bzw. 365 000 To. bzw. 606 000 To. 
Hamburg Börse 
Amtliche Notierung in MM für 100 MJt Nennwert' 
(Ohne (Hewhär 
Banke» 
•Jietctjsbonl 
DD.-Bank 
Bresîm. Bank 
Bereinsdmlt 
Westh. Bant 
Schü-v- Bank 
22.4. 21.4. Industr.-Akt. 
185 00 184 25 
89.50 88 50 
89.25 89.50 
110 0U 110 50 
120.00 120.00 
69.25 69.75 
Berkeyrr-Äkt. 
Hdg. Hochbahn 90.00 90 00 
Dtsch.-Oftafrika 34.00 32 00 
Hapag 14.50 14 50 
Hbg.-Şdamer, 28.50 29.00 
tiordd. Lloyd 15 50 >5 75 
Wo«tm..Lime 34 00 32.00 
Sllg. Et.-D. 
Breitend. Lew 
Lldschl.ä. 
Holsten-Br. 
Harp. Bgd.-S 
Lchuckert-Sl. 
«Iken-Lem. 
Siemen» 
HSW. 
Deutsche Erdöl 
IE>..Farden 
lieudesttz 
Lüdefltz 
22 4 21.4 
36 87 36 50 
156.00 155.00 
105.00 
123.50 
139 00 
185.00 
138.75 
119.25 
165.0» 
19 37 
107.25 
105 00 
123 50 
138 50 
186 00 
139.00 
119.00 
165 00 
19 00 
107.25 
22.4. 21 4. 
12.275 12.285 
2.487 2.487 
Amtliche Währungskurse. 
1 Pfund Sterling « 
1 Dollar >»»»,»,, 
WO dän. Kr. , ... 54.82 54.86 
100 sranz. Frank. ....... 16.38 16.385 
Peseta 3395 33.97 
Lira 19.60 19.60 
(Ohne Gewähr!) Geldkurs 
Metall. Elekirolytkupfer per 100 Kg. 22 4. 21.4. 
orompt cts Hba- od. Brem, Rotterd. 52.75 52 75 
Rendsburger Ferkelmarkt vom 23. April 
Auftrieb: 510. Handel ruhig. Markt ziemlich ge 
räumt. Preise: 20—25 Kg. 66—70 Pfg., 15—20 Kg. 
69—73 Pfg., 12,5—15 Kg. 71—77 Psg. — Am Diens 
tag, 28. April, findet der Rotenhöfer Frühjahrs- 
Vieh- und Pserdemarkt statt. 
Handel «nd Wandel 
Husumer Ferkelmarkt vom 28. April 
Austrieb: 434' Handel mittel, Markt geräumt. 
Preise: 6wöchige 19—21, 9—8wöchige 22—25, 8—10- 
wöchige 26—29 MM. Jungschweine 39 MM. 
Segeberger Ferkelmarkt vom 22. April 
Austrieb: 128. Preise: 6—6wöchige 17—19 MM, 
6—swöchige 19—22 MM, 8—13wöchige 22—28 MM. 
Handel ruhig, Markt geräumt. 
München, 22. 4. 74 Ochsen, 222 Bullen, 888 Kühe 
und 69 Jungrinder. Qualitäten bei Bullen und 
Jungrindern recht gut. Am Schweinemarkt 2438 
lebende und 77 geschlachtete Tiere. Schwere Fett 
schweine ausreichend, leichtere Fleischschweine am 
Münchener Markt besonders begehrt. Rückgang 
hing vor allem mit dem Rückgang der norddeut 
schen Anlieferungen zusammen. 
Hamburger Viehmarkt 
vom 16 Avril 1936. 
Ochien 
Bullen 
Kühe 
Färsen 
Hammel 
Lämmer 
Schafe 
a 
b 
c 
d 
44 
40 
42 
38 
41 
37 
32 
22-24 
43 
39 
50-51 
46-49 
_ § H 
38-41 
Austrieb 171 Ochsen. 146 Bullen. 621 Kübe. 109 
Fällen. - Fresser — 1162 Rinder und 1084 Schake 
Handel: Rinder zugeteilt. Kühe sehr flott. Schafe ruhig 
Ueber die Regelung des Spargelabsatzes erläßt 
die HV der deutschen Garten- und Weinbauwirt 
schaft neue Vorschriften. Sie hebt zugleich die vor 
jährige Anordnung auf. 
Großes Lämmersterben 
wird nördlich der Grenze aus der Marschgegend 
von Tondern gemeldet infolge anhaltend kalter und 
nasser Witterung. 
Verkehr mit Thomasmehlsäcken 
Seitens des Reichsarbeitsministeriums ist zwecks 
besserer Erkennbarkeit vorgeschrieben worden, daß 
die zur Verpackung und zum Versand von Thomas 
mehl zugelassenen Jutepapiermischsäcke statt durch 
den Aufdruck I P 365 durch einen eingewebten, gut 
erkennbaren blauen Faden, der in der Längsrich 
tung des Sackes liegt, gekennzeichnet wird. 
Die Kopcnhagener Dampsschisssgesellschast von 
1912 (A. P. Möller) kann für 1935 einen Rein- 
Ueberschuß von 1,044 Mill. Kr. buchen. Mit dem 
Gewinnvortrag aus dem Vorjahre stehen 1,924 
Mill. Kr. zur Verfügung. Davon werden 690 000 Kr. 
für Klassifikation zurückgelegt, 600 000 Kr. in Form 
von 15 % an die Aktionäre verteilt und der Rest 
auf neue Rechnung vorgetragen. 
Markt 
Hannover 
Breslau 
Bremen 
Deutsche Schlachtviehmärkte 
Kammernotierung Berlin am Markttage. Preise 
für 1 Pfd. Lebendgewicht in Jķf-. (Ohne Gewähr) 
22. April 1935 
1. Ochsen... 
2. „ ... 
4. „ ... 
1. Bullen.... 
1. Kühe..... 
2. „ 
1.Kälber.... 
1. Schafe.... 
2. , .... 
1. Schweine. 
2. „ • 
3. „ . 
1. Sauen.... 
Auftrie 
Ochs.Bu. Kü. 
Kälber ..... 
Schale ..... 
Schweine ... 
Ochs.Bu. Kü. 
Kälber 
Schafe ..... 
Schweino«*. 
43 
41 
37-40 
34— 35 
65—70 
54-64 
35- 40 
25 
541/2 
531/2 
501/2 
531/2 
b und Hi 
353 
363 
182 
1342 
verteilt 
gut 
verteilt 
41-43 
37—39 
28-34 
39—41 
36— 3/ 
37- 40 
34- 36 
62—64 
53-61 
35— 37 
30-34 
53 
51-52 
49 
47-52 
andel auf 
875 
1241 
479 
4369 
verteilt 
schlecht 
schlecht 
verteilt 
44 
42 
38 
39-41 
36-37 
73-78 
64—72 
46-48 
Î472 
531/2 
501/2 
531/2 
den Märkten 
43 
41 
37 
40 
36 
64-75 
54-62 
541/2 
531/2 
501/2 
50-53 
201 
287 
140 
951 
verteilt 
gut 
verteilt 
159 
246 
1261 
s. flott 
flott 
flott
	        
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