Der Aufbau der handwerklichen Leistungsschau
iu vollem Gauge!
Rendsburg wird 4 Tage im Zeichen des Handwerks stehen!
Am Donnerstag haben die ersten handwerk
lichen Fachgruppen, wie Schmiede, Schlosser,
Stellmacher. Elektro-Jnstallateure, Klempner
und Installateure, Tischler usw. die ersten
z. T. sehr wuchtigen Ausstellungsgegenstände
in die Stadthalle geschafft. Gleichzeitig wurde
aus einer Hanöwerksweberei ein Webstuhl
hingestellt, der praktisch arbeiten soll. Am
Freitag wird eine Anzahl weiterer Fachgrup
pen bzw. Innungen die Gegenstände in die
Staöthalle bringen und ordnen. U. a. wird
dauernd eine Uhrmacherwerkstatt in Betrieb
sein. Außer der praktischen Vorführung von
Webarbeiten werden auch Strickarbeiten vor
geführt.
Am Sonnabend wird dann das Nahrungs
mittel-Handwerk wegen der Verderblichkeit
der Ware mit dem Aufbau beginnen, so daß
am Sonnabendabend die Leistungsschau aufge
baut sein dürfte.
Ganz besondere Anerkennung verdient in
diesem Zusammenhange das Gärtnereigewerbe.
Die Gärtner der Stadt Rendsburg haben sich
von Anfang an selbstlos in den Dienst der
Sache gestellt und tragen durch ihre Aus
schmückungskunst außerordentlich zur Ausge
staltung der Leistungsschau bei.
Schon beim Betreten der Stadthalle wird der
Besucher von der Ausgestaltung des Vorrau
mes durch die Rendsburger Gärtner über
rascht sein, um dann auch überall bei den ein-
KNS. Am Mittwochvormittag verließ der
deutsche Gesandte, Freiherr Herbert von
Richthofen, Kopenhagen, um demnächst
seinen neuen Posten in Brüssel anzutreten.
Eine außerordentlich große Schar von Freun
den und Bekannten, Vertretern der auslän
dischen Diplomatie und der dänischen Mini
sterien waren auf dem Bahnsteig erschienen,
um Abschied zu nehmen.
Freiherr von Richthofen und seine Gattin
haben während ihrer sechsjährigen Schaffens-
zeit in Kopenhagen ausschließlich Freunde und
Verehrer erworben, die den Fortgang des
Gesandtenpaares auf das herzlichste bedauern
und ihm Glück und Erfolg in dem neuen Wir
kungskreise wünschen. Die Zuneigung dürfte
in ebenso starkem Maße aus den dänischen wie
den deutschen Kreisen kommen, mit denen das
Diplomatenpaar teils beruflich, teils privat
zusammengekommen ist. Die Deutschen wie die
Dänen schützten die überaus gastfreie und
herzliche Stimmung, die von Anbeginn in dem
Gesandschaftspalais herrschte und die vortreff
lich geeignet war, Männer und Frauen aus
dem deutschen und dänischen Geistesleben, der
Kunst und der Politik zu einem fruchtbaren
Gedankenaustausch zusammenzuführen. Der
freundschaftliche und natürliche Kontakt mit
dem dänischen Kreise wurde unterstützt durch
eine erstaunlich schnelle Erlernung der däni
schen Sprache sowohl seitens des Gesandten
wie seiner hochgeschätzten Gattin, die mit Tem
perament, Interesse und warmem Gefühl sehr
schnell den Weg zum Herzen der dänischen Be
sucher fand. Viele künstlerische Abende, musi
kalische wie dichterische Veranstaltungen, Emp
fänge und Feste haben einen nachhaltigen Ein
druck hinterlassen, dessen sich alle Deutschen
Ize Lage.
Eigener Bericht
unserer Berliner Schriftleitung.
Das Rätselraten, wann die englischen Rück
fragen in Berlin überreicht werden, geht heute
ungelöst weiter. Aus den englischen Zeitun
gen vom Mittwochabend konnte man die Ge
wißheit entnehmen, daß die dreistündige Ka
binettssitzung am gleichen Tage die Schluß
formulierung der Rückfragen nach Berlin
vorgenommen hat. Der Star versichert dazu,
man habe Grund zur Annahme, daß die Rück
fragen am Wochenende oder Anfang nächster
Woche in Berlin überreicht würden.
Im Gegensatz zu dieser Annahme des Lon-
ooner Star, verbreitetet am gleichen Abend
Havas eine Figaromeldung, wonach die Unter
redung des französischen Botschafters mit
Baldwin am Mittwochnachmittag Ueberein
stimmung darüber gebracht habe, daß die
Ueberreichung der Rückfragen in Berlin bzw.
ihre Veröffentlichung erst nach den französi
schen Wahlen, also am 4. oder 3. Mai erfolgen
werde, zu einer Zeit, in der sie keinen Einfluß
mehr auf die französischen Wahlen ausüben
könnten.
Obwohl es sich um keine offiziöse Verlaut
barung handelt, kann man die Figaromeldung
nicht übersehen, weil sie die amtliche Havas-
agentur weitergibt. Trifft sie aber zu, dann
bedeutet das eine weitere beträchtliche Hin
ausschiebung der Frieöenserörterungen, die
die Welt nach dem Führer-Memorandum vom
7. März erwartet hatte.
Zwei Monate sind nutzlos vertan. Wie viele
zelnen Ständen der Fachgruppen und Innun
gen wieder aus gärtnerische Leistung zu stoßen.
Die Groß-Beranstaltungen am Sonntag,
Dienstag und Mittwoch scheinen so zahlreich
besucht zu werden, daß die Nachfrage nach den
Eintrittskarten kaum befriedigt werden kann,
so daß eine Verteilung besonders auch der aus
wärtigen Besucher auf die einzelnen Kundge
bungen vorgenommen werden muß.
Die Leistungsschau ist täglich von 10 bis 19
Uhr geöffnet, bleibt aber während der großen
Kundgebungen geschlossen.
Es dürften sich außer dem Massenbesuch
durch die Schulen auch zahlreiche Einzelgrup
pen der Wehrmacht und des Arbeitsdienstes
unter Führung zur Besichtigung der Lei
stungsschau einsinden. Die Kundgebungen am
Dienstag und Mittwoch sind von 14.30 bis
16.30 Uhr, während welcher Zeit also die Lei
stungsschau geschlossen ist, jedem einzelnen
aber gegen vorherige Lösung der Karten zu
gänglich. Im übrigen ist die Leistungsschau zu
allen anderen Zeiten von morgens bis abends
geöffnet.
Da mit einem ganz außerordentlich zahlrei
chen Besuch aus der Umgebung und aus dem
Kreis Rendsburg zu rechnen ist, so werden sich
die Kundgebungen unter dem „Tag des Hand
werks" und „Leistungsschau" des Handwerks
sicherlich auch im Straßenleben der Stadt
Rendsburg bemerkbar machen.
und Dänen, die die Freude hatten, daran teil
zunehmen, noch oft entsinnen werden.
In den Jahren seiner Kopenhagener Zeit
fand der Umbruch durch die nationale Erhe
bung in Deutschland statt, und diese, für einen
Diplomaten im Ausland, zumal in Dänemark,
keineswegs ganz leichte Periode hat Freiherr
von Richthofen mit vornehmem Takt und dem
vollen Einsatz des nationalen Deutschen und
verantwortlichen Vertreters bewältigt und
durch seinen Einsatz in hohem Grade mitge
holfen, dem Verständnis für den National
sozialismus, sein Wesen und sein Ziel die
Wege zu ebnen, was in dem leider sehr stark
voreingenommenen und verhetzten Dänemark
keine leichte Aufgabe war. Wenn heute in den
denkenden Kreisen Dänemarks eine wesentlich
positivere Einstellung zum neuen Deutschland
Platz gegriffen hat, so ist dies nicht zum wenig
sten das Werk des scheidenden Gesandten und
seiner unermüdlichen Gattin.
Die Deutschen Kopenhagens lernten in dem
Gesandtenpaare warmherzige Freunde, eifrige
Besucher aller Veranstaltungen und Menschen
kennen und schätzen, die für alle kleinen und
großen Sorgen ein horchendes Ohr und einen
verständigen Rat hatten und deren Haus stets
jedem Deutschen offen stand.
Auch in der nordschleswigschen Frage nahm
der Gesandte eine in jeder Beziehung korrekte
und verstehende Haltung ein, bei der sich mit
der natürlichen Reservation dem Gegenstand
selbst gegenüber das Kennenlernen der wah
ren und ursächlichen Zusammenhänge zu einer
klaren und verständnisvollen Beurteilung
verband, die wiederum in einem offenen Ein
satz in berechtigten Forderungen der deutschen
Minderheit den dänischen Behörden gegenüber
ihren Ausdruck fand. H. Schr.
Monate noch dahingehen werden, bis man end
lich zu einer Aussprache kommen wird — in
Deutschland weiß es niemand.
Man sieht nur wieder einmal, daß auch die
besten Friedensabsichten eines Staatsmannes
sabotiert werden können, wenn man einen
Partner vor sich sieht, der nicht zum Frieden
kommen will.
Entscheidungen sind jetzt nicht mehr von
Deutschland abhängig, das bis an die Grenze
des Entgegenkommens gegangen ist, auch nicht
von England,, sondern ausschließlich von
Frankreich.
Die französische Initiative aber fehlt bis
heute.
* * *
TeàŞse VermäAgen
übst bk Büdftagstu
Die Fertigstellung der englischen Rückfragen
für Berlin hat sich infolge der dauernden fran
zösischen Vorstellungen und Nachforderungen
nun doch so verzögert, daß sie erst in der kom
menden Woche nach Deutschland abgehen dürf
ten. Soviel scheint freilich festzustehen, daß sie
weder von Außenminister Eden noch von dem
Lordsiegelbewahrer Halifax nach Berlin ge
bracht, sondern dort auf die übliche Weise durch
Botschafter Phipps überreicht werden. Die
Frage, ob Lord Halifax in einem späteren Sta
dium der Diskussion vielleicht einmal nach
Berlin reisen wird, ist bekanntlich von engli
scher Seite offen gelassen worden.
Frankreich ist, wie schon einmal betont, bis
zum letzten Augenblick bemüht gewesen, die
Geöankengünge seines Gegenplanes und seines
Memorandums in die englischen Fragen hin
einzubringen. Die englische Regierung bewahrt
über den Inhalt der Fragen korrektes Still
schweigen. Die Blätter diesseits und jenseits
des Kanals ergehen sich dagegen bereits in
Vermutungen, die von Fragen über die Ver
bindung etwaiger Nichtangriffspakte mit dem
Völkerbund, von einer Erkundung über die
Mandate, von Fragen über Deutschlands An
sicht zur „Heiligkeit der Verträge" und zur
„Trennung der Völkerbundssatzungen vom
Versailler Vertrag" wissen wollen. Englische
Blätter behaupten außerdem, daß die Ab
rüstungsfrage sowie — entsprechend den be
kannten Fragen Flandins — Memel, Danzig
u. a. m. thematisch in den englischen Rückfragen
enthalten seien.
* * *
Dänische Stimme: „Vertrauen zu Hitler!"
DNB. Kopenhagen, 23. April. Das Wochen
blatt „Danmarks Handels og Söfartstiden-
de" beschäftigt sich in einem Artikel mit der
augenblicklichen politischen Lage in Europa,
wobei es auf den Friedensplan des Führers
eingeht. Das Blatt erklärt u. a., es sei nicht
der geringste Grund vorhanden, an Aufrichtig
keit der Erklärungen Hitlers und seiner näch
sten Mitarbeiter zu zweifeln, daß sie nichts
lieber wünschten als den Frieden. Es handele
sich bei dieser Frage nicht um Sympathie oder
Antipathie gegen ein Regierungssystem, als
vielmehr um das Vertrauen zu einem Staats
mann und einem großen Volk in Europa. Das
Blatt schneidet dann die Frage an, ob Europa,
anstatt sich an den Vertrag von Versailles zu
klammern, der mehr als irgendetwas anderes
eine Machtdiktatur darstelle, nicht lieber
Hitler und Deutschland Verständnis und Ver
trauen entgegenbringen sollte, und meint, daß
Baldwins Rede in Worcester darauf schließen
lassen könne, daß diese Auffassung in England
an Boden gewinne. Sei dies wirklich der Fall,
dann würde sich eine durchgreifende Aende
rung der europäischen politischen Lage als not
wendig erweisen. Dabei wäre es aber ange
messener, einem Manne Vertrauen zu schen
ken, der es noch nicht mißbraucht habe, anstatt
blind an Moskau zu glauben, das das Gegen
teil von dem tue, was es sage.
* * *
Eine abessinische Chance.
Unerwartet nach den schweren Niederlagen
der letzten Wochen haben sich die Abessinier
nach den letzten Meldungen nun doch noch
teilweise zu einem erbitterten Widerstand auf
gerafft, wozu auch die Umwandlung der 170
Kilometer nördlich von Addis Abeba liegen
den Paßstraße in einer schwer befestigte Feld-
anlage auf ihrem höchsten Punkt zu rechnen
ist. Darüber hinaus ist der italienische Vor
marsch im Süden durch schwere Regengüsse
zunächst zum Stehen gekommen, während im
Am Freitag werden die drei Ordensburgen
der NSDAP., Crössinsee in Pommern, Vogel
sang in der Eifel und Sonthofen im Allgäu,
die der Erziehung der kommenden Führer
schaft der NSDAP, dienen, mit einem feier
lichen Akt auf der Burg Crössinsee ihrer Be
stimmung übergeben. In Ergänzung unseres
Reiseberichts an anderer Stelle des Blattes
geben wir im folgenden Einzelheiten über die
auf der Schule angewandten Erziehungs-
sormen. In diesen neugeschaffenen monumen
talen Burgen werden von nun an die nach
strenger Auslese als künftige Führer der Par
tei bestimmte» Männer in dreijähriger Schu
lung zum wirklichen Führcrtnm herangebildet
und erzogen.
Für die
wissenschaftliche Schulung
werden die besten Lehrer in Rassenkunöe, Ge
schichte, Philosophie, Wirtschafts- und Sozial
lehre zur Verfügung gestellt werden. Für die
von Reichsleiter Alfred Rosenberg als Be
auftragten des Führers für die Ueberwachung
der weltanschaulichen Erziehung der NSDAP,
vorgesehene Heranbildung und Prüfung dieser
Lehrer ist die Errichtung eines eigenen Or
denshauses der NSDAP, vorgesehen. Die wis
senschaftlichen Lehrer, denen der Führernach
wuchs in den Ordensburgen anvertraut wird,
halten zunächst Vorträge in Form von Kollegs,
die dann in Seminaren zu je 50 Mann durch
gearbeitet werden. In täglichen Burgappellen
wird jedes Seminar einen Sprecher heraus
stellen, der die Ansicht seiner Kameradschaft
über das Gehörte dartut. Am Schluß des Ap
pells faßt dann der Burgkommandant diese
Diskussion zusammen und hält eine Kritik.
Die für die kommende Führerschaft der
NSDAP, erforderliche
Stärkung des Mannestums
bildet den zweiten Teil der nationalsoziali
stischen Erziehung auf den Ordensburgen, in
deren Mittelpunkt der Sport steht. Es sollen
der Mut, die Entschlußkraft und die Kühnheit
des Mannes erprobt werden, weshalb zum
Beispiel jeder Burginsasse mit dem Fallschirm
aus dem Flugzeug abspringen, alpine Mut
proben ablegen und ähnliche Leistungen voll
bringen muß. Dieser Teil der Erziehungsar
beit soll die kommenden Führer auch befähi
gen, wirklich führen zu können, aber auch sich
selbst zu beherrschen. Diese Selbstbeherrschung
Norden in der Schlacht von Worrahai sogar
Rückschläge für die Italiener eingetreten sein
sollen. General Graziani insbesonders hat in
weit stärkerem Maße als bisher den Einfluß
des türkischen Strategen General Wehib
Pascha zu spüren bekommen, der dem Führer
der abessinischen Süöarmee Ras Nasibu zu
geteilt ist.
In Rom wurden jetzt weitere 1,44 Milliar
den Lire für den afrikanischen Krieg bereit
gestellt.
*
Abessinische Siegesmeldungen.
DNB. Addis Abeba, 23. April. Von abessini-
schcr Seite wird ein Bericht von der Südfront
verbreitet, in dem General Nassibu von Er
folgen der abessinischen Streitkräfte spricht.
Nach diesem Bericht Nassibus ist es den Abessi
niern angeblich gelungen, den Italienern in
der Schlacht bei Danane schwere Verluste bei
zubringen. Nassibu meldet, daß alle Angriffe
der Italiener abgeschlagen worden seien. Die
Gegner hätten dabei mehrere Tausend Tote
gehabt.
Ferner wird von abessinischer Seite eine
Meldung bekannt gegeben, die zum mindesten
überrascht. In dieser Meldung heißt es, daß
die Gallastämme, die sich im italienischen Vor
trupp beim Marsch auf Dessie befanden, jetzt
wieder mit den Abessiniern gemeinsame Sache
machten. Die Gallas, die ihre Wohnsitze zum
Teil in der Danakilwüste, zum Teil im Wollo-
gebiet waüen, sollen nach dieser Meldung die
italienischen Truppen in und um Dessie an
greifen.
*
Der amtliche italienische Heeresbericht
Nr. 194.
DNB. Rom, 23. April. Der von Marschall
Badoglio gedrahtete Heeresbericht Nr. 194
lautet:
„An der Somalifront setzt die libysche Divi
sion ihren Aufmarsch fort. Feindliche Truppen
versuchen vergeblich, sich längs des Karawa
nenweges von El Fud unserer Verfolgung zu
entziehen. Eine Abteilung unter dem Kom
mando von General Bernet erbeutete eine aus
600 Kamelen bestehende Karawane, die Le
bensmittel für die Truppen des Deöschas
Abbebe Damto mit sich führte. Unsere Trup
pen bemächtigten sich ferner einer Anzahl von
Kraftwagen mit Sanitätsmaterial.
Andere Abteilungen besetzten Ssec Hose im
Tal des Faf und Curati. Im Frontabschnitt
von Borana erreichten unsere Dubat-Abteilun-
gen, unterstützt von der unterworfenen Be
völkerung des Gebietes die Gegend von El
Derc westlich von Ualca Marre. Abessinische
Abteilungen wurden in die Flucht geschlagen.
Unsere Luftwaffe hat auf allen Abschnitten
der Somalifront die feindlichen Stellungen
wirksam mit Bomben belegt. Von der Eritrea-
Front liegen keine wichtigen Nachrichten vor.
wird auf den Ordensburgen durch Disziplin
übungen, wie Enthaltung von Alkohol und Ni
kotin während einer bestimmten Zeit ausgebil
det werden. Den künftigen Führern ein siche
res und selbstbewußtes Auftreten zu verschaf
fen, ist eine weitere Aufgabe der großen Er
ziehungsarbeit iu den Ordensburgen.
Die Ausbildung der Führerschaft auf diesen
Ordensburgen der Partei wird
drei Jahre
dauern, wobei die Anwärter auf jeder der er
wähnten Ordensburgen je ein Jahr zu ver
bringen haben. Dadurch wird ihnen auch in
bunter Folge die Kenntnis von Land und
Menschen in drei ganz verschiedenartig gestal
teten deutschen Provinzen — Pommern, Rhein
land, Bayern — vermittelt.
So werden aus den großen Ordensburgen,
die in ihrer mächtigen Ausdehnung an die
Sitze der alten Sachsenherzöge erinnern, die
Männer hervorgehen, die das deutsche Volk
in Zukunft führen sollen. Hier soll eine Aus
lese unter den Besten der Nation entstehen,
eine Auslese, die sowohl den Charakter als auch
körperliche Konstitution, die Führereigenschaft
und die rassische Hochwertigkeit besitzt.
Ueber die
Ausgestaltung der Burgen
sei noch erwähnt, daß sie mit allen technischen
Vollkommenheiten versehen sind, der höchst
möglichen Zweckdienlichkeit entsprechen, schön
und wohnlich in Erscheinung treten und über
all in die freie Landschaft hineinpassen. Jede
der drei Burgen, an denen je drei Jahre lang
mit durchschnittlich 500 Arbeitern gebaut wor
den ist, faßt 1000 Mann und hat mit dem Per
sonal eine Belegschaft von 1500 Personen. Alle
Wirtschaftseinrichtungen und selbstverständlich
auch alle Sportanlagen sind vorbildlich.
Verantwortlicher Hauptschriftleiter und Herausgeber: Fer
dinand Möller.
eteDoertreter des Hauptschriftleiters: Herbert Puhlmann.
Verantwortlich für Politik: Herbert Puhlmann; für den ört
lichen und allgemeinen Teil: Adolf Eregori; für den Wirt»
lchaftlichen Teil: Dr. Cl. Bielfeldt; für den provin
ziellen Teil: sîarl Müller, alle in Rendsburg.
Bildverantworlliche: Ressortleiter.
'Verantwortlicher Anzelgenleiter: Karl Jacobsen, Rendsburg.
Verlag und Druck: Heinrich Möller Söhne, Rendsburg.
D-*A. Schleswig.Holfteinifche Landeszeitung (Rendsburgs
Tageblatt — Hohenweftedter Zeitung / Die Landpost
Hanerau.Hademarfchen — Süderbraruper Tageblatt),
D.-A. III. 26 13 868 Kl. Nr. 7
Was sonst rrsch Im Äsr Politik
Abschied des deutscher; Gesandten aus Kopenhagen
Die Ordensburgen der NSDAP
Erziehrmg pttt wirklichen FSHrertum